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Tauchen in Mexiko

Islas Mujeres und Cenoten sind zwei Schlüsselwörter, wenn es um Tauchen in Mexico geht. Die Isla Mujeres hat zwei weltbekannte Topspot mit dem Bronzekreuz und der Höhle der schlafenden Haie. Die Cenoten sind das größte unterirdische Flusssystem der Welt. Diese versteckt im Urwald liegenden Süsswasserhöhlen bieten einmalige und spektakuläre Tauchgänge in eine andere Welt.

Und falls ihr noch nach einem guten Reiseangebot für Mexiko sucht - schaut einfach mal in diesen Vergleich.

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Schon im Januar hatten wir Bettina & Dirk auf der Boot in Düsseldorf kennen gelernt und fanden beide gleich im ersten Moment sehr sympathisch. Darum haben wir kurzentschlossen gebucht und ich muss sagen wir wurden nicht enttäuscht. Der gebuchte Pickup am Airport lief reibungslos und unser Hotel in Stadt das las Golondrinas war sauber obwohl schon ein wenig in die Jahre gekommen. Dirk war jeden Morgen pünktlich da um uns zur "weltbesten Takkobude" zu geleiten und nach dem Frühstück ging es dann in den Jungle zum Cenoten tauchen. Es war Atemberaubend!!! Dirk hat uns echt save durch die Cenoten geleitet mein Freund und ich waren anfangs ein wenig nervös aber die Nervosität ging schnell vorbei im Angesicht von Stalaktiten und Stalagmiten und und und... Dank Dirk's und Roman's ausführlichen Briefings wurden wir ganz schnell vom Cenoten-Virus infiziert und Dirk konnte mit uns ein paar abgelegene Orte besuchen sowie die "Mundo Maya Tour" Starten. Was nach seiner Aussage nicht so oft im Jahr vor kommt. Auch um die Ausrüstung mussten wir uns nicht kümmern, jeden Morgen war alles sauber in den bereitgestellten Taschen. Selbst die Besuche an den Mayastätten waren von Dirk stets perfekt organisiert. Wenn er uns nicht selbst rumführen konnte, hat er uns einen sehr guten Guide organisiert. Tipp: Chitchen Itza mit Don Elmar und die Grutas de Luul Tuun mit Pablo! Einfach Dirk danach fragen… Alles in allem 14 Tage Urlaub mit Indiana Johns Feeling! Leider können wir keine 6 Sterne vergeben… Eins steht jedenfalls fest, wenn Cenoten, dann mit Dirk, Bettina und seinem Team!
Tauchreise Mexiko Liebe Foristen, gerne berichten wir Euch von unseren Erlebnissen an Mexikos karibischer Küste. Wir haben dort gute 2 Wochen verbracht und in der ersten Woche die Cenoten betaucht, um dann auf Cozumel überzusetzen. Angenehmer Flug von DUS nach CAN mit Eurowings. Gebucht hatten wir die Premiumoption für mehr Beinfreiheit und höherem Gewichtslimit für unser Tauchgepäck. Schon von D aus hatten wir für EUR 25o,- einen Mietwagen bei MEX gebucht - was sich für uns sehr gelohnt hat, da wir an einem tauchfreien Tag auch die Kultstätten von Chichen Itza besuchten. Auf die Fahrerei muss man sich etwas einstellen und stets aufmerksam sein. Die Mexikaner sind entspannt unterwegs, ändern allerdings gerne die Fahrtrichtung abrupt und ohne zu blinken. Auf der mehrspurigen Straße von Cancun nach Tulum wird gerne auch rechts überholt, ohne dass sich jemand aufregt. Hier gelten durchgängig irgendwelche Speed Limits, die von den Einheimischen konsequent ignoriert werden - egal ob 3o, 5o oder 8o: man fährt eigentlich immer um die hundert kmh. Doch Vorsicht: Motorradpolizei macht dennoch Jagd auf arglose Touris, möglicherweise wegen der verlockenden Aussicht auf Bares, mit dem man sich rasch freikaufen kann. Wir wurden tatsächlich mal erwischt, konnten uns aber rausreden (wobei der Gute allerdings kein Wort Englisch verstand). Besondere Vorausschau gilt den zahlreichen und fiesen Speed Bumps, die besonders nachts recht unvermittelt und oft ohne Vorwarnung auftauchen. Generell haben wir unter den schwülheißen Temperaturen ziemlich gelitten. Zur Zeit unseres Aufenthalts waren das immer deutlich über 3o° mit höchster Luftfeuchtigkeit. Immer wieder mal hat es kurz geregnet. Nachts kühlt es nur unmerklich ab, weshalb es sich nur mit AC schlafen lässt. Irgendwelche größeren Aktivitäten im Freien - natürlich außer der Taucherei - haben wir daher schnell bleiben lassen. Ständig ist man auf der Suche nach Schatten. Cenotentauchen Wir wohnten sehr günstig in einem recht ruhigen Außenbezirk von Playa del Carmen in einem Apartmenthaus des Hotels Casa Ejido, was wir Euch vorbehaltlos weiterempfehlen können. Guter Standard mit gutem Zimmerservice, gute Betten, mit Kochzeile und Balkon, sauber. Den täglichen Kleinbedarf deckten wir in einem der zahlreichen Oxxo-Läden, die es überall zu geben scheint. In der Umgebung fanden wir mehrere nette und auch ursprüngliche Kneipen. Wir waren froh, etwas außerhalb zu wohnen, denn in Downtown Playa regiert der US-amerikanisch geprägte Massentourismus mit all seinen garstigen Begleiterscheinungen. Auf der sog. 'Fifth Avenue' steppt der Bär. Ohne weiter ins Detail zu gehen: dort ist es laut, unecht und zumindest für uns vollkommen abstoßend. Geführte Ausflüge zu den Cenoten haben wir bereits in D bei Dirk Penzel (Cenote Divers) gebucht. Im Preis enthalten waren Tanks, Fahrten, Eintritte, kleiner Mittagsimbiss, Pflege der Ausrüstung. Nicht alle Cenotenziele kosten gleich. Wir wurden jeden Morgen vom jeweiligen Guide mit einem Pickup am Hotel abgeholt. Obligatorisch war dann der Stopp bei einer typischen und absolut tourifreien Taco-Bude. Dort gabs - kaum zu glauben: Tacos! - mit einer immensen Auswahl exotischer Füllungen, Fruchtsäften und feinem mit Zimt aromatisiertem Kaffee. Dieses Frühstück war bestimmt eines der zahlreichen Highlights unseres Urlaubs. Große Klasse. Alle neun von uns besuchten Cenoten liegen nahe der Straße zwischen Playa und Tulum. Oft sind sie durch unbefestigte Zufahrten durch den Dschungel erschlossen, Nasenbären, Leguane und Taranteln kreuzen den Weg. Man hält dann am Zugang, der einen mehr oder weniger offiziellen Charakter hat. Hier meldet man sich an und bezahlt den Eintritt. Manche Cenotenbesitzer erheben eine besondere Gebühr für Kameras, wobei GoPros stets free of charge sind. Kurz vor den eigentlichen Einstiegen gibt es dann meist gut möblierte Parkplätze mit Tischen, auf denen sich das Equipment bequem zusammenbauen lässt. Oft ist die unmittelbare Umgebung der Cenoten sehr ansprechend, funktional und geschmackvoll gestaltet, manchmal gibt es auch WCs und Duschen, die in traditionell gebauten Holzhütten untergebracht sind. Lichtstahlen dringen durch das üppige Blätterdach, man hört ungewohnte Vogelstimmen und andere Geräusche des Waldes. Zur Cenote führen dann harmonisch in die Landschaft eingefügte Holzstege und Steinstufen. Das Kavernentauchen selber ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Wer das Staunen noch nicht verlernt hat, wird von diesen ungeahnten Welten ungeheuer beeindruckt sein. Hier ist alles neu. Was wir beide noch niemals in dieser Form erlebt haben: das kristallklare kühle Wasser, schräg einfallende Lichtstrahlen, enge felsige finstere Tunnel und sich plötzlich weitende Räume - Hallen voller Tropfsteingirlanden mit Stalagmiten, die ihnen vom Boden aus entgegenwachsen. In der Tiefe die schlierige Sprungschicht, die das Frisch- vom Salzwasser trennt. Da hineintauchen - die unvermittelte Wärme und den höheren Auftrieb am ganzen Körper spüren. Ungewohnte Felsformationen, vorbeihuschend im Lichtkegel der Taschenlampe. Und dann das 'Heimkommen' zu dem Platz, wo die Reise 6o Minuten zuvor begonnen hat. Spiele des Sonnenlichts. Das schillernde Abbild der Mangrovenwurzeln und Baumkronen im blauen Wasser. Und dann wieder dieses furchtbar schwer Werden beim Rausklettern. Wär ich kein Taucher, dann würde ich sagen: atemberaubend! Und: die Bat-Line-Route der Cenote Dos Ojos ('zwei Augen'). Nach zwei Dritteln des Tauchgangs findet man sich wieder in einem großen luftgefüllten Hohlraum. Durch ein winziges Loch dringt ein messerscharfer Lichtstrahl nach innen, erhellt einen kreisrunden Fleck auf der finsteren Wasserfläche. Die Höhlendecke besetzt mit kleinen Stalagtiten. Und im Schein unserer Lampen tatsächlich flatternde Fledermäuse, die sich ihren Platz suchen bei Dutzenden Artgenossen, die schon ganz entspannt kopfüber zwischen den Tropfsteinen hängen. Die Tauchtiefen bewegen sich durchweg zwischen etwa 5 und 15 Metern. Nur in El Pit gehts wesentlich tiefer hinab. Kleiner technischer Tipp für Cenoten mit Brackwasser wie zum Beispiel 'Casa Cenote': hier zwei Kilo mehr Blei auflegen, um unvermittelte (der Salzgehalt wechselt während des TGs) Pop-ups zu vermeiden. Fini und Oktopus eng am Körper, Lampe mit einer Schnur gesichert, Frogkick nach Möglichkeit, Messer verboten. Das Wasser (25-26°) ist keimbelastet, deshalb sollte man sich nach jedem Tauchgang die Ohren mit Wasser aus der Flasche spülen. Wir beide haben das allerdings stets 'vergessen'. Die Quittung für beide: eine lästige Entzündung des äußeren Gehörgangs ..... Besonderer Hinweis zur Cenote Kukul Kan: Kameras und auch GoPros sind kategorisch verboten. Denn hier regiert Viktor, der die alleinige Lizenz zum Fotografieren hat. Was wir zunächst wenig sexy fanden. Viktor taucht quasi parallel (erstaunlicherweise ohne Lampe, ist sozusagen unsichtbar) und macht Fotos und Clips von allen vorbeistrampelnden Wesen. Die Ergebnisse bekommt man dann auf einem Laptop direkt nach dem Tauchgang vorgeführt. Für akzeptables Geld kann man sie dann erwerben und gleich auf einer Chipkarte mitnehmen. Kein Zweifel: die Qualität ist exzellent. Sowas kriegt man selber nur hin, wenn man Fotoprofi ist, beste Ausrüstung verwendet, die Lichtverhältnisse und die richtigen Kamera- und Blitzsettings für diese Cenote genauestens kennt. Und Viktor akzeptiert tatsächlich Visa. Mitten im Dschungel. Von ihm haben wir unsere schönsten Cenotenfotos. Ein wirklich fairer Deal. Cenotenguides Schon bei unserer Buchung hatten wir verbindlich vereinbart, dass wir in den Cenoten von Dirk Penzel geführt werden, dem Inhaber von Cenote Diving. Leider stellte sich heraus, dass er uns wohl nicht eingeplant hat. Trotz Vorauszahlung. Hm. Stattdessen waren wir mit zwei anderen von ihm beauftragten Guides unterwegs. Roman (dessen Nachnamen wir leider nicht erfragt hatten): Er ist Deutscher, der schon seit 2o Jahren in Mexiko lebt. Roman ist sympathisch, hochkompetent und mit sämtlichen Gepflogenheiten und Örtlichkeiten vertraut. Er hat uns bestens auf die Tauchgänge vorbereitet und gut und sicher geführt. Im Hinblick auf die UW-Fotografie hat er uns wertvolle Tipps gegeben. Roman können wir Euch besten Gewissens als qualifizierten und angenehmen Guide empfehlen. Davide Michelli: nicht nur des Namens, sondern auch des Wesens nach ein echter Italiener, hat er uns als Guide mit seinen vielfältigen Interessen und seiner hohen Kompetenz im Hinblick auf die Cenoten überrascht. Davide gab uns zunächst sehr willkommene Hinweise zur Tariertechnik beim Kavernentauchen (die tatsächlich vom Freiwassertauchen abweicht) und zur Schwimmtechnik. Vor jedem Tauchgang bereitete er uns auf das Besondere vor, was wir gerade dort genauer betrachten sollten. Die komplizierten Abläufe der chemischen Mineralienbildung hat er uns verständlich mit Schaubildern und Zeichnungen erklärt, um uns dann während des Tauchgangs gezielt darauf hinzuweisen. Daher sahen wir Dinge, die wir sonst überhaupt nicht beachtet hätten. Und wir können sagen, dass wir dadurch wahre Wunder erblickt haben. Auch abseits aller taucherischen Belange hatten wir viel Spaß mit Davide. Garantiert einer der Besten seines Fachs. Unbedingt empfehlenswert! Cenote Diving: So sehr wir von der Professionalität unserer beiden Guides angetan waren, so waren wir im gleichen Maße enttäuscht von den Leistungen von Cenote Diving. Leider muss ich dazu eine Aufzählung beginnen: ___Atemgas: Auf unsere zufällige Frage am dritten Tag sagte man uns, die Tanks seien mit Nitrox "mit etwa 32 %" befüllt. Da waren wir recht baff, hatten wir doch mit Luft gerechnet und unsere Rechner entsprechend gesettet. Ein Prüfgerät stand nicht zur Verfügung. Dass auch keiner unsere Nitrox-Brevets sehen wollte: geschenkt. Aber dass ein Tauchgang in der Cenote El Pit auf 32 Meter ging, hat uns schon recht nachdenklich gemacht. Wie kann man derart von weltweit akzeptierten Standards abweichen und seine Kunden im Unklaren lassen über das verwendete Gas? ___Ausrüstung: Gleich zu Beginn wurde uns zugesichert, man kümmere sich umfassend um unsere (eigene) Ausrüstung. Was leider nicht geschehen ist. Nach dem jeweils zweiten TG des Tages packten wir unsere Ausrüstung in enge schwarze Nylontaschen - um sie am nächsten Morgen so wieder rauszuziehen, wie wir sie reingestopft hatten. Bis dahin (auch während eines tauchfreien Tages) hat also alles verschlossen in dem feuchtheißen Klima vor sich hingedampft: BCD, Regler, klatschnasser Neopren. Der Mief beim Öffnen war entsprechend. Nicht nur in technischer, sondern auch in hygienischer Hinsicht ist das schon recht bedenklich, denn bekanntermaßen ist das Cenotenwasser keimbelastet. Schließlich haben wir dann wenigstens die Neoprens mitgenommen, im Bad gespült und getrocknet. Dass das auch anders geht, haben wir in der zweiten Woche auf Cozumel erfahren. BTW: unnötig zu sagen, dass die Preise von Cenote Diving nicht wirklich zu den Sonderangeboten gehören. ___Zahlungsmodalitäten: konnten wir unsere Anzahlung noch problemlos auf ein Konto überweisen, war das am Ende unserer Cenotentage anders. Optionen: PayPal und Karte zu je 5 % oder in bar. Also die gebündelten Pesos auf den Tisch. Womit eine stundenlange Odyssee quer durch Playa seinen Anfang nahm. Google Maps raus und ATMs gesucht. Fazit: mindestens jeder dritte Geldautomat ist kaputt. Wenn einer funktioniert, dann hat er ein niedriges Tageslimit. Nach sieben Abhebungen und vielen Kilometern in der Hitze war es dann geschafft. Gut, dass wir dazu ein Auto und zufälligerweise freie Zeit hatten. Eine neue Erfahrung. Selbstverständlich haben wir den Inhaber freundlich auf diese Unzulänglichkeiten angesprochen. Leider aber hatte er dafür kein offenes Ohr - was auch der Grund dafür ist, dass wir diese Eindrücke nun hier publizieren. Gleichfalls irritierend empfanden wir seine Einschätzung zu Cozumel, unserem nächsten Ziel. Er meinte, das Tauchen dort lohne sich nicht. Es gäbe nichts Besonderes zu sehen und außerdem würden die dortigen Guides ihre Leistungen überteuert anbieten. Wenn man Ägypten kenne, würde man auf Cozumel nichts Neues entdecken können. Wir haben leider keine Ahnung, was ihn zu solcher Einschätzung gebracht hat. Aber da wir Ägypten recht gut kennen, hatten wir uns tatsächlich damit abgefunden, dass Cozumel nun ein Flop werden würde. Cozumel Zunächst: vom in den Medien vielkolportierten Algenproblem haben wir nicht das Geringste gemerkt. Allerdings wurden verschiedene Riffe von der lokalen Nationalparkbehörde kurz vor unserer Ankunft für das Tauchen gesperrt, unter anderem auch Teile des berühmten Palancar-Riffs mit seinen besonderen Korallenformationen. Da rutschte uns gleich das Herz noch tiefer in die Hose. Der genaue Grund für diese Maßnahme blieb bis zum Schluss unseres Aufenthalts unklar. Wir haben sonntags die Autofähre genommen (problemlos, 5oo Pesos) Die Taucherei für Cozumel hatten wir schon von D aus bei Volker Pohl von Aquamarinas gebucht. Er besuchte uns am Abend unserer Ankunft, hat uns gut gebrieft und die Ausrüstung mitgenommen. Volker hat kein eigenes Boot, sondern bucht ein entsprechendes Kontingent bei einem freiberuflichen Skipper. Das heißt, dass in aller Regel auch andere Tauchgruppen mit ihren Guides mitfahren. Über die Tauchziele einigt man sich dann gemeinschaftlich. Die Crews dieser Boote sind durchweg sehr freundlich, aufeinander eingespielt und hilfsbereit. In der Pause zwischen den beiden TGs servieren sie ein nettes leichtes Buffet mit lokalen Zutaten. Das jeweilige Boot holte uns von der Hotelpier ab. Man taucht durchweg an den knapp vorgelagerten Innen- und Außenriffen, recht nahe bei den Stränden. Wir hatten durchweg eine leichte bis mittlere Strömung. Man hüpft also rein, taucht seine Zeit, setzt eine Boje und wird dann vom Boot wieder aufgegabelt. Das Wasser hat bis zu 31 shortygeeignete Grad. Man macht zwei TGs, wobei das Boot zwischendrin an einen anderen Tauchspot versetzt. Die Pause - sie ist leider recht kurz, dauert etwa eine Stunde - verbringt man an einem Steg oder auf dem Boot. Durch sein Arrangement und die Beteiligung anderer Gruppen hat Volker Pohl wenig Einfluss auf die Länge dieser Oberflächenpause. Das heißt, dass man besonders beim zweiten TG unbedingt auf seine verbleibende Nullzeit achten sollte, zumal mit Luft getaucht wird. Hat man etwa einen sehr konservativ rechnenden Computer am Arm, muss man am Ende doch mal das eine oder andere Bar opfern - und halt in Gottesnamen den Daumen heben. Die Tauchspots von Cozumel sind vielgestaltig und sehr eindrücklich. Man findet vor den Riffen flachen, vielfach bevölkerten Grund, aber auch wild gezackte und zerklüftete Formationen an der Riffkante. Dank zahlreicher Löcher, Tunnel und weiter Durchlässe ist das Tauchen spannend und abwechslungsreich. Man bewegt sich in Tiefen bis maximal um die 25 Meter. Die Fauna ist artenreich - mit Zackenbarschen, enormen Langusten und Krebsen, Ammenhaien, großen Rochen und Barracudas haben wir ja gerechnet. Aber bestimmt nicht mit solch pittoresken Wesen wie etwa dem Tüpfel-Ritterfisch oder dem Korallen-Krötenfisch (den gibts tatsächlich nur dort). Manche der zahllosen Viecher kennen wir zwar aus dem Roten Meer, bei Cozumel sind sie aber wesentlich größer und farblich differenzierter - wie etwa die Papageienfische - so richtig arrogant-snobistische Schönies, die sich direkt vor der Maske in Pose werfen. Sehr eindrücklich sind auch Cedral Wall und die Santa Rosa Wall, letztere ein beindruckender enorm dichtbesiedelter Drop-off. Unser Cozumelguide Volker Pohl, ein leiser ruhiger Mann um die Sechzig, hat uns vieles erklärt, hat uns manches zugänglich gemacht, was uns sonst verborgen geblieben wäre. Volker ist diplomierter Biologe und kennt ganz genau die Welt, in der er sich zusammen mit seinen Gästen bewegt. Kennt jedes Getier, dessen Verhalten und individuellen Lebensraum. Erfühlt die Strömungen und deren Stärke. Erzählt von den Hurricaines und den Spuren, die sie hinterlassen, auch an den Riffen. Volker lebt seit vielen Jahren auf Cozumel. Das merkt man. Er hat uns sehr beeindruckt, denn er liefert nicht nur eine anonyme Dienstleistung ab, sondern möchte offensichtlicherweise, dass Taucher etwas mehr mit nach Hause nehmen können. Auf unsere Beschränkungen ist er stets eingegangen, unsere Ausrüstung war bei ihm in besten Händen. Und - man glaubt es kaum - sein Honorar kann man ganz einfach überweisen. Das Highlight: nach dem letzten Dive kriegt man ein persönliches Logbuch von ihm in die Hand gedrückt - mit allen gängigen Angaben. Und dazu eine minutiöse Aufzählung sämtlichen Getieres, das einem während des jeweiligen Tauchgangs begegnet ist. Selbstredend mit den präzisen zoologischen Bezeichnungen. "damit ihr später eure Fotos besser zuordnen könnt" sagt er. Fantastisch - und auf diesem Wege nochmal herzlichen Dank dafür, Volker. Spielst zweifellos in einer eigenen Liga. So. Wer bis hierher gelesen hat, ist mittlerweile bestimmt in der Deko. Wir hoffen, dass wir Euch die eine oder andere interessante Info über Cenoten und Cozumel liefern konnten! Lutz & Billy
Tauchreise Mexiko Liebe Foristen, gerne berichten wir Euch von unseren Erlebnissen an Mexikos karibischer Küste. Wir haben dort gute 2 Wochen verbracht und in der ersten Woche die Cenoten betaucht, um dann auf Cozumel überzusetzen. Angenehmer Flug von DUS nach CAN mit Eurowings. Gebucht hatten wir die Premiumoption für mehr Beinfreiheit und höherem Gewichtslimit für unser Tauchgepäck. Schon von D aus hatten wir für EUR 25o,- einen Mietwagen bei MEX gebucht - was sich für uns sehr gelohnt hat, da wir an einem tauchfreien Tag auch die Kultstätten von Chichen Itza besuchten. Auf die Fahrerei muss man sich etwas einstellen und stets aufmerksam sein. Die Mexikaner sind entspannt unterwegs, ändern allerdings gerne die Fahrtrichtung abrupt und ohne zu blinken. Auf der mehrspurigen Straße von Cancun nach Tulum wird gerne auch rechts überholt, ohne dass sich jemand aufregt. Hier gelten durchgängig irgendwelche Speed Limits, die von den Einheimischen konsequent ignoriert werden - egal ob 3o, 5o oder 8o: man fährt eigentlich immer um die hundert kmh. Doch Vorsicht: Motorradpolizei macht dennoch Jagd auf arglose Touris, möglicherweise wegen der verlockenden Aussicht auf Bares, mit dem man sich rasch freikaufen kann. Wir wurden tatsächlich mal erwischt, konnten uns aber rausreden (wobei der Gute allerdings kein Wort Englisch verstand). Besondere Vorausschau gilt den zahlreichen und fiesen Speed Bumps, die besonders nachts recht unvermittelt und oft ohne Vorwarnung auftauchen. Generell haben wir unter den schwülheißen Temperaturen ziemlich gelitten. Zur Zeit unseres Aufenthalts waren das immer deutlich über 3o° mit höchster Luftfeuchtigkeit. Immer wieder mal hat es kurz geregnet. Nachts kühlt es nur unmerklich ab, weshalb es sich nur mit AC schlafen lässt. Irgendwelche größeren Aktivitäten im Freien - natürlich außer der Taucherei - haben wir daher schnell bleiben lassen. Ständig ist man auf der Suche nach Schatten. Cenotentauchen Wir wohnten sehr günstig in einem recht ruhigen Außenbezirk von Playa del Carmen in einem Apartmenthaus des Hotels Casa Ejido, was wir Euch vorbehaltlos weiterempfehlen können. Guter Standard mit gutem Zimmerservice, gute Betten, mit Kochzeile und Balkon, sauber. Den täglichen Kleinbedarf deckten wir in einem der zahlreichen Oxxo-Läden, die es überall zu geben scheint. In der Umgebung fanden wir mehrere nette und auch ursprüngliche Kneipen. Wir waren froh, etwas außerhalb zu wohnen, denn in Downtown Playa regiert der US-amerikanisch geprägte Massentourismus mit all seinen garstigen Begleiterscheinungen. Auf der sog. 'Fifth Avenue' steppt der Bär. Ohne weiter ins Detail zu gehen: dort ist es laut, unecht und zumindest für uns vollkommen abstoßend. Geführte Ausflüge zu den Cenoten haben wir bereits in D bei Dirk Penzel (Cenote Divers) gebucht. Im Preis enthalten waren Tanks, Fahrten, Eintritte, kleiner Mittagsimbiss, Pflege der Ausrüstung. Nicht alle Cenotenziele kosten gleich. Wir wurden jeden Morgen vom jeweiligen Guide mit einem Pickup am Hotel abgeholt. Obligatorisch war dann der Stopp bei einer typischen und absolut tourifreien Taco-Bude. Dort gabs - kaum zu glauben: Tacos! - mit einer immensen Auswahl exotischer Füllungen, Fruchtsäften und feinem mit Zimt aromatisiertem Kaffee. Dieses Frühstück war bestimmt eines der zahlreichen Highlights unseres Urlaubs. Große Klasse. Alle neun von uns besuchten Cenoten liegen nahe der Straße zwischen Playa und Tulum. Oft sind sie durch unbefestigte Zufahrten durch den Dschungel erschlossen, Nasenbären, Leguane und Taranteln kreuzen den Weg. Man hält dann am Zugang, der einen mehr oder weniger offiziellen Charakter hat. Hier meldet man sich an und bezahlt den Eintritt. Manche Cenotenbesitzer erheben eine besondere Gebühr für Kameras, wobei GoPros stets free of charge sind. Kurz vor den eigentlichen Einstiegen gibt es dann meist gut möblierte Parkplätze mit Tischen, auf denen sich das Equipment bequem zusammenbauen lässt. Oft ist die unmittelbare Umgebung der Cenoten sehr ansprechend, funktional und geschmackvoll gestaltet, manchmal gibt es auch WCs und Duschen, die in traditionell gebauten Holzhütten untergebracht sind. Lichtstahlen dringen durch das üppige Blätterdach, man hört ungewohnte Vogelstimmen und andere Geräusche des Waldes. Zur Cenote führen dann harmonisch in die Landschaft eingefügte Holzstege und Steinstufen. Das Kavernentauchen selber ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Wer das Staunen noch nicht verlernt hat, wird von diesen ungeahnten Welten ungeheuer beeindruckt sein. Hier ist alles neu. Was wir beide noch niemals in dieser Form erlebt haben: das kristallklare kühle Wasser, schräg einfallende Lichtstrahlen, enge felsige finstere Tunnel und sich plötzlich weitende Räume - Hallen voller Tropfsteingirlanden mit Stalagmiten, die ihnen vom Boden aus entgegenwachsen. In der Tiefe die schlierige Sprungschicht, die das Frisch- vom Salzwasser trennt. Da hineintauchen - die unvermittelte Wärme und den höheren Auftrieb am ganzen Körper spüren. Ungewohnte Felsformationen, vorbeihuschend im Lichtkegel der Taschenlampe. Und dann das 'Heimkommen' zu dem Platz, wo die Reise 6o Minuten zuvor begonnen hat. Spiele des Sonnenlichts. Das schillernde Abbild der Mangrovenwurzeln und Baumkronen im blauen Wasser. Und dann wieder dieses furchtbar schwer Werden beim Rausklettern. Wär ich kein Taucher, dann würde ich sagen: atemberaubend! Und: die Bat-Line-Route der Cenote Dos Ojos ('zwei Augen'). Nach zwei Dritteln des Tauchgangs findet man sich wieder in einem großen luftgefüllten Hohlraum. Durch ein winziges Loch dringt ein messerscharfer Lichtstrahl nach innen, erhellt einen kreisrunden Fleck auf der finsteren Wasserfläche. Die Höhlendecke besetzt mit kleinen Stalagtiten. Und im Schein unserer Lampen tatsächlich flatternde Fledermäuse, die sich ihren Platz suchen bei Dutzenden Artgenossen, die schon ganz entspannt kopfüber zwischen den Tropfsteinen hängen. Die Tauchtiefen bewegen sich durchweg zwischen etwa 5 und 15 Metern. Nur in El Pit gehts wesentlich tiefer hinab. Kleiner technischer Tipp für Cenoten mit Brackwasser wie zum Beispiel 'Casa Cenote': hier zwei Kilo mehr Blei auflegen, um unvermittelte (der Salzgehalt wechselt während des TGs) Pop-ups zu vermeiden. Fini und Oktopus eng am Körper, Lampe mit einer Schnur gesichert, Frogkick nach Möglichkeit, Messer verboten. Das Wasser (25-26°) ist keimbelastet, deshalb sollte man sich nach jedem Tauchgang die Ohren mit Wasser aus der Flasche spülen. Wir beide haben das allerdings stets 'vergessen'. Die Quittung für beide: eine lästige Entzündung des äußeren Gehörgangs ..... Besonderer Hinweis zur Cenote Kukul Kan: Kameras und auch GoPros sind kategorisch verboten. Denn hier regiert Viktor, der die alleinige Lizenz zum Fotografieren hat. Was wir zunächst wenig sexy fanden. Viktor taucht quasi parallel (erstaunlicherweise ohne Lampe, ist sozusagen unsichtbar) und macht Fotos und Clips von allen vorbeistrampelnden Wesen. Die Ergebnisse bekommt man dann auf einem Laptop direkt nach dem Tauchgang vorgeführt. Für akzeptables Geld kann man sie dann erwerben und gleich auf einer Chipkarte mitnehmen. Kein Zweifel: die Qualität ist exzellent. Sowas kriegt man selber nur hin, wenn man Fotoprofi ist, beste Ausrüstung verwendet, die Lichtverhältnisse und die richtigen Kamera- und Blitzsettings für diese Cenote genauestens kennt. Und Viktor akzeptiert tatsächlich Visa. Mitten im Dschungel. Von ihm haben wir unsere schönsten Cenotenfotos. Ein wirklich fairer Deal. Cenotenguides Schon bei unserer Buchung hatten wir verbindlich vereinbart, dass wir in den Cenoten von Dirk Penzel geführt werden, dem Inhaber von Cenote Diving. Leider stellte sich heraus, dass er uns wohl nicht eingeplant hat. Trotz Vorauszahlung. Hm. Stattdessen waren wir mit zwei anderen von ihm beauftragten Guides unterwegs. Roman (dessen Nachnamen wir leider nicht erfragt hatten): Er ist Deutscher, der schon seit 2o Jahren in Mexiko lebt. Roman ist sympathisch, hochkompetent und mit sämtlichen Gepflogenheiten und Örtlichkeiten vertraut. Er hat uns bestens auf die Tauchgänge vorbereitet und gut und sicher geführt. Im Hinblick auf die UW-Fotografie hat er uns wertvolle Tipps gegeben. Roman können wir Euch besten Gewissens als qualifizierten und angenehmen Guide empfehlen. Davide Michelli: nicht nur des Namens, sondern auch des Wesens nach ein echter Italiener, hat er uns als Guide mit seinen vielfältigen Interessen und seiner hohen Kompetenz im Hinblick auf die Cenoten überrascht. Davide gab uns zunächst sehr willkommene Hinweise zur Tariertechnik beim Kavernentauchen (die tatsächlich vom Freiwassertauchen abweicht) und zur Schwimmtechnik. Vor jedem Tauchgang bereitete er uns auf das Besondere vor, was wir gerade dort genauer betrachten sollten. Die komplizierten Abläufe der chemischen Mineralienbildung hat er uns verständlich mit Schaubildern und Zeichnungen erklärt, um uns dann während des Tauchgangs gezielt darauf hinzuweisen. Daher sahen wir Dinge, die wir sonst überhaupt nicht beachtet hätten. Und wir können sagen, dass wir dadurch wahre Wunder erblickt haben. Auch abseits aller taucherischen Belange hatten wir viel Spaß mit Davide. Garantiert einer der Besten seines Fachs. Unbedingt empfehlenswert! Cenote Diving: So sehr wir von der Professionalität unserer beiden Guides angetan waren, so waren wir im gleichen Maße enttäuscht von den Leistungen von Cenote Diving. Leider muss ich dazu eine Aufzählung beginnen: ___Atemgas: Auf unsere zufällige Frage am dritten Tag sagte man uns, die Tanks seien mit Nitrox "mit etwa 32 %" befüllt. Da waren wir recht baff, hatten wir doch mit Luft gerechnet und unsere Rechner entsprechend gesettet. Ein Prüfgerät stand nicht zur Verfügung. Dass auch keiner unsere Nitrox-Brevets sehen wollte: geschenkt. Aber dass ein Tauchgang in der Cenote El Pit auf 32 Meter ging, hat uns schon recht nachdenklich gemacht. Wie kann man derart von weltweit akzeptierten Standards abweichen und seine Kunden im Unklaren lassen über das verwendete Gas? ___Ausrüstung: Gleich zu Beginn wurde uns zugesichert, man kümmere sich umfassend um unsere (eigene) Ausrüstung. Was leider nicht geschehen ist. Nach dem jeweils zweiten TG des Tages packten wir unsere Ausrüstung in enge schwarze Nylontaschen - um sie am nächsten Morgen so wieder rauszuziehen, wie wir sie reingestopft hatten. Bis dahin (auch während eines tauchfreien Tages) hat also alles verschlossen in dem feuchtheißen Klima vor sich hingedampft: BCD, Regler, klatschnasser Neopren. Der Mief beim Öffnen war entsprechend. Nicht nur in technischer, sondern auch in hygienischer Hinsicht ist das schon recht bedenklich, denn bekanntermaßen ist das Cenotenwasser keimbelastet. Schließlich haben wir dann wenigstens die Neoprens mitgenommen, im Bad gespült und getrocknet. Dass das auch anders geht, haben wir in der zweiten Woche auf Cozumel erfahren. BTW: unnötig zu sagen, dass die Preise von Cenote Diving nicht wirklich zu den Sonderangeboten gehören. ___Zahlungsmodalitäten: konnten wir unsere Anzahlung noch problemlos auf ein Konto überweisen, war das am Ende unserer Cenotentage anders. Optionen: PayPal und Karte zu je 5 % oder in bar. Also die gebündelten Pesos auf den Tisch. Womit eine stundenlange Odyssee quer durch Playa seinen Anfang nahm. Google Maps raus und ATMs gesucht. Fazit: mindestens jeder dritte Geldautomat ist kaputt. Wenn einer funktioniert, dann hat er ein niedriges Tageslimit. Nach sieben Abhebungen und vielen Kilometern in der Hitze war es dann geschafft. Gut, dass wir dazu ein Auto und zufälligerweise freie Zeit hatten. Eine neue Erfahrung. Selbstverständlich haben wir den Inhaber freundlich auf diese Unzulänglichkeiten angesprochen. Leider aber hatte er dafür kein offenes Ohr - was auch der Grund dafür ist, dass wir diese Eindrücke nun hier publizieren. Gleichfalls irritierend empfanden wir seine Einschätzung zu Cozumel, unserem nächsten Ziel. Er meinte, das Tauchen dort lohne sich nicht. Es gäbe nichts Besonderes zu sehen und außerdem würden die dortigen Guides ihre Leistungen überteuert anbieten. Wenn man Ägypten kenne, würde man auf Cozumel nichts Neues entdecken können. Wir haben leider keine Ahnung, was ihn zu solcher Einschätzung gebracht hat. Aber da wir Ägypten recht gut kennen, hatten wir uns tatsächlich damit abgefunden, dass Cozumel nun ein Flop werden würde. Cozumel Zunächst: vom in den Medien vielkolportierten Algenproblem haben wir nicht das Geringste gemerkt. Allerdings wurden verschiedene Riffe von der lokalen Nationalparkbehörde kurz vor unserer Ankunft für das Tauchen gesperrt, unter anderem auch Teile des berühmten Palancar-Riffs mit seinen besonderen Korallenformationen. Da rutschte uns gleich das Herz noch tiefer in die Hose. Der genaue Grund für diese Maßnahme blieb bis zum Schluss unseres Aufenthalts unklar. Wir haben sonntags die Autofähre genommen (problemlos, 5oo Pesos) Die Taucherei für Cozumel hatten wir schon von D aus bei Volker Pohl von Aquamarinas gebucht. Er besuchte uns am Abend unserer Ankunft, hat uns gut gebrieft und die Ausrüstung mitgenommen. Volker hat kein eigenes Boot, sondern bucht ein entsprechendes Kontingent bei einem freiberuflichen Skipper. Das heißt, dass in aller Regel auch andere Tauchgruppen mit ihren Guides mitfahren. Über die Tauchziele einigt man sich dann gemeinschaftlich. Die Crews dieser Boote sind durchweg sehr freundlich, aufeinander eingespielt und hilfsbereit. In der Pause zwischen den beiden TGs servieren sie ein nettes leichtes Buffet mit lokalen Zutaten. Das jeweilige Boot holte uns von der Hotelpier ab. Man taucht durchweg an den knapp vorgelagerten Innen- und Außenriffen, recht nahe bei den Stränden. Wir hatten durchweg eine leichte bis mittlere Strömung. Man hüpft also rein, taucht seine Zeit, setzt eine Boje und wird dann vom Boot wieder aufgegabelt. Das Wasser hat bis zu 31 shortygeeignete Grad. Man macht zwei TGs, wobei das Boot zwischendrin an einen anderen Tauchspot versetzt. Die Pause - sie ist leider recht kurz, dauert etwa eine Stunde - verbringt man an einem Steg oder auf dem Boot. Durch sein Arrangement und die Beteiligung anderer Gruppen hat Volker Pohl wenig Einfluss auf die Länge dieser Oberflächenpause. Das heißt, dass man besonders beim zweiten TG unbedingt auf seine verbleibende Nullzeit achten sollte, zumal mit Luft getaucht wird. Hat man etwa einen sehr konservativ rechnenden Computer am Arm, muss man am Ende doch mal das eine oder andere Bar opfern - und halt in Gottesnamen den Daumen heben. Die Tauchspots von Cozumel sind vielgestaltig und sehr eindrücklich. Man findet vor den Riffen flachen, vielfach bevölkerten Grund, aber auch wild gezackte und zerklüftete Formationen an der Riffkante. Dank zahlreicher Löcher, Tunnel und weiter Durchlässe ist das Tauchen spannend und abwechslungsreich. Man bewegt sich in Tiefen bis maximal um die 25 Meter. Die Fauna ist artenreich - mit Zackenbarschen, enormen Langusten und Krebsen, Ammenhaien, großen Rochen und Barracudas haben wir ja gerechnet. Aber bestimmt nicht mit solch pittoresken Wesen wie etwa dem Tüpfel-Ritterfisch oder dem Korallen-Krötenfisch (den gibts tatsächlich nur dort). Manche der zahllosen Viecher kennen wir zwar aus dem Roten Meer, bei Cozumel sind sie aber wesentlich größer und farblich differenzierter - wie etwa die Papageienfische - so richtig arrogant-snobistische Schönies, die sich direkt vor der Maske in Pose werfen. Sehr eindrücklich sind auch Cedral Wall und die Santa Rosa Wall, letztere ein beindruckender enorm dichtbesiedelter Drop-off. Unser Cozumelguide Volker Pohl, ein leiser ruhiger Mann um die Sechzig, hat uns vieles erklärt, hat uns manches zugänglich gemacht, was uns sonst verborgen geblieben wäre. Volker ist diplomierter Biologe und kennt ganz genau die Welt, in der er sich zusammen mit seinen Gästen bewegt. Kennt jedes Getier, dessen Verhalten und individuellen Lebensraum. Erfühlt die Strömungen und deren Stärke. Erzählt von den Hurricaines und den Spuren, die sie hinterlassen, auch an den Riffen. Volker lebt seit vielen Jahren auf Cozumel. Das merkt man. Er hat uns sehr beeindruckt, denn er liefert nicht nur eine anonyme Dienstleistung ab, sondern möchte offensichtlicherweise, dass Taucher etwas mehr mit nach Hause nehmen können. Auf unsere Beschränkungen ist er stets eingegangen, unsere Ausrüstung war bei ihm in besten Händen. Und - man glaubt es kaum - sein Honorar kann man ganz einfach überweisen. Das Highlight: nach dem letzten Dive kriegt man ein persönliches Logbuch von ihm in die Hand gedrückt - mit allen gängigen Angaben. Und dazu eine minutiöse Aufzählung sämtlichen Getieres, das einem während des jeweiligen Tauchgangs begegnet ist. Selbstredend mit den präzisen zoologischen Bezeichnungen. "damit ihr später eure Fotos besser zuordnen könnt" sagt er. Fantastisch - und auf diesem Wege nochmal herzlichen Dank dafür, Volker. Spielst zweifellos in einer eigenen Liga. So. Wer bis hierher gelesen hat, ist mittlerweile bestimmt in der Deko. Wir hoffen, dass wir Euch die eine oder andere interessante Info über Cenoten und Cozumel liefern konnten! Lutz & Billy
Wir waren im August 2019 für 3 Wochen bei Markus in Puerto Aventuras. Alles begann mit einigen Fragen in einer Mail. Als Antwort bekamen wir 3 Seiten voller Informationen, auch über Fragen die wir noch gar nicht gestellt hatten. Das schafft Vertrauen und somit buchten wir 3 Wochen bei Markus und Juliane. Wir hatten uns völlig dem Tauchen verschrieben und im Voraus 16 Tauchgänge pro Person gebucht. OK, dass Tauchen in Mexico hat seinen Preis, aber für die Einmaligkeit dieser Spots geht das völlig in Ordnung. Um es gleich vorweg zu nehmen – diese Cenoten sind wirklich einmalig und gehören auf den Olymp der Tauch- Spots, und das weltweit! Markus ist Vollprofi und kennt die Kavernen (für uns) und Cenoten (für die mit Höhlen- Brevet) wie seine Westentasche. Klare, verständliche Briefings und das ständige Reagieren auf alle Herausforderungen, die Taucher mit verschiedenen Erfahrungen und Kenntnissen nun mal haben. Aber keine Sorge, jeder Guide darf maximal 4 Taucher hinter sich führen. Diese Tauchgänge führen immer an einer gespannten Leine entlang - Tarierung und Trimmung sollten sitzen! Was halten die Spots für uns bereit? Es gibt Vorhänge aus Licht zu bestaunen. Das Licht fällt senkrecht in das Süßwasser, ohne zu streuen. Die Physik scheint auf dem Kopf zu stehen, wenn man von angenehmen 24°C aus der Süßwasser- Schicht, in um 5°C wärmeres Salzwasser, in etwa 6 – 10 m abtaucht. Herabsinkende organische Bestandteile von Bäumen verwandeln sich ab etwa 30m Tiefe in einen mystisch- schwefelhaltigen Nebel. Wer genau hinschaut, erkennt im Kalkstein Einschlüsse von prähistorischen Muscheln und Schnecken. Es gibt gigantische Stalaktiten zu sehen, die eine Durchmesser von über einem Meter haben. Umso erstaunlicher, wenn am beachtet, dass diese Teile gerademal 3cm pro Jahr gewachsen sind, bevor sie das Meer verschlungen hat. Die Spots The Pit - Ist nicht von dieser Welt!! Es lohnt auf jeden Fall ein zweiter TG! Angelita - Schön schaurig zu betauchen. Wir hatten einen Cayman an der Wasseroberfläche beim Austauchen. Zapote - Einmalig, nicht nur in Mexico! Auf dem Weg zur Unterwelt erwarten uns die Höllen- Glocken, geformt von Bakterien. Chac Mool - Mehr wunderbares Licht unter Wasser geht nicht! Eden, Nicte Ha, Tajma Ha, Car Wach, Casa Cenota, Calavera usw. usw. usw. Es wurden auch schöne Drift- TG im Meer getaucht und das Wrack von C56 (mit Gegenwind + Adlerrochen, Stachelrochen, Baracuda) angefahren. Video Da es für diese Tauchbedingungen keine Referenz gibt stellt sich auch für uns die Frage: Wir welchem Licht filmt man da am besten? Um diese Kathedralen gut auszuleuchten hatte wir zwei Leuchten á 3.800 Lumen im Gepäck. Natürlich lässt sich damit nicht der Kölner Dom ausleuchten, aber für diese Unterwasserwelt hat es voll gelangt. Im Gegenteil, in Kavernen mit sehr hellen Kalksteinschichten musste herunter- gedimmt werden, damit keine hässliche Überbelichtung entsteht. An Spots mit vielen Tauchern finden sich auch Profi- Fotografen und –Filmer. Leider sprechen die Jungs niemanden an. Für Taucher die selbst nicht filmen eine gute Möglichkeit, diese spannenden Momente festzuhalten. Unterkunft Währen der zwei TG pro Tag gibt es auch essen und ordentlich Wasser von Markus. Daher haben wir uns für eine Bed & Breakfest Unterkunft entschieden. Auch die besorgt Markus! Die Unterkunft liegt in unmittelbarer Nähe zur Basis. Sehr einfach, aber völlig ausreichend. Dreifachstecker 110V nicht vergessen, den braucht man wirklich! Abends kann man sehr gut und auch recht preiswert essen gehen. In Puerto Aventuras gibt es viele Restaurants für jeden Geschmack! Das Wasser Als Trinkwasser wird Grund (Cenoten)- Wasser entsprechend aufbereitet und in Flaschen gefüllt. Dieses Wasser enthält kaum Mineralien. Da man sehr viel schwitzt, sollten Elektrolyte- Tabletten in das Wasser gegeben werden. Es lohnt sich die wirklich mitzubringen!! Walhai- Tour Es empfiehlt sich diese Tour bei Markus zu ordern, weil dann ein deutsch- sprachiger Tauchguide mit Walhai- Fachwissen an Bord ist. Wir hatten das unverschämte Glück, dass unser Tour- Tag kurz vor dem Vollmond stattfand (Up´s – Glück gehabt!). Das zieht die Tiere magisch an, denn es sind nun mal Plankton- und Krill- Fresser. Unser Käpt´n meinte, dass sich an diesem Tag wirklich 50 – 70 (in Worten Fünfzig bis Siebzig) Tiere zum großen Fressen eingefunden haben. Es waren sicher auch etwa 30 Boote in einem Gebiet von ca. 3 Km² da, aber die Vorstellung das sich in unmittelbarer Nähe ca. 50 Walhaie befinden, fanden wir spektakulär. Fazit Ein MUSS für jeden, der noch die Flossen bewegen kann! Bei diesen Spots wird klar warum der Mensch den Superlativen erfunden hat. Bei Markus ist man bestens aufgehoben – und das nicht nur zum Tauchen. Danke für die geile Zeit! René & Sabine aus Panketal PS: Aus den 16 geplanten TG´s sind dann 23 TG´s geworden. Wir könnten schon wieder... !
Ich kann mich den vorherigen Bewertungen in allem nur anschließen ! Wir waren Anfang August auf unserer Hochzeitseise in PDC und deswegen sind es leider nur 4 Tauchtage geworden ;-) Aber die waren alle echt spitze :-) Der Tauchtag in Cozumel war super organisiert und auch das Boot war auch echt in Ordnung und relativ komfortabel. Aber besonders hängengeblieben ist der absolute Traumstrand zur Mittagspause. Traumkulisse :-D Vor den Cenoten hatten wir schon a bisserl Respekt ;-) Vor allem meine Frau die vorher noch nie nen Nachttauchgang machte. Doch Dirk änderte deswegen extra mit dem Einverständnis unseres Mittaucher den Plan. Und so starteten wir in "The Pit" und es war genial um sich an an Höhlen zu gewöhnen. Angst kam absolut zu keiner Zeit auf,und Eva beschloss danach "Höhlentaucher" zu werden ;-) Furchtlos ging es dann auch in die 2.Cenote Nicte - Ha. Unbeschreiblich schön !!! Natürlich haben wir auch das Walhaischnorcheln mitgemacht. Ein absolutes Erlebnis - Ca.15 Walhaie und das hautnah :-D Und dann machten wir noch 2 TG in Playa, quasi vorort. Und viele hatten uns gesagt "kannste dir sparen - ist nix besonderes". Doch dem war wirklich nicht so. Diese beiden TG waren wunderschön und durch massenhaft Fischschwärme gekrönt. Also Playa braucht sich vor Cozumel echt nicht verstecken (gerade zum fotografieren eignet es sich viel besser, weil hier keine Strömung ist) Alles in allem kann ich DiveMex nur weiterempfehlen - Daumen hoch !!!
Schon im Januar hatten wir Bettina & Dirk auf der Boot in Düsseldorf kennen gelernt und fanden beide gleich im ersten Moment sehr sympathisch. Darum haben wir kurzentschlossen gebucht und ich muss sagen wir wurden nicht enttäuscht. Der gebuchte Pickup am Airport lief reibungslos und unser Hotel in Stadt das las Golondrinas war sauber obwohl schon ein wenig in die Jahre gekommen. Dirk war jeden Morgen pünktlich da um uns zur "weltbesten Takkobude" zu geleiten und nach dem Frühstück ging es dann in den Jungle zum Cenoten tauchen. Es war Atemberaubend!!! Dirk hat uns echt save durch die Cenoten geleitet mein Freund und ich waren anfangs ein wenig nervös aber die Nervosität ging schnell vorbei im Angesicht von Stalaktiten und Stalagmiten und und und... Dank Dirk's und Roman's ausführlichen Briefings wurden wir ganz schnell vom Cenoten-Virus infiziert und Dirk konnte mit uns ein paar abgelegene Orte besuchen sowie die "Mundo Maya Tour" Starten. Was nach seiner Aussage nicht so oft im Jahr vor kommt. Auch um die Ausrüstung mussten wir uns nicht kümmern, jeden Morgen war alles sauber in den bereitgestellten Taschen. Selbst die Besuche an den Mayastätten waren von Dirk stets perfekt organisiert. Wenn er uns nicht selbst rumführen konnte, hat er uns einen sehr guten Guide organisiert. Tipp: Chitchen Itza mit Don Elmar und die Grutas de Luul Tuun mit Pablo! Einfach Dirk danach fragen… Alles in allem 14 Tage Urlaub mit Indiana Johns Feeling! Leider können wir keine 6 Sterne vergeben… Eins steht jedenfalls fest, wenn Cenoten, dann mit Dirk, Bettina und seinem Team!
Tauchreise Mexiko Liebe Foristen, gerne berichten wir Euch von unseren Erlebnissen an Mexikos karibischer Küste. Wir haben dort gute 2 Wochen verbracht und in der ersten Woche die Cenoten betaucht, um dann auf Cozumel überzusetzen. Angenehmer Flug von DUS nach CAN mit Eurowings. Gebucht hatten wir die Premiumoption für mehr Beinfreiheit und höherem Gewichtslimit für unser Tauchgepäck. Schon von D aus hatten wir für EUR 25o,- einen Mietwagen bei MEX gebucht - was sich für uns sehr gelohnt hat, da wir an einem tauchfreien Tag auch die Kultstätten von Chichen Itza besuchten. Auf die Fahrerei muss man sich etwas einstellen und stets aufmerksam sein. Die Mexikaner sind entspannt unterwegs, ändern allerdings gerne die Fahrtrichtung abrupt und ohne zu blinken. Auf der mehrspurigen Straße von Cancun nach Tulum wird gerne auch rechts überholt, ohne dass sich jemand aufregt. Hier gelten durchgängig irgendwelche Speed Limits, die von den Einheimischen konsequent ignoriert werden - egal ob 3o, 5o oder 8o: man fährt eigentlich immer um die hundert kmh. Doch Vorsicht: Motorradpolizei macht dennoch Jagd auf arglose Touris, möglicherweise wegen der verlockenden Aussicht auf Bares, mit dem man sich rasch freikaufen kann. Wir wurden tatsächlich mal erwischt, konnten uns aber rausreden (wobei der Gute allerdings kein Wort Englisch verstand). Besondere Vorausschau gilt den zahlreichen und fiesen Speed Bumps, die besonders nachts recht unvermittelt und oft ohne Vorwarnung auftauchen. Generell haben wir unter den schwülheißen Temperaturen ziemlich gelitten. Zur Zeit unseres Aufenthalts waren das immer deutlich über 3o° mit höchster Luftfeuchtigkeit. Immer wieder mal hat es kurz geregnet. Nachts kühlt es nur unmerklich ab, weshalb es sich nur mit AC schlafen lässt. Irgendwelche größeren Aktivitäten im Freien - natürlich außer der Taucherei - haben wir daher schnell bleiben lassen. Ständig ist man auf der Suche nach Schatten. Cenotentauchen Wir wohnten sehr günstig in einem recht ruhigen Außenbezirk von Playa del Carmen in einem Apartmenthaus des Hotels Casa Ejido, was wir Euch vorbehaltlos weiterempfehlen können. Guter Standard mit gutem Zimmerservice, gute Betten, mit Kochzeile und Balkon, sauber. Den täglichen Kleinbedarf deckten wir in einem der zahlreichen Oxxo-Läden, die es überall zu geben scheint. In der Umgebung fanden wir mehrere nette und auch ursprüngliche Kneipen. Wir waren froh, etwas außerhalb zu wohnen, denn in Downtown Playa regiert der US-amerikanisch geprägte Massentourismus mit all seinen garstigen Begleiterscheinungen. Auf der sog. 'Fifth Avenue' steppt der Bär. Ohne weiter ins Detail zu gehen: dort ist es laut, unecht und zumindest für uns vollkommen abstoßend. Geführte Ausflüge zu den Cenoten haben wir bereits in D bei Dirk Penzel (Cenote Divers) gebucht. Im Preis enthalten waren Tanks, Fahrten, Eintritte, kleiner Mittagsimbiss, Pflege der Ausrüstung. Nicht alle Cenotenziele kosten gleich. Wir wurden jeden Morgen vom jeweiligen Guide mit einem Pickup am Hotel abgeholt. Obligatorisch war dann der Stopp bei einer typischen und absolut tourifreien Taco-Bude. Dort gabs - kaum zu glauben: Tacos! - mit einer immensen Auswahl exotischer Füllungen, Fruchtsäften und feinem mit Zimt aromatisiertem Kaffee. Dieses Frühstück war bestimmt eines der zahlreichen Highlights unseres Urlaubs. Große Klasse. Alle neun von uns besuchten Cenoten liegen nahe der Straße zwischen Playa und Tulum. Oft sind sie durch unbefestigte Zufahrten durch den Dschungel erschlossen, Nasenbären, Leguane und Taranteln kreuzen den Weg. Man hält dann am Zugang, der einen mehr oder weniger offiziellen Charakter hat. Hier meldet man sich an und bezahlt den Eintritt. Manche Cenotenbesitzer erheben eine besondere Gebühr für Kameras, wobei GoPros stets free of charge sind. Kurz vor den eigentlichen Einstiegen gibt es dann meist gut möblierte Parkplätze mit Tischen, auf denen sich das Equipment bequem zusammenbauen lässt. Oft ist die unmittelbare Umgebung der Cenoten sehr ansprechend, funktional und geschmackvoll gestaltet, manchmal gibt es auch WCs und Duschen, die in traditionell gebauten Holzhütten untergebracht sind. Lichtstahlen dringen durch das üppige Blätterdach, man hört ungewohnte Vogelstimmen und andere Geräusche des Waldes. Zur Cenote führen dann harmonisch in die Landschaft eingefügte Holzstege und Steinstufen. Das Kavernentauchen selber ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Wer das Staunen noch nicht verlernt hat, wird von diesen ungeahnten Welten ungeheuer beeindruckt sein. Hier ist alles neu. Was wir beide noch niemals in dieser Form erlebt haben: das kristallklare kühle Wasser, schräg einfallende Lichtstrahlen, enge felsige finstere Tunnel und sich plötzlich weitende Räume - Hallen voller Tropfsteingirlanden mit Stalagmiten, die ihnen vom Boden aus entgegenwachsen. In der Tiefe die schlierige Sprungschicht, die das Frisch- vom Salzwasser trennt. Da hineintauchen - die unvermittelte Wärme und den höheren Auftrieb am ganzen Körper spüren. Ungewohnte Felsformationen, vorbeihuschend im Lichtkegel der Taschenlampe. Und dann das 'Heimkommen' zu dem Platz, wo die Reise 6o Minuten zuvor begonnen hat. Spiele des Sonnenlichts. Das schillernde Abbild der Mangrovenwurzeln und Baumkronen im blauen Wasser. Und dann wieder dieses furchtbar schwer Werden beim Rausklettern. Wär ich kein Taucher, dann würde ich sagen: atemberaubend! Und: die Bat-Line-Route der Cenote Dos Ojos ('zwei Augen'). Nach zwei Dritteln des Tauchgangs findet man sich wieder in einem großen luftgefüllten Hohlraum. Durch ein winziges Loch dringt ein messerscharfer Lichtstrahl nach innen, erhellt einen kreisrunden Fleck auf der finsteren Wasserfläche. Die Höhlendecke besetzt mit kleinen Stalagtiten. Und im Schein unserer Lampen tatsächlich flatternde Fledermäuse, die sich ihren Platz suchen bei Dutzenden Artgenossen, die schon ganz entspannt kopfüber zwischen den Tropfsteinen hängen. Die Tauchtiefen bewegen sich durchweg zwischen etwa 5 und 15 Metern. Nur in El Pit gehts wesentlich tiefer hinab. Kleiner technischer Tipp für Cenoten mit Brackwasser wie zum Beispiel 'Casa Cenote': hier zwei Kilo mehr Blei auflegen, um unvermittelte (der Salzgehalt wechselt während des TGs) Pop-ups zu vermeiden. Fini und Oktopus eng am Körper, Lampe mit einer Schnur gesichert, Frogkick nach Möglichkeit, Messer verboten. Das Wasser (25-26°) ist keimbelastet, deshalb sollte man sich nach jedem Tauchgang die Ohren mit Wasser aus der Flasche spülen. Wir beide haben das allerdings stets 'vergessen'. Die Quittung für beide: eine lästige Entzündung des äußeren Gehörgangs ..... Besonderer Hinweis zur Cenote Kukul Kan: Kameras und auch GoPros sind kategorisch verboten. Denn hier regiert Viktor, der die alleinige Lizenz zum Fotografieren hat. Was wir zunächst wenig sexy fanden. Viktor taucht quasi parallel (erstaunlicherweise ohne Lampe, ist sozusagen unsichtbar) und macht Fotos und Clips von allen vorbeistrampelnden Wesen. Die Ergebnisse bekommt man dann auf einem Laptop direkt nach dem Tauchgang vorgeführt. Für akzeptables Geld kann man sie dann erwerben und gleich auf einer Chipkarte mitnehmen. Kein Zweifel: die Qualität ist exzellent. Sowas kriegt man selber nur hin, wenn man Fotoprofi ist, beste Ausrüstung verwendet, die Lichtverhältnisse und die richtigen Kamera- und Blitzsettings für diese Cenote genauestens kennt. Und Viktor akzeptiert tatsächlich Visa. Mitten im Dschungel. Von ihm haben wir unsere schönsten Cenotenfotos. Ein wirklich fairer Deal. Cenotenguides Schon bei unserer Buchung hatten wir verbindlich vereinbart, dass wir in den Cenoten von Dirk Penzel geführt werden, dem Inhaber von Cenote Diving. Leider stellte sich heraus, dass er uns wohl nicht eingeplant hat. Trotz Vorauszahlung. Hm. Stattdessen waren wir mit zwei anderen von ihm beauftragten Guides unterwegs. Roman (dessen Nachnamen wir leider nicht erfragt hatten): Er ist Deutscher, der schon seit 2o Jahren in Mexiko lebt. Roman ist sympathisch, hochkompetent und mit sämtlichen Gepflogenheiten und Örtlichkeiten vertraut. Er hat uns bestens auf die Tauchgänge vorbereitet und gut und sicher geführt. Im Hinblick auf die UW-Fotografie hat er uns wertvolle Tipps gegeben. Roman können wir Euch besten Gewissens als qualifizierten und angenehmen Guide empfehlen. Davide Michelli: nicht nur des Namens, sondern auch des Wesens nach ein echter Italiener, hat er uns als Guide mit seinen vielfältigen Interessen und seiner hohen Kompetenz im Hinblick auf die Cenoten überrascht. Davide gab uns zunächst sehr willkommene Hinweise zur Tariertechnik beim Kavernentauchen (die tatsächlich vom Freiwassertauchen abweicht) und zur Schwimmtechnik. Vor jedem Tauchgang bereitete er uns auf das Besondere vor, was wir gerade dort genauer betrachten sollten. Die komplizierten Abläufe der chemischen Mineralienbildung hat er uns verständlich mit Schaubildern und Zeichnungen erklärt, um uns dann während des Tauchgangs gezielt darauf hinzuweisen. Daher sahen wir Dinge, die wir sonst überhaupt nicht beachtet hätten. Und wir können sagen, dass wir dadurch wahre Wunder erblickt haben. Auch abseits aller taucherischen Belange hatten wir viel Spaß mit Davide. Garantiert einer der Besten seines Fachs. Unbedingt empfehlenswert! Cenote Diving: So sehr wir von der Professionalität unserer beiden Guides angetan waren, so waren wir im gleichen Maße enttäuscht von den Leistungen von Cenote Diving. Leider muss ich dazu eine Aufzählung beginnen: ___Atemgas: Auf unsere zufällige Frage am dritten Tag sagte man uns, die Tanks seien mit Nitrox "mit etwa 32 %" befüllt. Da waren wir recht baff, hatten wir doch mit Luft gerechnet und unsere Rechner entsprechend gesettet. Ein Prüfgerät stand nicht zur Verfügung. Dass auch keiner unsere Nitrox-Brevets sehen wollte: geschenkt. Aber dass ein Tauchgang in der Cenote El Pit auf 32 Meter ging, hat uns schon recht nachdenklich gemacht. Wie kann man derart von weltweit akzeptierten Standards abweichen und seine Kunden im Unklaren lassen über das verwendete Gas? ___Ausrüstung: Gleich zu Beginn wurde uns zugesichert, man kümmere sich umfassend um unsere (eigene) Ausrüstung. Was leider nicht geschehen ist. Nach dem jeweils zweiten TG des Tages packten wir unsere Ausrüstung in enge schwarze Nylontaschen - um sie am nächsten Morgen so wieder rauszuziehen, wie wir sie reingestopft hatten. Bis dahin (auch während eines tauchfreien Tages) hat also alles verschlossen in dem feuchtheißen Klima vor sich hingedampft: BCD, Regler, klatschnasser Neopren. Der Mief beim Öffnen war entsprechend. Nicht nur in technischer, sondern auch in hygienischer Hinsicht ist das schon recht bedenklich, denn bekanntermaßen ist das Cenotenwasser keimbelastet. Schließlich haben wir dann wenigstens die Neoprens mitgenommen, im Bad gespült und getrocknet. Dass das auch anders geht, haben wir in der zweiten Woche auf Cozumel erfahren. BTW: unnötig zu sagen, dass die Preise von Cenote Diving nicht wirklich zu den Sonderangeboten gehören. ___Zahlungsmodalitäten: konnten wir unsere Anzahlung noch problemlos auf ein Konto überweisen, war das am Ende unserer Cenotentage anders. Optionen: PayPal und Karte zu je 5 % oder in bar. Also die gebündelten Pesos auf den Tisch. Womit eine stundenlange Odyssee quer durch Playa seinen Anfang nahm. Google Maps raus und ATMs gesucht. Fazit: mindestens jeder dritte Geldautomat ist kaputt. Wenn einer funktioniert, dann hat er ein niedriges Tageslimit. Nach sieben Abhebungen und vielen Kilometern in der Hitze war es dann geschafft. Gut, dass wir dazu ein Auto und zufälligerweise freie Zeit hatten. Eine neue Erfahrung. Selbstverständlich haben wir den Inhaber freundlich auf diese Unzulänglichkeiten angesprochen. Leider aber hatte er dafür kein offenes Ohr - was auch der Grund dafür ist, dass wir diese Eindrücke nun hier publizieren. Gleichfalls irritierend empfanden wir seine Einschätzung zu Cozumel, unserem nächsten Ziel. Er meinte, das Tauchen dort lohne sich nicht. Es gäbe nichts Besonderes zu sehen und außerdem würden die dortigen Guides ihre Leistungen überteuert anbieten. Wenn man Ägypten kenne, würde man auf Cozumel nichts Neues entdecken können. Wir haben leider keine Ahnung, was ihn zu solcher Einschätzung gebracht hat. Aber da wir Ägypten recht gut kennen, hatten wir uns tatsächlich damit abgefunden, dass Cozumel nun ein Flop werden würde. Cozumel Zunächst: vom in den Medien vielkolportierten Algenproblem haben wir nicht das Geringste gemerkt. Allerdings wurden verschiedene Riffe von der lokalen Nationalparkbehörde kurz vor unserer Ankunft für das Tauchen gesperrt, unter anderem auch Teile des berühmten Palancar-Riffs mit seinen besonderen Korallenformationen. Da rutschte uns gleich das Herz noch tiefer in die Hose. Der genaue Grund für diese Maßnahme blieb bis zum Schluss unseres Aufenthalts unklar. Wir haben sonntags die Autofähre genommen (problemlos, 5oo Pesos) Die Taucherei für Cozumel hatten wir schon von D aus bei Volker Pohl von Aquamarinas gebucht. Er besuchte uns am Abend unserer Ankunft, hat uns gut gebrieft und die Ausrüstung mitgenommen. Volker hat kein eigenes Boot, sondern bucht ein entsprechendes Kontingent bei einem freiberuflichen Skipper. Das heißt, dass in aller Regel auch andere Tauchgruppen mit ihren Guides mitfahren. Über die Tauchziele einigt man sich dann gemeinschaftlich. Die Crews dieser Boote sind durchweg sehr freundlich, aufeinander eingespielt und hilfsbereit. In der Pause zwischen den beiden TGs servieren sie ein nettes leichtes Buffet mit lokalen Zutaten. Das jeweilige Boot holte uns von der Hotelpier ab. Man taucht durchweg an den knapp vorgelagerten Innen- und Außenriffen, recht nahe bei den Stränden. Wir hatten durchweg eine leichte bis mittlere Strömung. Man hüpft also rein, taucht seine Zeit, setzt eine Boje und wird dann vom Boot wieder aufgegabelt. Das Wasser hat bis zu 31 shortygeeignete Grad. Man macht zwei TGs, wobei das Boot zwischendrin an einen anderen Tauchspot versetzt. Die Pause - sie ist leider recht kurz, dauert etwa eine Stunde - verbringt man an einem Steg oder auf dem Boot. Durch sein Arrangement und die Beteiligung anderer Gruppen hat Volker Pohl wenig Einfluss auf die Länge dieser Oberflächenpause. Das heißt, dass man besonders beim zweiten TG unbedingt auf seine verbleibende Nullzeit achten sollte, zumal mit Luft getaucht wird. Hat man etwa einen sehr konservativ rechnenden Computer am Arm, muss man am Ende doch mal das eine oder andere Bar opfern - und halt in Gottesnamen den Daumen heben. Die Tauchspots von Cozumel sind vielgestaltig und sehr eindrücklich. Man findet vor den Riffen flachen, vielfach bevölkerten Grund, aber auch wild gezackte und zerklüftete Formationen an der Riffkante. Dank zahlreicher Löcher, Tunnel und weiter Durchlässe ist das Tauchen spannend und abwechslungsreich. Man bewegt sich in Tiefen bis maximal um die 25 Meter. Die Fauna ist artenreich - mit Zackenbarschen, enormen Langusten und Krebsen, Ammenhaien, großen Rochen und Barracudas haben wir ja gerechnet. Aber bestimmt nicht mit solch pittoresken Wesen wie etwa dem Tüpfel-Ritterfisch oder dem Korallen-Krötenfisch (den gibts tatsächlich nur dort). Manche der zahllosen Viecher kennen wir zwar aus dem Roten Meer, bei Cozumel sind sie aber wesentlich größer und farblich differenzierter - wie etwa die Papageienfische - so richtig arrogant-snobistische Schönies, die sich direkt vor der Maske in Pose werfen. Sehr eindrücklich sind auch Cedral Wall und die Santa Rosa Wall, letztere ein beindruckender enorm dichtbesiedelter Drop-off. Unser Cozumelguide Volker Pohl, ein leiser ruhiger Mann um die Sechzig, hat uns vieles erklärt, hat uns manches zugänglich gemacht, was uns sonst verborgen geblieben wäre. Volker ist diplomierter Biologe und kennt ganz genau die Welt, in der er sich zusammen mit seinen Gästen bewegt. Kennt jedes Getier, dessen Verhalten und individuellen Lebensraum. Erfühlt die Strömungen und deren Stärke. Erzählt von den Hurricaines und den Spuren, die sie hinterlassen, auch an den Riffen. Volker lebt seit vielen Jahren auf Cozumel. Das merkt man. Er hat uns sehr beeindruckt, denn er liefert nicht nur eine anonyme Dienstleistung ab, sondern möchte offensichtlicherweise, dass Taucher etwas mehr mit nach Hause nehmen können. Auf unsere Beschränkungen ist er stets eingegangen, unsere Ausrüstung war bei ihm in besten Händen. Und - man glaubt es kaum - sein Honorar kann man ganz einfach überweisen. Das Highlight: nach dem letzten Dive kriegt man ein persönliches Logbuch von ihm in die Hand gedrückt - mit allen gängigen Angaben. Und dazu eine minutiöse Aufzählung sämtlichen Getieres, das einem während des jeweiligen Tauchgangs begegnet ist. Selbstredend mit den präzisen zoologischen Bezeichnungen. "damit ihr später eure Fotos besser zuordnen könnt" sagt er. Fantastisch - und auf diesem Wege nochmal herzlichen Dank dafür, Volker. Spielst zweifellos in einer eigenen Liga. So. Wer bis hierher gelesen hat, ist mittlerweile bestimmt in der Deko. Wir hoffen, dass wir Euch die eine oder andere interessante Info über Cenoten und Cozumel liefern konnten! Lutz & Billy

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