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Tauchen in Ecuador

Das kleine Nordamerikanische Land ist der ideale Ausgangspunkt für Tauchausflüge vor der Küste und wer die Kosten nicht scheut, wird es sich nicht nehmen lassen, von Quito oder Guayaquil aus den rund 1300 Kilometer langen Flug ins Naturparadies der Galapagos Inseln anzutreten. Haie satt und Groß- und Schwarmfisch sind das Unterwasser-Pendant zu der üppigen, einmaligen Natur auf den Inseln.

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Hallo zusammen,

hier wurde schon einiges zur Nortada geschrieben, das meiste kann ich so unterschreiben. Die Details zum Boot möchte ich an dieser Stelle nicht wiederholen. Allerdings habe ich ein paar Ergänzungen zur Qualität der TG.

Im Zeitraum vom 31. Juli bis zum 7. August war ich Gast auf der Nortada. Wir hatten das Glück nur 5 Gäste zu sein, so dass uns die Crew mit 6 Personen zahlenmäßig überlegen war. Patricio, unser Guide, hat uns am Anfang auch wegen dem schon vorher genannten El Niño Effect gewarnt, das Wasser ist wärmer und das beeinflusst die Unterwasserwelt. Aber wir hatten weiter Glück, von den 18 TG waren 2 (!) weniger spektakulär, was immer noch Seelöwen, Seepferdchen, Muränen, usw. beinhaltete. Der Rest war vollgepackt mit unzähligen Mantas (einmal 15 Minuten keine 5 Meter von uns in der Cleaning Station), Hammerhai-Schulen, Galapagoshaien, Seidenhaien, Schwarz-/Weißspitzenhaien, verschiedensten Rochen (ein Adlerrochen hat mich aus Versehen gestreift...), Seelöwen, Walhaien (mind 2 bei jedem der 4 TG bei Darwin), Delfinen (eine Schule mit 50+ Tieren, wahnsinnige Erfahrung), sogar Buckelwale. Ein Kormoran hat ein paar von uns beim Sicherheitsstopp angeknabbert, das blinkende Silberzeug an der Ausrüstung war zu verlockend... Man hatte sehr oft die Qual der Wahl wo man hinschauen wollte - die Adlerrochen die vor einem schweben, der vorbeiziehende Manta, der Galapagos-Hai im Hintergrund, die Schildkröte, der jagende Seelöwe...
Patricio hat uns zwischendurch auch auf Kleinzeug aufmerksam gemacht, wie den red-lipped batfish oder die winzigen Seenadeln. Die meiste Zeit hingen wir allerdings in 20-25 Meter Tiefe in den Felsen und haben die Show genossen! Ich bin immer noch dabei die Eindrücke zu sortieren, werde aber in den nächsten Tagen detaillierter in meinem Blog berichten und das beschriebene mit Bildern füllen (keine Ahnung, ob ich den hier verlinken darf, aber schreibt mich bei Interesse gerne an).

Essen war gut und reichlich, auch für mich als part-time Veggie. Entgegen des vorherigen Berichtes allerdings ohne Tofu, dafür für jede Mahlzeit eine andere leckere Beilage.
Sicherheit wurde groß geschrieben, die Briefings sehr ausführlich. Ich war allerdings sehr dankbar dafür, nachdem mich eine Strömung dann doch mal von der Gruppe getrennt hat (war meine eigene Schuld, die Panga-Fahrer hatten aufgepasst und mich schnell eingesammelt). Insgesamt war das Tauchen anspruchsvoll, wir hatten keine absoluten Anfänger unter uns, ich war mit 65 TG die mit den wenigsten TG. Wie schon vorher geschrieben wird keine Rücksicht genommen, wer beim Einstieg nicht direkt mit runter kommt, bekommt je nach Bedingungen max eine weitere Chance. Wegen der doch zum Teil sehr starken Strömungen allerdings nicht immer. Länge der TG war zwischen 35 und 55 Minuten, alle tiefer als 20 m.
Die Crew war für jeden Spaß zu haben, auf individuelle Wünsche wurde wenn möglich eingegangen und der Zeitplan hielt noch Überraschungen bereit. Für Fragen war immer Zeit und es wurde viel rund um die Inseln und Tierwelt erklärt.



Ich hatte eine großartige Woche auf der Nortada, habe mich rundum wohl gefühlt und atemberaubende TG mit schlichtweg hammermäßigen Begegnungen erlebt. Es fällt äußerst schwer das mit Worten zu beschreiben!

Wir waren von 8. bis 15. Mai mit der Nortada unterwegs. Dem meisten schon Gesagten kann ich zustimmen, es gibt aber einige Änderungen seit der Jungfernfahrt (positive und negative).
Wofür die Nortada nichts kann ist, das unser ´Trip of a lifetime´ leider nicht das war, was wir erwartet haben, weil gerade ´El Nino´ strömte und das Wasser viel zu warm war. Nett für Frostbeulen wie mich, aber leider auf Kosten der Unterwasserwelt. Statt Schulen von Hammerhaien haben wir auf drei TG jeweils 2 gesehen, sonst keine. Auch von den großen Fischschwärmen war nichts zu sehen und statt Mola molas sahen wir bei Punta Vicente Rocca nicht mal die Hand vor Augen :-( Wie gesagt, das ist die Natur und da kann keiner etwas dafür, aber es ist natürlich ein wenig frustrierend, wenn man weiß, was man sehen könnte und dann immer nur hört ´well USUALLY you can see ..., but unfortunately it´s El Nino´.... Unser Guide Patricio war aber redlich bemüht, unseren Trip trotzdem so toll wie möglich zu gestalten und hat auch die Route geändert (was in Ausnahmefällen anscheinend geht), um größere Chancen auf mehr Unterwasserwelt zu haben.

Aber nun zu den einzelnen Punkten:
- Essen: war reichlich bemessen, Nachfassen war kein Problem. Auch das Vegetarier-Thema ist keines mehr - ich habe das vorab bekannt gegeben und zu jeder Mahlzeit wurde für mich extra gekocht. Sehr Tofu-lastig und ehrlich gesagt wäre ich auch mit den sehr leckeren Gemüsebeilagen/Salaten zufrieden gewesen, derer reichlich vorhanden waren (keine Rede von trockenen Kartoffeln oder Reis mit Reis.

- Handtücher: diese wurden in der Zwischenzeit mit den Kabinennummern und zur weiteren Unterscheidung mit A und B versehen und jeder weiß, welches Handtuch ihm ´zusteht´. Damit gibt es keine unhygienischen Verwechslungen der nach jedem TG bereitliegenden Handtücher mehr.

- Guides: hier war die Jungfernfahrt anscheinend besser ausgerüstet. Bei uns kam auf alle Taucher (wir waren nur 7) 1 Guide, nicht einer auf 4. Habe ich aber ehrlich gesagt nicht schlimm gefunden, ich hatte nicht das Gefühl von ´Rudeltauchen´. Jorges Bruder Eduardo war auf unserem Trip auch dabei, hatte allerdings keine Guide-Funktion, sondern hat als ´Schlusslicht´ ein wenig mitgeholfen (was aber nicht wirklich nötig war, da großteils erfahrene Taucher).

- Stichwort erfahrene Taucher: was ich als absoluten Negativpunkt werten möchte, was aber nicht spezifisch mit der Nortada zu tun hat ist, dass ein Taucher mit war, der seinen Tauchschein eben erst in der Tasche hatte und nach 20(!!!) TG zertifizierter RESCUE DIVER war. Ihm ging regelmäßig die Luft aus, ohne dass er es überhaupt gemerkt hat, er hatte keine Ahnung, wie lange er wie tief getaucht ist, weil er seinen Computer weder bedienen, noch lesen konnte (´when are they going to tell us how long and at what depth our dives where?´). Da fragt man sich schon, was so jemand in einem Gebiet wie den Galapagos-Inseln verloren hat und warum der von TipTop diving die RD Zertifizierung erhalten hat - ist ja schließlich auch mit einer gewissen Verantwortung verbunden. Und ich möchte hier keine PADI-Diskussion lostreten, für mich stellt sich einfach nur die Frage, warum die so jemanden mitnehmen - Geld hin oder her. Spricht nicht unbedingt für sie und ist auch für die anderen, erfahrenen Taucher mühsam.

Insgesamt würde ich die Nortada aber auf jeden Fall weiter empfehlen, es ist ein kleines, gemütliches Boot mit einer netten, bemühten Crew.

Achja, eins noch - die Heckkabinen sind relativ laut, da nahe dem Motor. Da viel über Nacht navigiert wird empfiehlt es sich, Oropax einzupacken bzw. nach einer Bugkabine zu trachten - hier hört man zwar manchmal Ankerkettengerassel, das ist aber leichter erträglich, als das ständige Motorengeräuch.

Da es nicht das hunderprozentig perfekte Erlebnis war (auch, wenn nur Kleinigkeiten gefehlt/gestört haben), gibt es nur 5 von 6 Flossen, ich würde jedoch jederzeit wieder mit der Nortada auf oder eher rund um Galapagos tauchen (wenn ich das nötige Kleingeld hätte :-) )
Wir waren im August 2017 7 Tage mit dem Schiff unterwegs. Der erste Guide Macarron ist extrem erfahren und fit, um auch unerfahrene Taucher durch Tauchgänge mit Kälte, sehr schlechter Sicht und starker Strömumg zu führen. Und die Sicht - das ist nicht Teil der Bewertung des Schiffs - war extremst beschissen, so dass von den legendären Hammerhai-Schulen an Darwin und Wolf nichts zu sehen war. Aber das ist die Natur. Dafür kann die Truppe an Bord nichts. Die waren Spitze! Haben echt gerackert. Der Service war wie wir es von Master Liveaboards erwarteteten, untadelig. Das Essen war leider etwas zu "international" und okay, aber nicht herausragend. Man wundert sich, warum sich niemand traut, die ecuadorianische Küche zu pflegen. Wer braucht in Ecuador Spaghetti Bolognese, wenn es Fritada, Parillada und Co gibt? Einziger Mangel war das etwas zu enge, nicht gut ausgestattete Tauchdeck. Wenn das Boot mit 16 Gästen voll besetzt ist, wird es beim Anrödeln etwas stressig. Im Vergleich zur Philippine Siren, die der gleichen Firma gehört, ist es auf der Galapagos Master eng. Auch die Tauchanzüge hängen so dicht aufeinander, dass sie nie trocknen und, da es auf Galapagos oft starken Wind gibt, zieht man dann bis zu vier Mal am Tag einen feuchten, kalten Anzug an und später bei kräftigem Wind wieder aus. 4 von 16 Gästen bekamen ab Tag 3 eine Erkältung. Das Schiff ist nicht ausgerüstet für kalte, windige, regnerische Tage. Für die Malediven wäre es okay. Auf Galapagos kann man statt einer Klimaanlage auch mal eine Heizung gebrauchen, sowohl in des ansonsten gemütlichen Räumen als auch in den leicht angwohnten Kabinen.
Die Tauchplätze auf Galapagos bieten einiges, aber darum geht es hier nicht. Ich bewerte die Tauchbasis, die übrigens - man merkt es nicht - vor vielen Jahren von einem Deutschen namens Mathias Espinoza gegründet worden sein soll, dem sie angeblich noch heute gehört. Zu sehen bekamen wir ihn nicht, aber ein anderes Taucherpaar sprach mit ihm und erlebte hn eher arrogant denn interessiert. Wir hatten im AUGUST 2017 vorab zwei Tauchtage mit jeweils einem 2-Tank-Dive gebucht, um uns vor einer einwöchigen Safari auf der Galapagos Master einzutauchen. Als wir zur Basis kamen, um dort einzuchecken und unser Equipment irgendwo zu lagern, bat man uns erst am Abend vor dem Tauchtag zu kommen. Denn auf Leute mit eigenem Equipment ist dort keiner eingestellt. Es gab auch kein Basis-Breefing. Niemand zeigte uns etwas oder erklärte die Abläufe. Es war auch kein Verantwortlicher zu sehen, weder der Besitzer noch irgendwer, der den Laden leitet. Stattdessen schlichen dort junge "coole" Jungs rum, die uns bescheingten, dass "alles gut" werde. "Einfach mal abwarten. Beruhigt Euch! Warum stellt Ihr Fragen?" Später erfuhr ich, dass die Guides alle nur tage- der wochenweise beschäftigt werden, also niemand so richtig Verantwortung übernimmt. Die Breefings am Morgen und auf dem Boot waren so weit okay, aber später begann das Kopfschütteln. Galapagos ist echt anspruchsvoll: Kälte, schlechte Sicht, Seegang, Strömung. Wie man da Leute mit 6 bis 11 Tauchgängen im Logbuch mitnehmen kann, ist mir ein Rätsel. Auch das Boot ist eine Katastrophe: zu klein, kein Schutz gegen Kälte und Wind, einfach total ungemütlich, um dort mehr als maximal eine halbe Stunde zu verbringen. Um mal kurz 15 Minuten zu einem Tauchplatz und zurück zu fahren, reicht es, aber die Basis setzt das Boot zu Tagesausfahrten mit 2 Tauchgängen, mit Anfahrten von 90 Minuten und Oberflächenpause mit so etwas, das sich "Lunch" nennt, ein. Da hängt man dann in der schaukelnden Nussschale in seinem Wetsuit und so mancher kotzt frierend sein "Lunch" gleich wieder über die Reling. Die Jungs an Bord waren durchaus nett und motiviert. Einen trafen wir die Woche drauf bei einer anderen Basis wieder. Aber man ist bei Scuba Iguana auf Tagestaucher eingestellt, die sich mal für einen Tag Equipment leihen. Leute mit eigenem Gerät haben dort keinen Platz. Schließlich baten wir nach dem letzten Tauchgang um die Rückgabe unseres Equipments nach etwa 30 Stunden in trockenem Zustand. "Alles klar, Junge, bleib cool, ist kein Problem", lautete die Antwort einer der Jungs. Da war mir schon klar, dass wir das Zeug triefend nass zurück bekommen würden - und so war es dann auch. Denn erst spät am Abend kommen ein paar junge Tagelöhner und spülen die Sachen. Und natürlich hingen unsere Anzüge eng gequetscht zwischen nassen Leihanzügen. Wir haben sie im Hotel getrocknet. Fazit: versucht es mal bei der Tauchbasis von Macarron direkt gegenüber vom Fischmarkt! Die ist zwar ärmlicher, aber sie gehört einem Einheimischen, der unser Tauchguide auf der Safari war. Ein ernsthafter Typ, nicht so ein Hallodri wie der Deutsche, der das schnelle Geld sieht und sonst nichts.
Ich war im November/Dezember 2016 fuer zwei Wochen auf der Galapagos Sky. Als allererstes fuer diejenigen, die es sich noch ueberlegen: Galapagos ist definitiv fuer Taucher eine Reise mehr als wert. Wolf und Darwin sind phantastisch, das Tauchen mit Iguanas ein einmaliges Erlebnis, und Mondfische haben wir auch aus naechster Naehe gesehen. Definitiv einer der besten Spots weltweit. Ich kann es jedem Taucher nur empfehlen. Nun zum Boot: Das Boot gehoert definitiv zur Mittelklasse und haette ausserdem sehr dringend einen laengeren Aufenthalt im Trockendock noetig. Nicht nur hinsichtlich der Ausstattung: Waehrend unseres Aufenthalts ist zweimal fuer einige Stunden das Pumpsystem fuer die Toilettenspuelung ausgefallen, einmal der Strom. Zudem ist das Schiff eigentlich durchgaengig (warum auch immer) in merklicher Schraeglage gewesen und die Abgase waren meilenweit sichtbar. Das war nicht so angenehm. Fahrzeiten waren in vielen Faellen etwas laenger als vorher angekuendigt, was zu Verzoegerungen beim Tauchen gefuehrt hat, aber nicht zum Ausfall von Programmpunkten. An der Crew gab es ueberhaupt nichts auszusetzen. Alle, insbesondere der Kapitaen, haben einen hervorragenden Job gemacht. Das Essen war sehr gut. In der ersten Woche hatten wir auch hervorragende und sehr kenntnisreiche Diveguides, die leider dann in der zweiten Woche von Bord gingen und in der zweiten Woche durch andere Diveguides, mit denen es einige Schwierigkeiten gab, ersetzt wurden. Aber Diveguides wechseln ja haefig, auch von Boot zu Boot, deswegen erspare ich mir hier weitere Details. Fazit: Ich gebe diesem Boot drei Sterne aufgrund der oben genannten Sachverhalte. Das Preis/Leistungsverhaeltnis lasse ich dabei voellig ausser Acht, denn vielleicht sind die anderen Boote in Gapapagos diesbezueglich aehnlich. Wer aber erwartet, fuer den Preis auf einem Luxuxboot zu landen, der wird wahrscheinlich enttaeuscht werden.
Die Bewertung reflektiert sämtliche der nachstehenden Aspekte und scheint deswegen in Bezug auf die TG zu niedrig.


Anreise

Agressor hat mit Avianca eine Kooperation. Deswegen beträgt das Freigepäck für Kunden von Agressor 33 und nicht 23 kg. Zudem scheint man als Agressor-Kunde eine gewisse Sonderbehandlung zu genießen, weshalb ich beim nächsten Mal wieder Avianca buchen würde.

Tauchgänge

Die Tauchgänge waren unglaublich - abgesehen von den ersten drei Tauchgängen waren sie alle einmalig und sowas von toll. Ich glaube, dazu muss man nichts sagen (und ich kann es auch nicht).

Dass die Tour umgestellt wurde (auch nach dem Ablegen nochmals) scheint mir nichts ungewöhnliches zu sein - wenn es auch unschön war.

Insgesamt ist Galapagos mE nur etwas für erfahrene, selbständige Taucher.
Zum einen waren die Bedingungen bei ein, zwei Tauchgängen zumindest im Ansatz herausfordernd (wenn auch weder in Bezug auf Strömung und Wassertemperatur nicht so herausfordernd, wie ich es befürchtet hatte).
Zum anderen konzentrieren sich die Guides doch sehr auf das guiden und überlassen das Thema Sicherheit den Tauchern selbst. Aus meiner Sicht zeigt sich dies besonders daran, dass es keine festen (nach Erfahrung sortierten) Gruppen gibt, sondern in wechselnder Zusammensetzung getaucht wird. Sollte dann mal ein Buddy-Team verloren gehen, dauert es etwas, bis man dies feststellt und dann feststellt, welches fehlt. Sicherheitsbedenken ergeben sich daraus nicht zuletzt wegen der gps-Ortungsgeräte nicht, aber bei dem einen oder anderen ein ungutes Gefühl.

Die Briefings fielen teilweise recht rudimentär aus: namentlich wurden Briefings für mehrere (mehr oder weniger) ähnliche TG zusammengefasst. Mindestens in zwei Fällen entsprach die Topographie unter Wasser nicht dem, was im Briefing gesagt worden war. Offenbar hatten die Dingi-Fahrer nicht den beschriebenen Platz gefunden :-)

Boot

Das Boot, muss ich gestehen, hat nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen. Es war in einem schlechteren Zustand, als ich es erwartet hatte und die Kabinen waren auch weniger geräumig als gedacht.

Umweltschutz

Beim Thema Umweltschutz scheint es mir noch Verbesserungsmöglichkeiten zu geben. Namentlich sollten Einweg-Plastikbecher auf dem Schiff abgeschafft werden. Jeder Gast bekommt eine Plastik-Trinkflasche, da braucht es mE keiner Einwegbecher auf dem Tauchdeck. Das sollte relativ leicht zu ändern sein.

Wahrscheinlich nicht ganz so einfach, aber nicht unwichtig: Um das Schiff herum fand sich regelmäßig ein Ölfilm, wahrscheinlich vom Auspuff. Das finde ich erschreckend.

Zu guter Letzt ließe sich wahrscheinlich ein Großteil der Einwegverpackungen durch Großpackungen / Spender für Kekse und Süßigkeiten etc. vermeiden. Dafür sollte auf einem solchen Schiff jeder Verständnis haben, zumal die Aggressor damit wirbt, man solle doch beim Schutz von Galapagos helfen.

Service

Der Service war insgesamt gut, aber nicht sehr gut. Es fing damit an, dass mich der zweite Koch gängelte, ich möge doch endlich Mittag essen, obwohl ich noch nicht mal ganz auf dem Boot war. Wahrscheinlich war es nicht sein Tag und auch nicht sein Job: der eigentliche Service-Mitarbeiter war deutlich professioneller und geduldiger.

Allerdings sind ein, zwei Sachen ins Auge gefallen, die ich namentlich aus Asien so nicht kenne.
So haben sich die Crew-Mitglieder Abends zum Telefonieren auf dem Sonnendeck aufgehalten und sich auch nicht davon stören lassen, dass sich Gäste neben sie setzten.
Weiterhin haben die Dive-Guides beim Besteigen der Dingis nicht gewartet, bis sämtliche (um die herum schwimmenden) Gäste an Bord sind, sondern sind an Bord gegangen, wenn es ihnen passte.
Ich gebe zu, das sind Kleinigkeiten, aber das ist mindestens der Unterschied zwischen gut und sehr gut.

Das Essen war aus meiner Sicht eher am oberen Ende dessen, was man auf einer Tauchsafari erwarten kann. Kompliment an den Koch.

Bei den Getränken fiel auf, dass Cola light fehlte, aber ich habe es überlebt: die Limonade war lecker. Allerdings wollte die Crew am letzten Abend ein wenig knausern und keine alkoholischen Getränke mehr rausgeben. Das war unangemessen kleinlich, zumal wir sie im Ergebnis gleichwohl bekommen haben.

Landausflüge

Die Landausflüge waren allenfalls mittelmäßig interessant, wobei ich allerdings auch den Eindruck hatte, dass der zweite Ausflug gekürzt wurde (wir waren nur im Lava-Tunnel und bei den Schildkröten). Nach dem, was ich von den Mitreisenden gehört habe, sind die Inseln landseitig aber auch nicht soooo spannend.


Hallo zusammen,

hier wurde schon einiges zur Nortada geschrieben, das meiste kann ich so unterschreiben. Die Details zum Boot möchte ich an dieser Stelle nicht wiederholen. Allerdings habe ich ein paar Ergänzungen zur Qualität der TG.

Im Zeitraum vom 31. Juli bis zum 7. August war ich Gast auf der Nortada. Wir hatten das Glück nur 5 Gäste zu sein, so dass uns die Crew mit 6 Personen zahlenmäßig überlegen war. Patricio, unser Guide, hat uns am Anfang auch wegen dem schon vorher genannten El Niño Effect gewarnt, das Wasser ist wärmer und das beeinflusst die Unterwasserwelt. Aber wir hatten weiter Glück, von den 18 TG waren 2 (!) weniger spektakulär, was immer noch Seelöwen, Seepferdchen, Muränen, usw. beinhaltete. Der Rest war vollgepackt mit unzähligen Mantas (einmal 15 Minuten keine 5 Meter von uns in der Cleaning Station), Hammerhai-Schulen, Galapagoshaien, Seidenhaien, Schwarz-/Weißspitzenhaien, verschiedensten Rochen (ein Adlerrochen hat mich aus Versehen gestreift...), Seelöwen, Walhaien (mind 2 bei jedem der 4 TG bei Darwin), Delfinen (eine Schule mit 50+ Tieren, wahnsinnige Erfahrung), sogar Buckelwale. Ein Kormoran hat ein paar von uns beim Sicherheitsstopp angeknabbert, das blinkende Silberzeug an der Ausrüstung war zu verlockend... Man hatte sehr oft die Qual der Wahl wo man hinschauen wollte - die Adlerrochen die vor einem schweben, der vorbeiziehende Manta, der Galapagos-Hai im Hintergrund, die Schildkröte, der jagende Seelöwe...
Patricio hat uns zwischendurch auch auf Kleinzeug aufmerksam gemacht, wie den red-lipped batfish oder die winzigen Seenadeln. Die meiste Zeit hingen wir allerdings in 20-25 Meter Tiefe in den Felsen und haben die Show genossen! Ich bin immer noch dabei die Eindrücke zu sortieren, werde aber in den nächsten Tagen detaillierter in meinem Blog berichten und das beschriebene mit Bildern füllen (keine Ahnung, ob ich den hier verlinken darf, aber schreibt mich bei Interesse gerne an).

Essen war gut und reichlich, auch für mich als part-time Veggie. Entgegen des vorherigen Berichtes allerdings ohne Tofu, dafür für jede Mahlzeit eine andere leckere Beilage.
Sicherheit wurde groß geschrieben, die Briefings sehr ausführlich. Ich war allerdings sehr dankbar dafür, nachdem mich eine Strömung dann doch mal von der Gruppe getrennt hat (war meine eigene Schuld, die Panga-Fahrer hatten aufgepasst und mich schnell eingesammelt). Insgesamt war das Tauchen anspruchsvoll, wir hatten keine absoluten Anfänger unter uns, ich war mit 65 TG die mit den wenigsten TG. Wie schon vorher geschrieben wird keine Rücksicht genommen, wer beim Einstieg nicht direkt mit runter kommt, bekommt je nach Bedingungen max eine weitere Chance. Wegen der doch zum Teil sehr starken Strömungen allerdings nicht immer. Länge der TG war zwischen 35 und 55 Minuten, alle tiefer als 20 m.
Die Crew war für jeden Spaß zu haben, auf individuelle Wünsche wurde wenn möglich eingegangen und der Zeitplan hielt noch Überraschungen bereit. Für Fragen war immer Zeit und es wurde viel rund um die Inseln und Tierwelt erklärt.



Ich hatte eine großartige Woche auf der Nortada, habe mich rundum wohl gefühlt und atemberaubende TG mit schlichtweg hammermäßigen Begegnungen erlebt. Es fällt äußerst schwer das mit Worten zu beschreiben!

Wir waren von 8. bis 15. Mai mit der Nortada unterwegs. Dem meisten schon Gesagten kann ich zustimmen, es gibt aber einige Änderungen seit der Jungfernfahrt (positive und negative).
Wofür die Nortada nichts kann ist, das unser ´Trip of a lifetime´ leider nicht das war, was wir erwartet haben, weil gerade ´El Nino´ strömte und das Wasser viel zu warm war. Nett für Frostbeulen wie mich, aber leider auf Kosten der Unterwasserwelt. Statt Schulen von Hammerhaien haben wir auf drei TG jeweils 2 gesehen, sonst keine. Auch von den großen Fischschwärmen war nichts zu sehen und statt Mola molas sahen wir bei Punta Vicente Rocca nicht mal die Hand vor Augen :-( Wie gesagt, das ist die Natur und da kann keiner etwas dafür, aber es ist natürlich ein wenig frustrierend, wenn man weiß, was man sehen könnte und dann immer nur hört ´well USUALLY you can see ..., but unfortunately it´s El Nino´.... Unser Guide Patricio war aber redlich bemüht, unseren Trip trotzdem so toll wie möglich zu gestalten und hat auch die Route geändert (was in Ausnahmefällen anscheinend geht), um größere Chancen auf mehr Unterwasserwelt zu haben.

Aber nun zu den einzelnen Punkten:
- Essen: war reichlich bemessen, Nachfassen war kein Problem. Auch das Vegetarier-Thema ist keines mehr - ich habe das vorab bekannt gegeben und zu jeder Mahlzeit wurde für mich extra gekocht. Sehr Tofu-lastig und ehrlich gesagt wäre ich auch mit den sehr leckeren Gemüsebeilagen/Salaten zufrieden gewesen, derer reichlich vorhanden waren (keine Rede von trockenen Kartoffeln oder Reis mit Reis.

- Handtücher: diese wurden in der Zwischenzeit mit den Kabinennummern und zur weiteren Unterscheidung mit A und B versehen und jeder weiß, welches Handtuch ihm ´zusteht´. Damit gibt es keine unhygienischen Verwechslungen der nach jedem TG bereitliegenden Handtücher mehr.

- Guides: hier war die Jungfernfahrt anscheinend besser ausgerüstet. Bei uns kam auf alle Taucher (wir waren nur 7) 1 Guide, nicht einer auf 4. Habe ich aber ehrlich gesagt nicht schlimm gefunden, ich hatte nicht das Gefühl von ´Rudeltauchen´. Jorges Bruder Eduardo war auf unserem Trip auch dabei, hatte allerdings keine Guide-Funktion, sondern hat als ´Schlusslicht´ ein wenig mitgeholfen (was aber nicht wirklich nötig war, da großteils erfahrene Taucher).

- Stichwort erfahrene Taucher: was ich als absoluten Negativpunkt werten möchte, was aber nicht spezifisch mit der Nortada zu tun hat ist, dass ein Taucher mit war, der seinen Tauchschein eben erst in der Tasche hatte und nach 20(!!!) TG zertifizierter RESCUE DIVER war. Ihm ging regelmäßig die Luft aus, ohne dass er es überhaupt gemerkt hat, er hatte keine Ahnung, wie lange er wie tief getaucht ist, weil er seinen Computer weder bedienen, noch lesen konnte (´when are they going to tell us how long and at what depth our dives where?´). Da fragt man sich schon, was so jemand in einem Gebiet wie den Galapagos-Inseln verloren hat und warum der von TipTop diving die RD Zertifizierung erhalten hat - ist ja schließlich auch mit einer gewissen Verantwortung verbunden. Und ich möchte hier keine PADI-Diskussion lostreten, für mich stellt sich einfach nur die Frage, warum die so jemanden mitnehmen - Geld hin oder her. Spricht nicht unbedingt für sie und ist auch für die anderen, erfahrenen Taucher mühsam.

Insgesamt würde ich die Nortada aber auf jeden Fall weiter empfehlen, es ist ein kleines, gemütliches Boot mit einer netten, bemühten Crew.

Achja, eins noch - die Heckkabinen sind relativ laut, da nahe dem Motor. Da viel über Nacht navigiert wird empfiehlt es sich, Oropax einzupacken bzw. nach einer Bugkabine zu trachten - hier hört man zwar manchmal Ankerkettengerassel, das ist aber leichter erträglich, als das ständige Motorengeräuch.

Da es nicht das hunderprozentig perfekte Erlebnis war (auch, wenn nur Kleinigkeiten gefehlt/gestört haben), gibt es nur 5 von 6 Flossen, ich würde jedoch jederzeit wieder mit der Nortada auf oder eher rund um Galapagos tauchen (wenn ich das nötige Kleingeld hätte :-) )
Wir waren im August 2017 7 Tage mit dem Schiff unterwegs. Der erste Guide Macarron ist extrem erfahren und fit, um auch unerfahrene Taucher durch Tauchgänge mit Kälte, sehr schlechter Sicht und starker Strömumg zu führen. Und die Sicht - das ist nicht Teil der Bewertung des Schiffs - war extremst beschissen, so dass von den legendären Hammerhai-Schulen an Darwin und Wolf nichts zu sehen war. Aber das ist die Natur. Dafür kann die Truppe an Bord nichts. Die waren Spitze! Haben echt gerackert. Der Service war wie wir es von Master Liveaboards erwarteteten, untadelig. Das Essen war leider etwas zu "international" und okay, aber nicht herausragend. Man wundert sich, warum sich niemand traut, die ecuadorianische Küche zu pflegen. Wer braucht in Ecuador Spaghetti Bolognese, wenn es Fritada, Parillada und Co gibt? Einziger Mangel war das etwas zu enge, nicht gut ausgestattete Tauchdeck. Wenn das Boot mit 16 Gästen voll besetzt ist, wird es beim Anrödeln etwas stressig. Im Vergleich zur Philippine Siren, die der gleichen Firma gehört, ist es auf der Galapagos Master eng. Auch die Tauchanzüge hängen so dicht aufeinander, dass sie nie trocknen und, da es auf Galapagos oft starken Wind gibt, zieht man dann bis zu vier Mal am Tag einen feuchten, kalten Anzug an und später bei kräftigem Wind wieder aus. 4 von 16 Gästen bekamen ab Tag 3 eine Erkältung. Das Schiff ist nicht ausgerüstet für kalte, windige, regnerische Tage. Für die Malediven wäre es okay. Auf Galapagos kann man statt einer Klimaanlage auch mal eine Heizung gebrauchen, sowohl in des ansonsten gemütlichen Räumen als auch in den leicht angwohnten Kabinen.
Die Tauchplätze auf Galapagos bieten einiges, aber darum geht es hier nicht. Ich bewerte die Tauchbasis, die übrigens - man merkt es nicht - vor vielen Jahren von einem Deutschen namens Mathias Espinoza gegründet worden sein soll, dem sie angeblich noch heute gehört. Zu sehen bekamen wir ihn nicht, aber ein anderes Taucherpaar sprach mit ihm und erlebte hn eher arrogant denn interessiert. Wir hatten im AUGUST 2017 vorab zwei Tauchtage mit jeweils einem 2-Tank-Dive gebucht, um uns vor einer einwöchigen Safari auf der Galapagos Master einzutauchen. Als wir zur Basis kamen, um dort einzuchecken und unser Equipment irgendwo zu lagern, bat man uns erst am Abend vor dem Tauchtag zu kommen. Denn auf Leute mit eigenem Equipment ist dort keiner eingestellt. Es gab auch kein Basis-Breefing. Niemand zeigte uns etwas oder erklärte die Abläufe. Es war auch kein Verantwortlicher zu sehen, weder der Besitzer noch irgendwer, der den Laden leitet. Stattdessen schlichen dort junge "coole" Jungs rum, die uns bescheingten, dass "alles gut" werde. "Einfach mal abwarten. Beruhigt Euch! Warum stellt Ihr Fragen?" Später erfuhr ich, dass die Guides alle nur tage- der wochenweise beschäftigt werden, also niemand so richtig Verantwortung übernimmt. Die Breefings am Morgen und auf dem Boot waren so weit okay, aber später begann das Kopfschütteln. Galapagos ist echt anspruchsvoll: Kälte, schlechte Sicht, Seegang, Strömung. Wie man da Leute mit 6 bis 11 Tauchgängen im Logbuch mitnehmen kann, ist mir ein Rätsel. Auch das Boot ist eine Katastrophe: zu klein, kein Schutz gegen Kälte und Wind, einfach total ungemütlich, um dort mehr als maximal eine halbe Stunde zu verbringen. Um mal kurz 15 Minuten zu einem Tauchplatz und zurück zu fahren, reicht es, aber die Basis setzt das Boot zu Tagesausfahrten mit 2 Tauchgängen, mit Anfahrten von 90 Minuten und Oberflächenpause mit so etwas, das sich "Lunch" nennt, ein. Da hängt man dann in der schaukelnden Nussschale in seinem Wetsuit und so mancher kotzt frierend sein "Lunch" gleich wieder über die Reling. Die Jungs an Bord waren durchaus nett und motiviert. Einen trafen wir die Woche drauf bei einer anderen Basis wieder. Aber man ist bei Scuba Iguana auf Tagestaucher eingestellt, die sich mal für einen Tag Equipment leihen. Leute mit eigenem Gerät haben dort keinen Platz. Schließlich baten wir nach dem letzten Tauchgang um die Rückgabe unseres Equipments nach etwa 30 Stunden in trockenem Zustand. "Alles klar, Junge, bleib cool, ist kein Problem", lautete die Antwort einer der Jungs. Da war mir schon klar, dass wir das Zeug triefend nass zurück bekommen würden - und so war es dann auch. Denn erst spät am Abend kommen ein paar junge Tagelöhner und spülen die Sachen. Und natürlich hingen unsere Anzüge eng gequetscht zwischen nassen Leihanzügen. Wir haben sie im Hotel getrocknet. Fazit: versucht es mal bei der Tauchbasis von Macarron direkt gegenüber vom Fischmarkt! Die ist zwar ärmlicher, aber sie gehört einem Einheimischen, der unser Tauchguide auf der Safari war. Ein ernsthafter Typ, nicht so ein Hallodri wie der Deutsche, der das schnelle Geld sieht und sonst nichts.

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