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Tauchen in Kolumbien

Für Taucher hat Kolumbien etwas Besonderes zu bieten: Es ist das einzige Land Südamerikas, dessen Küstenlinie sowohl einen Pazifik- als auch einen karibischen Atlantikbereich hat. Im Norden reicht Kolumbien hoch bis Aruba (niederländische Antillen), im Süden, nach dem Übergang zum mittelamerikanischen Panama, erstreckt sich die kolumbianische Pazifikregion mit atemberauben- den langen Sandstränden.

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Ob ich ohne den Reiseführer „Lonely Planet“ auf die Tauchbasis der „Karibik Divers“ gestoßen wäre, weiß ich nicht. Da aber jeder Insulaner der Insel St. Andres Walter und seinen Nachfolger Christian kennt, ist das aber wahrscheinlich. 9 Tauchgänge, davon einen „Nachttauchgang“ habe ich vom 19.05. bis 24.05. mit Christian und wechselnden Mittauchern vom Boot aus, zum Teil bei recht bewegter See, gemacht.
Christian hat als Guide ein sehr gutes Briefing gemacht, die Tauchgänge sehr gut betreut und erfahreneren Tauchern genug Spielraum unter Wasser gelassen. Auch traten Christians Voraussagungen in Sachen Fisch häufig ein, und so sind die anhängenden Fotos entstanden.
Die Tauchbasis selbst ist gut organisiert und mit allem Wichtigen ausgestattet. Über das Mietequipment kann ich nichts sagen, ich hatte alles dabei bis auf Flasche und Blei. Ist meine Empfehlung für die gesamte Karibik.
Beeindruckt haben mich Christians Kenntnisse der lokalen Meerestiere und die Auswahl der Tauchplätze in Abstimmung der mitgebrachten Erfahrungen aller Taucher in der Gruppe.
Die noch recht ursprüngliche Karibikinsel entwickelt sich mehr und mehr zu einem Urlaubsziel für Mittel- und Südamerikaner.
Die Tatsache, dass auf der Insel zwar Spanisch gesprochen wird, aber die gebürtigen Insulaner „Patua“ sprechen, macht es möglich, sich auch in Englisch zu verständigen.
Vielen Dank Christian für die wertvollen Tipps über St. Andres und dafür, dass du für meinen SUUNTO D4 die richtige Ersatzbatterie in richtiger Bauform vorrätig hattest.

Als der Pirat Henry Morgan 1671 von Providencia mit 36 Schiffen und über 1000 Mann aufbrach, um Panama einzunehmen, sorgte er für die wohl letzte nennenswerte Erwähnung der erst seit 2007 zu Kolumbien gehörenden kleinen Karibik-Insel. Beschaulich sollte es dort zugehen und echt authentische Karibik bieten, aber auch gute Tauchgründe und vor allem Haie. Also machten wir uns auf den weiten Weg von Frankfurt über Bogota nach San Andres, der 200 km östlich von Nicaragua gelegenen bekannteren Schwesterinsel. Das Abenteuer begann, als wir dort die kleine Propellermaschine bestiegen und zuvor samt Handgepäck gewogen wurden. Nach nur 15 Minuten Flug lag Providencia unter uns im Blau der Karibik. Weitab vom Kreuzfahrt- und Pauschaltourismus ist hier alles anders. Auf „Old Providence“, wie die Einheimischen Ihre Insel liebevoll nennen, gibt es keine Hotels oder Hochhäuser, dafür aber beschauliche Pensionen, Cabañas und Privatunterkünfte. Das Taxi, das uns zur South West Bay brachte, entschleunigte uns schon mit der auf der Insel üblichen Geschwindigkeit von deutlich unter 50 km/h. Die Konversation mit dem Fahrer lief problemlos in Englisch und auf die meisten interessierten Fragen kam meist ein freundliches „Yeah, man“ als Bestätigung zurück. Hier spricht man kein Spanisch, sondern Englisch-Kreol. Providencia erfüllt in vielerlei Hinsicht die Klischees, die man als Europäer mit Karibik verbindet. Blaues Meer, Palmen, weiße Sandstrände und kunterbunt zusammengewürfelte freundliche Leute. Das Einchecken bei den „Sirius Divers“ gestaltete sich so problemlos wie der Transfer. Es stehen etwa 20 moderne Ausrüstungen aller Größen zur Verfügung. Auf die Nachfrage, ob wir erst noch einen Strandtag zum Runterkommen einbauen könnten, gab es natürlich das zustimmende „Yeah, man“. Die Tauchbasis liegt am South West Beach, dem längsten und schönsten Stand der Insel, wo sich die überschaubare Gemeinde der wenigen Touristen in den kleinen Strand-Pinten oder im Schatten der Palmen trifft. Liegen und Hängematten gab es gratis und zum Sonnenuntergang wurden die Stühle pünktlich am Strand aufgestellt. Spätestens als im Licht der untergehenden Sonne kleine Rochen in Ufernähe aus dem Wasser sprangen und die Lagerfeuer brannten, war die Idylle perfekt. Natürlich waren wir gespannt auf das hochgelobte Tauchrevier und waren also pünktlich um 8:30 am Dive Shop, um die Ausrüstung klar zu machen. Um 9 sollte die Ausfahrt beginnen, allerdings mit der gegebenen Ruhe, denn Zeitangaben sind auf der Insel ein dehnbarer Begriff. Hektik und Stress gibt es hier nicht. Man fährt los, wenn alle so weit sind. Das Team an Bord ist eingespielt und professionell und sorgt dafür, dass die ganze Gruppe einer nach dem anderen, auch bei beachtlichem Seegang, sicher mit seiner Ausrüstung ins Wasser kommt. Beim Abtauchen begrüßte uns als erstes eine lebensgroße Jesus-Statue auf dem weißen Sandgrund. Der Segen war also gegeben und so war es dann auch kein Wunder, dass schon Minuten später der erste karibische Riffhai in Sichtweite seine Kreise zog. Es gab sie also wirklich die Haie vor Providencia! Daniel, der Eigner der Basis, versprach uns auch für den 2. Tauchgang des Tages gleich etwas Besonders am „Tetes Place“. Wir sollten Fischschwärme von außergewöhnlicher Größe und Dichte in nur 10m Tiefe sehen. Es war ein fast irreales Bild, denn die Schwärme lassen einen völlig unbeeindruckt auf Armlänge herankommen, bis sie sich in karibischer Ruhe teilen, um dem Taucher Platz zu machen. Ein paar quirlige Jamaika-Stechrochen rundeten das Bild noch ab. Unglaublich, was für ein Auftakt! In Hochstimmung verlassen wir das Tauchboot, um den Tag dann am Strand bei einem Sundowner ausklingen zu lassen. Die nächsten Tauchtage brachten dann alles, was man in der Karibik erwarten darf. Morgens vor allem Haie, Riesenmuränen, Zackenbarsche, beindruckend große Lobster und Königskrabben und zum 2. Tauchgang dann Rochen und jede Menge Fisch. Das Glück war perfekt, als sich auf dem weißen Sandgrund auch noch ein 2m großer Ammenhai fürs Foto präsentierte. Die karibischen Riffhaie waren übriges alles andere als scheu. Wir hatten immer mehrere um uns herum, die manchmal bis auf Armlänge an die Taucher herankamen. Wenn man nach Providencia reist, sollte man vor allem etwas Zeit mitbringen, um die Insel mit ihrem sehr ursprünglichen karibischen Charme zu genießen. Einfach am weißen Sandstrand unter Palmen zum Klang der allgegenwärtigen Reggae-Musik die Seele baumeln zu lassen, oder mit dem Moped die Insel erkunden. Eines der Highlights ist sicherlich auf das Pferderennen, dass jeden Samstag am South West Beach stattfindet. Der Legende nach soll immer noch ein Schatz von Henry Morgan auf der Insel versteckt sein. Wir glauben, dass der wahre Schatz die Insel Providencia selbst ist.
Seit Ende 2017 wird Malpelo nicht mehr von Panama aus angefahren. Die zuständige Präsidentin des Nationalparks, sowie Navy und das Land, haben verfügt, dass Malpelo nur noch von Kolumbien aus angefahren werden darf. Zeitgleich hat mit dieser Entscheidung Coiba Dive Expeditions Ihre gesamten Tauchexpeditionen, die hauptsächlich aus Malpelo-Touren auf der Yemaya II bestanden, aufgegeben. Doch wo Türen sich schließen, gehen Neue auf. Eine davon ist die Ferox. Ein ehemaliger Minenleger (2011 ausgemustert nach Generalüberholung im Jahr 2010) aus Bestand der norwegischen Marine wurde/wird vom Kolumbianer Tony Cruz gekauft, umgebaut und operiert seit Beginn des Jahres in kolumbianischen Gewässern. Mit knapp 32m ist Sie minimal kürzer als die Yemaya, allerdings ein Stückchen schneller, wenn nötig. Es ist die insgesamt erst 8. Tour für die Ferox nach Malpelo der wir beiwohnen. Gewisse Startschwierigkeiten und Kinderkrankheiten sind folglich zu erwarten. Zusätzlich statten wir zum Ende unserer 10-Tauchtage-Tour noch der Insel Gorgona für 3 weitere Tage einen Besuch ab. Allgemeines zum Schiff: Es beginnt der Moment des ersten Eindrucks über die Ferox. Und der ist positiv. Eher geräumiger als gedacht/befürchtet. Wenn nach der Überfahrt erst einmal die drei Zodiacs zu Wasser sind ergibt sich vorne am Bug noch einiges an Platz. Auf dem Oberdeck eröffnet sich ebenfalls ein geräumiges Sonnendeck hinter der Bar. Man fragt sich allerdings direkt wo denn hier das Tauchdeck ist bzw. die Tauchsachen hinkommen. Denn auf dem Mitteldeck hinten stehen zwei Bänke mit Garnitur. Hier wird wohl eindeutig gegessen, wenn auch direkt dahinter der Kompressor steht zum Füllen der Flaschen. Lüften wir das Geheimnis. An den Seitengängen auf dem Mitteldeck gibt es Regale mit Kisten. Leider sind die Kisten mit Löchern und die Regale ohne Boden. Ist zwar schön zum abtropfen, aber dumm für den der nicht das oberste Fach hat. Nicht zu Ende gedacht. Mehr oder weniger mitten im Gang hängen die Anzüge. Nett wenn die erstmal alle nass sind und man sich dann dort vorbeischlängeln muss. Ganz zu schweigen wenn einer mal etwas offensichtlicher riecht. Zwei Einzelkabinen liegen auf Höhe des Mitteldecks, für zwei weitere geht es in der Mitte des Schiffs eine Treppe nach unten und diese teilen sich ein gemeinsames Bad. Die vier Doppelkabinen liegen im Bug des Bootes. Bei Regen leider nicht trocken zu erreichen. Die Master unterscheiden sich von den beiden Standard nur unwesentlich. Vermutlich sogar einen Tick kleiner, dafür mit Doppelbett und etwas weiter hinten angesiedelt und nicht direkt im Bug. Das bringt geräuschtechnisch noch einen weiteren Vorteil mit sich, die Wellen schlagen nicht gar so arg gegen die Außenwand. Lässt das Wetter es zu kann man auch noch auf das Dach des Steuerstandes klettern und hat hier weitere Sitzmöglichkeiten. Meißt wird hier jedoch Wäsche getrocknet. Konkret zu unserer Tour: Nach Kabineneinteilung gibt es eine kurze Unterweisung von Chef und Kapitän Tony. Die wichtige Info des Zeitpunktes des Abendessens lässt er leider aus. Das wird irgendwann einfach auf den Tisch gestellt und wir müssen uns gegenseitig informieren. Kalt ist es bereits ebenfalls. Kulinarisch wäre der Start damit verkorkst. Es kündigt sich eine schaukligere Überfahrt an. Daher brechen wir recht unmittelbar nach eintreffen auf dem Boot auf. Die Überfahrt wird mit 34h veranschlagt. Trotz Pflaster hinter dem Ohr verzichte ich überwiegend auf die Essenszunahme. Was die Yemaya des Öfteren, und insbesondere bei wiedrigen Bedingungen, verfehlt hat ist die Einhaltung des Zeitplans bei der Überfahrt. Konnte gerne auch mal 40h dauern. Die Ferox ist am Morgen gegen 4 Uhr da. Hier müssen die Doppelkabineninhaber wieder einen Tod sterben. Pünktlich das tauchen beginnen oder aber die Geräuschkulisse des Krans ertragen, der die Zodiacs zu Wasser lässt. Es regnet. Das allgemeine Tauchbriefing fand während der Überfahrt statt. Da nahezu alle bereits auf Malpelo gewesen sind fällt auch das Tauchplatzbriefing übersichtlich aus. Flaschen inkl. Jackets, Flossen & Co. werden auf die Zodiacs geladen und verbleiben dort den Rest der Tour. Für ca. 6 Taucher + Guide ist ausreichend Platz und zum Wiedereinstieg gibt es sogar eine, wenn auch etwas hingebastelte, Leiter. Insgesamt braucht sich die Ferox da im internationalen Vergleich nicht zu verstecken. Wie steht es um Service und Organisation neben dem tauchen? Das Frühstück ist ziemlich schwammig. Durch die laufenden Kompressoren wird es mal hier, mal dort serviert. Eigentlich dort wo man sich hinsetzt. Je nachdem ob es auch gerade regnet und oder windet oder nicht. Manchmal kann man etwas bestellen, manchmal bekommt man einfach etwas festes. So in etwa nach einer Woche hatte ich mich mit Händen und Füßen endlich ausreichend verständlich gemacht, dass ich das Omelette gerne ohne Schinken haben würde. Ja, das sind Probleme :) Wechselnden und frisch gepressten Saft gibt es auch, da den aber nur einer vom Service serviert kommt der meißt spät nach dem Essen. Würde man ihn einfach zu Tee/Kaffee/Kakao stellen, das Leben wäre für beide Seiten wesentlich leichter. Dickes Plus gibt es für Kakao-Trinker, denn der wird mit Milch zubereitet und nicht wie häufig üblich nur mit heißem Wasser. Dickes Minus für mangelnden Service in der Kabine. Es gibt zwar nach jedem Tauchgang ein trockenes Handtuch an Deck. Die in der Kabine wurden binnen der zwei Wochen aber gar nicht gewechselt. Der Seifenspender blieb leer und Klopapier musste man selbst managen, wenn man nicht just nach dem großen Geschäft das letzte Batt von der Rolle reißen wollte. Das Fazit: In einem Satz: Es gibt wieder einen sicheren Weg nach Malpelo, einen bequemen wird es wohl nie geben. Die Grundsubstanz der Ferox passt, der Tauchbetrieb war einwandfrei. Damit wäre das wichtigste erst einmal erfüllt, auch die Ferox muss ja schauen ob ihr Produkt überhaupt am Markt ankommt und ob Sie die Touren zu akzeptablen Kosten betreiben können. Beim Komfort, dem Service und der Sinnhaftigkeit der Ausstattung ist jedoch noch viel Arbeit und Einsatz nötig. Essen sollte warm serviert werden, die Getränke nicht nach dem Essen kommen, Toilettenpapier und z.B. Handtuchtausch sind für mich selbstverständlich, wie auch kein großer Aufwand. Würde man das Dach des ersten Decks noch weiter nach hinten verlängern könnte man bei Regen sowohl an der Bar als auch gleichzeitig unten trocken sitzen, da es nicht mehr die Treppe herunter regnet. Bei den Kabinen fehlen nur Kleinigkeiten, insbesondere die Einzelkabinen und lediglich zwölf Gäste im Maximum sind ein weiterer Vorteil wenn es um die Intensität des Erlebnisses geht. Es hilft sicherlich auch, dass die Nationalparkgebühr gegenüber Start aus Panama lediglich die Hälfte ist. Also, wer die Yemaya kennt (und auch Sie hatte einen langen Lernprozess und viele Tipps und Forderungen von Tauchertraum nötig um auf den letzten Stand zu kommen) und Malpelo liebt wird den Umschwung hinbekommen. Malpelo-Neulinge sollten wissen, dass Sie hier kein Mittelklasse-Ägypten oder Indonesien-Schiff vorfinden werden sondern etwas hochseetaugliches. Wenn Sie erholt aus dem Urlaub zurückkommen wollen sollten Sie im Anschluss noch ein paar Tage Wellness-Hotel anhängen ;-) Nebensatz zu Gorgona: Könnte inmitten der Buckelwalsaison im August interessant sein. Bietet es doch den ein oder anderen Vorteil zum Routing. Man ist binnen einer Nacht vor Ort, kann sich eintauchen und akklimatisieren, nimmt noch etwas vom Land mit und dann kann es an Malpelo richtig losgehen. Wer möchte kann hier in Kürze den kompletten Bericht zu unserem Trip nachlesen: http://divecookys-tauchblog.blogspot.com/
Wir hatten uns als Familie (Eltern und zwei Kinder 15 und 12) vorgenommen gemeinsam Tauchen zu gehen und haben uns für die Tauchbasis Karibik Divers entschieden. Die deutsche Basis wird von Christian einem deutschen Tauchlehrer geleitet und ist eine der wenigen Basen auf San Andres die Tauchgange von ihrem eigenen Boot aus anbietet. Das Material zuverlässig, gepflegt und super in Ordnung. Christian hat keine Mühen gescheut unser Vorhaben, gemeinsam Tauchen gehen zu ermöglichen. Unser Sohn konnte seinen OWD machen, obwohl Christian eigentlich ausgebucht war. Trotzdem hat er sich die Zeit genommen und bei ihm die Begeisterung fürs Tauchen geweckt. Mittlerweile kam Post von PADI und unser Sohn ist stolzer Besitzer des OWD. Danke dafür! Besonders beeindruckt hat mich Christians Geduld beim Minikurs mit meiner Tochter. Ich bin so stolz auf sie und hätte es nicht für möglich gehalten, dass er in so kurzer Zeit so viel Vertrauen zu ihr aufbauen konnte, dass sie einen kompletten Tauchgang mit uns unter Wasser verbringen konnte. Auch dafür vielen Dank! Leider habe ich bei einem Drifttauchgang meine Actioncam verloren. Wahrscheinlich ist sie beim Einsteigen ins Boot runtergefallen. Trotz Suche Unterwasser konnten wir sie nicht mehr finden. Aber manchmal hat man eben Glück und man erlebt unerwartete Überraschungen. Kurz vor unserem Abflug von Bogota ein paar Tage später, hat mich eine E-Mail von Christian erreicht. "Überraschung!!!!! Wir haben Deine Kamera gefunden!". Nun ist sie auf dem Weg nach Deutschland und wir freuen uns schon auf die Bilder. Danke Chris, Du machst einen Super Job mit Deiner Tauchbasis!!!!
Juni 2017, Pfingstferien in Bayern… ich mache mich auf den Weg das vielgerühmte und „berüchtigte“ Malpelo zu erleben. Aufregend wars! Gleich am Flughafen die erste Aufregung: das Tauchgepäck von 4 Tauchern unserer Gruppe hatte sich geweigert mit zu fliegen und genoss weiterhin den Sturm in Amsterdam. Ich dachte nur…Gott sei Dank bin ich nicht unter diesen Auserwählten… Aber Glück im Unglück: der Tauchertraumboss (M.Christ) hatte ziemlich flott die Lösung des Problems – eine die alle glücklich machte – also konnten wir dann mit einer winzigen Verspätung gen Malpelo schippern. Aufregend war auch das Tauchen - die ersten Tage gute Sicht und Haie satt. Tauchen mit Tunas, Hammerhaien, Galapagoshaien und riesigen Fischschwärmen, bei jedem Auftauchen Seidenhaischulen … Doch dann wurde die Sicht schlechter und – glücklicherweise - die Haie größer (Walhaie). Die Aufregung begleitete uns bis zum Schluss – Malpelo schien uns die Abreise übel zu nehmen - war das Wasser beim losfahren noch leicht gewellt und schien die Sonne auf uns herab, so änderte sich dieses ziemlich bald und der Himmel öffnete sämtliche Schleusen, die Wellen nahmen immer interessantere Dimensionen an, die Töpfe flogen vom Herd, der Fisch hüpfte aus der Pfanne und die Passagiere krochen in die Kojen… Irgendwann beruhigte sich auch Wind und Wetter und wir konnten uns in Puerto Mutis schließlich bei Sonnenschein von allen verabschieden.
Die Information von Poseidon im Vorfeld war gut und die Emails wurden zügig beantwortet. Um den Platz beim ersten Tag Tauchen zu sichern war eine Anzahlung nötig, die jedoch auf ein deutsches Konto überwiesen werden kann. Im Vorfeld hatte ich schon Nitrox angefragt und abgeklärt, dass kein Int-Adapter nötig war, da sie Flaschen mit beiderlei Ventilen haben.

Am Tag vor dem Tauchen war ich dann auch mit allen Dokumenten dort und habe die Formalitäten erledigt. Der Tauchshop liegt ein wenig versteckt. Die Räumlichkeiten drin sind geräumig und einladend. Der eigene Pool lädt zum Tauchen lernen ein.

Leider war zu der Zeit der Tayrona Nationalpark unerwartet geschlossen und somit auch die Tauchplätze dort. Das Boot ist eher klein und man sitzt bei Anrödeln sehr beengt. Erst auf dem Boot merkte ich, dass ich eine Int-Flasche hatte und ohne Nitrox. Erstaunlich, das mit dem Int-Adapter liess sich aber lösen.

Überrascht hat mich auch, dass einem beim Reinspringen schnell noch Luft ins Jacket geblasen und man einen deutlichen Schups von hinten kriegt. Dummerweise geht aus meinem Wingjacket die Luft an der Oberfläche schlecht raus, weswegen ich da gar keine rein tu und auch beim Auftauchen tunlichst vermeide, Luft drinnen zu haben.

Die ersten zwei Tauchgänge waren um Taganga rum. Sichtweiten um 5 bis 10 Meter. Leider hatte die Flut sehr viel Unrat in die Bucht geschwemmt, der störte.
Gesehen haben wir Hummer, Muränen, diverse kleine Krebse, Tintenfische. Ein kleines Wrack durchtaucht. Die Oberflächenpause mit Getränken und Keksen war eher ungemütlich.

Das Equipment wird in großen Netztaschen vom und zum Strand gebracht und man kann es im Tauchcenter waschen und aufhängen. Es stehen genügend Platz und vor allem genügend Bügel zur Verfügung.
Nach dem Tauchen hatte ich Kopfschmerzen, was bei mir ohne Nitrox gerne mal passiert, und deswegen für den nächsten Tag das Tauchen abgesagt, wegen Sturm und Stromausfall auch noch den nächsten Tag.

Als ich am Abreisetag das Equipment abholte, fand ich es nicht. Erst nach längerem Suchen fand sich die Tasche am Boden mit dem dem nassen Equipment drin, es war zusammengepackt worden und nicht wieder aufgehängt. Die müffelnden Sachen habe ich dann ins Hostel gebracht und versucht zu trocknen. Am nächsten Tag bin ich nochmals hin, weil etwas gefehlt hat.
Ob ich ohne den Reiseführer „Lonely Planet“ auf die Tauchbasis der „Karibik Divers“ gestoßen wäre, weiß ich nicht. Da aber jeder Insulaner der Insel St. Andres Walter und seinen Nachfolger Christian kennt, ist das aber wahrscheinlich. 9 Tauchgänge, davon einen „Nachttauchgang“ habe ich vom 19.05. bis 24.05. mit Christian und wechselnden Mittauchern vom Boot aus, zum Teil bei recht bewegter See, gemacht.
Christian hat als Guide ein sehr gutes Briefing gemacht, die Tauchgänge sehr gut betreut und erfahreneren Tauchern genug Spielraum unter Wasser gelassen. Auch traten Christians Voraussagungen in Sachen Fisch häufig ein, und so sind die anhängenden Fotos entstanden.
Die Tauchbasis selbst ist gut organisiert und mit allem Wichtigen ausgestattet. Über das Mietequipment kann ich nichts sagen, ich hatte alles dabei bis auf Flasche und Blei. Ist meine Empfehlung für die gesamte Karibik.
Beeindruckt haben mich Christians Kenntnisse der lokalen Meerestiere und die Auswahl der Tauchplätze in Abstimmung der mitgebrachten Erfahrungen aller Taucher in der Gruppe.
Die noch recht ursprüngliche Karibikinsel entwickelt sich mehr und mehr zu einem Urlaubsziel für Mittel- und Südamerikaner.
Die Tatsache, dass auf der Insel zwar Spanisch gesprochen wird, aber die gebürtigen Insulaner „Patua“ sprechen, macht es möglich, sich auch in Englisch zu verständigen.
Vielen Dank Christian für die wertvollen Tipps über St. Andres und dafür, dass du für meinen SUUNTO D4 die richtige Ersatzbatterie in richtiger Bauform vorrätig hattest.

Als der Pirat Henry Morgan 1671 von Providencia mit 36 Schiffen und über 1000 Mann aufbrach, um Panama einzunehmen, sorgte er für die wohl letzte nennenswerte Erwähnung der erst seit 2007 zu Kolumbien gehörenden kleinen Karibik-Insel. Beschaulich sollte es dort zugehen und echt authentische Karibik bieten, aber auch gute Tauchgründe und vor allem Haie. Also machten wir uns auf den weiten Weg von Frankfurt über Bogota nach San Andres, der 200 km östlich von Nicaragua gelegenen bekannteren Schwesterinsel. Das Abenteuer begann, als wir dort die kleine Propellermaschine bestiegen und zuvor samt Handgepäck gewogen wurden. Nach nur 15 Minuten Flug lag Providencia unter uns im Blau der Karibik. Weitab vom Kreuzfahrt- und Pauschaltourismus ist hier alles anders. Auf „Old Providence“, wie die Einheimischen Ihre Insel liebevoll nennen, gibt es keine Hotels oder Hochhäuser, dafür aber beschauliche Pensionen, Cabañas und Privatunterkünfte. Das Taxi, das uns zur South West Bay brachte, entschleunigte uns schon mit der auf der Insel üblichen Geschwindigkeit von deutlich unter 50 km/h. Die Konversation mit dem Fahrer lief problemlos in Englisch und auf die meisten interessierten Fragen kam meist ein freundliches „Yeah, man“ als Bestätigung zurück. Hier spricht man kein Spanisch, sondern Englisch-Kreol. Providencia erfüllt in vielerlei Hinsicht die Klischees, die man als Europäer mit Karibik verbindet. Blaues Meer, Palmen, weiße Sandstrände und kunterbunt zusammengewürfelte freundliche Leute. Das Einchecken bei den „Sirius Divers“ gestaltete sich so problemlos wie der Transfer. Es stehen etwa 20 moderne Ausrüstungen aller Größen zur Verfügung. Auf die Nachfrage, ob wir erst noch einen Strandtag zum Runterkommen einbauen könnten, gab es natürlich das zustimmende „Yeah, man“. Die Tauchbasis liegt am South West Beach, dem längsten und schönsten Stand der Insel, wo sich die überschaubare Gemeinde der wenigen Touristen in den kleinen Strand-Pinten oder im Schatten der Palmen trifft. Liegen und Hängematten gab es gratis und zum Sonnenuntergang wurden die Stühle pünktlich am Strand aufgestellt. Spätestens als im Licht der untergehenden Sonne kleine Rochen in Ufernähe aus dem Wasser sprangen und die Lagerfeuer brannten, war die Idylle perfekt. Natürlich waren wir gespannt auf das hochgelobte Tauchrevier und waren also pünktlich um 8:30 am Dive Shop, um die Ausrüstung klar zu machen. Um 9 sollte die Ausfahrt beginnen, allerdings mit der gegebenen Ruhe, denn Zeitangaben sind auf der Insel ein dehnbarer Begriff. Hektik und Stress gibt es hier nicht. Man fährt los, wenn alle so weit sind. Das Team an Bord ist eingespielt und professionell und sorgt dafür, dass die ganze Gruppe einer nach dem anderen, auch bei beachtlichem Seegang, sicher mit seiner Ausrüstung ins Wasser kommt. Beim Abtauchen begrüßte uns als erstes eine lebensgroße Jesus-Statue auf dem weißen Sandgrund. Der Segen war also gegeben und so war es dann auch kein Wunder, dass schon Minuten später der erste karibische Riffhai in Sichtweite seine Kreise zog. Es gab sie also wirklich die Haie vor Providencia! Daniel, der Eigner der Basis, versprach uns auch für den 2. Tauchgang des Tages gleich etwas Besonders am „Tetes Place“. Wir sollten Fischschwärme von außergewöhnlicher Größe und Dichte in nur 10m Tiefe sehen. Es war ein fast irreales Bild, denn die Schwärme lassen einen völlig unbeeindruckt auf Armlänge herankommen, bis sie sich in karibischer Ruhe teilen, um dem Taucher Platz zu machen. Ein paar quirlige Jamaika-Stechrochen rundeten das Bild noch ab. Unglaublich, was für ein Auftakt! In Hochstimmung verlassen wir das Tauchboot, um den Tag dann am Strand bei einem Sundowner ausklingen zu lassen. Die nächsten Tauchtage brachten dann alles, was man in der Karibik erwarten darf. Morgens vor allem Haie, Riesenmuränen, Zackenbarsche, beindruckend große Lobster und Königskrabben und zum 2. Tauchgang dann Rochen und jede Menge Fisch. Das Glück war perfekt, als sich auf dem weißen Sandgrund auch noch ein 2m großer Ammenhai fürs Foto präsentierte. Die karibischen Riffhaie waren übriges alles andere als scheu. Wir hatten immer mehrere um uns herum, die manchmal bis auf Armlänge an die Taucher herankamen. Wenn man nach Providencia reist, sollte man vor allem etwas Zeit mitbringen, um die Insel mit ihrem sehr ursprünglichen karibischen Charme zu genießen. Einfach am weißen Sandstrand unter Palmen zum Klang der allgegenwärtigen Reggae-Musik die Seele baumeln zu lassen, oder mit dem Moped die Insel erkunden. Eines der Highlights ist sicherlich auf das Pferderennen, dass jeden Samstag am South West Beach stattfindet. Der Legende nach soll immer noch ein Schatz von Henry Morgan auf der Insel versteckt sein. Wir glauben, dass der wahre Schatz die Insel Providencia selbst ist.

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