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Tauchen im Sudan

„Port Sudan“, dieser Name klingt schon nach Abenteuer und Geschichte. Und tatsächlich ist das Tauchen vor dem Sudan kein komfortables Honigschlecken. Neben den Überresten der ehemaligen Unterwasserstation „Précontinent“ von Jacques Cousteau vor Port Sudan, sind es vor allem die hier startenden Livaboardtouren, die zahlreiche Fans unter den Tauchern gefunden haben.

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Dahrat Abid (Dahart Abida) Ganz weit im Süden des Suakin-Archipels liegt die kleine Insel Dahrat Abid. Der südlichste Punkt unserer Deep-South-Route. Bis zur Grenze Eritreas sind es jetzt gerade mal 30 km Luftlinie. Dahrat Abid ist eine langgezogene Insel mit dem typischen Buschwerk, auf der Nordspitze liegen zwei erkennbare Wracks. Informationen über die Wracks liegen nicht vor, es soll sich aber um ein Motorschiff und ein Rettungsboot handeln. Die Insel ist ein Brutplatz für die hiesigen Vögel und viele, noch in flauschige Daunen gekleidete Jungvögel nahmen beim Betreten der Insel Reißaus. Sie wurden bewacht von ihren über der Insel kreisenden Eltern. Wir tauchten hier am Südwestplateau, ein breites Plateau das in 15 m beginnt und auf 30 m abfällt. Hier fanden wir eine bunte Korallenlandschaft aus Hart- und Weichkorallen vor. Rote Peitschenkorallen ragen ins Blau und die leichte Strömung (Süd-Nord) ließ Zeit, dass Plateau zu erkunden. Ein Blick ins Blau sollte hier auf alle Fälle erfolgen, auch wenn in unserem Tauchgang die große Hammerhaischule in der Tiefe verborgen blieb, so begegneten wir unserem ersten Seidenhai, unter Tauchern auch als Silky bezeichnet. Wunderschöne, elegante Tiere, deren Haut im Sonnenlicht silbern glänzt. Die farbenfrohen Riffwände, wir folgen der sonnenbeschienenen Ostseite, sind voll mit buntem Leben, Makrelenschwärmen und tausenden Goldstreifen-Füsilier im Blauwasser, sodass man seine Buddys nicht mehr sah.
Von Port Sudan sind es ca. 7,5 Stunden bis Tamashiya, ein guter Platz, um seine Ausrüstung, sein Blei zu checken und seine Buddys kennen zu lernen. Schon von weitem kann man hier die weißen Kuppeln der kleinen Inseln im Suakin Archipel sehen. Das Archipel ist ein 1500 Quadratkilometer großer Nationalpark im sudanesischen Roten Meer, und es gehört zu den besten Tauchplätzen der Welt. Tamashiya ist ein kleines Island im Norden des Archipels mit weißem Sand und dem typischen Buschwerk. Das Riff hat eine leicht viereckige Form, leicht abfallend mit wunderschönem Korallengarten (15m) und großen, schön bewachsenen Blöcken. Schon beim Sprung vom Boot sahen wir zwei etwas auseinander stehende schlanke Blöcke, die die Form eines in die Höhe geschlossenen Steinpilzes haben. Sie sind wunderschön mit verschiedenfarbigen Bäumchenkorallen bewachsen. Mit leichter Strömung schwebten wir über große Tischkorallen, verschiedene Arten von Feuerkorallen und große Berge von Riesenporenkorallen. Viele verschiedene Barscharten und Falterfische setzten Farbpunkte in der blauen Weite. Ein Checkdive im Aquarium… ein schönes Einstimmen auf das Kommende. Einen Tag später kehren wir noch einmal nach Tamashiya zurück und erkunden die Nord-West Seite. Vom Boot aus ging es über ein kleines Sandplateau nach Westen bis zu einer kleinen Steilwand und großen Blöcken. Auch hier viel Leben und schöner Bewuchs. Die schwache Strömung ließ es zu, dass wir hier auch einen schönen Nachttauchgang durchführen konnten. der Nachttauchgang hat sich gelohnt, sehr viel gesehen.
Mit großen Erwartungen ging ich in die Deep South Safari. Viel gelesen, viel gehört, Großfisch war angesagt! Von Port Sudan aus ging es Richtung Süden - kleine und große Islands, deren weiße Kuppeln sich schon von weitem vom Blau des Meeres abhoben. Teilweise waren die Inseln mit grünem Buschwerk bewachsen, hatten steinige Strände und waren von wunderbaren Riffe umgeben. Mit großer Spannung und Kribbeln stiegen wir in die Tiefen hinab, immer wieder den Blick ins weite Blau gerichtet – Hoffnung, Erwartung, bis der Computer das Ende der Nullzeit signalisierte. Vereinzelt sahen wir Hammerhaie, große Graue Riffhaie, Seidenhaie, kleine Weißspitzenhaie an der Wand, aber die ganz große Show blieb uns erstmal verborgen. Langsam schlich sich bei mir die Enttäuschung ein. Wo waren sie, die großen, die vielen? Ich schaute den anderen Gästen beim Dekobier und Logbuch schreiben zu, und sah Freude, Begeisterung, Lachen über das Erlebte. Sind meine Erwartungen zu hoch geschraubt? Ein Gast sagte: „Es kommt wie es kommt“, und mit dieser Einstellung ließ ich mich in die Tiefe sinken. Keine oder wenig Strömung, ein kurzer Blick in die unendliche blaue Weite (100m Sicht), und ich wende mich der Riffwand zu. Was ich sehe, ist klein und berauschend, tausende Fahnenbarsche und Füsilier, dass man seine Buddys nicht mehr sieht, kleine Grundeln, die aus ihren Löchern schielen, Falter- und Drückerfische in großer Vielfalt und Menge, Makrelenschwärme, die wie Silber glänzen, Langnasenbüschelbarsche, nicht einer, nein, 2, 3, 5 oder mehr in einer Gorgonie, Clownfische in ihren Anemonen, Peitschenkorallen, die wie Wälder auf den Plateaus stehen, Drahtkorallen, die sich ins Blau schrauben, Schwämme wie Wasserbälle, Tischkorallen, dass meine Armlänge nicht ausreicht, um sie zu messen, riesige Fächergorgonien, Hart- und Weichkorallen, soweit das Auge reicht. Ich gleite über unberührte, farbenprächtige Korallenteppiche und große Korallengärten, durch Schwärme von Schwarztupfen-Süßlippen, Falterfische, Riffbarsche in Massen. Große Zackenbarsche, die träge auf den Plateaus liegen, Napoleons, die stetig die Flucht ergreifen. Wo habe ich das letzte Mal die Einsamkeit und diese Vielfalt am Riff genossen? Der tiefe Süden ist unberührt, viele Riffe noch unentdeckt… Es ist wie ein bisschen Abenteuer, der alte Geist der Tauchpioniere macht sich hier breit. Diese Riffe sind so voll buntem Leben, vor lauter Erwartung auf das Große habe ich das einzigartige „Kleine“ nicht gesehen. Am Ende kam es doch, wie es kommen musste. Die ganz große Show, unerwartet und plötzlich. Die große Hammerhaischule am Jumna Reef, unzählige Hammerhaie zogen in ihrer Eleganz an uns vorbei, weit in die Tiefe des Blaus – und wurden ganz klein. Kiro
Shaab Ambar / Shaab Anbar Wir ankerten am Nachmittag an der Westseite in Shaab Ambar, einem hufeisenförmigen, massiven Riffsystem mit einer Lagune. Ein idealer Übernachtungsplatz mit Nachttauchgangmöglichkeit und Schnorcheln mit Delphinen in der großen Lagune. Wir sprangen an der Westseite hinein und folgen der Riffwand linke Schulter zum fantastischen Korallengarten. Ein großer Grauer kreuzt kurz unseren Weg, sowie mehrere große Napoleons. Der Korallengarten ist bis auf 25 m leicht abfallend und reich an Fischen und wirklich reich an Fischen! Er besteht aus riesigen Türmen von Hartkorallen. Riesige Schwärme von Schwarztupfen-Lippfischen machte das Tauchen zum Vergnügen. Die Riffwand ist etwas zerklüftet und bietet Schutz für viele große Rotfeuerfische und Muränen. Plötzlich, wie aus dem Nichts, ragte neben der Riffwand eine große schmale Säule empor, die reich mit Bäumchenkorallen bewachsen war. Linke Schulter ging es auf geringer Tiefe wieder Richtung Boot zurück. Auf dem Riffdach vergnügten sich mehrere Napoleons, die leider sehr fotoscheu waren. Bei Sonnenuntergang traf eine große Gruppe von Delphinen (Spinner Delfphine) in der Lagune ein. Es besteht die Möglichkeit mit ihnen zu schnorcheln. Da die Strömung hier sehr gering ist (Schutz Lagune) besteht auch die Möglichkeit für einen Nachttauchgang. Shaab Ambar ein sehr schöner, fischreicher Tauchplatz für einen entspannten Tauchgang..
Das bekannte Riff liegt zwischen Logan Reef und Shaab Ambar, ca. 38 Seemeilen von der Küste entfernt, im Norden des Suakin Archipels. Vom Ankerplatz aus fuhren wir mit dem Zodiak an die Westseite, wo wir den Tauchgang begannen. Das Wasser war spiegelglatt, kein Wind, null Strömung. Die ins Blau abfallende Riffwand ist sehr schön bewachsen. Eine riesige Fächer-Gorgonie ist das Zuhause von mehreren Langnasenbüschelbarschen. Aber vor lauter LaNaBüs nicht den Blick ins Blauwasser vergessen. Hier besteht die große Chance auf Großfisch! Hammerhai hatten wir nur einen , aber macht nichts, die besondere Spezies „Neoprenhammerhai“ sorgte umso mehr für Unterhaltung. Bei unserem Tauchgang hatten wir minimale Strömung und eine gigantische Sichtweite von > 100m. Schade das es so diesig war und somit die Sonnenstrahlen nicht auf die abfallende Riffwand fielen. Aus den Riffwänden drehten sich viele Drahtkorallen und die kleine gelben Schwämme gaben der Wand einen eigenen Farbton. Hier sahen wir viele kleine blaue Drückerfische, die an der Wand tanzten und bei Gefahr sofort in ihren Höhlen schlüpften. Der tänzelnde blaue Schwanz war nur noch sichtbar, ein tolles Schauspiel, das zum Innehalten einlud. Das Hauptriff am Keary Reef ist „durchlöchert“ wie ein Schweizer Käse, und viele große und kleine Muränen steckten neugierig ihre Köpfe heraus. Bei genauer Betrachtung sieht man auch ihre Mitbewohner, die gebänderten Scherengarnelen. Anemonen mit ihren großen und winzig kleinen „Clownfischen“, sowie die vielen Fahnenbarsche setzten orangene Farbtupfer. Auch Makrofreunde hatten hier ihre Freude, Strudelwürmer und Nacktschnecken waren zu entdecken! Also Augen auf! Wir folgten nun der Westseite Richtung Norden, und reduzierten die Tiefe auf 20 m. Die Riffwand fiel als erstes steil ab, dann folgt eine sehr schmale „Schlucht“ und angrenzend daran ein riesiger Block, der sehr schön mit Weichkorallen bewachsen war. Zwischen Riffwand und Block war eine kleine Sandfläche, an der Riffwand eine kleine Höhle. Leider war der Weißspitzenriffhai nicht zu hause. Die Wände sind mit Schwämmen und Weichkorallen verkleidet. Wir umrunden den großen Block rechte Schulter und tauchen auf der Ost Seite aus. Wer einen guten Luftverbrauch hat, schaffte es zum Boot zurück.
Keine Sonne, spiegelglattes Wasser, keine Strömung Das Zodiak gleitet ohne Schaukelbewegung zur „Absprungstelle“, so eine glatte Wasseroberfläche hatten wir noch nicht gesehen. Keine Welle! Es war durch den fehlenden Wind sehr diesig, und die aufgegangenen Sonne nicht zu sehen. Wir glitten an der senkrecht abfallenden Wand hinunter, Sicht 100m, null Strömung, dadurch leider auch kein Großfisch. Das Interesse weckte daher eine riesige Fächergorgonie, die große und kleine Langnasenbüschelbarsche beheimatete. Lustig, wie die kleinen Karierten mit einem Verstecken spielten. Weiter ging es mit Flossenschlag rechte Schulter an der Ostseite, immer mal wieder den sehnsüchtigen Blick ins Blau. Wir gelangen an das sehr langgezogene Südplateau, das zerklüftet ist und ein sehr interessantes Profil hat. Tiefe Einkerbungen, wie Schluchten, trennen die Riffwände voneinander. Ein bisschen wie kleine, schmale Altstadtgassen in Italien in Miniatur. Wir tauchen zuerst bis an die südlichste Spitze, und ein großer Grauer lässt sich ganz kurz blicken. Die steil ins Blau stürzende Riffwand ist wunderschön mit großen Fächergorgonien und Knotenkorallen bewachsen. Die fehlende Strömung lässt uns etwas Zeit, die Riffwand zu erkunden und danach ins „Straßenlabyrinth“ des Plateaus einzubiegen. In den kleinen Höhlen verbergen sich kleine Rostflecken-Zackenbarsche und tausende von Glasfischen. Riesige Pharao-Geweihkorallen, unter denen sich die gelben Masken-Falterfische verstecken, bestimmen das Bild im Korallengarten. Große Noppenrand-Anemonen mit ihren „Nemos“, Strahlen-Feuerfische und die großen Schwärme von Schwarztupfen-Süßlippen, gemischt mit Falterfischen und Soldatenfische haben hier ihr zu Hause. Auch wenn der Großfisch fehlte, ein toller Tauchgang in den frühen Morgenstunden am Protector Reef!
In den frühen Morgenstunden erreichten wir Qab Mayum oder Qab Miyum oder doch was ganz anderes? Zumindest erreichten wir eine kleine Insel, weiße Kuppel über der Wasseroberfläche an den angegebenen Koordinaten. Strömung könnte stark sein, rechte Schulter war angesagt und ein Plateau. Also rein ins Wasser, rechte Schulter, ein wenig gegen die leichte Strömung, an einer sehr schön bewachsenen Riffwand entlang. Irgendwann schlich sich schon mal der Gedanke ein, dass das Plateau ja nun eigentlich kommen müsste?! Hmmm! Aber es kam keines?! Dafür kam an der Stelle, wo die Strömung sich teilte eine schöne, senkrecht abfallend Wand, übersät mit Bäumchenkorallen und Peitschenkorallen in vielen Farben. Die ganze Zeit, jetzt mit etwas „Rückenwind“, tauchten wir, begleitet von einem Barrakudaschwarm und einem Weißspitzenriffhai, rechte Schulter, die Wand entlang bis auf die Schattenseite (west). Dort trafen wir auf die zweite Gruppe, die linke Schulter getaucht war. Sie erzählten später von einem großen Schwarm riesiger Büffelkopfpapageifische, aber ein Plateau hatten sie auch nicht gefunden. Aber was soll‘s, beim Austauchen hatten wir ein tolles Spiel mit zwei Seidenhaien, einem großen und einem kleinen, die plötzlich aus einem großen Schwarm Füsilier auftauchten. Wer braucht da denn noch ein Plateau? Leider beendeten unsere leeren Tanks diesen erlebnisreichen Tauchgang, und mit dem Zodiak ging zum Frühstück. Ob wir jetzt an Qab Miyum waren und nur nicht das Plateau gefunden haben, oder ob wir an einer benachbarten Insel waren, wird wohl immer ein Tauchgeheimnis bleiben. Die Büffelkopfpapageifische und die Seidenhai werden wir so schnell nicht vergessen.
Von Tamashiya brauchten wir ca. 3½ Stunden nach Habili Dahart Qab, einem langgezogenem Island, auf dessen an der Nordspitze ein kleines Wrack am Strand liegt. Der Tauchplatz ist ein langgezogenes Plateau, das von 5m auf 29m abfällt, dann wieder leicht ansteigt auf 25 m, um dann bis zur Südspitze auf 35 m abzufallen. Vom Zodiak aus fielen wir direkt in einen Schwarm Füsilier – Fischsuppe pur. Große Thuner kreisten, eine schön bewachsenen Riffwand, das pure Leben. Den Blick ins Blauwasser durften wir auch hier nicht vergessen! Bei unserem Tauchgang begleitete uns eine große Gruppe Thuner. Die Strömung zog uns hier auf das Plateau, das von Weichkorallen in allen Farben erstrahlte. Ein richtig fetter großer Barrakuda stand seelenruhig auf dem Plateau. Wir mussten uns ein wenig abstrampeln, um nicht zu weit über das Plateau gezogen zu werden. Achtung! Taucht man hier zu weit auf das Plateau und zu weit an der Spitze, wird man schnell auf die andere Seite gezogen, in den Strömungen „gefangen“ und wird ins Blau gezogen! Dann heißt es, gemeinsam aufzusteigen nach Regel, früh die Boje setzen und vom Zodiak einsammeln lassen. An der Riffwand war ein gemütliches Austauchen in der Fischsuppe angesagt. Plateau sehr schön bewachsen, Peitschenkorallen, Weichkorallenteppiche und der Barrakuda hatte schon eine beachtliche Größe. Ein schöner Tauchplatz, die Strömung auf dem Plateau sollte man auf keinen Fall unterschätzen!
Wir ankerten hier auf der Westseite. Die langgezogene Insel im tiefen Süden des Suakin-Archipels hat ein Plateau mit einem fantastischen Korallengarten auf der Nordseite. Die Strömung kam hier etwas aus Südwest und so sprangen wir vom Zodiak an der Riffwand der Nordseite ab und betauchten das abfallende Plateau. Nach einem kleinen Sandlandschaft, das ein Zuhause einer standorttreuen Barrakudaschule ist, erhebt sich mittig eine kleine Hügellandschaft mit kleinen Höhlen. Auch hier sahen wir wieder viele Peitschenkorallen, die wie Kerzen auf einer Torte standen. Ein großer Zackenbarsch flüchtete in seine Höhle. Die Chance auf ein Zacki-Foto! Wir versteckten uns im Strömungsschatten und warteten vor der Höhle. Vielleicht lässt sich der große Zackenbarsch ja noch einmal blicken. Kamera in Position, eingestellt und warten. Der dicke Zackenbarsch kam nicht heraus, aber ein Weißspitzenriffhai! Oh Schreck! Das Plateau fällt hinter der Hügellandschaft weiter bis auf 35m bis 40m ab, um dann in der „Unendlichkeit“ zu versinken. Bei unserem Tauchgang war die Strömung von der Plateauspitze etwas stärker, so dass ein Betauchen und von dort der Blick ins Blauwasser nicht möglich war. Mit der Strömung ließen wir uns wieder zum fantastischen Korallengarten Richtung Hauptriff treiben. Große Rotmaulzackenbarsche suchten Zuflucht in den mit kleinen Höhlen durchzogenen Garten. Schwärme von Schwarztupfen-Süßlippen, Zweifarben-Chromis und anderen Riffbarschen fesseln hier den Blick über den „Garten Eden“. Gemütlich ließen wir uns mit der leichten Strömung an der Nordostseite entlang treiben, bis die Reserve im Tank erreicht war. Hier wurde auch ein Bogenstirn-Hammerhai gesichtet und eine Schildkröte beobachtet. Ein Betreten der Insel war nicht möglich, da wir keinen Zugang fanden, der tief genug war, dass wir mit dem Zodiak über das Riffdach fahren konnten. Nach dem Checken der Strömung mussten wir leider auch auf einen Nachttauchgang verzichten. Sicherheit geht vor! Also wurde das Dekobier bei Sonnenuntergang geöffnet.
Dahrat Abid (Dahart Abida) Ganz weit im Süden des Suakin-Archipels liegt die kleine Insel Dahrat Abid. Der südlichste Punkt unserer Deep-South-Route. Bis zur Grenze Eritreas sind es jetzt gerade mal 30 km Luftlinie. Dahrat Abid ist eine langgezogene Insel mit dem typischen Buschwerk, auf der Nordspitze liegen zwei erkennbare Wracks. Informationen über die Wracks liegen nicht vor, es soll sich aber um ein Motorschiff und ein Rettungsboot handeln. Die Insel ist ein Brutplatz für die hiesigen Vögel und viele, noch in flauschige Daunen gekleidete Jungvögel nahmen beim Betreten der Insel Reißaus. Sie wurden bewacht von ihren über der Insel kreisenden Eltern. Wir tauchten hier am Südwestplateau, ein breites Plateau das in 15 m beginnt und auf 30 m abfällt. Hier fanden wir eine bunte Korallenlandschaft aus Hart- und Weichkorallen vor. Rote Peitschenkorallen ragen ins Blau und die leichte Strömung (Süd-Nord) ließ Zeit, dass Plateau zu erkunden. Ein Blick ins Blau sollte hier auf alle Fälle erfolgen, auch wenn in unserem Tauchgang die große Hammerhaischule in der Tiefe verborgen blieb, so begegneten wir unserem ersten Seidenhai, unter Tauchern auch als Silky bezeichnet. Wunderschöne, elegante Tiere, deren Haut im Sonnenlicht silbern glänzt. Die farbenfrohen Riffwände, wir folgen der sonnenbeschienenen Ostseite, sind voll mit buntem Leben, Makrelenschwärmen und tausenden Goldstreifen-Füsilier im Blauwasser, sodass man seine Buddys nicht mehr sah.
Von Port Sudan sind es ca. 7,5 Stunden bis Tamashiya, ein guter Platz, um seine Ausrüstung, sein Blei zu checken und seine Buddys kennen zu lernen. Schon von weitem kann man hier die weißen Kuppeln der kleinen Inseln im Suakin Archipel sehen. Das Archipel ist ein 1500 Quadratkilometer großer Nationalpark im sudanesischen Roten Meer, und es gehört zu den besten Tauchplätzen der Welt. Tamashiya ist ein kleines Island im Norden des Archipels mit weißem Sand und dem typischen Buschwerk. Das Riff hat eine leicht viereckige Form, leicht abfallend mit wunderschönem Korallengarten (15m) und großen, schön bewachsenen Blöcken. Schon beim Sprung vom Boot sahen wir zwei etwas auseinander stehende schlanke Blöcke, die die Form eines in die Höhe geschlossenen Steinpilzes haben. Sie sind wunderschön mit verschiedenfarbigen Bäumchenkorallen bewachsen. Mit leichter Strömung schwebten wir über große Tischkorallen, verschiedene Arten von Feuerkorallen und große Berge von Riesenporenkorallen. Viele verschiedene Barscharten und Falterfische setzten Farbpunkte in der blauen Weite. Ein Checkdive im Aquarium… ein schönes Einstimmen auf das Kommende. Einen Tag später kehren wir noch einmal nach Tamashiya zurück und erkunden die Nord-West Seite. Vom Boot aus ging es über ein kleines Sandplateau nach Westen bis zu einer kleinen Steilwand und großen Blöcken. Auch hier viel Leben und schöner Bewuchs. Die schwache Strömung ließ es zu, dass wir hier auch einen schönen Nachttauchgang durchführen konnten. der Nachttauchgang hat sich gelohnt, sehr viel gesehen.
Mit großen Erwartungen ging ich in die Deep South Safari. Viel gelesen, viel gehört, Großfisch war angesagt! Von Port Sudan aus ging es Richtung Süden - kleine und große Islands, deren weiße Kuppeln sich schon von weitem vom Blau des Meeres abhoben. Teilweise waren die Inseln mit grünem Buschwerk bewachsen, hatten steinige Strände und waren von wunderbaren Riffe umgeben. Mit großer Spannung und Kribbeln stiegen wir in die Tiefen hinab, immer wieder den Blick ins weite Blau gerichtet – Hoffnung, Erwartung, bis der Computer das Ende der Nullzeit signalisierte. Vereinzelt sahen wir Hammerhaie, große Graue Riffhaie, Seidenhaie, kleine Weißspitzenhaie an der Wand, aber die ganz große Show blieb uns erstmal verborgen. Langsam schlich sich bei mir die Enttäuschung ein. Wo waren sie, die großen, die vielen? Ich schaute den anderen Gästen beim Dekobier und Logbuch schreiben zu, und sah Freude, Begeisterung, Lachen über das Erlebte. Sind meine Erwartungen zu hoch geschraubt? Ein Gast sagte: „Es kommt wie es kommt“, und mit dieser Einstellung ließ ich mich in die Tiefe sinken. Keine oder wenig Strömung, ein kurzer Blick in die unendliche blaue Weite (100m Sicht), und ich wende mich der Riffwand zu. Was ich sehe, ist klein und berauschend, tausende Fahnenbarsche und Füsilier, dass man seine Buddys nicht mehr sieht, kleine Grundeln, die aus ihren Löchern schielen, Falter- und Drückerfische in großer Vielfalt und Menge, Makrelenschwärme, die wie Silber glänzen, Langnasenbüschelbarsche, nicht einer, nein, 2, 3, 5 oder mehr in einer Gorgonie, Clownfische in ihren Anemonen, Peitschenkorallen, die wie Wälder auf den Plateaus stehen, Drahtkorallen, die sich ins Blau schrauben, Schwämme wie Wasserbälle, Tischkorallen, dass meine Armlänge nicht ausreicht, um sie zu messen, riesige Fächergorgonien, Hart- und Weichkorallen, soweit das Auge reicht. Ich gleite über unberührte, farbenprächtige Korallenteppiche und große Korallengärten, durch Schwärme von Schwarztupfen-Süßlippen, Falterfische, Riffbarsche in Massen. Große Zackenbarsche, die träge auf den Plateaus liegen, Napoleons, die stetig die Flucht ergreifen. Wo habe ich das letzte Mal die Einsamkeit und diese Vielfalt am Riff genossen? Der tiefe Süden ist unberührt, viele Riffe noch unentdeckt… Es ist wie ein bisschen Abenteuer, der alte Geist der Tauchpioniere macht sich hier breit. Diese Riffe sind so voll buntem Leben, vor lauter Erwartung auf das Große habe ich das einzigartige „Kleine“ nicht gesehen. Am Ende kam es doch, wie es kommen musste. Die ganz große Show, unerwartet und plötzlich. Die große Hammerhaischule am Jumna Reef, unzählige Hammerhaie zogen in ihrer Eleganz an uns vorbei, weit in die Tiefe des Blaus – und wurden ganz klein. Kiro
Shaab Ambar / Shaab Anbar Wir ankerten am Nachmittag an der Westseite in Shaab Ambar, einem hufeisenförmigen, massiven Riffsystem mit einer Lagune. Ein idealer Übernachtungsplatz mit Nachttauchgangmöglichkeit und Schnorcheln mit Delphinen in der großen Lagune. Wir sprangen an der Westseite hinein und folgen der Riffwand linke Schulter zum fantastischen Korallengarten. Ein großer Grauer kreuzt kurz unseren Weg, sowie mehrere große Napoleons. Der Korallengarten ist bis auf 25 m leicht abfallend und reich an Fischen und wirklich reich an Fischen! Er besteht aus riesigen Türmen von Hartkorallen. Riesige Schwärme von Schwarztupfen-Lippfischen machte das Tauchen zum Vergnügen. Die Riffwand ist etwas zerklüftet und bietet Schutz für viele große Rotfeuerfische und Muränen. Plötzlich, wie aus dem Nichts, ragte neben der Riffwand eine große schmale Säule empor, die reich mit Bäumchenkorallen bewachsen war. Linke Schulter ging es auf geringer Tiefe wieder Richtung Boot zurück. Auf dem Riffdach vergnügten sich mehrere Napoleons, die leider sehr fotoscheu waren. Bei Sonnenuntergang traf eine große Gruppe von Delphinen (Spinner Delfphine) in der Lagune ein. Es besteht die Möglichkeit mit ihnen zu schnorcheln. Da die Strömung hier sehr gering ist (Schutz Lagune) besteht auch die Möglichkeit für einen Nachttauchgang. Shaab Ambar ein sehr schöner, fischreicher Tauchplatz für einen entspannten Tauchgang..
Das bekannte Riff liegt zwischen Logan Reef und Shaab Ambar, ca. 38 Seemeilen von der Küste entfernt, im Norden des Suakin Archipels. Vom Ankerplatz aus fuhren wir mit dem Zodiak an die Westseite, wo wir den Tauchgang begannen. Das Wasser war spiegelglatt, kein Wind, null Strömung. Die ins Blau abfallende Riffwand ist sehr schön bewachsen. Eine riesige Fächer-Gorgonie ist das Zuhause von mehreren Langnasenbüschelbarschen. Aber vor lauter LaNaBüs nicht den Blick ins Blauwasser vergessen. Hier besteht die große Chance auf Großfisch! Hammerhai hatten wir nur einen , aber macht nichts, die besondere Spezies „Neoprenhammerhai“ sorgte umso mehr für Unterhaltung. Bei unserem Tauchgang hatten wir minimale Strömung und eine gigantische Sichtweite von > 100m. Schade das es so diesig war und somit die Sonnenstrahlen nicht auf die abfallende Riffwand fielen. Aus den Riffwänden drehten sich viele Drahtkorallen und die kleine gelben Schwämme gaben der Wand einen eigenen Farbton. Hier sahen wir viele kleine blaue Drückerfische, die an der Wand tanzten und bei Gefahr sofort in ihren Höhlen schlüpften. Der tänzelnde blaue Schwanz war nur noch sichtbar, ein tolles Schauspiel, das zum Innehalten einlud. Das Hauptriff am Keary Reef ist „durchlöchert“ wie ein Schweizer Käse, und viele große und kleine Muränen steckten neugierig ihre Köpfe heraus. Bei genauer Betrachtung sieht man auch ihre Mitbewohner, die gebänderten Scherengarnelen. Anemonen mit ihren großen und winzig kleinen „Clownfischen“, sowie die vielen Fahnenbarsche setzten orangene Farbtupfer. Auch Makrofreunde hatten hier ihre Freude, Strudelwürmer und Nacktschnecken waren zu entdecken! Also Augen auf! Wir folgten nun der Westseite Richtung Norden, und reduzierten die Tiefe auf 20 m. Die Riffwand fiel als erstes steil ab, dann folgt eine sehr schmale „Schlucht“ und angrenzend daran ein riesiger Block, der sehr schön mit Weichkorallen bewachsen war. Zwischen Riffwand und Block war eine kleine Sandfläche, an der Riffwand eine kleine Höhle. Leider war der Weißspitzenriffhai nicht zu hause. Die Wände sind mit Schwämmen und Weichkorallen verkleidet. Wir umrunden den großen Block rechte Schulter und tauchen auf der Ost Seite aus. Wer einen guten Luftverbrauch hat, schaffte es zum Boot zurück.

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