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Bodensee, Wrack der Jura

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Kontakt:
Anfahrt / Anreise
Örtlichkeit / Einstieg:
Vom Parkplatz muss man 100 m zum Hafen laufen, wem das Gerödel zu schwer ist, der kann auch zum Hafen runterfahren, dort ausladen, und dann zum Parken wieder rauffahren.
Wasser:
Süßwasser
Erreichbarkeit:
Bootstauchgang
Max. Tiefe:
39
Schwierigkeit:
Für Fortgeschrittene
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Tauchregulierung:
Max. Grundzeit mit PL 18 min, Nitrox 22 min.
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JochenGTL/IT bei ISE,SUB,CMAS

Ein Tauchgang im November an der Jura? Wir wusste ...

Ein Tauchgang im November an der Jura? Wir wussten zwar nicht, ob das Wetter mitspielt, aber schließlich wollten wir Tauchen. Unsere lustige Truppe, bestehend aus 5 Nitrox- und 11 TMX-Tauchern war voller Vorfreude, und schon unser Planungsabend ließ uns ein lustiges Wochenende erwarten....

Wir charterten das Boot von Vollmeiersport / CH und machten hiermit 4 Fahrten, also 2 Tauchgänge pro Person.

Morgens war es noch so neblig, daß man nicht einmal den Bodensee vom Boot aus sah, und wir befürchteten schon, daß Wrack - oder besser, die Markierungsboje - nicht zu finden. Hat aber alles noch geklappt, also stürzten wir uns in die Tiefe.

Ein Abstieg ins NICHTS, stockfinster, nur die Lichtkegel unserer Lampen zeigten das Bojenseil.

Als wir aber die Jura erreichten, stellten wir schnell fest, daß wir eine hervorragende Sicht hatten (>10 Meter), fast keine Schwebeteilchen, keine Strömung und ein wunderschönes Wrack!

Für die Mischgastaucher galten die Grundzeitbeschränkungen nicht, so daß der erste Tauchgang bis zu 76 Minuten dauerte. Herrlich viel Grundzeit, um das Wrack auch im Detail zu betrachten.

Fotos hiervon sind mittlerweile in der Galerie veröffentlicht.

Ab dem zweiten Tauchgang spielte auch das Wetter mit, und alle Beteiligten hatten sehr viel Spaß bei unserem Ausflug.

Ein Wrack, daß wir hoffentlich wieder betauchen dürfen!

JochenG


Die Beschriftung


www.tauchausflug.eu

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Ein bunt gemusterstes Seil läuft in die Tiefe und ...

Ein bunt gemusterstes Seil läuft in die Tiefe und verliert sich wenige Meter unter den Flossen in der Dunkelheit, in die wir langsam abtauchen. Schon nach fünfzehn Metern schalten wir die Lampen ein, in fünfundzwanzig Metern Tiefe ist es stockdunkel. Und weitere zehn Meter tiefer liegt sie, verschwommen im vom Schmelzwasser und dem einsetzenden Algenwuchs leicht eingetrübten Wasser, seit 144 Jahren. Als Hans Gerber das Wrack der Jura vor über dreissig Jahren entdeckt hat, war ihm sicher nicht bewusst, damit den Topspot für Taucher am Bodensee geschaffen zu haben (und wahrscheinlich auch nicht, dass das Schiff von den Tauchern derart geplündert wurde - alles was nicht niet- und nagelfest ist, wurde entfernt). Wir treffen am backbordseitigen Radkasten auf das Schiff, das wir beginnen, gegen den Uhrzeigersinn richtung Heck zu umrunden. Wir erforschen Radkasten, Reling, Plumpsklo (jetzt definitiv ein WC...). Das scharf eingeschlagene Ruder ist ein stummer Zeuge des letzten Versuchs des Kapitäns der Jura, den Zusammenstoß mit der Stadt Zürich zu verhindern.
Weiter an der Steuerbordseite, mit gutem Überblick über Reling und Deck und den gut erhaltenen Radkasten, die Schaufeln des Rads aus Holz. Kurz vor dem Bug des Schiffes offenbart sich das Ausmaß der Zerstörung: Ein riesiges Loch klafft dort, wo eigentlich der Schiffsrumpf sein sollte. Kein Wunder, dass die Jura binnen weniger Minuten gesunken ist, ein Wunder hingegen, dass nicht mehr als drei Todesopfer zu beklagen waren.
Weiter zum Bug, die Schnitzereien sind noch gut erkennbar, an Deck steht noch die Ankerwinsch. Wir machen uns auf den Weg zurück richtung Heck, bis wir das Seil zur Boje und somit zum Boot von Jurahans wieder erreichen. Das dauert in gemächlichem Tempo eine knappe Viertelstunde, nach 18 Minuten ist ohenhin die maximale Grundzeit für das Tauchen mit Pressluft erreicht und der Aufstieg angesagt. Langsam wird das Wasser heller, nimmt jene bodenseetypische türkise Färbung an, erst fünf Meter unter der Oberfläche ist die pralle Sonne an jenem wolkenlosen Frühsommervormittag als matte Scheibe erkennbar. Die Jura hingegen schon lange wieder in der ewigen Dunkelheit verschwunden, wo sie vor 144 Jahren ihre letzte Ruhestätte gefunden hat.
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