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Tauchen in Grönland

Grönland hat wenig Einwohner (56.000) und viel Eis! 80 Prozent der größten Insel der Welt liegen unter einem bis zu 3000 Meter dicken Eispanzer verborgen. Zu dick für ein Einstiegsloch für einen Eistauchgang. Braucht man aber auch gar nicht, denn rund um die Insel gibt’s Eisberge satt an denen zu tauchen spannend und gefährlich zugleich ist. Dorsche, Seewölfe und selbst Kelp machen deutlich, dass man im Nordmeer weilt. Sichtweiten bis zu 50 Meter und sommerliche Wassertemperaturen von 2-4 Grad machen Tauchen in Grönland zum Expeditionstauchen für Profis.

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Tauchen in der Arktis - Grönland

Nach einigen Tauchexpeditionen in Spitzbergen mit Oceanwide Expeditions und dem Schiff "Professor Molchanov" haben wir, das ist das Adventurediver Expedition Team Gerd Meyer und Eva Schmied, uns einen lang gehegten Traum erfüllt und ein weiteres Tauchparadies fernab aller Palmen und Sandstrände entdeckt, nämlich die Westküste Grönlands, genauer gesagt das Gebiet um die Disko-Bucht.

Im September dieses Jahres haben wir eine erste Erkundungsreise nach Grönland unternommen, die uns zunächst ins Inland nach Kangerlussuaq und dann an die Küste nach Ilulissat und Rodebay geführt hat.

Grönland ist ja fast zur Gänze mit Eis bedeckt, lediglich 15% des Landes sind eisfrei. Im Westen findet man tiefe Einschnitte in die Küste, Fjorde, die ihre Fortsetzung ins Landesinnere oft in Gletscherzungen und Gletschern selbst finden. In der Disko-Bucht beeindrucken die Eisberge, die der Sermeq Kujalleq Gletscher in den Kangia-Fjord kalbt und die, nach einer etwa einjährigen Reise durch den Fjord, in die Bucht treiben, wo sie so lange bleiben, bis der Unterwasserteil abgeschmolzen ist und sie über das unterseeische Gebirge ins offene Meer treiben.

Mit der MS Maya und ihrem Inhaber, dem aus Mannheim stammenden Willi Gemander, der sich einen Jugendtraum erfüllt hat und seit vielen Jahren in Grönland lebt, fuhren wir los, um Tauchplätze und das Land zu erkunden.

Die Plätze, die betaucht wurden, waren z.B. eine Bucht, in deren Eingang kleinere Eisberge auf Grund laufen und dort langsam abschmelzen. Es fand sich dort auch ein betauchbarer Eisberg, an dessen Unterwasserteil wir entlangschwammen und in Spalten tauchten bzw. uns auf Plateaus legen konnten. Erforscht haben wir auch den Walfriedhof in Rodebay, ein Ort, wo die Wale, die die Grönländer von Ilulissat laut Kontingent jagen können, an Land gezogen werden. Nachdem sie verwertet sind, werden die Knochen zurück ins Wasser geschafft. So taucht man zwischen Wirbelknochen und Bandscheiben von Walen, auch ein ganzer Kopf, noch mit Fetzen von Walfett behangen, tauchte wie ein großer weißer Felsen bei einem Tauchgang vor uns auf. Die Unterwasserwelt ist äusserst bunt und lebendig. Der Grund und die Felsen der ansteigenden Küstenlinie sind übersät mit Seeigeln, Seesterne in allen möglichen Rotschattierungen, Seegurken mit einer Art Geweih lagen zu Hauf herum und gelbe und rote Anemonen leben zwischen den Steinen, die, mit einer Alge überzogen, mit ihrer leicht violetten Farbe wie Bruchstücke eine Riffes aussehen. Hier tummeln sich diverse Arten von Knurrhähnen sowie Vertreter anderer Fischarten. Ausserdem gibt es hier Laminarien und Seespinnen, Krebse sowie Schnecken, die sich im Schutz der Laminarien tummeln. Bei etwas Glück besteht die Möglichkeit zum Walewatching.

Da wir dieses Erlebnis, diese grandiose Natur zu erkunden, auch anderen interessierten Tauchern anbieten möchten, führen wir ab September 2001 Tauchexpeditionen nach Grönland in die Disko-Bucht mit mindestens 6 bis höchstens 10 Tauchern durch. Die Erkundungsfahrt durch Grönland soll damit fortgesetzt werden und neue Tauchplätze sollen entdeckt werden. Insgesamt sind 12 Tage inklusive An- und Abreise geplant.

Weit ab von Tauchbasen mit Massenabfertigung steht hier, in dieser speziellen Tauchumgebung, der Taucher ganz im Mittelpunkt. Eine Basis im gewohnten Sinn gibt es nicht, sein Equipment muss jeder selbst mitbringen. Für Flaschen und Blei sowie Kompressor ist gesorgt, auch Flug, Transfer, Unterkunft, Transport von Taucher und Material mit dem Schiff bzw. mit Tauchbooten zu den Tauchplätzen, werden organisiert. Getaucht wird von Land oder vom Boot aus in Buddy-Teams, jeder ist für seine Ausrüstung selbst verantwortlich. Ein sehr individuelles und spannendes Taucherlebnis ist garantiert.

Auch Wanderungen können gemacht werden und die Möglichkeit, das einmalige Spektakel der aus dem Kangia treibenden riesigen Eisberge zu beobachten, ist eingeplant.

Diese Reise plante das Adventurediver Team zusammen mit dem Reiseveranstalter AR Touristik GmbH, Kempten, und unserem Partner vor Ort.

Mehr Informationen zur Tauchreise September 2001 sowie zu uns selbst findet man in der Website www.adventure-diver.de. Gerne übermitteln wir auch Informationsmaterial per Post oder Fax, unsere Adresse lautet:

Adventurediver Expedition
Gerd Meyer
Am Schlossgraben 10
D-85376 Massenhausen
Tel. und Fax +49 / (0)8165-98427
E-Mail: gerd@adventure-diver.de

Hundeschlittentouren und Eistauchen im April 2015

Nachdem wir nun schon einige Jahre in den Sommermonaten in Grönland getaucht hatten, war es eine neue Erfahrung hier im Winter die Unterwasserwelt zu erkunden. Die Klimaveränderung macht sich hier jedoch in den letzten Jahren besonders bemerkbar und die Eissituation wird immer schwerer berechnebar. Das haben auch wir erlebt und es war schwierig sicheres Eis zu finden, bzw. jeden Tag hatte sich die Situation wieder verändert.
Die Sichtweiten waren erstklassig, aber wegen zahlreicher Stürme im milden Winter auch schlechter als noch vor etwa fünf Jahren, als wir schon einmal im Mai hier waren. Aber bei Sichtweiten von 20 bis 50 Metern ist dies eher Jammern auf hohem Niveau.
Mit den Hundeschlitten ging es zu den Tauchplätzen - ein Abenteuer für sich. Unsere Guides waren lokale Jäger, die sich erstklassig auskennen. Dank mobiler Tauchlogistik konnten wir verschiedene Plätze, aberseits der Zivilisation erkunden. Bei Wassertemperaturen von bis zu -3°C waren die Tauchzeiten begrenzt.
Besonderes Highlight war das Tauchen an eingefrorenen Eisbergen. Das diffuse Licht unter dem Schnee sorgt hier für eine magische Stimmung. Fazit: Maximaler Abenteuerfaktor, unglaubliche Fotomotive, aber nicht geeignet für Taucher, die eine Luxusreise erwarten. To be continued!


Fantastische Sicht am Eisberg


Mitte April wurde es kaum noch dunkel, dennoch konnten wir Polarlicht sehen.


Die Schlittenhunde leisten unglaubliche Arbeit!


Eis soweit das Auge reicht - aus dem Helikopter betrachtet.


Dünnes Eis im Winter - unerwartet konnten selbst Boote schon fahren.


Eine Welt aus Licht und Eis.


Außergewöhnliche Motive für UW Fotografen.


Die Inuit Jäger kennen das Eis am besten.


Unter dem Eis am Eisberg.


Maximales Tauchabenteuer!

Eine Reise nach Ostgrönland ist eine Reise in eine der entlegensten Regionen der Welt. Nachdem im Frühjahr 2012 beim Eistauchen in Süddeutschland meine Faszination für die Schönheit von Eis unter Wasser geweckt wurde, wollte ich im August 2013 mit Eisbergen Tauchen und habe eine entsprechende Reise bei Northern Explorers gebucht.
Die Anreise nach Tasiilaq, der Hauptstadt von Ostgrönland war überraschend einfach, wenn man sich überlegt wie schwierig die Logistik in dieser Region ist. Von Reykjavik fliegt man lediglich zwei Stunden zum Flughafen von Kulusuk, wo uns Grönland mit dem besten Wetter empfangen hat. Von Kulusuk aus fuhren wir noch ungefähr eine Stunde bis Tasiilaq wo unsere Unterkunft war. Auf der Bootsfahrt war die meiste Zeit andächtiges schweigen weil jeder der fünf Teilnehmer die überwältigende Landschaft genossen hat. Die Luft war während dieser Fahrt unglaublich klar und die karge Landschaft erlaubte keine Einschätzung über die Entfernung oder Höhe der Berge am Rande des Fjords oder der Eisberge auf dem Wasser. Auch weil keinerlei optische Referenz vorlag. Kein Baum, kein Haus, keine Straße oder Strommast mit deren Hilfe man eine Abschätzung vornehmen könnte, war vorhanden. Eisberge hatten die wenigsten aus unserer Gruppe bisher gesehen und auch der Buckelwal der sich nicht weit von unserem Boot entfernt zeigte, war der erste Meeressäuger den ich in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen habe.
Wie luxuriös man eine Unterkunft empfindet hängt stark von den Erwartungen im Vorfeld ab. Sven, unser Guide, hatte uns bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass wir keine zu hohen Erwartungen an die Unterkunft haben sollten, da die Reise eher Expeditionscharakter hat. Entsprechend gering lag die Messlatte und ich war doch recht positiv überrascht als ich die Wohnung bezogen habe. Wir waren mit sechs Personen jeweils in kleinen Zweibettzimmern in einem Schwedenhaus untergebracht, das über ein Bad, eine Küche und ein Wohnzimmer verfügte. Für das Essen hat jeden Abend ein einheimischer Koch gesorgt. Ich hätte während der Zeit gerne mehr die einheimische Küche kennen gelernt, stattdessen gab es eher Lasagne und Auflauf, aber auch das ein oder andere mal Fisch.
So schwierig wie die Logistik in diese Region ist, so gering ist auch die Ausstattung der Tauchbasis. Ein Kompressor, ein paar Tauchflaschen und eine Hand voll Ersatzteile. Auf technische Defekte muss man sich im Vorfeld selbst vorbereiten. Das hat auch einer meiner Mitreisenden zu spüren bekommen, dessen Reißverschluss am Trockentauchanzug während der Reise undicht geworden ist. Er hatte das Glück, dass er eine ähnliche Größe wie unser Guide hatte und mit dessen Anzug weiter tauchen konnte. Andernfalls wären weitere Tauchgänge unmöglich geworden.
Die Ausfahrten wurden mit einem Boot unternommen, das nur eine kurze Periode im Jahr als Tauchboot verwendet wird. Dementsprechend gab es dort nur eine „normale“ Leiter (keine Tauchleiter) um ins Boot zu gelangen und keine Befestigungsmöglichkeiten für das Tauchequipment. Bei einer Tauchgruppe von insgesamt 6 Personen konnte man sich aber dennoch recht gut auf dem Boot organisieren. Die Wassertemperaturen lagen in der Woche, in der ich dort war zwischen -1°C am Eisberg (mein erster Tauchgang bei negativen Wassertemperaturen) und 1°C an den übrigen Tauchplätzen.
Die Tauchgänge an den Eisbergen waren einmalig und faszinierend. Eine unglaublich tolle Lichtstimmung unter und über Wasser. Kein Eisberg gleicht dem anderen, mal sind sie glasklar, mal weiß und mal besitzen sie ein kräftiges blau. Da wir im „Hochsommer“ in Grönland waren hatten wir Lufttemperaturen von ca. 10°C und es floss viel Schmelzwasser von den Eisbergen in das Meer was zu starkem flimmern und eingeschränkter Sicht auf den ersten 10m Wassertiefe führte. Unser Guide sagte uns, dass es im Frühjahr bessere Sichtverhältnisse herrschen, weil zu diesem Zeitpunkt die Eisberge noch nicht schmelzen. Im Frühjahr sieht man nach seiner Aussage aber keine Wale und die Anreise ist aufgrund der Eisdecke deutlich schwieriger. Während meiner Woche auf Grönland konnten wir fast an jedem Tag Wale vom Boot aus sehen. Unter Wasser ist mir aber leider keiner begegnet.
Die Tauchgänge die wir nicht an Eisbergen durchgeführt haben waren von Kelpwäldern geprägt. Es gab Steilwände und Weichkorallen zu entdecken. Die meisten Lebewesen unter Wasser waren im Makrobereich zu finden. Ebenfalls faszinierend waren die Schneisen der Zerstörung die von Eisbergen in die Unterwasserlandschaft geschlagen werden, wenn sie über den Grund kratzen. Wir haben einige Tauchgänge an Plätzen gemacht, wo noch niemand vor uns im Wasser war. Entsprechend unvorhersehbar ist, was einen unter Wasser erwartet. Wir haben an manchen Tauchgängen ein Weichkorallen und ein versunkenes Boot gefunden, an anderen Tauchgängen gab es jedoch nur Steine zu bestaunen.
Insgesamt hat mich die Reise nach Grönland um tolle Erfahrungen bereichert. Es würde mich reizen im Frühjahr noch einmal wieder zu kommen um die Eisberge unter besseren Sichtverhältnissen zu sehen. Auch gerne wieder bei NorthernExplorers.


Tauchbasis


Tauchen am Eisberg


Eisberge

Eis im Sommer - eine willkommene Abwechslung

So entflohen wir der Sommerhitze in Deutschland und machten uns auf den Weg zu arktischen Giganten. Wir kamen wieder mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen, wie man sie nur in der wilden Ursprünglichkeit Ostgrönlands sammeln kann.

Dank der Erfahrung und Professionalität von Sven Gust/Northern Explorers und der Kooperation mit Lars Anker/Travellodge Tasiilaq wurde eine Reise für Jedermann und -frau angeboten mit hohem Standard in Unterkunft, Boot und Tauchlogistik. Größere, taucherische Herausforderungen waren nicht zu bewältigen. Die Teilnehmer der Reise waren UrlaubstaucherInnen (> 150 TG) und konnten alle Tauchgänge problemlos durchführen.

Das komfortabel eingerichtete Gästehaus befindet sich in Tasiilaq, dem größten Ort an der Ostküste Grönlands. Der Ort bietet Reisenden ein Museum, eine Touristeninformation, eine Pizzeria, eine Bar, ein Hotel, zwei Supermärkte und eine Post. Daher verwundert es nicht, dass hier mehr naturbegeisterte Individualreisende und weniger vergnügungssüchtige Pauschalreisende anzutreffen sind.

Wir haben uns die Woche selbst verpflegt. Der Supermarkt bietet alles was man so braucht, insbesondere der frische, grönländische Heilbutt ist sehr zu empfehlen! Wer auf sein Dekobier nicht verzichten kann, sollte alkoholische Getränke mitbringen--Einfuhrbeschränkungen nach Grönland beachten!

Wir hatten auf unserer Reise Glück mit dem Wetter und bekamen viel Sonne mit Temperaturen an Land bis 14 Grad und wenig Wind. Dennoch ist warme, wind- und regendichte Kleidung obligatorisch. Die Küste ist geprägt von schroffen, schneebedeckten Bergen, manche bis zu 2000m hoch und großen, unberührten Fjorden, die immer wieder den Blick auf Grönlands Inlandeis freigeben, der riesigen Eiskappe unter der der Großteil des Landes begraben liegt. An manchen Stellen reicht das Inlandeis als Gletscher bis in den Fjord und kalbt ständig riesige Eisberge. Die Garantie wie man sie wohl nur an wenigen Orten der Welt bekommt für eine der Attraktionen der Reise: Tauchen an Eisbergen.

Lars betreibt neben dem Gästehaus auch mehrere Boote und war unser ortskundige Skipper bei allen Tauchausflügen. Das Boot bietet mit WC und beheizter Kabine guten Komfort für Tagesausflüge und das Heck ist groß genug für bis zu 6 Taucher. Getaucht wurde an strömungsarmen Plätzen in Fjorden vom Boot aus. Die Wassertemperatur lag zwischen 0 und 4 Grad, Erfahrung mit Trockenanzug und eine kaltwassertaugliche Ausrüstung sind hier also Voraussetzung.

Eisberge sind über wie unter Wasser faszinierende Skulpturen und das Tauchen an diesen Giganten aus Eis und Schnee ist ein unvergessliches Erlebnis. Dank der genauen Kenntnisse von Lars, der bereits seit einigen Jahren in Tasiilaq lebt und ansonsten Hundeschlittentouren, Angel- und Wandertouren anbietet, kann das Risiko in der Nähe der langsam tauenden Eisbergen richtig eingeschätzt und minimiert werden.

Aber auch abseits der Eisberge bietet die Unterwasserwelt mit Kelpwäldern, üppig bewachsenen Steilwänden, Kaltwasserkorallen und jede Menge Makromotiven abwechslungsreiche Tauchgänge. Die Reise wurde zum zweiten Mal angeboten, so konnte Sven einige ihm bereits bekannte Tauchplätze zeigen. Dennoch ist das Entdecken von neuen Plätzen, an denen zuvor noch nie getaucht wurde, ein weiterer, ganz besonderer Reiz dieser Reise.

Die Sommermonate bieten zudem die Gelegenheit Giganten aus Fleisch und Blut zu beobachten. Bei jeder Bootsausfahrt entlang der Küste sichteten wir Wale. Dabei überraschte nicht nur die Vielzahl sondern auch die Vielfalt--allein in einer Woche sichteten wir Buckelwale, Finnwale, Pottwale, Minkwale und Orcas. Eine ausgedehnte Whale Watching Tour ist daher fester Bestandteil des Programms.

Die unberührte, arktische Welt, die über wie unter Wasser so ganz anders ist als ´übliche´ Tauchdestinationen und die Leidenschaft und das Engagement der Veranstalter Sven und Lars, uns alle Attraktionen näher zu bringen, machten es zu einer ganz besonderen Reise.


Unterkunft in Tasiilaq


Sommer in Tasiilaq


Blick auf das Inlandeis Grönlands


Eisgigant


Rasmussen Gletscher


Unbeschreiblich


Buntes Makroleben


Kaltwasserkoralle


Buckelwal

Der Osten Grönlands ist weit weniger besiedelt als der Westen. Die Landschaft ist karger und arktischer. In der Region um den Ort Tasiilaq kann von etwa Mitte Mai bis Ende September getaucht werden - wobei die Verhältnisse im Mai und Juni noch recht hart sein können. Große Packeisfelder können dann Bootsfahrten sogar unmöglich machen.

Getaucht werden kann an Eisbergen, unter Packeis, an Steilwänden mit Korallen, in Kelpwälder, an Walfriedhöfen, uvm. In der Region liegen auch Wracks, jedoch wurden diese bisher nicht lokalisiert und betaucht. Ein Problem ist das die gewaltigen Eisberge vermutlich die meisten Flugzeug- und Schiffswracks zerstört haben dürften.
Im Sommer kann man aber dafür mit Walen schnorcheln und die Landschaft und Natur sind grandios. Die Sichtweiten liegen im Mai bei teils über 50 Metern, können aber während der Algenblüte auf ca. 5 Meter sinken. Die Wassertemperatur liegt bei -3°C im Mai bis +4°C im August.
Angeboten werden hier keine Luxustouren, jedoch sind saubere und geräumige Unterkünfte und Boote vor Ort verfügbar. Ebenso Flaschen und Blei. Eine ganzjährig geöffnete Tauchbasis gibt es dort nicht.
In der Sommermonaten wird der Tauchbetríeb von der norwegischen Firma Northern Explorers organisiert. Die Tauchgruppen sind jeweils auf 5 bis 6 Teilnehmer beschränkt.

Nach Grönland sollte man nicht nur zum Tauchen, sondern um die Arktis unter UND über Wasser zu erleben. Tauchgänge lassen sich bestens bei diversen Tagestouren mit dem Boot einplanen. Die meisten Touren werden mit einem Boot mit beheizbarer Kabine und Toilette durchgeführt.
Touren im Nahbereich und Waltouren können auch mit kleineren offenen Booten durchgeführt werden.
Die Anreise mit dem Flieger erfolgt über Island, somit kann man hier auch einen Aufenthalt einplanen und tauchen.

Northern Explorers bietet auf Grönland kein Ausbildung und auch keinen Ausrüstungsverleih an. Flaschen, Blei und Luft sind in den Tourangeboten gewöhnlich inklusive. Trockentauchanzug und sicherer Umgang damit sind selbstverständlich ein Muss!


Gletscher


Buckelwal


Tasiilaq


Eisberge


unerschrockene Taucher


Eisberg unter Wasser


Rippenqualle


Walbegegnung


Kriegsrelikte auf US Basis

Auf der Suche nach außergewöhnlichen und interessanten Tauchgängen weit ab vom Massentourismus hat es uns im August 2012 über Umwege an die Ostküste Grönlands verschlagen. Nicht ahnend, dass wir zu den wenigen Menschen gehören die hier in Ostgrönland jemals getaucht sind.

Die Organisation übernahm Northern Explorers aus Norwegen. Der Flug führte uns über Island nach Kulusuk auf Grönland. Der Transport auf Grönland wurde von Lars Anker (www.travellodge.dk) gemanagt der uns auch herzlichst in seiner Travellodge in Tasiilaq, der Hauptstadt Ostgrönlands mit rund 1400 Einwohnern, aufnahm. Die Lodge bietet Platz für bis zu 8 Personen. Bad, Küche und geräumiger Wohnraum sind vorhanden sowie Internet.

Einige Monate zuvor wurde diverses Tauchequipment wie Flaschen, Kompressor und Blei per Frachtpost hier her geliefert um die anstehenden Tauchexpeditionen auf hohem Niveau gewährleisten zu können.

Die Tauchgänge erfolgten alle vom Boot aus, welches von Lars gesteuert wurde. Jede Ausfahrt und jeder Tauchgang ist individuell abgestimmt und immer wieder ein neues spannendes Ereignis.

Auf der Zielliste standen Eisberge über- und unter Wasser, Wale, Rasmussen Gletscher, Steilwände mit Korallen und Makroleben, faszinierende Exkursionen in verlassenen Militärcamps aus dem 2.WK, sowie Wanderungen im Hinterland mit Flussangeln.

Den Umständen hier in Ostgrönland entsprechend sind die Unterkunft, das Tauchen sowie der Erlebnisfaktor exzellent.

Wer keine Lust auf warmes Wasser mit vielen Tauchern hat und weiße Flecken auf der Taucherlandkarte entdecken möchte, ist in der unberührten Unterwasserwelt vor Ostgrönland definitiv richtig und bei Northern Explorers sehr gut aufgehoben. Abenteuer pur!


Eisgiganten


Eisgiganten


Eisgiganten


Tasiilaq


kleiner Schlittenhund


Relikte


Inuit


Eisberg


Eisberg


Eisberg


Makroleben


Makroleben


Makroleben


Giganten der Meere


Giganten der Meere

Tauchen in der Arktis - Grönland

Nach einigen Tauchexpeditionen in Spitzbergen mit Oceanwide Expeditions und dem Schiff "Professor Molchanov" haben wir, das ist das Adventurediver Expedition Team Gerd Meyer und Eva Schmied, uns einen lang gehegten Traum erfüllt und ein weiteres Tauchparadies fernab aller Palmen und Sandstrände entdeckt, nämlich die Westküste Grönlands, genauer gesagt das Gebiet um die Disko-Bucht.

Im September dieses Jahres haben wir eine erste Erkundungsreise nach Grönland unternommen, die uns zunächst ins Inland nach Kangerlussuaq und dann an die Küste nach Ilulissat und Rodebay geführt hat.

Grönland ist ja fast zur Gänze mit Eis bedeckt, lediglich 15% des Landes sind eisfrei. Im Westen findet man tiefe Einschnitte in die Küste, Fjorde, die ihre Fortsetzung ins Landesinnere oft in Gletscherzungen und Gletschern selbst finden. In der Disko-Bucht beeindrucken die Eisberge, die der Sermeq Kujalleq Gletscher in den Kangia-Fjord kalbt und die, nach einer etwa einjährigen Reise durch den Fjord, in die Bucht treiben, wo sie so lange bleiben, bis der Unterwasserteil abgeschmolzen ist und sie über das unterseeische Gebirge ins offene Meer treiben.

Mit der MS Maya und ihrem Inhaber, dem aus Mannheim stammenden Willi Gemander, der sich einen Jugendtraum erfüllt hat und seit vielen Jahren in Grönland lebt, fuhren wir los, um Tauchplätze und das Land zu erkunden.

Die Plätze, die betaucht wurden, waren z.B. eine Bucht, in deren Eingang kleinere Eisberge auf Grund laufen und dort langsam abschmelzen. Es fand sich dort auch ein betauchbarer Eisberg, an dessen Unterwasserteil wir entlangschwammen und in Spalten tauchten bzw. uns auf Plateaus legen konnten. Erforscht haben wir auch den Walfriedhof in Rodebay, ein Ort, wo die Wale, die die Grönländer von Ilulissat laut Kontingent jagen können, an Land gezogen werden. Nachdem sie verwertet sind, werden die Knochen zurück ins Wasser geschafft. So taucht man zwischen Wirbelknochen und Bandscheiben von Walen, auch ein ganzer Kopf, noch mit Fetzen von Walfett behangen, tauchte wie ein großer weißer Felsen bei einem Tauchgang vor uns auf. Die Unterwasserwelt ist äusserst bunt und lebendig. Der Grund und die Felsen der ansteigenden Küstenlinie sind übersät mit Seeigeln, Seesterne in allen möglichen Rotschattierungen, Seegurken mit einer Art Geweih lagen zu Hauf herum und gelbe und rote Anemonen leben zwischen den Steinen, die, mit einer Alge überzogen, mit ihrer leicht violetten Farbe wie Bruchstücke eine Riffes aussehen. Hier tummeln sich diverse Arten von Knurrhähnen sowie Vertreter anderer Fischarten. Ausserdem gibt es hier Laminarien und Seespinnen, Krebse sowie Schnecken, die sich im Schutz der Laminarien tummeln. Bei etwas Glück besteht die Möglichkeit zum Walewatching.

Da wir dieses Erlebnis, diese grandiose Natur zu erkunden, auch anderen interessierten Tauchern anbieten möchten, führen wir ab September 2001 Tauchexpeditionen nach Grönland in die Disko-Bucht mit mindestens 6 bis höchstens 10 Tauchern durch. Die Erkundungsfahrt durch Grönland soll damit fortgesetzt werden und neue Tauchplätze sollen entdeckt werden. Insgesamt sind 12 Tage inklusive An- und Abreise geplant.

Weit ab von Tauchbasen mit Massenabfertigung steht hier, in dieser speziellen Tauchumgebung, der Taucher ganz im Mittelpunkt. Eine Basis im gewohnten Sinn gibt es nicht, sein Equipment muss jeder selbst mitbringen. Für Flaschen und Blei sowie Kompressor ist gesorgt, auch Flug, Transfer, Unterkunft, Transport von Taucher und Material mit dem Schiff bzw. mit Tauchbooten zu den Tauchplätzen, werden organisiert. Getaucht wird von Land oder vom Boot aus in Buddy-Teams, jeder ist für seine Ausrüstung selbst verantwortlich. Ein sehr individuelles und spannendes Taucherlebnis ist garantiert.

Auch Wanderungen können gemacht werden und die Möglichkeit, das einmalige Spektakel der aus dem Kangia treibenden riesigen Eisberge zu beobachten, ist eingeplant.

Diese Reise plante das Adventurediver Team zusammen mit dem Reiseveranstalter AR Touristik GmbH, Kempten, und unserem Partner vor Ort.

Mehr Informationen zur Tauchreise September 2001 sowie zu uns selbst findet man in der Website www.adventure-diver.de. Gerne übermitteln wir auch Informationsmaterial per Post oder Fax, unsere Adresse lautet:

Adventurediver Expedition
Gerd Meyer
Am Schlossgraben 10
D-85376 Massenhausen
Tel. und Fax +49 / (0)8165-98427
E-Mail: gerd@adventure-diver.de

Hundeschlittentouren und Eistauchen im April 2015

Nachdem wir nun schon einige Jahre in den Sommermonaten in Grönland getaucht hatten, war es eine neue Erfahrung hier im Winter die Unterwasserwelt zu erkunden. Die Klimaveränderung macht sich hier jedoch in den letzten Jahren besonders bemerkbar und die Eissituation wird immer schwerer berechnebar. Das haben auch wir erlebt und es war schwierig sicheres Eis zu finden, bzw. jeden Tag hatte sich die Situation wieder verändert.
Die Sichtweiten waren erstklassig, aber wegen zahlreicher Stürme im milden Winter auch schlechter als noch vor etwa fünf Jahren, als wir schon einmal im Mai hier waren. Aber bei Sichtweiten von 20 bis 50 Metern ist dies eher Jammern auf hohem Niveau.
Mit den Hundeschlitten ging es zu den Tauchplätzen - ein Abenteuer für sich. Unsere Guides waren lokale Jäger, die sich erstklassig auskennen. Dank mobiler Tauchlogistik konnten wir verschiedene Plätze, aberseits der Zivilisation erkunden. Bei Wassertemperaturen von bis zu -3°C waren die Tauchzeiten begrenzt.
Besonderes Highlight war das Tauchen an eingefrorenen Eisbergen. Das diffuse Licht unter dem Schnee sorgt hier für eine magische Stimmung. Fazit: Maximaler Abenteuerfaktor, unglaubliche Fotomotive, aber nicht geeignet für Taucher, die eine Luxusreise erwarten. To be continued!


Fantastische Sicht am Eisberg


Mitte April wurde es kaum noch dunkel, dennoch konnten wir Polarlicht sehen.


Die Schlittenhunde leisten unglaubliche Arbeit!


Eis soweit das Auge reicht - aus dem Helikopter betrachtet.


Dünnes Eis im Winter - unerwartet konnten selbst Boote schon fahren.


Eine Welt aus Licht und Eis.


Außergewöhnliche Motive für UW Fotografen.


Die Inuit Jäger kennen das Eis am besten.


Unter dem Eis am Eisberg.


Maximales Tauchabenteuer!

Eine Reise nach Ostgrönland ist eine Reise in eine der entlegensten Regionen der Welt. Nachdem im Frühjahr 2012 beim Eistauchen in Süddeutschland meine Faszination für die Schönheit von Eis unter Wasser geweckt wurde, wollte ich im August 2013 mit Eisbergen Tauchen und habe eine entsprechende Reise bei Northern Explorers gebucht.
Die Anreise nach Tasiilaq, der Hauptstadt von Ostgrönland war überraschend einfach, wenn man sich überlegt wie schwierig die Logistik in dieser Region ist. Von Reykjavik fliegt man lediglich zwei Stunden zum Flughafen von Kulusuk, wo uns Grönland mit dem besten Wetter empfangen hat. Von Kulusuk aus fuhren wir noch ungefähr eine Stunde bis Tasiilaq wo unsere Unterkunft war. Auf der Bootsfahrt war die meiste Zeit andächtiges schweigen weil jeder der fünf Teilnehmer die überwältigende Landschaft genossen hat. Die Luft war während dieser Fahrt unglaublich klar und die karge Landschaft erlaubte keine Einschätzung über die Entfernung oder Höhe der Berge am Rande des Fjords oder der Eisberge auf dem Wasser. Auch weil keinerlei optische Referenz vorlag. Kein Baum, kein Haus, keine Straße oder Strommast mit deren Hilfe man eine Abschätzung vornehmen könnte, war vorhanden. Eisberge hatten die wenigsten aus unserer Gruppe bisher gesehen und auch der Buckelwal der sich nicht weit von unserem Boot entfernt zeigte, war der erste Meeressäuger den ich in freier Wildbahn zu Gesicht bekommen habe.
Wie luxuriös man eine Unterkunft empfindet hängt stark von den Erwartungen im Vorfeld ab. Sven, unser Guide, hatte uns bereits im Vorfeld mitgeteilt, dass wir keine zu hohen Erwartungen an die Unterkunft haben sollten, da die Reise eher Expeditionscharakter hat. Entsprechend gering lag die Messlatte und ich war doch recht positiv überrascht als ich die Wohnung bezogen habe. Wir waren mit sechs Personen jeweils in kleinen Zweibettzimmern in einem Schwedenhaus untergebracht, das über ein Bad, eine Küche und ein Wohnzimmer verfügte. Für das Essen hat jeden Abend ein einheimischer Koch gesorgt. Ich hätte während der Zeit gerne mehr die einheimische Küche kennen gelernt, stattdessen gab es eher Lasagne und Auflauf, aber auch das ein oder andere mal Fisch.
So schwierig wie die Logistik in diese Region ist, so gering ist auch die Ausstattung der Tauchbasis. Ein Kompressor, ein paar Tauchflaschen und eine Hand voll Ersatzteile. Auf technische Defekte muss man sich im Vorfeld selbst vorbereiten. Das hat auch einer meiner Mitreisenden zu spüren bekommen, dessen Reißverschluss am Trockentauchanzug während der Reise undicht geworden ist. Er hatte das Glück, dass er eine ähnliche Größe wie unser Guide hatte und mit dessen Anzug weiter tauchen konnte. Andernfalls wären weitere Tauchgänge unmöglich geworden.
Die Ausfahrten wurden mit einem Boot unternommen, das nur eine kurze Periode im Jahr als Tauchboot verwendet wird. Dementsprechend gab es dort nur eine „normale“ Leiter (keine Tauchleiter) um ins Boot zu gelangen und keine Befestigungsmöglichkeiten für das Tauchequipment. Bei einer Tauchgruppe von insgesamt 6 Personen konnte man sich aber dennoch recht gut auf dem Boot organisieren. Die Wassertemperaturen lagen in der Woche, in der ich dort war zwischen -1°C am Eisberg (mein erster Tauchgang bei negativen Wassertemperaturen) und 1°C an den übrigen Tauchplätzen.
Die Tauchgänge an den Eisbergen waren einmalig und faszinierend. Eine unglaublich tolle Lichtstimmung unter und über Wasser. Kein Eisberg gleicht dem anderen, mal sind sie glasklar, mal weiß und mal besitzen sie ein kräftiges blau. Da wir im „Hochsommer“ in Grönland waren hatten wir Lufttemperaturen von ca. 10°C und es floss viel Schmelzwasser von den Eisbergen in das Meer was zu starkem flimmern und eingeschränkter Sicht auf den ersten 10m Wassertiefe führte. Unser Guide sagte uns, dass es im Frühjahr bessere Sichtverhältnisse herrschen, weil zu diesem Zeitpunkt die Eisberge noch nicht schmelzen. Im Frühjahr sieht man nach seiner Aussage aber keine Wale und die Anreise ist aufgrund der Eisdecke deutlich schwieriger. Während meiner Woche auf Grönland konnten wir fast an jedem Tag Wale vom Boot aus sehen. Unter Wasser ist mir aber leider keiner begegnet.
Die Tauchgänge die wir nicht an Eisbergen durchgeführt haben waren von Kelpwäldern geprägt. Es gab Steilwände und Weichkorallen zu entdecken. Die meisten Lebewesen unter Wasser waren im Makrobereich zu finden. Ebenfalls faszinierend waren die Schneisen der Zerstörung die von Eisbergen in die Unterwasserlandschaft geschlagen werden, wenn sie über den Grund kratzen. Wir haben einige Tauchgänge an Plätzen gemacht, wo noch niemand vor uns im Wasser war. Entsprechend unvorhersehbar ist, was einen unter Wasser erwartet. Wir haben an manchen Tauchgängen ein Weichkorallen und ein versunkenes Boot gefunden, an anderen Tauchgängen gab es jedoch nur Steine zu bestaunen.
Insgesamt hat mich die Reise nach Grönland um tolle Erfahrungen bereichert. Es würde mich reizen im Frühjahr noch einmal wieder zu kommen um die Eisberge unter besseren Sichtverhältnissen zu sehen. Auch gerne wieder bei NorthernExplorers.


Tauchbasis


Tauchen am Eisberg


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