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Tauchen in Ecuador

Das kleine südamerikanische Land ist der ideale Ausgangspunkt für Tauchausflüge vor der Küste und wer die Kosten nicht scheut, wird es sich nicht nehmen lassen, von Quito oder Guayaquil aus den rund 1300 Kilometer langen Flug ins Naturparadies der Galapagos Inseln anzutreten. Haie satt und Groß- und Schwarmfisch sind das Unterwasser-Pendant zu der üppigen, einmaligen Natur auf den Inseln.

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Die Bewertung reflektiert sämtliche der nachstehenden Aspekte und scheint deswegen in Bezug auf die TG zu niedrig.


Anreise

Agressor hat mit Avianca eine Kooperation. Deswegen beträgt das Freigepäck für Kunden von Agressor 33 und nicht 23 kg. Zudem scheint man als Agressor-Kunde eine gewisse Sonderbehandlung zu genießen, weshalb ich beim nächsten Mal wieder Avianca buchen würde.

Tauchgänge

Die Tauchgänge waren unglaublich - abgesehen von den ersten drei Tauchgängen waren sie alle einmalig und sowas von toll. Ich glaube, dazu muss man nichts sagen (und ich kann es auch nicht).

Dass die Tour umgestellt wurde (auch nach dem Ablegen nochmals) scheint mir nichts ungewöhnliches zu sein - wenn es auch unschön war.

Insgesamt ist Galapagos mE nur etwas für erfahrene, selbständige Taucher.
Zum einen waren die Bedingungen bei ein, zwei Tauchgängen zumindest im Ansatz herausfordernd (wenn auch weder in Bezug auf Strömung und Wassertemperatur nicht so herausfordernd, wie ich es befürchtet hatte).
Zum anderen konzentrieren sich die Guides doch sehr auf das guiden und überlassen das Thema Sicherheit den Tauchern selbst. Aus meiner Sicht zeigt sich dies besonders daran, dass es keine festen (nach Erfahrung sortierten) Gruppen gibt, sondern in wechselnder Zusammensetzung getaucht wird. Sollte dann mal ein Buddy-Team verloren gehen, dauert es etwas, bis man dies feststellt und dann feststellt, welches fehlt. Sicherheitsbedenken ergeben sich daraus nicht zuletzt wegen der gps-Ortungsgeräte nicht, aber bei dem einen oder anderen ein ungutes Gefühl.

Die Briefings fielen teilweise recht rudimentär aus: namentlich wurden Briefings für mehrere (mehr oder weniger) ähnliche TG zusammengefasst. Mindestens in zwei Fällen entsprach die Topographie unter Wasser nicht dem, was im Briefing gesagt worden war. Offenbar hatten die Dingi-Fahrer nicht den beschriebenen Platz gefunden :-)

Boot

Das Boot, muss ich gestehen, hat nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen. Es war in einem schlechteren Zustand, als ich es erwartet hatte und die Kabinen waren auch weniger geräumig als gedacht.

Umweltschutz

Beim Thema Umweltschutz scheint es mir noch Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Namentlich sollten Einweg-Plastikbecher auf dem Schiff abgeschafft werden. Jeder Gast bekommt eine Plastik-Trinkflasche, da braucht es mE keiner Einwegbecher auf dem Tauchdeck. Das sollte relativ leicht zu ändern sein.

Wahrscheinlich nicht ganz so einfach, aber nicht unwichtig: Um das Schiff herum fand sich regelmäßig ein Ölfilm, wahrscheinlich vom Auspuff. Das finde ich erschreckend.

Zu guter Letzt ließe sich wahrscheinlich ein Großteil der Einwegverpackungen durch Großpackungen / Spender für Kekse und Süßigkeiten etc. vermeiden. Dafür sollte auf einem solchen Schiff jeder Verständnis haben, zumal die Aggressor damit wirbt, man solle doch beim Schutz von Galapagos helfen.

Service

Der Service war insgesamt gut, aber nicht sehr gut. Es fing damit an, dass mich der zweite Koch gängelte, ich möge doch endlich Mittag essen, obwohl ich noch nicht mal ganz auf dem Boot war. Wahrscheinlich war es nicht sein Tag und auch nicht sein Job: der eigentliche Service-Mitarbeiter war deutlich professioneller und geduldiger.

Allerdings sind ein, zwei Sachen ins Auge gefallen, die ich namentlich aus Asien so nicht kenne.
So haben sich die Crew-Mitglieder Abends zum Telefonieren auf dem Sonnendeck aufgehalten und sich auch nicht davon stören lassen, dass sich Gäste neben sie setzten.
Weiterhin haben die Dive-Guides beim Besteigen der Dingis nicht gewartet, bis sämtliche (um die herum schwimmenden) Gäste an Bord sind, sondern sind an Bord gegangen, wenn es ihnen passte.
Ich gebe zu, das sind Kleinigkeiten, aber das ist mindestens der Unterschied zwischen gut und sehr gut.

Das Essen war aus meiner Sicht eher am oberen Ende dessen, was man auf einer Tauchsafari erwarten kann. Kompliment an den Koch.

Bei den Getränken fiel auf, dass Cola light fehlte, aber ich habe es überlebt: die Limonade war lecker. Allerdings wollte die Crew am letzten Abend ein wenig knausern und keine alkoholischen Getränke mehr rausgeben. Das war unangemessen kleinlich, zumal wir sie im Ergebnis gleichwohl bekommen haben.

Landausflüge

Die Landausflüge waren allenfalls mittelmäßig interessant, wobei ich allerdings auch den Eindruck hatte, dass der zweite Ausflug gekürzt wurde (wir waren nur im Lava-Tunnel und bei den Schildkröten). Nach dem, was ich von den Mitreisenden gehört habe, sind die Inseln landseitig aber auch nicht soooo spannend.


Diese Tauchbasis, direkt gegenüber dem Fähranleger in Puerto Ayora, empfängt den Tauchgast wahlweise in einem netten Schwäbisch, in Englisch oder natürlich Spanisch. Hat man eine oder mehrere Tagestouren gebucht, wird am Vorabend der ersten Tour die Ausrüstung zusammengestellt, bei Bedarf all inclusive seitens der Basis (im Preis inbegriffen). Alles befindet sich in einem sehr guten Zustand. Am nächsten Morgen geht es dann auf das auch sehr gepflegte Tauchboot "Pacific Seahorse". Mit zwei Guides, der "Rechten Hand" vom Captain und dem Captain selbst beginnt die Reise mit hinreichenden 500 PS Vortrieb ;-) So sind die Spots schnell erreicht. Obwohl zum Teil auch andere Inseln angesteuert werden, dauert die längste Anreise ca. 90 min. Sprachen an Bord: Englisch und Spanisch. Ich selbst war mit den Guides Carlos und Simon, mit Steven und Captain Carlos an folgenden Spots: Gordon Rocks (im Norden von Isla Santa Cruz), an der Isla Floreana, an der Isla Santa Fé sowie am North Seymour (Kanal zwischen Santa Cruz und Baltra). An jedem Spot finden 2 TG statt, in der Oberflächenpause dazwischen werden kleine Snacks und Getränke an Bord angeboten, auch kann man zum Schnorcheln zwischendurch ins warme Wasser springen. Am Ende jeder Tagestour wird ein Lunch gereicht, entweder auch an Bord oder in einem Restaurant auf dem Festland. Auch diese Verpflegung ist im Preis inbegriffen. Start jeder Tour ist morgens um sieben an der Basis, zurück waren wir spätestens gegen 15 Uhr, so dass nachmittags noch genügend Zeit verbleibt, um die Santa Cruz selbst zu erkunden. Die Tierwelt Galapagos' ist hinlänglich beschrieben, und natürlich kommt der Taucher bei diesen Touren insofern voll auf seine Kosten. Für mich ging es sogleich unfassbar gut los am "Gordon Rocks", einem Spot mit reichlich Strömung (und deshalb Anfängern leider nicht wirklich zu empfehlen...): Eben auf Grund der Strömung und des riesigen Vorrats an Nahrungsmitteln sah ich Schulen von Hammerhaien und von Mantas, weitere Rochen, Riff- und Weißspitzen-Haie, Barracudas und nicht zu vergessen Schwärme der bunten kleineren Tropenfisch-Arten... Ich persönlich war überwältigt. Ähnlich geht es an den übrigen Tauchplätzen zu. Dort gesellen sich gerne auch Seelöwen und Schildkröten zu den Tauchgruppen. Die übrigen Spots waren allerdings wesentlich leichter zu betauchen. Sicherlich der möglichst guten Auslastung des Bootes (max. 12 Taucher) ist es zuzuschreiben, dass die Tauchgruppen (jeweils max. sechs Taucher plus ein Guide) nicht unbedingt nach der Taucherfahrung eingeteilt werden - deshalb (aber auch nur) an dieser Stelle ein Stern Abzug. Das vorhandene Brevet bzw. die Taucherfahrung spielt beim Einchecken keine wesentliche Rolle, und so kann es vorkommen, dass ein Taucher mit vielleicht 8 TG am nächsten Tag plötzlich gegen eine bis dato ungewohnte Strömung anschwimmen muss. Hier schlage ich vor, dass man seine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzt und ausdrücklich einfach zu tauchende Touren bucht. Zum Schluss aber noch einmal besten Dank an das Team. Es hat mir einfach ein paar unvergessliche Tage beschert.
Leider bin ich nicht so überzeugt von der Galapagos Master. Die Kabinen sind recht eng. Für Kameras gibt es herzlich wenig Platz, vor allem wenn an Bord fast alles Fotografen mit grossen Kameras sind. Das Tauchdeck ist relativ klein und die Tauchanzüge werden nicht trocken. Von den Nautilus Lifelines waren bis auf 4 alle kaputt. Und das bei dem Preis dieses Schiffes :-( Auch dass Nitrox extra zahlbar ist und wenn man mit Luft taucht, schief angeschaut wird finde ich nicht wirklich prickelnd. Bademäntel wären genial, da es sehr windig war. Ok es gibt gewärmte Badetücher, doch Bademantel wär viel besser. Vielleicht wären so weniger Taucher erkältet. Wir hatten 1 Woche eine kaputte Toilette, somit mussten wir immer auf die Toiletten draussen. Das Personal war superfreundlich und hilfsbereit, die Sauberkeit ist ok. Die Tauchguides waren sehr professionell. Essen war lecker doch für mich eine mittlere Katastrophe, es gab jeden 3. Tag THUNFISCH!!! In der heutigen Zeit THUNFISCH ist ein NO GO! Ok die wenigsten Taucher denken an die armen Fische leider…. Es gab nur sehr wenig Gemüse was für Menschen die weder Fleisch noch Fisch essen ein Problem ist. Es sollte eine andere Lösung geben für das Trinkgeld, denn bei einer 2wöchigen Tour ist das wirklich extrem viel Geld, dass man bar auf sich tragen muss! Doch alles ist schlussendlich egal, wenn die Hammerhaischulen vorbeiziehen, die Walhaie, die Mondfische, Mantas, Mobulas, Adlerrochen und was da alles sonst noch vorbeizieht.
Wir waren im August 2017 7 Tage mit dem Schiff unterwegs. Der erste Guide Macarron ist extrem erfahren und fit, um auch unerfahrene Taucher durch Tauchgänge mit Kälte, sehr schlechter Sicht und starker Strömumg zu führen. Und die Sicht - das ist nicht Teil der Bewertung des Schiffs - war extremst beschissen, so dass von den legendären Hammerhai-Schulen an Darwin und Wolf nichts zu sehen war. Aber das ist die Natur. Dafür kann die Truppe an Bord nichts. Die waren Spitze! Haben echt gerackert. Der Service war wie wir es von Master Liveaboards erwarteteten, untadelig. Das Essen war leider etwas zu "international" und okay, aber nicht herausragend. Man wundert sich, warum sich niemand traut, die ecuadorianische Küche zu pflegen. Wer braucht in Ecuador Spaghetti Bolognese, wenn es Fritada, Parillada und Co gibt? Einziger Mangel war das etwas zu enge, nicht gut ausgestattete Tauchdeck. Wenn das Boot mit 16 Gästen voll besetzt ist, wird es beim Anrödeln etwas stressig. Im Vergleich zur Philippine Siren, die der gleichen Firma gehört, ist es auf der Galapagos Master eng. Auch die Tauchanzüge hängen so dicht aufeinander, dass sie nie trocknen und, da es auf Galapagos oft starken Wind gibt, zieht man dann bis zu vier Mal am Tag einen feuchten, kalten Anzug an und später bei kräftigem Wind wieder aus. 4 von 16 Gästen bekamen ab Tag 3 eine Erkältung. Das Schiff ist nicht ausgerüstet für kalte, windige, regnerische Tage. Für die Malediven wäre es okay. Auf Galapagos kann man statt einer Klimaanlage auch mal eine Heizung gebrauchen, sowohl in des ansonsten gemütlichen Räumen als auch in den leicht angwohnten Kabinen.
Die Tauchplätze auf Galapagos bieten einiges, aber darum geht es hier nicht. Ich bewerte die Tauchbasis, die übrigens - man merkt es nicht - vor vielen Jahren von einem Deutschen namens Mathias Espinoza gegründet worden sein soll, dem sie angeblich noch heute gehört. Zu sehen bekamen wir ihn nicht, aber ein anderes Taucherpaar sprach mit ihm und erlebte hn eher arrogant denn interessiert. Wir hatten im AUGUST 2017 vorab zwei Tauchtage mit jeweils einem 2-Tank-Dive gebucht, um uns vor einer einwöchigen Safari auf der Galapagos Master einzutauchen. Als wir zur Basis kamen, um dort einzuchecken und unser Equipment irgendwo zu lagern, bat man uns erst am Abend vor dem Tauchtag zu kommen. Denn auf Leute mit eigenem Equipment ist dort keiner eingestellt. Es gab auch kein Basis-Breefing. Niemand zeigte uns etwas oder erklärte die Abläufe. Es war auch kein Verantwortlicher zu sehen, weder der Besitzer noch irgendwer, der den Laden leitet. Stattdessen schlichen dort junge "coole" Jungs rum, die uns bescheingten, dass "alles gut" werde. "Einfach mal abwarten. Beruhigt Euch! Warum stellt Ihr Fragen?" Später erfuhr ich, dass die Guides alle nur tage- der wochenweise beschäftigt werden, also niemand so richtig Verantwortung übernimmt. Die Breefings am Morgen und auf dem Boot waren so weit okay, aber später begann das Kopfschütteln. Galapagos ist echt anspruchsvoll: Kälte, schlechte Sicht, Seegang, Strömung. Wie man da Leute mit 6 bis 11 Tauchgängen im Logbuch mitnehmen kann, ist mir ein Rätsel. Auch das Boot ist eine Katastrophe: zu klein, kein Schutz gegen Kälte und Wind, einfach total ungemütlich, um dort mehr als maximal eine halbe Stunde zu verbringen. Um mal kurz 15 Minuten zu einem Tauchplatz und zurück zu fahren, reicht es, aber die Basis setzt das Boot zu Tagesausfahrten mit 2 Tauchgängen, mit Anfahrten von 90 Minuten und Oberflächenpause mit so etwas, das sich "Lunch" nennt, ein. Da hängt man dann in der schaukelnden Nussschale in seinem Wetsuit und so mancher kotzt frierend sein "Lunch" gleich wieder über die Reling. Die Jungs an Bord waren durchaus nett und motiviert. Einen trafen wir die Woche drauf bei einer anderen Basis wieder. Aber man ist bei Scuba Iguana auf Tagestaucher eingestellt, die sich mal für einen Tag Equipment leihen. Leute mit eigenem Gerät haben dort keinen Platz. Schließlich baten wir nach dem letzten Tauchgang um die Rückgabe unseres Equipments nach etwa 30 Stunden in trockenem Zustand. "Alles klar, Junge, bleib cool, ist kein Problem", lautete die Antwort einer der Jungs. Da war mir schon klar, dass wir das Zeug triefend nass zurück bekommen würden - und so war es dann auch. Denn erst spät am Abend kommen ein paar junge Tagelöhner und spülen die Sachen. Und natürlich hingen unsere Anzüge eng gequetscht zwischen nassen Leihanzügen. Wir haben sie im Hotel getrocknet. Fazit: versucht es mal bei der Tauchbasis von Macarron direkt gegenüber vom Fischmarkt! Die ist zwar ärmlicher, aber sie gehört einem Einheimischen, der unser Tauchguide auf der Safari war. Ein ernsthafter Typ, nicht so ein Hallodri wie der Deutsche, der das schnelle Geld sieht und sonst nichts.
Ich war im November/Dezember 2016 fuer zwei Wochen auf der Galapagos Sky. Als allererstes fuer diejenigen, die es sich noch ueberlegen: Galapagos ist definitiv fuer Taucher eine Reise mehr als wert. Wolf und Darwin sind phantastisch, das Tauchen mit Iguanas ein einmaliges Erlebnis, und Mondfische haben wir auch aus naechster Naehe gesehen. Definitiv einer der besten Spots weltweit. Ich kann es jedem Taucher nur empfehlen. Nun zum Boot: Das Boot gehoert definitiv zur Mittelklasse und haette ausserdem sehr dringend einen laengeren Aufenthalt im Trockendock noetig. Nicht nur hinsichtlich der Ausstattung: Waehrend unseres Aufenthalts ist zweimal fuer einige Stunden das Pumpsystem fuer die Toilettenspuelung ausgefallen, einmal der Strom. Zudem ist das Schiff eigentlich durchgaengig (warum auch immer) in merklicher Schraeglage gewesen und die Abgase waren meilenweit sichtbar. Das war nicht so angenehm. Fahrzeiten waren in vielen Faellen etwas laenger als vorher angekuendigt, was zu Verzoegerungen beim Tauchen gefuehrt hat, aber nicht zum Ausfall von Programmpunkten. An der Crew gab es ueberhaupt nichts auszusetzen. Alle, insbesondere der Kapitaen, haben einen hervorragenden Job gemacht. Das Essen war sehr gut. In der ersten Woche hatten wir auch hervorragende und sehr kenntnisreiche Diveguides, die leider dann in der zweiten Woche von Bord gingen und in der zweiten Woche durch andere Diveguides, mit denen es einige Schwierigkeiten gab, ersetzt wurden. Aber Diveguides wechseln ja haefig, auch von Boot zu Boot, deswegen erspare ich mir hier weitere Details. Fazit: Ich gebe diesem Boot drei Sterne aufgrund der oben genannten Sachverhalte. Das Preis/Leistungsverhaeltnis lasse ich dabei voellig ausser Acht, denn vielleicht sind die anderen Boote in Gapapagos diesbezueglich aehnlich. Wer aber erwartet, fuer den Preis auf einem Luxuxboot zu landen, der wird wahrscheinlich enttaeuscht werden.
Die Bewertung reflektiert sämtliche der nachstehenden Aspekte und scheint deswegen in Bezug auf die TG zu niedrig.


Anreise

Agressor hat mit Avianca eine Kooperation. Deswegen beträgt das Freigepäck für Kunden von Agressor 33 und nicht 23 kg. Zudem scheint man als Agressor-Kunde eine gewisse Sonderbehandlung zu genießen, weshalb ich beim nächsten Mal wieder Avianca buchen würde.

Tauchgänge

Die Tauchgänge waren unglaublich - abgesehen von den ersten drei Tauchgängen waren sie alle einmalig und sowas von toll. Ich glaube, dazu muss man nichts sagen (und ich kann es auch nicht).

Dass die Tour umgestellt wurde (auch nach dem Ablegen nochmals) scheint mir nichts ungewöhnliches zu sein - wenn es auch unschön war.

Insgesamt ist Galapagos mE nur etwas für erfahrene, selbständige Taucher.
Zum einen waren die Bedingungen bei ein, zwei Tauchgängen zumindest im Ansatz herausfordernd (wenn auch weder in Bezug auf Strömung und Wassertemperatur nicht so herausfordernd, wie ich es befürchtet hatte).
Zum anderen konzentrieren sich die Guides doch sehr auf das guiden und überlassen das Thema Sicherheit den Tauchern selbst. Aus meiner Sicht zeigt sich dies besonders daran, dass es keine festen (nach Erfahrung sortierten) Gruppen gibt, sondern in wechselnder Zusammensetzung getaucht wird. Sollte dann mal ein Buddy-Team verloren gehen, dauert es etwas, bis man dies feststellt und dann feststellt, welches fehlt. Sicherheitsbedenken ergeben sich daraus nicht zuletzt wegen der gps-Ortungsgeräte nicht, aber bei dem einen oder anderen ein ungutes Gefühl.

Die Briefings fielen teilweise recht rudimentär aus: namentlich wurden Briefings für mehrere (mehr oder weniger) ähnliche TG zusammengefasst. Mindestens in zwei Fällen entsprach die Topographie unter Wasser nicht dem, was im Briefing gesagt worden war. Offenbar hatten die Dingi-Fahrer nicht den beschriebenen Platz gefunden :-)

Boot

Das Boot, muss ich gestehen, hat nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen. Es war in einem schlechteren Zustand, als ich es erwartet hatte und die Kabinen waren auch weniger geräumig als gedacht.

Umweltschutz

Beim Thema Umweltschutz scheint es mir noch Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Namentlich sollten Einweg-Plastikbecher auf dem Schiff abgeschafft werden. Jeder Gast bekommt eine Plastik-Trinkflasche, da braucht es mE keiner Einwegbecher auf dem Tauchdeck. Das sollte relativ leicht zu ändern sein.

Wahrscheinlich nicht ganz so einfach, aber nicht unwichtig: Um das Schiff herum fand sich regelmäßig ein Ölfilm, wahrscheinlich vom Auspuff. Das finde ich erschreckend.

Zu guter Letzt ließe sich wahrscheinlich ein Großteil der Einwegverpackungen durch Großpackungen / Spender für Kekse und Süßigkeiten etc. vermeiden. Dafür sollte auf einem solchen Schiff jeder Verständnis haben, zumal die Aggressor damit wirbt, man solle doch beim Schutz von Galapagos helfen.

Service

Der Service war insgesamt gut, aber nicht sehr gut. Es fing damit an, dass mich der zweite Koch gängelte, ich möge doch endlich Mittag essen, obwohl ich noch nicht mal ganz auf dem Boot war. Wahrscheinlich war es nicht sein Tag und auch nicht sein Job: der eigentliche Service-Mitarbeiter war deutlich professioneller und geduldiger.

Allerdings sind ein, zwei Sachen ins Auge gefallen, die ich namentlich aus Asien so nicht kenne.
So haben sich die Crew-Mitglieder Abends zum Telefonieren auf dem Sonnendeck aufgehalten und sich auch nicht davon stören lassen, dass sich Gäste neben sie setzten.
Weiterhin haben die Dive-Guides beim Besteigen der Dingis nicht gewartet, bis sämtliche (um die herum schwimmenden) Gäste an Bord sind, sondern sind an Bord gegangen, wenn es ihnen passte.
Ich gebe zu, das sind Kleinigkeiten, aber das ist mindestens der Unterschied zwischen gut und sehr gut.

Das Essen war aus meiner Sicht eher am oberen Ende dessen, was man auf einer Tauchsafari erwarten kann. Kompliment an den Koch.

Bei den Getränken fiel auf, dass Cola light fehlte, aber ich habe es überlebt: die Limonade war lecker. Allerdings wollte die Crew am letzten Abend ein wenig knausern und keine alkoholischen Getränke mehr rausgeben. Das war unangemessen kleinlich, zumal wir sie im Ergebnis gleichwohl bekommen haben.

Landausflüge

Die Landausflüge waren allenfalls mittelmäßig interessant, wobei ich allerdings auch den Eindruck hatte, dass der zweite Ausflug gekürzt wurde (wir waren nur im Lava-Tunnel und bei den Schildkröten). Nach dem, was ich von den Mitreisenden gehört habe, sind die Inseln landseitig aber auch nicht soooo spannend.


Diese Tauchbasis, direkt gegenüber dem Fähranleger in Puerto Ayora, empfängt den Tauchgast wahlweise in einem netten Schwäbisch, in Englisch oder natürlich Spanisch. Hat man eine oder mehrere Tagestouren gebucht, wird am Vorabend der ersten Tour die Ausrüstung zusammengestellt, bei Bedarf all inclusive seitens der Basis (im Preis inbegriffen). Alles befindet sich in einem sehr guten Zustand. Am nächsten Morgen geht es dann auf das auch sehr gepflegte Tauchboot "Pacific Seahorse". Mit zwei Guides, der "Rechten Hand" vom Captain und dem Captain selbst beginnt die Reise mit hinreichenden 500 PS Vortrieb ;-) So sind die Spots schnell erreicht. Obwohl zum Teil auch andere Inseln angesteuert werden, dauert die längste Anreise ca. 90 min. Sprachen an Bord: Englisch und Spanisch. Ich selbst war mit den Guides Carlos und Simon, mit Steven und Captain Carlos an folgenden Spots: Gordon Rocks (im Norden von Isla Santa Cruz), an der Isla Floreana, an der Isla Santa Fé sowie am North Seymour (Kanal zwischen Santa Cruz und Baltra). An jedem Spot finden 2 TG statt, in der Oberflächenpause dazwischen werden kleine Snacks und Getränke an Bord angeboten, auch kann man zum Schnorcheln zwischendurch ins warme Wasser springen. Am Ende jeder Tagestour wird ein Lunch gereicht, entweder auch an Bord oder in einem Restaurant auf dem Festland. Auch diese Verpflegung ist im Preis inbegriffen. Start jeder Tour ist morgens um sieben an der Basis, zurück waren wir spätestens gegen 15 Uhr, so dass nachmittags noch genügend Zeit verbleibt, um die Santa Cruz selbst zu erkunden. Die Tierwelt Galapagos' ist hinlänglich beschrieben, und natürlich kommt der Taucher bei diesen Touren insofern voll auf seine Kosten. Für mich ging es sogleich unfassbar gut los am "Gordon Rocks", einem Spot mit reichlich Strömung (und deshalb Anfängern leider nicht wirklich zu empfehlen...): Eben auf Grund der Strömung und des riesigen Vorrats an Nahrungsmitteln sah ich Schulen von Hammerhaien und von Mantas, weitere Rochen, Riff- und Weißspitzen-Haie, Barracudas und nicht zu vergessen Schwärme der bunten kleineren Tropenfisch-Arten... Ich persönlich war überwältigt. Ähnlich geht es an den übrigen Tauchplätzen zu. Dort gesellen sich gerne auch Seelöwen und Schildkröten zu den Tauchgruppen. Die übrigen Spots waren allerdings wesentlich leichter zu betauchen. Sicherlich der möglichst guten Auslastung des Bootes (max. 12 Taucher) ist es zuzuschreiben, dass die Tauchgruppen (jeweils max. sechs Taucher plus ein Guide) nicht unbedingt nach der Taucherfahrung eingeteilt werden - deshalb (aber auch nur) an dieser Stelle ein Stern Abzug. Das vorhandene Brevet bzw. die Taucherfahrung spielt beim Einchecken keine wesentliche Rolle, und so kann es vorkommen, dass ein Taucher mit vielleicht 8 TG am nächsten Tag plötzlich gegen eine bis dato ungewohnte Strömung anschwimmen muss. Hier schlage ich vor, dass man seine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzt und ausdrücklich einfach zu tauchende Touren bucht. Zum Schluss aber noch einmal besten Dank an das Team. Es hat mir einfach ein paar unvergessliche Tage beschert.
Leider bin ich nicht so überzeugt von der Galapagos Master. Die Kabinen sind recht eng. Für Kameras gibt es herzlich wenig Platz, vor allem wenn an Bord fast alles Fotografen mit grossen Kameras sind. Das Tauchdeck ist relativ klein und die Tauchanzüge werden nicht trocken. Von den Nautilus Lifelines waren bis auf 4 alle kaputt. Und das bei dem Preis dieses Schiffes :-( Auch dass Nitrox extra zahlbar ist und wenn man mit Luft taucht, schief angeschaut wird finde ich nicht wirklich prickelnd. Bademäntel wären genial, da es sehr windig war. Ok es gibt gewärmte Badetücher, doch Bademantel wär viel besser. Vielleicht wären so weniger Taucher erkältet. Wir hatten 1 Woche eine kaputte Toilette, somit mussten wir immer auf die Toiletten draussen. Das Personal war superfreundlich und hilfsbereit, die Sauberkeit ist ok. Die Tauchguides waren sehr professionell. Essen war lecker doch für mich eine mittlere Katastrophe, es gab jeden 3. Tag THUNFISCH!!! In der heutigen Zeit THUNFISCH ist ein NO GO! Ok die wenigsten Taucher denken an die armen Fische leider…. Es gab nur sehr wenig Gemüse was für Menschen die weder Fleisch noch Fisch essen ein Problem ist. Es sollte eine andere Lösung geben für das Trinkgeld, denn bei einer 2wöchigen Tour ist das wirklich extrem viel Geld, dass man bar auf sich tragen muss! Doch alles ist schlussendlich egal, wenn die Hammerhaischulen vorbeiziehen, die Walhaie, die Mondfische, Mantas, Mobulas, Adlerrochen und was da alles sonst noch vorbeizieht.

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