Wahoo Diving, Santa Maria, Azoren

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Hervorragend!

1. Allgemeines und Vorbereitung

Meine Frau und ich, beide AOWD und knapp 50 Tauchgänge (Malediven, Rotes Meer, Ostsee) vor Beginn des Urlaubs, haben uns Anfang des Jahres für einen Tauchurlaub auf den Azoren entschieden. Aufgrund der guten Bewertungen hier auf Taucher.net, sind wir auf Wahoo-Diving aufmerksam geworden. Nach Verbindungsaufnahme mit Steffen, dem Leiter der Tauchbasis, lief alles völlig unkompliziert. Die in den bisherigen Bewertungen dargestellte gute Kommunikation mit Steffen können wir absolut bestätigen. Er macht Vorschläge und fragt nach dem persönlichen Interesse (z.B. Hotel oder Ferienwohnung). Somit hatten wir sehr schnell Mietwagen und Ferienwohnung reserviert. Aufgrund der Corona Pandemie waren nur die Änderungen der Flugzeiten Ding auf die man reagieren musste. Ein persönliches Gespräch mit Steffens Partnerin, Marion, auf der Boot in Düsseldorf, rundete die Vorbereitung ab.

2. Der eigentliche Tauchurlaub vom 06.08. - 18.08.20

Wir haben aufgrund der Flugänderungen eine Nacht in Lissabon verbracht (quasi als Puffer). Tolle Stadt - wir werden mit mehr Zeit auf jeden Fall nochmal wiederkommen. Ein paar Tage zum Sightseeing vor dem Weiterflug nach Santa Maria ist sicherlich nicht die schlechteste Idee. Ankunft auf Santa Maria lief wirklich rund. Von der Landung, über Empfang des Mietwagens bis zum Einchecken bei Wahoo Diving verging, trotz Corona, keine Stunde (wir hatten einen gültigen COVID 19 Test dabei).
Erster Eindruck: Tolle, malerische, urtümliche Insel. Ferienhaus: Bombe. Dank der Flexibilität des Mietwagens direkt den Strand besucht und den ersten Tag mit "Ankommen" verbracht.

Zweiter Tag (so wie dann die anderen Tage auch): Tauchen.

Treffpunkt ist immer am Hafen von Villa do Porto. Wir haben auch die 20minütige Anfahrt vom Ferienhaus jeden Tag genossen. Vorbereitungen liefen ruhig und professionell ab. Das ganze Team weiß was es tut. Gleichzeitig herrschte von Anfang an eine tolle, fast familiäre Atmosphäre (wir waren zweimal mit dem Team Abendessen, nach den Tauchausflügen gab es noch ein nettes Beisammensein am Hafenbistro). Jeder packte mit an. Steffen hat die Tauchgänge je nach Wetter geplant, was insbesondere auf den Azoren deutlich Sinn ergibt. So konnte es vorkommen, dass der Plan für den nächsten Tag erst abends entschieden wurde. Kurze WhatsApp - alles war klar.

Es war unser erster Tauchurlaub auf den Azoren, aber für Santa Maria gilt: So wie die Insel wenig überlaufen und eigentlich nur von Individualtouristen bereist wird, so ist es auch Unterwasser. Wir haben nicht einmal eine andere Gruppe getroffen. Die Spots sind allesamt toll! Der vulkanische Ursprung zaubert eine tolle Welt aus Canyons, Höhlen und bizarren Felsformationen. Zu bestaunen gilt es reichlich. Schnecken, Krabben, Garnelen, verschiedene Stechrochen, Makrelen, Zackenbarsche, Barrakudas, neugierige Drückerfische uvm (die Liste würde zu lang werden). Verhältnisse waren immer in Ordnung (gute Sicht; wenn überhaupt, mäßige Strömung). Um alles genießen zu können sollte man jedoch etwas Erfahrung haben (Deswegen haben wir uns erst bei etwa 50 Tauchgängen entschieden).

Ein Highlight war der Spot Ambrosia (ich glaube wir waren 4 oder 5 mal dort). Mobulas in größeren Schulen waren immer da - teilweise um die 30 Tiere gleichzeitig. Absolut genial. Da der Tauchgang im Blauwasser ist, hilft ein Seil sich einfach mal bei leichter Strömung hängen zu lassen. Ansonsten heißt es aufpassen beim Tiere bestaunen, sonst wird man auch mal etwas abgetrieben ;). Steffen hat jedoch immer eine Auge auf die Gruppe. Die Professionalität an Land setzte sich somit auch beim Tauchen fort. Während eines Tauchganges dort, haben wir zusätzlich 3 (!) Walhaie gesehen. Unbeschreiblich.

Das Thema Walhaie ist insbesondere dieses Jahr eines für sich. Bei Tauchgängen an der Westküste haben wir die Zeit dazwischen immer mit Schnorcheln verbracht. Wir haben, wenn wir in dem Bereichen waren, immer mehrere Wahlhaie gesehen und zum Teil Minuten bei den Tieren verbracht. Auch hier wurde auf die Wünsche der Gäste eingegangen. Beispielsweise haben wir während des Urlaubs einmal auf den zweiten Tauchgang verzichtet, um mehr Zeit mit diesen Riesen zu verbringen.

Weitere Sichtungen waren Schnabelwaale und Delfine. Letztere begleiteten wir eine ganze Weile bis wir dann doch lieber zum Walhai bestaunen abgedreht sind.

Im Prinzip war jeder Tag ein Highlight, weil alle Faktoren gepasst haben und wir wohl auch etwas Glück hatten.

3. Fazit

Top Tauchbasis, tolles Urlaubsziel. Schade das es keinen sechsten Stern gibt. Wer abseits des Pauschaltourismus tolle Taucherlebnisse mit einer profesionellen aber doch famililären Tauchbasis sucht und dafür auch nicht um die halbe Welt fliegen will, ist bei Wahoo Diving absolut richtig. Wir haben dadurch nicht das geringste Bedürfnis für den nächsten Tauchurlaub dort, eine andere Tauchbasis auszuprobieren.
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