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Tauchen in Kuba

Karibischer Zauber im sozialistischen Inselstaat: Vieles ist morbid, alt, marode die Freundlichkeit der Menschen und das besondere Flair machen aber auch das wett. Und das Tauchen auf Kuba ist mit seinen Topspots vor den Jardines de la Reina, Cienfuegos, Cayo Largo, Maria la Gorda und Varadero weithin bekannt. Dass nicht alles europäisch perfekt organisiert ist, wird dabei schon fast nebensächlich.

Die letzen Reiseberichte unser Nutzer - immer einen Blick wert:

Wir waren im April 2017 in Play Giron Tauchen. Wir waren sehr zufrieden mit der Tauchbasis. "Wir" sind meine 11 jährige Tochter (jetzt 11 TG) und ich, DM mit 350 TG. Das Personal hat gutes Englisch gesprochen, man wurde morgens (gegen 8:30) mit dem Bus bei seiner Unterkunft abgeholt und zur Tauchbasis neben dem Hotel Giron gebracht. Dort bezahlte man die Tauchgänge (25CUC = 25 Euro pro TG inkl. Equipment) und bekam sein Equipment. Die Mitarbeiter haben ein gutes Auge für größen und Blei gezeigt. Wir hatten unsere eigenen Anzüge, Flossen und Masken, können dazu also nichts sagen. Dei BCDs und Regulator waren älter und ordentlich gebraucht, wir hatten aber trotz einiger kleiner Blasen (eigentlich kamen überall, wo man sich vorstellen konnte, kleinen Blasen) keine Probleme während unserer 6 Tauchgänge. Die Gruppen wurden nach Erfahrung eingeteilt, wir wurden gleich bei der Equipment-Ausgabe gefragt, welche Zertifizierung meine Tochter hätte und wie viele TGs. Man wollte die Zertifizierungen aber nicht sehen. Wir waren natürlich in einer Gruppe mit Anfängern, denn ein Junior-Open-Water-Diver darf nur 12m tief tauchen. Nach zwei TG sind wir aber auch etwas tiefer gegangen, allerdings wurde das vorher mit mir abgesprochen. Die Gruppen waren immer so vier bis sechs Taucher pro Guide. Beim den ersten beiden TGs kam auch noch ein Assistant Instructor mit. Die bildet nach ACUC-Standard aus, einer kanadisch-europäischen Organisation von der ich vorher noch nicht gehört hatte. Allerdings wurde mir von anderen (deutschen) Tauchern berichtet, dass sie noch keine Probleme mit der Zertifizierung von ACUC hatten. Was ich toll fand war, dass alle drei Guides mit denen wir getaucht sind wirklich an uns interessiert waren und nicht nur vernünftige Briefings gemacht haben sondern auch unter Wasser uns Dinge gezeigt haben und auf Probleme (z.B. Druckausgleich) eingegangen sind. Es waren wirklich sehr entspannte und angehneme Tauchgänge. Der Ablauf: Man fährt mit dem Tauchbus zu einer Küste (Strand verbinde ich mit Sand und den gab es dort nicht), macht seinen Kram fertig, geht vom Ufer aus tauchen (es gibt überall Einstiege wo man auch barfuß unbeschadet ins Wasser kommt), macht Pause (ca. 45-60 Minuten), und geht dann noch einmal tauchen. Die Schweinebucht hat einen Dropoff, da kann man schön in allen möglichen Tiefen an der Wand entlang tauchen. Außerdem gab es dort verschiedene kleinere Wracks und einmal sogar einen netten längeren Swim-through. Die Unterwasserwelt ist schön, die Korallengärten waren sehr vielfältig. Es gab nicht so viele Fische wie z.B. im Roten Meer oder in Thailand, aber es gab schon eine Menge zu sehen. Wir haben riesige Hummer gesehen, verschiedene Kofferfische, Rotfeuerfische und viele Korallenfische. Es soll dort auch Schildkröten geben, aber die haben wir nicht gesehen. Vieles ist schon in 2m Tiefe zu sehen, so dass auch die Schnorchler auf ihre Kosten gekommen sind. Mein Mann und unsere jüngere Tochter waren zwei mal mit zum Schnorcheln und fanden es auch klasse. Es gibt nur vier Sterne weil ich nirgendwo einen Sauerstoffkoffer oder einen Evakuierungsplan gesehen habe, und weil das Equipment eben ziemlich alt ist. Insgesamt fand ich das Tauchen dort sehr schön, das ältere Equipment wurde durch eine wirklich nette und aufmerksame Betreuung wettgemacht. Wer eigenes Equipment hat sollte es mit nach Kuba nehmen, ich hatte mir noch eine andere Tauchbasis in Playa Ancon angeschaut und da war das Equipment auch recht abgenutzt.
Ich war schon ein wenig skeptisch als ich die Bretterbude am Zentrum Las Americas gesehen habe. Vertrauenserweckend war diese Tauchbasis nicht wirklich. Aber dennoch wollte ich dem Ganzen mal eine Chance geben, auch wenn mir bis dato das Zertifikat ACUC (American Canadian Underwater Certifications) bisher völlig unbekannt war. Die Preise die das Diving Center Barracuda anbot waren relativ stattlich für ein Land wie Kuba. Knapp 65 Euro für zwei Tauchgänge erschienen mir im Vorfeld ziemlich viel. Doch ich wollte sehen, ob dieser Preis gerechtfertigt ist. Ich buchte also einen Tag beim Barracuda Diving Center in Varadero. Das Buchen verlief erst einmal recht unprofessionell ab. Nach der Zahlung erhielt ich noch nicht einmal eine vernünftige Quittung. Die Abholung am nächsten Morgen vor dem Hotel war aber pünktlich. Das Einchecken in der Basis verlief chaotisch. Es wurde hektisch abgefertigt, ständig nach Breviers gefragt, die aber letztendlich doch keiner kontrolliert hat. Am Ende befanden sich auf dem Boot etliche Taucher, dessen Qualifikation keiner wirklich kannte. Die Ausrüstung die das Barracuda Diving Center zur Ausleihe anbot, war übrigens in einen guten Zustand. Da habe wirklich schon schlimmeres gesehen. Der erste Tauchgang ging zum Patrol Boat 383. Ein russisches Patrolienboot, das 1998 vor Varadero im Atlantik als Tauchspot versenkt wurde. Ein schwerer Sturm im Jahre 2004 ließ das Wrack in zwei Teile zerbrechen. Buddy Einteilung, Buddy Check? Fehlanzeige. Trotz guten Wetters war die Sicht ziemlich beschissen. Nach 3 Metern war schon Schluss. Ich musste schon sehr nahe herantauchen, um überhaupt einen Blick auf das Boot zu erhaschen. Einen Gesamteindruck konnte ich mir bei der schlechten Sicht nicht verschaffen. Kaum aus dem Wasser ging es 30 Minuten später schon wieder runter. Eine Regenerationsphase die ich schon für bedenklich halte. Der zweite Tauchplatz sollte ein Korallenriff sein. Nun ja, da waren tatsächlich einige Korallen aber insgesamt mutete das Naturschauspiel im grünlich schimmernden Wasser etwas erbärmlich an. Fische? Fehlanzeige. Ein netter aber auch langweiliger Spot. Auf dem Boot selber gab es keine Verpflegung. Getränke wurden gegen Bares angeboten aber das war es schon. Auch Essen gab es nur gegen Aufpreis. Und das sollte satte 13 Euro kosten. Das war dann schon mal echt dreist. Für die Summe kann ich schon in Deutschland in einem Restaurant speisen. Service? Eigentlich nicht vorhanden. Sogar die Ausrüstung musste jeder selbst reinigen. Bei einen solchen Preis eigentlich ein Unding. Das Tauchen mit den Barracuda Diving Center war okay, aber nichts für Anfänger. Die Guides waren okay, der Service eine Katastrophe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier absolut nicht. Ich tauche für die Hälfte in Ägypten und das mit Verpflegung. Das Barracuda Diving Center erhält von mir 2 von 6 Flossen. Hier geht es ganz offensichtlich um den schnellen CUC aber nicht um Sicherheit und dem Wohlbefinden des Gastes. Weitere Taucheinheiten ohne Sicht und Fische habe ich mir erspart.
Diese staatlich betriebene Tauchbasis ist die einzige auf der Insel und befindet sich in der Marina, einige Kilometer von den Hotels entfernt. Die Gäste werden morgens gegen 8.10 Uhr kostenlos per Reisebus vom Hotel abgeholt. Achtung, das Hotelpersonal ist ahnungslos. Ihr müsst selbst darauf achten, den richtigen Bus zu nehmen, nämlich den mittelgroßen, nicht den großen Flughafentransferbus. Andernfalls seht ihr vom Boot nur noch kurz die wegstürmende Meute und steht dann alleine da (wie bei mir passiert). Der Chef der Tauchbasis ist meist mit im Bus dabei, ein kleinerer untersetzter mit meist griesgrämigem Gesichtsausdruck. Evtl am Anreisetag kurz vorbeifahren für die Anmeldung (Taxi kostet 5 CUC oneway). Vorzuzeigen ist nur die Tauchlizenz. Tauchunfallversicherung oder Tauchtauglichkeitszeugnis interessiert niemand. Bezahlt wird im Voraus! Tauchpakete sind auch vor Ort zu erwerben (10TG 340 CUC), ich empfehle aber erstmal einen Tag einzeln zu bezahlen, um zu sehen ob ihr mit den Gegebenheiten klar kommt. Es wird nämlich kein Geld erstattet und was bezahlt, ist ist im Zweifel weg. Die Tauchbasis akzeptiert auch Euros (1EUR=1CUC). Die Bank auf der anderen Straßenseite gibt einen besseren Wechselkurs als die Tauchbasis (Pass erforderlich und etwa 30 Minuten Zeit, die Seriennummer jeder Banknote muss notiert werden, also am besten große Scheine mitnehmen) Ich hatte vor Ort den Regulator gemietet. Die erste Stufe war schwer gängig und zog Wasser, die zweite Stufe war zum Glück in Ordnung. Beim nächsten Mal würde ich mir eher in Deutschland einen Regulator leihen und mitnehmen. Das Übergepäck auf dem Inlandsflug von Havanna ist mit 1CUC/kg erschwinglich. Das Tauchen erfolgt von einem Boot. Das Bootsdeck ist komplett überdacht, die erste Hälfte auch windgeschützt. An Bord gibt es gekühltes Wasser inklusive. Das Boot ist stark motorisiert wie ein Schnellboot. Die beiden Guides sprechen spanisch und Englisch. Equipment aufs Boot, ca 20 Minuten Fahrt zum Tauchplatz und währenddessen kurzes Briefing und dann rein ins Wasser. Der Wellengang war im Mai grenzwertig. Für unerfahrene Taucher absolutes No go und alle Nicht-Seebären werfen besser noch im Hotel eine reichliche(!) Dosis Reisetabletten ein. Buddy-checks hab ich keine gesehen, Check Dive gab es auch keinen. Erster Tauchgang endete daher Dank zu wenig Blei und wasserziehender 1. Stufe unrühmlich im Griff zum zugeworfen Rettungsring. Allerdings erst nachdem ich die Crew mit Rufen aufmerksam gemacht hatte. Normalerweise würde ich erwarten, dass man niemand allein zum Boot zurückschickt, wie hier geschehen. Nach dem 1. TG fährt das Boot in ruhigere Gewässer für eine Stunde Oberflächenpause. Danach geht's mit Vollgas zum nächsten Tauchplatz, den ich mir dann gespart habe. Manchmal geht's zum Abschluss noch zu einer ruhigen Insel. Die Crew bietet dann gebratenen Fisch mit Reis für 10 CUC an, um was dazuzuverdienen. Durchaus schmackhaft. Nach dem Essen geht es sofort zurück zur Basis. Abgesehen von Arabern im Ramadan habe ich noch nie Südländer so hektisch erlebt. Der 2. Tauchtag funktionierte besser, diesmal mit genug Blei, mehr Tabletten und schnellem Ausweichen auf die zweite Stufe. Das Boot hat uns nach dem Tauchen direkt aufgesammelt und der Sicherheitsstop war zumindest beim zweiten Tauchplatz Dank verankerter Boje einfach. Strömung gab es keine, dafür wieder starken Wellengang. Den Ausstieg habe ich gerade so ohne zusätzliche Hilfe geschafft. Einige unerfahrene Gäste waren klar überfordert. Zwischendurch gab es einen Regenschauer, den wir abwarten mussten, sonst war der Regen aber unproblematisch. Die Hartkorallen wurden 2001 von einem starken Hurrikan zerstört. Die Unterwasserwelt wirkte ansonsten unberührt. Korallen hauptsächlich flexible Weichkorallen die im Wellengang mitgehen. Nicht sehr farbenfroh. Sichtweite unterschiedlich, bis zu 30m. In 12TG habe ich stellenweise sehr große Fische, Muränen, Königskrabben mit einem Unterarmlänge Durchmesser, Stringrayrochen, einen halbzahmen mittelgroßer Hai, sowie einige andere Haie gesehen. Wenig Kleinfisch. Innerhalb des Saumriffes sind einige flache Tauchplätze mit zahlreichem Korallenbewuchs zu finden, diese sind dann auch vor größerem Wellengang geschützt. Die Tauchplätze außerhalb des Saumriffes sind teilweise nur interessant, weil auf ein Zusammentreffen mit Haien oder anderem Grossfisch gehofft wird. Fazit: Ihr müsst mit Eurem Equipment alleine klar kommen. Im Fehlerfall bei dem Wellengang definitiv nicht lustig. Sicherheitsrelevante Teile besser selbst mitbringen. Der Seegang war nur was für erfahrene Taucher. Laut einem Stammgast ist der Wellengang stark wetterabhängig und war in dieser Zeit für Cayo Largo "durchschnittlich".
Die Tauchbasis Blue Diving befindet sich direkt am Strand des Hotels Melia Cayo Coco. Wenn benötigt, kann die gesamte Ausrüstung vor Ort geliehen werden, die Leihgebühr ist im Preis für den Tauchgang (s.a. Bild) enthalten. Es ist keine Problem die Tauchgänge mittels Master Card oder Visa zu bezahlen. Die Jackets, Scubapro X One, sind allesamt neu, die restliche Ausrüstung ist in einem super Zustand. Getaucht wird mit 12l Aluflaschen, auf Wunsch gibt es auch einige 15l Stahlflaschen. Wer aus Europa sein eigenes Equipment mitbringt, sollte wissen, dass vor Ort der INT Anschluss genutzt wird. Entweder man bring sich einen Adapter mit, ansonsten besteht bei einigen Flaschen auch die Möglichkeit den INT Einsatz zu entfernen. Mindestens 2 mal täglich, 09:30 und 11: 30 Uhr, geht es mit dem Speedboot zu den abwechslungsreichen Tauchplätzen, die Fahrt dauert nur wenige Minuten. Die Gruppe besteht dann aus bis zu 14 Tauchern zuzügliche 2 Guides. Unterwasser zieht sich die Gruppe dann allerdings bis auf Sichtweite auseinander. Zuvor erfolgt ein ausgiebiges Briefing des Tauchplatzes Tropische Fische und Korallen sind garantiert, mit etwas Glück trifft man auch auf Rochen, Schildkröten oder Ammenhaie. Die Aus- und Weiterbildung erfolgt über den kanadischen Verband ACUC. Das Team verbreitet steht gute Laune und hilft bei allen Problemen. Wissen sollte man, das die kubanischen Behörden bei schlechtem Wetter den benötigten Bootsverkehr untersagen. Schlechtes Wetter bedeutet alles ab 14 km/h Wind, auch wenn das Wasser permanente 27 Grad und die Luft 35 Grad warm war.
Wir waren im April 2017 in Play Giron Tauchen. Wir waren sehr zufrieden mit der Tauchbasis. "Wir" sind meine 11 jährige Tochter (jetzt 11 TG) und ich, DM mit 350 TG. Das Personal hat gutes Englisch gesprochen, man wurde morgens (gegen 8:30) mit dem Bus bei seiner Unterkunft abgeholt und zur Tauchbasis neben dem Hotel Giron gebracht. Dort bezahlte man die Tauchgänge (25CUC = 25 Euro pro TG inkl. Equipment) und bekam sein Equipment. Die Mitarbeiter haben ein gutes Auge für größen und Blei gezeigt. Wir hatten unsere eigenen Anzüge, Flossen und Masken, können dazu also nichts sagen. Dei BCDs und Regulator waren älter und ordentlich gebraucht, wir hatten aber trotz einiger kleiner Blasen (eigentlich kamen überall, wo man sich vorstellen konnte, kleinen Blasen) keine Probleme während unserer 6 Tauchgänge. Die Gruppen wurden nach Erfahrung eingeteilt, wir wurden gleich bei der Equipment-Ausgabe gefragt, welche Zertifizierung meine Tochter hätte und wie viele TGs. Man wollte die Zertifizierungen aber nicht sehen. Wir waren natürlich in einer Gruppe mit Anfängern, denn ein Junior-Open-Water-Diver darf nur 12m tief tauchen. Nach zwei TG sind wir aber auch etwas tiefer gegangen, allerdings wurde das vorher mit mir abgesprochen. Die Gruppen waren immer so vier bis sechs Taucher pro Guide. Beim den ersten beiden TGs kam auch noch ein Assistant Instructor mit. Die bildet nach ACUC-Standard aus, einer kanadisch-europäischen Organisation von der ich vorher noch nicht gehört hatte. Allerdings wurde mir von anderen (deutschen) Tauchern berichtet, dass sie noch keine Probleme mit der Zertifizierung von ACUC hatten. Was ich toll fand war, dass alle drei Guides mit denen wir getaucht sind wirklich an uns interessiert waren und nicht nur vernünftige Briefings gemacht haben sondern auch unter Wasser uns Dinge gezeigt haben und auf Probleme (z.B. Druckausgleich) eingegangen sind. Es waren wirklich sehr entspannte und angehneme Tauchgänge. Der Ablauf: Man fährt mit dem Tauchbus zu einer Küste (Strand verbinde ich mit Sand und den gab es dort nicht), macht seinen Kram fertig, geht vom Ufer aus tauchen (es gibt überall Einstiege wo man auch barfuß unbeschadet ins Wasser kommt), macht Pause (ca. 45-60 Minuten), und geht dann noch einmal tauchen. Die Schweinebucht hat einen Dropoff, da kann man schön in allen möglichen Tiefen an der Wand entlang tauchen. Außerdem gab es dort verschiedene kleinere Wracks und einmal sogar einen netten längeren Swim-through. Die Unterwasserwelt ist schön, die Korallengärten waren sehr vielfältig. Es gab nicht so viele Fische wie z.B. im Roten Meer oder in Thailand, aber es gab schon eine Menge zu sehen. Wir haben riesige Hummer gesehen, verschiedene Kofferfische, Rotfeuerfische und viele Korallenfische. Es soll dort auch Schildkröten geben, aber die haben wir nicht gesehen. Vieles ist schon in 2m Tiefe zu sehen, so dass auch die Schnorchler auf ihre Kosten gekommen sind. Mein Mann und unsere jüngere Tochter waren zwei mal mit zum Schnorcheln und fanden es auch klasse. Es gibt nur vier Sterne weil ich nirgendwo einen Sauerstoffkoffer oder einen Evakuierungsplan gesehen habe, und weil das Equipment eben ziemlich alt ist. Insgesamt fand ich das Tauchen dort sehr schön, das ältere Equipment wurde durch eine wirklich nette und aufmerksame Betreuung wettgemacht. Wer eigenes Equipment hat sollte es mit nach Kuba nehmen, ich hatte mir noch eine andere Tauchbasis in Playa Ancon angeschaut und da war das Equipment auch recht abgenutzt.
Ich war schon ein wenig skeptisch als ich die Bretterbude am Zentrum Las Americas gesehen habe. Vertrauenserweckend war diese Tauchbasis nicht wirklich. Aber dennoch wollte ich dem Ganzen mal eine Chance geben, auch wenn mir bis dato das Zertifikat ACUC (American Canadian Underwater Certifications) bisher völlig unbekannt war. Die Preise die das Diving Center Barracuda anbot waren relativ stattlich für ein Land wie Kuba. Knapp 65 Euro für zwei Tauchgänge erschienen mir im Vorfeld ziemlich viel. Doch ich wollte sehen, ob dieser Preis gerechtfertigt ist. Ich buchte also einen Tag beim Barracuda Diving Center in Varadero. Das Buchen verlief erst einmal recht unprofessionell ab. Nach der Zahlung erhielt ich noch nicht einmal eine vernünftige Quittung. Die Abholung am nächsten Morgen vor dem Hotel war aber pünktlich. Das Einchecken in der Basis verlief chaotisch. Es wurde hektisch abgefertigt, ständig nach Breviers gefragt, die aber letztendlich doch keiner kontrolliert hat. Am Ende befanden sich auf dem Boot etliche Taucher, dessen Qualifikation keiner wirklich kannte. Die Ausrüstung die das Barracuda Diving Center zur Ausleihe anbot, war übrigens in einen guten Zustand. Da habe wirklich schon schlimmeres gesehen. Der erste Tauchgang ging zum Patrol Boat 383. Ein russisches Patrolienboot, das 1998 vor Varadero im Atlantik als Tauchspot versenkt wurde. Ein schwerer Sturm im Jahre 2004 ließ das Wrack in zwei Teile zerbrechen. Buddy Einteilung, Buddy Check? Fehlanzeige. Trotz guten Wetters war die Sicht ziemlich beschissen. Nach 3 Metern war schon Schluss. Ich musste schon sehr nahe herantauchen, um überhaupt einen Blick auf das Boot zu erhaschen. Einen Gesamteindruck konnte ich mir bei der schlechten Sicht nicht verschaffen. Kaum aus dem Wasser ging es 30 Minuten später schon wieder runter. Eine Regenerationsphase die ich schon für bedenklich halte. Der zweite Tauchplatz sollte ein Korallenriff sein. Nun ja, da waren tatsächlich einige Korallen aber insgesamt mutete das Naturschauspiel im grünlich schimmernden Wasser etwas erbärmlich an. Fische? Fehlanzeige. Ein netter aber auch langweiliger Spot. Auf dem Boot selber gab es keine Verpflegung. Getränke wurden gegen Bares angeboten aber das war es schon. Auch Essen gab es nur gegen Aufpreis. Und das sollte satte 13 Euro kosten. Das war dann schon mal echt dreist. Für die Summe kann ich schon in Deutschland in einem Restaurant speisen. Service? Eigentlich nicht vorhanden. Sogar die Ausrüstung musste jeder selbst reinigen. Bei einen solchen Preis eigentlich ein Unding. Das Tauchen mit den Barracuda Diving Center war okay, aber nichts für Anfänger. Die Guides waren okay, der Service eine Katastrophe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier absolut nicht. Ich tauche für die Hälfte in Ägypten und das mit Verpflegung. Das Barracuda Diving Center erhält von mir 2 von 6 Flossen. Hier geht es ganz offensichtlich um den schnellen CUC aber nicht um Sicherheit und dem Wohlbefinden des Gastes. Weitere Taucheinheiten ohne Sicht und Fische habe ich mir erspart.

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