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Ich schreibe ja nicht soooo viele Berichte; nur w ...

Ich schreibe ja nicht soooo viele Berichte; nur wenn es was außergewöhnliches gibt - insofern bin ich mal wieder dabei. Wer das Rote Meer schon in- und auswendig kennt und wer auch schon hunderte TG in Asien hat, der sucht vielleicht mal ganz was anderes und denkt evtl. an die Azoren. Klar, wenn man das sieht weshalb man dort hingekommen ist ist alles super, aber Natur ist Natur und wenn also KEIN Mondfisch/Mobula/Walhai vorbeischwimmt sind die Azoren unserer Meinung nach wirklich außergewöhnlich langweilig. Alles was man da sonst sieht (in Menge und Größe) hat man auch im RM in Asien - ja teilweise sogar im südlichen Mittelmeer. Man sollte sich es also wirklich gut überlegen, ob man da hinfährt. Ich schreibe extra NICHT bei einer bestimmten Basis, da diese dafür natürlich nichts kann. Unsere Basis war eigentlich ganz gut - nur die Frau des Hauses ist wohl schon so lange weg von Deutschland, dass sie es wohl nicht mitbekommen hat, dass Alice Schwarzer keine unterstützung mehr braucht
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Azoren/Santa Maria/07. - 23. Juli 2009Azoren? Wo ...

Azoren/Santa Maria/07. - 23. Juli 2009

Azoren? Wo sind die? Die Azoren gehören zu Portugal und liegen etwa 1500 km vor der portugiesischen Küste auf der Linie Lissabon – New York.

Anfangs wusste ich nur wenig über mein Reiseziel. Gehört hatten schon viele meiner Tauchkollegen davon, aber eigene Erfahrungen hatten sie nicht. Hier und da mal eine Reportage im Fernsehen, aber zu Tauchbasen und Tourismus gab es recht wenig Informationen.

Also wurde das Internet herangezogen. Dabei stieß ich auf diese hilfreiche Seite:
http://www.azoren-online.com/
Auch eine Tauchbasis war schnell gefunden. Die von Robert Minderlein. Im Internet unter http://www.wahoo-diving.de/ zu finden.

Da mir die Einzelzimmer der Hotels zu teuer waren, nahm ich Kontakt über o. g. Internetseite zum einem österreichischen Ehepaar auf. Dies stellte sich als Glückstreffer heraus. Das Ehepaar Brunner vermietet ein Doppelzimmer mit eigenem Bad und separatem Eingang. Und das für einen sehr fairen Betrag. Somit war schon mal für die Unterkunft gesorgt. Die Flüge buchte ich über Sea Breeze Travel.


Am Abend des 06. Juli ging es dann gemütlich los. Als erstes zum Münchner Flughafen. Dort gab ich beim Vorabend-Check-Inn das Gepäck auf. Danach fuhr ich zu meiner Übernachtungsmöglichkeit nach Dachau. Am 07. Juli klingelte um 04.00 Uhr der Wecker. Aufstehen! Der Flieger startete um 06.15 Uhr. Es sollte ein langer Tag werden. Nach der Landung in Lissabon, dort Aufenthalt bis 16.15 Uhr zum Weiterflug nach Ponta Delgada. Der geplante Weiterflug von Ponta Delgada nach Santa Maria verschob sich von 21.00 Uhr auf 22.45 Uhr. Um 23.20 Uhr deutscher Zeit landete ich endlich auf Santa Maria, wo mich mein Mietwagen bereits erwartete.


Jetzt wurde es interessant. Wie sollte ich die angegebene Adresse finden? Zu meinem Schrecken gab es weder Orts- noch Straßenschilder. Die Straßen waren um diese Zeit bereits wie leergefegt. Zu alledem auch noch Nieselregen und dichter Nebel. Nachdem ich die Küstenstraße fast zwei Stunden planlos auf- und abgefahren war, hatte ich mich bereits auf eine Nacht auf der Rückbank des Kleinwagens abgefunden. Doch dann fand ich eine Kneipe. Dort kannte man die Adresse und fuhr freundlicherweise voraus. Mir fiel ein Stein vom Herzen als ich endlich angekommen war. Ein Hoch auf die Biertrinker! Nur noch Duschen und ins Bett.

Am nächsten Tag ging es nach dem leckeren Frühstück erst einmal zur Tauchbasis. Die liegt etwas ungewöhnlich, nämlich in den Bergen. Ich hatte vorab ein 20-er Tauchpaket gebucht. Am nächsten Tag ging es dann richtig los. Wir trafen uns morgens an der Basis, verluden Flaschen und die Ausrüstung auf Roberts Land-Rover. Dann ging es in den Hafen zum dort liegenden Boot. Hauptsächlich wurde vom großen Boot aus getaucht, einem BWA Super Sub mit 225-PS-Außenborder.
Robert hat noch weitere kleinere Schlauchboote (ehemalige Pionierboote). So kann je nach Wetterlage von verschiedenen Häfen aus getaucht werden.

Das Tauchen dort ist mit einer Safari im Roten Meer nicht zu vergleichen. Jeder Taucher muss mit anpacken. Üblicherweise laufen die Tauchgänge so ab, dass man sein Gerät im Hafen montiert, aufs Boot bringt und am Tauchplatz angekommen an einer kurzen Leine außen ans Boot hängt. Dort zieht man es dann im Wasser an und taucht ab. Nach Ende des Tauchgangs das gleiche umgekehrt. Jacket an die Leine hängen, ins Boot klettern und das Gerät herein ziehen, wobei es sich als vorteilhaft erwiesen hat, wenn jemand von Wasser aus von unten schiebt. Auf dem Boot herrscht Selbstverpflegung, d. h. zwischen den üblichen zwei Tauchgängen bleibt man an „Bord“. Ein kleiner Imbiss kann da nicht schaden. Vielen Dank hier an Frau Brunner die mich mit leckeren „Jausenbroten“ versorgte.

Die Tauchgänge waren alle ihr Geld wert. Seien es Dutzende Nacktschnecken auf einigen Quadratmetern, riesige Zackenbarsche (richtig ausgewachsen!), Delfinschulen mit 30 – 40 Tieren, Große Tümmler, mindestens tausend Barrakudas (Ambrosia) oder die Mobulas von denen wir bis zu 18 Exemplare gleichzeitig hatten (Ambrosia). Die Garnelenhöhle konnte ich leider nicht mehr betauchen, aber das werde ich sicher nachholen. Und es gibt noch viel mehr zu sehen. Nach meiner Abreise ist dann am 25. Juli auch ein Walhai gesichtet worden.


Nun zu den nüchternen Zahlen:

Kosten:
Flüge: ca. 550 Euro
Mietwagen: 550 Euro plus Benzin, zurückgelegte km: 1080 (Vermieter: Ilha do Sol, sehr nett)
16 Übernachtungen mit Frühstück: 400 Euro
Tauchen: 23 Tauchgänge mit zwei Ausfahrten zu den Formigas, drei Ausfahrten Ambrosia und ein Schnorcheltag, insgesamt 970 Euro.
Tauchgepäck wurde nur einmal in Deutschland durch die Lufthansa kassiert (30 Euro/15 kg). Innerhalb der Azoren sollte es 1,60 Euro pro kg kosten (one-way). Tatsächlich hat das Gepäck niemanden interessiert und wurde kostenlos befördert. Das gleich galt für den Rückflug bis nach Deutschland. Auch hier kassierte niemand mehr zusätzlich ab.

Hinzu kommen noch die Verpflegungskosten für das Abendessen (ca. 20 Euro/Tag) usw. Die Preise bewegen sich etwa auf deutschen Niveau. Unbedingt auch einmal eine reif geerntete Ananas kosten!

Die Wassertemperatur betrug zwischen 20 und 22 Grad.


Anfügen möchte ich noch das die Aussage „Vier Jahreszeiten an einem Tag“ das Wetter auf den Azoreninseln treffend beschreibt, wobei es aber keinen richtigen Winter gibt . Mehrmalige Wetterwechsel täglich sind normal, müssen aber nicht eintreffen, also lasst euch nicht durch die Bilder täuschen. Regenjacke und Sonnenschutz muss man immer dabei haben. Santa Maria ist aber die Insel mit den meisten Sonnentagen. Es gibt auf Santa Maria wenig Sandstrände, aber die sind sehr gepflegt und nicht überlaufen. Und die Brandung verdient ihren Namen auch.

Die Luft auf den Azoren ist zeitweise sehr feucht. Trockenmittel für die Kamera in ausreichender Menge nicht vergessen, am besten für jedes Öffnen des Gehäuses ein neues Päckchen. Ich hatte nicht ausreichend vorgesorgt und konnte daher manche Sachen nicht fotografieren, weil die Linse dick angelaufen war. Die hohe Luftfeuchtigkeit behindert auch das Trocknen der Wäsche. Ich empfehle schnelltrocknende Trekkingbekleidung aus Funktionsfaser falls man selbst waschen will oder muss.

Ein Wort zum Schluß:
Wer Nightlife sucht wird auf den Azoren, speziell auf Santa Maria, herb enttäuscht. Bis auf die Autovermieter und ein paar Restaurants ist kaum touristische Infrastruktur vorhanden. Der Großteil der Touristen kommt auch nicht aus Europa, sondern den USA. Es handelt sich dabei zumeist um Auswanderer die ihre alte Heimat besuchen. Englisch wird deshalb oft, aber nicht überall gesprochen. Ein paar Brocken portugiesisch sollte man sich deshalb aneignen.

Zum Tauchen vom Boot aus ist noch anzumerken das der Atlantik durchaus auch mal etwas rauher werden kann. Es kam durchaus vor, dass drei Personen gleichzeitig die Fische fütterten. Nun kann man das Wetter bekanntlicherweise nicht steuern und somit kann man es der Tauchbasis auch nicht anlasten, dass es Wellengang gibt. Auch das Einsteigen ins Boot vom Wasser aus erfordert ein bisschen Fitness. Grundsätzlich bleibt noch zu sagen, dass ich die Tauchgänge als nicht geeignet für Anfänger betrachte.

Zum Tauchgepäck ist zu sagen, dass 15 kg (TAP Portugal) reichlich knapp sind. Ein 7mm-Halbtrocken mit Kopfhaube ist die erste Wahl. Dazu Regler, Jacket, Flossen usw. und man gerät schnell an die Gewichtsgrenze. Werden die 15 kg erheblich überschritten werden 75 Euro pro Strecke, statt 30 Euro fällig. In diesem Fall Kontakt mit der Tauchbasis aufnehmen. Eventuell können Flossen oder andere Ausrüstung günstig gemietet werden. Air Berlin bietet auch Direktflüge ab Nürnberg via Düsseldorf nach Ponta Delgada an. Derzeit können so bis zu 30 kg Tauchgepäck zu 25 Euro pro Strecke mitgenommen werden. Allerdings fallen evtl. innerazorisch noch Kosten an (1,60 Euro/kg). Hier fliegt nur die SATA.

Ein unvergesslicher Tauchurlaub, bei dem auch der Rest nicht zu kurz kommt.

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Allgemein:
Unsere Reise haben wir über
drop off diving adventures GmbH
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Phone: +49 (0)2222 938839
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Mail: info@drop-off.de
Web: www.drop-off.de

gebucht. Das war absolut problemlos und profizionell. Wir waren auf San Miguel. Die Stadt hieß Villa Franca do Campo. Wir waren dort vom 1. - 15 Mai. Leider war das Wasser dieses Jahr noch recht kalt (14-16°C). Auch gab es nur sehr selten Sonnenschein und so waren die Temperaturen (gefühlt wurden da immer noch 4-5°C abgezogen) mit meistens unter 20°C auch nicht gerade erwärmend. Insofern ist das um diese Jahreszeit kein Urlaub für ´Warmduscher´.

Der Flug:
Geflogen sind wir mit SATA, da es Mittwochs und Sonntags immer einen Direktflug von Frankfurt dorhin gibt. Obwohl der Flug mehr als 4 Std dauert, gibt es außer 1 Brötchen nichts zu essen. Das war etwas mau, wobei es sonst nichts auszusetzen gab.

Das Hotel:
Das Hotel hieß Marina und war sofort an einer Promenade gelegen, hinter der das Meer anfing. Einen Tag haben wir vom Balkon aus Wale beobachten können. Das war super! Ansonsten ist das Hotel sauber (vom Reinigen her), jedoch renovierungsbedürftig. Der Teppichboden in den Zimmern schreit vor Flecken, an den Wänden im ganzen Hs sind Wasserflecken zu finden etc. Das Frühstück bestand an den ersten beiden Tagen nur aus Brot/Brötchen 1 Sorte Käse, 1 Sorte Wurst, Marmelade, Honig und Früchtemix. Letzteres fiel im weiteren weg. Dafür gab es dann Ei (mal gekocht, mal Spiegel mal Rühr) mit Speck. Für jemanden wie uns, der 2 Wochen dort ist eher mäßig.

Das Wichtigste, Das Tauchen:
Getaucht sind wir mit

Pedro Piteira
OWS Instructor #977514
Base Leader Azores Sub
PADI Dive Center S-799216

Visite-nos em: www.azoressub.com

und George. Das ist ein absolut professionelles und sehr nettes Team. Die kommen von uns alle zur Verfügung stehenden Flossen! Sowohl was die Ausrüstung und die Ausstattung der Basis (mit warmen Duschen) als auch was den Umgang mit uns und anderen Gästen angeht waren die beiden sehr umsichtig, nett und immer zu einem Spaß aufgelegt. Meine neue Kamera - übrigens auch seh empfehlenswert von BS-Kinetics bezogen über http://www.uw-fotopartner.com - wurde wie ein rohes Ei behandelt. Und gerade in nicht alltäglichen Situationen, meine Frau hatte einen Tag ein Problem mit Ihrem Rücken - zeigte sich wirklich die Profesionalität dieses Teams.
Leider konnten wir nur wenige der spektakulären Tauchfahrten auf Grund des Wetters machen. Ein Durchtauchen einer Höhle mit anschließendem sehr bizarem Umfeld gehörte jedoch zu den High-Lights die ich jedem empfehlen kann. Wenn Ihr dort hinfahrt und schon ein bißchen Erfahrung habt sollte Ihr die beiden auf jeden Fall darauf ansprechen.

Ich werde jedenfalls wieder dort hinfahren. Diesmal allerdings im Frühherbst. Dann ist die Wahrscheinlichkeit auf taucherfreundlicheres Wetter bedeutend größer. Diese Insel und wie wir dort erfahren haben, auch die ganze Inselgruppe ist für Taucher sehr schön. Und nochmal die Empfehlung dieser Tauchbasis.
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