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Tauchen in Panama

Laut Lonely Planet das beste Tauchen zwischen Mexiko und Kolumbien - rund um Coiba gibt es jede Menge Großfisch, gute Sichtweiten und tolle Fischschwärme. So läßt sich das Tauchen auf Catalina am besten beschreiben. Panama ist noch nicht wirklich das Ziel deutscher Tauchtouristen, wenn diese aber einmal dort waren kommen sie bestimmt wieder.

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Die letzen Reiseberichte unser Nutzer - immer einen Blick wert:

War mit meiner Frau vom 21.2.2014 bis 2.3.2014 auf der 34m langen Yemaya II. 10 Tagesreise nach Malpelo (Kolumbien). Abfahrt von Puerto Mutis (Panama) in ca. 30 Stunden über ruhigen Pazifik. Die Yemaya II, 1965 als hochseegängiges Versorgungsschiff für die Bohrplattformen im Golf von Mexico von einer amerikanischen Werft vom Stapel gelaufen, wurde ca. 2009 zum Tauchschiff umgebaut. Sie verfügt über 2 Dieselmotoren und 3 Stromgeneratoren. 2 Stromkreise versorgen mit 110 Volt, 1 Stromkreis mit 220 Volt.
Getaucht wird üblicherweise mit NITROX (32; 1.6). AIR ist ebenso möglich aber nicht empfehlenswert für Malpelo wegen der längeren Tauchzeiten.
Das Schiff verfügt über 2 Hauptdecks. Das Kabinendeck und das Upperdeck auf welchem sich das Leben und vor allem köstliche Essen! abspielt.
Angenehm ist, dass das Upperdeck offen konzipiert ist, zu 3/4 überdacht ist und daher einen sehr großzügigen Eindruck hinterläßt.
Bei Schlechtwetter, Seegang oder Regen können durchsichtige Planen abgerollt werden um Wind und Wasser abzuhalten.
Es ist Platz und vor allem groß genug für den eigenen Freiraum damit man sich auch mal zurückziehen kann.
Gepolsterte Bänke auf beiden Seiten, zwei Tische für die gemeinsamen Malzeiten und Liegen und Sessel zum Faul sein und lesen.
Das Schiff ist sehr sauber und in einem sehr guten Erhaltungszustand.
Bettwäsche und Handtücher in den Kabinen wurden automatisch nach 4 Tagen gewechselt. Die Betten täglich gemacht.
Süßwasser steht rund um die Uhr zur Verfügung und es gibt keine Kanppheit. Es gibt eine Meerwasserentsalzungsanlage an Bord.
3 Hauptmalzeiten und Vor- sowie Nachmittags, zwischen den Tauchgängen, werden köstliche Snacks gereicht.
Die Yemaya II fährt auch nach Cocos Island (Costa Rica) und die Insel Coiba (Panama) an.
Bei ruhigem Wasser ohne starke Strömung, können sogar Ausflüge mit Kajaks unternommen werden wovon die Yemaya über 4 Stück verfügt.
Getaucht wird von den Beibooten (keine Schlauchboote), den Skiffs, aus. Diese sind bestens gerüstet (je 2 x 140 PS, Suzuki Außenborder)um auch bei särkerem Seegang problemlos die Tauchplätze anfahren zu können.
Das Schiff ist nicht mehr neu, aber sehr zuverlässig, robust gebaut und auch bei stärkerem Seegang angenehm ruhig im Wasser liegend. die beiden Dieselmotoren und die Generatoren sind deutlich hör- und spürbar mit dem zugehörigen Schiffsgeruch. Generatoren sind 24h im Betrieb und sorgen dafür dass die Vorräte immer Tiefgekühlt bleiben und Eis für Getränke zur Verfügung steht.

Diveequipment: Wir hatten den Eindruck von stets sauberem Gemisch und bestens gewartetem und neuwertigem Equippment.

Marginale Abnützungserscheinungen und Fallweise auftretende Unpässlichkeiten der Passagiere werden durch die fantastische Mannschaft ausgeglichen. Ich habe mich so sicher wie in Abrahams Schoß gefühlt und die Crew hat ihren Gästen das Leben auf dem Schiff so angenehm wie möglich gemacht. Meine Frau und ich haben einstimmig festgestellt, dass diese Crew inklusive der beiden Diveguides, für unseren entspanntesten Tauchurlaub bisher (7 Liveaboards) gesorgt haben. Es herrschte immer eine fröhliche Stimmung, vor allem Dank Erika und Luis!

A very big THANK YOU to all:
Captain William (USA) <-- No Problem
Diveguide Erika (Col) <-- ´Dori´ singing with the sharks
Diveguide Luis (SPA) <-- ´Take a deep breathe and ... rrr e e l a x x!´
Cook Nestor (PERU) <-- Delightfull!
Engineer Sergio (NIC) <-- ´My engines smoke - so do i´
Skiffdriver Mello (PA) <-- Yeah! so cool
Skiffdriver Nonil (PA) <-- can double ´Carlos´ of ´Desperate Housewifes´
Bartender Nelson (PA) <-- Miami Vice
Roommate Portugal (PA) <-- Guest´s cleaning station



Yemaya II vor Malpelo


Eagle Rays - for Erika

Panama – Coiba + Kolumbien - Malpelo an Bord der Inula

Zentral Amerika war bis dato ein weißer Fleck auf meiner Tauchziel Liste gewesen. Ich hatte viele verführerische Bilder von Hunderten von Hammerhaien gesehen. Hatte aber auch unsicher machende Berichte über schlechte Sichten, Sprungschichten, sehr anspruchsvolle Tauchgänge in zum Teil Waschmaschinen Bedingungen gelesen. Dies hatte mich bisher von diesen Zielen ferngehalten. Jetzt aber überlegte ich mir, warum versuche ich es nicht einmal? Um auch möglichst viele Eindrücke zu bekommen, wollte ich dann mindestens zwei Gebiete in einer Reise unterbringen. Im Internet fand ich die Yemaya und den Katamaran Inula, beide boten Coiba und Malpelo Touren kombiniert an.

Die Y. schien bis weit in 2014 voll gebucht zu sein, so schaute ich mir die I. etwas näher an. Würde mich ein kleiner Katamaran mit nur 4 Kabinen und 2 WC glücklich machen, jemanden, der seinen Freiraum unbedingt braucht? Der Abenteuer Geist in mir sagte, ja, tu es.
Bin von Amsterdam mit KLM direkt nach Panama City geflogen, dauert 10.5 Stunden. Billigere Flüge hätte es mit US Airlines zum Beispiel Delta mit mindestens 1 Stopp in Atlanta gegeben.

Habe 3 Tage im Country Inn & Suites direkt am Panama Canal und der Brücke von Amerika verbracht. War unterwegs mir die Stadt und die Märkte anzuschauen. Taxis sind sehr günstig, so kann man viele Plätze besuchen ohne das Budget zu strapazieren. Alternativ fährt auch ein Doppeldecker Bus durch die Stadt mit vielen Zu- und Aussteige Stopps. Eine Fahrt auf dem Panama Kanal ist ein Muss. Es war beeindruckend für mich zu lernen, wieviel Arbeit und leider auch Leben in dieses Werk gesteckt wurden. Es ist faszinierend die riesigen Containerschiffe durch die Schleusen fahren zu sehen. Von Albrok, dem Inland Flughafen, bin ich mit Panama Airlines in einer knappen Stunde weiter nach David gedüst. Panama Air hat ein Gepäck Limit von 14 Kilo. Bei mir waren es 20, so musste ich 10 $ Übergepäck und 20 $ Strafe wegen des Überschreiten des Limits zahlen. Komischerweise waren das auf dem Rückflug dann nur noch 7 $ gesamt. Von dort ging es mit Bus noch 2.5 Stunden bis zum Ankerplatz der Inula in Boca Chica.

Wir waren nur 4 Gäste, 3 Deutsche, ein USA` ler, so hatte ich Glück und bekam eine schöne große Kabine oben für mich alleine. Ein Freund war 2 Monate vorher auf der Inula und unten im Rumpf untergebracht, wo es für 2 ganz schön eng sei, meinte er. Meine Kabine hatte 2 große Fenster und eine Dachöffnung, ideal für frische Luft den ganzen Tag bei dem Klima. Gleich vor meiner Kabine war eine Werkstatt und WC, ein Schritt nach draußen brachte mich auf das Taucherdeck mit Waschbecken, Dusche und Tank für die Kameras. Um die Ecke 10 Schritte weiter kam man in den Aufenthaltsraum für alle, in dem es Essen, Briefing und Unterhaltung gab. Hier ist auch die Brücke mit allem elektronischen Gerät und Ruder untergebracht. So sieht man gleich, das durch Weltmeere schiffen nicht ganz ohne ist. Wir warfen dann gleich die Motoren an und schipperten durch eine tolle kurvenreiche Landschaft Richtung Meer. Um uns üppig grüner Regenwald und Mangroven, beinahe an eine Amazonaslandschaft erinnernd. Arvid, der Besitzer und Kapitän der Inula, machte ein gründliches Briefing zu Bootsablauf, Fahrplan und Tauchsicherheit. Jeder von uns hatte eine Tauchboje mit mindestens 7 m Seil und eine Taschenlampe zur Sicherheit mitzubringen. Zusätzlich erhielten wir von ihm für das Jacket noch ein GPS Gerät, mit dem man im Fall der Fälle die Inula oder alle Boote drum herum anfunken konnte, außerdem in höchster Not ein GPS Signal an alle abgeben konnte. Das habe ich zum ersten Mal erlebt, halte es aber für eine gute und wichtige Einrichtung in dieser Region.

Coiba ist ein Meereschutzgebiet. So war es keine Überraschung dort eine tolle Anzahl und Vielfalt von wenig scheuen Fischen anzutreffen. Das Wasser hatte 28 Grad Celsius, die Sicht lag zwischen 5 und etwa 20 m. Das Riff ist ganz anders als man das zum Beispiel vom Indischen Ozean gewöhnt ist. Meist sind es Felsenbrocken mit etwas Bewuchs von Hartkorallen, grauen Gorgonien und gelben Polypen. Der tollste Tauchplatz in der Gegend war Hannibal. Es ist ein Blauwassertauchgang über einem Seeberg, bei dem wir Jacks, Trevalllies, Bonitos und Red Snapper in Massen antrafen. Es waren mindestens 500 Jacks und als wir da reintauchten, konnte ich vor lauter Fisch meine Buddies nicht mehr sehen. Ein wouh Moment im Leben eines Tauchers. Auf dem safety stop flog unter uns eine Schule von Kuhnasen Rochen durch. Das war nicht nur für mich eine erste und einmalige Begegnung. Mehrere Male hatten wir Buckelwale während der Fahrt um uns, auch Delphine begleiteten uns.

Von Coiba brauchten wir 2 Nächte und einen vollen Tag, um Malpelo zu erreichen. Es war faszinierend diese Felseninsel in der Ferne aus dem Dunst auftauchen zu sehen. Fregattvögel und Boobies umkreisten das Eiland. Die Wassertemperatur fiel hier um 1 Grad, Sprungschichten brachten die sogar runter bis 24 oder tiefer. Dafür wurden die Sichten besser und reichten bis ca. 25 m. Mit einem 5 Millimeter Anzug mit Kopfhaube war man da für alles gewappnet und gut ausgerüstet. Wir hatten Glück und die meiste Zeit recht ruhige See und nur wenig Strömung. Nur 3 Mal mussten wir schwer gegen diese kämpfen, um den Tauchplatz zu erreichen und dem Briefing zu folgen. Petrus meinte es nicht so gut mit uns. In Coiba hatten wir fast jeden Tag einmal Regen, sonst war es meist bewölkt, Sonne zeigte sich selten. Auf Malpelo wurde es besser, Tage mit schöner Sonne, viel Wind und nur etwas Regen meist nachts. Für mich war Malpelo das höchste der Gefühle und taucherisch das Highlight meiner Tauchreisen. Es gibt kaum einen Platz auf der Welt, welcher das in Sachen Vielzahl an Fisch noch übertreffen kann oder man muss lange suchen. Mein Lieblingsplatz wurde dort La Nevera, wo wir bei jedem Tauchgang große Hammerhai Schulen antrafen, die über oder unter uns ihre Bahnen zogen. Dazwischen tauchten massige Galapagos Haie auf und oben kreisten dazu noch Seidenhaie. Muränen konnte man überall finden, man hörte schon auf zu zählen. Hier verstecken die sich nicht in einem Loch, sondern sind oft mehrere nebeneinander offen unterwegs. Adlerrochen segelten oft im freien Wasser an uns durch, einmal war es eine Gruppe von 12 Tieren. 5 Mal stießen wir auf jugendliche Walhaie oder die eher auf uns. Ein Tier kreiste wiederholt länger um unser Boot, die Chance für die Fotografen unter uns ganz nah ein Foto dieser schönen Kreatur zu schießen. Einmal schaute eine Gruppe von Delphinen nach uns im safety stop. Die wunderten sich wohl, was wir in deren Element zu suchen haben. Gelbflossen Tunfische sausten in der Strömung an uns vorbei, „Grunts“ bedeckten fast einen ganzen Felsen, „Hawkfish“ war überall in Steinritzen zu finden. Ich bin kein Fotograf, daher weiß ich nicht, ob man von einer ganzen Fisch Unterwasserlandschaft ein Bild so schießen kann, dass es dem Betrachter aufzeigt, welche Fülle an Fischleben dort war. Am Beispiel des Tauchplatz Les tres Mosqueteros hätte ich das gerne einmal aufgezeigt. Stellt Euch vor, Ihr seht 100 gelbe Schmetterlingsfische, darunter 30 “Leather Bass” kreisend, umrahmt von 50 Jacks und 20 Trevallies. Dieses Bild bot sich uns an einem Felsen schon auf dem Weg nach oben. Meine Buddies mussten mich fast nach oben ziehen, sonst hätte ich das Spektakel noch länger bestaunt. 3 Tage schwamm ein Buckelwal mit Baby an der Insel entlang. Immer wieder einmal sprang die Mutter aus dem Wasser oder schlug mit dem Schwanz auf die Oberfläche. Dann wollten wir unser Glück versuchen, indem Arvid uns die Schwimmrichtung der Tiere anzeigte. Wir kamen hautnah an die Beiden ran und bewunderten, wie Mutter und Baby mit leichten aber kräftigen Schlägen ihrer riesigen Schwanzflosse an uns vorbeizogen. Schon wieder woouuh! In Coiba sind wir meist von der Inula ins Wasser gesprungen, auf dem Rückweg mussten wir dann die 2 m Leiter erklimmen. In Malpelo sind wir die meiste Zeit vom Zodiac zu den vielen Plätzen um die Insel getaucht. Wir konnten entweder dem Tauchguide, meist Arvid selbt, folgen oder mit Buddy unser eigenes Profil tauchen. Regel war eine Stunde oder 50 bar. Nitrox wurde angeboten, pro Füllung kostet das 9 $. Arvid ist sehr sicherheitsbewußt und konservativ, macht gutes Briefing und bleibt auch ohne Pflichtdeko gerne 10 Minuten und länger im safety stop. Ich finde das ist ein gutes Mittel um an so vielen hintereinander folgenden Tauchtagen auf Nummer Sicher zu gehen (5 Coiba, 6 Malpelo).
Das Essen war prima, keine tollen Kreationen aber gut und wie zu Hause bei Mom. Die haben sogar für mich extra glutenfreies Essen gekocht. Die frisch zubereitete Fischsuppe war ein Traum und übertraf jede Bouillabaisse, die ich in Frankreich bestellte.

Gerne hätte ich die Insel besucht und bewandert. Damit aber hätten wir auf einen Tauchgang verzichten müssen. Die Mehrzahl der Gäste zog das Tauchen vor. Auf der Insel arbeitet ein Ranger, der darauf achten soll, dass in dieses Schutzgebiet keine Fischerboote oder Fangflotten kommen. Auch sind von den Kolumbianischen Behörden 2 Boote als Patrouille eingeteilt. Das aber scheint nicht recht zu klappen, denn mehrfach sahen wir Fischerboote in der Ferne und entdeckten auch Fangleinen am Grund. Kolumbien wäre gut beraten, auf Durchsetzung der Regeln für das Schutzgebiet zu achten. Damit profitieren sie vom Tourismus, der deswegen dorthin kommt. Auch für künftige Generationen und die Natur ist der Schutz sehr wichtig.
Das ganze Inula Abenteuer war eine neue Erfahrung für mich. Ich habe gelernt, dass es auch mit weniger geht – keine Aircondition, keine heißen Handtücher nach dem Tauchen, keine frischen Doughnuts, kein Whirlpool, kein gemachtes Bett usw. Dann freut man sich mit Begeisterung und Aufgeschlossenheit umso mehr über das, was einem geboten.

Tausend lieben Dank an Arvid und Inula für die vielen neuen wunderschönen Eindrücke.
Wir ( 5 Taucher) waren im Februar 2017 in Santa Catalina. Hier ist man auf Taucher gut vorbereitet. Es gibt 5 Tauchbasen. In einer Basis spricht man auch deutsch. (Coiba Divers) Wir waren in einer anderen, kleinen Basis, da wir diese beim Einfahren nach Santa Catalina gleich an der ersten Kreuzung auf der linken Seite gesehen haben. Ihr gegenüber ( selbe Kreuzung-rechte Seite) befindet sich die Basis vom Coiba Dive Center. Da ich der Fahrer war und eben auf der linken Seite sitze, habe ich auch die Basis auf der linken Seite angefahren-aus dem Fenster heraus angesprochen. Das war eine sehr gute Entscheidung. In unserer kleinen Basis wurden wir super nett empfangen- man spricht englisch. Drei Tauchgänge wurden an einem Tag angeboten. Diese Kosten ca. 160,00 € inkl. Leihausrüstung, Nationalparkgebühr ( ca. 20 USD) und Mittagslunch ( Sandwich & Cola+Wasser) pro Person. Das ist schon sehr teuer, aber man fährt mit dem Boot auch ca. 35 km eine Tour. Auf dem Weg zu den Tauchplätzen kocht das Wasser- Rochen springen hoch hinaus- Fliegende Fische und Delphine ziehen vorbei- einfach Super. Wir hatten ein eigenes Tauchboot- was aber auch an der Größe der Boote liegt. Das anziehen gestaltet sich etwas zeitaufwendig, da einer nach dem anderen sich fertig macht und per Rückwärtsrolle ins Wasser geht. Bei etwas Strömung ist es dann schon etwas anstrengend sich am Boot oder der Leine zu halten, bis alle im Wasser sind. Die Tauchgänge entschädigen aber für alles. Unser Tauchguide war super Klasse- er hat ruhig-besonnen und in gutem Englisch alles vorbereitet und gut erklärt. Wer Großfisch sehen möchte ist an den versch. Tauchspots, an genau richtiger Stelle. Es ist gut zu erkennen, dass diese Spots noch nicht überlaufen sind. Der erste Tauchgang war schon unglaublich. Eine Schule von ca. 40 Rochen waren uns direkt vor der Maske. Der zweite Tauchgang erinnerte etwas an Äghypten- sehr gute Sichtweite und tolle Korallen. Besser als in Äghypten: Wir haben gleich beim Einstieg einen Weißspitzenhai direkt unter uns gehabt. Bei diesem Tauchgang sollten wir dann insgesamt 7 Haie sehen. Einige davon schwammen mit uns mit. Das war ein tolles Erlebnis. Unser dritter Tauchgang war dann mit sehr starker Strömung- sehr anstrengend, aber gut. WICHTIG!! In Santa Catalina gibt es keinen Geldautomaten. In der Tauchbasis kann man mit Kreditkarte bezahlen. Wer aber in einem Restaurant essen möchte, der sollte Bargeld dabei haben. Ist dem Restaurant ein Hotel angeschlossen, kann man auch hier mit Kreditkarte bezahlen. Schwierig wird es wenn es nur ein Restaurant ist. In der Basis waren Sie so nett und haben uns ohne langen hin und her 300 USD von der Karte abgezogen und ohne jedwelcher Gebühren direkt ausgezahlt- TOLL!!! Wer sich auf den Weg nach Santa Catalina macht, der wird es nicht bereuen, auch wenn es sehr teuer ist. Von Panama City braucht man gut 5 Stunden mit dem PKW dort hin. Kleine Empfehlung zum Schluss; Wer etwas Geld dabei hat sollte im Hotel Iguanito essen gehen. Wir haben festgestellt das war das beste Lokal in Santa Catalina- Alles lecker, tolles Ambiente und tolle Leute. Der Chef spricht perfekt Deutsch. Wir waren gleich Zweimal dort.
Die Isla Coiba wird oft als ein kleines Galapagos für Taucher bezeichnet und steigert somit die Erwartungen vieler Taucher. Vorab ist aber zu sagen, dass Coiba kein kleines Galapagos ist. Coiba ist etwas Eigenes, dessen Wert durch den Vergleich mit Galapagos verringert wird und schlussendlich dazu führen kann, dass Taucher mit viel zu hohen Erwartungen anreisen. Riesige Hammerhaischulen wie sie auf Galapagos bei Wolf und Darwin angetroffen werden können, wird man hier nicht erleben. Das heißt jedoch nicht, dass man von vornherein die Hammerheads gleich von der Agenda streichen muss, denn mit etwas Glück kann man ihnen trotzdem begegnen. Angefangen hat mein Trip im beschaulichen Santa Catalina. Das Dörfchen gilt zum einen bei Surfern als Geheimtipp und zum anderen zieht es Taucher an, die von dort aus den Trip in den Nationalpark Coiba starten. Ich hatte mich für einen zweitägigen Tauchausflug mit Scuba Coiba entschieden. Während der Email Konversation im Vorfeld hinterließ der österreichische Geschäftsführer Herbie den kompetentesten und freundlichsten Eindruck. Den Anreisetag und die Nacht vor der Rückreise verbrachte ich im Santa Catalina Inn, wo ordentliche, saubere und mit Klimaanlage ausgestatte Apartments vermietet werden. Das Santa Catalina Inn wurde mir zudem im Paket mit dem Tauchausflug angeboten, da Herbie ebenfalls der Betreiber ist. Dies erleichterte meine Planung im Vorfeld erheblich, da ich zusätzlich noch adäquate und detaillierte Informationen bezüglich der An- und Abreise erhielt. Somit blieb mir eine Menge Arbeit erspart und ich konnte den Aufenthalt umso mehr genießen. Nach einer ruhigen erholsamen Nacht ging es morgens in den Dive Shop zur Zusammenstellung des geliehenen Equipments. Hier warteten bereits ein Instructor und eine Divemasterin, die die Gäste deutsch-, englisch und spanischsprachig in Empfang nahmen. Gemeinsam stellten wir mein Equipment zusammen, das sich in einem sehr guten Zustand befand. Die Maske war sogar brandneu und das Jacket ist wohl auch erst kürzlich von der Stange gekommen. Im Anschluss folgte bei Café vor der Tauchschule ein generelles Briefing. Unsere Gruppe umfasste insgesamt sieben Taucher, hinzukamen der Captain und ein weiterer Helfer, sodass das kleine überdachte Boot gut gefüllt war. Ein weiteres Boot mit unserem normalen Gepäck und mit der Verpflegung für das ganze Wochenende, inklusive einer Köchin, startete zeitgleich. Auf dem Weg zur Isla Coiba und zu unserem ersten Tauchplatz war die Boots-Crew stets auf der Suche nach Buckelwalen, die in diesem Zeitraum zahlreich vor der Isla Coiba gesehen werden können. Leider blieben uns die sanften Riesen an diesem Wochenende jedoch vorenthalten. Ansonsten gestaltete sich die ca. einstündige Fahrt zu unserem ersten Tauchplatz äußerst entspannt. Gerade angekommen stellte der Instructor erst mal fest, dass der angepeilte Ort aufgrund von nicht optimalen Strömungsverhältnissen getauscht werden sollte, woraufhin unmittelbar der nächste Spot angesteuert wurde. Nach einem kurzen aber präzisen Briefing konnte der Tauchgang beginnen. Schon beim Abtauchen waren Delphine an der Oberfläche präsent, die uns auch mehrfach Unterwasser einen Besuch abstatteten. Der Tauchplatz selbst war von zahlreichen Weißspitzen Riffhaien beheimatet, bot zahlreiche eindrucksvolle Barracuda-Schwärme und eine Vielzahl von freischwimmenden Muränen. Der angesteuerte Spot ist eigentlich für Walhaie bekannt, die aber während unserer 45 min Grundzeit nicht vorbeischauen wollten. Das gemeinsame Tauchen mit den Delfinen glich dies aber komplett aus, sodass unsere Gruppe zufrieden zur Oberflächenpause an einen kleinen Strand der unbewohnten Urwaldinsel gebracht wurde. Der zweite Tauchgang fand an einem ruhigeren Spot unmittelbar vor der Coiba statt und bot zahlreiche Ammen- und Weißspitzenhaie sowie viele unberührte, intakte Korallenformationen. Zurück auf dem Boot, das problemlos über eine kleine Außenleiter bestiegen wird, ging es zum offiziellen Strand der Insel, an dem wir auch übernachten sollten. Dort angekommen wartete bereits ein ausgiebiges Mittagessen, das uns auf der Terrasse mit toller Sicht auf den Strand serviert wurde. Da die Insel unbewohnt ist, gibt es auf der Insel nur eine Forschungsstation mit einem Besucherzentrum, das von einigen Nationalparkguides geführt wird und die die Einhaltung des strengen Nationalpark-Reglement überwachen. Den Nachmittag verbrachten wir in der Hängematte, beim Schnorchel oder mit einer Wanderung, bei der man zahlreiche Affen und Vögel sehen konnte. Die Bungalows waren mit sechs Betten, einem Bad und einer Klimaanlage ausgestattet. Sie wirkten schon etwas in die Jahre gekommen, was uns jedoch wenig störte, da wir nach dem leckeren Abendessen und etwas Wein zufrieden ins Bett fielen. Der nächste Tag begann mit Kaffee und einem leckeren Frühstück. Im Anschluss folgten wieder zwei tolle Tauchgänge. Fischschwärme, Korallen, Haie, Schildkröten, Seepferdchen und Muränen, fast alles war dabei. Leider auch ein paar Quallen, die jedoch aufgrund der langen Wetsuites nur ein wenig an den Händen juckten. Zu erwähnen ist auch, dass Divemaster und Instructor sehr auf die Fähigkeiten und Wünsche der einzelnen Taucher eingingen. Das machte sich in der Zusammenstellung der Buddy-Teams, der Wahl des Tauchplatzes und der ausgiebigen Briefings bemerkbar. Die Taucher die weniger Luft verzerrten mussten nicht mit der gesamten Gruppe aufsteigen, sondern konnten jeweils noch eine gute viertel Stunden mit dem Divemaster dran hängen. Nach einem weiteren Mittagessen auf der Insel wurde der Heimweg angetreten, wobei drei Personen aus unserer Gruppe noch eine weitere Nacht auf der Insel verbringen sollten. Die Rückfahrt verlief sehr entspannt und zum Abschluss wurde unser Boot noch ein gutes Stück von Delphinen begleitet. Mein persönliches Fazit fällt sehr gut aus und ich würde zukünftig nochmal mit Scuba Coiba auf der Isla Coiba tauchen gehen. Service, Sicherheit, Ausrüstung und Atmosphäre haben gestimmt. Dazu gab es noch die besten Tauchgänge, die mir in Panama geboten wurden, sodass ich gerne wieder kommen werde.
Es gibt mehrere Tauchspots auf der Isla Iguana. Man fährt von Pedasie ca. 4km zum Strand. Dort gibt es Boote die einen zur Insel übersetzen. Die Fahrt dauert ca. 35 Minuten. Bei Flut sind die Wellen am Strand recht hoch und man muss in das einfache Boot erst einmal einsteigen. Das Boot wird vom Strand aus ins Meer geschoben. Hierbei muss jeder mit anpacken. Angekommen auf der Naturschutzinsel Isla Iguana, erwartet euch ein wunderschöner Strand mit tausenden von Krabben.
Hier muss eine Nationalparkgebühr bezahlt werden. ACHTUNG!! Sonnencreme nicht vergessen! Ihr seit den gesamten Tag der vollen Sonne ausgesetzt.
Es ist eine reine Naturschutzinsel - es gibt keinen Shop für Getränke oder Essen. Alles muss mitgenommen werden. In Pedasie gibt es eine sehr ordentliche Tauchbasis. Das Equipment ist völlig OK. Die gesamte Tauchausrüstung wird mit einem gesonderten Boot auf die Insel gebracht. Wir hatten einen sehr netten Tauchguide, der auch Englisch spricht. Aber unter Wasser sind die Regeln ohnehin gleich und wer weder englisch noch spanisch spricht wird auch mit Handzeichen in der Tauchbasis verstanden, denn die Typen dort sind echt nett.
Die verschiedenen Tauchspots liegen direkt vor der Insel.
Man fährt mit diesen einfachen Booten direkt zu den Spots. Das dauert nicht lange und man lässt sich dann vom Boot ins Wasser fallen. Das an Bord kommen gestaltet sich dann etwas schwieriger, da es nur eine kleine, kurze, lose eingehängte Leiter
gibt, um ins Boot zu kommen. Wer etwas fülliger ist dürfte hier seine Schwierigkeiten haben. Aber es ist machbar.
Die Wassertiefen liegen zwischen 7 Meter und ca.
25 Meter. Die Sicht war gut, aber nicht mit Äghypten zu vergleichen. Die Fische jedoch findet man auch im roten Meer. Der Grund ist sehr felsig und hat hierdurch seinen eigenen Reiz. Wir hatten Thunfische in einem riesigen Schwarm, die wie Geschosse an einem vorbei schwammen- sehr geil!! Es wird auch von Großfisch gesprochen- Rochen Haie etc., aber wir hatten nicht das notwendige Glück Großfisch zu Gesicht zu bekommen. Die Kosten für die Tauchgänge sind denen in Deutschland ähnlich. Fazit: Wenn man in Panama ist, lohnt es sich einen Ausflug zur Isla Iguana zu machen, aber es lohnt sich nicht, wenn man ausschließlich zum tauchen nach Panama reisen möchte. Da gibt es dann doch bessere Spots.
Wenn ihr dort mal vorbeischaut, dann grüßt mal alle in der Tauchbasis von den Deutschen, denn wir waren laut deren Aussage die ersten Deutschen in der Basis.
War mit meiner Frau vom 21.2.2014 bis 2.3.2014 auf der 34m langen Yemaya II. 10 Tagesreise nach Malpelo (Kolumbien). Abfahrt von Puerto Mutis (Panama) in ca. 30 Stunden über ruhigen Pazifik. Die Yemaya II, 1965 als hochseegängiges Versorgungsschiff für die Bohrplattformen im Golf von Mexico von einer amerikanischen Werft vom Stapel gelaufen, wurde ca. 2009 zum Tauchschiff umgebaut. Sie verfügt über 2 Dieselmotoren und 3 Stromgeneratoren. 2 Stromkreise versorgen mit 110 Volt, 1 Stromkreis mit 220 Volt.
Getaucht wird üblicherweise mit NITROX (32; 1.6). AIR ist ebenso möglich aber nicht empfehlenswert für Malpelo wegen der längeren Tauchzeiten.
Das Schiff verfügt über 2 Hauptdecks. Das Kabinendeck und das Upperdeck auf welchem sich das Leben und vor allem köstliche Essen! abspielt.
Angenehm ist, dass das Upperdeck offen konzipiert ist, zu 3/4 überdacht ist und daher einen sehr großzügigen Eindruck hinterläßt.
Bei Schlechtwetter, Seegang oder Regen können durchsichtige Planen abgerollt werden um Wind und Wasser abzuhalten.
Es ist Platz und vor allem groß genug für den eigenen Freiraum damit man sich auch mal zurückziehen kann.
Gepolsterte Bänke auf beiden Seiten, zwei Tische für die gemeinsamen Malzeiten und Liegen und Sessel zum Faul sein und lesen.
Das Schiff ist sehr sauber und in einem sehr guten Erhaltungszustand.
Bettwäsche und Handtücher in den Kabinen wurden automatisch nach 4 Tagen gewechselt. Die Betten täglich gemacht.
Süßwasser steht rund um die Uhr zur Verfügung und es gibt keine Kanppheit. Es gibt eine Meerwasserentsalzungsanlage an Bord.
3 Hauptmalzeiten und Vor- sowie Nachmittags, zwischen den Tauchgängen, werden köstliche Snacks gereicht.
Die Yemaya II fährt auch nach Cocos Island (Costa Rica) und die Insel Coiba (Panama) an.
Bei ruhigem Wasser ohne starke Strömung, können sogar Ausflüge mit Kajaks unternommen werden wovon die Yemaya über 4 Stück verfügt.
Getaucht wird von den Beibooten (keine Schlauchboote), den Skiffs, aus. Diese sind bestens gerüstet (je 2 x 140 PS, Suzuki Außenborder)um auch bei särkerem Seegang problemlos die Tauchplätze anfahren zu können.
Das Schiff ist nicht mehr neu, aber sehr zuverlässig, robust gebaut und auch bei stärkerem Seegang angenehm ruhig im Wasser liegend. die beiden Dieselmotoren und die Generatoren sind deutlich hör- und spürbar mit dem zugehörigen Schiffsgeruch. Generatoren sind 24h im Betrieb und sorgen dafür dass die Vorräte immer Tiefgekühlt bleiben und Eis für Getränke zur Verfügung steht.

Diveequipment: Wir hatten den Eindruck von stets sauberem Gemisch und bestens gewartetem und neuwertigem Equippment.

Marginale Abnützungserscheinungen und Fallweise auftretende Unpässlichkeiten der Passagiere werden durch die fantastische Mannschaft ausgeglichen. Ich habe mich so sicher wie in Abrahams Schoß gefühlt und die Crew hat ihren Gästen das Leben auf dem Schiff so angenehm wie möglich gemacht. Meine Frau und ich haben einstimmig festgestellt, dass diese Crew inklusive der beiden Diveguides, für unseren entspanntesten Tauchurlaub bisher (7 Liveaboards) gesorgt haben. Es herrschte immer eine fröhliche Stimmung, vor allem Dank Erika und Luis!

A very big THANK YOU to all:
Captain William (USA) <-- No Problem
Diveguide Erika (Col) <-- ´Dori´ singing with the sharks
Diveguide Luis (SPA) <-- ´Take a deep breathe and ... rrr e e l a x x!´
Cook Nestor (PERU) <-- Delightfull!
Engineer Sergio (NIC) <-- ´My engines smoke - so do i´
Skiffdriver Mello (PA) <-- Yeah! so cool
Skiffdriver Nonil (PA) <-- can double ´Carlos´ of ´Desperate Housewifes´
Bartender Nelson (PA) <-- Miami Vice
Roommate Portugal (PA) <-- Guest´s cleaning station



Yemaya II vor Malpelo


Eagle Rays - for Erika

Panama – Coiba + Kolumbien - Malpelo an Bord der Inula

Zentral Amerika war bis dato ein weißer Fleck auf meiner Tauchziel Liste gewesen. Ich hatte viele verführerische Bilder von Hunderten von Hammerhaien gesehen. Hatte aber auch unsicher machende Berichte über schlechte Sichten, Sprungschichten, sehr anspruchsvolle Tauchgänge in zum Teil Waschmaschinen Bedingungen gelesen. Dies hatte mich bisher von diesen Zielen ferngehalten. Jetzt aber überlegte ich mir, warum versuche ich es nicht einmal? Um auch möglichst viele Eindrücke zu bekommen, wollte ich dann mindestens zwei Gebiete in einer Reise unterbringen. Im Internet fand ich die Yemaya und den Katamaran Inula, beide boten Coiba und Malpelo Touren kombiniert an.

Die Y. schien bis weit in 2014 voll gebucht zu sein, so schaute ich mir die I. etwas näher an. Würde mich ein kleiner Katamaran mit nur 4 Kabinen und 2 WC glücklich machen, jemanden, der seinen Freiraum unbedingt braucht? Der Abenteuer Geist in mir sagte, ja, tu es.
Bin von Amsterdam mit KLM direkt nach Panama City geflogen, dauert 10.5 Stunden. Billigere Flüge hätte es mit US Airlines zum Beispiel Delta mit mindestens 1 Stopp in Atlanta gegeben.

Habe 3 Tage im Country Inn & Suites direkt am Panama Canal und der Brücke von Amerika verbracht. War unterwegs mir die Stadt und die Märkte anzuschauen. Taxis sind sehr günstig, so kann man viele Plätze besuchen ohne das Budget zu strapazieren. Alternativ fährt auch ein Doppeldecker Bus durch die Stadt mit vielen Zu- und Aussteige Stopps. Eine Fahrt auf dem Panama Kanal ist ein Muss. Es war beeindruckend für mich zu lernen, wieviel Arbeit und leider auch Leben in dieses Werk gesteckt wurden. Es ist faszinierend die riesigen Containerschiffe durch die Schleusen fahren zu sehen. Von Albrok, dem Inland Flughafen, bin ich mit Panama Airlines in einer knappen Stunde weiter nach David gedüst. Panama Air hat ein Gepäck Limit von 14 Kilo. Bei mir waren es 20, so musste ich 10 $ Übergepäck und 20 $ Strafe wegen des Überschreiten des Limits zahlen. Komischerweise waren das auf dem Rückflug dann nur noch 7 $ gesamt. Von dort ging es mit Bus noch 2.5 Stunden bis zum Ankerplatz der Inula in Boca Chica.

Wir waren nur 4 Gäste, 3 Deutsche, ein USA` ler, so hatte ich Glück und bekam eine schöne große Kabine oben für mich alleine. Ein Freund war 2 Monate vorher auf der Inula und unten im Rumpf untergebracht, wo es für 2 ganz schön eng sei, meinte er. Meine Kabine hatte 2 große Fenster und eine Dachöffnung, ideal für frische Luft den ganzen Tag bei dem Klima. Gleich vor meiner Kabine war eine Werkstatt und WC, ein Schritt nach draußen brachte mich auf das Taucherdeck mit Waschbecken, Dusche und Tank für die Kameras. Um die Ecke 10 Schritte weiter kam man in den Aufenthaltsraum für alle, in dem es Essen, Briefing und Unterhaltung gab. Hier ist auch die Brücke mit allem elektronischen Gerät und Ruder untergebracht. So sieht man gleich, das durch Weltmeere schiffen nicht ganz ohne ist. Wir warfen dann gleich die Motoren an und schipperten durch eine tolle kurvenreiche Landschaft Richtung Meer. Um uns üppig grüner Regenwald und Mangroven, beinahe an eine Amazonaslandschaft erinnernd. Arvid, der Besitzer und Kapitän der Inula, machte ein gründliches Briefing zu Bootsablauf, Fahrplan und Tauchsicherheit. Jeder von uns hatte eine Tauchboje mit mindestens 7 m Seil und eine Taschenlampe zur Sicherheit mitzubringen. Zusätzlich erhielten wir von ihm für das Jacket noch ein GPS Gerät, mit dem man im Fall der Fälle die Inula oder alle Boote drum herum anfunken konnte, außerdem in höchster Not ein GPS Signal an alle abgeben konnte. Das habe ich zum ersten Mal erlebt, halte es aber für eine gute und wichtige Einrichtung in dieser Region.

Coiba ist ein Meereschutzgebiet. So war es keine Überraschung dort eine tolle Anzahl und Vielfalt von wenig scheuen Fischen anzutreffen. Das Wasser hatte 28 Grad Celsius, die Sicht lag zwischen 5 und etwa 20 m. Das Riff ist ganz anders als man das zum Beispiel vom Indischen Ozean gewöhnt ist. Meist sind es Felsenbrocken mit etwas Bewuchs von Hartkorallen, grauen Gorgonien und gelben Polypen. Der tollste Tauchplatz in der Gegend war Hannibal. Es ist ein Blauwassertauchgang über einem Seeberg, bei dem wir Jacks, Trevalllies, Bonitos und Red Snapper in Massen antrafen. Es waren mindestens 500 Jacks und als wir da reintauchten, konnte ich vor lauter Fisch meine Buddies nicht mehr sehen. Ein wouh Moment im Leben eines Tauchers. Auf dem safety stop flog unter uns eine Schule von Kuhnasen Rochen durch. Das war nicht nur für mich eine erste und einmalige Begegnung. Mehrere Male hatten wir Buckelwale während der Fahrt um uns, auch Delphine begleiteten uns.

Von Coiba brauchten wir 2 Nächte und einen vollen Tag, um Malpelo zu erreichen. Es war faszinierend diese Felseninsel in der Ferne aus dem Dunst auftauchen zu sehen. Fregattvögel und Boobies umkreisten das Eiland. Die Wassertemperatur fiel hier um 1 Grad, Sprungschichten brachten die sogar runter bis 24 oder tiefer. Dafür wurden die Sichten besser und reichten bis ca. 25 m. Mit einem 5 Millimeter Anzug mit Kopfhaube war man da für alles gewappnet und gut ausgerüstet. Wir hatten Glück und die meiste Zeit recht ruhige See und nur wenig Strömung. Nur 3 Mal mussten wir schwer gegen diese kämpfen, um den Tauchplatz zu erreichen und dem Briefing zu folgen. Petrus meinte es nicht so gut mit uns. In Coiba hatten wir fast jeden Tag einmal Regen, sonst war es meist bewölkt, Sonne zeigte sich selten. Auf Malpelo wurde es besser, Tage mit schöner Sonne, viel Wind und nur etwas Regen meist nachts. Für mich war Malpelo das höchste der Gefühle und taucherisch das Highlight meiner Tauchreisen. Es gibt kaum einen Platz auf der Welt, welcher das in Sachen Vielzahl an Fisch noch übertreffen kann oder man muss lange suchen. Mein Lieblingsplatz wurde dort La Nevera, wo wir bei jedem Tauchgang große Hammerhai Schulen antrafen, die über oder unter uns ihre Bahnen zogen. Dazwischen tauchten massige Galapagos Haie auf und oben kreisten dazu noch Seidenhaie. Muränen konnte man überall finden, man hörte schon auf zu zählen. Hier verstecken die sich nicht in einem Loch, sondern sind oft mehrere nebeneinander offen unterwegs. Adlerrochen segelten oft im freien Wasser an uns durch, einmal war es eine Gruppe von 12 Tieren. 5 Mal stießen wir auf jugendliche Walhaie oder die eher auf uns. Ein Tier kreiste wiederholt länger um unser Boot, die Chance für die Fotografen unter uns ganz nah ein Foto dieser schönen Kreatur zu schießen. Einmal schaute eine Gruppe von Delphinen nach uns im safety stop. Die wunderten sich wohl, was wir in deren Element zu suchen haben. Gelbflossen Tunfische sausten in der Strömung an uns vorbei, „Grunts“ bedeckten fast einen ganzen Felsen, „Hawkfish“ war überall in Steinritzen zu finden. Ich bin kein Fotograf, daher weiß ich nicht, ob man von einer ganzen Fisch Unterwasserlandschaft ein Bild so schießen kann, dass es dem Betrachter aufzeigt, welche Fülle an Fischleben dort war. Am Beispiel des Tauchplatz Les tres Mosqueteros hätte ich das gerne einmal aufgezeigt. Stellt Euch vor, Ihr seht 100 gelbe Schmetterlingsfische, darunter 30 “Leather Bass” kreisend, umrahmt von 50 Jacks und 20 Trevallies. Dieses Bild bot sich uns an einem Felsen schon auf dem Weg nach oben. Meine Buddies mussten mich fast nach oben ziehen, sonst hätte ich das Spektakel noch länger bestaunt. 3 Tage schwamm ein Buckelwal mit Baby an der Insel entlang. Immer wieder einmal sprang die Mutter aus dem Wasser oder schlug mit dem Schwanz auf die Oberfläche. Dann wollten wir unser Glück versuchen, indem Arvid uns die Schwimmrichtung der Tiere anzeigte. Wir kamen hautnah an die Beiden ran und bewunderten, wie Mutter und Baby mit leichten aber kräftigen Schlägen ihrer riesigen Schwanzflosse an uns vorbeizogen. Schon wieder woouuh! In Coiba sind wir meist von der Inula ins Wasser gesprungen, auf dem Rückweg mussten wir dann die 2 m Leiter erklimmen. In Malpelo sind wir die meiste Zeit vom Zodiac zu den vielen Plätzen um die Insel getaucht. Wir konnten entweder dem Tauchguide, meist Arvid selbt, folgen oder mit Buddy unser eigenes Profil tauchen. Regel war eine Stunde oder 50 bar. Nitrox wurde angeboten, pro Füllung kostet das 9 $. Arvid ist sehr sicherheitsbewußt und konservativ, macht gutes Briefing und bleibt auch ohne Pflichtdeko gerne 10 Minuten und länger im safety stop. Ich finde das ist ein gutes Mittel um an so vielen hintereinander folgenden Tauchtagen auf Nummer Sicher zu gehen (5 Coiba, 6 Malpelo).
Das Essen war prima, keine tollen Kreationen aber gut und wie zu Hause bei Mom. Die haben sogar für mich extra glutenfreies Essen gekocht. Die frisch zubereitete Fischsuppe war ein Traum und übertraf jede Bouillabaisse, die ich in Frankreich bestellte.

Gerne hätte ich die Insel besucht und bewandert. Damit aber hätten wir auf einen Tauchgang verzichten müssen. Die Mehrzahl der Gäste zog das Tauchen vor. Auf der Insel arbeitet ein Ranger, der darauf achten soll, dass in dieses Schutzgebiet keine Fischerboote oder Fangflotten kommen. Auch sind von den Kolumbianischen Behörden 2 Boote als Patrouille eingeteilt. Das aber scheint nicht recht zu klappen, denn mehrfach sahen wir Fischerboote in der Ferne und entdeckten auch Fangleinen am Grund. Kolumbien wäre gut beraten, auf Durchsetzung der Regeln für das Schutzgebiet zu achten. Damit profitieren sie vom Tourismus, der deswegen dorthin kommt. Auch für künftige Generationen und die Natur ist der Schutz sehr wichtig.
Das ganze Inula Abenteuer war eine neue Erfahrung für mich. Ich habe gelernt, dass es auch mit weniger geht – keine Aircondition, keine heißen Handtücher nach dem Tauchen, keine frischen Doughnuts, kein Whirlpool, kein gemachtes Bett usw. Dann freut man sich mit Begeisterung und Aufgeschlossenheit umso mehr über das, was einem geboten.

Tausend lieben Dank an Arvid und Inula für die vielen neuen wunderschönen Eindrücke.
Wir ( 5 Taucher) waren im Februar 2017 in Santa Catalina. Hier ist man auf Taucher gut vorbereitet. Es gibt 5 Tauchbasen. In einer Basis spricht man auch deutsch. (Coiba Divers) Wir waren in einer anderen, kleinen Basis, da wir diese beim Einfahren nach Santa Catalina gleich an der ersten Kreuzung auf der linken Seite gesehen haben. Ihr gegenüber ( selbe Kreuzung-rechte Seite) befindet sich die Basis vom Coiba Dive Center. Da ich der Fahrer war und eben auf der linken Seite sitze, habe ich auch die Basis auf der linken Seite angefahren-aus dem Fenster heraus angesprochen. Das war eine sehr gute Entscheidung. In unserer kleinen Basis wurden wir super nett empfangen- man spricht englisch. Drei Tauchgänge wurden an einem Tag angeboten. Diese Kosten ca. 160,00 € inkl. Leihausrüstung, Nationalparkgebühr ( ca. 20 USD) und Mittagslunch ( Sandwich & Cola+Wasser) pro Person. Das ist schon sehr teuer, aber man fährt mit dem Boot auch ca. 35 km eine Tour. Auf dem Weg zu den Tauchplätzen kocht das Wasser- Rochen springen hoch hinaus- Fliegende Fische und Delphine ziehen vorbei- einfach Super. Wir hatten ein eigenes Tauchboot- was aber auch an der Größe der Boote liegt. Das anziehen gestaltet sich etwas zeitaufwendig, da einer nach dem anderen sich fertig macht und per Rückwärtsrolle ins Wasser geht. Bei etwas Strömung ist es dann schon etwas anstrengend sich am Boot oder der Leine zu halten, bis alle im Wasser sind. Die Tauchgänge entschädigen aber für alles. Unser Tauchguide war super Klasse- er hat ruhig-besonnen und in gutem Englisch alles vorbereitet und gut erklärt. Wer Großfisch sehen möchte ist an den versch. Tauchspots, an genau richtiger Stelle. Es ist gut zu erkennen, dass diese Spots noch nicht überlaufen sind. Der erste Tauchgang war schon unglaublich. Eine Schule von ca. 40 Rochen waren uns direkt vor der Maske. Der zweite Tauchgang erinnerte etwas an Äghypten- sehr gute Sichtweite und tolle Korallen. Besser als in Äghypten: Wir haben gleich beim Einstieg einen Weißspitzenhai direkt unter uns gehabt. Bei diesem Tauchgang sollten wir dann insgesamt 7 Haie sehen. Einige davon schwammen mit uns mit. Das war ein tolles Erlebnis. Unser dritter Tauchgang war dann mit sehr starker Strömung- sehr anstrengend, aber gut. WICHTIG!! In Santa Catalina gibt es keinen Geldautomaten. In der Tauchbasis kann man mit Kreditkarte bezahlen. Wer aber in einem Restaurant essen möchte, der sollte Bargeld dabei haben. Ist dem Restaurant ein Hotel angeschlossen, kann man auch hier mit Kreditkarte bezahlen. Schwierig wird es wenn es nur ein Restaurant ist. In der Basis waren Sie so nett und haben uns ohne langen hin und her 300 USD von der Karte abgezogen und ohne jedwelcher Gebühren direkt ausgezahlt- TOLL!!! Wer sich auf den Weg nach Santa Catalina macht, der wird es nicht bereuen, auch wenn es sehr teuer ist. Von Panama City braucht man gut 5 Stunden mit dem PKW dort hin. Kleine Empfehlung zum Schluss; Wer etwas Geld dabei hat sollte im Hotel Iguanito essen gehen. Wir haben festgestellt das war das beste Lokal in Santa Catalina- Alles lecker, tolles Ambiente und tolle Leute. Der Chef spricht perfekt Deutsch. Wir waren gleich Zweimal dort.

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