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Milford Sound

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Durch die Berichte im taucher.net haben wir als F ...

Durch die Berichte im taucher.net haben wir als Fixpunkt unserer Neuseelandreise einen Tauchgang im Milford Sound hinzugefügt.
Die Buchung von zu Hause per Mail, die Equipmentausrüstung und auch die Betreuun des ganzen Tages durch tawakidive war wirklich super.
Von den Unterwassereindrücken war ich eher entäuscht. Hat mich eher an eine Mischung aus Mittelmeer und Traunsee erinnert. War trotzdem eine einmalige Erfahrung.
Absolut super ist aber der Eindruck vom Milford Soundm, den man auf dem kleinen Boot bekommt. Wir hatten Glück und super Wetter und einen wirklich tolle Stunden im Sound verbracht. Die Crew tut alles, um einen auch viel Information über den Sound zu geben.
Ein absolutes Highlight war das schnorcheln durch den Wasserfall! Alleine deswegen war der Tag ein voller Erfolg.
Wir haben die Nacht vor dem Tauchgang in der Jugendherberge direkt in Milford verbracht und konnten daher zu einer erträglicheren Zeit aufstehen. Die ist ebenfalls sehr zu empfehlen. Nur rechtzeitig buchen, da es eine relativ beschränkte Zimmeranzahl gibt.
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Der Milford Sound ist ja an sich schon eine absol ...

Der Milford Sound ist ja an sich schon eine absolut atemberaubende Attraktion. Kleiner Pferdefuß: mittlerweile sind Rundfahrten durch den Sound so beliebt, dass man sich wie auf einer Grosskirmes fühlt.

Eine nette Alternative ist ein Tagestrip mit Tawaki Dive (www.tawakidive.co.nz). Für NZ$185 gibt`s zwei Tauchgänge, eine Rundfahrt durch den Sound mit vielen faszinierenden Informationen durch die Guides, einen Strandbesuch an der Tasmanischen See, jede Menge Kekse, heisse Suppen. Bei fast NZ$70 für eine "normale Rundfahrt" mit einer der vielen Dampfergesellschaften ein MUSS für jeden Taucher, oder?

Im Sound liegt eine 3-5m tiefe Süsswasserschicht auf dem Salzwasser. Diese wirkt als Lichtfilter, so dass darunter Lebenwesen zu finden sind, die sonst viel tiefer "wohnen" (z.B. die Black Coral). Die Übergangszone zwischen Süß- und Salzwasser ist "strange", alles verschwimmt vor Augen, man ist wie besoffen.

Unter Wasser sieht der Sound genauso aus wie über Wasser: atemberaubende Steilwände, die sehr schön bewachsen sind. Sehr zu empfehlen: der Spot "Coralicious" ... der heißt nicht umsonst so. Black Corals soweit das Auge reicht!

Wer Glück hat, trifft auch noch ein paar Seals. Bei sehr warmen Wasser (16°C) sollen auch schon Weisse Haie gesehen worden sein.

Klar ist das Wasser kühl (bei meinem Besuch 11°C). Aber die Guides tun alles, um Dich warmzuhalten (Mützen, Windjacken, Handschuhe, Tütensuppe, warmes Wasser in den Wetsuite).

Insgesamt ein schöner Tauchtag inmitten eines unglaublichen Panoramas.
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Milford SoundObwohl der Milford Sound eine der ab ...

Milford Sound

Obwohl der Milford Sound eine der abgelegensten Touristenattraktionen Neuseelands ist, ist er auch eine der meistbesuchten. Der 22 km lange Fjord liegt auf der Südinsel Neuseelands inmitten des Fiordlands, welches mit seinen Fjorden und Bergen wie eine Mischung aus Norwegen und der Schweiz aussieht. Eine einzige Straße führt zum Milford Sound, ab Queenstown braucht man fünf, ab Te Anau immer noch zweieinhalb Stunden mit dem Bus. Der Weg lohnt sich, denn der Blick, der sich dem Benutzer bietet, ist fantastisch. Störend sind nur die Millionen Sandflies, kleine fiese Fliegen, die einen in ganzen Armeen anfallen und bei lebendigem Leibe auffressen. Auch sollte man kein gutes Wetter erwarten, denn im Schnitt fallen am Milford Sound über sechs Meter Regen pro Jahr.

Nicht nur über, auch unter Wasser hat der Milford Sound einiges zu bieten. Er ist Heimat eines der seltensten Pinguine der Welt, des Fiordland Crested Penguins, auch Tawaki genannt. Folgerichtig heißt der einzige Tauchoperator, mit dem man im Milford Sound auf Tauchstation gehen kann, Tawaki Dive. Es ist ein kleines, von Te Anau aus operierendes Unternehmen. Pro Trip werden lediglich vier Taucher plus Guide mitgenommen, so daß man den Milford Sound praktisch für sich hat, mal abgesehen von den Ausflugsdampfern, die die Überwassertouristen durch die Gegend schaukeln.

Der Trip beginnt eigentlich früh morgens in Te Anau, da ich aber schon am Tag vorher angereist bin, kann ich "ausschlafen" und treffe die Gruppe erst gegen 7.45 Uhr direkt am Milford Sound. Dick anziehen ist angesagt, denn das Wasser hat nur eine Temperatur von 14 Grad Celsius, so daß ein 7 mm-Neo plus Oberteil mit Haube absolut notwendig ist. Beweglich wie ein Marshmallow Man kriechen wir so ins Boot, aber nach der Rolle rückwärts ins Wasser und kurzem Eingewöhnungsfrieren geht es dann ganz gut. Als erstes denkt man mal, man ist besoffen. Über dem Salzwasser des Fjordes liegt eine Schicht Süßwasser, welches über die zahlreichen Wasserfälle der umliegenden Berge in den Fjord gelangt. Je nach Heftigkeit der vorausgegangen Regenfälle kann die Süßwasserschicht zwischen wenigen Zentimetern und 4 m dick sein. An der Übergangsstelle zwischen Salz- und Süßwasser verschwimmt alles vor den Augen des Tauchers, als hätte man eine viel zu starke Brille auf. Man kann selbst die Anzeigen auf der Konsole nicht mehr lesen. Sobald man sich komplett in der Salzwasserschicht befindet, hat man wieder freie Sicht.

Und die ist auch vonnöten, denn es gibt einiges zu sehen. Schwarze Korallen, die lustigerweise weiß aussehen, wachsen an den steil abfallenden Felswänden. Große Miesmuscheln findet man ebenso wie Schlangen-, Haar- und Seesterne, Rote Korallen, Zylinderrosen, mächtige Langusten, Seeigel, Teleskopfische und Seebarsche. Schaut man genau hin, kann man auch die ein oder andere Seespinne entdecken. Auch Dogfishes, eine kleine Haiart, bekommen wir zu Gesicht. Manchmal kommen auch Blauhaie in den Fjord, aber das Glück, diese zu sehen, haben wir leider nicht. Dafür schwimmt nach dem ersten Tauchgang der schon angesprochene Fiordland Crested Penguin eine zeitlang neben unserem Boot her, so daß wir einen guten Blick auf ihn werfen können.

Getaucht wird zweimal in Tiefen um maximal 20 m für leider nur eine halbe Stunde pro Tauchgang. Nach dem zweiten Tauchgang bleibt man noch drei Stunden am Sound und sitzt bei ein paar Tassen heissem Tee und mit warmem Pudelmützchen über den Ohren (die Teletubbies sind nichts dagegen) zusammen, bevor man Milford verläßt. Das konservative Tauchen hat seinen Grund. Zum einen ist das Wasser ziemlich kalt, zum anderen führt der Rückweg durch den längsten ungeteerten Strassentunnel der Welt, den Homer Tunnel. Wahrscheinlich haben die Kiwis den Teer einfach weggelassen, um irgendeinen Rekord zu brechen, denn der Tunnel ist nur 1,2 km lang, was die lange Bauzeit von 20 Jahren zufriedenstellend erklärt. Mit Teer hätte es wohl 40 Jahre gedauert. Jedenfalls liegt der Tunnel auf knapp 1000 m Höhe und da sowohl Kaltwassertauchgänge als auch Höhe das Auftreten von Deko-Krankheiten begünstigen, läßt der Operator hier besondere Vorsicht walten.

Fazit: Der Trip hat mir sehr gut gefallen. Es ist kein reiner Tauchtrip sondern ein Naturerlebnis insgesamt. Guide Dave weiß nicht nur viel über die Meeresfauna sondern auch über das Leben über Wasser zu erzählen.

Infos: Tawaki-Dive, http://nzsouth.co.nz/tawakidive/


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