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Großer Ammelshainer Steinbruchsee

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Anfahrt / Anreise:
Die A 14 an der Ausfahrt Klinga verlassen, Richtung Ammelshain weiter fahren, nach dem Bahnübergang rechts abbiegen. Nach ca. 500 Metern am Ortsausgang nach links zum Parkplatz abbiegen.
Örtlichkeit / Einstieg:
Tauchen im Naturschutzgebiet Haselberg. Anmeldung am TANA, Einstiegsgebühr siehe unten. Zufahrt zum Gewässer nicht erlaubt, vom Parkplatz sind es ca. 100 Meter zu Fuß zum See. Im See (Naturschutzgebiet!) liegen zwei Autowracks.
Wasser:
Süßwasser
Erreichbarkeit:
Landtauchgang
Max. Tiefe:
ca. 26 m
Schwierigkeit:
Für Anfänger
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Im TANA, unmittelbar neben dem Parkplatz. Stand Dezember 2006: Trotz Wochenende und regem Tauchbetrieb war die Füllstation leider nur sporadisch besetzt bzw. der Füllwart machte auch mal eine halbe Stunde vorzeitig Mittagspause.
Tauchregulierung:
Anmeldung und Registrierung im Tauchjournal am TANA. Die Einstiegsgebühren betragen pro Tag für LVS Mitlgieder 2,- € und für Mitglieder anderer Landesverbände 5,- €. Bei Nichteinhalten wird mit Anzeige gedroht!
Nächster Notruf / Kammer:
Nächste Druckkammer in Halle ( ca. 60 km ) oder Brandis.
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Am 11.07.2009 fuhren wir zum Grossen Ammelshainer ...

Am 11.07.2009 fuhren wir zum Grossen Ammelshainer See. Gegen 11.00 Uhr angekommen, war der Parkplatz schon recht voll. Nachdem wir uns kurz den See und den Einstieg angesehen hatten, ging es zur Anmeldung. Auch wir machten die Bekanntschaft des netten Herren mit dem markanten Bart und zahlten den Tagessatz von je 5.-€. Sehr bereitwillig wurden uns die Gegebenheiten vor Ort und die Seekarte erklärt. Dann schnell aufgerödelt und ab in den See. Bis dahin sind es von der Basis etwa 150m. Das letzte Stück ist leider etwas abschüssig und man muss aufpassen, nicht auszurutschen. An einem Baum ist auch ein Seil befestigt, um den Eistieg zu erleichtern. Erstaunlicherweise war das Wasser an der Oberfläche nicht so kalt, sondern 20°C (Später dann bei 10m nur noch 14°). Nach dem Abtauchen hielten wir uns an der linken Uferkante, die erwartungsgemäss sofort in eine kleine Steilwand überging. Im oberen Bereich ist die Kante sehr stark mit Wasserpest bewachsen. Darunter ist der Bewuchs so gut wie nicht vorhanden. Die Sicht betrug bei 5-7m etwa 4m, darunter etwas mehr. Im oberen Bereich sahen wir einen grossen Schwarm Jungfische, einen ca. 30 cm grossen Karpfen, einen Schwarm junger Flussbarsche sowie vereinzelt grössere Barsche. Enlang der Steilwand stehen vereinzelte Bäume und am Grund sind diverse Überbleibsel des Abbaus zu finden. Am Ende der Steilwand geht der Grund in eine schön bewachsene Flachwasserzone über, die aber nicht betaucht werden darf. Davor sind auch wieder mehrere Bäume. Dort drehten wir um und tauchten entlang der Bewuchskante zurück. Wir entdeckten den Karpfen wieder und kurz vorm Ausstieg auch einen mittelgrossen Hecht. Am Ausstieg war es ziemlich voll. Zwei Tauchschulen bildeten Rescue Kurse aus und es wurden gerade die ´Opfer´ geborgen. Alles in allem ein gelungener Tag. Wir kommen nächstes Jahr wieder.


Blick vom Einstieg übern See


Mit Mundstück wird das nix

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Tauchausflug vom Mittwoch´s-Tauchteam Dresden (MT ...

Tauchausflug vom Mittwoch´s-Tauchteam Dresden (MTT-Dresden.de) nach Ammelshain am 2.11.08
Samstag vor zwei Wochen. Das Mobiltelefon klingelt. - Mein erster Gedanke war Unmut. Wer will den am Wochenende noch was von mir? Aber dann die Erleichterung. Eine Textmeldung von mhochzwei: ´Hast du für morgen kurzfristig freie Tauchkapazitäten?´ Meinerseits kurze Klärung der Randbedingungen. Und dann die Antwort: ´Ich habe Zeit, ich rufe Dich nach 20 Uhr zurück´. Abends dann mein Anruf: ´Wann geht es los, wo geht es hin?.... Wie, noch kein Ziel?... Na gut, ich mache mich mal schlau, wie an den Tauchplätzen die Sichtweiten sind!´ Also erst einmal Sichtweiten-Recherche im Taucher.net und auf 200bar.de und die Tauchplätze Sachsens durchsucht. Dabei ergibt sich ein gleichartiges Bild, für die tieferen Gewässer. Oben gute Sicht, unten etwas schlechter. - Ich rufe zurück, kurze Diskussion, dann die Entscheidung. Es wird Ammelshain. Start Sonntag 9.00 Uhr.
Der Wecker klingelt, schnell die Kaffeemaschine an - lieber etwas mehr kochen, wer weiß, ob man tagsüber noch etwas Warmes bekommt, schnell frühstücken. Dann das Gerödel rausstellen. Pünktlich kommt mhochzwei´s Auto um die Ecke. Es geht ans packen. Bei einem Luftvorrat für zwei Mann für zwei Tauchgänge wird auch ein Van relativ schnell voll, beachtlich. Das nächste Mal doch mit dem Transporter... Dann geht es los Richtung Ammelshain. Es war nebelig und so kamen wir nicht allzu schnell voran. Trotzdem standen wir nach rund 50 Minuten vor der Basis des Tauchsport- und Naturschutzzentrums Ammelshain (TaNa).
Vor der Basis standen zwei Autos, es brannte in einigen Räumen Licht und der Dampf aus dem Schornstein signalisierte, dass drinnen geheizt wurde. Das waren aber die einzigen Anzeichen von Leben, wir konnten weit und breit niemanden finden, wollten aber auch nicht zu sehr in den Gebäuden rumstöbern. Da ich bis zu diesem Wochenende noch nicht in Ammelshain war, ließ ich mir von mhochzwei erst mal den See zeigen. Es sind von der Basis bis zum See einige Schritte zu laufen aber unmenschliche Anstrengungen sind dabei auch bei vollem Gerödel nicht erforderlich. Nach einem Blick über den Talkessel gingen wir wieder zurück zur Basis.
Dort erwartete uns ein freundlicher Herr von der TaNa mit sehr markantem Oberlippenbart. Wir bezahlten die 5 Euro Servicegebühr pro Nase (Stand 2008), was sich in üblicher Höhe bewegt. Wir erhielten auch noch eine Tauchplatzkarte (inzwischen bei uns in der Rubrik Tauchreviere) und machten uns danach an das Auspacken des Gerödels. Da nicht viel los war, durften wir dafür kurzzeitig auf das Gelände direkt neben die Rödeltische fahren - ein feiner Zug, den ich beim Anblick meiner D10 sehr zu schätzen wusste. Zwischenzeitlich waren auch noch drei weitere Taucher aus dem Leipziger Raum ´aufgeschlagen´. Als sie mich mit der Karte rumhantieren sahen, kamen sie auf dem Weg zum Wasser, trotz der Last ihrer angelegter Ausrüstung bei mir vorbei, um uns ein paar Tipps bezüglich möglicher Routen im See und lohnenswerter Objekte Unterwasser zu geben - Feine Geste, Danke! Eine gute viertel Stunde später waren wir auch soweit, es ging ab in Richtung See. Dank mhochzwei´s Hilfe bekam ich neben der Foto-Ausrüstung auch noch meine Flossen bis zur Einstiegsstelle - ich muss dringend an meiner Konfiguration etwas ändern, damit ich alles zum Wasser bekomme. Das ist dann bestimmt nicht mehr D.I.R., aber wie ich M.I.R. so du D.I.R. oder wie auch immer - ein Handwagen ist vielleicht die Lösung.
Wir gingen ins Wasser in den ersten fünf Metern Tiefe begegnet man einer geschlossenen, massiven Formation Wasserpest (hat da jemand was mitgebracht, was er einzeln stehend ´wunderschön´ fand?). Danach geht es relativ steil abwärts zu den tieferen, fast pflanzenlosen Bereichen des Steinbruchs. Der erste Wartburg auf rund 20 Meter war schnell gefunden. Auf einem halb unter ihm liegenden Brett saßen zwei Krebse, die gerade eine Meinungsverschiedenheit austrugen. Dann der Versuch, das ´Modell´, also mhochzwei, über dem Wartburg in Stellung zu bringen und nach dem ersten Foto die ernüchternde Erkenntnis - Schwebteilchen. Die Sichtweite betrug zwar 8 - 10 m und das Wasser hatte nicht viele, aber sehr große Schwebeteilchen. Für diese Bedingungen waren meine ´Beleuchtungsarme´ zu kurz. Weiterhin fehlte durch den über der Wasseroberfläche immer noch herrschenden Nebel, das Umgebungslicht. So strahlten das Blitzlicht jedes Mal die großen Schwebteilchen an und deren Reflektion überstrahlte dann alles andere. Weitere Kniffe, wie Sklavenblitz hinter dem Objekt konnten wir nicht anwenden, da wir keines haben, also probiere ich noch etwas herum. Als ich merke, dass es nichts Gescheites wird, signalisiere ich den Abbruch des ´Foto-Shootings´ am Wartburg. Eigentlich wollten wir danach zum tiefsten Punkt des Steinbruchs abtauchen, aber schon nach den ersten Metern merkten wir, dass sich die Sicht rapide verschlechterte. So drehten bei rund 26 m Tiefe um (hier war fast Nullsicht) und begaben uns wieder auf die 20 m Tiefe. In dieser Tiefe zogen wir dann in Uhrzeigerrichtung um den See um das zu bestaunen, was diesen Steinbruch ausmacht, nämlich die Tatsache, dass er mit einer Menge Inventar, welches von den Steinbrucharbeiten übrig geblieben war, wie Loren, Schienen, Kabeln..., geflutet wurde. Nach dem wir den See dreiviertel umrundet hatten, war es an der Zeit langsam höher zu gehen und im Bereich zwischen 12 und 6 m zurück zu tauchen. Hier sahen wir dann noch die Höhlentauch-Übungsstrecke, das sind Maschendraht Gitterröhren in denen im Flachwasser offensichtlich das Tarieren und die Bewegung auf engem Raum geübt wird. Weiterhin gab es auf dem Rückweg in der geringeren Tiefe versunkene Bäume und eine Straße zu sehen, sowie ein relativ großer Fischreichtum im Bereich des Bewuchses im obersten Teil des Sees und eine Unmenge Krebse. So endete der Tauchgang nach 75 Minuten. Das war bei mir auch langsam die Grenze, da ich leichtsinnigerweise nur den dünnen 100g Unterzieher angezogen habe. Mhochzwei in seinem 400g Unterzieher hat dagegen ziemlich geschwitzt. Danach machten wir erst einmal Mittag. Wir hatten uns selber etwas mitgebracht, da ich nicht wusste, ob die TaNa Anfang November noch besetzt sein würde - dass hätten wir aber nicht gemusst, einen Imbiss hätten wir wohl auch bekommen. Nach dem Mittag schraubten wir unsere Flaschen um und machten uns an den zweiten Tauchgang dieser ging wieder zuerst im Tieferen Bereich, diesmal im entgegen dem Uhrzeigersinn um den See um das restliche von uns bisher unerschlossene Stück des Sees zu erkunden. Auch hier waren wieder überall die Spuren der Steinbrucharbeiten zu finden und wir hatten dass Glück, einen jagenden Hecht zu beobachten und mhochzei sah noch etwas, was wie ein Stör ausgesehen haben soll - keine Ahnung ob das sein kann. Es muss aber etwas Großes gewesen sein, da er wie ein Verrückter hinterher machte - leider ohne Erfolg. Nach einer Stunde kamen wir wieder zurück an den Einstieg und hatten zwei schöne Tauchgänge im ´Großen Ammelshainer´ hinter uns.
Nach dem Verstauen der Sachen ´vernichteten´ wir noch die letzten Essens- und Getränkevorräte und machten uns auf den Heimweg. Der Nebel, der uns den ganzen Tag begleitet hatte, verzog sich erst, als wir über den Wilsdrufer Berg ins Dresdner Tal einfuhren. Scheinbar hatte die Dresdner Region doch deutlich schöneres Wetter als wir, bei unserem Ausflug. Aber Neid kam deswegen nicht auf. Die Fahrt nach Ammelshain hatte sich gelohnt. Wir kommen sicher wieder...


Abtauchen


Komm mir nicht zu nahe...


... hast wohl genug? Schlappschwanz!


Eines der Autos


Das Unterteil einer Lore


Versunkene Wälder


Höhlentauchtrainingsanlage - oder wie auch immer


Küss mich, ich bin ein Königssohn...


Steinbruchreste überall


Kleiner Hecht im Flachwasser


... wollen wir wirklich (schon) raus?!

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