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Tauchen in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit den meisten Seen. Meer als 2.000 – die meisten von ihnen größer als ein Hektar – machen das Land zum Freizeit- und Badeparadies. Müritzsee, Schweriner See und Plauer See sind im ganzen Land bekannt und locken zahlreiche Touristen. Wieviele der Seen wirklich betaucht werden, kann niemand genau sagen. Nur eines ist sicher! Auch ohne seine Seen wäre das nördliche Bundesland allein wegen seiner zahlreichen und interessanten Ostseetauchplätze schon eine Taucherreise wert.

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Wir (zwei Familien mit drei Tauchern) waren in der Zeit vom 19.07.- 05.08.18 zu Gast auf der Ostseebasis Rerik. Der erste Eindruck der Basis, gut organisiert alles hat seinen Platz und auch unsere Wünsche würden umgehend erfüllt (z.B. zwei Plätze zum Laden unser Scooter). Das Basenteam ob Tauchlehrer oder Bootsführer sind sehr nett und offen für neues. Für Taucher mit Kindern ist diese Basis perfekt geeignet, da sich um die Kleinen in der Abwesenheit der Eltern liebevoll gekümmert wird. Zum Tauchbetrieb Es werden täglich Ausfahrten mit den zwei Booten der Basis angeboten. Die Tauchgebiete sind vielseitig von Wracks bis hin zu Naturtauchplätzen ist für jeden Geschmack etwas dabei (natürlich alles Wetterabhänig) Landtauchgänge stehen selbst verständlich auch auf der Tagesordnung. Der Tauchbetrieb gestaltet sich wenn nicht andres gewünscht eigenverantwortlich und vermittelt somit ein Stück Freiheit. Wer natürlich lieber einen ortskundigen Guide an seiner Seite hat kommt hier auch auf seine Kosten. Für die Sicherheit der Gäste ist durch Sauerstoff, Seefunk und Notfallkoffer gesorgt. Zur Aus und Weiterbildung der Kunden kann ich nur berichten was ich selbst bei meinem Aufenthalt erlebt habe. Es wird über SSI bis hin zum Tauchlehrer ausgebildet das Team vermittelt die Kursinhalte sehr anschaulich und mit einer Hingabe die über das "Normale" hinaus reicht. Einen Verbesserungsvorschlag habe ich dennoch schön wäres es bei den moderaten tiefen der Ostsee wenn es die möglichkeit geben würde Nitrox füllen zulassen. Miteinander Die Ostseebasis bietet mehrfach in der Woche Themenabende an die nicht nur von Tauchern gern besucht werden. Zum Austausch nach oder vor den Tauchgängen bietet sich eine gemütliche Sitzgruppe aus Strandkörben an. Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt. Wir bedanken uns beim gesamten Team für die tolle Gastfreundschaft.
Ich bin letzte Woche mehr oder weniger spontan vorbeigefahren, weil ich nach dreijähriger Abstinenz mal wieder die Nase unter Wasser stecken wollte. Christian war gerade dabei, ein Paar mit einem Helm-Schnupper-Tauchgang zu versorgen, hat mir "nebenbei" meine Fragen nach wann, wie, was beantwortet und dabei seine Aufmerksamkeit prima zwischen dem gerade tauchenden und mir aufgeteilt. Ich habe mir diesen kompletten Helmtauchablauf angeschaut und fand seine Souveränität super. Nach telefonischer Terminvereinbarung am Montag war es dann heute am späten Nachmittag soweit. Brandneuer Neo, der Rest gebraucht, aber sehr gut in Schuss. Er hat mich "machen lassen" und dann kurz und ruhig mit jeweils guter Erklärung meine Unsicherheiten bzw. Fehlgriffe korrigiert. Nach Anlegen der Ausrüstung, jeweils mit kurzen Hinweisen, was warum wie gemacht werden soll (also meinem "einiges vergessen"-Level genau angemessen) ging es ins Wasser. Ich kam besser als von mir erwartet zurecht und wir machten eine 41-Minütige Runde (meist in etwa 3m Tiefe, maximal 5 Meter) um die Steganlagen des Yachthafens. Trotz schlechter Sicht war dank mitgenommener Lampe das eine oder andere Getier zu sehen, ein bischen Müll hat Christian gleich eingesammelt. Fazit: Ziel eines "informellen Refreshers" erreicht, dieses Jahr habe ich keine Gelegenheit mehr, werde aber sicher nächstes Jahr wiederkommen und eventuell das eine oder andere "Kärtchen" bei Christian machen, in jedem Falle aber wieder mit ihm tauchen gehen - dann aber mit einem interessanten Ziel.
Im August war ich für ein paar Tage auf Rügen. Da ich ohne Buddie unterwegs war, habe ich kurzerhand bei Wolfgang angerufen und gefragt ob er mich zu einem der Wracks mitnimmt. Ich hatte zwar weit im Voraus schon angefragt, aber das hätte ich mir auch schenken können. Denn Wolfgang streckt als alter Seebär jeden Tag die Nase aus dem Fenster und entscheidet dann anhand der Wetterverhältnisse, ob tauchen möglich ist. Und tatsächlich war es die meiste Zeit so dermaßen Windig, dass unterm strich nur ein Tauchgang möglich war. Dieser war dafür umso besser. Morgens nochmal kurz durchgeklingelt und gefragt ob was geht. Danach trafen wir uns in Prora an seinem Shop. Während ich die Formalitäten ausfüllte machte er bereits den Anhänger mit seinem Boot fertig. Vor der Abfahrt bekam ich eine ausführliche Tauchplatzbeschreibung der SAS 33 nebst Briefing und eine Flasche mit Nitrox. Dann fuhren wir gemeinsam zur Slipanlage. Der Tauchgang war sehr gut. Wolfgang strahlt mir jeder Faser Gelassenheit und Souveränität aus. Gekonnt plazierte er das Grundgewicht auf Deck des Wracks und wir fielen an der Shotline in die Tiefe. Das Wrack liegt auf ca. 16 Metern und ist schon etwas mitgenommen. Trotzdem konnte er mir einige interessante Stellen zeigen und den ein oder anderen Wrackbewohner. Das Beste kam aber, als wir nach der gut 3 Stunden dauernden Aktion (Treffen, Briefing, Abfahrt, Slippen, Anrödeln, Fahrt zum Wrack, über 50 min Tauchgang, Rückfahrt, Anlanden Abrödeln, Boot einladen, Nachbesprechung und Bezahlung) auf den Preis zu sprechen kamen. Da wäre mir fast alles aus dem Gesicht gefallen... Ich erinnere den genauen Preis nicht mehr, aber ich glaube ich habe aus Verlegenheit noch 15 EURO Trinkgeld gegeben. Das ist schon ein top Service zum kleinsten Preis. Insgesamt absolut empfehlenswert. Wenn ich mal wieder auf Rügen bin, fahre ich auf jeden Fall zu Wolfgang Frank! Ein Super Typ...
Im August kam ich eher zufällig hier vorbei da eine andere Tauchbasis in Nienhagen nicht auf meinen Kontaktversuch reagiert hatte, habe ich mich kurzentschlossen auf den Weg nach Kühlungsborn gemacht. Ohne vorherige Anmeldung kam ich vormittags an der Basis an. Nach kurzem Vorstellen und einweisen in die Basis bot man mir direkt einen Tauchgang an. Ursprünglich wollte ich für den nächsten Tag eine Ausfahrt reservieren, aber wenn man das Wasser sieht, will man ja rein, also bin ich mit einem in der Ausbildung zum Diveguide befindlichen Taucher von Land an ins Wasser. Die Dünung war recht kräftig aber wir haben es über die Sandbank geschafft. Was zunächst nach einem entspannten Tauchgang aussah, endete dann recht unerfreulich in einer Hetztour bei der mein Tauchpartner, der trotz geringerer Erfahrung aufgrund der Ortskenntnis die Führung hatte, die Orientierung verloren zu haben schien. Nachdem wir es doch noch lebend zurück an Land schafften, entschuldigte er sich bei mir, was ich allerdings gar nicht für Nötig erachtete. War auch eine Erfahrung... Am nächsten Tag wurde ich dann mit zwei anderen Tauchgästen per Boot rausgefahren. Ziel war ein großes Steinfeld. Das Steinfeld war schön mit allerlei Bewuchs und Muscheln bedeckt. Viel Kleinfisch und sogar ein Dorsch machten den Tauchgang zu einem schönen entspannten Erlebnis. Auch die üblichen Verdächtigen der Ostsee, wie Scholle und Seestern waren zu Hauf anzutreffen. Insgesamt zeichnet sich die Basis vor allem durch das sehr freundliche Personal und die angenehme Atmosphäre aus. Auch die Preise sind angemessen. Die Ostsee ist zwar nicht das rote Meer, bietet aber viel mehr als man glaubt, vor allem wenn man genau hinsieht. Wenn es mich mal wieder hierher verschlägt, werde ich der Tauchbasis Baltic gerne wieder einen Besuch abstatten.

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