Der Kessel des Steinbruchs Hunsfels, einem ehemaligen Kalksteinwerk, ist mit gut 54m Tiefe ein heute attraktives Tauchrevier in der Gemeinde Stromberg. Im Jahr 2010 wurde das Kalksteinwerk stillgelegt und in den Folgejahren das gesamte Gelände rückgebaut bzw. im Kessel die Hänge abgesichert. Der mit Grundwasser vollgelaufene Kessel ist nun ein Tauchsee der sowohl anfängertaugliche Plätze als auch Plätze für sehr erfahrene (und Tech-Taucher) zu bieten hat: die terrassenförmigen Steilwände mit bis zu 54m Tiefe.

Anfahrt / Anreise:
Folgt der Staatsstraße und im Verlauf der Simmerner Straße (Hauptstraßen) in Richtung Rheinböllen aus Stromberg hinaus. Rechts von euch seht ihr nach nach dem Stadtausgang die Tauchbasis sowie die ehemalige Bahnlinie. Direkt nach dem Bahnübergang findet ihr auf der rechten Seite die Zufahrt zur Tauchbasis und dann weiter zum See.
Örtlichkeit / Einstieg:
Es gibt 3 ausgewiesene Tauchplätze die euch via der Tauchbasis Hunsfels-Tauchen, Stromberg erläutert werden.
Wasser:
Süßwasser
Erreichbarkeit:
Landtauchgang
Max. Tiefe:
54m
Schwierigkeit:
Für Fortgeschrittene
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgangSteilwandtauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Hunsfels-Tauchen, Stromberg
Tauchregulierung:
Nächster Notruf / Kammer:
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Bewertungen(2)

Schönes Ziel

Für mich keine 30 Minuten Fahrt? Super Sache. Der See war nett, wenn auch noch keine Fische zu sehen waren. Ähnlich wie in Hemmoor gibt es Alte Straßen, denen man schön folgen kann, was das navigieren zum nobrainer macht. Sichtweiten sind gut (für mich als Vogelstang oder Rheinauekenner eher extrem gut) und die Logistig am See super. Natürlich muss da noch Routine rein, die Anmeldung ist ein bisschen doof, für einen spontanen Feierabendtg eher unpraktisch, aber ansonsten eine super Alternative zum ernsthaften Training, lockeren Üben oder Spaßtauchen für alle Anforderungen geeignet. Und das Personal unglaublich lieb und serviceorientiert! Werden wir zu unserem Haussee machen.
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Endlich eine Alternative

Die Tauchbasis Hunsfels-Tauchen am Hunsfels Steinbruch in Stromberg hat den Betrieb am 01.03.2020 aufgenommen. Nach einer kleinen Coronapause wurde der Betrieb inzwischen wieder eröffnet. In der Nähe des Einstiegs befindet sich ein kleiner Bauwagen in dem das "Büro" der Basis sitzt. Die eigentliche Tauchbasis mit Toiletten und Füllanlage ist einige hundert Meter entfernt. Es sind mehrere Parkmöglichkeiten mit Anrödelbänken vorhanden. Das sehr freundliche Personal weist einen entsprechend ein. Nach der Anmeldung folgt für Neulinge ein sehr ausführliches Briefing an der Seekarte. Die 11 Euro Tagesgebühr und Flaschenfüllungen a 50 Cent je Liter sind fair und werden am Ende des Tauchtages bar kassiert. Eine Rechnung gibts sofort per Mail.

Der Einstieg erfolgt über eine große und stabile Einstiegsplattform ebenfalls mit Rödeltisch und Treppe in den See. Wer mit schwerem Gerät kommt, kann/muss sein Equipment die Rampe zum Einstieg hinunter tragen und kann dort fertig aufrödeln. Bei Problemen hilft auch hier das Personal mit dem basiseigenen Traktor um die Sachen runter, bzw. hochzufahren. Die Tauchflaschen kann man zum Füllen ebenfalls in den Traktor legen. Nach einer Weile kommen sie dann voll wieder oben an, der Traktor fährt mehrmals täglich und bei Bedarf hin und her.

Unterhalb des Einstiegspontons hängt eine Ausbildungsplattform, die sich super für den Bubblechek eignet. Der See besticht durch meistens sehr gute Sichtweiten, die umso besser werden, je tiefer man taucht. Unter Wasser setzt sich die Rampe weiter in den See fort. Sie fällt langsam bis zum Seegrund ab und schlängelt sich dabei am Hang entlang. Neben dieser Straße gibt es weitere mehrere Meter breite Ebenen in 10 und 20 Meter tiefe, die auch von Anfängern gut betaucht werden können. Ein paar versenkte Schiffchen als Gimmick dürfen natürlich nicht fehlen. Für erfahrener Taucher sind besonders die Steilwände interessant. Vor allem Unterhalb von 20 Meter herrscht hier tolle Sicht. Durch die Tiefe des Sees fehlt hier die Grundsicht, man starrt in ein schwarzes Nichts. Sehr schön!

Als Sporttaucher (Tiefenbegrenzung 20, 30 oder 40 Meter je nach Ausbildungsstufe) hat man aber nach ein paar Tauchgängen dann alles gesehen. Der See ist nicht besonders groß und der Großteil der Seefläche ist Tiefer als 40 Meter. Wichtig zu erwähnen ist noch die Steinschlaggefahr. Man sollte von den Wänden, insbesondere der äußeren einen gewissen Respektsabstand einhalten, ein Bereich ist auch komplett gesperrt. Näheres erfährt man in oben erwähntem Briefing.

Einziger Kritikpunkt aktuell ist die Anmeldung. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten kann nur eine begrenzte Zahl an Tauchern pro Tag kommen und so muss man sich entsprechend per Mail anmelden und seinen Termin bestätigen lassen. Genau hier stockt es dann derzeit noch ein wenig. Die Rückmeldungen brauchen mitunter über eine Woche und scheinen auch schon mal ganz unterzugehen. Für telefonische Rückfragen gibt es nur eine Handynummer auf der HP und die führt einen zu Rüdiger Otto. Rüdiger macht einen hervorragenden Job an der Basis und auf dem Traktor, kümmert sich aber eben gerade nicht um die Reservierungen. Daher kann er dazu in der Regel auch nicht viel sagen und so hört man ihn genau das auch alle paar Minuten am Handy beauskunften. Hier liegt noch ein wenig Verbesserungspotenzial, ansonsten macht das Team aber einen sehr engagierten und zuverlässigen Eindruck. Wir waren erst drei mal da und es fühlt sich schon an, als würde man alte Freunde besuchen. Weiter so!

Fazit: Wer in Rheinland-Pfalz oder den Nachbarländern nach einem neuen Tauchgewässer sucht, kommt um den Hunsfels nicht herum. Gerade Techtaucher scheinen hier auf ihre Kosten zu kommen, was wohl vor allem der Tiefe von bis zu 54 Metern geschuldet ist. Es lagen bei allen Besuchen reichlich Scooter, Stageflaschen und Rebreather herum. Auch Sporttaucher die gerne in das viel zitierte Baggerloch springen, werden ihre Freude haben! Wer wie ich hier in RLP lange auf eine Alternative zum Baggersee Diez oder den weiter entfernten Seen gewartet hat, wird endlich erhört.

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