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Oosterschelde, Stavenisse, ´Te Oude Dorp´

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Anfahrt / Anreise:
Über Navi-Eingabe: NL, Stavenisse, Keetenweg 10
Örtlichkeit / Einstieg:
Es gibt am Campingplatz "Te Oude Dorp" 4 Tauchplätze in direkter Umgebung (max. 1,5 km Entfernung). Der Campingplatz mit urigen Blockhäusern und im Laufe dieses Jahres fertiggestelltem Trockenhäuschen liegt in unmittelbarer Nähe der ersten beiden Einstiege und auf Wunsch können Gruppen ihr Equipment mit einem Golfwagen an den Einstieg gefahren bekommen.
Wasser:
Salzwasser
Erreichbarkeit:
Landtauchgang
Max. Tiefe:
50
Schwierigkeit:
Für Profis
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
6 km entfernt in Sint Maartensdijk am Restaurant Zeestern, Kontakt über Hank, den Besitzer des Campingplatzes "Te Oude Dorp"
Tauchregulierung:
keine, aber: - nicht für Anfänger geeignet!!! - Tauchen nur nach Gezeitentabelle (am besten ca. 30 bis 45 min. vor Niedrigwasser!) - Buddyleine erforderlich (Strömung, Sicht) - Tauchtiefen bis 50 m möglich (Tekkis)
Nächster Notruf / Kammer:
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S.OverhagenCMAS ***, 600TG

Tauchen in einer anderen Dimension......Am Wochen ...

Tauchen in einer anderen Dimension......

Am Wochenende haben wir uns zur Oosterschelde begeben und uns auf einem sehr schönen Campingplatz, ´Te oude Dorp´ in Stavenisse eingenistet. Henk, der Besitzer des Platzes baut im Laufe diesen Jahres die Infrastruktur für Taucher erheblich aus, so wird zum Beispiel das alte Dusch- und Waschhaus zu einer Trockenhalle für Tauchanzüge und einem Laderaum für Lampen und Kameras umgebaut. Auf Wunsch können Taucher dann auch mit einem Golfwagen zu den vier Einstiegen in unmittelbarer Nähe des Platzes gebracht werden, das ist ein Superservice, da die Wege über den Deich und zum Riffeinstieg gelegentlich sehr lang sind und speziell im Trocki recht beschwerlich werden können. Flaschen können im ca 6km entfernten Sint Maartinsdijke am Zeestern gefüllt werden, auch das zu zivilen Preisen, es werden immer die Restfüllungen berücksichtigt und nur die Differenz bezahlt. Dort ist auch ein Buch im Angebot, dass alle niederländischen Tauchplätze in Karten und ausführlichen Tauchplatzbeschreibungen wiedergibt.
Auf dem Campingplatz gibt es eine schöne Bar, wo man zu sehr zivilen Preisen Essen und Trinken kann.
Wir wollten bewusst mal da Tauchen, wo es sonst eigentlich kein Deutscher tut und sich nur Belgier tummeln, irgendwas muss ja auch an diesen Plätzen dran sein, es kann ja nicht sein, dass eine komplette Tauchnation verdreht ist.

Es fing damit an, dass wir von einem erfahrenen belgischen Taucher eine Einführung ins Tauchen bei Gezeiten bekommen haben, kurz vor Niedrigwasser rein, nur ein paar Plätze sind bei jedem Wasserstand zu betauchen. Na ja, dann Tauchen wir eben mal nach der Uhr....

Einstieg eine halbe Stunde vor Niedrigwasser, vorher ca 250 m über unzählige Austernschalen bis an die Riffkante und dann nach der vorgeschlagenen Route getaucht.
Wahnsinn!!!!!!
Wir sind bei sehr guter Sicht, 6 - 10m, in ein Meer von Weichkorallen gefallen, überall wimmelte es von Taschenkrebsen, Hummern und Aalmüttern. bei ca 20m haben wir den Querweg eingeschlagen, konnten aber noch bis gut 30m sehen, dass der Bewuchs keineswegs aufhörte. Die Fauna ist sehr wechselhaft über das Jahr und je nach Saison kommen Sepien, Meerkatzen und Seehasen, der belgische Taucher berichtete sogar von kleinen Delfinen die im Sommer dort gesehen wurden.
Das ist überhaupt nicht mit dem Grevelinger Meer zu vergleichen, dort ist durch die geschlossenen Tiedetore die Fauna eher einseitig und langweilig.
Auch das Tauchen an sich ist nicht wirklich mit irgendeiner Taucherei zu vergleichen die ich bisher erlebt habe. Für diese Tauchgänge ist eine ordentliche Vorbereitung Pflicht!
Man sollte Tiedentabellen lesen können, aufgrund der je nach Rifflage sehr unterschiedlichen Strömungen ist eine Buddyleine quasi Pflicht, da in diesen Strömungen auch die Sichtverhältnisse kurzfristig schon mal bescheiden werden können. Dafür gibt es dort alles, was das Herz des erfahrenen Tauchers höher schlagen läßt:
- wunderschöne und über das Jahr sehr abwechslungsreiche Unterwasserwelt
- im April schon 13 Grad warmes Wasser
- Tiefen bis zu 50m, also auch für Tekkis mit wechselnden Gasen ein Paradies
- eine echte Herausforderung bei der man mal wieder alles gelernte vor dem TG durchgehen sollte und nicht wie im heimischen Baggersee mehr oder weniger routinemässig einfach drauflos Tauchen

Aber: der Mai ist kein Tauchmonat, da dann Algenblüte ist und die Sicht auf nahezu Null geht.
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FingiSSI MD, 161 TG

Die besondere Herausforderung....Jetzt bin ich so ...

Die besondere Herausforderung....

Jetzt bin ich so lang in narrensichen Baggerseen dahin gedümpelt, - da musste mal eine Herausforderung her! Also, ab an die Nordsee, ab nach Oosterschelde.
Zwischen St. Analand und St. Maartensdijk fanden wir ein herrliches Quartier im Campingplatz „Te Oude Dorp“ mit stilechten Blockhütten.
Vom Platz aus sind direkt drei Tauchplätze auf einmal gut zu erreichen, der nächste lag quasi direkt gegenüber. - Immerhin führen hier gut ausgebaute Treppen über den Deich und man muss nicht wie an einigen Stellen am Grevelinger Meer noch eine free-climbing-Einlage geben....
Nachdem wir geklärt hatten, wann die beste Zeit zum Tauchen wäre, und wie die Strömungsverläufe sind, konnte es dann losgehen – über´n Deich, über Millionen von Austern und rein ins Wasser!
Erstaunlich gute Sichtweiten (ca. 10m), und kaum abgetaucht schwamm uns schon die erste Aalmutter durch die Brille. - Ein Hummer neben dem nächsten, und einer größer als der andere, Seesterne in Haufen, Weichkorallen, Anemonen, - und all das vertont vom nahen Schiffsverkehr.

Fazit: Hier wird tauchen endlich mal wieder spannend! - Gezeiten und Strömungen, die es zu beachten gilt, sehr wechselhafte Sichtweiten (teilweise ist dann auch schonmal tauchen mit Buddyleine angesagt). und wechselnde Tiefen (von 10 bis 50 m alles dabei) mit abwechslungsreicher Fauna und Flora.

Der Campingplatz „Te Oude Dorp“ bietet einen perfekten Startpunkt mit gemütlicher Bar und gutem Essen.
Die Häuser sind klein aber bequem und eine Tauchinfrastruktur wird gerade aufgebaut (mit Trockenhäuschen für die Anzüge, Spülmöglichkeiten, etc., es soll sogar bald einen Shuttle-Service zu den nahen Tauchplätzen geben, damit man nicht so schwer zu schleppen hat, - was ein Service).
Flaschen füllen kann man kostengünstig im nahegelegenen St. Maartensdijk, - hier erhält man auch ein umfangreiches Tauchbuch mit Tauchplatzkarten und Beschreibungen der besten Tauchwege (Tidenhub!) über die Region (Kosten: 27,50 €).
Allerdings hatte der Besitzer des Campingplatzes uns schon mit einem Tidenkalender ausgestattet und uns einen in der Region sehr erfahrenen Taucher als Informanten vermittelt, - von daher erübrigte sich für uns der Buchkauf.
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