Schreibe eine Bewertung

Palau: Koror & Peleliu

3 Bewertungen
Anfahrt / Anreise:
Frankfurt - Dubai - Manila mit Emirates Airways Manila - Koror mit Continental Micronesia Anreise nach Peleliu per Schnellboot 75 Minuten
Örtlichkeit / Einstieg:
Wasser:
Salzwasser
Erreichbarkeit:
Bootstauchgang
Max. Tiefe:
Schwierigkeit:
Für Fortgeschrittene
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Necomarine und Peleliu Divers haben eigene Füllstationen
Tauchregulierung:
Kein Check-Dive, Tauchlizenzen genügen.
Nächster Notruf / Kammer:
Deco-Kammer in Koror

Die besten Premium-Tauchbasen

Zeige alle Premium-Tauchbasen

Die besten Premium-Schiffe

Zeige alle Premium-Schiffe
Schreibe eine Bewertung

Bewertungen(3)

Palau Koror & Peleliu vom 12.01. bis 1.02.2010Um ...

Palau Koror & Peleliu vom 12.01. bis 1.02.2010

Um diesem Reiseziel mal wieder einen aktuellen Beitrag zu liefern möchte ich unsere Erfahrungen hier angeben. Wir haben ebenfalls über Tauchertraum gebucht und können ebenfalls ein großes Lob aussprechen.

Wir waren auch 6 Nächte im Cliffside Hotel und 10 Nächte in Peleliu. Das Cliffside Hotel ist immer noch sehr schön, einfaches Continental Frühstück (Früchte und Toast) war dabei. Das Abendessen war o.k. aber die Restaurants in Koror sind um Welten besser. Leider ist kein eigener Strand dabei, aber man kann sich mit einem kostenlosen Shuttlebus in das Pacific Ressort fahren lassen und für Cliffside-Bewohner ist der Strandbesuch kostenlos, da die beiden Ressorts zusammengehören. Was wir das nächste mal auf jeden Fall ändern werden ist, dass wir gleich das Pacific Ressort buchen. Es ist nicht viel teurer aber ich fände es halt schon schön, sich nach einem Tauchtag nachmittags noch zur Erholung an den Strand zu legen. Außerdem ist schorcheln dort auch ein Traum, man schwimmt einfach flach über das Korallenriff und kann viele kleine Fischchen und große Muscheln am Boden beobachten.

Die Taxis kosten immer noch 7 Dollar, nicht verhandelbar. Die Taxler geben Dir immer eine Karte von sich mit, damit Du sie bei Deiner nächsten Fahrt anrufen lässt. Sehr auffällig ist, dass die Taxler beim Einsteigen Ihr Taxileuchtschild vom Dach nehmen und kein Taxameter läuft ... somit wäre es schon mal interessant zu wissen, was so eine Fahrt als Einheimischer kosten würde.

Die Tauchbasis Neco Marine ist riesig und komfortabel mit mehreren großflächigen Tauchbooten ausgestattet, so dass man entspannt viel Platz auf dem Boot hat zur Vorbereitung seines Tauchequipments. Alle sind sehr nett, die Briefings wurden (wenigenstens von den beiden Guides die wir hatten) sehr kurz gehalten. Bei unseren ersten Tauchgängen hätten wir zwar gerne vielleicht ein wenig ausführlichere Briefings bevorzugt (vor allem da es für uns die ersten Tauchgänge mit Riffhakeneinsatz waren), aber wir kamen sehr gut zurecht. Was sehr nett war, mein Freund war leider drei Tage krank, aber ich durfte seine Tauchflaschen aus unseren vorab gebuchten Tauchpaketen vertauchen. Nur einmal haben wir drei Tauchgänge gemacht und über die dritte Flasche musste ich diskutieren. Normalerweise kostet der dritte Tauchgang 45 Dollar extra. Aber ich hatte ja genügend Flaschen in einem Paket gebucht. Und nach einer kurzen Diskussion wurde dieser dritte Tauchgang auch verrechnet.

Ich würde jedem empfehlen von vornherein ein Tauchpaket mitzubuchen denn ansonsten hab ich eins gelernt, die Palauianer machen aus allem ein Geschäft, wirklich alles kostet Geld. Sie verlangen sogar für Blei extra Gebühren.

Von Koror aus fährt man normalerweise alle nördlichen und mittleren Tauchgebiete an. Die Tauchplätze sind immer noch ein Traum. Ich hatte 27 Tauchgänge auf Palau und fast bei allen Tauchgängen gab es Haie. Wir hatten auch am German Channel Glück, dreimal angetaucht und dreimal Mantas an der Cleaning Station gesehen. Von der Sicht und der Unterwasserlandschaft hat mir im Norden Ulong Channel, Siaes Tunnel und Siaes Channel am besten gefallen.

Leider muss aber gesagt werden, dass auch dort bereits so viele Tauchboote unterwegs sind, dass man an den beliebten Tauchplätzen wie Blue Corner und German Channel in zweier und dreier Reihen taucht. Es grenzt schon fast an Rudeltauchen. Das ist der Vorteil an Peleliu. Von dort aus ist man schneller an den Tauchplätzen und hat die Chance vor dem Erreichen der anderen Tauchboote an den Plätzen anzukommen.

Es ist einfach so, dass Japan nur 4 Stunden von Palau weg ist und meiner Meinung nach werden Reisen nach Palau von Japan aus so günstig angeboten wie von Deutschland ein Trip zum Ballermann nach Mallorca. So waren also überall sehr viele asiatische Taucher und Schnorchler unterwegs. Auch achten leider die asiatischen Tauchanbieter wohl überhaupt nicht darauf, wie erfahren ihre Taucher sind. Teilweise hat man schon mit wechselnder sehr starker Strömung zu kämpfen und die vielen sehr unerfahrenen Taucher halten sich dann halt an den Korallen fest um nicht davongetrieben zu werden. Auch die Fotografie-Freude konnte man bei diesen Tauchern sehen. Unten lag eine arme Schildkröte am Boden. Einer hat sich mit seinem Fotoapparat in die Korallen gestellt, der andere hat sich quer über die Schildkröte gelegt und sich dabei mit Händen und Füßen in den Korallen eingehalten.

Am enttäuschtesten waren wir vom Besuch des Jelly Fish Lakes. Aufgrund der Krankheit meines Freundes war ich einmal alleine dort, war wundervoll durch die Millionen von Quallen durchzuschwimmen. Möglichst vorsichtig um keine Qualle zu verletzen. Aber beim zweiten mal war es so überlaufen, dass wir wieder inmitten von asiatischen Schnorchlern durchgeschwommen sind. Nachdem ich dann jeweils von links und rechts eine Flosse aufs Hirn bekommen habe, haben wir den Ort des Grauens verlassen. Einfach unglaublich war auch zu sehen, dass viele Quallen durch starke Flossenschläge gespalten wurden, wie wir beobachten konnten. Völlig unverständlich, warum Flossen nicht ganz verboten werden, da sie überhaupt nicht erforderlich sind.

Das Peleliu Dolphin Bay Ressort und die Peleliu Divers sind sehr bemüht und fleissig. Unbedingt empfehlenswert das Mückenspray ´OFF´ gleich an der Rezeption kaufen, je näher der Vollmond rückt, desto unangenehmer werden die Mücken und ´Sandflies´. Wir hätten uns auch Moskitonetze über den Betten gewünscht. Die Anlage ist sehr schön und gepflegt, das Essen einfach aber lecker. Aber man ist wirklich ab vom Schuss, also von der Sonnencreme bis zum Pflaster unbedingt alles mitbringen, denn in den drei kleinen Läden, die es auf Peleliu gibt, gibt es wirklich so gut wie nichts zu kaufen.

Zum Telefonieren mit dem Handy muss man sich eine landesinterne Prepaid-Karte kaufen, da die deutschen Netze dort nicht funktionieren. Internet gibt es nur in Koror, auf Peleliu gibt es keinen Empfang.

Die Peleliu Divers sind sehr bemüht, sehr ausfürliche Briefings von unserer fulltime-Guide Frau Aki (keine Ahnung ob sie auch irgendwann mal einen Tag frei hat). Wir hätten uns nur gewünscht, wenn wir schon im Süden sind, dass wir auch die südlichen Tauchplätze freiwillig anfahren. Nachdem wir dann 5 Tage da waren und immer die ´mittleren Tauchgebiete´ wie Blue Corner, German Channel usw. angefahren sind, haben wir Einspruch erhoben und gesagt, dass es jetzt an der Zeit ist mal den Süden anzusehen. Klar waren wir die Einzigen, die von Koror aus schon die Tauchplätze angefahren sind, aber sonst hätten wir auch gleich in Koror bleiben können. Nachdem wir einige Überzeugungsarbeit geleistet haben und wir ihnen mitgeteilt haben, dass wir doch auch die ´Permission´ für den Süden bezahlt haben, sind wir an zwei Tagen dann doch noch Peleliu Express, Peleliu Cut, Yellow Wall und Orange Beach Coral Garden angefahren. Ist schließlich auch sehr schön. Im Süden sind die Haie zwar wohl wegen der nicht so großen Taucher-Überlaufenheit nicht so an Menschen gewöhnt und kommen daher nicht so nah wie am Blue Corner, aber man sieht dort trotzdem welche.

Was wegen Tauchergepäck zu beachten ist: Mit den Emirates unbedingt vorher Übergepäck anmelden. Wir hatten jetzt zwei reine Tauchkoffer mit zusammen 40 kg und haben jetzt zusammen 140 Euro für den Hin- und Rückflug bezahlt. Achtung bei Continental Airline. Seit dem 1.November 2009 haben sie umgestellt!! Kein Taucherfreigepäck mehr. Egal wie groß oder schwer, der zweite Koffer kostet jetzt pro Flug 30 Dollar. Somit haben wir jetzt nochmal 120 Dollar für den Hin- und Rückflug unserer Tauchkoffer bezahlt! Langsam lohnt es sich zu überlegen, ob man nicht doch das ein oder andere Teil an den Tauchbasen ausleiht!

Zum Wetter sei gesagt, es regnet nicht nur jeden Tag, sondern es schüttet, dazu geht dann auch ein richtig heftiger Wind. Unter Wasser ist das zwar egal, es stört die Sicht nicht, aber es wird ganz schön frisch. Meine Eisweste mit Kapuze und einen ´Mobbys´ Neoprenmantel, den ich mir dort gekauft habe, war dort Gold wert. Die Temperaturen sind immer gleich. Über Wasser 29°, unter Wasser 27-28°. Bei der Neoprendicke bin ich ein schlechtes Beispiel, ich friere immer. Ich hatte meinen 3 mm Tauchanzug und meine 5 mm Kapuzeneisweste an, das war für mich als Frostbeule und Warmwassertaucher gerade ok, geschwitzt habe ich nie. Aber mein Freund taucht im 4 mm Shorty und war glücklich.

Beim Blei heißt es ausprobieren, da sie Pfund-Blei haben, aber die einzelnen Bleistücke unterschiedlich dick sind. Also 3 Pfund sind nicht gleich 3 Pfund.

Zum Thema Fischfang haben wir leider erfahren müssen, dass auch dort schon heimliche Lizenzen an philippinische Fischerboote verkauft werden.

Fazit: Palau ist für Taucher noch immer eine Reise wert. Aber für Pärchen, bei denen einer nicht taucht würde ich nur Koror, das Palau Pacific Ressort oder das noch nicht so bekannt sehr luxuriöse Royal Ressort empfehlen. Denn Peleliu ist sonst doch sehr einödig für Nichttaucher, vor allem da es keinen Strand oder Pool gibt an dem man sich entspannen könnte. Außerdem vermisst haben wir early morning und night-dives, sie werden gar nicht angeboten auch nicht auf Nachfrage. Ganz wichtig für Taucher, die sich überlegen ein Tauchschiff zu buchen. Das lohnt sich dort wirklich überhaupt nicht, es ist teurer und man fährt nur die gleichen Plätze an, wie auch mit den Tauchbooten. Aber vielleicht hat man dort wenigstens die Chance als allererster vor den Massen in der Früh zu tauchen?! Weiter würde ich empfehlen, wer sich diesen Traum erfüllen möchte, dies noch bald zu tun, da die Massen immer mehr werden und die meisten Boote Treibstoff verlieren (hat auf unseren Hinweis niemanden interessiert), weiss man nicht wie lange es noch ein Paradies bleibt.



Mehr lesen

20.11.-13.12.2008Wie im vorstehenden Beitrag von ...

20.11.-13.12.2008

Wie im vorstehenden Beitrag von Silke haben wir diese Reise über Tauchertraum in sehr ähnlicher Form gebucht: erste Hälfte in Koror im Cliffside Hotel mit fünf Two-Tank-Ausfahrten bei Necomarine, zweite Hälfte im Dolphin Bay Resort mit acht Two-Tank-Dives bei Peleliu Divers.

Die Organisation hat bestens funktioniert. Wir sind von Innsbruck aus hin und zurück ohne Stop gereist - man kann die 17 Flugstunden ohne Zwischenübernachtung aushalten. Nervend sind nur die Wartezeiten in Dubai und Manila. Für die sechs Stunden Aufenthalt in Manila gibt es übrigens um zehn Dollar p.P. Schlafkabinen (inklusive alkoholfreie Getränke und Obst) - nach Sampaguita-Lounge fragen!

Die früher stündliche Shuttleverbindung vom abgelegenen CLIFFSIDE HOTEL nach Koror war ersatzlos gestrichen, weil das Fahrzeug kaputt ist. Taxis nach Koror kosten sieben Dollar. Wir hatten nur ein (sehr schlichtes) Continental Breakfast gebucht, man kann aber die übrigen Mahlzeiten recht gut und nicht überteuert im Hotel nehmen.
Wegen des fehlenden Meerzugangs gibt es einen Pool, der aber nicht sehr sauber gepflegt erschien. Baden ist gratis am schönen Sandstrand des Palau Pacific Resort, knapp 15 Minuten zu Fuss (gehört, wie auch Necomarine, dem gleichen Besitzer).
Großes Plus: im Cliffside Hotel kommen auch bei offener Balkontür keine Moskitos ins (übrigens sehr große) Zimmer, wohl aber ins Poolrestaurant.

Der Fischreichtum am Aussenriff ist wirklich überwältigend - einmal im Leben muss man hierher! Die vielen Haie registriert man bald kaum mehr, die riesigen ´bait balls´ (Schwarmfisch-Kugeln) waren für uns die größte Attraktion, zusammen mit den teils überaus zutraulichen Napoleons.
Freundliche Guides bei NECOMARINE, auf Tauchspot-Wünsche wurde eingegangen. Obwohl wir (bei Necomarine und Peleliu Divers) sechs Mal am Blue Corner hingen, gab es (Nov/Dez) nie ein Gedränge. Subjektiv am schönsten für mich der Tauchspot Siaes Tunnel, eine wunderschön gestufte Riffhdurchtauchung mit Haien am Ausgang.
Eine Koryphäe war unser Schnellboot-Pilot: der durchfuhr mit 2x225 PS im Höllentempo scheinbar ausweglose Buschgassen zwischen den Rock-Islands und durch den bekannten, winzigen Felsbogen - wir legten die Ohren an!

Zum DOLPHIN BAY RESORT kann ich dem Vorbericht nur wenig hinzufügen. Liebenswerter Familienbetrieb, meiden sollte man vielleicht bei der Buchung die drei,vier Tage vor Vollmond. Da sind wegen des höheren Meeresspiegels die Sandfliegen sehr aggressiv. Wir wurden in diesen Tagen trotz Repellent Spray übel zugerichtet. Davor war Ruhe gewesen.

Bei den PELELIU DIVERS hat man sich sehr um uns bemüht. Wir waren zeitweise fast die einzigen Gäste und konnten uns den Tauchspot praktisch aussuchen. Die Ausfahrten vom Südhafen zu den Peleliu-Spots sind nicht länger als fünf Minuten - aufwandsloses Tauchen wie am Liveaboard! Vom Nordhafen zu den Koror-Spots dauert es deutlich länger.
Auf Peleliu gibt es kein Nitrox, mit Luft kamen wir auch bei nur zwei täglichen Tauchgängen oft knapp an die Nullzeit. Allerdings wurden wir für die verlängerten Oberflächenpausen mehrmals auf die Sandstrände unbewohnter Trauminseln gebracht (Ngemelis- und Jackson-Insel). Highlight: kurz vor dem Strand im 2-3 m flachen Wasser ein Tigerhai neben dem Boot an der Oberfläche! Wir haben anschließend sehr vorsichtig gebadet......
Mehrmals gab es bei den Anfahrten Delfine am Bug, die uns bis zu bis zu 15 Minuten lang begleiteten.

Das Beeindruckenste waren, wie erwähnt, für uns die riesigen bait balls. Einmal wurden wir beim 5-Meter-Stopp von einem neugierigen Barrakuda-Schwarm hautnah eingekreist. Wir waren von einer Wand von Fischen umgeben, waren selbst ein Teil des Schwarms!
Am letzten TG des Urlaubs gab es noch eins drauf. Es war Vollmond, die Strömung hatte jede Menge Plankton in den German Channel gezogen, bei kaum mehr als 10 Meter Sicht. Die Oberfläche war verfinstert von einem gewaltigen Schnapper-Schwarm, daneben machte ein feeding Manta Kunstflug. Und unter dem Schwarm zerrissen die Haie gerade ein Beuteopfer - wir waren baff!
Mehr lesen

Welcome to Rainbow´s End: Palau(Juli 2008)Wir hab ...

Welcome to Rainbow´s End: Palau
(Juli 2008)

Wir haben unsere Palau-Tauchreise nach eingehender Beratung bei Tauchertraum (www.tauchertraum.com) gebucht und waren wiederholt von der super Organisation und der Durchführung der Reise begeistert.
Die Anreise nach Koror dauert mit ca. 35 Stunden (mit Emirates via Dubai via Manila nach Koror) zwar sehr lange, aber Palau ist es wert!
Die erste Woche unseres Urlaubs haben wir im Cliffside Hotel in Koror verbracht, einem guten Mittelklassehotel mit sehr nettem Personal. Getaucht haben wir mit Neco Marine, einer super ausgestatteten Basis mit vorbildlichen Booten und guter Organisation. Allerdings hatten wir das Pech, dass auf unsere individuellen Tauchplatzwünsche (Wracks aus dem 2. Weltkrieg direkt in der Nähe) kaum eingegangen wurde, weil die breite Masse im Rudel am Blue Corner tauchen möchte. Dementsprechend mussten wir uns der Mehrheit beugen, obwohl wir die dritten Tauchgänge extra für´s Wracktauchen dazu gebucht hatten (ursprünglich geplant waren nur 2 TG pro Tag).
Nichtsdestotrotz war es an den bekanntesten Tauchplätzen Palaus (Blue Corner, Blue Hole, German Channel, Big Drop Off, New Drop Off) hervorragendes Tauchen mit riesigen Fischschwärmen (Barrakudas, Makrelen, Wimpelfischen usw.) und einer unglaublichen Menge an Haien. Die Strömung am Blue Corner war nicht so heftig wie erwartet, so dass wir uns locker mit unseren Riffhaken einhaken konnten und entspannt dem Hai-Treiben zugeschaut haben – zunächst allerdings in dritter Reihe mit Nachrückverfahren ;o)) Blue Hole ist eine wunderschöne, große, interessant bewachsene Höhle mit mehreren Ausgängen, die mit dem entsprechenden Lichteinfall wunderschön aussehen – mir gefiel aber Virgin Blue Hole besser. Die Drop Offs sind wunderschön bewachsene Steinwände mit Turtles, Haien und Fischschwärmen; unter dem Boot wartet dann ein Napoleon… Die Tauchausfahrten dorthin sind mit 60 Minuten relativ lang, aber auf den Booten und mit dem Blick auf die fantastischen Rock Islands sogar wunderschön. Besonders beeindruckend ist der Jellyfish Lake mit Millionen nicht nesselnder Quallen. Es ist zwar erst etwas gewöhnungsbedürfig, in den Quallenmassen zu schnorcheln, aber einfach genial!!
Für das Tauchen im Gebiet um Koror (dazu gehören die oben genannten Dive Spots, die Rock Islands und der Jellyfish-Lake) muss man eine Permission im Wert von 35 US$ zahlen (ohne Jellyfish Lake 25$).
Absolut emfehlenswert ist noch eine Babeldaob-Land-Tour. Babeldaob ist die größte Insel Palaus mit wirklich vorbildlich ausgebauten Straßen. Wir haben uns ein Auto gemietet (mit 45 $ Pro Tag incl. Versicherung recht günstig) und sind selbst gefahren. Es gibt einen wunderschönen tropischen Wasserfall, die berühmten Stone Faces, traditionelle Bais (Versammlungshäuser für Männer), ein nachgebautes Kapitol und beeindruckende Monolithen. Für den Wasserfall, die Monolithen und die Bais muss man je 5 $ Eintritt bezahlen, aber nicht, wie es oft heißt, eine Gebühr um einen Staat zu betreten oder eine Straße zu benutzen. Auf der Insel Babeldaob alleine befinden sich 11 winzige Staaten (von insgesamt 16 auf Palau).
Nach der Woche in Koror haben wir gut 2 Wochen auf Peleliu, einer kleinen, aber im 2. Weltkrieg heiß umkämpften Insel im Süden Palaus verbracht. Allein der Transfer durch die Rock Islands war ein Traum! Im Dolphin Bay Resort von Godwin und Mayumi waren wir in einem von sieben wunderschönen Bungalows (Häuschen) in einem tropischen Garten am Meer mit Sonnenuntergangs-Blick untergebracht. Weil es dort außer ein paar Tante-Emma-Läden so gut wie nichts gibt, hatten wir Vollpension. Zum Resort gehören die Peleliu Divers: gute Dive Guides, tolle Bootscrew, gute Boote, absolut zuvokommender Service ( aber wenig Leihausrüstung oder Tauchwerkzeug, wenn jemand etwas braucht).
Ein Tagesablauf auf Peleliu sah ungefähr so aus: Frühstück, ca. 8 Uhr Tauchausausfahrt, 2 traumhafte TG (wahlweise ein dritter bei mindestens 2 Tauchern), Lunch (wahlweise Sandwich oder asiatisches Reisfleisch) und Nachmittag am Strand oder in einer Lagune in den Rock Islands oder auf dem Boot, ca. 15 Uhr zurück im Resort., relaxen oder Fahradfahren (nach dem Tauchen umsonst, ansonsten 10 $ pro Tag, obwohl es nicht sonderlich gute Fahrräder sind…) und wann immer man will Abendessen. Um 21 Uhr ist allerdings Ende – da wird das Open-Air-Restaurant / die Bar geschlossen. Wir haben uns dort super wohl gefühlt und uns großartig erholt!!
Das Tauchen in den Tauchgründen Pelelius (Permission 20 $; Peleliu Express, Peleliu Wall, Peleliu Cut, Yellow Wall, Pink Beach, Orange Beach, Honeymoon Beach, Stingray Point…) ist einfach großartig! Fantastische Steilwände, die z. T. bis auf 300 m Tiefe gehen, wunderschöne Korallengärten (Weich-, Hart- und Fächerkorallen), eine wahnsinnige Fischsuppe, bei (wirklich!!) jedem Tauchgang Haie, Drachen-Fische (Rockmover Wrasse oder Dragon Wrasse)supergute Sicht – und das Beste: Die Tauchboote von Koror kommen extrem selten (zu weite Anfahrt, Peleliu Permission), so dass man dort allein taucht. Die Anfahrten zu den Koror-State-Dive- Spots beträgt maximal 15 Minuten, so dass man dort vor den anderen ankommt und schon mit dem 1. TG fertig ist, wenn die Tauchboote aus Koror ankommen (also nix mit 3. Reihe am Blue Corner ;o)) ). Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es wesentlich mehr Haie zu sehen gibt, wenn wir mit einer kleinen Tauchgruppe als Erste am Blue Corner tauchen, als wenn die Koror-Massen kommen. Während man da so am Riffhaken in der Strömung baumelt und guckt, kommt ein sehr neugieriger angefütterter Napoleon vorbei – der war bei allen unseren (5) TG am Blue Corner. Beim Austauchen gibt es dort riesige Fischschwärme.
Insgesamt haben wir beim Tauchen sehr viele Haie, gigantische Giant Clam Shells,viele unterschiedliche Fischschwärme, Turtles, Stingrays, Adlerrochen, Gobbies, Dragon Wrasses, Mandarinfische, ein paar Makro-Krabben, Höhlen (Chandeliers Cave, Blue Hole, Virgin Blue Hole) und ein wunderschönes Wrack (Maru Iro – Koror)) gesehen – aber keine Mantas. Wir haben aber auch „nur“ 10 Minuten an der Putzerstation im German Channel gewartet und lieber einen schönen Tauchgang gemacht, als dort weiter zu warten und den Putzerfischen zuzugucken…
Als unsere Tauchtage (leider) beendet waren, haben wir Pelelius Relikte aus dem 2. Weltkrieg per Fahrrad erkundet – schweißtreibend, aber interessant: umgekippte Panzer, Flugzeugwracks, Amphibienfahrzeuge, Kanonen, Tunnel, Hauptquartier der Japaner, Munition (sieht man auch am Strand oder beim Tauchen, z. T. sogar Wasserbomben)…
Auf unserem Rückweg nach Deutschland haben wir ein von Emirates bezuschusstes Stop-Over-Programm in Dubai gemacht (4 Nächte mit Frühstück für 160 € p. P.). Hauptsächlich kann man dort in den 50 Malls steuerfrei einkaufen – Altstadt oder ähnliches gibt es nicht. Am Strand ist es tagsüber fast zu heiß, selbst im Wasser gibt es keine Abkühlung. Ein Ausflug in die Wüste und zum Kamelmarkt, nach Hatta und in die Oase von Al Ain über die dreispurige, begrünte und beleuchtete Autobahn bei Spritpreisen von 0,3 € pro Liter mit dem Mietwagen war super.
Nach diesem Zwischenstopp kamen wir wegen der unterbrochenen ewigen Flugzeit entspannt und mit wunderschönen Urlaubserinnerungen und –fotos im Gepäck wieder zu Hause an.

Fazit: Palau ist seinen Reisepreis und die lange Anreise absolut wert! Das Tauchen von Peleliu aus empfand ich als vorteilhafter als von Koror aus, wobei es dort die Wracks und die Chandeliers Cave gibt, die man gesehen haben sollte.
Neco Marine (mit kleinem Abzug weil wir nur ein Wrack betauchen konnten) und die Peleliu Divers sind empfehlenswert.

Mehr lesen