Tauchen auf St. Eustatius

Die Vulkaninsel Sint Eustatius gilt als die wohl unberührteste Insel der Karibik. Sie gehört mit Bonaire und Saba zu den drei Besonderen Gemeinden der Niederlande und den sogenannten Inseln über dem Winde. Haupt- und eigentlich einzige Stadt ist Oranjestad. Die meisten Tauchspots sind in weniger als einer halben Stunde Bootsfahrt zu erreichen. Von flachen Tauchgängen, Wrackerkundungen bis hin zu Tauchen an Steilwänden findet der Taucher an über 30 Spots hier alles, was sein Herz begehrt. An Land gibt es zahlreiche historische Gebäude und einen schlafenden Vulkan, den Quill zu entdecken. Wer Glück hat, trifft auf Schildkröten am Strand, die hier regelmäßig ihre Eier ablegen.

Tauchplätze auf St. Eustatius

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Die letzen Reiseberichte unser Nutzer - immer einen Blick wert:

Nach einer Woche auf Saba (Bericht siehe Sea Saba Dive Center) waren wir Ende Februar 2005 in St. Eustatius, kurz Statia genannt. Die Flüge zwischen den Inseln mit der Winair www.fly-winair.com dauern 15 bis 20 Minuten und sind maximal 600 m hoch, also normalerweise kein Grund, die vollständige Entsättigung abzuwarten.

Am Flughafen wurden wir von Oli, einem jungen Züricher Diveguide der Scubaqua-Basis www.scubaqua.com mit dem Pickup abgeholt. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt durch Oranjestad gings hinunter zum Golden Era, einem sauberen Mittelklasse-Hotel (Zimmer mit Aircon, Kühlschrank, TV, Balkon mit Meerblick, Frühstück auf der überdachten Terrasse direkt über dem Meer), direkt am Meer gelegen. Die Januarstürme haben übrigens das Ufer vor dem Hotel in einen Sandstrand verwandelt. Die Scubaqua-Basis liegt neben dem Hotel-Restaurant und dem (Salzwasser-) Swimmingpool.

Wir wurden von allen in der Tauchbasis fast wie alte Bekannte herzlich begrüßt und fühlten uns sofort super wohl in dieser Gemeinschaft. Dem Schweizer Besitzer, Ronnie, seiner Frau Lolo, den Tauchlehrern Jean-François und Véron und auch dem Guide Oli merkt man den Spaß und die Begeisterung beim Tauchen wirklich an. Dieser Funke der Begeisterung und die stets gute Laune springen auf alle Taucher über. So eine familiäre Atmosphäre haben wir bisher noch nirgendwo beim Tauchen erlebt. Verständigungsprobleme gab es nie - Französisch, Deutsch, Englisch bunt durcheinander - international eben, aber immer mit viel Humor!

Besonders angenehm empfanden wir, dass man nach dem Tauchen im Hotelzimmer warm duschen und sich umziehen konnte, bevor es dann wieder zum regen Erlebnisaustausch an die Tauchbasis ging. Es gab ja immer was zu erzählen, die neuesten Fotos zu betrachten oder unbekannte Tiere zu identifizieren und natürlich den Flüssigkeitsbedarf zu stillen (nach dem ersten Tauchgang nur alkoholfrei).

An meinem Jacket war am letzten Tag in Saba eine Fastex-Schnalle gebrochen. Jean-François kramte in seinem Fundus und ersetzte das kaputte Teil, so dass ich weiter mit meiner eigenen Ausrüstung tauchen konnte. Nochmals merci, Jean-François!

Wegen Schwierigkeiten beim O2-Nachschub gab es bei allen Basen auf Statia kein Nitrox (die Basen planen bereits die Anschaffung einer gemeinsamen Membrane). Und die Folge? Manche Vormittags-Tauchgänge gingen schon mal tiefer (bis 45 m) zu traumhaften Schluchten mit riesigen Gorgonienfächern und Schwarzen Korallen. Vier Taucher sind das Maximum pro Guide, meist wurden zwei oder drei Gruppen gebildet und an unterschiedlichen Plätzen getaucht. Wie gesagt, die Crew liebt ´ihre´ Unterwasserwelt, so dass immer zwei oder drei Guides mitgetaucht sind und uns immer wieder etwas gezeigt haben. Nach einem ausführlichen Briefing gings mit dem Pickup täglich gegen 9:00 Uhr und 14:00 Uhr in ein paar Minuten zum Hafen, mit dem schnellen Boot war man in wenigen Minuten an den Tauchplätzen. Zur Sicherheit hängt während des Tauchgangs eine Dekoflasche in 5 m Tiefe unter dem Boot. Ab- und Aufstiege erfolgten stets an der Mooringleine.

Die 28 Tauchplätze im Süden und Südwesten Statias liegen im Statia Marine Park www.statiapark.org, so auch die Wracks der Charles L. Brown, die Historischen Wracks und die Stenapa-Wracks. Es gibt noch weitere Tauchplätze im Nordwesten und Norden der Insel, diese haben wir nicht betaucht.

Die Unterwasserwelt vor Statia ist in hervorragendem Zustand. Auffallend sind die großen, dicht mit Gorgonien und Peitschenkorallen bewachsenen Sandflächen. Wir sahen häufig Schildkröten (alle drei Arten schlüpfen auf der Atlantikseite der Insel aus ihren Eiern), Barrakudas in allen Größen und verschiedene Makrelen, Diadem- und Franzosenkaiserfische, in den zahlreichen Spalten und Höhlen Riesen-Langusten und natürlich Trommlerfische und Muränen.

Bei den Wracks am Stenapa-Reef erwartete uns schon Freddy, der freundliche Barrakuda, in fünf Meter Tiefe, um uns beim gesamten Tauchgang zu begleiten und uns quasi sein Reich zu zeigen. Dies ging manchmal so weit, dass er 20 cm vor der Kamera ins Bild schwamm, gerade so, als ob er gerne fotografiert werden wollte!

Einer der Höhepunkte waren sicher die beiden TG am Wrack der 99 m langen Charles L. Brown, einem 2003 unmittelbar vor Statia versenkten Kabelleger. Dieser liegt in maximal 33 m Tiefe und bietet damit ideale Voraussetzungen für Wracktauchgänge außen und innen. Der Bewuchs der Charly schreitet stetig fort, an einigen Stellen ist der Stahl nur mehr zu ahnen. Auch hier gibt es als Bewacher einen Großen Barrakuda, der uns Taucher immer wieder begleitete. Ein erster TG verschaffte uns einen Überblick über das mächtige Schiff, ein späterer führte uns längs durch die Aufbauten, durch den Kartenraum und bei der Brücke wieder heraus. Und das bei Sichtweiten von 30 bis 50 m - einfach grandios!

Richtig überwältigt war ich an meinem Geburtstag: Nach dem Ständchen am Morgen in der Basis gab es die nächste Überraschung am Ende des ersten TG in 15 m Tiefe: Die drei Guides tauchten auf mich zu, nahmen ihre Automaten aus dem Mund und blubberten ein ´Bonne Aniversaire´, Véron überreichte mir eine Mini-Torte (aus Plastik). Ich war echt gerührt, so was habe ich noch nie erlebt!

Ronnie ist begeisterter Taucher, der immer wieder nach neuen Tauchplätzen sucht. Er ist aber auch Pilot einer kleinen Piper und zeigt gerne seinen Gästen Statia und die Nachbarinseln aus der Vogelperspektive. Leider spielte das Wetter am geplanten Tag nicht mit. Bei Wolken über dem Quill, einem erloschenen Vulkan mit Regenwald im teilweise eingebrochenen Krater, und starkem Wind kann man zwar nicht fliegen, aber man kann ja wunderbar tauchen.

Statia ist wirklich ein versteckter Schatz in der Karibik. In einer Woche kann man aber leider nicht mehr als nur einen kleinen Blick auf dieses Juwel werfen. Und es gäbe noch sooo viel zu sehen, zu tauchen, zu wandern, evtl. aber auch zu fliegen! Vielleicht finden wir beim nächsten Besuch doch ein Blue Bead, jene inzwischen seltenen blauen Perlen der Sklaven.

Noch ein Tipp: Der Rückflug mit der Winair nach St. Maarten ist mittags, der Weiterflug nach Europa erst am späten Nachmittag. Da lohnt es sich (auch für Nicht-Flugbegeisterte!) in St. Maarten zum Maho Beach zu gehen/fahren, um dort die nur einige Meter über dem Strand einfliegenden Flugzeuge - von kleinen Einmotorigen bis zum Jumbo - an der Sunset Beach Bar zu erleben, bei karibischen Klängen und kalter Cola (Badesachen und Sonnenschutz mitnehmen) - wirklich sehr beeindruckend, einfach umwerfend (diesmal wörtlich gemeint, daher bei startenden Jets nicht direkt hinter den Flugzeugen stehen)!

Wir haben unsere zwölf TG und den Aufenthalt bei Scubaqua sehr genossen, besonders die familiäre, herzliche Art in der Basis. Deshalb unser besonderer Dank für die wunderbaren Tage bei euch und viele liebe Grüße an Ronny, Lolo, Véron, Jean-François und Oli!


Gorgonien und Schwämme


Korbschwämme


Krabbe im Korbschwamm


Stenapa-Wrack


Freddy im Profil


Netz-Igelfisch


Languste


Tüpfel-Ritterfisch


Roter Großaugenbarsch


Karett-Schildkröte


Gefleckte Muräne


vor der Scubaqua Basis


Véron


Jean-Francois und Oli


St. Maarten - eine Boeing 757 der United im Anflug

Statia - Grossartige Tauchplätze mit neuem Wrack!

Vom 23. Dezember 2003 bis am 10. Januar 2004 durften wir erneut unseren Weihnachtsurlaub auf Statia (St. Eustatius) verbringen.
Für den Hinflug sind wir mit der Air France (Achtung: Massive Zuschläge über Feiertage und strenge Gewichtskontrollen!) nach St. Martin und von dort mit der Winair nach Statia geflogen. Schon die Landung in St. Martin ist ein Erlebnis für sich! Man braust mit einem Airbus nur wenige Meter über eine paradisische Karibikbucht und Badegäste hinweg.
In Statia haben wir im Hotel Golden Era, einem gut gelegenen Mittelklasshotel in welchem sich auch die Tauchbasis Scubaqua befindet, übernachtet. Die Zimmer sind nicht luxuriös, aber zweckmässig eingerichtet und sauber.

In der Tauchbasis Scubaqua welche von Ronnie, einem französischsprachigem Schweizer, und Lolo, seiner Frau, geleitet wird haben wir dann eine Herzlichkeit angetroffen wie man sie nur selten sieht. Man fühlt sich richtiggehend in eine Familie aufgenommen und ist nicht bloss ein zahlender Kunde. Es kann bei Scubaqua durchaus einmal vorkommen, dass man am Abend zu einem privaten Grillfest mit Gitarrenbegleitung (war super Jean-François!) eingeladen wird und dazu auch noch gleich den Scooter von der Tauchbasis benutzen darf. In welcher Tauchbasis kann man solches heute noch erleben?

Die Tauchplätze werden von Scubaqua ausnahmslos mit einem kleinen Boot angefahren, was das erreichen der Tauchplätze sehr komfortabel macht. Die Divemaster (Marco, Caro, Jean-François und Vero) sind sehr zuvorkommend und gehen sehr stark auf die Wünsche der Gäste ein. Sie sind sehr ortskundig und zeigen einem die Schönheit und Spezialitäten ihrer Tauchplätze mit einer teilweise schon fast bewundernswerten Geduld.

Die Tauchplätze selbst bestechen vor allem durch den sehr schönen Bewuchs mit Hart-, Weichkorallen, Fass-Schwämmen und vor allem durch die sehr vielen Gorgonienarten. Man fühlt sich beim Tauchen richtiggehend in einem wunderschönen Garten.
Die meisten Tauchplätze befinden sich in Tiefen zwischen 15 und 25 Meter und sind bequem an Bojenseilen (Achtung Feuerwürmer - gut hinschauen)zu erreichen. Sie zeichnen sich aus durch eine ausgesprochen grosse Artenvielfalt und einen reichen Fischbestand aus. Vom Grossen Hammerhai über den Karibik Riffhai, Adlerrochen, Grosser Barrakuda (teilweise begleiten sie einem den ganzen Tauchgang über!) über wunderschöne Kaiserfische, Ritterfische oder Flughähne bis hin zu den kleinen Blennys oder Seepferdchen begegnet einem alles, was das Taucherherz begehrt.

Seit August 2003 kann nun auch die neuste Spezialität von Statia, das Wrack der Charles L. Brown - einem imposanten Kabelleger welcher auf Initiative von Scubaqua zuerst gereingt und anschliessend versenkt wurde - betaucht werden. Das Wrack befindet sich in einer guten Tauchtiefe (bis 35m) und ist bereits jetzt leicht bewachsen. Bereits nach einigen Monaten hat sich erstaunlich viel Leben bei der ´Charly´ eingerichtet. Zahlreiche Jungfische beützen das Wrack bereits als Schutz zum Aufwachsen, aber auch Grosse Barracudas oder Fledermausfische haben ein neues Revier gefunden.

Wir haben die Stunden und die Tauchgänge mit Scubaqua sehr genossen und kommen bestimmt wieder nach Statia zurück. Vielen Dank nochmals an Ronnie, Lolo, Marco, Caro, Jean-François und Vero!


Der Anflug auf St. Martin


Das Hotel Golden Era


Die Basis: Scubaqua


Tauchen an der Charles L. Brown


Freddy - der (fast) zahme Barracuda von Stenapa

Dieses Jahr hatte ich mir - wieder von Karibiksport - eine Bonaire/St. Eustatius Kombi-Tauchreise organisieren lassen. Bonaire kenne ich einigermassen, St. Eustatius war neu für mich. Nach Internetrecherche und Rücksprache mit Inka (Karibiksport) entschied ich mich für die Basis/Hotel Kombination Scubaqua/Old Gin House. Eine gute Wahl wie ich jetzt weiß.
Das Hotel liegt nur wenige Meter von der Tauchbasis weg, hat Charme, eine tolle Bar,singende Putzfrauen und gutes Essen. Für die Instandhaltung wird - wie häufig in der Karibik - wenig Geld ausgegeben, daher fehlt hier mal eine Schraube und da mal etwas Putz. Alles in allem aber Kleinigkeiten.

Die Tauchbasis ist sehr gut organisiert, man merkt das ein paar alte Hasen in der Verantwortung sind, auch gibts eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Hotels. Es wird Wert darauf gelegt, den Kunden in seiner Mutter-sprache zu empfangen und zu briefen. Inhaltlich trifft der Bericht vom April 2012 noch voll zu. Es sind natürlich ein paar neue Leute da, insgesamt beschäftigt die Basis, inclusive den Inhabern, rund 10 Tauch-lehrer/innen. Alle die kennengelernt habe waren mehrsprachig, nett und kompetent. Ich hatte auch den Eindruck das die Freundlichkeit echt ist und das Lächeln nicht erst angeknipst wird wenn der Kunde um die Ecke kommt. Die Basis hat 2 Boote, das größere kann gut 20 Taucher aufnehmen. Länger als 15 Minuten sind wir nicht zu den Tauchspots gefahren. Die Riffe liegen meist zwischen 15 und 20 Meter, Flachwasserbereiche gibts m. W. nicht: der Dekostopp wird im Blauwasser absolviert. Meist ist ein Bojenseil da. Im Gegensatz zu den ABC Inseln spürt man den Einfluß des Atlantikwetters deutlicher, bei Stürmen hat man eine ordentliche Dünung und entsprechend schlechte Sicht in Bodennähe. Die Tauchbasis hält dagegen indem sie weiter entfernte, tiefere divespots anfährt. Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad auch. Die Riffe sehen sehr gut aus, man hat die übliche karibische Fauna und Flora, Langusten und kleine Riffhaie schienen mir häufiger zu sein als auf den ABC Inseln zu sein. Die Wracks sind schön bewachsen und mehr als nur einen Tauchgang wert.
Ich denke ich komme wieder.
Diesen Frühling sind wir für 2 1/2 Wochen auf Statia in den Urlaub gefahren und fast jeden Tag mit Scubaqua abgetaucht.
Als wir am Flughafen angekommen sind, hat bereits Marieke auf uns gewartet und uns zum Hotel gebracht. Nach dem Einchecken im Hotel hat sie uns bei einem Willkommenscocktail Statia und seine Unterwasserwelt geschildert und wir konnten es kaum erwarten, endlich tauchen zu gehen.
Das Einchecken in der Tauchbasis wurde schnell und problemlos erledigt. Danach gabs auch schon das erste Briefing, dies wahlweise in Schweizerdeutsch, Deutsch, Englisch, Französisch oder Holländisch. Für die Briefings in der jeweiligen Sprache haben sich die Instruktoren immer genug Zeit genommen und alle Fragen beantwortet. In der Zwischenzeit konnte man nochmal aufs Klo, sein Zeugs auf den Lieferwagen packen, den Anzug halb anziehen oder einfach die Tauchbasiskatze ´Nitrox´ streicheln. Wenn dann alle soweit waren, gings mit dem Lieferwagen in knapp 2 Minuten Fahrt zum ´Statia International Port´. Als der Lieferwagen anhielt und wir absteigen und zu Fuss durch das Tor gehen mussten, konnten wir uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. Beim Boot angekommen, wurde alles verladen und zusammengeschraubt. Nachdem jeder seinen Bleigurt hatte und alles vorbereitet war, gings auch schon los zum Tauchplatz. Die Tauchplätze sind alle in max. rund 10 Minuten zu erreichen, ausser die ´Wild North Exploration´, welche etwas länger dauerte. Am Tauchplatz angekommen, macht man sich bereit, um mit einer Rückwärtsrolle ins Wasser zu springen. Es bleibt jedoch auch noch Zeit für einen Pinkelstopp im Wasser o.ä. Nach dem Tauchgang, welcher kein Limit bezüglich Zeit hat (Aufstieg bei 50 Bar an der Bojenleine als Buddyteam oder Solo), wird einem ins Boot geholfen und man beginnt mit dem Abbau der Ausrüstung oder springt nochmal ins Wasser. Wieder zurück an der Tauchbasis gibt man Bescheid, wann man wieder Tauchen will und ist dann zu dieser Zeit wieder da.
Wir haben Scubaqua als eine super nette und gemütliche Tauchbasis kennengelernt, welche auf die Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Taucher eingeht und diese nach Möglichkeit gerne erfüllt. Die Tauchplätze sind abwechslungsreich und schön. Das Tauchen mit Scubaqua macht Spass. Leider war die neue Tauchbasis noch nicht fertig, als wir da waren. Nach dem was wir aber bisher gesehen haben, wird die neue Basis super.
Einzig das Hotel entsprach nicht unseren Erwartungen, aber das Tauchen wurde dadurch nicht getrübt.

Vielen Dank für die tolle Zeit an Ingrid, Menno, Marieke, Mike, Caro, Ed und Maus.
Traumhafte Tauchferien in Sint Eustatius!! 2 Wochen auf den Niederländischen Antillen in der Karibik mit unvergesslichen Tauchgängen. Durch Zufall trafen wir bei der Suche nach einem geeigneten Ferienort für Tauchferien auf die Tauchschule Scubaqua. Die PADI Tauchschule wird durch ein schweizer Ehepaar geführt und durch 3 weitere Tauchlehrer unterstützt.
Also schrieb ich eine Mail, um etwas mehr zu erfahren und ob die Tauchgründe dem entsprachen was wir suchten. Nur einen Tag später erhielt ich schon Antwort von Menno und Ingrid. Sie boten uns auch an, das Hotel für uns zu buchen, so brauchten wir uns nur noch um den Flug zu kümmern.
Also flogen wir im Oktober 09 von Zürich nach Sint Maarten und von dort mit einem Inselhüpfer nach Sint Eustatius. Die Flugtickets für den Inselhüpfer hat uns auch die Tauchschule besorgt und per Post in die Schweiz gesendet.
Obwohl wir ziemlich spät auf der Insel ankamen, wurden wir von Menno am Flughafen abgeholt und in die Loge gebracht. Am Morgen, in stahlendem Sonnenschein, sahen wir erst wie wunderschön die Aussicht von unserem Bungalow aus war.
Im Bungalow inbegriffen war auch ein Scouter, mit dem wir am Mittag zu der etwa 10 Minuten entfernten Tauchschule fuhren und sogleich unseren ersten Tauchgang für den nächsten Tag planten.
Danach tauchten wir täglich 2x, mit nur einem Tag Pause, anwelchem wir den Quill, einen schon längst erloschenen Vulkan, auf der Insel bestiegen.
Alle Tauchgänge waren super organisiert und begleitet, abwechslungsreich und spannend. Die Höhepunkte waren bestimmt der Nachttauchgang mit Fredy, einem grossen Barracuda welcher im Schein der Taschenlampe der Taucher auf Beutefang ging, Blue Beads suchen (Plaue Glas-Perlen aus der Sklavenzeit), Tieftauchgang mit Alain, die vielen Schidkröten in allen Grössen und Varianten und und und.......
Wir machten dort auch unseren Nitrox Kurs, damit wir die Unterwasserwelt auch richtig auskosten konnten.
Wir können für die tollen Ferien wirklich nur 6 Flossen verteilen, eine tolle, professionelle Tauchbasis mit einer Rundherumbetreuung, eine intakte Unterwasserwelt welche durch den Marine Park geschützt wird, eine wunderschöne Lodge mit grossen, ruhigen Bungalows, eine kleine, ruhige Karibische Insel mit viel Flair, netten Bewohnern und gutem Essen.


Ingrid und Menno


die Tauchbasis


Ausblick von unserem Bungalow


Einsiedlerkrebse auf dem Quill


der Bungalow


Karibik Feeling


das Tauchschiff


und Tschüsss

Golden Rock Dive Center, St. Eustatius, Karibik
Die Unterwasserwelt um St. Eustatius ist ein Naturschutzgebiet. Alle Tauchmöglichkeiten innerhalb dieses Gebietes sind festgelegt und überwiegend mit Bojen markiert. Für die Nutzung des Naturschutzparks bezahlt man entweder 3 US$ pro Tauchgang oder einmalig 15 US$ für ein ganzes Jahr.
Die meisten Tauchplätze sind innerhalb weniger, selten in mehr als 30 Minuten zu erreichen. Da auch die Wege auf Statia recht kurz sind, werden hier üblicherweise alle Bootsausfahrten mit nur einem Tauchgang angeboten. Dadurch haben Taucher mit nichttauchender Begleitung die Möglichkeit, mit Ihrer Familie/Partner auch noch auf der Insel einiges zu unternehmen.
Viele der Tauchplätze sind recht flache und schöne Korallengärten, wobei bei manchen dieser Plätze (Double Wreck, Tripple Wreck) nur noch die Namen und vielleicht die alten Anker an die schon lange verrotteten und vom Meer vereinnahmten Wracks schließen lassen. Der Korallenreichtum und deren Vielfalt ist sehr groß, der Zustand der Korallen überwiegend hervorragend.
Der Fischreichtum ist ordentlich, aber nicht gigantisch. Dennoch bekommt man alles zu Gesicht, was die Karibik zu bieten hat.
Tiefen- und Strömungsfreaks werden auf St. Eustatius kaum auf ihre Kosten kommen. Die tiefsten Stellen der meisten Tauchplätze liegen um die 20m Marke und sind zudem gut gegen Seegang und vor Strömung geschützt. So kann man die meisten der Tauchplätze als einfach charakterisieren.
Natürlich gibt es auch Tauchplätze mit anderer Charakteristik, wie Steilwände, Überhänge und (noch erkennbare) Wracks. Das größte und bekannteste Wrack auf, bzw. unter Statia ist die Charles Brown
Während unseres Aufenthaltes fand an diesem Wrack im Rahmen der Feierwoche des Stenapa Jubiläums „10 Jahre Marinepark“ eine Tauchveranstaltung statt. An und im Wrack der Charlie Brown waren Gegenstände versteckt. An diesem Morgen „mussten“ alle 3 Tauchbasen Ihre Tauchgänge hier durchführen, was aber letztlich lediglich nur gut 10 Personen waren. Dies ist durchaus auch Beleg dafür, dass man auf Statia praktisch niemals auf überfüllte Tauchplätze trifft. Später (auf der Gala, s.u.) erhielt dann jeder Taucher (weil jeder tatsächlich einen Gegenstand gefunden hatte) einen Preis, wie z.B. ein Bild oder ein Handtuch der Charlie Brown. Eine amerikanische Taucherin bekam z.B. ein original Bullauge des Wracks. Grundsätzlich ein toller, dummerweise aber auch extrem schwerer Preis. Die fast geschätzten 10-15 kg hätten als Mehrgepäck im Flieger einen erheblichen Aufpreis gekostet. Die Taucherin wollte mir eigentlich per Email schreiben, inwieweit sie das am Flughafen regeln konnte, hat dann aber am Abend der Preisverleihung ihren Preis mit einem anderen Gewinner geteilt.
Obwohl dieser „Wettberwerb“ allen Tauchbasen bekannt war, wurde mir in „meiner“ Basis lediglich erzählt, dass an diesem Morgen keine Wahl des Tauchplatzes möglich wäre und zur Charles Brown gefahren werden müsse. Von der Veranstaltung mit dem Wettbewerb wurde mir aber nichts gesagt. Da ich nicht besonders versessen auf Wracks bin, habe ich an diesem Morgen aufs tauchen verzichtet. Hätte ich von der Veranstaltung gewusst, hätte ich sicherlich anders entschieden.

Auf St. Eustatius gibt es 3 Tauchbasen. Alle 3 haben Ihre Basen an der Straße beim Hafen und somit einen recht kurzen Weg zur Ablegestelle. Da wir im zugehörigen Hotel wohnten, bin ich im Golden Rock getaucht.

Golden Rock Dive Center
Dieses Dive Center wird von den Amerikanern Michelle und Glen geleitet, denen auch das Old Gin House gehört. Das Büro befindet sich im Bade-, Tauch-, und Souveniershop innerhalb des Old Gin House zwischen den beiden anderen Tauchbasen.
Die eigentliche Tauchbasis befindet sich 2-3 Gehminuten vom Hotel entfernt an einer Anlegestelle vor dem eigentlichen Hafen. Hier legen anscheinend nur die Boote vom Golden Rock Divecenter ab; die anderen Basen nutzen den Hafen.
Anmeldung und Einweisung verlief ausgesprochen einfach und locker im Shop am Hotel. Ich musste mich allerdings vorab entscheiden, ob ich die Marineparkgebühr pro Tauchgang oder eine Jahreskarte kaufen wollte. Da dies aufgrund des Preises gleichbedeutend mit der Entscheidung war, ob ich mindestens 5 TG machen würde oder nicht, entschied ich mich für die Jahreskarte (die 2007 übrigens noch 12,50 US$ kostete). Ebenfalls erhielt ich unkompliziert einen Rabatt auf den Einzeltauchgang, so dass die Preise für die Tauchgänge etwa denen von Dive Statia entsprachen und ich umgerechnet etwa 23€ (34 US$) pro Tauchgang (inkl. Flasche, Blei und Bootsfahrt) bezahlte..
Positiv hervorzuheben war die Tatsache, dass mir dieser reduzierte Tauchpreis hinterher auch so berechnet wurde, obwohl ich letztlich einen Tauchgang weniger als vereinbart gemacht habe.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Basen bietet Golden Rock (mindestens) 3 Tauchgänge pro Tag an (9, 11 und 14:30 Uhr) an. Dabei genügte es einfach kurze Zeit vor dem Tauchgang an der Basis zu sein, seine Sachen zusammenzupacken und auf den Anhänger zu packen). Auch wenn das sicherlich nicht der Normalzustand sein sollte, überlegte ich mir an einem Tag sehr kurzfristig mitzutauchen und erschien erst wenige Minuten vor Abfahrt an der Basis, als die anderen schon auf dem Boot waren. Dennoch war es kein Problem noch mitzufahren und zu tauchen.
Zu welchem Tauchplatz gefahren werden sollte wurde oft erst kurz vor der Abfahrt besprochen, wobei die Wünsche der Taucher soweit möglich immer berücksichtigt wurden.
Die Ausstattung der Basis war ok, wenngleich es auch keine Becken zum Spülen der Ausrüstung und stattdessen nur einen Hochdruckschlauch gab. Äußerlich, aber auch im Inneren macht die Basis einen eher einfachen und etwas verlebten Eindruck. Während unseres Aufenthaltes wurde aber am Äußeren der Basis gearbeitet und z.B. ein winziger „Strandbereich“ eingerichtet.
Üblicherweise wird mit gut gefüllten 12l Aluflaschen getaucht, wobei auch 15l Flaschen vorhanden sind und ich einmal (ohne besondere Anforderung) eine solche erhielt. Dies geschah vermutlich aufgrund einer Bitte es Unterwasserfotografs (s.u.), der bei diesem Tauchgang mit dabei war. Lt. Preisaushang ist dafür ansonsten ein Aufpreis zu bezahlen.

Für seine Ausrüstung ist man in dieser Basis selber verantwortlich. Lediglich der kurze Weg zum und vom Boot wird mit einem Wagen von der Basis erledigt. Vorbereiten, Checken und Reinigen der Ausrüstung beibt eigene Verantwortlichkeit.
Da ich gleich nach der Anmeldung meinen ersten Tauchgang machen wollte, wurde meine Ausrüstung mit dem Wagen zur Basis gebracht und ich dort kurz informiert. Diese Einweisung war allerdings recht knapp, was aber auch an dem wenig später startenden Boot gelegen haben könnte.
Natürlich hatte ich bereits bei der Anmeldung im Hotelshop den üblichen Risikoausschluss unterschrieben. Dort war auch ein kurzer Blick auf mein Brevet geworfen worden. Weder hier, noch in der eigentlichen Basis war aber jemand an meinem Logbuch oder meinen Erfahrungen interessiert. Ein Hinweis von mir, dass ich vor ein paar Tagen bereits auf Saba getaucht wäre, in Verbindung mit meiner eigenen, wenn auch nicht mehr ganz taufrischen Ausrüstung, reichte anscheinend zur Einschätzung meiner Tauchtauglichkeit aus.

Besondere Tauchplatzbeschreibungen habe ich an der Basis nicht gefunden, aber auch nicht gesucht. Einerseits erhält man bereits im Touristenbüro (oder im Internet) eine Karte über alle Tauchplätze. Und natürlich haben auch die Golden Rock Divers eine eigene Internetseite (http://www.goldenrockdive.com/) mit Beschreibungen aller Divesites. Natürlich kann über diese Seite auch vorab Kontakt mit der Basis aufgenommen werden, wo man sich die englische Tauchplatzliste downloaden kann.
So ging es recht schnell auf das Boot und los. Eine Bootseinweisung gab es nicht. Ebensowenig wurde ich darauf hingewiesen, dass ich bei meinem ersten Tauchgang eine Art Check machen müsse. Nachdem ich meine Ausrüstung fertig und geprüft hatte, wurde mir auf Nachfrage lediglich die Fahrzeit genannt. Gemeinschaftlich war vorher entschieden worden zum Aquarium. Diese Stelle gehört zu den weitest entfernten Plätzen und ist in ca. 30 Minuten zu erreichen. Auf der Karte des Marineparks sind zwar noch einige weiter entfernte Divesites eingezeichnet. Diese werden aber aber wohl nur selten (oder nie?) angefahren. Auch ist das Aquarium einer der wenigen oft genutzen Stellen ohne feste Markierungsboje. Da das betauchte Riff hier nur aus einigen kleinen Blöcken besteht, ist dieser Platz je nach Wellengang nicht ganz einfach zu finden. GPS Navigation wurde anscheinend vom Boot nicht genutzt und so bestand meine erste Bootsfahrt in einer interessanten Aussicht auf das ´terminal´ (das Öllager) gefolgt von einer (wie mir schien) planlosen Suche nach der richtigen Stelle für den Tauchgang. Das Boot fuhr hin und her und immer wieder schaute unser Tauchguide, Stefan aus Holland (der aber dennoch kaum deutsch sprach) unter Wasser nach dem Riff. Nach 20 Erfolglosen Minuten des Cruisens, gab der Stefan auf und entschied auf dem Rückweg den nächstgelegenen Tauchplatz anzusteuern - ein kleines chinesisches Wrack, ´Chien Tong´. Wracktauchen hat mich noch nie wirklich gereizt - und dieses nicht sehr alte Metallschiff Änderte nichts an meiner Einstellung.
Einige Tage später sind wir diesen Platz noch einmal angefahren; diesmal mit dem einheimischen Guide Winston, der “seine” Gewässer anscheinend besser kannte und den Platz in kürzester Zeit gefinden hatte. Tatsächlich war das Auarium ein lohnender Platz.

Die Tauchplatzbeschreibung vor dem Tauchgang war sehr knapp, wobei dies im Falle dieses Wracks, welches nur von sandigem Grund umgeben ist, ausreichend war. Ich wartete noch darauf, dass mir ein Buddy zugeteilt wurde, wobei ich bei meinem ersten Tauchgang bei dieser Basis davon ausging, dass ich mit dem Guide zusammen tauchen würde.
Möglicherweise hat dieser (ein sehr sympatischer Skandinavier) dies auch für selbstverständlich gehalten - vielleicht hat er angesichts der erfolglosen Suche des Aquariums auch vergessen, dass ich meinen ersten Tauchgang bei den Golden Rock Divers und keinen Buddy hatte. Auf jeden Fall wurde das Kommando zum Beginn des Tauchens gegeben, ohne dass ich einen Tauchpartner hatte und unter Wasser schien der Tauchlehrer auch kein besonderes Auge auf mich zu haben.

Der insgesamt wenig spektakuläre, aber damit glücklicherweise mein einziger für meinen Geschmack langweilige Tauchgang endete damit, dass der Motor des Bootes kaputt ging und wir uns zur Anlegestelle schleppen lassen mussten.
Im Gegensatz zu vielen anderen Basen blieb meist keine Crew auf dem Tauchboot zurück. Dies war zwar insofern nicht tragisch, da wir ja immer ohne Strömung und deshalb problemlos zum Boot zurück tauchen konnten. Allerdings fehlte deshalb beim Einstieg ins Boot die sonst übliche Hilfe.
Ausrüstung, die man nicht spülen und trocknen will, kann man auf dem Boot lassen. So lies ich meine Bleitaschen, wie andere ihre Bleigurte auf dem Boot und sollte sie am nächsten Morgen nicht wiederfinden. Da das Boot wohl einen größeren Defekt hatte, wurden alle weiteren Ausfahrten mit einem anderen Boot gemacht und meine Bleitaschen wurden liegengelassen, aber am nächsten Morgen dann recht schnell nachgeholt.

An den nächsten Tagen erwies sich das Tauchen als locker und problemlos. Der Tauchstil der verschiedenen Guides kam meiner Gemächlichkeit unter Wasser sehr nahe und die weiteren Tauchplätze erfüllten oder übertrafen meine Erwartungen. Die weiteren Tauchplatzbeschreibungen waren unterschiedlich, eher kurz, aber eigentlich immer ausreichend. Bei den nächsten Tauchgängen bekam ich dann sogar Buddies, wobei wir aufgrund der wenigen Taucher auf dem Boot (um 5) eigentlich immer zusammenblieben und ggf. je nach Sauerstoffverbrauch auftauchten.
Obwohl ich eigentlich eher zu den Vielatmern gehöre, hatte ich bei einem Tauchgang weit mehr Luft als mein Buddy. Lisa, eine junge, dänischen Tauchlehrerin, tauchte mit meinem Buddy auf und zeigte mir an, dass ich noch unten bleiben könne, obwohl ich in der Nähe der einzige verbliebene Taucher war.
Zwischen dem 9 und 11 Uhr Tauchgang gibt es natürlich nur eine kurze Landpause. Je nach erstem Tauchplatz und Bedingungen, kann sich der zweite Vormittagstauchgang schon einmal verzögern. Ansonsten waren die Ausfahrten relativ pünktlich - zumindest, wenn man karibische Maßstäbe anlegt.
Bemerkenswert war bei einem Tauchgang der Lärm unter Wasser, der angeblich durch einen Tanker verursacht wurde. Ich empfand das als äußerst störend und durch die lange Dauer während des gesamten Tauchgangs fast schon als schmerzhaft. Die Fische schien das aber nicht zu stören und bei den anderen Tauchgängen war davon glücklicherweise nichts zu hören.

Aufgrund des Jubiläums des Marineparks war der (zumindest in den USA) recht bekannte Unterwasserfotograf Mauricio Handler in der Tauchbasis. Er tauchte einige Male mit uns, wobei er jedoch bereits vor der Tauchplatzbeschreibung alleine ins Wasser sprang und dann mit seinem umfangreichen Equipment seine Aufnahmen machte. Mauricio ist ein sehr netter und kontaktfreudiger Amerikaner, der abends im Hotel eine Auswahl seiner besten Unterwasseraufnahmen, sowie später auch eine Auswahl von Aufnahmen seines aktuellen St. Eustasius Aufenthaltes war. Im Rahmen der Feierlichkeiten des Naturschutzbüros gab es neben Kursen zur Nachbearbeitung von Unterwasserbildern auch einen Wettbewerb der schönsten Fotos. Hier war der Fotograf die Jury oder zumindest Mitglied derselben. Auch die dort prämierten Fotos waren sehr schön. Einer der Gewinner war übrigens Glen, der Besitzer der Tauchbasis und des Hotels.
Während und nach dem anschließenden Buffet spielte dann eine Band, deren Sängerin unsere Tauchlehrerin Lisa war. Ob sie unter dem Abendkleid noch Ihren Taucher- oder zumindest den Badeanzug trug, ist nicht überliefert.
Auf besondere Vorschriften wurde nicht hingewiesen. Maximale Tauchtiefen und Tauchgänge über 70 Minuten waren aber aufgrund der Tauchpatztiefe und der Takgröße nicht möglich und deshalb auch keinen besonderen Hinweis wert.
Rettungsbojen wurden nicht genutzt und deren Mitführen wurde nicht verlangt. Sie waren aufgrund der zumeist ruhigen See aber auch kaum erforderlich.

Fazit
Tauchen auf St. Eustatius ist unkompliziert, einfach und einfach schön.
Auch wenn die Golden Rock Diver einen höheren Standard und mehr Service bieten könnten, trifft das auch auf das Tauchen mit dieser Basis zu. Kleinere Mängel werden mit Lockerheit, Freundlichkeit und unkompliziertem Ablauf ausgeglichen. Auch wenn man hier keine 100 prozentige Perfektion erwarten sollte, verspricht das Tauchen mit dieser Basis einen angenehmen und entspannten Tauchurlaub, der auch genug Abwechslung für zwei Wochen bietet. Dabei sollte man aber zumindest auch 2-3 Tage für das Bewandern der Insel mit einplanen.
Dafür verdienen sich die Golden Rock Divers knappe 5 von 6 Flossen

Einen kompletten Reisebericht über unseren Urlaub auf St. Eustatius, Saba, St.Martin und Anguilla mit vielen Bildern findet Ihr auf
meiner privaten Homepage


Wir, eine Gruppe von 6 Tauchern aus zwei Familien, waren vom 30.12.06 - 06.01.07 bei Scubaqua auf St.Eustatius. Gewohnt haben wir im Hotel Golden Era.
Die Tauchbasis ist seit August unter der kompetenten Leitung von Menno und Ingrid aus der Schweiz. Der Aufenthalt und besonders das Tauchen haben uns ausgezeichnet gefallen. Das eingespielte Basisteam war immer freundlich und gut gelaunt, so dass wir uns bei dieser familiären Basis sofort wohl gefühlt haben. Alle waren extrem hilfsbereit; man merkte, dass sie ihre Arbeit gerne machen. Die Organisation hat immer 100% geklappt.
Die Riffe um St.Eustatius sind noch intakt und man bekommt kaum je andere Taucher zu Gesicht. Wir haben herrliche Korallengärten und verschiedenste Meeresbewohner gesehen: Schildkröten, Barakudas, Stechrochen und einen Adlerrochen, Riffhaie und Ammenhaie, Fledermausfische, Seepferdchen, einen gelbgefleckten Schlangenaal, Moränen... eben alles, was die Karibik so zu bieten hat. Super waren auch die geringen bis mässigen Strömungen und die grossen Sichtweiten.
In einer Woche haben wir viele verschiedenartige Tauchplätze gesehen: diverse Riffe, das Wrack der ´Charles Brown´ (grösstes Wrack der Karibik), Tauchgang in Hafennähe, wo wir ´Blue Beads´ (blaue Glasperlen, ehemals Sklavengeld) gesucht und sogar gefunden haben. Beeindruckend war auch der Nachttauchgang mit vielen Rochen.
Ebenfalls zum gelungenen Aufenthalt beigetragen hat das ´Blue Bead´-Restaurant mit ausgezeichnetem Essen, das direkt neben der Basis liegt.
Die Insel selber ist noch ursprünglich, nicht vom Tourismus verdorben; die Bewohner sind sehr freundlich und Kriminalität ist dort noch unbekannt. Empfehlenswert ist das lokale Museum, sowie eine Wanderung zum Kraterrand des erloschenen Vulkans Quill.
Wir waren begeistert!
Nochmal vielen Dank an Menno und Ingrid, Veronique und Alain.

Nach einer Woche auf Saba (Bericht siehe Sea Saba Dive Center) waren wir Ende Februar 2005 in St. Eustatius, kurz Statia genannt. Die Flüge zwischen den Inseln mit der Winair www.fly-winair.com dauern 15 bis 20 Minuten und sind maximal 600 m hoch, also normalerweise kein Grund, die vollständige Entsättigung abzuwarten.

Am Flughafen wurden wir von Oli, einem jungen Züricher Diveguide der Scubaqua-Basis www.scubaqua.com mit dem Pickup abgeholt. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt durch Oranjestad gings hinunter zum Golden Era, einem sauberen Mittelklasse-Hotel (Zimmer mit Aircon, Kühlschrank, TV, Balkon mit Meerblick, Frühstück auf der überdachten Terrasse direkt über dem Meer), direkt am Meer gelegen. Die Januarstürme haben übrigens das Ufer vor dem Hotel in einen Sandstrand verwandelt. Die Scubaqua-Basis liegt neben dem Hotel-Restaurant und dem (Salzwasser-) Swimmingpool.

Wir wurden von allen in der Tauchbasis fast wie alte Bekannte herzlich begrüßt und fühlten uns sofort super wohl in dieser Gemeinschaft. Dem Schweizer Besitzer, Ronnie, seiner Frau Lolo, den Tauchlehrern Jean-François und Véron und auch dem Guide Oli merkt man den Spaß und die Begeisterung beim Tauchen wirklich an. Dieser Funke der Begeisterung und die stets gute Laune springen auf alle Taucher über. So eine familiäre Atmosphäre haben wir bisher noch nirgendwo beim Tauchen erlebt. Verständigungsprobleme gab es nie - Französisch, Deutsch, Englisch bunt durcheinander - international eben, aber immer mit viel Humor!

Besonders angenehm empfanden wir, dass man nach dem Tauchen im Hotelzimmer warm duschen und sich umziehen konnte, bevor es dann wieder zum regen Erlebnisaustausch an die Tauchbasis ging. Es gab ja immer was zu erzählen, die neuesten Fotos zu betrachten oder unbekannte Tiere zu identifizieren und natürlich den Flüssigkeitsbedarf zu stillen (nach dem ersten Tauchgang nur alkoholfrei).

An meinem Jacket war am letzten Tag in Saba eine Fastex-Schnalle gebrochen. Jean-François kramte in seinem Fundus und ersetzte das kaputte Teil, so dass ich weiter mit meiner eigenen Ausrüstung tauchen konnte. Nochmals merci, Jean-François!

Wegen Schwierigkeiten beim O2-Nachschub gab es bei allen Basen auf Statia kein Nitrox (die Basen planen bereits die Anschaffung einer gemeinsamen Membrane). Und die Folge? Manche Vormittags-Tauchgänge gingen schon mal tiefer (bis 45 m) zu traumhaften Schluchten mit riesigen Gorgonienfächern und Schwarzen Korallen. Vier Taucher sind das Maximum pro Guide, meist wurden zwei oder drei Gruppen gebildet und an unterschiedlichen Plätzen getaucht. Wie gesagt, die Crew liebt ´ihre´ Unterwasserwelt, so dass immer zwei oder drei Guides mitgetaucht sind und uns immer wieder etwas gezeigt haben. Nach einem ausführlichen Briefing gings mit dem Pickup täglich gegen 9:00 Uhr und 14:00 Uhr in ein paar Minuten zum Hafen, mit dem schnellen Boot war man in wenigen Minuten an den Tauchplätzen. Zur Sicherheit hängt während des Tauchgangs eine Dekoflasche in 5 m Tiefe unter dem Boot. Ab- und Aufstiege erfolgten stets an der Mooringleine.

Die 28 Tauchplätze im Süden und Südwesten Statias liegen im Statia Marine Park www.statiapark.org, so auch die Wracks der Charles L. Brown, die Historischen Wracks und die Stenapa-Wracks. Es gibt noch weitere Tauchplätze im Nordwesten und Norden der Insel, diese haben wir nicht betaucht.

Die Unterwasserwelt vor Statia ist in hervorragendem Zustand. Auffallend sind die großen, dicht mit Gorgonien und Peitschenkorallen bewachsenen Sandflächen. Wir sahen häufig Schildkröten (alle drei Arten schlüpfen auf der Atlantikseite der Insel aus ihren Eiern), Barrakudas in allen Größen und verschiedene Makrelen, Diadem- und Franzosenkaiserfische, in den zahlreichen Spalten und Höhlen Riesen-Langusten und natürlich Trommlerfische und Muränen.

Bei den Wracks am Stenapa-Reef erwartete uns schon Freddy, der freundliche Barrakuda, in fünf Meter Tiefe, um uns beim gesamten Tauchgang zu begleiten und uns quasi sein Reich zu zeigen. Dies ging manchmal so weit, dass er 20 cm vor der Kamera ins Bild schwamm, gerade so, als ob er gerne fotografiert werden wollte!

Einer der Höhepunkte waren sicher die beiden TG am Wrack der 99 m langen Charles L. Brown, einem 2003 unmittelbar vor Statia versenkten Kabelleger. Dieser liegt in maximal 33 m Tiefe und bietet damit ideale Voraussetzungen für Wracktauchgänge außen und innen. Der Bewuchs der Charly schreitet stetig fort, an einigen Stellen ist der Stahl nur mehr zu ahnen. Auch hier gibt es als Bewacher einen Großen Barrakuda, der uns Taucher immer wieder begleitete. Ein erster TG verschaffte uns einen Überblick über das mächtige Schiff, ein späterer führte uns längs durch die Aufbauten, durch den Kartenraum und bei der Brücke wieder heraus. Und das bei Sichtweiten von 30 bis 50 m - einfach grandios!

Richtig überwältigt war ich an meinem Geburtstag: Nach dem Ständchen am Morgen in der Basis gab es die nächste Überraschung am Ende des ersten TG in 15 m Tiefe: Die drei Guides tauchten auf mich zu, nahmen ihre Automaten aus dem Mund und blubberten ein ´Bonne Aniversaire´, Véron überreichte mir eine Mini-Torte (aus Plastik). Ich war echt gerührt, so was habe ich noch nie erlebt!

Ronnie ist begeisterter Taucher, der immer wieder nach neuen Tauchplätzen sucht. Er ist aber auch Pilot einer kleinen Piper und zeigt gerne seinen Gästen Statia und die Nachbarinseln aus der Vogelperspektive. Leider spielte das Wetter am geplanten Tag nicht mit. Bei Wolken über dem Quill, einem erloschenen Vulkan mit Regenwald im teilweise eingebrochenen Krater, und starkem Wind kann man zwar nicht fliegen, aber man kann ja wunderbar tauchen.

Statia ist wirklich ein versteckter Schatz in der Karibik. In einer Woche kann man aber leider nicht mehr als nur einen kleinen Blick auf dieses Juwel werfen. Und es gäbe noch sooo viel zu sehen, zu tauchen, zu wandern, evtl. aber auch zu fliegen! Vielleicht finden wir beim nächsten Besuch doch ein Blue Bead, jene inzwischen seltenen blauen Perlen der Sklaven.

Noch ein Tipp: Der Rückflug mit der Winair nach St. Maarten ist mittags, der Weiterflug nach Europa erst am späten Nachmittag. Da lohnt es sich (auch für Nicht-Flugbegeisterte!) in St. Maarten zum Maho Beach zu gehen/fahren, um dort die nur einige Meter über dem Strand einfliegenden Flugzeuge - von kleinen Einmotorigen bis zum Jumbo - an der Sunset Beach Bar zu erleben, bei karibischen Klängen und kalter Cola (Badesachen und Sonnenschutz mitnehmen) - wirklich sehr beeindruckend, einfach umwerfend (diesmal wörtlich gemeint, daher bei startenden Jets nicht direkt hinter den Flugzeugen stehen)!

Wir haben unsere zwölf TG und den Aufenthalt bei Scubaqua sehr genossen, besonders die familiäre, herzliche Art in der Basis. Deshalb unser besonderer Dank für die wunderbaren Tage bei euch und viele liebe Grüße an Ronny, Lolo, Véron, Jean-François und Oli!


Gorgonien und Schwämme


Korbschwämme


Krabbe im Korbschwamm


Stenapa-Wrack


Freddy im Profil


Netz-Igelfisch


Languste


Tüpfel-Ritterfisch


Roter Großaugenbarsch


Karett-Schildkröte


Gefleckte Muräne


vor der Scubaqua Basis


Véron


Jean-Francois und Oli


St. Maarten - eine Boeing 757 der United im Anflug

Statia - Grossartige Tauchplätze mit neuem Wrack!

Vom 23. Dezember 2003 bis am 10. Januar 2004 durften wir erneut unseren Weihnachtsurlaub auf Statia (St. Eustatius) verbringen.
Für den Hinflug sind wir mit der Air France (Achtung: Massive Zuschläge über Feiertage und strenge Gewichtskontrollen!) nach St. Martin und von dort mit der Winair nach Statia geflogen. Schon die Landung in St. Martin ist ein Erlebnis für sich! Man braust mit einem Airbus nur wenige Meter über eine paradisische Karibikbucht und Badegäste hinweg.
In Statia haben wir im Hotel Golden Era, einem gut gelegenen Mittelklasshotel in welchem sich auch die Tauchbasis Scubaqua befindet, übernachtet. Die Zimmer sind nicht luxuriös, aber zweckmässig eingerichtet und sauber.

In der Tauchbasis Scubaqua welche von Ronnie, einem französischsprachigem Schweizer, und Lolo, seiner Frau, geleitet wird haben wir dann eine Herzlichkeit angetroffen wie man sie nur selten sieht. Man fühlt sich richtiggehend in eine Familie aufgenommen und ist nicht bloss ein zahlender Kunde. Es kann bei Scubaqua durchaus einmal vorkommen, dass man am Abend zu einem privaten Grillfest mit Gitarrenbegleitung (war super Jean-François!) eingeladen wird und dazu auch noch gleich den Scooter von der Tauchbasis benutzen darf. In welcher Tauchbasis kann man solches heute noch erleben?

Die Tauchplätze werden von Scubaqua ausnahmslos mit einem kleinen Boot angefahren, was das erreichen der Tauchplätze sehr komfortabel macht. Die Divemaster (Marco, Caro, Jean-François und Vero) sind sehr zuvorkommend und gehen sehr stark auf die Wünsche der Gäste ein. Sie sind sehr ortskundig und zeigen einem die Schönheit und Spezialitäten ihrer Tauchplätze mit einer teilweise schon fast bewundernswerten Geduld.

Die Tauchplätze selbst bestechen vor allem durch den sehr schönen Bewuchs mit Hart-, Weichkorallen, Fass-Schwämmen und vor allem durch die sehr vielen Gorgonienarten. Man fühlt sich beim Tauchen richtiggehend in einem wunderschönen Garten.
Die meisten Tauchplätze befinden sich in Tiefen zwischen 15 und 25 Meter und sind bequem an Bojenseilen (Achtung Feuerwürmer - gut hinschauen)zu erreichen. Sie zeichnen sich aus durch eine ausgesprochen grosse Artenvielfalt und einen reichen Fischbestand aus. Vom Grossen Hammerhai über den Karibik Riffhai, Adlerrochen, Grosser Barrakuda (teilweise begleiten sie einem den ganzen Tauchgang über!) über wunderschöne Kaiserfische, Ritterfische oder Flughähne bis hin zu den kleinen Blennys oder Seepferdchen begegnet einem alles, was das Taucherherz begehrt.

Seit August 2003 kann nun auch die neuste Spezialität von Statia, das Wrack der Charles L. Brown - einem imposanten Kabelleger welcher auf Initiative von Scubaqua zuerst gereingt und anschliessend versenkt wurde - betaucht werden. Das Wrack befindet sich in einer guten Tauchtiefe (bis 35m) und ist bereits jetzt leicht bewachsen. Bereits nach einigen Monaten hat sich erstaunlich viel Leben bei der ´Charly´ eingerichtet. Zahlreiche Jungfische beützen das Wrack bereits als Schutz zum Aufwachsen, aber auch Grosse Barracudas oder Fledermausfische haben ein neues Revier gefunden.

Wir haben die Stunden und die Tauchgänge mit Scubaqua sehr genossen und kommen bestimmt wieder nach Statia zurück. Vielen Dank nochmals an Ronnie, Lolo, Marco, Caro, Jean-François und Vero!


Der Anflug auf St. Martin


Das Hotel Golden Era


Die Basis: Scubaqua


Tauchen an der Charles L. Brown


Freddy - der (fast) zahme Barracuda von Stenapa

Dieses Jahr hatte ich mir - wieder von Karibiksport - eine Bonaire/St. Eustatius Kombi-Tauchreise organisieren lassen. Bonaire kenne ich einigermassen, St. Eustatius war neu für mich. Nach Internetrecherche und Rücksprache mit Inka (Karibiksport) entschied ich mich für die Basis/Hotel Kombination Scubaqua/Old Gin House. Eine gute Wahl wie ich jetzt weiß.
Das Hotel liegt nur wenige Meter von der Tauchbasis weg, hat Charme, eine tolle Bar,singende Putzfrauen und gutes Essen. Für die Instandhaltung wird - wie häufig in der Karibik - wenig Geld ausgegeben, daher fehlt hier mal eine Schraube und da mal etwas Putz. Alles in allem aber Kleinigkeiten.

Die Tauchbasis ist sehr gut organisiert, man merkt das ein paar alte Hasen in der Verantwortung sind, auch gibts eine enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Hotels. Es wird Wert darauf gelegt, den Kunden in seiner Mutter-sprache zu empfangen und zu briefen. Inhaltlich trifft der Bericht vom April 2012 noch voll zu. Es sind natürlich ein paar neue Leute da, insgesamt beschäftigt die Basis, inclusive den Inhabern, rund 10 Tauch-lehrer/innen. Alle die kennengelernt habe waren mehrsprachig, nett und kompetent. Ich hatte auch den Eindruck das die Freundlichkeit echt ist und das Lächeln nicht erst angeknipst wird wenn der Kunde um die Ecke kommt. Die Basis hat 2 Boote, das größere kann gut 20 Taucher aufnehmen. Länger als 15 Minuten sind wir nicht zu den Tauchspots gefahren. Die Riffe liegen meist zwischen 15 und 20 Meter, Flachwasserbereiche gibts m. W. nicht: der Dekostopp wird im Blauwasser absolviert. Meist ist ein Bojenseil da. Im Gegensatz zu den ABC Inseln spürt man den Einfluß des Atlantikwetters deutlicher, bei Stürmen hat man eine ordentliche Dünung und entsprechend schlechte Sicht in Bodennähe. Die Tauchbasis hält dagegen indem sie weiter entfernte, tiefere divespots anfährt. Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad auch. Die Riffe sehen sehr gut aus, man hat die übliche karibische Fauna und Flora, Langusten und kleine Riffhaie schienen mir häufiger zu sein als auf den ABC Inseln zu sein. Die Wracks sind schön bewachsen und mehr als nur einen Tauchgang wert.
Ich denke ich komme wieder.
Diesen Frühling sind wir für 2 1/2 Wochen auf Statia in den Urlaub gefahren und fast jeden Tag mit Scubaqua abgetaucht.
Als wir am Flughafen angekommen sind, hat bereits Marieke auf uns gewartet und uns zum Hotel gebracht. Nach dem Einchecken im Hotel hat sie uns bei einem Willkommenscocktail Statia und seine Unterwasserwelt geschildert und wir konnten es kaum erwarten, endlich tauchen zu gehen.
Das Einchecken in der Tauchbasis wurde schnell und problemlos erledigt. Danach gabs auch schon das erste Briefing, dies wahlweise in Schweizerdeutsch, Deutsch, Englisch, Französisch oder Holländisch. Für die Briefings in der jeweiligen Sprache haben sich die Instruktoren immer genug Zeit genommen und alle Fragen beantwortet. In der Zwischenzeit konnte man nochmal aufs Klo, sein Zeugs auf den Lieferwagen packen, den Anzug halb anziehen oder einfach die Tauchbasiskatze ´Nitrox´ streicheln. Wenn dann alle soweit waren, gings mit dem Lieferwagen in knapp 2 Minuten Fahrt zum ´Statia International Port´. Als der Lieferwagen anhielt und wir absteigen und zu Fuss durch das Tor gehen mussten, konnten wir uns ein Schmunzeln nicht verkneifen. Beim Boot angekommen, wurde alles verladen und zusammengeschraubt. Nachdem jeder seinen Bleigurt hatte und alles vorbereitet war, gings auch schon los zum Tauchplatz. Die Tauchplätze sind alle in max. rund 10 Minuten zu erreichen, ausser die ´Wild North Exploration´, welche etwas länger dauerte. Am Tauchplatz angekommen, macht man sich bereit, um mit einer Rückwärtsrolle ins Wasser zu springen. Es bleibt jedoch auch noch Zeit für einen Pinkelstopp im Wasser o.ä. Nach dem Tauchgang, welcher kein Limit bezüglich Zeit hat (Aufstieg bei 50 Bar an der Bojenleine als Buddyteam oder Solo), wird einem ins Boot geholfen und man beginnt mit dem Abbau der Ausrüstung oder springt nochmal ins Wasser. Wieder zurück an der Tauchbasis gibt man Bescheid, wann man wieder Tauchen will und ist dann zu dieser Zeit wieder da.
Wir haben Scubaqua als eine super nette und gemütliche Tauchbasis kennengelernt, welche auf die Wünsche und Bedürfnisse der einzelnen Taucher eingeht und diese nach Möglichkeit gerne erfüllt. Die Tauchplätze sind abwechslungsreich und schön. Das Tauchen mit Scubaqua macht Spass. Leider war die neue Tauchbasis noch nicht fertig, als wir da waren. Nach dem was wir aber bisher gesehen haben, wird die neue Basis super.
Einzig das Hotel entsprach nicht unseren Erwartungen, aber das Tauchen wurde dadurch nicht getrübt.

Vielen Dank für die tolle Zeit an Ingrid, Menno, Marieke, Mike, Caro, Ed und Maus.

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