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Tauchen auf Galapagos

Die Galapagosinseln sind eine Provinz von Ecuador und liegen etwa 1.000 Kilometer westlich des Mutterlandes Ecuador mitten im östlichen Pazifik. Das Weltnaturerbe ist zu einem absoluten Geheimtipp für Menschen geworden, die abseits der Touristenströme seltene Naturwunder und die Hinterlassenschaften untergegangener Naturvölker bestaunen wollen. Für Taucher bieten die Gewässer rund um die 13 jeweils mehr als zehn qkm messenden Inseln alles, was man sonst kaum zu Gesicht bekommt – von Hochseehaien bis zum Wal.

Tauchplätze auf Galapagos

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Die letzen Reiseberichte unser Nutzer - immer einen Blick wert:

Auch ich durfte bei der Jungfernfahrt der Nortada dabei sein.
Wie meine beiden Vorberichter schon geschrieben haben war es ein spektakulärer Tauchurlaub in einem anspruchsvollen Tauchgebiet.
Ich habe bei meinen etlichen Urlauben auf allen 5 Kontinenten noch nie solch vielfältige Tauchgänge erlebt. Wo auf der Welt hat man innerhalb weniger Stunden Tauchgänge bei 18 Grad und bei 28 Grad, wo auf der Welt kann man während eines Tauchganges weidende Meerechsen, tauchende Blaufußtölpel und Kormorane, spielende Seehunde und skurille Kleinfische (á la Lembeh) sehen?
Es kann aber auch passieren, das man um 06:30h bei 30 m Sicht 8 Mola Molas sieht und 2 Stunden später am gleichen Tauchplatz bei 3 m Sicht fast von einem Seelöwen gerammt wird.
Tauchgänge mit gefühlt hunderten von Galapagos und Hammerhaien (maximal auf einem Foto 28 gezählt) und mit einer Schule von Mobulas (geschätzt mindestens 200 Tiere) beim Sicherheitsstopp sind Erlebnisse, die sich in die Sehrinde einbrennen.
Das Tauchen war einmalig und verdirbt einen für die meisten anderen Spots unseres Planten.
Dabei haben die Galapagosinseln auch über Wasser viel zu bieten: Riesenschildkröten und Finken, die auf jeder Insel anders aussehen. Nebelwald oder Mondlandschaft, alles das kann man hier auf engsetm Raum sehen und wurde uns von unserem kompetenten Guide Patricia nahegebracht. Sie lebt seit 20 Jahren auf Galapagos und ist spürbar in ihre neue Heimat verliebt.

Zum Boot:
Für eine Jungfernfahrt ist überraschend wenig schief gegangen.
Die Crew wirkte eingespielt und hat einen sehr guten Job gemacht.
Das aufgrund eines Werftfehlers der Anker verlorenging (und nach einer Woche wieder geborgen wurde) sei nur eine Anekdote am Rand.
Der Kapitän (hat vorher bei der Buddy Fleet gearbeitet) war souverän und hatte sein Team auf nette Art im Griff und war sich auch nicht zu schade mal die Fenster zu putzen.
Da wir bis auf 2 Tage ruhige See hatten war das Ein- und Aussteigen aus den Zodiacs kein wirkliche Problem, aufgrund des Einstieges am Heck (die Nortada ist relativ schmal und schwankt recht stark) möchte ich dies jedoch nicht in der kalten Jahreszeit bei richtig rauher See erleben.
Die aus der Gruppe vorgetragenen Verbesserungsvorschläge wurden so gut es ging und zeitnah umgesetzt.
Die Belegung der Nortada sollte aufgrund des recht kleines Tauchdecks und der ungeschickt angebrachten Klimaanlage in den Kabinen 8 Personen nicht überschreiten.
Die beiden Rettungsinseln (eine davon ging während der Fahrt mal versehentlich über Bord und öffnete sich nicht)sind mit dicken Tauen und Packbändern zusätzlich verzurrt, ich weiss nicht, ob sich dies in einer echten Notsituation schnell genug klarmachen lässt.
Es werden jdem Taucher Funkgeräte mit einer ´Nortada- Frequenz´ und einer Seefunk Frequenz ausgehändigt, was einem bei Wolf und Darwin ein zusätzliches Sicherheitsgefühl gibt.
Ich durfte weltweit schon auf etlichen Safaribooten unterwegs sein und würde den Nortada Standard mal mit der gehobenen Mittelklasse in Ägypten vergleichen. Dies betrifft Salon, Sonnendeck und Kabinen.
Die Verpflegung war okay, nicht mehr und nicht weniger. Die Portionen waren meist ausreichend, gel. hätte man sich aber auch noch einmal Nachschlag gewünscht. Für mich als Vegetarier war es nicht ganz so befriedigend, da vergetarische Küche in den meisten Fällen bedeutete, einfach die Fisch- oder Fleischkomponente wegzulassen. Manchmal wurde dann zu den trockenen Kartoffeln (die Soße war fleischhaltig) für die Vegetarier (in der zweiten Woche immerhin 3 von 8)noch trockener Reis als Entschädigung gereicht. Das akzeptiere ich auf einer günstigen Ägyptensafari, aber bei dem Preis der Galapagostour hätte ich da mehr erwartet.

Fazit: Es war ein toller Urlaub, von dessen Eindrücken ich noch lange zehren werde.
Die Nortada ist ein prima Schiff mit einer guten Crew.
Einige Dinge, z.B. die Verpflegung könnte noch nachgebessert werden.
Ich befürchte, am Preis- Leistungsverhältnis wird sich nichts ändern.
Länge: 85 feet / 25.9 metres
Breite: 18 feet / 5.4 metres
Tiefgang: 5 feet / 1.5 metres
Geschwindigkeit: 12 knots
2 Zodiacs
2 Maschinen
Alle mordernen Sicherheitsausrüstungen
Spülbecken für Fotoausrüstung
4 Gästekabinen für je zwei oder drei Personen (drei sind nicht zu empfehlen) mit eigenem Bad. Die Steuerbordkabinen haben die grösseren Bäder. Auf der Backbordseite befindet sich die Treppe zur Pantry, dadurch sind die Bäder deutlich kleiner.
20 Tauchflaschen sind an Bord (12l Alu mit INT)
Nitrox verfügbar gegen Aufpreis (Membrananlage)
5 Besatzungsmitglieder
2 Guides
Flachbildfernseher im Aufenthaltsbereich mit HDMI Kabel
Oberdeck mit Liegemöglichkeiten und Sonnenschutz
homepage: www.galapagosnortada.com

Das Boot hatte mit uns vom 20.02.2015 bis 06.03.2015 seine Jungfernfahrt. Es is hell und freundlich eingerichtet und bietet für 8 Taucher viel Platz.
Getränke wie Tee, Cafe oder Wasser stehen ständig kostenfrei zur Verfügung. Soft-Drinks, Bier und Wein müssen bezahlt werden.
Nach den Tauchgängen gab es immer entweder einen frischen Obstsaft oder heissen Kakao und dazu kleine Snacks. In der ersten Woche waren das vom Koch frisch gebackene oder gekochte Kleinigkeiten, in der zweiten Woche leider meist Kekse aus der Schachtel.
Das Essen war durchweg gut bis sehr gut und keiner musste hungrig aufstehen. Die Mengen waren jedoch knapp bemessen.
Für Vegetarier gab es immer die Gemüsebeilagen, aber ein adäquater Ersatz für die Fleisch- oder Fischgerichte war oft nicht da bzw. es wurde eine kleine Schüssel Reis gereicht (selbst wenn es Reis als Beilage gab). Da muss noch nachgebessert werden. Auch Brötchen und Croissants waren nicht immer ausreichend für alle acht Gäste da.
Als letzter negativer Punkt: der Handtuchservice nach dem Tauchgang war schlecht. Die Handtücher wurden zwischen den Tauchgängen nicht trocken und man wusste nicht, von wem das Handtuch zuvor benutzt worden war. Und es gab nur einen Satz der Deck-Handtücher pro Woche. In der Kabine wurden die Handtücher jedoch alle drei Tage gewechselt.

Sehr positiv zu bewerten ist, dass Jorge A. Mahauad, Manager und Miteigner der Nortada, die erste Woche als Guide mit dabei war und viele unserer Verbesserungsvorschläge sofort aufgriff und umsetzte.

Das Tauchen war fantastisch! Körperlich manchmal durchaus anstrengend (Strömung, Dünung bis auf 20m, ...) aber mehr noch, weil es so viele Sinneseindrücke zu verarbeiten galt! Wo man hingeschaut hat gab es entweder Schulen von Hammerhaien oder Galapagoshaie oder Mantas oder riesige Schulen Mobulas, oder Adlerrochen, Schildkröten, Muränen und riesige, schier endlos scheinende Fischschwärme. Dazwischen auch immer wieder freche Seelöwen.
Unglaublich, fantastisch, genial!
An Punta Vicente Rocca dann auch noch Mondfische. Acht an der Zahl! Hatte ich noch nie zuvor gesehen.
Pilotwale und Delfine gar nicht zu erwähnen ....

Unsere Guides, Patrizia, Jorge und Solon haben uns bestens betreut und ein hervorragendes Auge für Grosse wie kleine Schätze bewiesen. Patrizia, eine Schweizerin, die seit 20 Jahren auf Galapagos lebt, ist ein besonderes Lob auszusprechen. Sie führte auch die Landexkursionen und gab hervorragende Briefings, die auch erweitertes Wissen zur Entstehung der Inseln und der Meeresströmungen anschaulich vermitteln konnte.
Solon´s Spezialität sind Drift-Tauchgänge. Nicht so ideal zum Fotografieren, aber dafür sieht man mehr. Vor allem die Hammerhaie kann man so an Wolf - Landslide um sich herum haben.

Die Wassertemperaturen lagen auf der Westseite von Isabella bei 17 bis 18 Grad. Ansonsten hatten wir 26 bis 27 Grad Wassertemperatur, jedoch auch Strömungen in denen die Temperatur plötzlich auf 20 Grad fallen konnte. Für Frostbeulen also 7 mm, ich hätte mal besser nur den 5 mm Neoprenanzug mitgenommen.
Im Herbst und Winter fallen die Wassertemperaturen dann auch schon mal auf 11 Grad, wie uns Patrizia berichtete.
Der Bleibedarf ist höher, als zum Beispiel im Roten Mer oder Indopazifik, wobei ich das nicht alleine auf den Salzgehalt zurückführen möchte, sondern auch auf die spürbare Aufregung vor den Tauchgängen :-)

Zwei bis vier Tauchgänge am Tag waren möglich. Letzteres bedeutet jedoch um 5:30 Uhr aufstehen, drei Tauchgänge vor dem Mittagessen und einer danach. Das Mittagessen wurde zwischen 13 und 14 Uhr gereicht. Der letzte Tag-Tauchgang musste aus Sicherheitsgründen spätestens um 15:30 Uhr begonnen werden. Nacht-Tauchgänge waren nur bei Wolf möglich.
Insgesamt kamen wir so auf 38 Tauchgänge.
Das wirklich geniale an der Nortada sind die kleinen Gruppen. Vier Taucher pro Guide! Da kommt der eine oder andere Hammerhai auch schon mal so nahe, dass man ihm Salz auf den Schwanz streuen kann!

Vorsicht ist geboten in Bezug auf die Trinkgelder. Auf Galapagos geht man von der amerikanischen Trinkgeld-Gewohnheit aus, also 10% des Reisepreises! Wenn es weniger gibt (wie bei uns Europäern üblich), dann gibt es lange Gesichter! Letztendlich lasse ich mich nicht zwingen Trinkgeld zu geben und schon gleich gar nicht in dieser Höhe!

Mein Fazit: 5 Flossen. Eine ziehe ich für die oben angeführten Minuspunkte ab. Der Service ist in asiatischen Ländern bei deutlich niedrigeren Preisen einfach besser. Trotzdem würde ich jeder Zeit wieder mit der Nortada fahren und auf jeden Fall auch wieder zwei Wochen! Wenn die TipTop Diver unter Jorge dran bleiben mit den Verbesserungen, dann wird aus der Nortada ein super Safari-Schiff! Die Jungfernfahrt darf man jedenfalls als sehr gut und erfolgreich bewerten.




Aufenthaltsraum Nortada


Die Nortada


Mobulas Cabo Marshall


Hammerhaie bei Wolf


Mondfisch


Lecker! Flosse!


Tauchdeck


Iguana Marina


Pilotwal


Die Crew und Guides


Schau mir in die Augen Kleiner


Fisch?


Wer will schon fliegen können

Ich war im November/Dezember 2016 fuer zwei Wochen auf der Galapagos Sky. Als allererstes fuer diejenigen, die es sich noch ueberlegen: Galapagos ist definitiv fuer Taucher eine Reise mehr als wert. Wolf und Darwin sind phantastisch, das Tauchen mit Iguanas ein einmaliges Erlebnis, und Mondfische haben wir auch aus naechster Naehe gesehen. Definitiv einer der besten Spots weltweit. Ich kann es jedem Taucher nur empfehlen. Nun zum Boot: Das Boot gehoert definitiv zur Mittelklasse und haette ausserdem sehr dringend einen laengeren Aufenthalt im Trockendock noetig. Nicht nur hinsichtlich der Ausstattung: Waehrend unseres Aufenthalts ist zweimal fuer einige Stunden das Pumpsystem fuer die Toilettenspuelung ausgefallen, einmal der Strom. Zudem ist das Schiff eigentlich durchgaengig (warum auch immer) in merklicher Schraeglage gewesen und die Abgase waren meilenweit sichtbar. Das war nicht so angenehm. Fahrzeiten waren in vielen Faellen etwas laenger als vorher angekuendigt, was zu Verzoegerungen beim Tauchen gefuehrt hat, aber nicht zum Ausfall von Programmpunkten. An der Crew gab es ueberhaupt nichts auszusetzen. Alle, insbesondere der Kapitaen, haben einen hervorragenden Job gemacht. Das Essen war sehr gut. In der ersten Woche hatten wir auch hervorragende und sehr kenntnisreiche Diveguides, die leider dann in der zweiten Woche von Bord gingen und in der zweiten Woche durch andere Diveguides, mit denen es einige Schwierigkeiten gab, ersetzt wurden. Aber Diveguides wechseln ja haefig, auch von Boot zu Boot, deswegen erspare ich mir hier weitere Details. Fazit: Ich gebe diesem Boot drei Sterne aufgrund der oben genannten Sachverhalte. Das Preis/Leistungsverhaeltnis lasse ich dabei voellig ausser Acht, denn vielleicht sind die anderen Boote in Gapapagos diesbezueglich aehnlich. Wer aber erwartet, fuer den Preis auf einem Luxuxboot zu landen, der wird wahrscheinlich enttaeuscht werden.
Hallo zusammen,

hier wurde schon einiges zur Nortada geschrieben, das meiste kann ich so unterschreiben. Die Details zum Boot möchte ich an dieser Stelle nicht wiederholen. Allerdings habe ich ein paar Ergänzungen zur Qualität der TG.

Im Zeitraum vom 31. Juli bis zum 7. August war ich Gast auf der Nortada. Wir hatten das Glück nur 5 Gäste zu sein, so dass uns die Crew mit 6 Personen zahlenmäßig überlegen war. Patricio, unser Guide, hat uns am Anfang auch wegen dem schon vorher genannten El Niño Effect gewarnt, das Wasser ist wärmer und das beeinflusst die Unterwasserwelt. Aber wir hatten weiter Glück, von den 18 TG waren 2 (!) weniger spektakulär, was immer noch Seelöwen, Seepferdchen, Muränen, usw. beinhaltete. Der Rest war vollgepackt mit unzähligen Mantas (einmal 15 Minuten keine 5 Meter von uns in der Cleaning Station), Hammerhai-Schulen, Galapagoshaien, Seidenhaien, Schwarz-/Weißspitzenhaien, verschiedensten Rochen (ein Adlerrochen hat mich aus Versehen gestreift...), Seelöwen, Walhaien (mind 2 bei jedem der 4 TG bei Darwin), Delfinen (eine Schule mit 50+ Tieren, wahnsinnige Erfahrung), sogar Buckelwale. Ein Kormoran hat ein paar von uns beim Sicherheitsstopp angeknabbert, das blinkende Silberzeug an der Ausrüstung war zu verlockend... Man hatte sehr oft die Qual der Wahl wo man hinschauen wollte - die Adlerrochen die vor einem schweben, der vorbeiziehende Manta, der Galapagos-Hai im Hintergrund, die Schildkröte, der jagende Seelöwe...
Patricio hat uns zwischendurch auch auf Kleinzeug aufmerksam gemacht, wie den red-lipped batfish oder die winzigen Seenadeln. Die meiste Zeit hingen wir allerdings in 20-25 Meter Tiefe in den Felsen und haben die Show genossen! Ich bin immer noch dabei die Eindrücke zu sortieren, werde aber in den nächsten Tagen detaillierter in meinem Blog berichten und das beschriebene mit Bildern füllen (keine Ahnung, ob ich den hier verlinken darf, aber schreibt mich bei Interesse gerne an).

Essen war gut und reichlich, auch für mich als part-time Veggie. Entgegen des vorherigen Berichtes allerdings ohne Tofu, dafür für jede Mahlzeit eine andere leckere Beilage.
Sicherheit wurde groß geschrieben, die Briefings sehr ausführlich. Ich war allerdings sehr dankbar dafür, nachdem mich eine Strömung dann doch mal von der Gruppe getrennt hat (war meine eigene Schuld, die Panga-Fahrer hatten aufgepasst und mich schnell eingesammelt). Insgesamt war das Tauchen anspruchsvoll, wir hatten keine absoluten Anfänger unter uns, ich war mit 65 TG die mit den wenigsten TG. Wie schon vorher geschrieben wird keine Rücksicht genommen, wer beim Einstieg nicht direkt mit runter kommt, bekommt je nach Bedingungen max eine weitere Chance. Wegen der doch zum Teil sehr starken Strömungen allerdings nicht immer. Länge der TG war zwischen 35 und 55 Minuten, alle tiefer als 20 m.
Die Crew war für jeden Spaß zu haben, auf individuelle Wünsche wurde wenn möglich eingegangen und der Zeitplan hielt noch Überraschungen bereit. Für Fragen war immer Zeit und es wurde viel rund um die Inseln und Tierwelt erklärt.



Ich hatte eine großartige Woche auf der Nortada, habe mich rundum wohl gefühlt und atemberaubende TG mit schlichtweg hammermäßigen Begegnungen erlebt. Es fällt äußerst schwer das mit Worten zu beschreiben!

Wir waren von 8. bis 15. Mai mit der Nortada unterwegs. Dem meisten schon Gesagten kann ich zustimmen, es gibt aber einige Änderungen seit der Jungfernfahrt (positive und negative).
Wofür die Nortada nichts kann ist, das unser ´Trip of a lifetime´ leider nicht das war, was wir erwartet haben, weil gerade ´El Nino´ strömte und das Wasser viel zu warm war. Nett für Frostbeulen wie mich, aber leider auf Kosten der Unterwasserwelt. Statt Schulen von Hammerhaien haben wir auf drei TG jeweils 2 gesehen, sonst keine. Auch von den großen Fischschwärmen war nichts zu sehen und statt Mola molas sahen wir bei Punta Vicente Rocca nicht mal die Hand vor Augen :-( Wie gesagt, das ist die Natur und da kann keiner etwas dafür, aber es ist natürlich ein wenig frustrierend, wenn man weiß, was man sehen könnte und dann immer nur hört ´well USUALLY you can see ..., but unfortunately it´s El Nino´.... Unser Guide Patricio war aber redlich bemüht, unseren Trip trotzdem so toll wie möglich zu gestalten und hat auch die Route geändert (was in Ausnahmefällen anscheinend geht), um größere Chancen auf mehr Unterwasserwelt zu haben.

Aber nun zu den einzelnen Punkten:
- Essen: war reichlich bemessen, Nachfassen war kein Problem. Auch das Vegetarier-Thema ist keines mehr - ich habe das vorab bekannt gegeben und zu jeder Mahlzeit wurde für mich extra gekocht. Sehr Tofu-lastig und ehrlich gesagt wäre ich auch mit den sehr leckeren Gemüsebeilagen/Salaten zufrieden gewesen, derer reichlich vorhanden waren (keine Rede von trockenen Kartoffeln oder Reis mit Reis.

- Handtücher: diese wurden in der Zwischenzeit mit den Kabinennummern und zur weiteren Unterscheidung mit A und B versehen und jeder weiß, welches Handtuch ihm ´zusteht´. Damit gibt es keine unhygienischen Verwechslungen der nach jedem TG bereitliegenden Handtücher mehr.

- Guides: hier war die Jungfernfahrt anscheinend besser ausgerüstet. Bei uns kam auf alle Taucher (wir waren nur 7) 1 Guide, nicht einer auf 4. Habe ich aber ehrlich gesagt nicht schlimm gefunden, ich hatte nicht das Gefühl von ´Rudeltauchen´. Jorges Bruder Eduardo war auf unserem Trip auch dabei, hatte allerdings keine Guide-Funktion, sondern hat als ´Schlusslicht´ ein wenig mitgeholfen (was aber nicht wirklich nötig war, da großteils erfahrene Taucher).

- Stichwort erfahrene Taucher: was ich als absoluten Negativpunkt werten möchte, was aber nicht spezifisch mit der Nortada zu tun hat ist, dass ein Taucher mit war, der seinen Tauchschein eben erst in der Tasche hatte und nach 20(!!!) TG zertifizierter RESCUE DIVER war. Ihm ging regelmäßig die Luft aus, ohne dass er es überhaupt gemerkt hat, er hatte keine Ahnung, wie lange er wie tief getaucht ist, weil er seinen Computer weder bedienen, noch lesen konnte (´when are they going to tell us how long and at what depth our dives where?´). Da fragt man sich schon, was so jemand in einem Gebiet wie den Galapagos-Inseln verloren hat und warum der von TipTop diving die RD Zertifizierung erhalten hat - ist ja schließlich auch mit einer gewissen Verantwortung verbunden. Und ich möchte hier keine PADI-Diskussion lostreten, für mich stellt sich einfach nur die Frage, warum die so jemanden mitnehmen - Geld hin oder her. Spricht nicht unbedingt für sie und ist auch für die anderen, erfahrenen Taucher mühsam.

Insgesamt würde ich die Nortada aber auf jeden Fall weiter empfehlen, es ist ein kleines, gemütliches Boot mit einer netten, bemühten Crew.

Achja, eins noch - die Heckkabinen sind relativ laut, da nahe dem Motor. Da viel über Nacht navigiert wird empfiehlt es sich, Oropax einzupacken bzw. nach einer Bugkabine zu trachten - hier hört man zwar manchmal Ankerkettengerassel, das ist aber leichter erträglich, als das ständige Motorengeräuch.

Da es nicht das hunderprozentig perfekte Erlebnis war (auch, wenn nur Kleinigkeiten gefehlt/gestört haben), gibt es nur 5 von 6 Flossen, ich würde jedoch jederzeit wieder mit der Nortada auf oder eher rund um Galapagos tauchen (wenn ich das nötige Kleingeld hätte :-) )
Auch ich durfte bei der Jungfernfahrt der Nortada dabei sein.
Wie meine beiden Vorberichter schon geschrieben haben war es ein spektakulärer Tauchurlaub in einem anspruchsvollen Tauchgebiet.
Ich habe bei meinen etlichen Urlauben auf allen 5 Kontinenten noch nie solch vielfältige Tauchgänge erlebt. Wo auf der Welt hat man innerhalb weniger Stunden Tauchgänge bei 18 Grad und bei 28 Grad, wo auf der Welt kann man während eines Tauchganges weidende Meerechsen, tauchende Blaufußtölpel und Kormorane, spielende Seehunde und skurille Kleinfische (á la Lembeh) sehen?
Es kann aber auch passieren, das man um 06:30h bei 30 m Sicht 8 Mola Molas sieht und 2 Stunden später am gleichen Tauchplatz bei 3 m Sicht fast von einem Seelöwen gerammt wird.
Tauchgänge mit gefühlt hunderten von Galapagos und Hammerhaien (maximal auf einem Foto 28 gezählt) und mit einer Schule von Mobulas (geschätzt mindestens 200 Tiere) beim Sicherheitsstopp sind Erlebnisse, die sich in die Sehrinde einbrennen.
Das Tauchen war einmalig und verdirbt einen für die meisten anderen Spots unseres Planten.
Dabei haben die Galapagosinseln auch über Wasser viel zu bieten: Riesenschildkröten und Finken, die auf jeder Insel anders aussehen. Nebelwald oder Mondlandschaft, alles das kann man hier auf engsetm Raum sehen und wurde uns von unserem kompetenten Guide Patricia nahegebracht. Sie lebt seit 20 Jahren auf Galapagos und ist spürbar in ihre neue Heimat verliebt.

Zum Boot:
Für eine Jungfernfahrt ist überraschend wenig schief gegangen.
Die Crew wirkte eingespielt und hat einen sehr guten Job gemacht.
Das aufgrund eines Werftfehlers der Anker verlorenging (und nach einer Woche wieder geborgen wurde) sei nur eine Anekdote am Rand.
Der Kapitän (hat vorher bei der Buddy Fleet gearbeitet) war souverän und hatte sein Team auf nette Art im Griff und war sich auch nicht zu schade mal die Fenster zu putzen.
Da wir bis auf 2 Tage ruhige See hatten war das Ein- und Aussteigen aus den Zodiacs kein wirkliche Problem, aufgrund des Einstieges am Heck (die Nortada ist relativ schmal und schwankt recht stark) möchte ich dies jedoch nicht in der kalten Jahreszeit bei richtig rauher See erleben.
Die aus der Gruppe vorgetragenen Verbesserungsvorschläge wurden so gut es ging und zeitnah umgesetzt.
Die Belegung der Nortada sollte aufgrund des recht kleines Tauchdecks und der ungeschickt angebrachten Klimaanlage in den Kabinen 8 Personen nicht überschreiten.
Die beiden Rettungsinseln (eine davon ging während der Fahrt mal versehentlich über Bord und öffnete sich nicht)sind mit dicken Tauen und Packbändern zusätzlich verzurrt, ich weiss nicht, ob sich dies in einer echten Notsituation schnell genug klarmachen lässt.
Es werden jdem Taucher Funkgeräte mit einer ´Nortada- Frequenz´ und einer Seefunk Frequenz ausgehändigt, was einem bei Wolf und Darwin ein zusätzliches Sicherheitsgefühl gibt.
Ich durfte weltweit schon auf etlichen Safaribooten unterwegs sein und würde den Nortada Standard mal mit der gehobenen Mittelklasse in Ägypten vergleichen. Dies betrifft Salon, Sonnendeck und Kabinen.
Die Verpflegung war okay, nicht mehr und nicht weniger. Die Portionen waren meist ausreichend, gel. hätte man sich aber auch noch einmal Nachschlag gewünscht. Für mich als Vegetarier war es nicht ganz so befriedigend, da vergetarische Küche in den meisten Fällen bedeutete, einfach die Fisch- oder Fleischkomponente wegzulassen. Manchmal wurde dann zu den trockenen Kartoffeln (die Soße war fleischhaltig) für die Vegetarier (in der zweiten Woche immerhin 3 von 8)noch trockener Reis als Entschädigung gereicht. Das akzeptiere ich auf einer günstigen Ägyptensafari, aber bei dem Preis der Galapagostour hätte ich da mehr erwartet.

Fazit: Es war ein toller Urlaub, von dessen Eindrücken ich noch lange zehren werde.
Die Nortada ist ein prima Schiff mit einer guten Crew.
Einige Dinge, z.B. die Verpflegung könnte noch nachgebessert werden.
Ich befürchte, am Preis- Leistungsverhältnis wird sich nichts ändern.
Länge: 85 feet / 25.9 metres
Breite: 18 feet / 5.4 metres
Tiefgang: 5 feet / 1.5 metres
Geschwindigkeit: 12 knots
2 Zodiacs
2 Maschinen
Alle mordernen Sicherheitsausrüstungen
Spülbecken für Fotoausrüstung
4 Gästekabinen für je zwei oder drei Personen (drei sind nicht zu empfehlen) mit eigenem Bad. Die Steuerbordkabinen haben die grösseren Bäder. Auf der Backbordseite befindet sich die Treppe zur Pantry, dadurch sind die Bäder deutlich kleiner.
20 Tauchflaschen sind an Bord (12l Alu mit INT)
Nitrox verfügbar gegen Aufpreis (Membrananlage)
5 Besatzungsmitglieder
2 Guides
Flachbildfernseher im Aufenthaltsbereich mit HDMI Kabel
Oberdeck mit Liegemöglichkeiten und Sonnenschutz
homepage: www.galapagosnortada.com

Das Boot hatte mit uns vom 20.02.2015 bis 06.03.2015 seine Jungfernfahrt. Es is hell und freundlich eingerichtet und bietet für 8 Taucher viel Platz.
Getränke wie Tee, Cafe oder Wasser stehen ständig kostenfrei zur Verfügung. Soft-Drinks, Bier und Wein müssen bezahlt werden.
Nach den Tauchgängen gab es immer entweder einen frischen Obstsaft oder heissen Kakao und dazu kleine Snacks. In der ersten Woche waren das vom Koch frisch gebackene oder gekochte Kleinigkeiten, in der zweiten Woche leider meist Kekse aus der Schachtel.
Das Essen war durchweg gut bis sehr gut und keiner musste hungrig aufstehen. Die Mengen waren jedoch knapp bemessen.
Für Vegetarier gab es immer die Gemüsebeilagen, aber ein adäquater Ersatz für die Fleisch- oder Fischgerichte war oft nicht da bzw. es wurde eine kleine Schüssel Reis gereicht (selbst wenn es Reis als Beilage gab). Da muss noch nachgebessert werden. Auch Brötchen und Croissants waren nicht immer ausreichend für alle acht Gäste da.
Als letzter negativer Punkt: der Handtuchservice nach dem Tauchgang war schlecht. Die Handtücher wurden zwischen den Tauchgängen nicht trocken und man wusste nicht, von wem das Handtuch zuvor benutzt worden war. Und es gab nur einen Satz der Deck-Handtücher pro Woche. In der Kabine wurden die Handtücher jedoch alle drei Tage gewechselt.

Sehr positiv zu bewerten ist, dass Jorge A. Mahauad, Manager und Miteigner der Nortada, die erste Woche als Guide mit dabei war und viele unserer Verbesserungsvorschläge sofort aufgriff und umsetzte.

Das Tauchen war fantastisch! Körperlich manchmal durchaus anstrengend (Strömung, Dünung bis auf 20m, ...) aber mehr noch, weil es so viele Sinneseindrücke zu verarbeiten galt! Wo man hingeschaut hat gab es entweder Schulen von Hammerhaien oder Galapagoshaie oder Mantas oder riesige Schulen Mobulas, oder Adlerrochen, Schildkröten, Muränen und riesige, schier endlos scheinende Fischschwärme. Dazwischen auch immer wieder freche Seelöwen.
Unglaublich, fantastisch, genial!
An Punta Vicente Rocca dann auch noch Mondfische. Acht an der Zahl! Hatte ich noch nie zuvor gesehen.
Pilotwale und Delfine gar nicht zu erwähnen ....

Unsere Guides, Patrizia, Jorge und Solon haben uns bestens betreut und ein hervorragendes Auge für Grosse wie kleine Schätze bewiesen. Patrizia, eine Schweizerin, die seit 20 Jahren auf Galapagos lebt, ist ein besonderes Lob auszusprechen. Sie führte auch die Landexkursionen und gab hervorragende Briefings, die auch erweitertes Wissen zur Entstehung der Inseln und der Meeresströmungen anschaulich vermitteln konnte.
Solon´s Spezialität sind Drift-Tauchgänge. Nicht so ideal zum Fotografieren, aber dafür sieht man mehr. Vor allem die Hammerhaie kann man so an Wolf - Landslide um sich herum haben.

Die Wassertemperaturen lagen auf der Westseite von Isabella bei 17 bis 18 Grad. Ansonsten hatten wir 26 bis 27 Grad Wassertemperatur, jedoch auch Strömungen in denen die Temperatur plötzlich auf 20 Grad fallen konnte. Für Frostbeulen also 7 mm, ich hätte mal besser nur den 5 mm Neoprenanzug mitgenommen.
Im Herbst und Winter fallen die Wassertemperaturen dann auch schon mal auf 11 Grad, wie uns Patrizia berichtete.
Der Bleibedarf ist höher, als zum Beispiel im Roten Mer oder Indopazifik, wobei ich das nicht alleine auf den Salzgehalt zurückführen möchte, sondern auch auf die spürbare Aufregung vor den Tauchgängen :-)

Zwei bis vier Tauchgänge am Tag waren möglich. Letzteres bedeutet jedoch um 5:30 Uhr aufstehen, drei Tauchgänge vor dem Mittagessen und einer danach. Das Mittagessen wurde zwischen 13 und 14 Uhr gereicht. Der letzte Tag-Tauchgang musste aus Sicherheitsgründen spätestens um 15:30 Uhr begonnen werden. Nacht-Tauchgänge waren nur bei Wolf möglich.
Insgesamt kamen wir so auf 38 Tauchgänge.
Das wirklich geniale an der Nortada sind die kleinen Gruppen. Vier Taucher pro Guide! Da kommt der eine oder andere Hammerhai auch schon mal so nahe, dass man ihm Salz auf den Schwanz streuen kann!

Vorsicht ist geboten in Bezug auf die Trinkgelder. Auf Galapagos geht man von der amerikanischen Trinkgeld-Gewohnheit aus, also 10% des Reisepreises! Wenn es weniger gibt (wie bei uns Europäern üblich), dann gibt es lange Gesichter! Letztendlich lasse ich mich nicht zwingen Trinkgeld zu geben und schon gleich gar nicht in dieser Höhe!

Mein Fazit: 5 Flossen. Eine ziehe ich für die oben angeführten Minuspunkte ab. Der Service ist in asiatischen Ländern bei deutlich niedrigeren Preisen einfach besser. Trotzdem würde ich jeder Zeit wieder mit der Nortada fahren und auf jeden Fall auch wieder zwei Wochen! Wenn die TipTop Diver unter Jorge dran bleiben mit den Verbesserungen, dann wird aus der Nortada ein super Safari-Schiff! Die Jungfernfahrt darf man jedenfalls als sehr gut und erfolgreich bewerten.




Aufenthaltsraum Nortada


Die Nortada


Mobulas Cabo Marshall


Hammerhaie bei Wolf


Mondfisch


Lecker! Flosse!


Tauchdeck


Iguana Marina


Pilotwal


Die Crew und Guides


Schau mir in die Augen Kleiner


Fisch?


Wer will schon fliegen können

Ich war im November/Dezember 2016 fuer zwei Wochen auf der Galapagos Sky. Als allererstes fuer diejenigen, die es sich noch ueberlegen: Galapagos ist definitiv fuer Taucher eine Reise mehr als wert. Wolf und Darwin sind phantastisch, das Tauchen mit Iguanas ein einmaliges Erlebnis, und Mondfische haben wir auch aus naechster Naehe gesehen. Definitiv einer der besten Spots weltweit. Ich kann es jedem Taucher nur empfehlen. Nun zum Boot: Das Boot gehoert definitiv zur Mittelklasse und haette ausserdem sehr dringend einen laengeren Aufenthalt im Trockendock noetig. Nicht nur hinsichtlich der Ausstattung: Waehrend unseres Aufenthalts ist zweimal fuer einige Stunden das Pumpsystem fuer die Toilettenspuelung ausgefallen, einmal der Strom. Zudem ist das Schiff eigentlich durchgaengig (warum auch immer) in merklicher Schraeglage gewesen und die Abgase waren meilenweit sichtbar. Das war nicht so angenehm. Fahrzeiten waren in vielen Faellen etwas laenger als vorher angekuendigt, was zu Verzoegerungen beim Tauchen gefuehrt hat, aber nicht zum Ausfall von Programmpunkten. An der Crew gab es ueberhaupt nichts auszusetzen. Alle, insbesondere der Kapitaen, haben einen hervorragenden Job gemacht. Das Essen war sehr gut. In der ersten Woche hatten wir auch hervorragende und sehr kenntnisreiche Diveguides, die leider dann in der zweiten Woche von Bord gingen und in der zweiten Woche durch andere Diveguides, mit denen es einige Schwierigkeiten gab, ersetzt wurden. Aber Diveguides wechseln ja haefig, auch von Boot zu Boot, deswegen erspare ich mir hier weitere Details. Fazit: Ich gebe diesem Boot drei Sterne aufgrund der oben genannten Sachverhalte. Das Preis/Leistungsverhaeltnis lasse ich dabei voellig ausser Acht, denn vielleicht sind die anderen Boote in Gapapagos diesbezueglich aehnlich. Wer aber erwartet, fuer den Preis auf einem Luxuxboot zu landen, der wird wahrscheinlich enttaeuscht werden.

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