Schreibe eine Bewertung

Scapa Flow

8 Bewertungen
Anfahrt / Anreise:
Per Auto in Kombination mit Fähre Anfahrt 2 Tage für die Hinfahrt. Das gleiche nochmal beim Rückweg. oder Flug mit British Airways und Logan Air. Frankfurt-London-Glasgow oder Edinburgh-Kirwall. Dann mit Taxi nach Stromness.
Örtlichkeit / Einstieg:
Stromness mit einigen Hotels und auf einigen Tauchbooten. Per Sprung vom Boot und Einsammeln nach dem Tauchgang, meisten mit Divers-Lift. Auf das Boot Klettern per schräger Leiter auch mit Doppel 12 kein Problem.
Wasser:
Salzwasser
Erreichbarkeit:
Bootstauchgang
Max. Tiefe:
50m
Schwierigkeit:
Für Anfänger
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Die Flaschen werden meistens auf den Booten gleich wieder gefüllt. Luft oder Nitrox-bzw.Trimixfüllungen nach Wunsch.
Tauchregulierung:
Legt der Kapitän fest bzw. keine bei den Wracks in der Bucht Scapa Flow und den Sounds. Tauchverbot an der HMS Royal Oak (Kriegsgrab)
Nächster Notruf / Kammer:
Dekokammer in Kirkwall
Schreibe eine Bewertung

Bewertungen(8)

Scapa Flow ist wohl einer der berüchtigtsten Tauc ...

Scapa Flow ist wohl einer der berüchtigtsten Tauchplätze weltweit. Viele Halbwahrheiten und Gerüchte ranken sich um diesen Spot. Spiegel-Online berichtete 2008 gar von „Die eisigen Gewässer von Scapa Flow ...“, „Tiefe, Kälte und Dunkelheit ...“ und „In der Dunkelheit lauert die Panik!“.

In Wirklichkeit ist Scapa-Flow weder unglaublich kalt, noch unglaublich dunkel und die Wracks liegen in auch für Sporttaucher gut erreichbaren Tiefen von 30m. Die Inseln liegen zwar am gleichen Breitengrad wie das südliche Grönland, dennoch sind sie nicht unerreichbar. Deutsche Reiseanbieter, wie z.B. das Baltic Dive Center in Kiel kümmern sich um die komplette Organisation inkl. des Transport der Ausrüstung.

Natürlich gibt es keine All-inklusive, aber das macht die Reise nicht unbedingt komplizierter. Entweder reist man mit dem Flugzeug für ca. 350,- Euro an oder man entscheidet sich für das Auto und fährt von Amsterdam nach Newcastle. Mit drei Personen und Kabine schlägt das mit überschaubaren 400,- bis 500,- Euro zu buche - wer früher bucht, zahlt weniger. Die Fähre fährt nachts und so kommt man nach 16h ausgeschlafen in Newcastle an.

Von hier aus sind es 600 km bis man in Scrabster, im Norden von Schottland ankommt. Egal ob man sich für die Route durch das Center Highland oder die Küstenstraße entscheidet: Die Landschaft ist einmalig und man sollte sich unbedingt zwei oder drei Tage Zeit nehmen. Die frühere Garnisonsstadt Milnathort und Loch Ness sind nur zwei der unzähligen Sehenswürdigkeiten, die einem auf Schritt und Tritt auf der Fahrt begegnen. Auf dem Weg durch das Center Highland wird einem aber erst richtig bewusst, was Ruhe wirklich bedeutet. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, das man von hier aus mitnimmt. Kurios sind die Singel-Track-Roads, die die einzige Verbindung zwischen Nord und Süd sind. Es gibt nur eine Spur und in Abständen sorgen kleine Buchten dafür, daß der Gegenverkehr vorbeigelassen werden kann - wenn einem überhaupt jemand entgegen kommt.

Am nördlichsten Punkt vom schottischen Festland gekommen, geht es mit der Fähre innerhalb von 1 1/2 Stunden nach Stromness auf den Orkneys. Hier trifft sich der Atlantik und die Nordsee und die See ist ziemlich rauh.

Die Hauptinsel Mainland hat zufällig eine Fläche von 50% der gesamten Inselgruppe. Auf Mainland ist auch der Flughafen in Kirkwall und der Fährhafen von Stromness. Hier gibt es auch zwei Tauchshops und den Anleger für die meisten Tauchboote. Auf den Orkneys leben 9 Menschen pro qkm und auf den fast baumlosen Inseln weht permanent der Wind. In der Saison von April bis November sind zehn Tauchboote im Einsatz. Die meisten Taucher kommen allerdings aus England, da viele Deutsche die vermeidlich schwierige Anreise und die eingangs erwähnten Gerüchte fürchten.

Auf der Landkarte hat man den Eindruck, daß die Inseln ziemlich abgeschieden sind. Es gibt hier allerdings keine Anzeichen, für eine verschlossene Gesellschaft, ganz im Gegenteil. Wie eigentlich auf den ganzen britischen Inseln üblich, sind auch hier die Leute sehr hilfsbereit und freundlich. Ungewohnt ist es aber doch, wenn einem zwischen den traditionellen Steinmauern und dem Golfplatz eine Gruppe Jugendliche mit gepiercten Nasen und Lippen entgegenkommt.

Die Wikinger nutzten die geschützte Bucht schon um 700 und später war die Inselgruppe Ankerplatz in den Napoleonischen Kriegen. Im Laufe der Jahrhunderte war Scapa Flow Rückzugsort für Piraten, Standort der bekannten Hudson Bay Company, Stützpunkt der Flotte während des Kriegs gegen Amerika und natürlich der Britischen Marine in beiden Weltkriegen. In den 70er Jahren wurden die militärischen Anlagen endgültig aufgegeben.

Beim Stichwort Scapa Flow fällt uns heute natürlich die Selbstversenkung der Deutschen Hochseeflotte ein. Das Deutsche Reich wurde im November 1918 von den Alliierten gezwungen die modernsten Kriegsschiffe auszuliefern. Sieben Monate mussten auf den 74 Schiffen ca. 2.000 deutsche Matrosen bei schlechter Versorgung und unter strenger Bewachung der britischen Marine ausharren. Der Flottenkommandant, Konteradmiral von Reuter, fürchtete ein Scheitern der Friedensverhandlungen und damit die Übernahme der Flotte durch die Briten. Ein Ausbruch war für die unbewaffneten deutschen Schiffe unmöglich und so gab er am 21.6.1919 um 11 Uhr mit dem legendären Funkspruch „Paragraph 11. Bestätigen!“ den Befehl zur Selbstversenkung.

Die Besatzungen hissten die Deutsche Kriegsflagge, was streng verboten war und öffneten die Seeventile. Bereits Wochen vorher wurden die Vorbereitungen dafür getroffen. Kurioserweise halfen die britischen Bewacher sogar unbewusst dabei, da sie den Postverkehr zwischen den Schiffen organisierten. Um 12.16 Uhr versank das erste deutsche Kriegsschiff, die SMS Friedrich der Große. Da die Bewacherflotte zu Übungen ausgefahren war, mussten die verbliebenen drei Wachzerstörer mehr oder weniger tatenlos zusehen. Bei der Selbstversenkung starben dennoch die letzten Deutschen Marinesoldaten in diesem Krieg. Im Handgemenge mit den Bewachern und durch Schüsse britischer Bewacher auf ihre Rettungsboote, ließen neun unbewaffnete Seemänner ihr Leben.

Den Briten kam die Versenkung nicht ungelegen, ging man damit Streitigkeiten, welche Siegermacht die Schiffe bekommen sollte, aus dem Wege. Deutschland musste allerdings die verlorenen Schiffe ersetzen. Auch die Orkneyaner profitierten von der Versenkung. Bergeunternehmen brachten Arbeit in die konjunkturschwache Region und zwischen den Kriegen waren sogar deutsche Firmen an der Hebung der Schiffe beteiligt.

Die Fahrt von Stromness zu den Wracks dauert ca. eine Stunde. Mit 32er Nitrox können alle Wracks bis auf die SMS Markgraf und die SMS König erreicht werden. Eine orangene Boje muss mitgeführt werden um die Auftauchstelle zu markieren. Die Tauchgänge dauern meist 60 bis 80 Minuten und die Wassertemperatur liegt im Mai bei etwa 10 Grad. In der ohnehin schon natürlich geschützten Bucht und durch die im zweiten Weltkrieg errichtete Barriere kommt es nur selten zu starkem Seegang.

Heute sind noch sieben Wracks der Hochseeflotte und noch etwa 20 weitere Schiffe auf dem Grund der Bucht. Die im zweiten Weltkrieg von einem Deutschem U-Boot versenkte HMS Royal Oak ist als Kriegsgrab deklariert und nicht betauchbar.

Wenn man sich an der Shot-Line langsam sinken lässt, wird einem erst bewusst, welche riesigen Schiffe hier versenkt wurden. Es ist aufgrund der Bedingungen nicht möglich, das gesamte Ausmaß der Wracks zu erfassen. Kanonen, Ketten und Winden lassen aber erahnen, welche Kolosse hier liegen.

Es ist empfehlenswert jedes Schiff mehrmals anzusteuern, da interessante Details erst beim zweiten oder dritten Tauchgang erkannt werden. Neben den Wracks der Hochseeflotte sind die F2/YC21 und das Blockadeschiff Tabaka unbedingt empfehlenswert.

Bücher und DVD-Empfehlungen
Buch Scapa Flow Dive Guide (Verlag Aquapress)
Zeitschrift Wetnotes, Ausgabe Dezember 2011 (Verlag für Unterwasser Medien)
DVD Wreck-Explorers: Scapa Flow (www.wreck-explorers.com)

Bekannteste Wracks
SMS König
Tiefe 18 bis 42 m, Kieloben
Länge 175 m, 28.600 Bruttoregistertonnen
Selbstversenkung 1919

SMS Kronprinz Wilhelm
Tiefe 12 bis 38 m, Kieloben/Backbordseitig
Länge 175 m, 28.600 Bruttoregistertonnen
Selbstversenkung 1919

SMS Markgraf
Tiefe 25 bis 44m, Kieloben
Länge 175 m, 28.600 Bruttoregistertonnen
Selbstversenkung 1919

SMS Brummer
Tiefe 24 bis 36 m, Steuerbord
Länge 140 m, 3.600 Bruttoregistertonnen
Ursache Selbstversenkung 1919

SMS Cöln II
Tiefe 18 bis 36 m, Steuerbord
Länge 156 m, 7.500 Bruttoregistertonnen
Ursache Selbstversenkung 1919

SMS Dresden II
Tiefe 16 bis 38 m, Backbord
Länge 156 m, 7.500 Bruttoregistertonnen
Ursache Selbstversenkung 1919

SMS Karlsruhe II
Tiefe 14 bis 27 m, Steuerbord
Länge 151 m, 7.100 Bruttoregistertonnen
Ursache Selbstversenkung 1919

F2
Tiefe 16 m
Länge 80 m, 760 Bruttoregistertonnen
Ursache Sturm 1946

YC21
Tiefe 16 m
Länge, 550 Bruttoregistertonnen
Ursache Bergung F2/Sturm 1968


BS Kinetics Gehäuse


(Foto Craig Holgstock)


DVD Scapa Flow


DVD

Mehr lesen
HarryCMAS*** usw.

Scapa Flow gilt mit mehr als 100.000 tons an Wrac ...

Scapa Flow gilt mit mehr als 100.000 tons an Wracks auf engstem Raum als eines der drei weltbesten Ziele zum Wracktauchen. Viele Taucher sprechen darüber- dort gewesen sind aber nur die Wenigsten. Wir wollen hier versuchen, etwas mehr Licht in den Mythos Scapa Flow zu bringen und die am öftesten gestellten Fragen zu beantworten.

Und eben diese FAQ befinden sich in unserer 75. Redaktionsausgabe.

Mehr lesen

Im Herbst 2005 reifte bei einer Grillfeier eines ...

Im Herbst 2005 reifte bei einer Grillfeier eines Tauchshops in Dreieich-Sprendlingen (Nahe Frankfurt/Main) die Idee, mit einer Gruppe von bis dahin ca.15 interessierten Tauchern aller Erfahrungsstufen im Jahr 2006 für eine Woche zu Tauchen nach Scapa Flow zu Reisen.
Diese Idee hatte ich schon lange im Hinterkopf, aber als Einzelperson ist solch eine Fahrt immer schwierig umzusetzen, da man ja auch einen passenden Tauchpartner benötigt, welcher auch bei schwierigen Bedingungen, wenn notwendig auch allein klar kommt. Mit meiner 10 jährigen Taucherfahrung, dachte mir erst oje, wenn jetzt auch die OWD-Taucher mit 10 TG, welche nur die Tauchtiefen um 7 m kennen mitfahren wollen, könnten die bei schlechten Sichtweiten, Strömung und großen Tiefen in Scapa Flow ihr blaues Wunder erleben.
Haben die sich denn mit der Materie bzw., möglichen Bedingungen Vorort überhaupt nicht beschäftigt ?
Nun ja, erst einmal abwarten, es waren ja noch 9 Monate bis zum geplanten Tauchtermin im August 2006. Und siehe da, am Schluss blieben
doch nur 6 Taucher übrig, welche mindestens 50 TG auf dem Buckel hatten. Wir trafen uns 4 Wochen vor der Abfahrt zu einem Infogespräch.
Dort wurde u.a. geklärt wer mit wenn taucht, um annähernd die gleiche Ausrüstung (Single oder Doppelflaschen etc.)zu benutzen. Ein Buddyteam, wollte mit einem VW-Transporter per Fähre und Straße in einer 2-Tagesfahrt zu den Orkney‘s fahren. Vier Taucher wollten lieber mit dem Flugzeug fliegen.

Das gab uns natürlich die einmalige Gelegenheit an der Ausrüstung nicht sparen zu müssen, und unsere Doppel-12er und die sonstige notwendige aber schwere Ausrüstung im Fahrzeug dort hochfahren zulassen. So hatte fast jeder Taucher
ca.100 Kilo Ausrüstung dabei. Die Kosten für das Fahrzeug und Sprit wurden aufgeteilt.

Am 19 August 2006 ging es um 7:25 Uhr morgens endlich los. Kirkwall (Scapa Flow) erreichten wir mit dem Flugzeug vom Frankfurt über London und Edinburgh (mit British Airways) und Logan Air (Propeller 36 Plätze) wegen Terrorwarnung, Verspätungen und Flugzeugwechsels (Leck in der Tragfläche) erst gegen 18 Uhr. Dort wurden wir freundlicherweise von einem ebenfalls angekommenen Einheimischen mit nach Stromness genommen. So hatten wir gleichzeitig noch eine
Sightseeing-Tour über die Insel bekommen.
Am Hafen in Stromness angekommen, betraten wir erst einmal unser Schiff die SHARON ROSE,
welche uns bis zum 26. August 2006 zu den Wracks von Scapa Flow bringen sollte. Jetzt begrüßte uns erstmal unser Kapitän. Der hieß Kevin.
Nun hieß es das Boot, die Räumlichkeiten und die Schlafplätze in Augenschein zunehmen. Es gab dort 6 Kajüten mit insgesamt 12 Schlafplätzen.
Da aber die andern 6 Taucher (aus Italien, England und Irland) im Hotel schlafen wollten,
hatte jeder von uns eine Doppelkajüte für sich.
Das war schon einmal gut, denn die Kajüten waren doch klein im Vergleich zu einem Safariboot am Roten Meer.

Nun hieß es warten auf unsere Ausrüstung, die sollte ja auch Heute per Bus gegen 23:30Uhr in Scapa Flow eintreffen. Und das tat sie auch.
Wir begrüßten die 2 Fahrer und begannen mit der großen Umladeaktion. Das kann bei Ebbe zu einer größeren Aktion werden, den der Tiedenhub im Hafen beträgt hier bis zu 3 Metern. Da hieß es Tragen oder Abseilen der Doppelflaschen, Alukisten und sonstiger Taschen. Da um die Jahreszeit hier im hohen Norden auch spät am Abend
noch hell ist, waren wir schnell fertig.

Da wir am nächsten Morgen gleich zum ersten Wrack raus fahren wollten, bauten wir alle unsere Ausrüstung schon fertig zusammen bzw. legten alles bereit zum Tauchen.

Jetzt ging es endlich in die Koje.

Am nächsten Morgen stieg langsam die Spannung.
Die Auswärtsschläfer betraten das Boot und wir machten uns er einmal mulilingual bekannt. Zwei unser Taucher hatten keine Doppelflaschen mitgebracht, sondern wollten mit einer 15er tauchen.

Was an den Wracks natürlich auch möglich ist,
aber es stellte sich im nachhinein heraus,
dass man dadurch bei den tiefen Tauchgängen nur wenige Minuten Zeit hat sich die Wracks an zusehen. Durch die nicht vermeidbaren langen Dekostops, kommt man selbst bei sehr guten Bedingungen (gute Sicht, keine Strömung)
ohne Reserven mit nur 15 Bar wieder an die Oberfläche. Für mich ein nicht notwendiges Risiko.

Da wir glücklicherweise die Tauchwoche des Jahres erwischt hatten (Weisblauer Himmel, Luft 15-20°C, glattes Wasser 15°C,keine Strömung Unterwasser und Sichtweiten an den deutschen Wracks zwischen 6 und 12 Metern) gab es beim Tauchen, beim wieder an Bordnehmen der Taucher keinerlei Probleme oder körperliche Blessuren. Einzige Schäden, 2 gerissene Halsmanschetten und ein Loch in einem Trockentauchhandschuh.

Unser Tauchausfahrten begannen morgens nach dem Füllen der Tauchflaschen gegen 9:30 Uhr und endeten nach dem zweiten TG gegen 15 Uhr wieder
im Hafen von Stromness.

Die Fahrt zu den Wracks dauerten zwischen 45 und 60 Minuten. Die Tauchplätze sind mit kleinen Kugelbojen gekennzeichnet, an denen das Abstiegsseil zum Wrack befestigt ist. Die Abstiege zu den Wracks waren ohne Strömung einfach.

Der erste TG am Tag war natürlich immer der Tiefere, wobei die Wracks der deutschen Hochseeflotte alle am Grund zwischen 25 und 45 Metern liegen und so es eigentlich keine flachen TG gibt. Die Oberflächenpause zwischen den TG betrug immer ca. 2,5 Stunden.

Da auch eine richtige Küche an Bord war, wurden wir reichlich bekocht. Zum Frühstück gab es English Breakfast (wer es mag) oder Toast mit Marmelade oder Honig, Kaffee oder Tee.

Mittags gab es in den Oberflächenpausen meistens einen Berg Futter auf dem Teller z.B. Gulasch mit Reis, Chilli oder Lammsteaks.

Für das notwendige viele Trinken hatten wir uns schon von zu Hause mit massenweise Wasser eingedeckt und haben dann in Stromness im Supermarkt am Ortseingang einen kräftigen Nachschlag eingekauft.


Unsere Tauchplätze in dieser Woche waren:

Karlsruhe und V83, (Luft)
Brummer und Dresden II, (Luft)
Kronprinz Wilhelm und F2/YC21, ( Nitrox 28 und 37)
Markgraf und Köln (Nitrox 28 und 32) und zum Schluss noch einmal Dresden II (Nitrox 31)
und als Schmankerl ein Strömungstauchgang der Extraklasse an der Tabarka ( Nitrox 26) im Burra Sound (Sichtweiten 20 Meter mit Seerobbensichtung).

Insgesamt haben wir bei den Ausfahrten
bestimmt 30 Seehunde gesehen.

An einem Tag haben wir in der Oberflächenpause einen Besuch des historischen Militarhafens in Lyness unternommen, wo kostenlos viele Exponate aus Schiffswracks und in einem Museum über die Kriegsgeschichte von Scapa Flow berichtet wird (Mulimedia Center).

Nebenbei wurden wir noch als Versuchskaninchen
für dir Druckkammer in Stromness eingespannt und mit zusätzlichen Tauchcomputern bestückt, welche unsere Tauchprofile über die gesamte Tauchwoche aufzeichnen sollte zwecks späterer Auswertung durch die Druckkammer. Abends gingen wir meistens ins Ferry In einem schottischen Pub am Hafen von Stromness, wo man ein Bier oder Whisky heben,
aber auch sehr gut Fisch oder ein Steak zu vernünftigen Preisen Essen konnte.

Am letzten tauchfreien Tag auf den Orkney‘s,
machten wir dann noch eine Inselrundfahrt,
um uns auch die Geschichte über Wasser anzuschauen.

Sehenswert war Marwick Head mit einer Steilküste und toller Sicht auf Seevögel und den Atlantik,
Scara Brae einer 5000 Jahre alten Siedlungsanlage,
Ring of Brodgar ( Steinkreisanlage ), Standing Stones of Stennes und Meashowe ( Steinzeitgrab ).

Wenn es interessiert, kann auch die Herstellung von Whisky in der Destille von Highland Park in Kirwall besichtigen.

Nun war die Tauchwoche in Scapa Flow schon zu Ende und wir flogen bzw. fuhren mit tollen Erlebnissen zurück nach Deutschland.

Und einige waren nicht abgeneigt, diese Tauchwoche später nochmals zu wiederholen.

Doch ob man diese optimalen Tauchbedingungen noch einmal genau zur richtigen Zeit geboten bekommt steht in den Sternen.

Was mir noch sehr positiv aufgefallen ist,
hier gibt es dieses Rudeltauchen mit 10 Booten
und 100 Tauchern pro Tauchplatz wie am Roten Meer noch nicht.
Wir waren immer alleine.
Ich hoffe das bleibt auch so.

Mehr lesen

Tauchbasen in der Nähe

Zeige alle Tauchbasen