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Tauchen in Frankreich

Frankreich bezeichnet sich selbst auch immer gerne als die „Grande Nation“. Das Tauchen in Frankreich erfordert so auch „große“ Taucher, denn zumindest in der Normandie und der Bretagne sollte man einen guten Sack an Erfahrung mitbringen und mit schlechter Sicht und reichlich Strömung gut vertraut sein. Gemütlicher geht’s da schon an der französischen Mittelmeerküste zu. Dort gibt es neben zahlreichen Wracks (Rubis, Le Grec, Donator) auch ansonsten ziemlich viel zu sehen.

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Vor einer Woche waren wir in Calvi und machten zwei Tauchgänge mit EPIC. Wir gingen am Abend zuvor vorbei und schrieben uns für den nähten Tag ein. Wir erhielten die letzten zwei Plätze auf dem Boot. Leider war für diesen Tag keine Ausfahrt zum B17-Wrack geplant. Der Shop ist eher ein Warenlager, als ein Shop. Das gibt es in Caliv optisch weitaus attraktivere Tauch-Shops. Um so freundlicher ist das Personal. Alle waren sehr freundlich, hilfsbereit und sichtlich motiviert. Es wird nach SSI ausgebildet. EPIC verkauft keine Ausrüstung. Uns wurde gesagt, dass wir uns um 9:00 beim Shop einfinden sollen, um am ersten Tauchgang teilzunehmen. Wer diese Zeitangabe mit Schweizer oder Deutscher Pünktlichkeit versteht, ist viel zu früh. 9:30 reicht vollkommen. Corsica ist Frankreich und noch légère-r als der recht von Frankreich. Wir warteten auf das Eintreffen aller Gäste, danach darauf das das Team bereit war und später auf das losfahren des Boots. Erst um etwa 10:00 ging es wirklich los. Abgesehen von diesem légère-en Umgang mit der Zeit, fühlten wir uns sehr wohl bei EPIC. Weil wir die Gäste mit der weitaus am meisten Taucherfahrung waren, wurde ein Guide speziell für uns zu Verfügung gestellt. Der junge Franzose ging sehr flexibel auf unsere Wünsche ein und zeigte uns beiden Tauchplätze sehr souverän. Unter dem Wasser trifft man auf die, für das westliche Mittelmeer typische Fauna und Flora. Seegras, gelbe und rote Gorgonien, Edelkorallen, Schwämmer, Krustenanemone, Langusten, Schnecken, Mönchsfische, Zahnbrassen.... Die Hauptattraktion waren aber die grossen Zackenbarsche. Insgesamt, war das Tauchen mit EPIC sehr gut. Wir hatten uns sehr wohl gefühlt. Mit 35.- € pro Person und Tauchgang, bietet EPIC auch einen fairen Preis. Wir brachten unserer eigenen Tauchausrüstung mit.
Im Rahmen einer Urlaubsreise in die Bretagne Anfang August 2019 haben meine Frau Patricia Fromm, PADI und CMAS Tauchlehrerin, mein Sohn, damals 17 Jahre alt, Ryan Ebernau, CMAS Advanced OWD und ich Dieter Ebernau SSI und CMAS Tauchlehrer drei Tage in Carnage eingeplant. Dort wollten wir mit der Tauchbasis Carnage Plogee an drei Tagen sechs Tauchgänge machen. Wir hatten im Vorfeld der Reise bereits ein entsprechendes Tauchpacket online gebucht und 50 % per Online Überweisung bezahlt. In Carange angekommen haben uns noch am späten Nachmittag beim Basenleiten vor Ort angemeldet und den Restbetrag für die drei Tauchpakete bezahlt. Bereits zu diesem Zeitpunkt frischte der Wind auf, aber es gab keine Hinweise darauf, dass die Tauchausfahrt morgen ev. ausfällt! Am nächsten Morgen war es bei der Ankunft an der Tauchbasis im Hafen von Carnage sehr windig und es schlugen große Welle an den Strand. Aufgrund von Niedrigwasser war die Wasserlinie außerhalb des Hafenbeckens, der starke Wellengang war durch Schaumkronen deutlich zu sehe. Zu diesem Zeitpunkt kam die Ansage, dass die Tauchausfahrt stattfindet. Wir hatten bereits Zweifel, ob dies eine gute Idee war. Mit uns nahmen ca. 7-8 Tauchgäste an der Tauchausfahrt teil! Nach dem wir die Ausrüstungen vorbereitet hatten, warten wir an der Slipanlage des Hafenbeckens auf weitere Anweisungen. Wegen Niedrigwasser und dem starken Seegang, wurde uns das Einstiegsprozedere erklärt. Wir sollten unsere Ausrüstung zum Boot tragen. Das Boot wartete ca. 30 Meter vor der Einfahrt des Hafenbeckens in brusttiefem Wasser. Während der gesamten Tauchausfahrt war kein Crewmitgleid an Bord, nur der Basenleiter als Fahrer. Der Basenleiter wies einige Tauchgäste an, dass Boot per Hand am Bug festzuhalten, da aufgrund des starken Wellengangs ein ankern oder das Manövrieren per Motor nicht möglich sei. Ich und zwei andere Männer hielten trotz ca. 1,5 Meter hohen Wellen in brusttiefen Wasser ein ca. 7 Meter langes RIP fest, damit die anderen Tauchgäste, ohne eine Leiter einsteigen konnten. Dabei verloren bei größeren Wellen alle drei Männer, durch das aufsteigende Boot den Kontakt zum Meeresboden und mussten sehr aufpassen vom niedergehenden Boot nicht am Kopf getroffen zu werden. Während der ganzen Ausfahrt war lediglich der Basenleiter als Fahrer an Bord. Es gab kein weiteres Crewmitglied um den Tauchgästen zu helfen und für deren Sicherheit zu sorgen! Auf der Fahrt zum geplanten Tauchplatz musste der Fahrer die Tauchermaske aufsetzen, da der Wellengang sehr hoch war und die Gischt die Sicht total einschränkte. Die Hälfte der Gäste war bei der Ankunft seekrank. Nach dem der Anker gesetzt war, wurde uns mitgeteilt, dass der Tauchplatz ein andere ist als der geplante, da die Wettersituation so schlecht ist, dass nur noch dieser Tauchplatz möglich ist. Das Briefing war sehr kurz, und es wurde lediglich mitgeteilt, dass die max. Tiefe bei 5 Meter liegt und wir uns rund um ein Seezeichen bewegen sollten. Das Boot ankerte ca. 20 Meter vom Seezeichen und ca. 2-3 km von der Küste entfernt. Der Wellengang war ca. 1-2 Meter hoch und es war eine deutlich spürbare Strömung spürbar. Der Seegang war auch noch in 5 Meter Wassertiefe deutlich zu bemerken, was den bereits seekranken Tauchgästen zu schaffen machte. Meine Frau, unser Sohn und ich absolvierten den Tauchgang ohne größere Schwierigkeiten. Die Sicht war schlecht, der Schwall deutlich zu spüren. Zusammengefasst, einer der schlechtesten, teuer bezahlten Tauchgänge die ich in meiner 30-jährigen Tauchgeschichte gemacht habe. Beim Auftauchen in der Nähe des Bootes, war schnell klar, dass sich die Bedingungen weiter verschlechtert hatten. Das Boot war nicht mehr am Anker. Die meisten Tauchgäste waren an der Wasseroberfläche verteilt in einem 100 Meter Umkreis um das Boot und das bei einem Wellengang von 1-2 Meter und einer starken Strömung. Der Basenleiter versuchte gegen die Wellen und Strömung aufzustoppen, um einzelne Tauchgäste aufzunehmen. Da er alleine auf dem Boot war, konnte er den Gästen nicht helfen. Eine Leiter war nicht vorhanden. Immer wieder musste er das Boot wenden und erneut gegen die Strömung und Wellengang anfahren. Aufgrund des hohen Wellengangs, konnte der Fahrer häufig die im Wasser treibenden Tauchgäste nicht sehen und es kam zu sehr gefährlichen Situationen. Die Tauchgäste schafften es nur sehr langsam und mit äußerster Kraftaufwendung, ohne Leiter und Hilfe durch ein Crewmitgleid an Bord zu gelangen. Der Basenleiter hatte die Anweisung erteilt die Tauchausrüstung im Wasser abzulegen und den Bleigurt an zu lassen!!!! Die Tauchgäste sollten zuerst die Tauchausrüstung reichen und dann den Bleigurt. Mit dem Bleigurt angelegt und abgelegter Tauchausrüstung mussten die Tauchgäste gegen Wellen und Strömung ankämpfen, bis auch der letzte Tauchgast an Bord war. Die meisten Tauchgäste waren zu diesem Zeitpunkt sehr seekrank. Ein Tauchgast lag teilnahmslos am Boden des Bootes. Alle Tauchgäste war sehr erschöpft. Auf der Rückfahrt kam es zu einer weiteren gefährlichen Situation, aufgrund einer Vielzahl von ausgelegten Fischernetzen, deren Bojen im hohen Wellengang und überkommender Gischt nur schwer auszumachen war! Bereits auf der Rückfahrt teilte der Basenleiter uns mit, dass wir aufgrund des hohen Wellengangs und dem Hochwasser nicht ins Hafenbecken einfahren können und wir mit der Tauchausrüstung zum Strand schwimmen sollen. Der Basenleiter machte an seiner üblichen Boje das Boot fest, welche ca. 400 Meter in direkter Linie vom Strand entfernt liegt. Auch hier war der Wellengang und die auflandige Strömung sehr deutlich wahrzunehmen. Der kürzeste direkte Weg zum Strand war nicht möglich, da zwischen Boot und Strand eine Reihe von Felsen entlang des Strandes lagen. Somit mussten wir diagonal ca. 600 -700 Meter zum Strand schwimmen und das immer mit der Gefahr durch die auflandige Strömung an die Felsen getrieben zu werden. Nur mit Glück und größter Anstrengung schafften alle Tauchgäste diese Tortour. Lapidar meinte der Basenleiter zu meinem Sohn, dass er nun wisse was ein Mann ist!!! Mit keinem Wort entschuldigte sich der Basenleiter für diese katastrophale Tauchausfahrt. Er erwähnte lediglich, dass es morgen keine Tauchausfahrt geben wird, da die Sicht wahrscheinlich sehr schlecht sein wird und wir die Kosten für die bereits bezahlte Tauchausfahrt am nächsten Tag zurückerhalten würden! Für den darauffolgenden Tag kündigte er bereits an, dass eine Tauchausfahrt stattfinden wird! Selbstverständlich besprachen wir die Erlebnisse unter uns und stellten sehr schnell fest, dass eine Tauchausfahrt unter diesen schlechten Wetterbedingungen nicht hätte stattfinden dürfen. Der Basenleiter kannte uns nicht, konnte somit unsere Fähigkeiten nicht einschätzen und hätte die Tauchausfahrt absagen müssen. Da er uns in eine solch gefährliche Situation gebracht hatte, war unser Vertrauen in seine Entscheidungen und Kompetenzen vollständig weg. Dies teilten wir ihm telefonisch noch am Abend desselben Tags mit und storniert die Tauchausfahrt am übernächsten Tag. Am Telefon teilte er mit, dass er dies nicht akzeptieren wird und uns lediglich das Geld für die abgesagte Tauchausfahrt am nächsten Tag zurückerstattet. Am übernächsten Tag gingen wir am Vormittag zur Tauchbasis, wo wir den Basenleiter nicht antrafen. Wir hinterließen eine Nachricht mit unserer Bankverbindung und der Forderung, uns das Geld für die zwei Tauchausfahrten zurück zu überweisen. Bis heute haben wir keine Reaktion erhalten! Fazit - Die Tauchausfahrt hätte bei starkem Wind, hohem Wellengang und der herrschenden Strömung abgesagt werden müssen - Es ist unverantwortlich als Bootsfahrer, alleine ohne ein Crewmitglied, eine Tauchausfahrt zu unternehmen - Das halten mit bloßen Händen eines 7 m langen Schlauchbootes in brusttiefem Wasser bei einem Wellengang von ca. 1,5 Metern ist gefährlich und unverantwortbar - Der ausgewählte Tauchplatz als einzige noch tauchbare Möglichkeit war eine Katastrophe und aufgrund der Lage, des Starken Wellengangs und der deutlich spürbaren Strömung sehr gefährlich - Es war reines Glück das während des Manövrierens des Tauchbootes mit hohem Wellengang, ohne Crewmitgleid und somit null Sicht des Fahrers nach vorne, es zu keiner Kollision kam - Das Ablegen der Taucherausrüstung im Wasser vor dem Bleigurt, bei solchen See- und Wetterbedingungen widerspricht jeglichen Standards und ist unverantwortlich - Ein Einsteigen ins Boot ohne Leiter ist bei solchen Wetterbedingungen unverantwortlich - Die Anweisung des Basenleiter mit Tauchausrüstung bei starkem Wellengang und auflandiger Strömung und Felsen im Wasser ca. 600-700 Meter an Land zu schwimmen ist unverantwortlich - Das Verhalten des Basenleiter nach dieser katastrophalen Tauchausfahrt ist unverzeihlich und nicht hinnehmbar.
Lieber Tauchergemeinde, zu dieser * Sterne Bewertung gehört eine ausführliche und sachliche Darstellung. Ich werde diese Thematisch aufteilen in „Sporttauchen“ und „technisches Tauchen“ Denn das war der Grund unseres Besuches dieser Tauchbasis. Vorab etwas Wichtiges was das Tauchen in Frankreich betrifft. Ohne CMAS Brevet muss man unbedingt vorab per Mail klären, was man tauchen darf. Auf den Internetseiten der deutschen Tauchschulen in Frankreich steht aber schon einiges geschrieben. Man erspart sich damit viel Enttäuschungen. Wir haben ebenfalls vorab abgefragt, wie unsere technischen Brevets behandelt werden, gerade in Bezug auf Mischgase und Tauchtiefen. Die Antwort war überschaubar mit „Ja die Gase können wir besorgen“ insofern sind wir nicht davon ausgegangen, dass es noch Unklarheiten gibt. Da die Tauchschule eine Kette von drei Tauchbasen besteht, wollten wir alle drei auch betauchen. Auf der Boot wurde uns bereits von der Basis in Port Grimaud abgeraten, da diese eher eine „gelegenheitstauchbasis“ ist und nur in der Französischen Hauptsaison offen ist. Zudem sind die Tauchspots von dort auch wenig interessant bzw. anspruchsvoll. Diese Basis hat im Internet auch die schlechteste Darstellung gegenüber den anderen beiden. Wir waren mal kurz vor Ort und es hat sich auch so bestätigt. Der erste Tag (Sonntag) angekommen, begann es erst einmal mit einem Schock! Die Tauchbasis war eine Baustelle und es war auch ohne handwerkliche Geschicke zu erkennen, dass dies nicht unmittelbar eine angenehme und schöne Atmosphäre ergeben soll. In dieser Umgebung unsere gesamte Ausrüstung zu deponieren (Sägespäne etc.) war schon sehr grenzwertig, aber eine Wahl hatten wir leider nicht. Aufgrund dieser Tatsache war das Tauchen am Sonntag und Montag nicht möglich. Wir waren mit Wohnwagen unterwegs und das wusste die Tauchbasis. Mit dieser Information hätten wir unsere Anreise deutlich stressfreier gestalten können. Unsere Verärgerung war hier schon fast am Anschlag. Eine Info egal wie kurzfristig ist das mindeste was man hätte erwarten können. Das war aber noch nicht alles! Wir hatten Wochen vorab besprochen, dass wir eine Woche bei der Basis in Saint Tropez tauchen wollten und die zweite Woche bei der anderen (100km entfernt in Heyeres) nicht das uns der Zustand der Basis schon geschockt hat, aber dann kam die Information das die Basis in Heyeres aufgrund zu geringer Auslastung geschlossen ist. Das hat unsere gesamte Reise-und Tauchplanung zerstört. Ich möchte hier die Sachlichkeit betonen. Es geht nicht darum das eine Baustelle nicht pünktlich fertig wird oder eine Tauchbasis aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen bleibt. Das kann ich als Unternehmer alles nachvollziehen. Es ist aber dennoch Schulnote 6 dies nicht mit dem Kunden zu kommunizieren. Wir wären ja trotzdem gekommen. Zurück zum Thema Baustelle. Am Sonntag hieß es „am Dienstag ist alles fertig“. Bei dem Wort „alles“ könnte man meinen, dass die Tauchbasis die Grundbedürfnisse des Tauchers bedienen kann. Toilette und Duschen gab es immer noch nicht. Aber immerhin konnte man die Ausrüstung mit kalten Wasser abspülen. Das war auch insofern wichtig, weil die Sägespäne überall zu finden waren. Die Toilette war dann donnerstags fertig, diese war mit geschlossener Tür für Körpergrößen bis 185cm nutzbar, darüber hinaus ging entweder die Tür nicht mehr zu oder man hat „im Stehen“ gemacht. Am ersten Tauchtag wurde uns erklärt, wo wir die Flaschen zum Füllen verbringen sollen, so kamen wir zum ersten Mal mit der Füllanlage in Berührung. Über den technischen Zustand kann ich natürlich nichts sagen, außer dass die Luft penetrant nach Kokos gerochen hat. Da wir keine medizinischen Probleme zu beklagen hatten, war uns das aber egal. Der optische Zustand der Füllanlage war alles andere als Wünschenswert! Wie man seine Wohnung jede Woche saugt oder wischt, so würde ich es mir auch bei solchen technischen Geräten wünschen. Erst recht, wenn Kunden Einblick darauf haben. Diese Basis wirbt deutlich mit dem Thema technisches Tauchen, dieses Basis macht in keinster Weise den Eindruck diesem gerecht zu werden. Wir haben noch keine Basis gesehen, die das bewirbt und weder Doppelgeräte noch Stages im Verleih hat. Bin mir nicht sicher, wie die Franzosen technisches Tauchen definieren. Eine mögliche Erklärung folgt später aber noch. Bei den ganzen Eindrücken haben wir uns entschlossen keine vollwertigen technischen Tauchgänge zu machen und somit „nur“ mit Doppelgeräte los. Man geht von der Basis ca. 100m bis zum Strand, um dann in das Boot einzusteigen. Ohne Steg oder sonstige Einstiegshilfen. Sehr spannend wie man mit Doppelgeräten ins Boot kommt. Wenn man dann mit maximaler Anstrengung ins Zodiac eingestiegen ist, kam die nächste Überraschung, die Befestigung der Tauchgeräte. Hier hatten wir wenig Einfluss, die Crew hat alles übernommen. Bei einer Tauchbasis das technische Tauchen bewirbt, darf man ja davon ausgehen, dass das Gerät gut fixiert wird. Ergebnis der ersten Ausfahrt sind Beschädigungen an den Flaschenventilen und 1. Stufen. Zurück zu allgemeinen Dingen die auch das Sporttauchen betreffen. Das Zodiac hatte ein Gestell verbaut, welches ich bis heute nach 25 Jahren noch auf keinem anderen Zodiac gesehen habe. Es nimmt sehr viel Platz ein, welches der Taucher merkt, wenn es sich am Tauchplatz mit seinem Gerät ausrüsten will. Die Notwendigkeit dieses großen Gestells ist und bleibt mir ein Rätsel. Viele Tauchbasen im Ausland bedienen sich gerne Saisonalen Aushilfen mit der Verlockung den Divemaster oder *** gegen Mitarbeit geschenkt zu bekommen, damit habe ich kein Problem, aber wenn dann die Kunden diesen Aushilfen noch erklären müssen wie man richtig Flaschen füllt oder mit einem Anker umgeht, dann sehe ich die Ressource und Sinnhaftigkeit dieser Aushilfen nicht.Auf der anderen Seite könnte man diese Aushilfen einfach vernünftig einarbeiten, wäre dann nicht ganz so peinlich für eine Tauchbasis.Für Kaffee war aber immer gesorgt, kostenpflichtig versteht sich. Wer nicht direkt im Kontiki schläft und mit Auto zur Tauchbasis fährt, darf sich mit schlechten Parkplatzverhältnissen auseinandersetzen. Bei gutem Wetter sollte man früh aufstehen, denn ansonsten ist der Parkplatz voll und dann läuft man gerne 30 Minuten zum nächsten Parkplatz. Alle kostenpflichtig versteht sich. Für Taucher mit geringen Erwartungen oder Erfahrungen ist diese Tauchbasis sicher gut, gerade wenn man diese aufgrund spezieller Wracks bzw. Spots aufsuchen möchte. Wenn man einfach „nur“ mal in Süd Frankreich tauchen möchte, dann würde ich eher Heyeres empfehlen. Hier hätte man noch Diving Giens (Deutsch) zu den European Divers und man hat dann einfach mehr Flexibilität. Die ist in St. Tropez leider nicht gegeben! Der Basenleiter von European Divers in Heyere ist Jeremy und redet weniger und geht dafür einfach tauchen. Die Tauchbasis ist dort auch schöner! Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir hätten mit einigen Umständen leben können, dazu noch große Sprüche ohne die angekündigte Leistung ist halt keine gute Werbung.
Vor einigen Tagen waren wir in Bonifacio. Wir gingen am Abend zuvor vorbei und buchten einen «tow tank dive» bei Bonifacio Plongeé für den nähten Nachmittag. Brevets und Logbuch wurden peinlich genau geprüft. Der Shop liegt etwas versteckt, unweit des Hafens von Bonifacio. Es wird nach SSI ausgebildet. Uns wurde gesagt, dass wir uns um 14:00 beim Shop einfinden sollen. Wer auf Corsica die Zeitangaben mit Schweizer oder Deutscher Pünktlichkeit versteht, ist viel zu früh. 15:00 hätte vollkommen gereicht. Corsica ist Frankreich und noch légère-r als der Rest von Frankreich. Zuerst hiess es, dass wir mit dem Auto an einen Strand im Osten von Bonifacio fahren würden. Dann entschied sich das Team aber wider um und wir starteten vom Hafen aus. Es dauerte ewigs bis alle Gäste gezahlt und ihre Ausrüstung bekommen hatten. Danach warteten wir sehr lange auf die Flaschen. Seltsam war auch, dass uns gesagt wurde, dass wir max. 45min und nur auf 20m tauchen dürften. Diskussionen darüber ohne Guide zu tauchen, wurden im Keim erstickt. Zudem gab es den Hinweis, dass dies ein SSI-«Recreational diving program» sei und deshalb kein Deco erlaubt sei. Auf meinen Einwand, dass ich CMAS*** sei und für Deco-tauchen ausgebildet, hisse es, dass ich dafür bräuchte ich ein SSI XR-Ausbildung benötigen würde… (Diese Aussage ist sicherlich nicht im Sinne von SSI selbst.) Auf dem Boot angekommen reichten meine Frau und ich unser Blei. Obwohl wir genau wussten, wie viel Blei wir benötigen, wurden wir vom Personal mehrfach belehrt… (??) Die Bootsfahrt in unruhiger See dauerte etwa 40min und führte zu einer klein der Bonifacio vorgelagerten Felseninseln. Der Skiper des Festrumpfschlauchboots gab sich keine besondere Mühe, grossen Wellen auszuweichen. Immerhin lagen die Tauchplätze auf der windgeschützten Seite der Inseln. Wir mussten mit einem Guide und drei anderen Gäste tauchten. Der Guide war offensichtlich total unmotiviert und zeigte uns nicht ein einziges Tier. Er schwamm wie ein Weltmeister und schien den Rekord im Hochgeschwindigkeitsstauchen aufstellen zu wollen. Nach nur 35min waren wir wieder zurück am Boot, mit noch 150bar in den Falschen. Auch alle anderen Gäste hatten noch über 100bar. Trotzdem mussten alle sofort aufs Boot. Als meine Frau und ich nicht auftauchen wollten, gab er uns unmissverständlich zu verstehen, dass der Tauchgang zu Ende sei. Er schwamm uns sogar nach als wir uns von der Gruppe absetzen wollten. Wieder auf dem Boot gab es die Schelte. Wir sollen als Gruppe näher zusammen bleiben und dem Guide Folge leisten… Wir wurden auch gescholten, weil wir mit der Ausrüstung die Leiter hoch gestiegen waren. Angeblich beschädige dies das Boot. OK, aber es gab aber zuvor aber keine Anweisungen, wie man aufs Boot steigen soll. Und dies lag wirklich nicht daran, dass wir das Französisch nicht verstanden hätten. Beim zweiten Tauchgang vertauchte sich der Guide offensichtlich auf dem Rückweg. Nach 45min liess er mitten im Seegrasfeld die Boje steigen. Ich und meine Frau tauchten drauf selbständig zum ankernden Boot zurück. Der Guide fand den Weg nicht zurück und wurde später mit den anderen Gästen vom Boot abgeholt. Was gabs an diesen zwei Tauchplätzen zu sehen? Vor allem Seegras. Dazwischen einige Felsen mit etwas Schwämme und Krustenanmenomen. Die Sichtweite war hervorragend. Fische gab es nur sehr wenige und einen Steinfisch den wir unter einem Stein entdeckten, konnten wir kaum richtig ansehen, weil uns der Guide in Hochgeschwindigkeit davon schwamm. Verglichen mit anderen Tauchgängen, die wir auf Corsica gemacht hatten, waren dies beiden mit Bonifacio Plongeé, die schlechtesten. Sowohl der Shop als auch der Guide waren seltsam. Beide Tauchplätze waren wenig attraktiv. Wir würden nicht erneut mit Bonifacio Plongeé tauchen. (Ursprünglich wollten wir mit Scuba Libre tauchen. Die scheint es aber nicht mehr zu geben.) Mit 45.- € pro Person und Tauchgang, waren die Tauchgänge mit Bonifacio Plongeé auch die teuersten, die wir dieses Jahr in Corsica machten. Wir brachten unserer eigenen Tauchausrüstung mit.
Wir hatten nur einen Tag Zeit um in Calvi zu tauchen. Nachdem die Konkurrenz an diesem Tag nicht zum dortigen B17-Wrack tauchen wollte, entschlossen wir uns spontan beim nähten Tauch-Shops zu fragen und einen dritten Tauchgang an selben Tag zu machen. Bei Calvi Plongée zeigte man sich sehr flexibel und offerierte eine Ausfahrt zur B17 extra für uns, am selben Tag. Der Shop selbst ist eher klein und im Gebäude der Touristeninformation gelegen. Es wird nach SSI ausgebildet und Calvi Plongée verkauft Scubapro-Ausrüstungsgegenstände. Uns wurde gesagt, dass wir uns um 16:00 beim Shop einfinden sollen. Calvi Plongée besitzt ein Anhänger mit und eine Holzplattform direkt am Steg, an dem das Boot anlegt. Dort zogen wir uns um und bauten die Ausrüstung zusammen. Es dauerte dann aber noch über eine halbe Stunde, bevor das Boot zurück war und wir es besteigen konnten. Wer auf Corsica die Zeitangaben mit Schweizer oder Deutscher Pünktlichkeit versteht, ist viel zu früh. 16:30 hätte vollkommen gereicht. Corsica ist Frankreich und noch légère-r als der Rest von Frankreich. Abgesehen von diesem légère-en Umgang mit der Zeit, waren wir mit Calvi Plongée sehr zufrieden. Alles lief sehr professionell ab. Das Briefing war fokussiert auf das Wichtige und unserer Erfahrung angepasst. Die Geschichte des B17 wurde uns erzählt. Die Bootsfahrt zur B17 dauert nur etwa 10min, weil das Wrack direkt südlich der grossen Zitadelle von Calvi liegt. Der Guide war sehr motiviert uns die B17 zu zeigen. Unter dem Wasser trifft man auf die, für das westliche Mittelmeer typische Fauna und Flora. Seegras, gelbe und rote Gorgonien, Edelkorallen, Schwämmer, Krustenanemone, Langusten, Schnecken, Steinfische, Mönchsfische, Zahnbrassen.... Die Hauptattraktion waren aber das Wrack der B17. Der hintere Teil des Flugzeugs fehlt. Der Grund rund um die B17 ist 27m tief. Insgesamt, war das Tauchen mit Calvi Plongée gut. Alles sehr professionell. Mit 42.- € pro Person und Tauchgang, bietet Calvi Plongée auch einen fairen Preis. Wir brachten unserer eigenen Tauchausrüstung mit.
Vor einigen Tagen waren wir in Porto (Corsica) und machten zwei Tauchgänge mit Plongée Porto. Wir gingen am Nachmittag zuvor vorbei und schrieben uns für den nähten Tag ein. Alles was total unkompliziert. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Plongée Porto bildet nach PADI und CMAS aus. Plongée Porto verkauft keine Ausrüstung Der Shop befindet sich auf der anderen Seite des Hafens und ist, von Proto aus nur über die Fussgängerbrücke oder mit einer 5min Autofahrt zu erreichen. Uns wurde gesagt, dass wir uns um 9:30 beim Shop einfinden sollen, um am ersten Tauchgang teilzunehmen. Wer diese Zeitangabe mit Schweizer oder Deutscher Pünktlichkeit versteht, ist viel zu früh. 9:45 reicht vollkommen. Corsica ist Frankreich und noch légère-r als der recht von Frankreich. Wir warteten lange auf das Eintreffen aller Gäste. Erst um etwa 10:00 ging es wirklich los. Abgesehen von diesem légère-en Umgang mit der Zeit, fühlten wir uns sehr wohl bei Plongée Porto. Weil wir die Gäste mit der weitaus am meisten Taucherfahrung waren, wurde eine Guide speziell für uns zu Verfügung gestellt. Sie ist eine etwa 60-Jährige Frau aus der Region und hilft regelmässig beim Shop aus. Sie ging sehr flexibel auf unsere Wünsche ein und hatte sichtlich Freunde die beiden Tauchplätze zu zeigen. Unter dem Wasser trifft man auf die, für das westliche Mittelmeer typische Fauna und Flora. Seegras, gelbe und rote Gorgonien, Edelkorallen, Schwämmer, Krustenanemone, Langusten, Schnecken, Mönchsfische, Moränen, Steinfische, Zahnbrassen.... Die Hauptattraktion waren aber die grossen Zackenbarsche. Das Meer vor Porto ist wirklich sehr Fischreich. Das mag auch an den nahegelegten Meeresschutzgebieten liegen. Insgesamt, war das Tauchen mit Plongée Porto sehr gut. Wir hatten uns sehr wohl gefühlt. Mit 38.- € pro Person und Tauchgang, bietet Plongée Porto auch einen fairen Preis. Wir brachten unserer eigenen Tauchausrüstung mit.
Vor einer Woche waren wir in Calvi und machten zwei Tauchgänge mit EPIC. Wir gingen am Abend zuvor vorbei und schrieben uns für den nähten Tag ein. Wir erhielten die letzten zwei Plätze auf dem Boot. Leider war für diesen Tag keine Ausfahrt zum B17-Wrack geplant. Der Shop ist eher ein Warenlager, als ein Shop. Das gibt es in Caliv optisch weitaus attraktivere Tauch-Shops. Um so freundlicher ist das Personal. Alle waren sehr freundlich, hilfsbereit und sichtlich motiviert. Es wird nach SSI ausgebildet. EPIC verkauft keine Ausrüstung. Uns wurde gesagt, dass wir uns um 9:00 beim Shop einfinden sollen, um am ersten Tauchgang teilzunehmen. Wer diese Zeitangabe mit Schweizer oder Deutscher Pünktlichkeit versteht, ist viel zu früh. 9:30 reicht vollkommen. Corsica ist Frankreich und noch légère-r als der recht von Frankreich. Wir warteten auf das Eintreffen aller Gäste, danach darauf das das Team bereit war und später auf das losfahren des Boots. Erst um etwa 10:00 ging es wirklich los. Abgesehen von diesem légère-en Umgang mit der Zeit, fühlten wir uns sehr wohl bei EPIC. Weil wir die Gäste mit der weitaus am meisten Taucherfahrung waren, wurde ein Guide speziell für uns zu Verfügung gestellt. Der junge Franzose ging sehr flexibel auf unsere Wünsche ein und zeigte uns beiden Tauchplätze sehr souverän. Unter dem Wasser trifft man auf die, für das westliche Mittelmeer typische Fauna und Flora. Seegras, gelbe und rote Gorgonien, Edelkorallen, Schwämmer, Krustenanemone, Langusten, Schnecken, Mönchsfische, Zahnbrassen.... Die Hauptattraktion waren aber die grossen Zackenbarsche. Insgesamt, war das Tauchen mit EPIC sehr gut. Wir hatten uns sehr wohl gefühlt. Mit 35.- € pro Person und Tauchgang, bietet EPIC auch einen fairen Preis. Wir brachten unserer eigenen Tauchausrüstung mit.
Im Rahmen einer Urlaubsreise in die Bretagne Anfang August 2019 haben meine Frau Patricia Fromm, PADI und CMAS Tauchlehrerin, mein Sohn, damals 17 Jahre alt, Ryan Ebernau, CMAS Advanced OWD und ich Dieter Ebernau SSI und CMAS Tauchlehrer drei Tage in Carnage eingeplant. Dort wollten wir mit der Tauchbasis Carnage Plogee an drei Tagen sechs Tauchgänge machen. Wir hatten im Vorfeld der Reise bereits ein entsprechendes Tauchpacket online gebucht und 50 % per Online Überweisung bezahlt. In Carange angekommen haben uns noch am späten Nachmittag beim Basenleiten vor Ort angemeldet und den Restbetrag für die drei Tauchpakete bezahlt. Bereits zu diesem Zeitpunkt frischte der Wind auf, aber es gab keine Hinweise darauf, dass die Tauchausfahrt morgen ev. ausfällt! Am nächsten Morgen war es bei der Ankunft an der Tauchbasis im Hafen von Carnage sehr windig und es schlugen große Welle an den Strand. Aufgrund von Niedrigwasser war die Wasserlinie außerhalb des Hafenbeckens, der starke Wellengang war durch Schaumkronen deutlich zu sehe. Zu diesem Zeitpunkt kam die Ansage, dass die Tauchausfahrt stattfindet. Wir hatten bereits Zweifel, ob dies eine gute Idee war. Mit uns nahmen ca. 7-8 Tauchgäste an der Tauchausfahrt teil! Nach dem wir die Ausrüstungen vorbereitet hatten, warten wir an der Slipanlage des Hafenbeckens auf weitere Anweisungen. Wegen Niedrigwasser und dem starken Seegang, wurde uns das Einstiegsprozedere erklärt. Wir sollten unsere Ausrüstung zum Boot tragen. Das Boot wartete ca. 30 Meter vor der Einfahrt des Hafenbeckens in brusttiefem Wasser. Während der gesamten Tauchausfahrt war kein Crewmitgleid an Bord, nur der Basenleiter als Fahrer. Der Basenleiter wies einige Tauchgäste an, dass Boot per Hand am Bug festzuhalten, da aufgrund des starken Wellengangs ein ankern oder das Manövrieren per Motor nicht möglich sei. Ich und zwei andere Männer hielten trotz ca. 1,5 Meter hohen Wellen in brusttiefen Wasser ein ca. 7 Meter langes RIP fest, damit die anderen Tauchgäste, ohne eine Leiter einsteigen konnten. Dabei verloren bei größeren Wellen alle drei Männer, durch das aufsteigende Boot den Kontakt zum Meeresboden und mussten sehr aufpassen vom niedergehenden Boot nicht am Kopf getroffen zu werden. Während der ganzen Ausfahrt war lediglich der Basenleiter als Fahrer an Bord. Es gab kein weiteres Crewmitglied um den Tauchgästen zu helfen und für deren Sicherheit zu sorgen! Auf der Fahrt zum geplanten Tauchplatz musste der Fahrer die Tauchermaske aufsetzen, da der Wellengang sehr hoch war und die Gischt die Sicht total einschränkte. Die Hälfte der Gäste war bei der Ankunft seekrank. Nach dem der Anker gesetzt war, wurde uns mitgeteilt, dass der Tauchplatz ein andere ist als der geplante, da die Wettersituation so schlecht ist, dass nur noch dieser Tauchplatz möglich ist. Das Briefing war sehr kurz, und es wurde lediglich mitgeteilt, dass die max. Tiefe bei 5 Meter liegt und wir uns rund um ein Seezeichen bewegen sollten. Das Boot ankerte ca. 20 Meter vom Seezeichen und ca. 2-3 km von der Küste entfernt. Der Wellengang war ca. 1-2 Meter hoch und es war eine deutlich spürbare Strömung spürbar. Der Seegang war auch noch in 5 Meter Wassertiefe deutlich zu bemerken, was den bereits seekranken Tauchgästen zu schaffen machte. Meine Frau, unser Sohn und ich absolvierten den Tauchgang ohne größere Schwierigkeiten. Die Sicht war schlecht, der Schwall deutlich zu spüren. Zusammengefasst, einer der schlechtesten, teuer bezahlten Tauchgänge die ich in meiner 30-jährigen Tauchgeschichte gemacht habe. Beim Auftauchen in der Nähe des Bootes, war schnell klar, dass sich die Bedingungen weiter verschlechtert hatten. Das Boot war nicht mehr am Anker. Die meisten Tauchgäste waren an der Wasseroberfläche verteilt in einem 100 Meter Umkreis um das Boot und das bei einem Wellengang von 1-2 Meter und einer starken Strömung. Der Basenleiter versuchte gegen die Wellen und Strömung aufzustoppen, um einzelne Tauchgäste aufzunehmen. Da er alleine auf dem Boot war, konnte er den Gästen nicht helfen. Eine Leiter war nicht vorhanden. Immer wieder musste er das Boot wenden und erneut gegen die Strömung und Wellengang anfahren. Aufgrund des hohen Wellengangs, konnte der Fahrer häufig die im Wasser treibenden Tauchgäste nicht sehen und es kam zu sehr gefährlichen Situationen. Die Tauchgäste schafften es nur sehr langsam und mit äußerster Kraftaufwendung, ohne Leiter und Hilfe durch ein Crewmitgleid an Bord zu gelangen. Der Basenleiter hatte die Anweisung erteilt die Tauchausrüstung im Wasser abzulegen und den Bleigurt an zu lassen!!!! Die Tauchgäste sollten zuerst die Tauchausrüstung reichen und dann den Bleigurt. Mit dem Bleigurt angelegt und abgelegter Tauchausrüstung mussten die Tauchgäste gegen Wellen und Strömung ankämpfen, bis auch der letzte Tauchgast an Bord war. Die meisten Tauchgäste waren zu diesem Zeitpunkt sehr seekrank. Ein Tauchgast lag teilnahmslos am Boden des Bootes. Alle Tauchgäste war sehr erschöpft. Auf der Rückfahrt kam es zu einer weiteren gefährlichen Situation, aufgrund einer Vielzahl von ausgelegten Fischernetzen, deren Bojen im hohen Wellengang und überkommender Gischt nur schwer auszumachen war! Bereits auf der Rückfahrt teilte der Basenleiter uns mit, dass wir aufgrund des hohen Wellengangs und dem Hochwasser nicht ins Hafenbecken einfahren können und wir mit der Tauchausrüstung zum Strand schwimmen sollen. Der Basenleiter machte an seiner üblichen Boje das Boot fest, welche ca. 400 Meter in direkter Linie vom Strand entfernt liegt. Auch hier war der Wellengang und die auflandige Strömung sehr deutlich wahrzunehmen. Der kürzeste direkte Weg zum Strand war nicht möglich, da zwischen Boot und Strand eine Reihe von Felsen entlang des Strandes lagen. Somit mussten wir diagonal ca. 600 -700 Meter zum Strand schwimmen und das immer mit der Gefahr durch die auflandige Strömung an die Felsen getrieben zu werden. Nur mit Glück und größter Anstrengung schafften alle Tauchgäste diese Tortour. Lapidar meinte der Basenleiter zu meinem Sohn, dass er nun wisse was ein Mann ist!!! Mit keinem Wort entschuldigte sich der Basenleiter für diese katastrophale Tauchausfahrt. Er erwähnte lediglich, dass es morgen keine Tauchausfahrt geben wird, da die Sicht wahrscheinlich sehr schlecht sein wird und wir die Kosten für die bereits bezahlte Tauchausfahrt am nächsten Tag zurückerhalten würden! Für den darauffolgenden Tag kündigte er bereits an, dass eine Tauchausfahrt stattfinden wird! Selbstverständlich besprachen wir die Erlebnisse unter uns und stellten sehr schnell fest, dass eine Tauchausfahrt unter diesen schlechten Wetterbedingungen nicht hätte stattfinden dürfen. Der Basenleiter kannte uns nicht, konnte somit unsere Fähigkeiten nicht einschätzen und hätte die Tauchausfahrt absagen müssen. Da er uns in eine solch gefährliche Situation gebracht hatte, war unser Vertrauen in seine Entscheidungen und Kompetenzen vollständig weg. Dies teilten wir ihm telefonisch noch am Abend desselben Tags mit und storniert die Tauchausfahrt am übernächsten Tag. Am Telefon teilte er mit, dass er dies nicht akzeptieren wird und uns lediglich das Geld für die abgesagte Tauchausfahrt am nächsten Tag zurückerstattet. Am übernächsten Tag gingen wir am Vormittag zur Tauchbasis, wo wir den Basenleiter nicht antrafen. Wir hinterließen eine Nachricht mit unserer Bankverbindung und der Forderung, uns das Geld für die zwei Tauchausfahrten zurück zu überweisen. Bis heute haben wir keine Reaktion erhalten! Fazit - Die Tauchausfahrt hätte bei starkem Wind, hohem Wellengang und der herrschenden Strömung abgesagt werden müssen - Es ist unverantwortlich als Bootsfahrer, alleine ohne ein Crewmitglied, eine Tauchausfahrt zu unternehmen - Das halten mit bloßen Händen eines 7 m langen Schlauchbootes in brusttiefem Wasser bei einem Wellengang von ca. 1,5 Metern ist gefährlich und unverantwortbar - Der ausgewählte Tauchplatz als einzige noch tauchbare Möglichkeit war eine Katastrophe und aufgrund der Lage, des Starken Wellengangs und der deutlich spürbaren Strömung sehr gefährlich - Es war reines Glück das während des Manövrierens des Tauchbootes mit hohem Wellengang, ohne Crewmitgleid und somit null Sicht des Fahrers nach vorne, es zu keiner Kollision kam - Das Ablegen der Taucherausrüstung im Wasser vor dem Bleigurt, bei solchen See- und Wetterbedingungen widerspricht jeglichen Standards und ist unverantwortlich - Ein Einsteigen ins Boot ohne Leiter ist bei solchen Wetterbedingungen unverantwortlich - Die Anweisung des Basenleiter mit Tauchausrüstung bei starkem Wellengang und auflandiger Strömung und Felsen im Wasser ca. 600-700 Meter an Land zu schwimmen ist unverantwortlich - Das Verhalten des Basenleiter nach dieser katastrophalen Tauchausfahrt ist unverzeihlich und nicht hinnehmbar.

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