Schreibe eine Bewertung

Bewertungen(8)

DJ-BLN213076SSI AOWD 45 TGs

Ich war nach 2 Wochen Rundreise in Uganda im Febr ...

Ich war nach 2 Wochen Rundreise in Uganda im Febr 2010 noch ein paar Tage auf Zanzibar ( 3 Tage StoneTown und 5 Tage Matemwe Beach Village ), u.a. auch mit der Absicht, etwas zu tauchen.
Insgesamt kann ich einen Teil der bisherigen Erfahrungen bestätigen, allerdings scheint es auch einige positive Änderungen gegeben zu haben.
Die Basis macht insgesamt einen recht guten Eindruck, das Equiment ist okay und wird von den meisten Tauchern komplett ausgeliehen, da diese oft von einer Safari kommen und nichts weiter mitschleppen wollen ( ging mir ja auch so - hatte daher nur Logbuch und Computer mit. )
Als ich ankam, war der kommende Tag bereits ausgebucht im Matemwe Beach Village, aber Mario ( derzeit Leiter der Basis ) hat mich dann für 1 Tag auf das Blue Bay Beach umgebucht. Die Abholung hat generell gut geklappt und die Abfahrten waren pünktlich.
Vom BlueBay Beach ging es direkt mit dem Boot zum Mnemba-Atoll.
Bei den weiteren Tauchgängen von Matemwe erfolgt die Anfahrt noch immer mit dem Auto ( 45 Min Buckelpiste ) und die Rückfahrt meistens mit dem Boot.
* Was mir bei der Basis auffiel: Die Logbücher wurden kontrolliert, eine aktuelle Untersuchung jedoch nicht. Ich finde es auch fragwürdig, generell im Vorfeld gegen Seekrankheit Dramamin anzubieten ( 1 Tablette ), wenn die Leute danach auf Tauchgänge gehen und nicht nur Schnorcheln.

Tauchgänge:
Es ist - wie schon erwähnt - nicht das große Tauchparadies, aber es ist okay, zumal die meisten nur für ein paar Tage dort sind.
Leider sind die lokalen Dörfer akut dabei, das Angebot an interessanten Dingen radikal zu vernichten - als wir ankamen, lagen 4 große Hammer-Haie am Strand und wurden gerade zerteilt. Laut Aussage diverser Mitarbeiter wurde den Fischern zwar Schulung und finanzieller Ausgleich für das Reservat versprochen - allerdings ist das nie geschehen.
Man muss sich also nicht sehr wundern, wenn speziell große Fische, Haie, Schildkröten und andere gefangen und gegessen werden. Schildkröten haben wir noch einige gesehen, auch einige kleine und große Haie ( Whitetips ), aber der Bestand ist wohl schon deutlich reduziert worden. dort denkt halt niemand mal 5 Jahre weiter ( keine großen Fische - keine Taucher - keine Touristen - keine Hotels / keine Arbeit ).
Mittlerweile scheint auch die unten erwähnte Holländerin nicht mehr da zu sein - wir hatten alle sehr nette Divemaster und Guides ( Vielen Dank and Saidi ), die Tauchgänge sind allerdings weiter auf 50 min ( vor dem 5m stop ) begrenzt.
Die Crew ist auch ( inzwischen ? ) allen Gästen beim Ein- und Ausstieg ins Boot sehr behilflich, die Versorgung zwischen den Tauchgängen ist gut ( pro Gast 1 Fl Wasser, dazu Melone, Mango, Teigtaschen usw. )
Alle Flaschen waren auch mit mehr als 200bar gefüllt, das Equipment ( bis auf Flossen, Maske und Anzug ) war immer bereits an Bord und wurde von der Crew montiert - man sollte dann aber gründlich BodyCheck machen, sonst ist schon mal ein Hauptventil wieder verschlossen ...
Ich habe insgesamt 8 Tauchgänge absolviert, die immer an verschiedenen Plätzen waren - von tief ( Big wall mit 40m ) bis flach ( Aquarium ). Man hat etliches zur Wahl - ja nach Ausbildung - und ein kleines Beiboot bringt auch Gäste mal etwas weiter um das Atoll.
Es gibt tolle Korallengärten und auch ( noch immer ) einiges an Großfisch bzw. häufiger auch Delphine. Wir hatten auch nicht das Problem, dass neben uns zig andere Boote waren - alle hatten immer etwas Abstand und unter Wasser sind wir nie anderen Gruppen begegnet.

*Was mir aufgefallen ist: Im Gegensatz zu den ( inzwischen ) oft strengeren Malediven wurde hier nicht darauf geachtet, dass jeder einen Tauchcomputer hatte. Der Guide hatte einen, aber gerade bei den tieferen Gängen ( zumal 2 TG mit nur 1h Pause ) wäre das dringend notwendig. Ich selber war oft nur knapp vor Deko, da man in den Tiefen bs 30m dort mehr Abwechslung hatte. Die Basis hat m.E: nach auch keine Computer zum Ausleihen - zumindest wurde es nicht angeboten und einige Taucher waren doch echt ohne unterwegs...
Es gibt leider auch nicht die Möglichkeit, für die Dauer des Aufenthaltes eine Versicherung abzuschließen. man hätte wohl persöhnlich was über Südafrika per Internet machen können - aber Internet gibt es nur im Hotel und ist recht teuer. Schade eigentlich.

* Die Tauchgänge usw. sind im Vergleich mit Maldeiven oder Ägypten richtig teuer. 1 TG kostet ca. 60€, für 8 TG habe ich 420€ bezahlt - zugegeben inkl. Bootstour und komplettem Equipment, allerdings +5% Zuschlag für Kreditkarte ( ist auf Zanzibar oft auch in vielen Hotels so ). Barzahlung geht - Dollarnoten allerdings in ganz Zentralafrika nur ab 2001 bzw teilweise sogar erst ab Druck 2004.
Wie gesagt - nach einer Safari ist Zanzibar als Ziel schön - zumal auch das Hotel recht nett und sehr ruhig und erholsam war - aber gezielt für 2 Wochen Tauchurlaub würde ich dort nicht hinfliegen.
Im Moment gibt es dort auch noch das Problem, dass die Hauptleitung nach Tanzania (Festland ) defekt ist - die Insel bekommt also keinen Strom und jedes Hotel muss mit einem Generator selbst Strom erzeugen.
Das erfolgt - je nach Hotel - nur zu bestimmten Zeiten, so dass meist in der Nacht trotz brütender Hitze ( Febr 2010 35° Luft, 30° Wasser ) dann die Klimaanlagen und Ventilatoren ausgehen... Wird dann sehr unangenehm die Nacht.

Alles in allem vergebe ich 4 Flossen - es war schön und die Leute nett, aber es gibt auch noch einiges an Verbesserungsmöglichkeiten, speziell bei der Sicherheit und im Service.