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Wrack Haven (ehem. Amoco Milford Haven)

3 Bewertungen
Anfahrt / Anreise:
nur via Boot erreichbar
Örtlichkeit / Einstieg:
Wasser:
Salzwasser
Erreichbarkeit:
Bootstauchgang
Max. Tiefe:
80 mt
Schwierigkeit:
Für Fortgeschrittene
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Diverse Basen im Golf von Genua
Tauchregulierung:
Nächster Notruf / Kammer:
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Die "Haven" ruht etwa eineinhalb Meilen vor dem H ...

Die "Haven" ruht etwa eineinhalb Meilen vor dem Hafen von Arenzano an der "Punta di San Martino" in einer Tiefe von rund 80 Metern. Sie liegt auf ebenem Kiel, wenn man das so sagen kann. Denn der Meeresboden fällt zur See hin ab, so dass die Hecksektion als interessantester Bereich des Schiffs zumindest in Teilen innerhalb der üblichen Sporttauchertiefe von 40 Metern liegt. Wenn dem Taucher die Götter des Meeres, des Lichtes und der Strömung wohlgesonnen sind, bleibt ein Tauchgang zur "Haven" immer in Erinnerung.

Ein ausführlicher Bericht zum Wrack der Haven ist in unserem Onlinemagazin DiveInside "Das Wrack der Haven" nachzulesen.

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Amoco Milford HavenEnde September verbrachten wi ...

Amoco Milford Haven
Ende September verbrachten wir 10 Tage in Ligurien u.a. um auch am Wrack des Supertankers Milford Haven 3 Tage zu tauchen.
Der Öltanker, der in den 80er Jahren in Genua beim Löschen seiner Ladung in Brand geraten war und dann vor Arenzano sank nachdem der Bug abriss, bescherte der Region ein Wrack mit enormen Abmaßen. Mit einer Länge von immer noch etwa 300 Metern, einer Breite von 50 Metern und einer Höhe von ebenfalls etwa 50 Metern bietet es jede Menge sehenswertes für jeden eingefleischten Altmetallfan. Der Grund befindet sich bei etwa 80 Metern. Hier ist auch die Schraube zu finden. Die höchsten Punkte des Wracks - der Schornstein und das Radardeck - liegen auf einer Tiefe um die 32 Meter.
Darunter befindet sich die einstiege Brücke die gut zu betauchen ist. Im inneren haben Taucher eine Heiligenstatue aufgestellt.
Von der Brücke führen noch viele Treppen (außen wie innen) über verschiedene Stockwerke in die Tiefe.
Das Hauptdeck liegt auf etwa 55-58 Meter. Hier sieht man - Richtung Bug noch Rohrleitungen nach vorne weg laufen, während man hinter den Brückenaufbauten Richtung Heck den Schornstein und diverse Technik in Augenschein nehmen kann. Dazwischen befindet sich ein große, fast an einen Laderaum erinnernde Öffnung die in die techn. Sektionen wie Werkstatt usw. führen.
Backbord über die Reeling findet man ein riesiges Explosionsloch, das ebenfalls die Möglichkeit zum Eindringen bietet.
Für Taucher mit Scooter bietet es sich an über das Deck Richtung Bug bis zur Abrisskante zu fahren und sich dort etwas umzuschauen. Auf dem Rückweg kann man u.a. Rohrleitungen, diverse Winden und Armaturen und einen Kran in Augenschein nehmen.
Am Wrack gibt es des öfteren auch Strömung aus verschiedenen Richtungen. Um sich unnötige Strampelei und damit hohen Gasverbrauch auf Tiefe zu ersparen kann man seinen Tauchgang so legen, dass man sich immer im Strömungsschatten befindet.
Für den Aufstieg und die Deko führen mehrere Leinen nach oben. Z.B. 2 vom Radardeck (eine steuer- die andere backbordseitig) die sich aber dann weiter oben treffen, eine weitere vom Schornstein und am Heck führt aus ca. 55m auch noch eine Leine nach oben.
Unsere Tauchgänge führten wir mit der Basis TechDive Arenzano durch. Hierzu von mir auch ein extra Bericht.
Fazit: Ein Wrack mit unvorstellbaren Dimensionen, das wohl ein jeder Wrack-Liebhaber mal gesehen haben sollte. Die 3 Tauchgänge reichten bei weitem nicht aus um alles gesehen zu haben, eher um sich erst einmal einen groben Überblick zu verschaffen.
Wir werden auf jeden Fall wieder kommen!


Gigantische Dimensionen


Einer der geschmolzenen Ausleger


Decksaufbauten


Auf Erkundungstour im Heckbereich


Heiligenstatue auf der Brücke


Lang ist der Weg nach oben - Dekozeit abhängen


Mannschaft und Ausrüstung auf dem Rückweg


Modell des Supertankers


Marina Arenzano

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Westlich von Genua, auf der Höhe von Arenzano (vo ...

Westlich von Genua, auf der Höhe von Arenzano (vom Hafen 1 Mile Richtung SO) liegt die Haven, das grösste Wrack im Mittelmeer. Näheres zur Haven siehe (www.acquatribe.it/Haven_german.htm od. italienisch www.havendiving.com). Der Ölpott ist rießig, meiner Meinung nach ist z. B. bereits die Kommandobrücke so groß wie ein Haus (10x8x10 m).
Das Wrack beginnt bei ca. 34 m u. erstreckt sich bis zu einer Tiefe von über 80 m. Das würde eigentlich bedeuten, dass man mit EAN 21 eigentlich gehadicapt ist. Das stimmt aber nur bedingt, da effektiv das meisten zwischen 34 u. 60 m zu sehen ist. Man kann die Kommandobrücke leicht betauchen (mit Christusfigur) u. auch weitere Räumlichkeiten betauchen.
Desweiteren ist weiter vorne im Rumpf ein rießiger Kamin, der sich bis auf ca. 30 m erhebt.
In der Regel wird das Wrack mit Schlauchbooten angefahren. Die Schlauchboote führen meistens eine Dekostation mit sich, d. h. es werden an 2 Bojen Seile befestigt mit Stangen auf 3, 6 u. 9 m als Dekostufen plaziert mit jeweils einer 12 l Flasche von EAN 21 bis EAN 80 u. 2 Atemreglern. Auf diese Weise sollte es bei der Deko keine Überraschungen geben. Die Haven ist natürlich das idealste Revier für Nitrox- u. Trimixjunkies. Die Trimixjungs sind leider die einzigen, die sich die Schiffsschraube auf 80 m anschauen können ...
Wichtig zu wissen ist noch, daß die Haven noch Öl verliert, d.h. man sollte, speziell im Inneren der Räumlichkeiten aufpassen, den am Plafon schwimmen jede Menge Ölblasen, die natürlich durch unsere Luftblasen regelmäßig an die Oberfläche gedrückt werden. Wer keinen dunklen Tauchanzug trägt, wird sehr schnell verstehen, von was ich spreche. Flecken sind fast unvermeidbar ...


Zusammenfassend folgende mögliche Schwierigkeiten:
- Wellengang
- Strömung
- Sicht teilweise unter 10 m
- erhebliche Tiefe
- hohe Dekozeiten
- Kälte nach dem Tauchgang auf dem Boot

Dafür:
- schnelle Tauchboote
- gute Dekostation
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