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Tauchen in Mosambik

Die Tauchplätze in Mosambik sind bis jetzt noch fast unberührt. Das Unterwasserleben kennt keine Scheu vor Tauchern und neben Weisspitzenhaien kommen auch große Zackenbarsche sehr nahe. Unter Wasser tummelt sich so ziemlich alles was man sich an einem Riff so vorstellt, und das in großen Mengen. Da in Mozambique nur von traditionellen Booten aus gefischt wird, ist von einer Überfischung hier nichts zu bemerken. Großfischgarantie gibts hier auch!

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Die letzen Reiseberichte unser Nutzer - immer einen Blick wert:

Lezten November war ich mit einer Freundin in Zavora tauchen.
Leider nur zwei Tage, da uns die Zeit für einen längeren Aufenthalt in dieser Gegend fehlte.

Die Basis samt Hotel liegt sehr abgelegen, von der Hauptstrasse sind es noch etwa 15-20 min über eine staubige Naturstrasse bis zu den Zavora Divers. Ohne privaten Transport gibts keinerlei Hinkommen. Dafür ist der Standort auch wunderschön: Inmitten von Kokosnusspalmenwäldern, direkt am indischen Ozean. Auswahl in der Unterkunft hat man daher auch nicht: Man quartiert sich bei den Zavora Divers ein. Das kleine Häuschen, das meine Freundin und ich zugewiesen bekamen, war mit Klimaanlage, Kühlschrank, Moskitonetzen und allem ausgerüstet, was man sich so wünschen kann. Aufgrund der Nebensaison-Preise zudem günstig. Ein Glücksgriff!

November ist in Zavora wie fast überall in Mosambik Nebensaison, Taucher daher enorm dünn gsäht. Obwohl wir an besagten Tagen nur 3 Taucher waren, war es für die Basis aber nie eine Frage ob wir rausfahren würden oder nicht.

Die Briefings waren ausführlich gehalten, und beim Abendessen gab es jede Menge Zeit, die Tauchgänge nachzubesprechen. Das Mietmaterial ist in gutem Zustand und zahlreich vorhanden. Auch Rebreather-Freunde und Tekkis sind bei den Mozdivers gut aufgehoben: Die Basis bietet sogar Kurse an.

Zwar sahen wir die Mantas, wofür Zavora so berühmt ist nicht. Dennoch hatten wir wunderschöne TG mit vielen farbigen Schnecken, diversen Schildkröten und unterschiedlichen Rochen. Falls ich wieder einmal in dieser Gegend der Welt sein sollte, werde ich ganz bestimmt wieder mit den Zavora Divers tauchen gehen. Empfehlenswert!

Aber Achtung: Wer mit Kreditkarte bezahlen will, muss unbedingt eine Visa-Karte mitbringen! Wie fast überall in Mosambik kann man bei den Zavora Divers nur mit Visa-Karte und nicht etwa mit Mastercard bezahlen. Und der nächste Bankomat ist weeeiit entfernt!

Ich war im November 2013 mit Odyssea Dive in Vilanculos tauchen. Die Basis befindet sich direkt am Strand und verfügt über ein eigenes, modernes Zodiac. Ausserdem gibt es einen Pool direkt vor der Basis, der für Ausbildungen genutzt wird. Wer Mietmaterial sucht ist hier ebenfalls gut aufgehoben. Zwar sind die Ausrüstungen schon ziemlich gebraucht, aber intakt.

Da im November in Mosambik Nebensaison ist, gab es ausser mir fast keine weiteren Taucher. Die Basis war ausserdem tageweise geschlossen. Da die relativ weiten Ausfahren sich für die Basis nur lohnen wenn das Boot annähernd voll ist, musste ich täglich morgens und abends zur Basis um zu fragen, ob es nun eine Ausfahrt gibt oder nicht. Und wurde jedesmal aufs neue vertröstet... Immerhin gab es während den 5 Tagen, als ich dort war, schliesslich doch noch eine Tagesausfahrt. Gemäss Guides wird es im Dezember, wenn in Südafrika Ferien sind, dann aber auf einen Schlag rappelvoll.

Getaucht wird grösstenteils rund um das wunderschöne Bazaruto Archipel. Die Fahrt dorthin dauert etwa 45 min. Anschliessend wird auf einer der Inseln Halt gemacht und die Schnorchler ausgeladen. Während die Taucher noch etwas weiter weg fahren, können die Schnorchler an der Insel schnorcheln. Die Oberflächenpause verbringen die Taucher dann ebenfalls auf der Insel, bevor alle gemeinsam zum zweiten Schnorchel- und Tauchspot fahren.
Die beiden Tauchgänge waren echt schön, das Bazaruto Archipel definitiv eine Besichtigung wert. So gesehen hat sich die Warterei gelohnt.

Schnorcheln kann man übrigens auch, wenn das Tauchboot nicht rausfährt: Einfach am Strand die Fischer fragen, ob man ein Boot chartern könne und Preis aushandeln. So kommt man zu seiner ganz eigenen Schnorchel- und Inselexpedition.

Leider wurde das Briefing sehr kurz gehalten (meiner Meinung nach zu kurz, ich hatte kaum Ahnung was uns erwarten würde) und Zeit für einen Buddy-Check gabs auch nicht. Ausserdem waren die Tauchgänge sehr teuer: Umgerechnet ca. 130 € für einen Tagesausflug mit Mietmaterial (Nebensaison-Preis).
Für das beinahe fehlende Briefing und den nicht durchführbaren Buddy-Check sowie die sehr teuren TG gibts 2 Flossen Abzug: In Mosambik sind Rettungsmöglichkeiten und Spitäler dünn gesäht. Die nächste vernünftig anfliegbare Kammer befindet sich in Durban, Südafrika, etwa 1500 km entfernt. Etwas mehr Sicherheitsbewusstsein wäre meiner Meinung nach angemessen.

Ansonsten aber tolles Tauchrevier mit netten Guides. Das Archipel ist ein Juwel. Wer nicht auf das Budget schauen muss wird ganz bestimmt tolle TG erleben. Aber bitte in der Hauptsaison :-)
Letzten Herbst war ich bei Tofo Scuba tauchen. Ich hatte die Möglichkeit, verschiedene Basen im Ort anzuschauen, und habe mich schliesslich für Tofo Scuba entschieden.

Die Basis ist perfekt aufgeräumt, das gesamte Team sehr motiviert und die Briefings sehr ausführlich. Das Mietmaterial ist in gutem Zustand und in vielen Grössen vorhanden. Ausserdem verfügt die Basis über ein kleines Restaurant, in welchem man sich vor oder nach den TG gemütlich hinsetzen und verpflegen kann.

Zu den TG: Es werden Ausfahrten für einen oder 2 TG angeboten. Die Ausfahrten starten relativ früh und sind auch bereits kurz nach Mittag wieder zurück. Grund hierfür ist nach Angaben der Guides, dass die Rettungsmöglichkeiten in Mosambik generell sehr beschränkt sind und die nächste Druckkammer sich im etwa 1000 km entfernten Durban (Südafrika) befindet. Man will deshalb immer genügend Zeit vor Sonnenuntergang haben um bei einem allfälligen Notfall genügend Handlungsspielraum zu haben. Demzufolge bietet die Basis auch keine Nachttauchgänge an.

Ausser den Tauchausfahrten bietet die Basis sogenannte Ocean Safaris an. Das sind 1-2 stündige Ausfahrten, wobei versucht wird Walhaie und Mantas zu sichten, und falls möglich mit ihnen zu schnorcheln.

Die Basis bietet auch Ausbildungen nach PADI an und verfügt zu diesem Zweck über einen eigenen Pool.

Ablauf eines klassischen Tauchtages:
Treffpunkt Basis, wobei das Material jeweils nach Tauchgruppe sortiert bereits bereit steht. Eine Gruppe besteht meist aus etwa 6-8 Tauchern, teilweise waren wir aber auch nur 2 Taucher mit DM.
Dann baut jeder seine Ausrüstung zusammen, bevor ein ausführliches Briefing stattfindet. Die Basis hat für jeden der Tauchspots eine Karte, für viele davon sogar ein 3D-Modell.
Anschliessend wird gemeinsam das Schlauchboot gewassert. Da es in Tofo keine Stege gibt, werden die Schlauchboote jeweils von Traktoren ins Wasser geschoben und dann mit vereinter Muskelkraft genügend weit hinausgeschoben, bis die Motoren gestartet werden können.
Bei Ankunft am Tauchplatz (ca. 10-50 min Fahrt, je nach Platz) folgt das Anziehen der Ausrüstung und der Ausrüstung-Check. Da es im Boot zu eng ist, dies im Sinne des klassischen Buddy-Checks gegenseitig zu machen, gibt der Guides Kommandos, was geprüft wird und jeder Taucher prüft es an seiner Ausrüstung selbst.
Anschliessend der erste TG. Dann eine Oberflächenpause im Boot von ca. 1 Std., wobei es Wasser und Sandwiches gibt. Nach dem 2. TG Rückfahrt zur Basis und Stranden des Bootes.
Nach dem TG gibt es ein kurzes Debriefing über die gesichteten Lebewesen und die Möglichkeit, Fragen zu klären.

Generelles zum Tauchen in Tofo:
Zwar bietet die Basis den OWD an und hat auch hierfür geeignete Tauchplätze. Die meisten der Plätze rund um Tofo liegen allerdings in einer Tiefe von 23-30 m oder mehr und werden von denjenigen, die die entsprechende Ausbildung haben, mit Nitrox betaucht (von der Basis angeboten). Ausserdem herrschen an vielen Plätzen mehr oder weniger starke Strömungen, weshalb die TG mit einem negative entry begonnen werden. Das Meer ist zudem oft sehr unruhig und als ich da war hatten wir teilweise Sichtverhältnisse von nur 5 m. Meiner Meinung nach deshalb nicht der ideale Ort für die ersten Tauchgänge nach dem OWD. Für alle, die mit den Verhältnissen gut zurecht kommen, ist es aber eine wunderschöne Tauchgegend mit viel Fisch und schönen Riffen und einer super Tachbasis. Sehr empfehlenswert!

Warum Tofo? Das Internet als auch auf der Boot in D‘dorf wird wenn man nach Walhai-Spots fragt Tofo (Mosambik) als eine der ersten Adressen in der Welt genannt. Die Versprechen sind groß und um es vorweg zu nehmen wir haben weder einen Walhai noch einen Manta (Giant) zu sehen bekommen. Wäre da nicht ein sehr guter wissenschaftlicher Vortrag internationaler Wissenschaftler vor Ort gewesen der für Tofo bis zu ca. 670 Sichtungen pro Jahr dokumentiert, hätte ich gemeint man verkauft dort nur das Prinzip Hoffnung um den Tourismus aufrecht zu erhalten. Eine echte Erklärung konnte uns niemand nennen warum weder Walhai noch Manta zu sehen war. Das Wetter war wohl ungewöhnlich windig für diese Jahreszeit, ein Zyklon ist in den ersten Tagen über Maputo hereingebrochen, El Nino, … was auch immer. Tauchen: Wir waren vom 23.10. bis 04.11.2016 in Tofo und sind mit der Tauchbasis Tofo Scuba getaucht. Diese wird als die beste in der Bucht bezeichnet, allerdings habe ich die andern Tauchbasen nicht inspiziert. Ein paar kritische Anmerkungen hätte ich da schon. Man hat praktisch immer Strömung, mal mehr mal weniger und je nach Wind auch ordentlich Wellengang. Wir hatten bis zu 3 m – und das im Schlauchboot. Das Tauchen dort ist wie schon von anderen beschrieben „sportlich“ also nichts für Anfänger. Tofo Scuba bietet Tauchkurse auch für Einsteiger an, wie gesagt „sportlich“. Bojen-Pflicht – Fehlanzeige. Die Wartung der Leih-Ausrüstung ist verbesserungswürdig. Von schmutzig über schwer atembare Regler bis zum geplatzten Hochdruckschlauch war alles dabei. Also besser eigene Ausrüstung. Viele Guides sind junge Leute die gegen Ausbildung dort für begrenzte Zeit arbeiten. Sie sind zwar guten Willens und hilfsbereit aber teilweise begrenzte Erfahrungen haben und die Riffe nicht immer besonders gut kennen. Die Riffe selbst sind weit weniger farbenprächtig und mit weniger Korallen wie man es vom Roten Meer Thailand oder Karibik gewohnt ist. Allerdings wenn ihr das Glück habt mit Adamo (einheimischer) zu tauchen und am richtigen Spot zu sein kann er euch mehrere Anglerfische bei einem TG zeigen. Das System: Mit dem „negativ entry“ (Rolle rückwärts) geht die Gruppe gemeinsam von Bord und direkt runter. Dabei geht der erste Guide sehr schnell runter um das Riff zu markieren. Dabei führt er eine Boje mit sich die dem Bootsführer zeigt wo sich die Gruppe befindet und die Leine dient den Tauchern als Führung um zu ihm aufzuschließen. Der Zweite Guide kümmert sich um diejenigen die nicht oder nicht schnell genug runter kommen. Sollte jemand die Gruppe verlieren so soll nach einer Minute wieder aufgestiegen werden ohne Sicherheits-Stopp (Begründung: Notsituation). Im Bedarfsfall wird der zweite Guide dann mit den wieder eingesammelten vor die Boje gebracht und taucht dann mit ihnen gemeinsam ab. Soweit die Theorie. Das setzt voraus dass man den Druckausgleich immer schnell durchführen kann und auch genug Blei dabei hat. Bei starker Strömung jedoch kommt dieses System an seine Grenzen. Da der erste Guide wie gesagt sehr schnell runter geht, kann man davon ausgehen wer nicht an seiner Flosse klebt wird durch die Strömung davon getragen. Bei einem TG waren es 5 von 8 Tauchern die es nicht geschafft haben und wieder aufsteigen mußten. Nachdem die meisten bis zum Grund (25 – 30 m) runter waren und nur noch zwischen 120-140 bar hatten war ein weiterer Abstieg wenig sinnvoll bis riskant bei dieser Strömung. Die Basis ist auf unsere Einwände in keiner Weise eingegangen und ist uns in keiner Weise entgegen gekommen. Im Gegenteil wir sollten erstmal mit „Shallow dives“ üben. Wir haben 700 bzw. 900 TG’s – vielen Dank. Fazit: Jeder (auch Anfänger!!) ist für sich selbst verantwortlich und sollte wissen wie er sich selbst behelfen kann! Im Übrigen unterschreibt ihr dafür, aber das ist weltweit gängige Praxis. Unterkunft und Essen Wir waren im Coracida Guest house sehr gut untergebracht. Ein gemütlicher Gemeinschaftsraum mit Küche und Kühlschrank des Vertrauens, eine Terrasse unten und im ersten Stock, einfache aber ordentliche Zimmer mit Dusche, Klima + Ventilator und Moskitonetzen. Alles was das Taucherherz benötigt. Frühstück gab es nebenan in der Basis. Das Essen in den gängigen Restaurants im Dorf war durchweg gut bis sehr gut und preiswert. Angefangen vom Hänchen Piri Piri (sehr lecker) für 5 € im Tofo-Tofo bis zur Meeresfrüchteplatte im Mango Beach (Stefan) für ca. 10-12 €. Das Mango Beach ist etwas abgelegen daher lasst euch durch Stefan vielleicht abholen und wieder zurück bringen, Anruf oder WhatsApp genügt. Anreise Um nach Tofo zu gelangen fliegt man idealer Weise bis Inhambane was nur mit LAM möglich ist. In Mosambik hat LAM nahezu ein Monopol abgesehen von SA Airlink die bis Vilanculos fliegt. LAM hat eine recht veraltete Flotte und hin und wieder technische als auch kommerzielle Probleme. Das kann mitunter zu Verspätungen oder Ausfällen führen. Zuverlässiger ist da die SA Airlink. Allerdings muß man sich dann noch einen Transport von Vilanculos nach Tofo organisieren. Es sind ca. 300 km für die man gut 4-5 h benötigt und die besser nur bei Tageslicht in Angriff genommen werden sollten.

Odyssee in Vilanculos

blackdolphindiver
Ich bin unverbindlich bei Urlaubsantritt in Vilanculos zur Tauchbasis gefahren, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Besonders erfeut oder bemüht war die Besitzerin und Basismanagerin Sabrina Rocco nicht gerade. Vielleicht ist es dem Umstand zu verdanken, dass die Tauchbasis einen Tag nach meinem Besuch für vier Wochen wegen Runderneuerung dicht gemacht hat. Nicht dass, man den roten Teppich ausrollt - das ist eben afrikanisch. Diese Lässigkeit kenne ich von kenianischen Basen. Die Leihausrüstung ist bunt zusammengewürfelt, was angesichts der Logistikprobleme, die man in diesem Land bewerkstelligen muss nicht besonders verwundert - ist aber technisch ok. Kompressorraum konnte ich nicht beurteilen. Nach Sichtung der Brevets und der händischen Eintragung in irgendeine Liste geht's auch schon auf das Schlauchboot mit zwei Aussenbordern. Achtung! Das Boot hat kein Dach. Man ist also der afrikanischen Sonne gnadenlos ausgeliefert; also, ausreichend Sonnenschutz mitnehmen. Trinkwasser wird gestellt. Die meisten Tauchplätze sind nach etwa 90 Min. angefahren. Witterungsbedingt kann das schon mal ein echter Wellenritt bedeuten. Nichts für die Anhänger der gepflegten Lagunenpaddelei. Auf den Bazaruto und Benguera Marine-Parks kann man sich sicher sein, dass nicht 25 andere Tauchboote bereits vor einem da sind. Man ist hier (fast) allein. Man könnte sich fragen, warum einheimische Fischer im Marine-Park fischen dürfen, aber diese Frage sprengt den hierfür vorgesehenen Rahmen.... Was bei allen Unzulänglichkeiten gar nicht geht: Unser Guide hat seinen Buddy verlohren. Überhaupt war sein Tauchtempo - und ich habe schon viele Kollegen gesehen - mehr für die A1 geeignet, als sechs Taucher zu führen und den Leuten die großen und kleinen Dinge unterwasser zu zeigen. Bei den (meiner Meinung nach ausschließlich) Ganztages-Touren ist man auf gute Guides angewiesen. Seinen Buddy bei 12 Meter Sicht zu verliehern, wäre für einen OWD mit 20 TG noch nachvollziehbar. Für einen erfahrenen Profi einfach nur peinlich, wenn nicht sogar gefährlich. Man kann ja vieles auf die arikanische Mentalität schieben und einen Tauchtag mit dieser Basis als abolut stellvertretend anzusehen wird Odyssea Dive auch nicht 100%ig gerecht. Es ist dennoch bezeichnend. Gerade Tauchen ist ein Sport bei dem Schlamperei und Routine nichts verlohren haben und eine Tauchbasis kann sich nicht immer darauf verlassen, dass DM's und TL's mit der Situation schon umgehen können. Ich hatte 2 mittelschöne Tauchgänge aber Sabrina und Denis sollten sich lieber einen anderen Job suchen.
Nach einem 1-wöchigem Tauchtrip in Unkoomas/Südafrika wurde unsere Tauchtruppe per Minibus nach Mosambik transferiert. Der Trip dauert ca. 6-7 Stunden. Ab der Grenze zu Mosambik muß man in einen geländefähigen PickUp umsteigen, der dann die Sanpisten in ca. 45 min. meistert. Nach dem Südafrikatrip merkt man endlich, dass man sich in Afrika befindet.
Punto Do Ouro ist ein kleines Dorf direkt am Meer mir herrlichen Sandstrand.
Die Unterkunft wird erst seit kurzem von einem Päärchen geführt, die mit ihrem Herzblut diese Basis betreiben. Hier gibt es kein Leihequipment, man muß dieses aus Südafrika mitbringen oder halt sein eigenes. Los geht es morgens zwischen 7.00 und 8.00 Uhr zum tauchen, je nach dem man 2 oder 3 TG´s am Tag durchführt. Wassertemperaturen sind hier angenehmer als in Südafrika, so um die 25° Grad. 5mm-Anzug reicht.
Hier müssen keine Haie angefüttert werden, da diese auch so stets da sind. Es wurden mehrfach Tigerhaie, richtig große Bullenhaie, Schwarzspitzenhochseehaie, Hammerhaie auch in Schulen und nicht ängstlich, Silberspitzenhaie, Mantas, Teufelsrochen, Adlerrochen u.u.u. gesichtet.
Oberflächenpause ist auf dem Zodiac mit Keksen und diversen Heißgetränken.
Auch hier ist zu bedenken, dass das Meer meist rau ist und seinen Mageninhalt fordern kann, also Medikamente nicht vergessen!
Abends wird dann wieder in der Gemeinschaft in Restaurants essen gegangen.
Fazit: Scuba Addicts in Mosambik war noch eine Flosse besser als in Südafrika!!!

Tofo bietet erfahrenen Tauchern wunderbare Tauchgänge. Anspruchsvoll (tief, Blauwasserabstieg, oftmals negativer Einstieg), dafür aber Grossfisch (Mantas, Riffhaie und Leopardenhaie, riesige Zackis und Rochen, Schildkröten) und auch sehr spannendes Kleinzeug (Orang Utan Krabbe, Anglerfische etc) en masse. Interessant ist jeweils auch das in See stechen mit dem Hartschalen-Gummiboot, und später die Landung mit Vollgas am Strand. Nichts für schwache Nerven.

Aufenthalt: Mitte Mai (absolute Nebensaison)
Tauchgänge: 12
Kosten: ca 40 USD pro Tauchgang, inklusive Leihequipment und Nitrox
Sicht: 15-20m
Wassertemperatur: um die 23-24C, immer noch relativ warm

+ Super nettes Personal
+ Gutes Leihequipment
+ Transparente Preispolitik, Rabatte falls man im nahegelegenen Hotel Fatima´s Nest wohnt
+ Sehr gute zugehörige Snackbar
+ Warme Duschen
+ Gemütlicher Leseecken, zahlreiche Liegestühle
+ Schnelles RIB (2*100 PS) mit erfahrenen Skippern
+ Sehr auf Sicherheit bedacht, immer 2-3 DMs mit den Gästen im Wasser, auch bei sehr kleinen Gruppen

+/- Eigentlich Nitrox for free, da aber der Kompressor defekt war, mussten sie Nitrox von einer anderen Basis zukaufen und verrechneten dies dann weiter (wurde vorher so abgesprochen).

Fazit: Spektakuläres Tauchen für erfahrene Taucher, sehr zu empfehlen!

Weitere Fotos: http://www.travelholic.ch/image-galleries/africa-and-middle-east/mozambique/


RIB Taucherboot am Strand


Stachelrochen und Taucher


Orang Utan Krabbe

Tofo Beach 12.-22. April 2015, 18 Tauchgänge.

Wir haben unseren ersten Urlaub in Mosambik verbracht (M/W 33 Jahre alt) und können es als Urlaubsland und Taucherlebnis nur empfehlen.
Angereist sind wir über Frankfurt, Johannesburg und Inhambane. Von dort 20 Min per Auto bis Tofo Beach, Coraciida Guesthouse.

Das Tauchen dort geht nur vom Schlauchboot aus und ist anspruchsvoll, negatives Abtauchen, Tiefen bis 32m, teilweise starke Strömung ohne Riffhaken, Wassertemperatur an der Oberfläche 27-30 Grad.

Bei einem TG wurden wir von einer eisigen 19 Grad kalten Strömung erwischt….unglaublicher Temperaturabsturz.War aber eine Ausnahme. In meinem 7mm Anzug war ich nie zu dick angezogen.

Die TG dauern meist nur 35-50 min an den tieferen Spots, es sei denn man wünscht einen seichteren TG bei den nahe gelegenen Riffs, bei denen man aber kein Großfisch sieht.

Die Bootsausfahrten dauern von 10-45min und können sehr ruppig sein. Wir haben nur einen TG per Ausfahrt gemacht, Doppeltauchgänge sind möglich.

Wahlhaie haben wir leider nicht gesehen, dafür aber bei jedem dritten TG einen bis drei große Mantas. Die Sichtweiten variieren stark von Tag zu Tag zwischen 7 und 25m.

Die Mantas ließen sich mal länger mal kürzer beobachten, mal ziehen sie in 20m Entfernung nur vorbei und mal spielen sie in den Bubbles der Taucher und fliegen über einen drüber. Einen Manta konnten wir ca 30min beobachten wie er immer wieder auf die Putzerstation flog, kurz die Kiemen für die Putzkolonne öffnete und dann wieder durchstartete um über unseren Köpfen kreisen zu können. Er zeigte keine Scheu und kam auf Armlänge an die Taucher.

GROßARTIG !

Ansonsten gibt es große angstfreie Zackenbarsche die man gut beobachten kann, immer wieder ziehen Rochen aller Art vorbei, leider halt zu weit entfernt um sie wirklich beobachten zu können. Es gibt viel zu sehen, Leopardenhai, Riffhaie, Froschfische (mussten mir die guten Guides zeigen, die Tarnung ist zu gut). Harlekinkrabbe, Nurseshark, große und kleine Muränen aller Art. Auch bunte Fischschwärme, Glasfische Markrelenschwärme und Baracudas gibt es.

Die Guides kennen sich gut aus, die Breefings sind auf englisch, die Tauchschule Tofo Scuba ist unter englischer Leitung und ist gut ausgestattet.
Ich musste nicht ein Mal meinen Tank selbst tragen, wird alles vom guten Serviceteam der Tauchschule erledigt. Man baut sein Gerät in der Tauchbasis zusammen und findet es dann auf dem Schlauchboot wieder. Es ist nichts kaputt gegangen.
Abenteuercharakter hat das Reinschieben des Bootes in die Brandung durch die Tauchergruppe selbst. Auch die Landung auf dem Strand anschließend hat was von Achterbahnfahren.
2 TG am Tag waren für uns absolut ausreichend, einen vorm Frühstück 7uhr30 und den zweiten gegen 12.
Um 6 geht die Sonne im Indischen Ozean auf, unbedingt mal früh aufstehen, sehr sehenswert. Und gegen 18Uhr ist es auch schon stock duster. Wir haben direkt neben der Tauchbasis gewohnt im Coraciida Guesthouse. Super Lage direkt am Strand, die Unterkunft ist toll ausgestattet.

Von Klima bis W-Lan alles da! Planschen direkt vor der Tür sowie Surfen ist auch möglich. Der Strand in Tofo ist riesig und einfach schön. Viele Afrikaner verbringen dort ihre freien Tage.

Tagsüber bis 30 Grad heiß, abends braucht man eine lange Hose und Moskitospray. Es hat auch das ein oder andere Mal geregnet.
Wer abends Hunger hat, kann ohne Probleme ins Dorf gehen und am besten Pizza essen. Das Bier ist günstig und die Menschen freundlich. Essengehen mit 2 Pers kostet 1000 Mez (25€). Mit Rand kann man auch meistens bezahlen. Dollar eher schlecht.
Geheimtipp Johns Bar!!! Wenn man mal nicht Tauchen möchte kann man auch zum Schnorcheln fahren oder einfach relaxen.

Katrin und Markus
Ein Super Reiseziel, sehr zu empfehlen.

Lezten November war ich mit einer Freundin in Zavora tauchen.
Leider nur zwei Tage, da uns die Zeit für einen längeren Aufenthalt in dieser Gegend fehlte.

Die Basis samt Hotel liegt sehr abgelegen, von der Hauptstrasse sind es noch etwa 15-20 min über eine staubige Naturstrasse bis zu den Zavora Divers. Ohne privaten Transport gibts keinerlei Hinkommen. Dafür ist der Standort auch wunderschön: Inmitten von Kokosnusspalmenwäldern, direkt am indischen Ozean. Auswahl in der Unterkunft hat man daher auch nicht: Man quartiert sich bei den Zavora Divers ein. Das kleine Häuschen, das meine Freundin und ich zugewiesen bekamen, war mit Klimaanlage, Kühlschrank, Moskitonetzen und allem ausgerüstet, was man sich so wünschen kann. Aufgrund der Nebensaison-Preise zudem günstig. Ein Glücksgriff!

November ist in Zavora wie fast überall in Mosambik Nebensaison, Taucher daher enorm dünn gsäht. Obwohl wir an besagten Tagen nur 3 Taucher waren, war es für die Basis aber nie eine Frage ob wir rausfahren würden oder nicht.

Die Briefings waren ausführlich gehalten, und beim Abendessen gab es jede Menge Zeit, die Tauchgänge nachzubesprechen. Das Mietmaterial ist in gutem Zustand und zahlreich vorhanden. Auch Rebreather-Freunde und Tekkis sind bei den Mozdivers gut aufgehoben: Die Basis bietet sogar Kurse an.

Zwar sahen wir die Mantas, wofür Zavora so berühmt ist nicht. Dennoch hatten wir wunderschöne TG mit vielen farbigen Schnecken, diversen Schildkröten und unterschiedlichen Rochen. Falls ich wieder einmal in dieser Gegend der Welt sein sollte, werde ich ganz bestimmt wieder mit den Zavora Divers tauchen gehen. Empfehlenswert!

Aber Achtung: Wer mit Kreditkarte bezahlen will, muss unbedingt eine Visa-Karte mitbringen! Wie fast überall in Mosambik kann man bei den Zavora Divers nur mit Visa-Karte und nicht etwa mit Mastercard bezahlen. Und der nächste Bankomat ist weeeiit entfernt!

Ich war im November 2013 mit Odyssea Dive in Vilanculos tauchen. Die Basis befindet sich direkt am Strand und verfügt über ein eigenes, modernes Zodiac. Ausserdem gibt es einen Pool direkt vor der Basis, der für Ausbildungen genutzt wird. Wer Mietmaterial sucht ist hier ebenfalls gut aufgehoben. Zwar sind die Ausrüstungen schon ziemlich gebraucht, aber intakt.

Da im November in Mosambik Nebensaison ist, gab es ausser mir fast keine weiteren Taucher. Die Basis war ausserdem tageweise geschlossen. Da die relativ weiten Ausfahren sich für die Basis nur lohnen wenn das Boot annähernd voll ist, musste ich täglich morgens und abends zur Basis um zu fragen, ob es nun eine Ausfahrt gibt oder nicht. Und wurde jedesmal aufs neue vertröstet... Immerhin gab es während den 5 Tagen, als ich dort war, schliesslich doch noch eine Tagesausfahrt. Gemäss Guides wird es im Dezember, wenn in Südafrika Ferien sind, dann aber auf einen Schlag rappelvoll.

Getaucht wird grösstenteils rund um das wunderschöne Bazaruto Archipel. Die Fahrt dorthin dauert etwa 45 min. Anschliessend wird auf einer der Inseln Halt gemacht und die Schnorchler ausgeladen. Während die Taucher noch etwas weiter weg fahren, können die Schnorchler an der Insel schnorcheln. Die Oberflächenpause verbringen die Taucher dann ebenfalls auf der Insel, bevor alle gemeinsam zum zweiten Schnorchel- und Tauchspot fahren.
Die beiden Tauchgänge waren echt schön, das Bazaruto Archipel definitiv eine Besichtigung wert. So gesehen hat sich die Warterei gelohnt.

Schnorcheln kann man übrigens auch, wenn das Tauchboot nicht rausfährt: Einfach am Strand die Fischer fragen, ob man ein Boot chartern könne und Preis aushandeln. So kommt man zu seiner ganz eigenen Schnorchel- und Inselexpedition.

Leider wurde das Briefing sehr kurz gehalten (meiner Meinung nach zu kurz, ich hatte kaum Ahnung was uns erwarten würde) und Zeit für einen Buddy-Check gabs auch nicht. Ausserdem waren die Tauchgänge sehr teuer: Umgerechnet ca. 130 € für einen Tagesausflug mit Mietmaterial (Nebensaison-Preis).
Für das beinahe fehlende Briefing und den nicht durchführbaren Buddy-Check sowie die sehr teuren TG gibts 2 Flossen Abzug: In Mosambik sind Rettungsmöglichkeiten und Spitäler dünn gesäht. Die nächste vernünftig anfliegbare Kammer befindet sich in Durban, Südafrika, etwa 1500 km entfernt. Etwas mehr Sicherheitsbewusstsein wäre meiner Meinung nach angemessen.

Ansonsten aber tolles Tauchrevier mit netten Guides. Das Archipel ist ein Juwel. Wer nicht auf das Budget schauen muss wird ganz bestimmt tolle TG erleben. Aber bitte in der Hauptsaison :-)
Letzten Herbst war ich bei Tofo Scuba tauchen. Ich hatte die Möglichkeit, verschiedene Basen im Ort anzuschauen, und habe mich schliesslich für Tofo Scuba entschieden.

Die Basis ist perfekt aufgeräumt, das gesamte Team sehr motiviert und die Briefings sehr ausführlich. Das Mietmaterial ist in gutem Zustand und in vielen Grössen vorhanden. Ausserdem verfügt die Basis über ein kleines Restaurant, in welchem man sich vor oder nach den TG gemütlich hinsetzen und verpflegen kann.

Zu den TG: Es werden Ausfahrten für einen oder 2 TG angeboten. Die Ausfahrten starten relativ früh und sind auch bereits kurz nach Mittag wieder zurück. Grund hierfür ist nach Angaben der Guides, dass die Rettungsmöglichkeiten in Mosambik generell sehr beschränkt sind und die nächste Druckkammer sich im etwa 1000 km entfernten Durban (Südafrika) befindet. Man will deshalb immer genügend Zeit vor Sonnenuntergang haben um bei einem allfälligen Notfall genügend Handlungsspielraum zu haben. Demzufolge bietet die Basis auch keine Nachttauchgänge an.

Ausser den Tauchausfahrten bietet die Basis sogenannte Ocean Safaris an. Das sind 1-2 stündige Ausfahrten, wobei versucht wird Walhaie und Mantas zu sichten, und falls möglich mit ihnen zu schnorcheln.

Die Basis bietet auch Ausbildungen nach PADI an und verfügt zu diesem Zweck über einen eigenen Pool.

Ablauf eines klassischen Tauchtages:
Treffpunkt Basis, wobei das Material jeweils nach Tauchgruppe sortiert bereits bereit steht. Eine Gruppe besteht meist aus etwa 6-8 Tauchern, teilweise waren wir aber auch nur 2 Taucher mit DM.
Dann baut jeder seine Ausrüstung zusammen, bevor ein ausführliches Briefing stattfindet. Die Basis hat für jeden der Tauchspots eine Karte, für viele davon sogar ein 3D-Modell.
Anschliessend wird gemeinsam das Schlauchboot gewassert. Da es in Tofo keine Stege gibt, werden die Schlauchboote jeweils von Traktoren ins Wasser geschoben und dann mit vereinter Muskelkraft genügend weit hinausgeschoben, bis die Motoren gestartet werden können.
Bei Ankunft am Tauchplatz (ca. 10-50 min Fahrt, je nach Platz) folgt das Anziehen der Ausrüstung und der Ausrüstung-Check. Da es im Boot zu eng ist, dies im Sinne des klassischen Buddy-Checks gegenseitig zu machen, gibt der Guides Kommandos, was geprüft wird und jeder Taucher prüft es an seiner Ausrüstung selbst.
Anschliessend der erste TG. Dann eine Oberflächenpause im Boot von ca. 1 Std., wobei es Wasser und Sandwiches gibt. Nach dem 2. TG Rückfahrt zur Basis und Stranden des Bootes.
Nach dem TG gibt es ein kurzes Debriefing über die gesichteten Lebewesen und die Möglichkeit, Fragen zu klären.

Generelles zum Tauchen in Tofo:
Zwar bietet die Basis den OWD an und hat auch hierfür geeignete Tauchplätze. Die meisten der Plätze rund um Tofo liegen allerdings in einer Tiefe von 23-30 m oder mehr und werden von denjenigen, die die entsprechende Ausbildung haben, mit Nitrox betaucht (von der Basis angeboten). Ausserdem herrschen an vielen Plätzen mehr oder weniger starke Strömungen, weshalb die TG mit einem negative entry begonnen werden. Das Meer ist zudem oft sehr unruhig und als ich da war hatten wir teilweise Sichtverhältnisse von nur 5 m. Meiner Meinung nach deshalb nicht der ideale Ort für die ersten Tauchgänge nach dem OWD. Für alle, die mit den Verhältnissen gut zurecht kommen, ist es aber eine wunderschöne Tauchgegend mit viel Fisch und schönen Riffen und einer super Tachbasis. Sehr empfehlenswert!

Warum Tofo? Das Internet als auch auf der Boot in D‘dorf wird wenn man nach Walhai-Spots fragt Tofo (Mosambik) als eine der ersten Adressen in der Welt genannt. Die Versprechen sind groß und um es vorweg zu nehmen wir haben weder einen Walhai noch einen Manta (Giant) zu sehen bekommen. Wäre da nicht ein sehr guter wissenschaftlicher Vortrag internationaler Wissenschaftler vor Ort gewesen der für Tofo bis zu ca. 670 Sichtungen pro Jahr dokumentiert, hätte ich gemeint man verkauft dort nur das Prinzip Hoffnung um den Tourismus aufrecht zu erhalten. Eine echte Erklärung konnte uns niemand nennen warum weder Walhai noch Manta zu sehen war. Das Wetter war wohl ungewöhnlich windig für diese Jahreszeit, ein Zyklon ist in den ersten Tagen über Maputo hereingebrochen, El Nino, … was auch immer. Tauchen: Wir waren vom 23.10. bis 04.11.2016 in Tofo und sind mit der Tauchbasis Tofo Scuba getaucht. Diese wird als die beste in der Bucht bezeichnet, allerdings habe ich die andern Tauchbasen nicht inspiziert. Ein paar kritische Anmerkungen hätte ich da schon. Man hat praktisch immer Strömung, mal mehr mal weniger und je nach Wind auch ordentlich Wellengang. Wir hatten bis zu 3 m – und das im Schlauchboot. Das Tauchen dort ist wie schon von anderen beschrieben „sportlich“ also nichts für Anfänger. Tofo Scuba bietet Tauchkurse auch für Einsteiger an, wie gesagt „sportlich“. Bojen-Pflicht – Fehlanzeige. Die Wartung der Leih-Ausrüstung ist verbesserungswürdig. Von schmutzig über schwer atembare Regler bis zum geplatzten Hochdruckschlauch war alles dabei. Also besser eigene Ausrüstung. Viele Guides sind junge Leute die gegen Ausbildung dort für begrenzte Zeit arbeiten. Sie sind zwar guten Willens und hilfsbereit aber teilweise begrenzte Erfahrungen haben und die Riffe nicht immer besonders gut kennen. Die Riffe selbst sind weit weniger farbenprächtig und mit weniger Korallen wie man es vom Roten Meer Thailand oder Karibik gewohnt ist. Allerdings wenn ihr das Glück habt mit Adamo (einheimischer) zu tauchen und am richtigen Spot zu sein kann er euch mehrere Anglerfische bei einem TG zeigen. Das System: Mit dem „negativ entry“ (Rolle rückwärts) geht die Gruppe gemeinsam von Bord und direkt runter. Dabei geht der erste Guide sehr schnell runter um das Riff zu markieren. Dabei führt er eine Boje mit sich die dem Bootsführer zeigt wo sich die Gruppe befindet und die Leine dient den Tauchern als Führung um zu ihm aufzuschließen. Der Zweite Guide kümmert sich um diejenigen die nicht oder nicht schnell genug runter kommen. Sollte jemand die Gruppe verlieren so soll nach einer Minute wieder aufgestiegen werden ohne Sicherheits-Stopp (Begründung: Notsituation). Im Bedarfsfall wird der zweite Guide dann mit den wieder eingesammelten vor die Boje gebracht und taucht dann mit ihnen gemeinsam ab. Soweit die Theorie. Das setzt voraus dass man den Druckausgleich immer schnell durchführen kann und auch genug Blei dabei hat. Bei starker Strömung jedoch kommt dieses System an seine Grenzen. Da der erste Guide wie gesagt sehr schnell runter geht, kann man davon ausgehen wer nicht an seiner Flosse klebt wird durch die Strömung davon getragen. Bei einem TG waren es 5 von 8 Tauchern die es nicht geschafft haben und wieder aufsteigen mußten. Nachdem die meisten bis zum Grund (25 – 30 m) runter waren und nur noch zwischen 120-140 bar hatten war ein weiterer Abstieg wenig sinnvoll bis riskant bei dieser Strömung. Die Basis ist auf unsere Einwände in keiner Weise eingegangen und ist uns in keiner Weise entgegen gekommen. Im Gegenteil wir sollten erstmal mit „Shallow dives“ üben. Wir haben 700 bzw. 900 TG’s – vielen Dank. Fazit: Jeder (auch Anfänger!!) ist für sich selbst verantwortlich und sollte wissen wie er sich selbst behelfen kann! Im Übrigen unterschreibt ihr dafür, aber das ist weltweit gängige Praxis. Unterkunft und Essen Wir waren im Coracida Guest house sehr gut untergebracht. Ein gemütlicher Gemeinschaftsraum mit Küche und Kühlschrank des Vertrauens, eine Terrasse unten und im ersten Stock, einfache aber ordentliche Zimmer mit Dusche, Klima + Ventilator und Moskitonetzen. Alles was das Taucherherz benötigt. Frühstück gab es nebenan in der Basis. Das Essen in den gängigen Restaurants im Dorf war durchweg gut bis sehr gut und preiswert. Angefangen vom Hänchen Piri Piri (sehr lecker) für 5 € im Tofo-Tofo bis zur Meeresfrüchteplatte im Mango Beach (Stefan) für ca. 10-12 €. Das Mango Beach ist etwas abgelegen daher lasst euch durch Stefan vielleicht abholen und wieder zurück bringen, Anruf oder WhatsApp genügt. Anreise Um nach Tofo zu gelangen fliegt man idealer Weise bis Inhambane was nur mit LAM möglich ist. In Mosambik hat LAM nahezu ein Monopol abgesehen von SA Airlink die bis Vilanculos fliegt. LAM hat eine recht veraltete Flotte und hin und wieder technische als auch kommerzielle Probleme. Das kann mitunter zu Verspätungen oder Ausfällen führen. Zuverlässiger ist da die SA Airlink. Allerdings muß man sich dann noch einen Transport von Vilanculos nach Tofo organisieren. Es sind ca. 300 km für die man gut 4-5 h benötigt und die besser nur bei Tageslicht in Angriff genommen werden sollten.

Odyssee in Vilanculos

blackdolphindiver
Ich bin unverbindlich bei Urlaubsantritt in Vilanculos zur Tauchbasis gefahren, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Besonders erfeut oder bemüht war die Besitzerin und Basismanagerin Sabrina Rocco nicht gerade. Vielleicht ist es dem Umstand zu verdanken, dass die Tauchbasis einen Tag nach meinem Besuch für vier Wochen wegen Runderneuerung dicht gemacht hat. Nicht dass, man den roten Teppich ausrollt - das ist eben afrikanisch. Diese Lässigkeit kenne ich von kenianischen Basen. Die Leihausrüstung ist bunt zusammengewürfelt, was angesichts der Logistikprobleme, die man in diesem Land bewerkstelligen muss nicht besonders verwundert - ist aber technisch ok. Kompressorraum konnte ich nicht beurteilen. Nach Sichtung der Brevets und der händischen Eintragung in irgendeine Liste geht's auch schon auf das Schlauchboot mit zwei Aussenbordern. Achtung! Das Boot hat kein Dach. Man ist also der afrikanischen Sonne gnadenlos ausgeliefert; also, ausreichend Sonnenschutz mitnehmen. Trinkwasser wird gestellt. Die meisten Tauchplätze sind nach etwa 90 Min. angefahren. Witterungsbedingt kann das schon mal ein echter Wellenritt bedeuten. Nichts für die Anhänger der gepflegten Lagunenpaddelei. Auf den Bazaruto und Benguera Marine-Parks kann man sich sicher sein, dass nicht 25 andere Tauchboote bereits vor einem da sind. Man ist hier (fast) allein. Man könnte sich fragen, warum einheimische Fischer im Marine-Park fischen dürfen, aber diese Frage sprengt den hierfür vorgesehenen Rahmen.... Was bei allen Unzulänglichkeiten gar nicht geht: Unser Guide hat seinen Buddy verlohren. Überhaupt war sein Tauchtempo - und ich habe schon viele Kollegen gesehen - mehr für die A1 geeignet, als sechs Taucher zu führen und den Leuten die großen und kleinen Dinge unterwasser zu zeigen. Bei den (meiner Meinung nach ausschließlich) Ganztages-Touren ist man auf gute Guides angewiesen. Seinen Buddy bei 12 Meter Sicht zu verliehern, wäre für einen OWD mit 20 TG noch nachvollziehbar. Für einen erfahrenen Profi einfach nur peinlich, wenn nicht sogar gefährlich. Man kann ja vieles auf die arikanische Mentalität schieben und einen Tauchtag mit dieser Basis als abolut stellvertretend anzusehen wird Odyssea Dive auch nicht 100%ig gerecht. Es ist dennoch bezeichnend. Gerade Tauchen ist ein Sport bei dem Schlamperei und Routine nichts verlohren haben und eine Tauchbasis kann sich nicht immer darauf verlassen, dass DM's und TL's mit der Situation schon umgehen können. Ich hatte 2 mittelschöne Tauchgänge aber Sabrina und Denis sollten sich lieber einen anderen Job suchen.

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