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Wrack der Baron Gautsch

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Baron Gautsch Die Baron Gautsch, auch genannt die ...

Baron Gautsch

Die Baron Gautsch, auch genannt die «Titanic der Adria» ist eines der schönsten und bekanntesten Wracks der Adria. Ein Highlight-Tauchgang der jedes Taucherherz höher schlagen lässt..

Gebaut wurde die Baron Gautsch im Auftrag des österreichischen Lloyd als Schnelldampfer für die dalmatinische Eillinie. Diese Reederei verband Triest mit den südlichen Aussenposten der k.u.k.-Monarchie Cataro (das heutige Kotor) und Ragusa (Dubrovnik). Da die Werft in Triest ausgelastet war, ging der Auftrag an die Werft Gourlay Bros, im schottischen Dundee. Die Baron Gautsch war das erste von insgesamt drei Schwesterschiffen. Die beiden anderen waren die Prinz Hohenlohe und Baron Bruck.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde die Baron Gautsch von der k.u.k. Kriegsmarine eingesetzt, um Truppen nach Kotor zu transportieren. Auf der Rückfahrt wurden dann Zivilisten mitgenommen. Zu jener Zeit hatte die Kreigsmarine bereits mit dem Verlegen von Minen begonnen, um wichtige Häfen wie Pula und Triest zu schützen. Entschprechend wurde der Baron Gautsch vom zuständigem Seebezirkskommando ein Kurs angewiesen.
Am 13. August 1914 gegen 11:00 Uhrlief das Schiff aus dem Hafen von Lussin Grande (Veli Lošinj) aus und nahm Kurs nach Norden, geriet jedoch viel näher an die Küste, als dies die Anweisungen der Militärbehörden vorsahen. Sieben Seemeilen nördlich der Brionischen Inseln lief der Dampfer schliesslich um etwa 14:50 mit voller Fahrt in das von der eigenen Marine gerade erst gelegte Mienenfeld. Zwei Explosionen zerrisen die Bordwand an Backbord und das Schiff sank in wenigen Minuten.
Die Militärbehörde vertuschte das Unglück. Die Moral der Bevolkerung sollte nicht geschwächt werden, zumal etliche Passagiere schwere Vorwürfe gegen die Besatzung erhoben. Angeblichg soll Teilen der Bestzung die eigene Haut wichtiger gewesen sein als das Leben der Passagiere. So kam es, dass die Zensur den untergang der Baron Gautsch aus den Zeitungen der k.u.k.-Monarhie tilgte. Lediglich ein Triester Blatt berichtete über das Unglück und mit der Zeit geriet das Schicksal der Baron Gautsch in Vergessenheit.
Der Tauchplatz ist mit den Schnellboot von der Tauchbasis in Rovinj (Scuba Valdaliso) in ca. 35min zu erreichen. Heute liegt das Wrack in einer Tiefe von 28m bis 40m Grund. Der Abstig an der Ankerleine hat seinen eigenen Reiz. Schon bei 20m Tiefe sieht man die Konturen des riesigen Schiffes. Die Baron Gautsch ist 84m lang, 12m breit und erhebt sich aufrecht 12m über den sandigen Grund. Von oben wirkt das Schiff fast völlig intakt, als schliefe es unter seiner Dornröschenhecke aus Algen, Schwämmen und vielvältigem Bewuchs. Sehr gut zu betauchen sind die Salons der beiden oberen Decks. Viel Platz für Taucher und genuegend Tageslicht bieten die Laufgänge an den Aussenseiten des ersten Decks. Gute Tariertung und kontrollierte Flossenschläge sind Voraussetzung um im Innerem des Wracks zu Tauchen, da leicht Sediment aufgewirbelt wird und weiteren Tauchern die Sicht nimmt. Die Holzfussböden zwischen den Decks sind weitgehend zerfallen, sodass es möglich ist, horizontal wie vertikal hindurchzutauchen. Zahlreiche Fische haben in dem alten Schiff neuen Lebensraum gefunden. Das Wrack umschwimmen Schwärme von Sardinen, Mönchsfischen und Makrelen und im Innerem belagern Franzosen- und Gabeldörsche, Meerbarben, Drachenköpfe sowie Meeralle die «Raumlichkeiten». Durch die Tiefe und beeindruckende Kulisse kann man leicht die Tauchzeit und Luftverbrauch übersehen...
Die Baron Gautsch gilt als kroatisches Kulturdenkmal und somit ist für das Tauchen an den Wrack eine Genehmigung erforderlich. Für Taucher entstehen jedoch keine Umstände, da die Genehmigung von ausgewählten Tauchbasen ausgestellt wird.
Ein Tauchgang zur Baron Gautsch zählt sicher zu einem der schönsten Erlebnissen unserer Zeit. Wobei dieses Wrack zu vielen weiteren traumhaften Tauchgängen einladet...

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Eines der schönsten Wracks in der Adria. Luxus Pa ...

Eines der schönsten Wracks in der Adria. Luxus Passagierdampfer der österreichischen Handelsmarine der 1914 durch eine Mine der eigenen Krigsmarine gesunken ist. Das Wrack mit seinem schönem Bewuchs bietet im oberen Bereich großzügige Plätze um es innen zu betauchen. Viele Congeraale und Hummer haben hier ein festes Zuhause gefunden.

Tiefe 28 - 40 m

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HarryCMAS*** usw.

Aus dem Blaugrün des Meeres schimmert uns ein Sch ...

Aus dem Blaugrün des Meeres schimmert uns ein Schatten entgegen. Etwas Riesiges. Der Tiefenmesser zeigt 20 Meter an. Mit jedem Meter, den wir nun tiefer tauchen, werden die Schemen immer klarer strukturiert. Wir sind besonders penibel an der Bojenleine abgetaucht. Gestern erst wurden Taucher eines anderen Tauchbootes von der starken Strömung abgetrieben. Sie hatten die Leine als Orientierungshilfe verloren und wurden mehr zufällig eine halbe Seemeile entfernt gefunden. Neben mir sehe und höre ich meinen Tauchkameraden Helmut. Wir tauchen tiefer. In der dunklen Tiefe konkretisiert sich die riesige Struktur weiter. Aus vagen Umrissen erkennt man in 25 Metern Tiefe nun bereits klar die Abschnitte des Schiffswracks. Nur mehr wenige Meter befinden wir uns über der „Baron Gautsch“. Oberdecks und Rumpf sind klar zu erkennen. Rechts neben uns ragt ein Davit ins Leere. Wurde von hier ein Rettungsboot erfolgreich zu Wasser gelassen? Konnten sich Menschen retten? Oder wurde er nur bei der gewaltigen Explosion aus seinen Halterungen gerissen und das Rettungsboot schleuderte ins Meer, wo es nutzlos versank?

Der vollständige Bericht zu diesem Thema befindet sich in unserem Magazin DiveInside Februar 2008.

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