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Le Prophète, St. Tropez

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Anfahrt / Anreise:
Boot, Schlauchboot
Örtlichkeit / Einstieg:
Freiwasserabstieg
Wasser:
Salzwasser
Erreichbarkeit:
Bootstauchgang
Max. Tiefe:
Schwierigkeit:
Für Fortgeschrittene
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Tauchregulierung:
Nächster Notruf / Kammer:

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Mit einem Propeller angetriebenes Dampfschiff

Mit einem Propeller angetriebenes Dampfschiff

Die Prophète wurde 1853 von der Werft Charles Reynaud in Sète gebaut. Die mächtige Dampfmaschine trieb einen Propeller und keine Schaufelräder an. Der Stapellauf war am 10.März 1853. Schon vier Jahre später, am 8.Juli 1857, wurde sie jedoch an Claude Mourou für die damals stolze Summe von FF 70.000 verkauft. Die Prophète pendelte fortan zwischen Algerien und der provenzalischen Küste. Am 26.März 1860, von schlechtem Wetter überrascht, suchte Kapitän Bône, der mit der Prophète von Bône und Philippeville kam, Schutz in einer Bucht in der Nähe von Agay. Einige Tage später erleidet die Prophète in der Nähe von Cap Lardier Schiffbruch. Die gesamte Getreideladung geht hierbei verloren. Die Prophète ist eines der wenigen bekannten Dampfschiffwracks mit Propellerantrieb auf der Welt.

Nach 140 Jahren sind natürlich nur noch Reste der Prophète übrig. Am eindruckvollsten ist natürlich der riesige Dampfkessel und das Schwungrad, das gut 5m Durchmesser hat. Das Rad ist noch mit der Achse und der Excenter- Scheibe verbunden, und trotz so langer Zeit ist die Mechanik noch gut erkennbar.
Die äußeren Planken sind zerbrochen und liegen rund um die Prophète im Sand verstreut. Nur Reste der Spanten und Teile der Bodenbeplankung sind noch deutlich sichtbar. Der kleine Spalt zwischen dem Meeresboden und den Planken bietet zahlreichen Conger-Aalen einen geeigneten Lebensraum.
Unterwasserfotografen sind natürlich auch immer interessant und beim Warten, macht er jetzt ein Bild oder nicht, kann man ja schon mal zwischen die Kamera und das Objekt geraten. Aber warum so lange, bis dem Taucher hinter der Kamera die Luft ausgeht? Das Unterwassermodel macht es da schon viel besser und schwebt in fast perfekter Pose vor dem Schwungrad. Daß der "Gespreizte- Taucher" ein Tauchlehrer ist, sei nur nebenbei erwähnt.
Leider hatten wir bei diesem Tauchgang erheblich Probleme mit der Unterwasserkamera und somit sind nur wenige Bilder sehenswert. Im nächsten Jahr steht die Prophète somit natürlich wieder ganz vorne auf der Liste der Wracks.
Mit besseren Bilder gibt es dann auch wieder etwas mehr zur Geschichte der Prophète.
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