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Tauchen in Kuba

Karibischer Zauber im sozialistischen Inselstaat: Vieles ist morbid, alt, marode die Freundlichkeit der Menschen und das besondere Flair machen aber auch das wett. Und das Tauchen auf Kuba ist mit seinen Topspots vor den Jardines de la Reina, Cienfuegos, Cayo Largo, Maria la Gorda und Varadero weithin bekannt. Dass nicht alles europäisch perfekt organisiert ist, wird dabei schon fast nebensächlich.

Die letzen Reiseberichte unser Nutzer - immer einen Blick wert:

Während unserer individuellen Cuba Reise, meiner 4. Reise dorthin, ging es im Dezember 2016 auch zum Tauchen auf die Isla de la Juventud. Für Taucher ist das Hotel Colony alternativlos, da die Marina mit Tauchbasis nur 1.5 km vom Hotel entfernt ist, der Transport erfolgt morgens 9 Uhr (Cuba time, kann also auch 9.45 Uhr werden…). Ich war im November 1995 schon mal dort tauchen und hatte 32 TG gemacht, diesmal hatten wir nur 8 TG in 4 Tagen geplant. Vor Abreise schauten wir uns meine 1995er UWA Dias an. An den Riffen hat sich seither kaum etwas verändert, karibisch typisch, intakt, mit viel farbigen Weichkorallen (Röhrenschwämme, Fächerkorallen usw.). Das Riff ist angeblich das zweitlängste Barriereriff der Welt, es gibt keine Strömungen und fantastische Sichtweiten (30 – 50 m). Das besondere an den Isla Tauchplätzen sind die ca. 2-5 m tiefen Canons mit Sandboden im Riff, da kann man schön entlang tauchen und sich die Korallen rechts und links anschauen, und die vielen Höhlen, oder Kamine, z.B. am Schönsten: „blue cave“. Man taucht im Riffdach auf ca. 15 m in ein blue hole und steil nach unten und kommt auf 42-45 m am drop-off raus, man steigt auf 35 m auf und geht wieder in eine Höhle rein, die steil nach oben mit Auftauchen auf dem Riffdach führt. 1995 sah man beim Aufsteigen in der Höhle oben am Ausstieg stattliche Tarpune kreisen, die gibt es laut guides schon länger nicht mehr. Andere Fische gab es zahlreich wie 1995, viele große einzelne Barracudas und Schulen von Barrcudas, z.B. vor Los Indios (Ausfahrt +10 CUC = 10 €) am Tauchplatz „Los Mogotes“. Los Mogotes sind Karstinselberge die typisch für Vinales sind. Da die UWA Landschaft an diesem Tauchplatz sehr ähnlich aussieht, prägte das den Namen. Los Mogotes besticht durch tiefliegende (20 m und tiefer) sehr farbige und abwechslungsreiche Korallenberge, Fischschwärme und zwischen den Korallenbergen bei Sonne gleißend weiße Sandflächen. Angeblich sollen da auch Bullenhaie gesichtet worden sein. Das „International Diving Center“ ist eine staatliche Organisation mit Tauchcentern über Cuba verteilt, andere Tauchcenter gibt es nicht. Wir waren nur 2 Taucher, dennoch wurde mit uns rausgefahren, allerdings mussten wir bei Buchung Tauchen und Hotel vollständig bezahlen. Das Boot „Safari“ ist groß, liegt gut im Wasser, braucht bei glatter See ca. 1.5 h bis zu den Tauchplätzen, bis Los Indios gut 2 h. Auf dem unteren Tauchdeck liegen die Flaschen und montierten Geräte, man nimmt sich einen Plastikstuhl und setzt sich irgendwo hin. Auf dem oberen Sonnendeck sind zwei Bänke zum Sitzen oder Liegen. Es hat eine Kombüse mit großem Gasherd, Tisch und Sitzgelegenheit für ca. 8 Taucher. Da werden von den guides frisch gefangene Langusten und Krabben zu Mittag mit Beilagen zubereitet, pro Essen sind dafür 10 CUC fällig, die in die Tasche der Tauchguides gehen. 1995 gab es das auch schon, allerdings zahlte man was man wollte. Leider hat ein Hurrican 2008 den Anlagesteg vom Traumstrand „El Ranchon“ weggerissen, bis dahin war die Küche unter Palmen dort und man machte zwischen 1. und 2. TG gut 1.5 h Mittagspause, nun eben auf dem Boot. Es gibt ca. 500 m neben dem zerstörten Steg einen neuen Steg für das Büro des Naturparks, wir brachten da auch Bierkisten hin, aber an Land durften wir nicht, das ist nur noch den Kreuzfahrtouristen (überwiegend aus USA) vorbehalten, strubbelige underdressed Taucher würden wohl nur das Bild stören. Schade! Leider hat sich auf Cuba der american way of diving breitgemacht. Staatlich sind max 30 m und max 45 min verordnet. Die Isla war mal das Tieftauchmekka, 45 – 50 m beim 1. TG waren an der Tagesordnung. Nun, bei „blue cave“ u.a. sind 40+ m nicht vermeidbar. Leider mußten wir auch bei 12 m TG nach max. 50 min aus dem Wasser, guide Henry ließ da nicht groß mit sich handeln. Wir machten an 2 Tagen 3 TG, da wir durch gecancelten Flug einen Tag verloren hatten und die guides keine Lust hatten am 31.12 und 1. Jan zu tauchen. Die guides von 1995 (Alfredo, Ramon usw.) sind noch da, alle Mitte/Ende 50 und tauchten auch mit (u.a. um Langusten und Krabben für uns und ihre Familien & Freunde zu fischen oder zu filmen). Henry (Mitte 40) hat aber das Sagen, er verkörpert den neuen Stil. Apropos neuer Stil: kein Bier & Rum mehr auf dem Boot für den Dekodrink nach dem Tauchen, auch in der Basis gab es nichts. 1995 wurde auf der 1.5 – 2 stündigen Rückfahrt von Tauchern und Besatzung schon richtig vorgeglüht und an der Poolbar im Colony fortgesetzt. Es ist viel an Atmosphäre verloren gegangen. Im Hotel Colony, 80 renovierte gute Zimmer, waren wir zunächst 4 Übernachtungsgäste, nach Abreise der anderen beiden, blieben nur noch wir beide übrig. Das Hotel lebt scheints nur noch von den Tagesgästen: Cubaner und Kreuzfahrtouristen, die zum Essen und Pool Baden bis ca. 17-18 Uhr da sind. Der Sandstrand ist schön, aber das Meer zu flach zum Schwimmen. Auch da wurde 2008 der Steg mit Bar am Ende zerstört, vom Ende des Steges konnte man schwimmen. Ein Hotel ganz für sich alleine zu haben, ist schon etwas deprimierend. 1995 waren bestimmt 15 Taucher mit Anhang da, überwiegend mit „Nautilus“ Reisen. Das Colony wurde 1958 als Hilton eröffnet und vom Mafioso Lucky Luciano ein Casino darin betrieben. Wohlhabende Amis kamen täglich aus Florida zu Glücksspiel u.a. angeflogen. Mit der Revolution 1959 setzte Fidel Castro diesem Treiben ein Ende und das Hotel erlebte danach bis heute eine sehr wechselvolle Geschichte. Vom Hauptort der Insel, Nueva Gerona, ist es 43 km entfernt. In der Nähe des Hotels gibt es einen ehemaligen Militärflugplatz, da kamen 1995 noch die Taucher an, mit sowjetischen Doppeldeckern Antonov 2 aus Pinar del Rio. Leider werden diese Flugplätze nicht mehr betrieben und man fliegt von Havanna zum Inselflughafen, der ca. 50 km vom Colony entfernt ist. Transport mit Taxi für 20-25 CUC = €. Der Flugbetrieb ist unregelmäßig. Am 26. Dez wurde uns in Havanna 10 Uhr noch Abflug um 16.15 Uhr telefonisch bestätigt. 14 Uhr am Flughafen war unser Flug gecancelt, wir kamen in ein hässliches Hotel aus der tiefsten kommunistichen Zeit, verloren einen Tag und flogen am anderen Tag um 9.30 Uhr auf die Isla. Wir hörten von mehreren Cubanern, dass der Flughafen Probleme mit der Beleuchtung hat und daher die Nachmittagflüge meist gecancelt werden, da die Maschinen wieder im Dunkeln nach Havanna fliegen müssen. Eine andere Theorie besagt, dass „Cuba“ das Interesse an der Isla verloren hat, da sie touristisch nicht interessant ist, und die Maschinen bei Bedarf für andere Destinationen mit gut zahlenden Touristen eingesetzt werden. Auf unserem Flug waren wir nur 3 Devisen Touristen. Beim Rückflug von der Isla, geplant 7 Uhr morgens, war die Maschine kaputt, es wurden 2 Ersatzmaschinen mit je 18 Plätzen eingesetzt, es gab aber mehr als 40 Fluggäste. Die Parole war: Familien mit Kinder und Leute mit Anschlussflug am selben Tag kommen auf jeden Fall mit. Beides konnten wir nicht vorweisen. Ich musste lange argumentieren, auch mit unserem verpatzten Hinflug, dass wir als letzte Passagiere mitfliegen durften, der Kapitän sprach das letzte Wort und hatte ein Einsehen. Etliche Kubaner mussten bis zum nächsten Tag warten. Zusammenfassend, lohnt sich der Aufwand für das Tauchen auf der Isla nicht wirklich, auch sonst bietet die Insel touristisch sehr wenig. 4 Sterne für die Tauchplätze und die rustikale Basis, 2 Sterne für An-/Abreise, macht 3 Sterne im Mittel. Der Hauptort Nueva Gerona ist ein verschlafenes Städtchen ohne Devisentouristen, 2 Tage reichen um kubanisches Leben kennenzulernen. In 6 km Entfernung gibt es einen schönen Strand „Paraiso“ mit einer sehr guten kleinen Fischgaststätte. Ca. 2-3 km davon entfernt befinden sich die sehenswerte Gefängnisanlage „Presidio Modelo“ in der 5000 Gefangene gleichzeitig unter strengstem Redeverbot bewacht wurden. Das Gefängnis ist ein 1:1 Nachbau eines Gefängnisses in Illinois, Fertigstellung 1955, und wurde für maximale Effizienz mit minimalem Personalaufwand bei Bewachung und Verköstigung von 5000 Gefangenen gebaut. Man sollte einen Führer mitnehmen, der was dazu erzählt. Fidel, aus einer der reichsten kubanischen Familien stammend, saß als VIP Gefangener in einer Einzelzelle von ca. 1955 bis 59 dort ein. Nach seiner Freilassung führte er die Revolution. Fidel ist immer noch allgegenwärtig.
Leider musste ich eine sehr negative Erfahrung mit der Faro Luna Tauchbasis machen. Bei meinem ersten Jacket waren die Anschlüsse defekt, sodass der Lufteinlass nicht funktionierte. Nach dem Austausch ging es aufs Boot...als ich mit dem Equipment ins Wasser stieg machte sich beim Ventil der Flasche ein ungewöhnliches Zischen breit - Die Weste bzw. die Flasche verlor Luft. Als ich den Tauchguide darauf aufmerksam machte sagte dieser nur, dass das völlig normal sei und dass es aufhört sobald wir auf Tiefe sind. Das dies rein physikalisch recht unwahrscheinlich klang habe ich aufgrund mangelnder Spanischkenntnisse für mich behalten müssen. Der Tauchgang startete durch ein recht anspruchvolles Felslabyrinth und oh Wunder, nach 10 Minuten auf 14 Meter Tiefe hatte ich von anfänglichen 210 bar nur noch 60 bar und musste mir durch ziemlich enge Felsspalte einen Aufstieg suchen. Ich war stinksauer und durfte dann 50 Minuten auf dem Boot auf die anderen warten. Die Krönung war dann die Reaktion des Guides der sagte ich hätte wohl zu viel geatmet obwohl alle hinter mir sagten ich hätte durchgehend Luft am Ventil verloren. Ich schreibe diese Rezension weil dies einfach unverantwortlich und gefährlich ist! Ein unversierter Taucher hätte hier schnell in Probleme geraten können vor allem in einem engen Felslabyrinth. Hierzu sei noch erwähnt, dass auch Taucher dabei waren die an diesem Morgen ihren ersten Schnuppertauchgang hatten. Bezahlt habe ich für den Tauchgang natürlich nicht! Sehr unprofessionelles Verhalten der "Aufsichtsperson", und das ist eigentlich das worüber ich mich am meisten ärgere!
Diese staatlich betriebene Tauchbasis ist die einzige auf der Insel und befindet sich in der Marina, einige Kilometer von den Hotels entfernt. Die Gäste werden morgens gegen 8.10 Uhr kostenlos per Reisebus vom Hotel abgeholt. Achtung, das Hotelpersonal ist ahnungslos. Ihr müsst selbst darauf achten, den richtigen Bus zu nehmen, nämlich den mittelgroßen, nicht den großen Flughafentransferbus. Andernfalls seht ihr vom Boot nur noch kurz die wegstürmende Meute und steht dann alleine da (wie bei mir passiert). Der Chef der Tauchbasis ist meist mit im Bus dabei, ein kleinerer untersetzter mit meist griesgrämigem Gesichtsausdruck. Evtl am Anreisetag kurz vorbeifahren für die Anmeldung (Taxi kostet 5 CUC oneway). Vorzuzeigen ist nur die Tauchlizenz. Tauchunfallversicherung oder Tauchtauglichkeitszeugnis interessiert niemand. Bezahlt wird im Voraus! Tauchpakete sind auch vor Ort zu erwerben (10TG 340 CUC), ich empfehle aber erstmal einen Tag einzeln zu bezahlen, um zu sehen ob ihr mit den Gegebenheiten klar kommt. Es wird nämlich kein Geld erstattet und was bezahlt, ist ist im Zweifel weg. Die Tauchbasis akzeptiert auch Euros (1EUR=1CUC). Die Bank auf der anderen Straßenseite gibt einen besseren Wechselkurs als die Tauchbasis (Pass erforderlich und etwa 30 Minuten Zeit, die Seriennummer jeder Banknote muss notiert werden, also am besten große Scheine mitnehmen) Ich hatte vor Ort den Regulator gemietet. Die erste Stufe war schwer gängig und zog Wasser, die zweite Stufe war zum Glück in Ordnung. Beim nächsten Mal würde ich mir eher in Deutschland einen Regulator leihen und mitnehmen. Das Übergepäck auf dem Inlandsflug von Havanna ist mit 1CUC/kg erschwinglich. Das Tauchen erfolgt von einem Boot. Das Bootsdeck ist komplett überdacht, die erste Hälfte auch windgeschützt. An Bord gibt es gekühltes Wasser inklusive. Das Boot ist stark motorisiert wie ein Schnellboot. Die beiden Guides sprechen spanisch und Englisch. Equipment aufs Boot, ca 20 Minuten Fahrt zum Tauchplatz und währenddessen kurzes Briefing und dann rein ins Wasser. Der Wellengang war im Mai grenzwertig. Für unerfahrene Taucher absolutes No go und alle Nicht-Seebären werfen besser noch im Hotel eine reichliche(!) Dosis Reisetabletten ein. Buddy-checks hab ich keine gesehen, Check Dive gab es auch keinen. Erster Tauchgang endete daher Dank zu wenig Blei und wasserziehender 1. Stufe unrühmlich im Griff zum zugeworfen Rettungsring. Allerdings erst nachdem ich die Crew mit Rufen aufmerksam gemacht hatte. Normalerweise würde ich erwarten, dass man niemand allein zum Boot zurückschickt, wie hier geschehen. Nach dem 1. TG fährt das Boot in ruhigere Gewässer für eine Stunde Oberflächenpause. Danach geht's mit Vollgas zum nächsten Tauchplatz, den ich mir dann gespart habe. Manchmal geht's zum Abschluss noch zu einer ruhigen Insel. Die Crew bietet dann gebratenen Fisch mit Reis für 10 CUC an, um was dazuzuverdienen. Durchaus schmackhaft. Nach dem Essen geht es sofort zurück zur Basis. Abgesehen von Arabern im Ramadan habe ich noch nie Südländer so hektisch erlebt. Der 2. Tauchtag funktionierte besser, diesmal mit genug Blei, mehr Tabletten und schnellem Ausweichen auf die zweite Stufe. Das Boot hat uns nach dem Tauchen direkt aufgesammelt und der Sicherheitsstop war zumindest beim zweiten Tauchplatz Dank verankerter Boje einfach. Strömung gab es keine, dafür wieder starken Wellengang. Den Ausstieg habe ich gerade so ohne zusätzliche Hilfe geschafft. Einige unerfahrene Gäste waren klar überfordert. Zwischendurch gab es einen Regenschauer, den wir abwarten mussten, sonst war der Regen aber unproblematisch. Die Hartkorallen wurden 2001 von einem starken Hurrikan zerstört. Die Unterwasserwelt wirkte ansonsten unberührt. Korallen hauptsächlich flexible Weichkorallen die im Wellengang mitgehen. Nicht sehr farbenfroh. Sichtweite unterschiedlich, bis zu 30m. In 12TG habe ich stellenweise sehr große Fische, Muränen, Königskrabben mit einem Unterarmlänge Durchmesser, Stringrayrochen, einen halbzahmen mittelgroßer Hai, sowie einige andere Haie gesehen. Wenig Kleinfisch. Innerhalb des Saumriffes sind einige flache Tauchplätze mit zahlreichem Korallenbewuchs zu finden, diese sind dann auch vor größerem Wellengang geschützt. Die Tauchplätze außerhalb des Saumriffes sind teilweise nur interessant, weil auf ein Zusammentreffen mit Haien oder anderem Grossfisch gehofft wird. Fazit: Ihr müsst mit Eurem Equipment alleine klar kommen. Im Fehlerfall bei dem Wellengang definitiv nicht lustig. Sicherheitsrelevante Teile besser selbst mitbringen. Der Seegang war nur was für erfahrene Taucher. Laut einem Stammgast ist der Wellengang stark wetterabhängig und war in dieser Zeit für Cayo Largo "durchschnittlich".
Die Tauchbasis Blue Diving befindet sich direkt am Strand des Hotels Melia Cayo Coco. Wenn benötigt, kann die gesamte Ausrüstung vor Ort geliehen werden, die Leihgebühr ist im Preis für den Tauchgang (s.a. Bild) enthalten. Es ist keine Problem die Tauchgänge mittels Master Card oder Visa zu bezahlen. Die Jackets, Scubapro X One, sind allesamt neu, die restliche Ausrüstung ist in einem super Zustand. Getaucht wird mit 12l Aluflaschen, auf Wunsch gibt es auch einige 15l Stahlflaschen. Wer aus Europa sein eigenes Equipment mitbringt, sollte wissen, dass vor Ort der INT Anschluss genutzt wird. Entweder man bring sich einen Adapter mit, ansonsten besteht bei einigen Flaschen auch die Möglichkeit den INT Einsatz zu entfernen. Mindestens 2 mal täglich, 09:30 und 11: 30 Uhr, geht es mit dem Speedboot zu den abwechslungsreichen Tauchplätzen, die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Die Gruppe besteht dann aus bis zu 14 Tauchern zuzügliche 2 Guides. Unterwasser zieht sich die Gruppe dann allerdings bis auf Sichtweite auseinander. Zuvor erfolgt ein ausgiebiges Briefing des Tauchplatzes Tropische Fische und Korallen sind garantiert, mit etwas Glück trifft man auch auf Rochen, Schildkröten oder Ammenhaie. Die Aus- und Weiterbildung erfolgt über den kanadischen Verband ACUC. Das Team verbreitet steht gute Laune und hilft bei allen Problemen. Wissen sollte man, das die kubanischen Behörden bei schlechtem Wetter den benötigten Bootsverkehr untersagen. Schlechtes Wetter bedeutet alles ab 14 km/h Wind, auch wenn das Wasser permanente 27 Grad und die Luft 35 Grad warm war.
Wir waren im April 2017 in Play Giron Tauchen. Wir waren sehr zufrieden mit der Tauchbasis. "Wir" sind meine 11 jährige Tochter (jetzt 11 TG) und ich, DM mit 350 TG. Das Personal hat gutes Englisch gesprochen, man wurde morgens (gegen 8:30) mit dem Bus bei seiner Unterkunft abgeholt und zur Tauchbasis neben dem Hotel Giron gebracht. Dort bezahlte man die Tauchgänge (25CUC = 25 Euro pro TG inkl. Equipment) und bekam sein Equipment. Die Mitarbeiter haben ein gutes Auge für größen und Blei gezeigt. Wir hatten unsere eigenen Anzüge, Flossen und Masken, können dazu also nichts sagen. Dei BCDs und Regulator waren älter und ordentlich gebraucht, wir hatten aber trotz einiger kleiner Blasen (eigentlich kamen überall, wo man sich vorstellen konnte, kleinen Blasen) keine Probleme während unserer 6 Tauchgänge. Die Gruppen wurden nach Erfahrung eingeteilt, wir wurden gleich bei der Equipment-Ausgabe gefragt, welche Zertifizierung meine Tochter hätte und wie viele TGs. Man wollte die Zertifizierungen aber nicht sehen. Wir waren natürlich in einer Gruppe mit Anfängern, denn ein Junior-Open-Water-Diver darf nur 12m tief tauchen. Nach zwei TG sind wir aber auch etwas tiefer gegangen, allerdings wurde das vorher mit mir abgesprochen. Die Gruppen waren immer so vier bis sechs Taucher pro Guide. Beim den ersten beiden TGs kam auch noch ein Assistant Instructor mit. Die bildet nach ACUC-Standard aus, einer kanadisch-europäischen Organisation von der ich vorher noch nicht gehört hatte. Allerdings wurde mir von anderen (deutschen) Tauchern berichtet, dass sie noch keine Probleme mit der Zertifizierung von ACUC hatten. Was ich toll fand war, dass alle drei Guides mit denen wir getaucht sind wirklich an uns interessiert waren und nicht nur vernünftige Briefings gemacht haben sondern auch unter Wasser uns Dinge gezeigt haben und auf Probleme (z.B. Druckausgleich) eingegangen sind. Es waren wirklich sehr entspannte und angehneme Tauchgänge. Der Ablauf: Man fährt mit dem Tauchbus zu einer Küste (Strand verbinde ich mit Sand und den gab es dort nicht), macht seinen Kram fertig, geht vom Ufer aus tauchen (es gibt überall Einstiege wo man auch barfuß unbeschadet ins Wasser kommt), macht Pause (ca. 45-60 Minuten), und geht dann noch einmal tauchen. Die Schweinebucht hat einen Dropoff, da kann man schön in allen möglichen Tiefen an der Wand entlang tauchen. Außerdem gab es dort verschiedene kleinere Wracks und einmal sogar einen netten längeren Swim-through. Die Unterwasserwelt ist schön, die Korallengärten waren sehr vielfältig. Es gab nicht so viele Fische wie z.B. im Roten Meer oder in Thailand, aber es gab schon eine Menge zu sehen. Wir haben riesige Hummer gesehen, verschiedene Kofferfische, Rotfeuerfische und viele Korallenfische. Es soll dort auch Schildkröten geben, aber die haben wir nicht gesehen. Vieles ist schon in 2m Tiefe zu sehen, so dass auch die Schnorchler auf ihre Kosten gekommen sind. Mein Mann und unsere jüngere Tochter waren zwei mal mit zum Schnorcheln und fanden es auch klasse. Es gibt nur vier Sterne weil ich nirgendwo einen Sauerstoffkoffer oder einen Evakuierungsplan gesehen habe, und weil das Equipment eben ziemlich alt ist. Insgesamt fand ich das Tauchen dort sehr schön, das ältere Equipment wurde durch eine wirklich nette und aufmerksame Betreuung wettgemacht. Wer eigenes Equipment hat sollte es mit nach Kuba nehmen, ich hatte mir noch eine andere Tauchbasis in Playa Ancon angeschaut und da war das Equipment auch recht abgenutzt.
Während unserer individuellen Cuba Reise, meiner 4. Reise dorthin, ging es im Dezember 2016 auch zum Tauchen auf die Isla de la Juventud. Für Taucher ist das Hotel Colony alternativlos, da die Marina mit Tauchbasis nur 1.5 km vom Hotel entfernt ist, der Transport erfolgt morgens 9 Uhr (Cuba time, kann also auch 9.45 Uhr werden…). Ich war im November 1995 schon mal dort tauchen und hatte 32 TG gemacht, diesmal hatten wir nur 8 TG in 4 Tagen geplant. Vor Abreise schauten wir uns meine 1995er UWA Dias an. An den Riffen hat sich seither kaum etwas verändert, karibisch typisch, intakt, mit viel farbigen Weichkorallen (Röhrenschwämme, Fächerkorallen usw.). Das Riff ist angeblich das zweitlängste Barriereriff der Welt, es gibt keine Strömungen und fantastische Sichtweiten (30 – 50 m). Das besondere an den Isla Tauchplätzen sind die ca. 2-5 m tiefen Canons mit Sandboden im Riff, da kann man schön entlang tauchen und sich die Korallen rechts und links anschauen, und die vielen Höhlen, oder Kamine, z.B. am Schönsten: „blue cave“. Man taucht im Riffdach auf ca. 15 m in ein blue hole und steil nach unten und kommt auf 42-45 m am drop-off raus, man steigt auf 35 m auf und geht wieder in eine Höhle rein, die steil nach oben mit Auftauchen auf dem Riffdach führt. 1995 sah man beim Aufsteigen in der Höhle oben am Ausstieg stattliche Tarpune kreisen, die gibt es laut guides schon länger nicht mehr. Andere Fische gab es zahlreich wie 1995, viele große einzelne Barracudas und Schulen von Barrcudas, z.B. vor Los Indios (Ausfahrt +10 CUC = 10 €) am Tauchplatz „Los Mogotes“. Los Mogotes sind Karstinselberge die typisch für Vinales sind. Da die UWA Landschaft an diesem Tauchplatz sehr ähnlich aussieht, prägte das den Namen. Los Mogotes besticht durch tiefliegende (20 m und tiefer) sehr farbige und abwechslungsreiche Korallenberge, Fischschwärme und zwischen den Korallenbergen bei Sonne gleißend weiße Sandflächen. Angeblich sollen da auch Bullenhaie gesichtet worden sein. Das „International Diving Center“ ist eine staatliche Organisation mit Tauchcentern über Cuba verteilt, andere Tauchcenter gibt es nicht. Wir waren nur 2 Taucher, dennoch wurde mit uns rausgefahren, allerdings mussten wir bei Buchung Tauchen und Hotel vollständig bezahlen. Das Boot „Safari“ ist groß, liegt gut im Wasser, braucht bei glatter See ca. 1.5 h bis zu den Tauchplätzen, bis Los Indios gut 2 h. Auf dem unteren Tauchdeck liegen die Flaschen und montierten Geräte, man nimmt sich einen Plastikstuhl und setzt sich irgendwo hin. Auf dem oberen Sonnendeck sind zwei Bänke zum Sitzen oder Liegen. Es hat eine Kombüse mit großem Gasherd, Tisch und Sitzgelegenheit für ca. 8 Taucher. Da werden von den guides frisch gefangene Langusten und Krabben zu Mittag mit Beilagen zubereitet, pro Essen sind dafür 10 CUC fällig, die in die Tasche der Tauchguides gehen. 1995 gab es das auch schon, allerdings zahlte man was man wollte. Leider hat ein Hurrican 2008 den Anlagesteg vom Traumstrand „El Ranchon“ weggerissen, bis dahin war die Küche unter Palmen dort und man machte zwischen 1. und 2. TG gut 1.5 h Mittagspause, nun eben auf dem Boot. Es gibt ca. 500 m neben dem zerstörten Steg einen neuen Steg für das Büro des Naturparks, wir brachten da auch Bierkisten hin, aber an Land durften wir nicht, das ist nur noch den Kreuzfahrtouristen (überwiegend aus USA) vorbehalten, strubbelige underdressed Taucher würden wohl nur das Bild stören. Schade! Leider hat sich auf Cuba der american way of diving breitgemacht. Staatlich sind max 30 m und max 45 min verordnet. Die Isla war mal das Tieftauchmekka, 45 – 50 m beim 1. TG waren an der Tagesordnung. Nun, bei „blue cave“ u.a. sind 40+ m nicht vermeidbar. Leider mußten wir auch bei 12 m TG nach max. 50 min aus dem Wasser, guide Henry ließ da nicht groß mit sich handeln. Wir machten an 2 Tagen 3 TG, da wir durch gecancelten Flug einen Tag verloren hatten und die guides keine Lust hatten am 31.12 und 1. Jan zu tauchen. Die guides von 1995 (Alfredo, Ramon usw.) sind noch da, alle Mitte/Ende 50 und tauchten auch mit (u.a. um Langusten und Krabben für uns und ihre Familien & Freunde zu fischen oder zu filmen). Henry (Mitte 40) hat aber das Sagen, er verkörpert den neuen Stil. Apropos neuer Stil: kein Bier & Rum mehr auf dem Boot für den Dekodrink nach dem Tauchen, auch in der Basis gab es nichts. 1995 wurde auf der 1.5 – 2 stündigen Rückfahrt von Tauchern und Besatzung schon richtig vorgeglüht und an der Poolbar im Colony fortgesetzt. Es ist viel an Atmosphäre verloren gegangen. Im Hotel Colony, 80 renovierte gute Zimmer, waren wir zunächst 4 Übernachtungsgäste, nach Abreise der anderen beiden, blieben nur noch wir beide übrig. Das Hotel lebt scheints nur noch von den Tagesgästen: Cubaner und Kreuzfahrtouristen, die zum Essen und Pool Baden bis ca. 17-18 Uhr da sind. Der Sandstrand ist schön, aber das Meer zu flach zum Schwimmen. Auch da wurde 2008 der Steg mit Bar am Ende zerstört, vom Ende des Steges konnte man schwimmen. Ein Hotel ganz für sich alleine zu haben, ist schon etwas deprimierend. 1995 waren bestimmt 15 Taucher mit Anhang da, überwiegend mit „Nautilus“ Reisen. Das Colony wurde 1958 als Hilton eröffnet und vom Mafioso Lucky Luciano ein Casino darin betrieben. Wohlhabende Amis kamen täglich aus Florida zu Glücksspiel u.a. angeflogen. Mit der Revolution 1959 setzte Fidel Castro diesem Treiben ein Ende und das Hotel erlebte danach bis heute eine sehr wechselvolle Geschichte. Vom Hauptort der Insel, Nueva Gerona, ist es 43 km entfernt. In der Nähe des Hotels gibt es einen ehemaligen Militärflugplatz, da kamen 1995 noch die Taucher an, mit sowjetischen Doppeldeckern Antonov 2 aus Pinar del Rio. Leider werden diese Flugplätze nicht mehr betrieben und man fliegt von Havanna zum Inselflughafen, der ca. 50 km vom Colony entfernt ist. Transport mit Taxi für 20-25 CUC = €. Der Flugbetrieb ist unregelmäßig. Am 26. Dez wurde uns in Havanna 10 Uhr noch Abflug um 16.15 Uhr telefonisch bestätigt. 14 Uhr am Flughafen war unser Flug gecancelt, wir kamen in ein hässliches Hotel aus der tiefsten kommunistichen Zeit, verloren einen Tag und flogen am anderen Tag um 9.30 Uhr auf die Isla. Wir hörten von mehreren Cubanern, dass der Flughafen Probleme mit der Beleuchtung hat und daher die Nachmittagflüge meist gecancelt werden, da die Maschinen wieder im Dunkeln nach Havanna fliegen müssen. Eine andere Theorie besagt, dass „Cuba“ das Interesse an der Isla verloren hat, da sie touristisch nicht interessant ist, und die Maschinen bei Bedarf für andere Destinationen mit gut zahlenden Touristen eingesetzt werden. Auf unserem Flug waren wir nur 3 Devisen Touristen. Beim Rückflug von der Isla, geplant 7 Uhr morgens, war die Maschine kaputt, es wurden 2 Ersatzmaschinen mit je 18 Plätzen eingesetzt, es gab aber mehr als 40 Fluggäste. Die Parole war: Familien mit Kinder und Leute mit Anschlussflug am selben Tag kommen auf jeden Fall mit. Beides konnten wir nicht vorweisen. Ich musste lange argumentieren, auch mit unserem verpatzten Hinflug, dass wir als letzte Passagiere mitfliegen durften, der Kapitän sprach das letzte Wort und hatte ein Einsehen. Etliche Kubaner mussten bis zum nächsten Tag warten. Zusammenfassend, lohnt sich der Aufwand für das Tauchen auf der Isla nicht wirklich, auch sonst bietet die Insel touristisch sehr wenig. 4 Sterne für Tauchplätze und rustikale Basis, 2 Sterne für An-/Abreise, macht 3 Sterne Gesamtbewertung. Der Hauptort Nueva Gerona ist ein verschlafenes Städtchen ohne Devisentouristen, 2 Tage reichen um kubanisches Leben kennenzulernen. In 6 km Entfernung gibt es einen schönen Strand „Paraiso“ mit einer sehr guten kleinen Fischgaststätte. Ca. 2-3 km davon entfernt befinden sich die sehenswerte Gefängnisanlage „Presidio Modelo“ in der 5000 Gefangene gleichzeitig unter strengstem Redeverbot bewacht wurden. Das Gefängnis ist ein 1:1 Nachbau eines Gefängnisses in Illinois, Fertigstellung 1955, und wurde für maximale Effizienz mit minimalem Personalaufwand bei Bewachung und Verköstigung von 5000 Gefangenen gebaut. Man sollte einen Führer mitnehmen, der was dazu erzählt. Fidel, aus einer der reichsten kubanischen Familien stammend, saß als VIP Gefangener in einer Einzelzelle von ca. 1955 bis 59 dort ein. Nach seiner Freilassung führte er die Revolution. Fidel ist immer noch allgegenwärtig.
Während unserer individuellen Cuba Reise, meiner 4. Reise dorthin, ging es im Dezember 2016 auch zum Tauchen auf die Isla de la Juventud. Für Taucher ist das Hotel Colony alternativlos, da die Marina mit Tauchbasis nur 1.5 km vom Hotel entfernt ist, der Transport erfolgt morgens 9 Uhr (Cuba time, kann also auch 9.45 Uhr werden…). Ich war im November 1995 schon mal dort tauchen und hatte 32 TG gemacht, diesmal hatten wir nur 8 TG in 4 Tagen geplant. Vor Abreise schauten wir uns meine 1995er UWA Dias an. An den Riffen hat sich seither kaum etwas verändert, karibisch typisch, intakt, mit viel farbigen Weichkorallen (Röhrenschwämme, Fächerkorallen usw.). Das Riff ist angeblich das zweitlängste Barriereriff der Welt, es gibt keine Strömungen und fantastische Sichtweiten (30 – 50 m). Das besondere an den Isla Tauchplätzen sind die ca. 2-5 m tiefen Canons mit Sandboden im Riff, da kann man schön entlang tauchen und sich die Korallen rechts und links anschauen, und die vielen Höhlen, oder Kamine, z.B. am Schönsten: „blue cave“. Man taucht im Riffdach auf ca. 15 m in ein blue hole und steil nach unten und kommt auf 42-45 m am drop-off raus, man steigt auf 35 m auf und geht wieder in eine Höhle rein, die steil nach oben mit Auftauchen auf dem Riffdach führt. 1995 sah man beim Aufsteigen in der Höhle oben am Ausstieg stattliche Tarpune kreisen, die gibt es laut guides schon länger nicht mehr. Andere Fische gab es zahlreich wie 1995, viele große einzelne Barracudas und Schulen von Barrcudas, z.B. vor Los Indios (Ausfahrt +10 CUC = 10 €) am Tauchplatz „Los Mogotes“. Los Mogotes sind Karstinselberge die typisch für Vinales sind. Da die UWA Landschaft an diesem Tauchplatz sehr ähnlich aussieht, prägte das den Namen. Los Mogotes besticht durch tiefliegende (20 m und tiefer) sehr farbige und abwechslungsreiche Korallenberge, Fischschwärme und zwischen den Korallenbergen bei Sonne gleißend weiße Sandflächen. Angeblich sollen da auch Bullenhaie gesichtet worden sein. Das „International Diving Center“ ist eine staatliche Organisation mit Tauchcentern über Cuba verteilt, andere Tauchcenter gibt es nicht. Wir waren nur 2 Taucher, dennoch wurde mit uns rausgefahren, allerdings mussten wir bei Buchung Tauchen und Hotel vollständig bezahlen. Das Boot „Safari“ ist groß, liegt gut im Wasser, braucht bei glatter See ca. 1.5 h bis zu den Tauchplätzen, bis Los Indios gut 2 h. Auf dem unteren Tauchdeck liegen die Flaschen und montierten Geräte, man nimmt sich einen Plastikstuhl und setzt sich irgendwo hin. Auf dem oberen Sonnendeck sind zwei Bänke zum Sitzen oder Liegen. Es hat eine Kombüse mit großem Gasherd, Tisch und Sitzgelegenheit für ca. 8 Taucher. Da werden von den guides frisch gefangene Langusten und Krabben zu Mittag mit Beilagen zubereitet, pro Essen sind dafür 10 CUC fällig, die in die Tasche der Tauchguides gehen. 1995 gab es das auch schon, allerdings zahlte man was man wollte. Leider hat ein Hurrican 2008 den Anlagesteg vom Traumstrand „El Ranchon“ weggerissen, bis dahin war die Küche unter Palmen dort und man machte zwischen 1. und 2. TG gut 1.5 h Mittagspause, nun eben auf dem Boot. Es gibt ca. 500 m neben dem zerstörten Steg einen neuen Steg für das Büro des Naturparks, wir brachten da auch Bierkisten hin, aber an Land durften wir nicht, das ist nur noch den Kreuzfahrtouristen (überwiegend aus USA) vorbehalten, strubbelige underdressed Taucher würden wohl nur das Bild stören. Schade! Leider hat sich auf Cuba der american way of diving breitgemacht. Staatlich sind max 30 m und max 45 min verordnet. Die Isla war mal das Tieftauchmekka, 45 – 50 m beim 1. TG waren an der Tagesordnung. Nun, bei „blue cave“ u.a. sind 40+ m nicht vermeidbar. Leider mußten wir auch bei 12 m TG nach max. 50 min aus dem Wasser, guide Henry ließ da nicht groß mit sich handeln. Wir machten an 2 Tagen 3 TG, da wir durch gecancelten Flug einen Tag verloren hatten und die guides keine Lust hatten am 31.12 und 1. Jan zu tauchen. Die guides von 1995 (Alfredo, Ramon usw.) sind noch da, alle Mitte/Ende 50 und tauchten auch mit (u.a. um Langusten und Krabben für uns und ihre Familien & Freunde zu fischen oder zu filmen). Henry (Mitte 40) hat aber das Sagen, er verkörpert den neuen Stil. Apropos neuer Stil: kein Bier & Rum mehr auf dem Boot für den Dekodrink nach dem Tauchen, auch in der Basis gab es nichts. 1995 wurde auf der 1.5 – 2 stündigen Rückfahrt von Tauchern und Besatzung schon richtig vorgeglüht und an der Poolbar im Colony fortgesetzt. Es ist viel an Atmosphäre verloren gegangen. Im Hotel Colony, 80 renovierte gute Zimmer, waren wir zunächst 4 Übernachtungsgäste, nach Abreise der anderen beiden, blieben nur noch wir beide übrig. Das Hotel lebt scheints nur noch von den Tagesgästen: Cubaner und Kreuzfahrtouristen, die zum Essen und Pool Baden bis ca. 17-18 Uhr da sind. Der Sandstrand ist schön, aber das Meer zu flach zum Schwimmen. Auch da wurde 2008 der Steg mit Bar am Ende zerstört, vom Ende des Steges konnte man schwimmen. Ein Hotel ganz für sich alleine zu haben, ist schon etwas deprimierend. 1995 waren bestimmt 15 Taucher mit Anhang da, überwiegend mit „Nautilus“ Reisen. Das Colony wurde 1958 als Hilton eröffnet und vom Mafioso Lucky Luciano ein Casino darin betrieben. Wohlhabende Amis kamen täglich aus Florida zu Glücksspiel u.a. angeflogen. Mit der Revolution 1959 setzte Fidel Castro diesem Treiben ein Ende und das Hotel erlebte danach bis heute eine sehr wechselvolle Geschichte. Vom Hauptort der Insel, Nueva Gerona, ist es 43 km entfernt. In der Nähe des Hotels gibt es einen ehemaligen Militärflugplatz, da kamen 1995 noch die Taucher an, mit sowjetischen Doppeldeckern Antonov 2 aus Pinar del Rio. Leider werden diese Flugplätze nicht mehr betrieben und man fliegt von Havanna zum Inselflughafen, der ca. 50 km vom Colony entfernt ist. Transport mit Taxi für 20-25 CUC = €. Der Flugbetrieb ist unregelmäßig. Am 26. Dez wurde uns in Havanna 10 Uhr noch Abflug um 16.15 Uhr telefonisch bestätigt. 14 Uhr am Flughafen war unser Flug gecancelt, wir kamen in ein hässliches Hotel aus der tiefsten kommunistichen Zeit, verloren einen Tag und flogen am anderen Tag um 9.30 Uhr auf die Isla. Wir hörten von mehreren Cubanern, dass der Flughafen Probleme mit der Beleuchtung hat und daher die Nachmittagflüge meist gecancelt werden, da die Maschinen wieder im Dunkeln nach Havanna fliegen müssen. Eine andere Theorie besagt, dass „Cuba“ das Interesse an der Isla verloren hat, da sie touristisch nicht interessant ist, und die Maschinen bei Bedarf für andere Destinationen mit gut zahlenden Touristen eingesetzt werden. Auf unserem Flug waren wir nur 3 Devisen Touristen. Beim Rückflug von der Isla, geplant 7 Uhr morgens, war die Maschine kaputt, es wurden 2 Ersatzmaschinen mit je 18 Plätzen eingesetzt, es gab aber mehr als 40 Fluggäste. Die Parole war: Familien mit Kinder und Leute mit Anschlussflug am selben Tag kommen auf jeden Fall mit. Beides konnten wir nicht vorweisen. Ich musste lange argumentieren, auch mit unserem verpatzten Hinflug, dass wir als letzte Passagiere mitfliegen durften, der Kapitän sprach das letzte Wort und hatte ein Einsehen. Etliche Kubaner mussten bis zum nächsten Tag warten. Zusammenfassend, lohnt sich der Aufwand für das Tauchen auf der Isla nicht wirklich, auch sonst bietet die Insel touristisch sehr wenig. 4 Sterne für die Tauchplätze und die rustikale Basis, 2 Sterne für An-/Abreise, macht 3 Sterne im Mittel. Der Hauptort Nueva Gerona ist ein verschlafenes Städtchen ohne Devisentouristen, 2 Tage reichen um kubanisches Leben kennenzulernen. In 6 km Entfernung gibt es einen schönen Strand „Paraiso“ mit einer sehr guten kleinen Fischgaststätte. Ca. 2-3 km davon entfernt befinden sich die sehenswerte Gefängnisanlage „Presidio Modelo“ in der 5000 Gefangene gleichzeitig unter strengstem Redeverbot bewacht wurden. Das Gefängnis ist ein 1:1 Nachbau eines Gefängnisses in Illinois, Fertigstellung 1955, und wurde für maximale Effizienz mit minimalem Personalaufwand bei Bewachung und Verköstigung von 5000 Gefangenen gebaut. Man sollte einen Führer mitnehmen, der was dazu erzählt. Fidel, aus einer der reichsten kubanischen Familien stammend, saß als VIP Gefangener in einer Einzelzelle von ca. 1955 bis 59 dort ein. Nach seiner Freilassung führte er die Revolution. Fidel ist immer noch allgegenwärtig.
Leider musste ich eine sehr negative Erfahrung mit der Faro Luna Tauchbasis machen. Bei meinem ersten Jacket waren die Anschlüsse defekt, sodass der Lufteinlass nicht funktionierte. Nach dem Austausch ging es aufs Boot...als ich mit dem Equipment ins Wasser stieg machte sich beim Ventil der Flasche ein ungewöhnliches Zischen breit - Die Weste bzw. die Flasche verlor Luft. Als ich den Tauchguide darauf aufmerksam machte sagte dieser nur, dass das völlig normal sei und dass es aufhört sobald wir auf Tiefe sind. Das dies rein physikalisch recht unwahrscheinlich klang habe ich aufgrund mangelnder Spanischkenntnisse für mich behalten müssen. Der Tauchgang startete durch ein recht anspruchvolles Felslabyrinth und oh Wunder, nach 10 Minuten auf 14 Meter Tiefe hatte ich von anfänglichen 210 bar nur noch 60 bar und musste mir durch ziemlich enge Felsspalte einen Aufstieg suchen. Ich war stinksauer und durfte dann 50 Minuten auf dem Boot auf die anderen warten. Die Krönung war dann die Reaktion des Guides der sagte ich hätte wohl zu viel geatmet obwohl alle hinter mir sagten ich hätte durchgehend Luft am Ventil verloren. Ich schreibe diese Rezension weil dies einfach unverantwortlich und gefährlich ist! Ein unversierter Taucher hätte hier schnell in Probleme geraten können vor allem in einem engen Felslabyrinth. Hierzu sei noch erwähnt, dass auch Taucher dabei waren die an diesem Morgen ihren ersten Schnuppertauchgang hatten. Bezahlt habe ich für den Tauchgang natürlich nicht! Sehr unprofessionelles Verhalten der "Aufsichtsperson", und das ist eigentlich das worüber ich mich am meisten ärgere!
Diese staatlich betriebene Tauchbasis ist die einzige auf der Insel und befindet sich in der Marina, einige Kilometer von den Hotels entfernt. Die Gäste werden morgens gegen 8.10 Uhr kostenlos per Reisebus vom Hotel abgeholt. Achtung, das Hotelpersonal ist ahnungslos. Ihr müsst selbst darauf achten, den richtigen Bus zu nehmen, nämlich den mittelgroßen, nicht den großen Flughafentransferbus. Andernfalls seht ihr vom Boot nur noch kurz die wegstürmende Meute und steht dann alleine da (wie bei mir passiert). Der Chef der Tauchbasis ist meist mit im Bus dabei, ein kleinerer untersetzter mit meist griesgrämigem Gesichtsausdruck. Evtl am Anreisetag kurz vorbeifahren für die Anmeldung (Taxi kostet 5 CUC oneway). Vorzuzeigen ist nur die Tauchlizenz. Tauchunfallversicherung oder Tauchtauglichkeitszeugnis interessiert niemand. Bezahlt wird im Voraus! Tauchpakete sind auch vor Ort zu erwerben (10TG 340 CUC), ich empfehle aber erstmal einen Tag einzeln zu bezahlen, um zu sehen ob ihr mit den Gegebenheiten klar kommt. Es wird nämlich kein Geld erstattet und was bezahlt, ist ist im Zweifel weg. Die Tauchbasis akzeptiert auch Euros (1EUR=1CUC). Die Bank auf der anderen Straßenseite gibt einen besseren Wechselkurs als die Tauchbasis (Pass erforderlich und etwa 30 Minuten Zeit, die Seriennummer jeder Banknote muss notiert werden, also am besten große Scheine mitnehmen) Ich hatte vor Ort den Regulator gemietet. Die erste Stufe war schwer gängig und zog Wasser, die zweite Stufe war zum Glück in Ordnung. Beim nächsten Mal würde ich mir eher in Deutschland einen Regulator leihen und mitnehmen. Das Übergepäck auf dem Inlandsflug von Havanna ist mit 1CUC/kg erschwinglich. Das Tauchen erfolgt von einem Boot. Das Bootsdeck ist komplett überdacht, die erste Hälfte auch windgeschützt. An Bord gibt es gekühltes Wasser inklusive. Das Boot ist stark motorisiert wie ein Schnellboot. Die beiden Guides sprechen spanisch und Englisch. Equipment aufs Boot, ca 20 Minuten Fahrt zum Tauchplatz und währenddessen kurzes Briefing und dann rein ins Wasser. Der Wellengang war im Mai grenzwertig. Für unerfahrene Taucher absolutes No go und alle Nicht-Seebären werfen besser noch im Hotel eine reichliche(!) Dosis Reisetabletten ein. Buddy-checks hab ich keine gesehen, Check Dive gab es auch keinen. Erster Tauchgang endete daher Dank zu wenig Blei und wasserziehender 1. Stufe unrühmlich im Griff zum zugeworfen Rettungsring. Allerdings erst nachdem ich die Crew mit Rufen aufmerksam gemacht hatte. Normalerweise würde ich erwarten, dass man niemand allein zum Boot zurückschickt, wie hier geschehen. Nach dem 1. TG fährt das Boot in ruhigere Gewässer für eine Stunde Oberflächenpause. Danach geht's mit Vollgas zum nächsten Tauchplatz, den ich mir dann gespart habe. Manchmal geht's zum Abschluss noch zu einer ruhigen Insel. Die Crew bietet dann gebratenen Fisch mit Reis für 10 CUC an, um was dazuzuverdienen. Durchaus schmackhaft. Nach dem Essen geht es sofort zurück zur Basis. Abgesehen von Arabern im Ramadan habe ich noch nie Südländer so hektisch erlebt. Der 2. Tauchtag funktionierte besser, diesmal mit genug Blei, mehr Tabletten und schnellem Ausweichen auf die zweite Stufe. Das Boot hat uns nach dem Tauchen direkt aufgesammelt und der Sicherheitsstop war zumindest beim zweiten Tauchplatz Dank verankerter Boje einfach. Strömung gab es keine, dafür wieder starken Wellengang. Den Ausstieg habe ich gerade so ohne zusätzliche Hilfe geschafft. Einige unerfahrene Gäste waren klar überfordert. Zwischendurch gab es einen Regenschauer, den wir abwarten mussten, sonst war der Regen aber unproblematisch. Die Hartkorallen wurden 2001 von einem starken Hurrikan zerstört. Die Unterwasserwelt wirkte ansonsten unberührt. Korallen hauptsächlich flexible Weichkorallen die im Wellengang mitgehen. Nicht sehr farbenfroh. Sichtweite unterschiedlich, bis zu 30m. In 12TG habe ich stellenweise sehr große Fische, Muränen, Königskrabben mit einem Unterarmlänge Durchmesser, Stringrayrochen, einen halbzahmen mittelgroßer Hai, sowie einige andere Haie gesehen. Wenig Kleinfisch. Innerhalb des Saumriffes sind einige flache Tauchplätze mit zahlreichem Korallenbewuchs zu finden, diese sind dann auch vor größerem Wellengang geschützt. Die Tauchplätze außerhalb des Saumriffes sind teilweise nur interessant, weil auf ein Zusammentreffen mit Haien oder anderem Grossfisch gehofft wird. Fazit: Ihr müsst mit Eurem Equipment alleine klar kommen. Im Fehlerfall bei dem Wellengang definitiv nicht lustig. Sicherheitsrelevante Teile besser selbst mitbringen. Der Seegang war nur was für erfahrene Taucher. Laut einem Stammgast ist der Wellengang stark wetterabhängig und war in dieser Zeit für Cayo Largo "durchschnittlich".

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