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Wrack der MS Balena

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Vor einem Monat war ich im Giftun Village bei Jam ...

Vor einem Monat war ich im Giftun Village bei James&Mac tauchen. Diese Basis bietet eine Miniwracktour rund um Hurghada an. Ich habe die MS Balena im Rahmen dieser Tour besucht!
Allerdings wird die MS Balena auch einmal wöchentlich als dritter Tauchgang nach einer Ganztagestour angeboten.
Da ich von dem Wrack nichts wusste habe ich es besucht.

Zur Geschichte:

Das Postschiff MS Balena wurde 1952 in Norwegen gebaut. Einige Jahre später wurde es wegen Schmuggels beschlagnahmt und schliesslich umgebaut und verkauft.
Der Käufer plante aus dem Frachtschiff ein Tauchreiseschiff zu bauen und gründete Balena Tours GmbH.
Es wurden nur 2 Touren gefahren.
Danach erlitt das Schiff einen Maschinenschaden.
Die darauffolgenden Monate rostete das Schiff ca 300 m vor dem Giftun Village Hotel vor sich hin.
Taucher und Gäste beobachteten Anfang April 2001 eine leichte Schlagseite am Rumpf.
In der Nacht vom 12. auf den 13. April brach ein gewaltiges Feuer aus und lies das Schiff auf den 9m tiefen Sandgrund sinken.
Bis zum heutigen Tag ist die Ursache nie eindeutig geklärt worden, jedoch ist von einem Versicherungsbetrug auszugehen.
Das Schiff ist 40m lang und 7m breit.

Der Tauchgang:

Während der Anfahrt zum Tauchplatz erkennt man schon einige verrostete Metallteile an denen Safariboote festmachen und somit aus dem Wasser herausragen.
Man macht entweder direkt am Wrack oder besser an einem Safariboot fest, rüstet sich nach dem Briefing aus und springt ins Wasser.
Das Wasser erscheint sehr trübe aber das ist das, was den Tauchgang so mystisch macht.
Nach wenigen Metern schorcheln baut sich ein riesiger Schatten vor uns auf, einige Sekunden später sind Fenster, Bullaugen und schliesslich das Oberdeck zu erkennen.
Jetzt empfiehlt es sich abzutauchen und sich die Schraube mit Ruderanlage zu betrachten um dann das riesige ausladende Heck zu umrunden.
Meistens findet man am Ruder kleine graue Muränen und Schwärme kleiner Barakudas.
Desweiteren wird das Heck von einem grossen Napoleon bewacht. Wenn man nach oben sieht scheint das ganze wie ein Geisterschiff.
Auf der Steuerbordseite angekommen, tauchen wir über die Trümmer des Sonnensegels und der Masten hinweg, welche von den festmachenden Safaribooten umgerissen wurden, paralell zur Schiffswand. Noch heute erkennt man stellenweise die blaue Farbe am Rumpf. An der Seite befindet sich auch eine abgefierte Gangway an welcher aufgetaucht werden kann. Man gelangt dann auf das Zwischendeck.
In der Mitte dieses Deck findet sich ein Laderaum, welcher in der unteren Ebene einen Gabelstapler und Werkzeug enthält.
Auf dem Bug steht eine Ankerwisch und der Fuss des Lademastes, der einen Kranmotor beinhaltet.
Die Sicht auf dem Zwischendeck ist aufgrund der 2m Tiefe auch viel besser!
Im Anschluss sind wir in die Aufbauten eingedrungen. Man findet 3 Ebenen. Wenn man sie durch die Tür betritt, findet man rechter Hand einen unversehrten Raum voller Tauchflachen.
Der Raum links davon ist hingegen leer.
Danach taucht man in den ehemaligen Salon wo nur noch verrostete Metalltischbeine aus dem Schutt emporragen. Die Zwischenwände wurden alle ein Opfer des Feuers. Desweiteren findet man noch Matratzenreste, eine alte Gasflasche und einen rostigen Feuerlöscher. Das Spiel zwischen Licht und Schatten durch alle Öffnungen macht diesen Bereich zudem noch aus!
Mitten im Salon findet man ein Loch indem sich einst die Treppe befand. Man gelangt hierdurch ein Stockwerk tiefer. In diesem Bereich findet man Toiletten, einige ausgebrannte Waschmaschinen und den Zugang zum Technikraum mit Kompressor und weiteren Tauchflaschen. Diesen sollte man allerdings aufgrund der Enge meiden.
Ein Blick mit der Lampe reicht aus!
Mittig dieser Ebene findet man erneut ein Loch mit Treppe und darunter die Schlafkabinen mit Betten, Heizkörpern, Waschbecken, Decken und erhalteten Wänden. Das Feuer hat hier offenbar nicht gewütet!
Danach sind alle Innenräume erkundet.
Der Maschinenraum liegt verschüttet und die Brückenaufbauten sind weggebrannt.
Die Sicht im Inneren ist normalerweise sehr gut! Danach verlassen wir den Bereich über den selben Weg wie wir eingedrungen sind und begeben uns zum Bug des Schiffes, wo ein zweites Wrack auf uns wartet.
Vor dem Bug der MS Balena findet man die Reste eines explodierten Tauchbootes, das hier brennend hergeschleppt wurde und sank. Man findet zwei MAN Diesel-Maschinen, Tauchflaschen, Treibstofftanks und einen Kühlschrank.
Das Boot erhebt sich ca 2m vom Grund und besteht nur noch aus Spanten die emporragen.
Dann ist der Tauchgang beendet und man kehrt mit einigen Eindrücken reicher zum Boot zurück.
Eine Tauchplatzkarte findet ihr in der Rubrik Tauchplatzkarten, Ägypten, MS Balena!
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