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Tauchen in Kap Verde

Die kleine karge Inselgruppe im Südatlantik liegt knapp 800 Kilometer vor der westafrikanischen Küste und ist keine klassische Tourismus-Destination. Hier geht es bei Wind und Welle hinaus aufs Meer, sodass es beim Tauchen auf den Kapverden schon etwas rauer zugehen kann. Wer ein unberührtes Ziel abseits eingetrampelter Pfade sucht, findet es auf den Kapverden - über wie unter Wasser. Allerdings sollte man auch akzeptieren, dass klassische touristische Strukturen hier noch völlig fehlen.

Die letzen Reiseberichte unser Nutzer - immer einen Blick wert:

Tauchen bei der Insel Sal, Cabo Verde Februar 2017 Für alle, die es kurz und knackig mögen: Der Orca Dive Club Kapverden besteht nicht mehr. Die ehemaligen Basisleiter führen nun das Tauchcenter Eco Dive School. Das Tauchen bei dieser Basis kann ich ruhigen Gewissens weiter empfehlen. Und hier eine ausführliche Darstellung: In dem kleinen Ort Santa Maria auf Sal gibt es einige Tauchbasen, die alle mehr oder minder gut organisiert sind. Da ich das erste Mal vor ca. 8 Jahren dort war, hatte ich mich damals als Tauchanfänger für die einzige Basis unter deutscher Leitung, Orca Dive Club entschieden. 2015 war ich wieder dort tauchen, diesmal an einem anderen Standort und unter neuer Leitung. Sandra und ihr Ehemann Neil Parsons hatten es geschafft, aus der ehemals etwas vernachlässigten Tauchbude eine gut funktionierende Basis mit einem sehr guten Team zu machen. Das war für mich Grund genug, auch dieses Jahr wieder dort einzuchecken. Im Vorfeld hatte ich mit Sandra Kontakt aufgenommen und so stand einem ungetrübten Tauchvergnügen nichts mehr im Wege. Dass die Gebäude der Tauchbasis im letzten September durch einen Brand vollständig zerstört worden waren, wusste ich bereits. Mittels facebook konnte man die Bilder des Feuerwehreinsatzes und das Ausmaß der Zerstörung mehr als gut erkennen. Da war nichts übrig geblieben. Lediglich die gemauerten Spülbecken zeugen noch von dem früheren Tauchbetrieb an der Brandstelle. Der Schaden war immens und allumfassend. Dank der Unterstützung der anderen lokalen Tauchbasen war es Sandra, Neil und dem gesamten Team möglich, in der Folgezeit den Tauchbetrieb weiter zu gewährleisten. Petzi Hubers Windsurf-Center stellte Räumlichkeiten zur Mitbenutzung, die Tauchbasen Ausrüstung (Manta Diving) und Kapazitäten zur Verfügung. Auch direkt nach dem Brand musste keinem einzigen Gast und keiner Gruppe abgesagt werden. Und das mitten in der Hochsaison. Eine starke Leistung! Inzwischen hat sich der Tauchbetrieb an dem neuen Standort - Petzi Hubers Surfcenter - gut eingespielt. Der Orca Dive Club hat mittlerweile seine Geschäftsbeziehungen zu der Basis beendet. Sandra und Neil Parsons betreiben die Tauchbasis nun unter dem Namen Eco Dive School in Eigenregie. Für den Gast macht das keinen Unterschied, da auch in der Vergangenheit Sandra und Neil als Herz des Tauchcenters und die gut ausgebildete Crew das Erscheinungsbild der Basis geprägt haben. Mir hat es wieder eine Menge Spass gemacht, dort abzutauchen! Dass es im Februar etwas rauer sein würde war mir klar. So war es sehr angenehm, dass der Einstieg ins Boot nicht mehr über den Strand sondern nach einer kurzen Fahrt mit dem Pickup vom Pier aus erfolgt. Da bei der Basis Sicherheit Vorrang hat, wurde vor jedem Tauchgang ein Strömungscheck gemacht. Falls erforderlich, wurde dann auch schon mal ein anderer Platz als ursprünglich geplant angefahren. Da das große Schlauchboot über Sitzbänke (!) verfügt, waren die Fahrten auch bei etwas mehr Wellengang immer komfortabel und sicher. An jedem Tauchplatz wurde ein ausführliches Briefing mit Tauchplatzkarte durchgeführt. Auch bei Welle und Strömung wusste so jeder, wie der Tauchgang ablaufen würde. Insbesondere wurden auch die unterschiedlich möglichen Aufstiege nach Beendigung des Tauchgangs je nach den aktuellen Strömungsverhältnissen, dem Luftverbrauch und der Kondition der Taucher erläutert. So gab es Aufstiege an der gleichen Boje, an anderen Bojen oder Freiwasseraufstiege mit Safetybuoy (SMB). Alles immer relaxt und an den Fähigkeiten der einzelnen Taucher ausgerichtet. So konnte sich jeder wohl fühlen, egal ob Anfänger oder erfahrener Taucher. Der Skipper und ein zusätzlicher Helfer an Bord haben jedem beim Anlegen der Ausrüstung geholfen und darauf geachtet, dass alle heile den Weg ins Wasser und zur Bugleine gefunden haben. Da das Boot mit außen laufenden Leinen und einer guten Leiter ausgestattet ist, war es auch für mich (50+, an der Oberfläche ein wenig unbeholfen) kein Problem, sicher abzutauchen und nach dem Tauchgang wieder ins Boot zu kommen. Aufgrund der Jahreszeit und der sich im Umbruch befindlichen Organisation/Management waren relativ wenig Tauchgäste vor Ort. Die Tauchausfahrten fanden jedoch auch mit nur einem einzigen Gast statt! Special thanks to BEN: You made me able to do and enjoy my first cave dives. It was an amazing new world of marine life to explore. CLAY: Mister Stingray, thanks for the special deep dive, a lot of huge stingrays, nurse shark with moray eel at Cavalha and awesome driftdives. ALEX and the SKIPPER: Thanks for always a helping hand nearby and sharp eyes by finding the buoy and drifting divers. I had a lot of fun! Auch wenn es mit der Beurteilung der Basis nichts zu tun hat: Der Atlantik bei Sal bietet eine überraschend vielfältige Unterwasserwelt. Natürlich darf man hier keine knallbunten Korallenriffe erwarten. Aber der Fisch- und Artenreichtum ist immer wieder erstaunlich. Die verschiedenen Tauchplätze - flach, tief, Wracks, Grotten, Höhlen - bieten abwechslungsreiche Unterwasserlandschaften für zahlreiche Tauchgänge. Bei mir waren es diesmal 13. Und ich werde bestimmt wieder kommen. Bei der Bewertung gibt es trotz meiner Begeisterung einen Punkt Abzug. Fairerweise muss man zugeben, dass aktuell das eine oder andere noch fehlt oder nicht ganz optimal abläuft. Die Basis Eco Dive School ist zwar nicht bei Null gestartet, aber einiges befindet sich halt noch im (Wieder) Aufbau. Die angehängten Fotos verwende ich mit freundlicher Genehmigung von Oliveira White
Das einzige "negative" ist eigentlich, dass die Basis nicht wirklich ihre Highlights an den Mann/an die Frau bringt. Aber eins nach dem anderen ;). Die Basis hat 2 Shops, wir waren beim Hotel Meliā Tortuga. Die Basis hatte einen offenen Bereich, um das kundeneigene Equipment aufzubewahren, das alles ohne Probleme geklappt hat. Nach dem Tauchgang hat man alles zum Trocknen draußen aufgehängt und nach ein paar Stunden wurde es von Personal aufgeräumt. Die Tauchspots wurden ad-hoc anhand der Wetterbedingungen entschieden, so dass wir auch mal einen Tauchspot zweimal betaucht haben. In der Basis zieht man sich deinen Anzug und Schuhe an, den Rest verstaut man in ausreichend großen Netzen. Gemeinsam geht es mit dem 9-Sitzer Bus dann zum ca. 5min entfernten Peer, dort wird alles aufs Boot verladen und während der Anfahrt baut man sein Gerödel zusammen. Etwas lästig ist, dass man jedes mal wieder sein Blei neu in die Bleitaschen verstauen muss (aber dafür halt auch nicht so viel schleppen muss ;-)). Die Flachen haben DIN und kommen mit Adapter auf INT, und man muss erst jedesmal erst den Adapter entfernen (lassen). Einstieg vom Boot ist dann mit Rolle rückwärts und die Tauchguides sind echt immer auf Zack, dass jeder genug sieht und dass die Gruppe zusammen bleibt. Die wenigen Tauchspots werden teilweise von zu vielen Tauchbooten gleichzeitig angefahren, so dass wir auch mal 25 Tauchen auf 4 Booten an einer Leine hatten. Die Tauchplätze sind ganz ok, man darf nicht zu viel erwarten, es gibt keine Korallen, aber artenreiche Fische, viele Moränen. Kofferfische, Schalenfische, etc. Beim wieder Einsteigen ins Boot hilft das Personal echt gut, man reicht nach und nach Blei und Flasche hoch, und steigt dann über die Leiter ins Boot. Im Hafen muss man ans Ufer schwimmen (20-30 m), weil die Peer sehr Busy ist von den zurückkommenden Fischern. Es soll aber noch diesen Herbst eine Peer nähe des Hotels Meliā Tortuga eröffnet werden. Auf Nachfragen wurde uns dann auch ein Tauchgang zu zwei Höhlen angeboten, wir mussten selber organisieren, dass genügend Gäste dafür zusammen gekommen sind. Mit dem Bus sind wir dann ca. 30min gefahren und dort ca. 50m zum Drop-Off herangebracht worden. Dort dann ins Wasser gesprungen und über eine Leiter wieder zurück. Wir kommen gerne wieder, wenn die neue Peer fertig ist, dann gibt es noch andere Tauchspots die dann nicht mehr zu weit weg sind und auch angefahren werden können.
Zu allererst: die Tauchgänge auf Sal waren allesamt (wir hatten 19 Stück) hervorragend. Die Unterwasserwelt ist auf den Kapverden noch sehr intakt, der Fischreichtum einzigartig. Von Höhlentauchen bis zum Walhai war einfach alles dabei. Für Anfänger, auf Grund der Strömungen und Sichtweiten allerdings eher ungeeignet. Unser Guide Dudu verdient ein ganz spezielles Lob, da wir selten einen so entspannten und erfahrenen Guide hatten. Um 8:00 wurden wir an unserem Appartment überpünktlich jeden Morgen mit dem Pick-up abgeholt. Danach ging es an die Tauchbasis. Anziehen, kurzes briefing, auf den Pick-up und ab an den Steg, wo die Zodiacs auf ihre Taucher warten. So die Theorie. Da die Organisation leider alles andere als gut läuft, waren lange Wartezeiten mit einzuplanen. Aber gut. Nicht so dramatisch. Auf dem Boot ging es dann ab Richtung Tauchplatz. Diese sind in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten entfernt. Hier gab es dann 2 Vormittagstauchgänge an zwei unterschiedlichen Tauchplätzen mit einer Oberflächenpause auf dem Boot von knapp einer Stunde. Danach ging es zurück an den Strand, wo wir vom Zodiac gestiegen sind, und den Rest zur Basis laufen mussten (5 Minuten zu Fuß, also nicht weiter schlimm, da die Ausrüstung zurück an den Steg und dann per Pick-up zur Tauchbasis gebracht wurde). Die komplette Ausrüstung mit Ausnahme des Neoprens und der Füßlinge wurde von den Mitarbeitern des Tauchcenters gespült und aufgehängt. Alles also insgesamt sehr stressfrei. Es gibt hier nur 4 Sterne, da die Organisation während unseres Urlaubs teilweise unter aller Kanone war. Wir hatten unsere Tauchgänge vorab per Internet gebucht. Leider kamen diese E-Mails angeblich nie an. Man hat uns dann vor Ort direkt angenommen, was uns sehr positiv aufgefallen war. In der zweiten Woche mussten wir dann allerdings 2 Tage Zwangspause vom Tauchen machen, da die Basis zu viele Taucher angenommen hatte. Da die andere Gruppe dort schon bekannt war und auch mehr Taucher als wir waren (wir waren zu dritt), hat man sich dann kurzerhand dazu entschlossen, dass wir 2 Tage leider nicht mit raus können. Mehr als ärgerlich, da wir einen reinen Tauchurlaub geplant hatten, und somit nicht durchtauchen konnten. Wäre vllt alles nicht so schlimm gewesen, wenn man versucht hätte, eine Lösung für uns zu finden. Leider wurden wir hier ziemlich kurz abgespeisst. Zur Verteidigung muss allerdings erwähnt werden, dass wir am Urlaubsende nochmal ein Gespräch mit dem Basisbesitzer hatten, in dem er dann doch verstanden hatte, dass die 2 Tage Tauchpause für uns wirklich daneben waren. Alles in allem können wir am Ende nur ein Riesen-Lob für die Jungs des Tauchcenters da lassen, und wissen genau, dass dies nicht der letzte Tauchurlaub auf Sal war. Danke trotz allem Chaos an das gesamte Team für wunderschöne Tauchgänge.
Wir, Miriam und Christoph, waren im Mai 2017 (Nebensaison, deshalb hatten wir an manchen Tagen das Boot quasi für uns allein) mit der Eco Dive School Cabo Verde für eine Woche rund um die Insel Sal tauchen. Ursprünglich war geplant, mit der Orca-Tauchbasis zu tauchen, aber nachdem diese abgebrannt war, waren wir froh zu sehen, dass Sandra und Neil, die Inhaber, eine neue Tauchbasis eröffnet haben. Das ganze Team war sehr freundlich und hilfsbereit. Die Auswahl der Tauchplätze war klasse und man hat sich bemüht, uns immer wieder etwas Neues zu zeigen, auch wenn die Bedingungen während unseres Aufenthalts einen Besuch der Höhlen im Norden der Insel Sal nicht zugelassen haben. Auch einen Ausflug mit dem Unterwasserscooter konnten wir machen (und zwar gerade am strömungsreichsten Tag - also super Timing!). Dank Sandra und Ben hat sich Christoph in nur einer Woche vom blutigen OWD zum begeisterten Taucher mit gutem Luftverbrauch gemausert. Die Divesites boten von größeren Schwärmen bis hin zur anscheinend recht tauchergewöhnten Schildkröte, die einem genug Zeit ließ, sie aus der Nähe zu bestaunen, eine Menge Abwechslung und auch für Makro-Liebhaber einige Schmankerl. Die Überhänge bieten vielen Meeresbewohnern Schutz und in den kleinen Höhlen findet man eigentlich immer etwas Sehenswertes. Meeresbiologin Sandra war nach jedem Tauchgang sehr bemüht dabei, im Maine Life-Buch noch die Kandidaten zu zeigen, die man zuvor gesehen hatte. Die neue Basis hat alles, was man braucht. Klar - innerhalb der Kürze der Zeit, die die Inhaber nach der Zerstörung der Orca-Basis hatten, lässt sich keine Luxus-Basis aus dem Boden stampfen. Duschen werden noch installiert. Aber das Tauchen mit der Eco Dive School macht auch jetzt schon eine Menge Spaß und wir würden jedem Kapverden-Besucher nahelegen, mit dem tollen Team zu tauchen! Wir hatten viel Spaß und den Eindruck, dass dort erfahrene Profis am Werk sind, die trotzdem jeden Tag mit Freude bei der Arbeit sind. Danke nochmal für die tolle Zeit!

Empfehlung

TheMagican
Ich war im April 2017 eine Woche auf dem Kap Verden. Im Hotel Dunas de Sal, in dem wir auch einquartiert waren, hätte es auch eine Tauchbasis gegeben, jedoch war dort nie jemand anzutreffen - eventuell hätte ich über die Hotelrezeption noch einen Kontakt herstellen können. Die Tauchbasis war auf der Rückseite des Hotels und sah nicht sehr vertrauenerweckend aus, so dass ich auf das Atlantic Star Nautic Center direkt am Strand "ausgewichen" bin. Das Atlantic Star Nautic Center scheint erst kürzlich neu eröffnet worden zu sein: Das Gebäude ist brandneu, genau so wie die komplette Ausrüstung. Es gibt eine Werkstatt (habe nur durch die Tür div. Werkzeug gesehen) und direkt im Haus ist auch eine Kite-Schule. Ein Aufenthaltsbereich für einen Austausch nach dem Tauchgang ist auch vorhanden. Das Personal war sehr freundlich und soweit ich es in der kurzen Zeit mitbekommen habe auch kompetent. Es werden zwei Tauchgänge am Morgen und einer am Nachmittag angeboten; bei den vormittags-Tauchgängen wechselt man die Flaschen auf dem Boot und kommt nicht zwischendrin zurück. Ich habe zwei mal die beiden vormittags Tauchgänge mitgemacht. Beim ersten Mal war ich mit dem Tauchguide Caterina allein unterwegs - ich glaube jemand hatte noch abgesagt. Ich war zum vereinbarten Zeitpunkt (9:00) an der Basis und meine komplette Leihausrüstung war schon her gerichtet - ich musste nur noch die Größen prüfen (hat alles gepasst) und alles in eine Tasche packen. Danach sind wir mit einem Kleinbus (6 Plätze + Fahrer + Beifahrer) zum Pier in Santa Maria gefahren (ca. 5min). Dort ging es auf ein Schlauchboot, mit dem wir dann rausgefahren sind. Den ersten Tauchplatz konnten wir leider nicht nehmen, da die Boje durch die See abgerissen worden war; wir haben daraufhin einfach einen anderen Platz gewählt. Erst jetzt gab es auf dem Boot ein kurzes Briefing und danach ging es los. Tauchgang an sich war super, Catarina hat alles toll gemacht und konnte mir einiges zeigen. Da es unerwarteterweise keine Strömung gab sind wir an einem anderen Ort als mit dem Boot vereinbart aufgetaucht; ein anderes Boot, das zufällig vor Ort war, hat dann unser Boot per Funkt gerufen. Der zweite Tauchgang an dem Tag war ein Drift Dive, bei dem auch alles super funktioniert hat; am Ende haben wir eine Schildkröte gesehen und bei der "Verfolgungsjagd" leider etwas die Orientierung verloren, so dass wir zum Schluss eine Boje setzen mussten und effektiv 10m vom Boot entfernt aufgetaucht sind. Bei den zweiten zwei Vormittagstauchgängen war ich mit Tauchbasenleiter Guido und zwei anderen, deutschen Tauchern unterwegs. Die Ausrüstung war dieses Mal zwar nicht vorbereitet aber innerhalb kürzester Zeit war alles zusammen. Wieder mit dem Bus zum Pier und von dort aufs Boot. ich hatte Guido als Buddy und er hat auch alles super gemacht und konnte mir einiges zeigen, was mir sonst vllt. entgangen wäre. Der zweite Tauchgang an dem Tag war zum Wrack der Santo Antao. Dieses haben wir insgesamt zwei Mal umkreist und sind dann trotz 100bar Restluft nach ~45min wieder aufgetaucht, da es uns zu kalt wurde. Insgesamt habe ich einen sehr guten Eindruck von der Tauchbasis und dem Personal und würde jederzeit wieder hin. Die Basis hat außerdem den Vorteil, dass sie momentan noch eher unbekannt ist und daher die Gruppengrößen deutlich kleiner als bei der bekannteren Basen in Santa Maria ist - teilweise habe ich Boote mit vermutlich um die 12 Tauchern an Bord gesehen. Neben der eigentlichen Tauchbasis am Strand gibt es auch ein Büro auf der "Hauptstraße" von Santa Maria in der Nähe des Hotels "Djadsal Tropical Resort".
Tauchen bei der Insel Sal, Cabo Verde Februar 2017 Für alle, die es kurz und knackig mögen: Der Orca Dive Club Kapverden besteht nicht mehr. Die ehemaligen Basisleiter führen nun das Tauchcenter Eco Dive School. Das Tauchen bei dieser Basis kann ich ruhigen Gewissens weiter empfehlen. Und hier eine ausführliche Darstellung: In dem kleinen Ort Santa Maria auf Sal gibt es einige Tauchbasen, die alle mehr oder minder gut organisiert sind. Da ich das erste Mal vor ca. 8 Jahren dort war, hatte ich mich damals als Tauchanfänger für die einzige Basis unter deutscher Leitung, Orca Dive Club entschieden. 2015 war ich wieder dort tauchen, diesmal an einem anderen Standort und unter neuer Leitung. Sandra und ihr Ehemann Neil Parsons hatten es geschafft, aus der ehemals etwas vernachlässigten Tauchbude eine gut funktionierende Basis mit einem sehr guten Team zu machen. Das war für mich Grund genug, auch dieses Jahr wieder dort einzuchecken. Im Vorfeld hatte ich mit Sandra Kontakt aufgenommen und so stand einem ungetrübten Tauchvergnügen nichts mehr im Wege. Dass die Gebäude der Tauchbasis im letzten September durch einen Brand vollständig zerstört worden waren, wusste ich bereits. Mittels facebook konnte man die Bilder des Feuerwehreinsatzes und das Ausmaß der Zerstörung mehr als gut erkennen. Da war nichts übrig geblieben. Lediglich die gemauerten Spülbecken zeugen noch von dem früheren Tauchbetrieb an der Brandstelle. Der Schaden war immens und allumfassend. Dank der Unterstützung der anderen lokalen Tauchbasen war es Sandra, Neil und dem gesamten Team möglich, in der Folgezeit den Tauchbetrieb weiter zu gewährleisten. Petzi Hubers Windsurf-Center stellte Räumlichkeiten zur Mitbenutzung, die Tauchbasen Ausrüstung (Manta Diving) und Kapazitäten zur Verfügung. Auch direkt nach dem Brand musste keinem einzigen Gast und keiner Gruppe abgesagt werden. Und das mitten in der Hochsaison. Eine starke Leistung! Inzwischen hat sich der Tauchbetrieb an dem neuen Standort - Petzi Hubers Surfcenter - gut eingespielt. Der Orca Dive Club hat mittlerweile seine Geschäftsbeziehungen zu der Basis beendet. Sandra und Neil Parsons betreiben die Tauchbasis nun unter dem Namen Eco Dive School in Eigenregie. Für den Gast macht das keinen Unterschied, da auch in der Vergangenheit Sandra und Neil als Herz des Tauchcenters und die gut ausgebildete Crew das Erscheinungsbild der Basis geprägt haben. Mir hat es wieder eine Menge Spass gemacht, dort abzutauchen! Dass es im Februar etwas rauer sein würde war mir klar. So war es sehr angenehm, dass der Einstieg ins Boot nicht mehr über den Strand sondern nach einer kurzen Fahrt mit dem Pickup vom Pier aus erfolgt. Da bei der Basis Sicherheit Vorrang hat, wurde vor jedem Tauchgang ein Strömungscheck gemacht. Falls erforderlich, wurde dann auch schon mal ein anderer Platz als ursprünglich geplant angefahren. Da das große Schlauchboot über Sitzbänke (!) verfügt, waren die Fahrten auch bei etwas mehr Wellengang immer komfortabel und sicher. An jedem Tauchplatz wurde ein ausführliches Briefing mit Tauchplatzkarte durchgeführt. Auch bei Welle und Strömung wusste so jeder, wie der Tauchgang ablaufen würde. Insbesondere wurden auch die unterschiedlich möglichen Aufstiege nach Beendigung des Tauchgangs je nach den aktuellen Strömungsverhältnissen, dem Luftverbrauch und der Kondition der Taucher erläutert. So gab es Aufstiege an der gleichen Boje, an anderen Bojen oder Freiwasseraufstiege mit Safetybuoy (SMB). Alles immer relaxt und an den Fähigkeiten der einzelnen Taucher ausgerichtet. So konnte sich jeder wohl fühlen, egal ob Anfänger oder erfahrener Taucher. Der Skipper und ein zusätzlicher Helfer an Bord haben jedem beim Anlegen der Ausrüstung geholfen und darauf geachtet, dass alle heile den Weg ins Wasser und zur Bugleine gefunden haben. Da das Boot mit außen laufenden Leinen und einer guten Leiter ausgestattet ist, war es auch für mich (50+, an der Oberfläche ein wenig unbeholfen) kein Problem, sicher abzutauchen und nach dem Tauchgang wieder ins Boot zu kommen. Aufgrund der Jahreszeit und der sich im Umbruch befindlichen Organisation/Management waren relativ wenig Tauchgäste vor Ort. Die Tauchausfahrten fanden jedoch auch mit nur einem einzigen Gast statt! Special thanks to BEN: You made me able to do and enjoy my first cave dives. It was an amazing new world of marine life to explore. CLAY: Mister Stingray, thanks for the special deep dive, a lot of huge stingrays, nurse shark with moray eel at Cavalha and awesome driftdives. ALEX and the SKIPPER: Thanks for always a helping hand nearby and sharp eyes by finding the buoy and drifting divers. I had a lot of fun! Auch wenn es mit der Beurteilung der Basis nichts zu tun hat: Der Atlantik bei Sal bietet eine überraschend vielfältige Unterwasserwelt. Natürlich darf man hier keine knallbunten Korallenriffe erwarten. Aber der Fisch- und Artenreichtum ist immer wieder erstaunlich. Die verschiedenen Tauchplätze - flach, tief, Wracks, Grotten, Höhlen - bieten abwechslungsreiche Unterwasserlandschaften für zahlreiche Tauchgänge. Bei mir waren es diesmal 13. Und ich werde bestimmt wieder kommen. Bei der Bewertung gibt es trotz meiner Begeisterung einen Punkt Abzug. Fairerweise muss man zugeben, dass aktuell das eine oder andere noch fehlt oder nicht ganz optimal abläuft. Die Basis Eco Dive School ist zwar nicht bei Null gestartet, aber einiges befindet sich halt noch im (Wieder) Aufbau. Die angehängten Fotos verwende ich mit freundlicher Genehmigung von Oliveira White
Das einzige "negative" ist eigentlich, dass die Basis nicht wirklich ihre Highlights an den Mann/an die Frau bringt. Aber eins nach dem anderen ;). Die Basis hat 2 Shops, wir waren beim Hotel Meliā Tortuga. Die Basis hatte einen offenen Bereich, um das kundeneigene Equipment aufzubewahren, das alles ohne Probleme geklappt hat. Nach dem Tauchgang hat man alles zum Trocknen draußen aufgehängt und nach ein paar Stunden wurde es von Personal aufgeräumt. Die Tauchspots wurden ad-hoc anhand der Wetterbedingungen entschieden, so dass wir auch mal einen Tauchspot zweimal betaucht haben. In der Basis zieht man sich deinen Anzug und Schuhe an, den Rest verstaut man in ausreichend großen Netzen. Gemeinsam geht es mit dem 9-Sitzer Bus dann zum ca. 5min entfernten Peer, dort wird alles aufs Boot verladen und während der Anfahrt baut man sein Gerödel zusammen. Etwas lästig ist, dass man jedes mal wieder sein Blei neu in die Bleitaschen verstauen muss (aber dafür halt auch nicht so viel schleppen muss ;-)). Die Flachen haben DIN und kommen mit Adapter auf INT, und man muss erst jedesmal erst den Adapter entfernen (lassen). Einstieg vom Boot ist dann mit Rolle rückwärts und die Tauchguides sind echt immer auf Zack, dass jeder genug sieht und dass die Gruppe zusammen bleibt. Die wenigen Tauchspots werden teilweise von zu vielen Tauchbooten gleichzeitig angefahren, so dass wir auch mal 25 Tauchen auf 4 Booten an einer Leine hatten. Die Tauchplätze sind ganz ok, man darf nicht zu viel erwarten, es gibt keine Korallen, aber artenreiche Fische, viele Moränen. Kofferfische, Schalenfische, etc. Beim wieder Einsteigen ins Boot hilft das Personal echt gut, man reicht nach und nach Blei und Flasche hoch, und steigt dann über die Leiter ins Boot. Im Hafen muss man ans Ufer schwimmen (20-30 m), weil die Peer sehr Busy ist von den zurückkommenden Fischern. Es soll aber noch diesen Herbst eine Peer nähe des Hotels Meliā Tortuga eröffnet werden. Auf Nachfragen wurde uns dann auch ein Tauchgang zu zwei Höhlen angeboten, wir mussten selber organisieren, dass genügend Gäste dafür zusammen gekommen sind. Mit dem Bus sind wir dann ca. 30min gefahren und dort ca. 50m zum Drop-Off herangebracht worden. Dort dann ins Wasser gesprungen und über eine Leiter wieder zurück. Wir kommen gerne wieder, wenn die neue Peer fertig ist, dann gibt es noch andere Tauchspots die dann nicht mehr zu weit weg sind und auch angefahren werden können.
Zu allererst: die Tauchgänge auf Sal waren allesamt (wir hatten 19 Stück) hervorragend. Die Unterwasserwelt ist auf den Kapverden noch sehr intakt, der Fischreichtum einzigartig. Von Höhlentauchen bis zum Walhai war einfach alles dabei. Für Anfänger, auf Grund der Strömungen und Sichtweiten allerdings eher ungeeignet. Unser Guide Dudu verdient ein ganz spezielles Lob, da wir selten einen so entspannten und erfahrenen Guide hatten. Um 8:00 wurden wir an unserem Appartment überpünktlich jeden Morgen mit dem Pick-up abgeholt. Danach ging es an die Tauchbasis. Anziehen, kurzes briefing, auf den Pick-up und ab an den Steg, wo die Zodiacs auf ihre Taucher warten. So die Theorie. Da die Organisation leider alles andere als gut läuft, waren lange Wartezeiten mit einzuplanen. Aber gut. Nicht so dramatisch. Auf dem Boot ging es dann ab Richtung Tauchplatz. Diese sind in der Regel zwischen 10 und 20 Minuten entfernt. Hier gab es dann 2 Vormittagstauchgänge an zwei unterschiedlichen Tauchplätzen mit einer Oberflächenpause auf dem Boot von knapp einer Stunde. Danach ging es zurück an den Strand, wo wir vom Zodiac gestiegen sind, und den Rest zur Basis laufen mussten (5 Minuten zu Fuß, also nicht weiter schlimm, da die Ausrüstung zurück an den Steg und dann per Pick-up zur Tauchbasis gebracht wurde). Die komplette Ausrüstung mit Ausnahme des Neoprens und der Füßlinge wurde von den Mitarbeitern des Tauchcenters gespült und aufgehängt. Alles also insgesamt sehr stressfrei. Es gibt hier nur 4 Sterne, da die Organisation während unseres Urlaubs teilweise unter aller Kanone war. Wir hatten unsere Tauchgänge vorab per Internet gebucht. Leider kamen diese E-Mails angeblich nie an. Man hat uns dann vor Ort direkt angenommen, was uns sehr positiv aufgefallen war. In der zweiten Woche mussten wir dann allerdings 2 Tage Zwangspause vom Tauchen machen, da die Basis zu viele Taucher angenommen hatte. Da die andere Gruppe dort schon bekannt war und auch mehr Taucher als wir waren (wir waren zu dritt), hat man sich dann kurzerhand dazu entschlossen, dass wir 2 Tage leider nicht mit raus können. Mehr als ärgerlich, da wir einen reinen Tauchurlaub geplant hatten, und somit nicht durchtauchen konnten. Wäre vllt alles nicht so schlimm gewesen, wenn man versucht hätte, eine Lösung für uns zu finden. Leider wurden wir hier ziemlich kurz abgespeisst. Zur Verteidigung muss allerdings erwähnt werden, dass wir am Urlaubsende nochmal ein Gespräch mit dem Basisbesitzer hatten, in dem er dann doch verstanden hatte, dass die 2 Tage Tauchpause für uns wirklich daneben waren. Alles in allem können wir am Ende nur ein Riesen-Lob für die Jungs des Tauchcenters da lassen, und wissen genau, dass dies nicht der letzte Tauchurlaub auf Sal war. Danke trotz allem Chaos an das gesamte Team für wunderschöne Tauchgänge.

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