Tigerhai vor Cape Cod: Ein Fund mit Signalwirkung

Ende Juli angelten die Brüder Nate und Nelson Rouette vor Falmouth, Massachusetts, einen jungen Tigerhai – ein Fang, mit dem die erfahrenen Sportfischer nicht gerechnet hatten. Sie hatten eigentlich auf gewöhnlichere Braunhaie gehofft. "Ich sah diese horizontalen Streifen und wusste sofort: Das ist ein Tigerhai", erzählte Nate Rouette, der als Social-Media-Manager beim Magazin On The Water arbeitet, der Nachrichtenagentur AP. Die Brüder setzten das rund 1,50 Meter lange Jungtier nach kurzer Zeit wieder frei.

Digitales Museum bringt Ostsee-Wracks aufs Smartphone

Am Meeresgrund vor Mecklenburg-Vorpommerns Küsten schlummern mehr als 3.000 bekannte archäologische Fundplätze – Schiffswracks, Hafenanlagen, versunkene Siedlungsreste. Für die meisten Menschen bleiben sie unsichtbar, da sie ohne Taucherausrüstung nicht zugänglich sind. Genau das soll sich mit dem neuen FREIWASSERMUSEUM-DIGITAL (FWM-D) ändern, das ehrenamtliche Unterwasserarchäologen und Denkmalpfleger aus Mecklenburg-Vorpommern heute vorstellen.

Europas Meere so warm wie nie

Kraken statt Makrelen: Ökosysteme im Wandel. Der Juli 2026 hat nicht nur an Land Hitzerekorde gebracht: Auch in den Meeren rund um Europa wurden die höchsten je gemessenen Oberflächentemperaturen registriert. Ein neuer Bericht der Forschungsinitiative World Weather Attribution (WWA) zeigt, dass sich diese Rekordwärme größtenteils auf den Klimawandel zurückführen lässt – mit erheblichen Folgen für Nahrungsketten und Ökosysteme im Meer.

Süßwasser tötet Delfine

FRESH-Protokoll soll Fälle vergleichbar machen. Seit 2005 kehrt ein Muster in den USA und Australien immer wieder: Nach Hurrikans, Starkregen oder Überschwemmungen tauchen bei Delfinen in Küstennähe extrem schmerzhafte Hautveränderungen auf – vergleichbar mit schweren Verbrennungen. Fachleute sprechen von der "Süßwasser-Hautkrankheit" (Freshwater Skin Disease, FSD).

Stachelrochen-Invasion vor Kalifornien

16.000 Tiere auf einem Footballfeld. An einigen Stränden Südkaliforniens ist der Sand derzeit kaum noch zu sehen – nicht wegen der Sonnenanbeter, sondern wegen Stachelrochen. Eine anhaltende Hitzewelle im Pazifik treibt die Tiere in Rekordzahlen an die Küste.

Delfinrettung: Wettlauf gegen die Zeit am Strand von Kerry

21 Delfine gestrandet – zwölf überlebten. An einem Strand westlich von Daingean Uí Chúis in der irischen Grafschaft Kerry hat sich am 12. August eine dramatische Rettungsaktion ereignet: 21 Gemeine Delfine waren gestrandet, darunter erwachsene Tiere und Kälber. Zwölf konnten die Helfer zurück in den Atlantik geleiten, für neun kam jede Hilfe zu spät – sie waren bereits verendet, bevor die Rettungskräfte eintrafen.

Arktis: Ein weiterer Schlag gegen die Klimaforschung

Dritter Angriff auf US-Klimaforschung in Folge. Es ist bereits der dritte Fall dieser Art, über den wir in den letzten Monaten berichten mussten: Nach der Aufhebung von Fischereischutzzonen im Pazifik und der Abschaltung Hunderter Tiefsee-Sensoren im Atlantik und Pazifik trifft es nun einen der wichtigsten Klimaberichte der USA überhaupt – den jährlichen Arctic Report Card.

„Isolierte“ Britische Delfine: Keine Liebe über die Grenze hinweg

Rundkopfdelfine bilden eigene Population. Rund 9.000 Risso-Delfine (Grampus griseus), auch Rundkopfdelfine genannt, leben in britischen Gewässern – deutlich mehr als die etwa 2.000 Tiere, die im westlichen Mittelmeer geschätzt werden. Eine neue genetische Studie zeigt nun: Mit ihren Artgenossen von den Azoren, aus dem Mittelmeer oder dem übrigen Nordatlantik mischen sich die britischen Delfine kaum.

Römisches Wrack vor Sizilien entdeckt

Ein Taucher, ein Felsen – und ein Sensationsfund: Rund drei Seemeilen vor der Küste von Mazara del Vallo im Westen Siziliens liegt seit über 2.000 Jahren ein Stück Handelsgeschichte auf dem Meeresgrund. Anfang August wurde das Wrack entdeckt – nach Einschätzung des italienischen Kulturministers Alessandro Giuli eine der bedeutendsten Unterwasser-Archäologischen Entdeckungen der letzten Jahre.

Warmes Wasser, volle Teller: Bartenwale entdecken Ostgrönland neu

Ein neues Bild vor der grönländischen Küste. Wo noch vor 20 Jahren Packeis die Küste säumte, tummeln sich heute im Sommer tausende Bartenwale. Vor Ostgrönland hat sich eine regelrechte "Fressgemeinschaft" aus drei Walarten etabliert – ein direktes Resultat des Klimawandels, wie eine neue Studie im Fachjournal „Frontiers in Marine Science“ zeigt.