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Maria la Gorda / Cayo Levisa

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Liebe Taucherfreunde,ich war gerade in Cuba und s ...

Liebe Taucherfreunde,

ich war gerade in Cuba und schreibe wie immer gerne meinen Bericht für das taucher.net. Letztendlich sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden, aber vielleicht kann ich dem einen oder anderen ja auch helfen. Ich habe auch vorher nachgelesen und trotz dem einen oder anderen negativen Bericht habe ich die Kombination Maria la Gorda und Cayo Levisa gebucht.

Zu Beginn war ich zwei Tage in Havanna im Hotel Plaza. Von dort aus kann man recht gut die Altstadt selber zu Fuß besichtigen. Am zentralen Park „Parque Central“ wird man zwar oft angesprochen „Hey my friend, where are your from? Oh Germany, I have a friend in Germany...“ aber da gewöhnt man sich dran. Letztendlich sollte man es den Leuten nicht verübeln, gerade wenn man Havanna ein bisschen zu Fuß erkundet sieht man wie diese Menschen wohnen und da sollte man alles ein wenig anders einordnen. Ich habe in einem Restaurant eine Ehepaar getroffen, das wohl der Spezies „der meckernde Pauschaltourist“ angehört (dazu noch ein anderer Fall später). Man kann Cuba und sicherlich speziell Havanna so und so sehen, aber sehenswert ist die Stadt und das Land in jedem Fall, wenn man die richtige Einstellung und Erwartung hat. Dies habe ich weiter unten auch mehrmals gelesen, aber dies ist für dieses Land wirklich Grundbedingung! In Havanna sollte man den „Plaza de Armas“, „El Morro“, „El Prado“, „La Rampa“, das Capitol, die Zigarrenfabrik „Partagas“ die beiden Hemingway Lieblingsstätten „La Bodeguita“ und „Floridita“, sowie den Malecon, das Hotel Nacional und den Plaza de la Revolucion gesehen haben. Wie gesagt, bis auf die letzten drei kann man alles locker zu Fuß machen. Sicherlich ist Einiges schon „tourisiert“, aber das ist in Ordnung, wenn man weiß welche Bedeutung die verschiedenen Plätze für Cuba haben.

Am dritten Tag wurde ich im Hotel abgeholt, die Organisation hat prima geklappt, und zu dem Hafen Palma Rubia gefahren. Die Fahrt dorthin ist schon sehr schön und Gustavo, mein Fahrer, musste mehrmals anhalten, damit ich die tolle Landschaft fotografieren konnte. Der Bootstransfer auf die Insel dauert nur ca. 25 Minuten, kein Problem. Wenn man auf die Insel zufährt, denkt man zuerst, wo denn da die Bungalows sein sollen, aber dies klärt sich schnell. Von dem Anlegesteg führt ein angelegter Weg durch die Mangroven auf die andere Seite. Und dort befindet sich der traumhafte Strand dieser Insel mit den wunderschönen Bungalows. Ich habe bei Nautilus gebucht und dies hat sich hier als Vorteil erwiesen, da Nautilus-Gästen wohl zugesichert wird, dass sie bei Verfügbarkeit in den neuen Bungalows untergebracht werden. So auch bei mir geschehen und ich war wirklich überrascht, wie schön die neuen Bungalows sind! Nur wenige Schritte vom Strand entfernt, befinden sich diese mit einer tollen Terrasse. Der Strand ist ein Traum, wunderschön, puderzuckerweiß und das Wasser ist türkisblau. DAS Restaurant befindet sich zentral am Empfangsbereich. Dort ist auch gleich eine kleine Bar, an der man abends ziemlich gut bei einem Mojito und cubanischer Musik relaxen kann. Einen Tag hatte es geregnet, da konnte man nicht länger am Abend draußen sitzen, da die Mücken zu heftig waren, ansonsten kein Problem. Die Preise sind ok, ein Bier 1,50 USD, eine Cola 1,-- USD und ein Cocktail 2,50 – 3,50 USD. Das Essen ist mittags so lala, mal besser mal schlechter, dafür abends umso besser. Der Tauchchef Wilfredo erzählte mir, dass die meisten Gäste Halbpension buchen und mittags sich nur einen kleinen Snack an der Bar kaufen, weshalb nicht zu viel von dem „guten Essen“ für das Mittagessen verwendet wird. So ist das wohl im Sozialismus....!!!! Die Tauchstation ist direkt am Anlegesteg auf der anderen Seite der Insel. Wer eine große Basis mit Sitzecke, großer Ausgabetheke etc. erwartet liegt hier falsch. Darauf ist man auf Cayo Levisa nicht ausgerichtet. Die Basis bietet Equipment und „Verfügbarkeit“ für ungefähr 15 Gäste. Da viele der Gäste individuell nach Cayo Levisa reisen und dort nur eventuell tauchen ist das aber auch in Ordnung. Auffallend ist nagelneue Bauer-Kompressor, der wie ein Heiligtum präsentiert wird. Die Tauchausfahrten dauern ca. 20 Minuten, alles ganz locker. Am liebsten möchte man jedoch gar nicht hineinspringen, so türkis ist das Wasser. Unter Wasser fällt mir gleich die Vielfalt der Fische auf. Grunzer und viele Barben umzingeln mich quasi gleich. Und ich scheine in ein Gebiet eines beachtlichen Barakudas gelandet zu sein, der mich den ganzen Tauchgang nicht mehr aus den Augen lässt. Die Korallen sind alle intakt, keine Beschädigungen und Zerstörungen – wie auch? Mächtige Tarpone sehe ich noch die nächsten Tage und auch viele Zackis, sehr schön! Das Tauchgebiet ist nicht sonderlich anspruchsvoll aber es bietet gemütliches Ferientauchen. Die Tiefen liegen bei ca.20-30 Metern, also alles sehr entspannt.

Nach 6 Tagen werde ich wieder von einem Taxi abgeholt und nach Maria la Gorda gebracht. Der Transfer ist von der Umgebung nicht so klasse wie der nach Cayo Levisa, aber man merkt deutlich, dass man in die untouristischeren Bereiche kommen. Jedesmal wenn wir durch einen Ort fahren, kommt es mir vor als ob mich die Dorfbewohner „bewundern“. Nicht negativ, sondern eben nach dem Motto „huch, da ist ein Tourist“. Aber das kann auch täuschen. In Maria la Gorda fühlte ich mich in dem auch gleich bestätigt. Die Dame an der Rezeption ließ sich recht viel Zeit bei allem, da ich wohl gerade ihre Lieblingsfernsehserie gestört habe. Aber egal, schließlich ist man hier zum Urlaub! Ich hatte das Hotelzimmer gebucht, die von der Ausstattung her schlechter sind, als die neuen Bungalows. Dies wurde mir aber auch von Nautilus vorher gesagt, aber das Argument für die Zimmer, dass man direkt vor Haustür den Strand hat, war mir persönlich wichtiger. Dem würde ich jetzt so auch zustimmen. Die neuen Bungalows sind nämlich zwar ausgesprochen schön, sind aber auf der anderen Seite der Hotelanlage in den Wald hineingebaut. Irgendwie würde ich mir dort ein wenig abseits vorkommen?!?! Aber wie gesagt, sicherlich sind diese schöner, auch von innen. Ein deutsches Pärchen hat mir einmal deren Zimmer gesagt und, ähnlich wie in Cayo Levisa, war ich eigentlich von dem Komfort sehr positiv überrascht. Die Zimmer dagegen sind einfach, das merkt man speziell im Bad, es geht alles und das Wasser ist auch warm, aber es ist eben alles nicht modern. Die Einrichtung finde ich aber der Location angemessen, man merkt, dass man in der Karibik ist. Der Strand ist schön, nicht so traumhaft schön wie auf Cayo Levisa, aber zweifelsohne sehr schön. Viele Palmen verschönern das Bald, aber wie einige Vorgänger auch geschrieben haben, würde ein bisschen mehr Pflege nicht schaden. Es wäre nämlich ziemlich einfach, diesen Bereich sehr schön zu gestalten. Das Restaurant (welches im VP-Programm inkludiert ist) ist mittags genau wie in Cayo Levisa nicht so gut - vermutlich aus dem gleichen Grund. Dagegen ist das Restaurant in der Nähe der Lobby, welches man mittags bezahlen muss, sehr gut wie ich finde. Es gibt Pizza, Pasta, Fisch und Fleisch. Alles recht gut und zu normalen Preisen. Abends ist das normale Restaurant des VP-Programms hingegen ganz gut. Alles in Buffet-Form. Die Tauchbasis befindet sich recht zentral in der Anlage und ich habe mich länger mit den Tauchguides unterhalten. Diese arbeiten immer zwei Wochen und haben eine Woche frei. Ich würde darauf wetten, dass sie mir von Gästen erzählt haben, die unten stehende negative Berichte geschrieben haben. Gut, jeder geht mit Dingen unterschiedlich um, aber man fragt sich schon, was der eine oder andere bucht. Dies ist KEIN Tourismuszentrum mit deutscher Tauchbasis und perfekter Infrastruktur. Dies ist klar und das muss oder sollte man wissen. MAN IST IN CUBA! Es klappt alles, nur eben nicht mit der sprichwörtlichen deutschen Zuverlässigkeit bzw. Perfektion. Wen dies stört, der braucht das Land nicht zu betreten. Und es gilt, wie man in den Wald hinein schreit so schallt es auch zurück. Die Tauchbasis macht einen guten Eindruck, alles ist in Ordnung, das Equipment ist ok. Wer auch immer unten geschrieben hat, das alles kaputt sei, hat sich sicher nicht die Mühe gemacht, es genau zu prüfen. Ich habe den letzten Tag mit Leihequipment getaucht und ich hatte mir Schlechteres von Cuba erwartet. Es handelt sich um einwandfreies Scubapro-Equipment. Das Tauchschiff ist für ca. 25 Taucher konzipiert und die braucht es auch. Es sind doch immer recht vieleTaucher oder Schorchler an Bord. Unterwasser ist es wirklich eine ganz tolle Region. Im Gegensatz zu Cayo Levisa ist das Gebiet aber doch recht anspruchsvoll, man taucht viel an Dropp-Offs, durch Canyons oder in Höhlen. Für geübte Taucher ist das natürlich wunderbar. Die Gruppen wurden nicht immer ideal eingeteilt, aber ich habe dem Guide Orlano (so glaube ich hieß er) einmal kurz etwas gesagt und dann hatte er die Gruppe geändert. Der Fischreichtum hätte ein wenig mehr sein können, obwohl es immer noch recht viel war, aber von Cayo Levisa war ich eben wohl zu verwöhnt!

Zurück wurde ich wieder abgeholt, dieses Mal mit einem Kleinbus, da noch andere Gäste abgereist sind. So konnte ich mir noch mal einige Meinungen anhören, die alle identisch waren mit meiner. Wer sich informiert und das Zielgebiet richtig auswählt wird eine sehr schöne Zeit haben. Wer dies hingegen nicht macht, wird sicherlich einige negative Überraschungen erleben. Ich würde gerne nochmals nach Cuba reisen, dann vielleicht in den Osten, aber erst in 3-4-Jahren. Ich hoffe, bis dahin, sind noch nicht zu viele Amis dort und das besondere cubanische Flair bleibt erhalten. Ich kann jedem Cuba (der sich informiert) Cuba sehr empfehlen. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass ich gut beraten wurde. Dieses Lob gebührt dem Veranstalter.

In diesem Sine, hasta luego
Zetti
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Hallo Taucher,wir waren Mitte Juli 2004 in Maria ...

Hallo Taucher,

wir waren Mitte Juli 2004 in Maria la Gorda

Es wurde hier schon viel über Maria la Gorda geschrieben und ich wundere mich oft, wie die Berichte so positiv ausfallen konnten. Da es außer Frage steht, das Maria la Gorda ein gutes Tauchziel ist, berichte ich Euch insbesondere über das, was nicht in Reiseprospekten geschrieben steht.

Transfer
Wir wurden um 8:00 im Hotel in Havanna abgeholt. Gegen 14:30 waren wir in Maria la Gorda. Da der Check in erst ab 16:00 ist, nahmen wir im Restaurant Platz. Es hat dann bis 17:00 gedauert und Handtücher gab es noch viel später. Da hätten wir in Havanna lieber mal richtig ausgeschlafen.

Bungalows
Die Bungalows sind sehr einfach ausgestattet. Die Fenster haben keine Fensterscheiben. Durch die nicht schließenden Holzlamellen der Fenster wird die Wirksamkeit der Klimaanlage stark reduziert. Da es kein Mückennetz gibt, kommen Mücken durch die breiten Spalten der Lamellen. Durch die fehlenden Fensterscheiben wird man abends von lauten Gästen auf dem Weg von der Bar zu den Zimmern gestört. Diese gehen etwa 3 Meter von den Betten entfernt an den quasi offenen Fenstern vorbei. Wer einen leichten Schlaf hat, muss mit Störungen rechnen, da die letzten an der Bar oft die lautesten auf dem Weg zum Zimmer sind. Im 1. Stock teilen sich je 3 Zimmer einen kleinen Balkon mit 2 Stühlen. Aus Dusche und Wasserhahn kommt nur eine braune Brühe. Dies halte ich angesichts der abgelegen Lage der Anlage jedoch für akzeptabel.

Strand
Schöner Strand mit Kokospalmen. Die Kokosnüsse werden nicht abgeerntet und fallen regelmäßig herunter. Viele Urlauber legen sich trotzdem direkt unter die Kokosnüsse. Es gibt viel zu wenig Strandliegen und die vorhandenen sind fast alle kaputt. Am Strand gibt es Wespen oder Bienennester und die Fiecher krabbeln auf dem Sand rum. Meine Freundin wurde nach ein paar Meter barfuss laufen gestochen. Zudem gab es Sandfliegen und natürlich Mücken, allerdings weniger als auf der Isla del la Juventud.

Restaurants
Es gibt 2 Restaurants. Aufgrund der Fehlinformation, das es nur das „Buffet-Restaurant“ gibt, hatten wir Vollpension gebucht. Dies würde ich nicht wieder tun. Abends war das Restaurant gut besucht, Mittags gab es jedoch kaum Gäste und man musste sich teilweise mit den Resten vom Vorabend und kaltem Restkaffe vom Frühstück begnügen. Fisch gab es kaum. Im separaten a la carte Restaurant kann man viel günstiger und besser essen (auch Pommes, Pizzas, Fisch etc.). Im Restaurant gibt es eine gemeinsame Toilette für Männer und Frauen, die nicht abschließbar ist. Das Restaurant öffnet offiziell übrigens um 8:00 zum Frühstück, da man jedoch erkannt hat, dass die Taucher dann keine Möglichkeit zum Frühstücken haben, öffnet es etwa eine halbe Stunde früher.

Tauchen
Das Schlimmste, was ich in über 20 Jahren erlebt habe. Das totale Chaos. Es war keinerlei Ausbildungsnachweis notwendig und es wurde auch keine Unterzeichnung eines Haftungsausschlusses verlangt.

Es werden täglich (neben Nachttauchgängen) 3 Tauchgänge angeboten. 8:00/8:30, 10:00/10:30, 15:00/15:30 (Anmeldung /Abfahrt). Vor dem Tauchgang muss man sich anmelden. Danach geht es zum Boot. Noch nicht einmal zu den 8:30 Tauchgängen waren die Flaschen pünktlich an Bord. Da es zu wenig Flaschen gibt, müssen diese zum 2. Tauchgang wieder gefüllt werden. Dies führte zu unzumutbaren Verspätungen von durchschnittlich einer Stunde, über deren Dauer man vorher nicht informiert wird. Zwei mal kamen wir statt um 10:30 erst um 12:00 los. Das heißt, mit bis zu 30 Tauchen (nicht geschätzt, sondern gezählt!) knapp 2 Stunden auf den überfüllten Booten auf die Abfahrt zu warten. Die Flaschen waren öfter mit weniger als 200 bar gefüllt und regelmäßig wurden auch leere Flaschen verteilt. Da es zu wenig Leihausrüstungen gab, wurde diese täglich neu verteilt. Wer nicht am 10:30 Tauchgang teilnahm, brauchte um 15:00 eine neue Ausrüstung. Die Ausrüstung war teilweise in erbärmlichem Zustand. Wir haben zweimal erlebt, dass je 2 Taucher das Boot verließen, weil sie Angst hatten, mit der Ausrüstung zu tauchen. An den Lungenautomaten fehlten teilweise Teile der Gummiummantelung, so dass das darunterliegende Netzgewebe voll abknickte.

Gleich bei unserem 1. Tauchgang wurde zu spät bemerkt, das noch Taucher fehlten und der Motor angelassen, als diese an und unter der Leiter waren, um an Board zu kommen.

Zum Tauchen wurde von Anderen schon viel geschrieben, daher nur soviel: die Steilwände sind top und intakt, an Großfischen mangelt es jedoch, und die Bootsbesatzungen geben sich beim Angeln Mühe, auch noch die letzten großen Fische herauszuholen.

Die Tauchguides wurden übrigens ohne Vorwarnung von einen auf den anderen Tag komplett abgelöst. Wer möchte, das die Guides das Logbuch unterschreiben sollte dies daher täglich machen lassen. Das Briefing war gut, eine Kontrolle der Finimeter beim Tauchen gab es nicht.

Kreditkarten
Man mag es nicht für möglich halten, aber in Maria la Gorda werden für Hotel, Restaurant und Tauchen keine Kreditkarten akzeptiert. Ich möchte nicht wissen, wie viele Gäste darauf nicht vorbereitet sind und nicht genug Bargeld mithaben, um das Tauchen zu bezahlen. Es gab kein Mitleid. Die Gäste wurden zur nächsten Bank geschickt, die 70 Kilometer (one way und sehr schlechte Straßen) entfernt liegt. Was man den Gästen dafür abnimmt, weiß ich nicht, die einzigen, die wir kennenlernten und trotzdem noch tauchen wollten, hatten einen Leihwagen. Andere Gäste ohne Tauchpaket verzichteten komplett aufs Tauchen.

Als ich den Mann an der Rezeption unter dem Hinweis, dass ich einen Bericht über die Tauchbasis und das Hotel schreibe, auf das Problem mit der Kreditkartenablehnung ansprach, und um eine Stellungnahme bat, führte er mich in ein Hinterzimmer und sagte, dass ich natürlich auch mit Kreditkarte zahlen könnte. Normalerweise lehnt er Kreditkartenzahlungen ab, weil es in der Vergangenheit Probleme mit der für die Zahlung notwendigen Telefonverbindung gab. Auf die Frage, warum er die Kunden zur Bank schickt oder vom Tauchen abhält, anstatt zumindest die Bezahlung mit Kreditkarte über Vorkasse anbietet, sofern die Leitung steht, antwortete er, dass dies zu viel Arbeit sei. Im Shop der Anlage wurden Kreditkarten übrigens ohne weiteres akzeptiert.

Wir waren auch auf der Schatzinsel und werden auch dort einen Bericht veröffentlichen.


Havanna
Da sicherlich viele Kubareisende ein paar Tage Havanna einplanen, möchte ich Euch meine Erfahrungen aus Havanna nicht vorenthalten.

In Havanna muss man insbesondere bei den Getränkepreisen aufpassen. Als wir mit einer Reisegruppe eines großen deutschen Reiseveranstalters im Cafe O`Reilly in der Altstadt waren, wollte der Kellner 4 USD für eine 0,5 Liter Wasserflasche haben. Dies erschien uns sehr viel, woraufhin der Kellner einen Irrtum vorgab (er dachte, wir hätten 2 Flaschen bestellt) und den Preis auf 2 USD reduzierte. Als wir eine Woche später ohne Reisegruppe noch einmal im Cafe O`Reilly waren, wollte man nur noch 1,05 USD für das Wasser haben. Ich vermute, dass der Reiseleiter an den überhöhten Preisen mitverdient und möchte nicht wissen, in wie vielen anderen Restaurants und Bars wir in Begleitung des Reiseleiters überhöhte Preise bezahlten.

Derselbe Reiseleiter verkaufte uns und anderen Gästen auch einen Cabarettbesuch mit 15 USD Aufpreis gegenüber dem Preis bei einer Buchung im Hotel. Der Reiseleiter war ein Cubaner, und man versicherte uns nach unserer Beschwerde, das es seine letzte Reise für den Veranstalter gewesen war.

Nachdem wir beim Besuch eines anderen Cabaretts merkten, dass der Kellner einen Teil des Rechnungsbetrages in der Hosentasche verschwinden ließ, bestellten wir nur noch, wenn es eine Getränkekarte gab, und mussten feststellen, dass es Restaurants und Bars gibt, die lieber auf Umsatz verzichten, als nur die offiziellen Preise in Rechnung stellen können.


Übergepäckprobleme
Die paar Kilo Übergepäck, die beim Hinflug aus Deutschland kein Problem waren, wurden es beim Rückflug von Cuba. Beim Einschecken wollte man von uns für jedes Kilo Übergepäck 25 USD haben. Die im Flugticket eingetragenen 10 Kilo Taucherfreigepäck wollte der Mann am Check-In nicht anerkennen. Nach meiner beharrlichen Weigerung für das eingetragene Tauchgepäck 500 USD extra zu zahlen (2x10 Kg mit für 25 USD) verschwand er zum Vorgesetzten. Nun wollte er nur noch 125 USD für die verbleibenden 5 Kilo Übergepäck haben. Ich sagte ihm, das ich nicht so viel Geld dabeihabe und 5 Kg Übergepäck normalerweise nicht beanstandet würden. Er bestand jedoch auf Zahlung. Daraufhin wollte ich mein Gepäck wiederhaben, um einige entbehrliche Dinge wie gelesene Taschenbücher auszumisten. In dem Augenblick ließ er das Gepäck auf das Transportband rollen. Er wollte wissen, wie viel Dollar wir denn noch haben. Ich entleerte mein Portemonaie vor ihm. Es waren 67 USD. Er war so gnädig uns die 50 Dollar für die Ausreisesteuer zu lassen und nahm sich die verbleibenden 17 USD, um sie sich in die Tasche zu stecken. Am Check-In neben uns gab es auch Übergepäckprobleme. Es scheint so, als werden von den Mitarbeitern am Check-In quasi im Minutentakt Zusatzeinnahmen in Monatsgehaltshöhen erzielt. Beim Check-In sollte man daher nach Möglichkeit neben den 25 USD Ausreisesteuer pro Person nur relativ wenig Geld im Portemonaie haben.

Gruß
Oliver

Stellungnahme zu diesem Bericht:

Hiermit möchten wir von Nautilus Tauchreisen eine Gegendarstellung zu dem Bericht von "Oliver", der bei uns gebucht hat, vom 01.08.2004 abgeben.

Generell möchten wir sagen, dass viele der von "Oliver" bemängelten Dinge in unserem Katalog erklärt werden oder in der Beratung darauf hingewiesen wurde. Der bearbeitende Sachbearbeiter aus unserem Team war während der Buchung schon davor die Reise abzusagen, weil sich "Oliver" als äußerst schwieriger Kunden erwiesen hat und er Bedenken hatte, dass dieser Kunde das Land Cuba richtig einschätzen kann. Nachdem er "Oliver" nochmals telefonisch auf die Besonderheiten des Landes hingewiesen hat und dieser angab mit diesen vertraut zu sein, akzeptierten wir die Buchung. Leider hatte "Oliver"
keineswegs die richtige Erwartung an das Land Cuba.

Cuba ist ein sozialistisches Land, Leistung wird nicht honoriert, das Einkommen eines Cubaners ist knapp und die Bevölkerung ist arm. Dennoch, das Erstaunliche ist, dass die Menschen es schaffen mit diesen Widrigkeiten klar zu kommen und außerordentlich freundlich, fröhlich und lebensfroh zu sein.
Jeder Euro mehr ist aber für einen Cubaner ein Segen - bei einem Monatseinkommen von ca. 8 Euro kein Wunder! D.h. jeder Cubaner der im Tourismus arbeitet hat die Möglichkeit sich den einen oder anderen Euro mehr zu verdienen. Von bösem Abzocken kann generell keine Rede sein (Ausnahmen gibt es leider immer), natürlich wird in den Touristengebieten, wie in Havanna, hier und da mehr verlangt als es wert ist, aber wo ist das nicht so? Gewalt ist beispielsweise auch ein Fremdwort! Wie gesagt, Cuba kann man genießen, wenn man die notwendige Lockerheit und realistische Sicht der Dinge mitbringt. Genau darauf verweisen wir in unserem Katalog und beraten dahingehend! Wir bieten Cuba seit über 25 Jahren - kennen die Mentalität und deren Macken, wissen sie aber auf eine ganz besondere Art auch zu schätzen.
Wir sind in dieser Hinsicht ein ehrlicher und seriöser Veranstalter, denn schließlich würden wir sehr kurzfristig denken, wenn wir Cuba als serviceorientiertes Land ohne Fehler verkaufen würden. Kunden denen wir kurzfristig eine Reise verkaufen die eigentlich gar nicht zu ihnen passt und dann vor Ort enttäuscht werden, haben wir langfristig verloren! Genau das wollen wir nicht - unsere Kunden sollen das Land schätzen, die Landschaft genießen, die Mentalität der Menschen einatmen, die tolle Unterwasserwelt erforschen und sich in Sachen Hektik und Streß um Jahre zurückversetzt fühlen - das ist Cuba! Wer duchgestylten Service, absolute Pünktlichkeit, 100 %-ige Zuverlässigkeit und topmoderne Hotels sucht ist im echten Cuba falsch (Varadero und andere Touristenzentren sind für uns nicht das echte Cuba).

Auf die einzelnen negativen Punkte von "Oliver" möchte ich nicht detailliert eingehen, denn zum einen sind sie teilweise veraltet und zum anderen sind wir nicht in Erklärungsnot. Nur soviel die Tauchorganisation ist nicht ohne Fehl und Tadel (dies liegt teilweise an Kontrollen, die die cubanischen Tauchbasen durch ein bis zwei Militäroffiziere über sich ergehen lassen müssen), ist aber durchaus gut. Fragt man in der Tauchbasis freundlich nach oder bittet um Verbesserung wird diesem gerne entsprochen. Zertifizierungen werden verlangt. Die Unterwasserwelt in Maria la Gorda ist absolute klasse - Steilwandtauchen mit vielen Fischen, Höhlen, Canyons und toller Sichtweite!
Alles Weitere kann man bei uns im Katalog lesen und per telefonische Beratung bei uns erfahren. Wir haben in unserem Team zwei absolute Cuba-Experten, die sicherlich jede Frage kompetent und ehrlich beantworten können.

In unserer Werbung für Cuba schreiben wir oft "Tauchen wie in den guten alten Zeiten" - es gibt viele Kunden von uns, die genau dies zu schätzen und einzuordnen wissen. Cuba ist absolut eine Erfahrung und Reise wert. Ich habe es schätzen und lieben gelernt.

Jan Thies, Geschäftsführer Nautilus Tauchreisen
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Hallo Tauchfreunde,mit Interesse habe ich die gan ...

Hallo Tauchfreunde,

mit Interesse habe ich die ganzen Berichte hier gelesen und kann Einiges bestätigen, Anderes wiederum nicht. Den Bericht von Sabine fand ich sehr ehrlich, wenn auch meine Meinung ein wenig anders ist. Die anderen sind entweder aus Frust oder aus einer Hochstimmung meines Erachtens entstanden.

Ich war unter anderem in Maria la Gorda mit vier anderen Tauchern, zwei Divemaster und die anderen tauchgangsmäßig in meinem Level. Nachdem hier die Name der Veranstalter hin und her geworfen werden, sage ich auch gerne, dass wir mit Nautilus verreist sind. Eines mal vorweg, die von Nautilus, machen das wirklich recht gut. Mein Gott, wenn vor Ort die Reiseleitung nicht gleich mit einem Plakat vor mir steht, ist das noch lange kein Grund zu sagen, es war alles schlecht. Wir wurden gut beraten - ehrlich und geradeaus - und alle Angebote haben wir schnell und korrekt bekommen.
In Havanna haben wir die Reiseleitung nicht gefunden, sind dann eben mit einem Taxi zum Hotel
gefahren und haben nach der Reise eben das Geld dafür von Nautilus zurück bekommen. In Havanna das Hotel Plaza, gut, aber man sollte ein Zimmer mit Innenhof verlangen, da es dort leiser ist. ´Zentrale Lage´ ist eben einfach mit ein wenig Lärm verbunden.

Am nächsten Tag der Transfer nach Maria la Gorda war etwas abenteuerlich, da die Straßen nicht immer die besten sind, aber letztlich gab es viel zu sehen unterwegs. Wir hatten einen kleinen Bus mit einem kanadischen Pärchen, die völlig aufgeregt waren.

Die Anlage Maria la Gorda befindet sich direkt am Strand recht schön am Ende einer langen Dschungelstraße. Sehr ruhig, sehr natürlich, keine Touristenabsteige, sondern eine Unterkunft für Taucher, Individualisten und Ruhesuchende. Der Strand ist sehr schön weiß, gesäubert wird er nicht immer und Kokosnüsse fallen schon mal von den Bäumen, das stimmt. Dennoch ist der Strand herrlich!!! Es geht sanft ins Wasser, bis ca. nach 100 Metern im tieferen Bereich die Korallen beginnen. Zum Schnrocheln ist das schon klasse. Die Anlage wirkt sehr gemütlich, hat einen ganz besonderen Charme und man merkt, dass sich dort auch was bewegt. Wir haben mit einer ´höheren´ Angestellten gesprochen, die wohl den ganzen Marketingbereich macht, und die meinte Maria la Gorda soll weiter verfeinert und verbessert werden, da der Zuspruch sehr groß ist. Ach ja, und Nautilus hat mit Abstand die meisten Gäste, dies nur am Rande!
Die Tauchbasis befindet sich eben zentral in der Anlage, klein aber fein. Die Tauchguides sprechen alle kein Deutsch, aber das wussten wir. Alle Erklärungen finden in einem gebrochenen Englisch statt. An sich aber ist das ok, kein Streß, man taucht, die Guides schauen, wer wie gut ist und auf wen man eigentlich schauen muss und auf wen eher nicht. Wenn ich höre, die Guides passen zu wenig auf, wird sich aufgeregt und wenn sie zu sehr aufpassen, wie teilweise in Ägypten, ist es auch nicht richtig. Also, wer gut taucht und keinen Oberinspektor hinter sich fühlen möchte ist hier richtig, dennoch werden alle Sicherheitsvorschriften ganz normal eingehalten. Es gibt zwei Boote, mittlerweile werden beide reulär benützt, ich denke den Fehler hat man dort eingesehen, das eine ´schlafen´ zu lassen, während das andere recht voll ist. Die Guides wechseln im 2 Wochen-Turnus, so dass es passieren kann, dass man mit zwei verschiedenen Crews taucht.
Das Essen im normalen Restaurant ist einfach, viel Früchte und eben das typisch cubanische Essen (ich war schon 2 x in Cuba)- also Schwein, Huhn, Rind und Fisch. Im anderen Restaurant, welches nicht im Vollpensions-Programmm enthalten ist, bekommt man Pizza und Sandwiches, so auf die Schnelle. Ist mittags eigentlich die bessere Lösung, also man sollte eher Halbpension buchen. Dieses Essen war gut!

Die Unterkünfte werden unterteilt in Bungalows und Hotelzimmer. Die Bungalows sind neuer, aber dafür nicht direkt am Strand sondern in den Wald dahinter gebaut. D.h. wenn man zum Strand will, muss man eben ein wenig laufen. Wir haben die Hotelzimmer gehabt und waren damit auch zufrieden. Wenn man die Tür aufmacht, steht man quasi schon im Sandstrand. Das ist schon sehr schön. Die Inneneinrichtung ist nicht sonderlich aufwendig, aber genügt für diese Art des Urlaubs locker.

Wir waren danach noch auf der Schatzinsel, dort werde ich auch noch einen Bericht einfügen.

Uns allen fünf hat es gut gefallen, mit einigen kleineren Abstrichen, aber da finde ich sollte man nicht so sein. Das Tauchen war sehr schön, die Unterkunft auch und die Touristen (Spanier, Kanadier, Mexikaner und Italiener) vor Ort waren alle voller guter Laune. Wir haben uns diesen angeschlossen, schließlich hatten wir Urlaub.

Bei Fragen, helfe ich gerne weiter, ich habe mich nämlich vor meiner Reise auch dieser Hilfe bei Maggiore und Patricia bedient.

In diesem Sinne, auf bald!

Euer Omale


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