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Flughafensee

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Anfahrt / Anreise:
Stadtring BAB Abfahrt Holzhauser Straße, Holzhauser Straße Richtung Südwest, dann Bernauer Straße entlang bis zur Sterkrader Straße (Ampel). Links abbiegen und geradeaus bis zum Ende der Straße. Zu Fuß Waldweg rechts, etwa 250m, dann kommen die ersten Badestrände. Bitte beachten: Der Anglersteg ist tabu, außer man hat eine persönliche Einladung.
Örtlichkeit / Einstieg:
Bitte nur bei den Badestellen!
Wasser:
Süßwasser
Erreichbarkeit:
Landtauchgang
Max. Tiefe:
34
Schwierigkeit:
Für Fortgeschrittene
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Keine im direkten Umfeld. Mo - Sa: Alle innerstädtischen Tauchbuden.
Tauchregulierung:
Keine. (Die Naturschutzbereiche sind allerdings tabu!) Aber: ab 7m kalt, ab 10m Nacht, ganzjährig. Kompaßbenutzung eingeschränkt möglich (Flughafen!)
Nächster Notruf / Kammer:
Feuerwehr: 112 (Zufahrtsweg beschreiben!) Krankenhaus am Friedrichshain, HBO-Klinik (24h Druckkammerbetrieb): 030 4221 1502 Mobilnetz gut abgedeckt Telefonzelle: Sterkrader Str./Ascheberger Weg

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Ich möchte den Flughafensee an dieser Stelle lobe ...

Ich möchte den Flughafensee an dieser Stelle loben und verteidigen. Von meinen insgesamt 180 Tauchgängen habe ich ca. 100 davon im Flughafensee (FHS) verbracht.
Vielleicht mag ich den See, weil er vor 3 Jahren der erste See war, den ich überhaupt beim Tauchen kennenlernte.
Ich weiß mittlerweile, dass es natürlich andere attraktivere Seen und Unterwasserwelten in der Umgebung von Berlin gibt.

Dennoch bietet der FHS einzigartige Erfahrungen hinsichtlich seiner Tiefe, die manche Taucher gerne aufsuchen und seiner eigenen Stimmungsqualität.
Es gibt im FHS durchaus viele Fische zu betrachten: Barschschwärme und Krebse auch im Winter; in der wärmeren Jahreszeit: Karpfen, Welse, ganze ´Teppiche´ von stehenden Hechten sowie den berühmten ´Riesen-Zander´, der sein Revier zu Recht verteidigt und dem Taucher unter Umständen auch mal anständig ins Neopren zwickt.
Neben dieser bunten Fischwelt überwiegt die tatsächlich eher pflanzenlose Beschaffenheit des Seegrundes. Es kommt mir jedes mal vor, als tauche ich in die ´Wüste´ ab, obwohl ich mich doch im Wassermedium befinde. Das ist absurd und interessant zugleich genauso wie die beiden steilen ´kargen Felswände´ (Grade) unter Wasser. Dann taucht man über Ketten der angelegten Boote am Uferrand hinweg, wodurch die Orientierung in jedem Fall zusätzlich garantiert wird.
ich mag den FHS und möchte ihn nicht missen.
Ich gebe diesem schönen spannenden Tauchort mitten in Berlin, auch mit der BVG (U-Bhf. U6: Holzhauser Str.)easy-going zu erreichen, 5 Flossen und wenn ich ehrlich bin noch eine Flosse gratis obendrauf.
Anke
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Blues LeeCMAS** + AOWD

Anfahrt und Parken + EinstiegBerlin-Tegel, Holzha ...

Anfahrt und Parken + Einstieg
Berlin-Tegel, Holzhauser Straße, Bernauer Straße, Sterkrader Straße, ggf. im Betzdorfer Pfad parken.
Bereits die Park- und Umziehmöglichkeiten im Bereich Sterkrader Straße lassen einen düsteren Schluss auf den Spaßfaktor des anschließenden Tauchgangs zu. Umziehen am Auto und je nach Parkplatzlage 150 - 350 m Anmarsch zur Einstiegsstelle mit vollem Gerödel. Kampftaucher kommen hier schon vor dem Tauchgang voll auf ihre Kosten...
Vor dem Einstieg ins rettende Naß muss der Taucher noch einen recht steilen Sandstrand herunterstiefeln, Stolpern hätte hier mehrere aufeinanderfolgende unfreiwillige Purzelbäume im vollen Gerödel zur Folge...

Infrastruktur
Der Zustand des Toilettencontainers am Strand hält pingelige Gemüter eher auf Abstand. Ebenso die in kurzen Abständen freizügig verteilt umherliegenden ´Tretminen´ der Berliner Fifis... eine Pest, die scheinbar nicht nur im Berliner Innenstadtbereich grassiert.
Füllmöglichkeiten gibt es keine.

Tauchen
Der Flughafensee dient eher als Abschreckung für allzu euphorische Tauchschüler und schlechtes Beispiel für einheimische Gewässer. Nach einem Tauchgang im Flughafensee weiß selbst der abgebrühte Taucher die Vorzüge von Sprunggruben in Frei- und Hallenbädern wieder zu schätzen. Im Sommer ab 6 m kalt + dunkel, aber z. T. etwas bessere Sichtweiten als im Null- bis Fünfmeter-Bereich, es lohnt die Mitnahme einer Lampe.

Wenig Vegetation, hier und da ein ´Schwärmchen´ Barsche. Sonst nur Müll, Totholz und einige größere Steine. Hauptattraktionen sind ein versunkenes Ruderboot und die obligatorischen Flußkrebse, das war´s dann aber auch. ´Schatzsucher´ können sich über verlorene Blinker von Anglern freuen... die einzig glitzernde Sache in der sonst trüb(sinnig)en Umgebung. Hechte kann man im Schilfgürtel entdecken, aber dafür braucht man das Tauchgerödel nicht zu schleppen, ABC + Neo reicht...
Noch ein Highlight: Kleinere Kolonien von bizarren Geweihschwämmen. Das müde Auge des Tauchers kann hier einen Moment die trieste Umgebung vergessen.

Fazit
Würde es diesen See nicht geben, müsste er erfunden werden. Hier könnten alle Tarierferkel, UW-Grabscher und andere unliebsame Tauchgenossen zu Zwangstauchgängen verdonnert werden. 100 %-iger Lernerfolg bezügl. UW-Etikette an den schönen Tauchplätzen dieser Welt wäre garantiert...

Flossenverteilung
1 Flosse dafür, dass es den See gibt.
1 Flosse für die günstige Lage in Berlin, dass man dort überhaupt Tauchen kann und die Gruselqualität der Tauchgänge.

In diesem Sinne gut Luft
Blues Lee


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