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Albena

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Ich war im September 2004 in Bulgarien und zwar i ...

Ich war im September 2004 in Bulgarien und zwar in Albena, etwa 15 KM nördlich vom Goldstrand.
Im Urlaubsort Albena gibt es nur eine Tauchbasis, was die Auswahl ziemlich einfach macht. Es handelt sich um das NAUI Diving Center im Hotel Laguna Beach.
Die Basis ist relativ klein und mit nur drei Personen besetzt, ein Mädel für den Papierkram und 2 Guides. Deutsch und Englisch werden recht gut gesprochen, Französisch eher nicht.
Die Ausrüstung ist fast ausschließlich von Mares und in gutem Zustand.
Die Tauchplätze werden ausschließlich mit dem Pkw bzw. Kleinbus angefahren, sie liegen zwischen 40 und 80 KM von Albena entfernt. Dafür wird eine Gebühr von 20 Leva ( 2 Leva ~ 1 € ) pro Person berechnet.
Die Preise für einen Tauchgang inklusive kompletter Ausrüstung liegen bei 62 Leva für einen Tauchgang und 160 Leva bei einem Tauchpaket mit 4 Tauchgängen. Der Preis bei eigener Ausrüstung liegt bei 42 Leva.
Ich selbst hatte nur ABC mit und fand die Preise im Vergleich zu Ägypten oder Kroatien deutlich billiger.
Noch eine Anmerkung: Wer das ABC zum Schorcheln mitbringt, kann es auch zu Hause lassen, am Strand in Albena gibt außer Sand und Seegras nicht zu sehen.
Die vom mir besuchten Tauchplätze, Kap Kaliakra und Kap Schabla. waren allesamt recht flach, maximale Tiefe 12 m, meist aber um die 5 m.
Beim ersten Mal waren wir ( 2 Taucher + Guide ) zuerst am Kap Schabla, wgen fast 3 m hoher Wellen war an Tauchen aber nicht zu denken ( der Einstieg erfolgt von den Klippen). Von da aus fuhren wir um die 40 KM an die Südseite des Kap Kaliakra, die windgeschützt liegt. Der Guide und Inhaber der Basis( Jivko ) bot wegen der schlechten Unterwassersicht an, unverrichteter Dinge wieder abzuziehen, er würde nur die Fahrt s.o. berechnen.
Da wir schon mal da waren wollten wir es trotzdem probieren. Die Sicht betrug im höchstfall 3 m, ich hatte nur damit zu tun, den Guide nicht zu verlieren. Der Tauchgang war was für´n A...
Auf den, eigentlich gebuchten 2. Gang habe ich dankend verzichtet. Warum der 2. Mittaucher seinen 2. Gang wahrgenommen hat, weiß er ganz alleine.
Zurück an der Basis erklärte Jivko bei Nord- oder Ostwind ( hatten wir ) sei an Tauchen kaum zu denken. Er bot an, sich im Hotel zu melden, sobald das Wetter wieder mitspiele.
Nach etwa 3 Tagen unternahmen wir dann am Kap Schabla den 2. Versuch. Wir waren mit 6 Tauchern + 2 Guides. Ach ja, Jivko sagte, er taucht nie mit mehr als 3 Tauchern pro Guide. Finde ich voll in Ordnung, das kenne ich von Ägypten anders.
Der Einstieg ins Wasser war ein Erlebnis, erst die Ausrüstung etwa 50 m über die Klippen schlören, dann nur mit Neopren und Blei etwa 2 m tief von der Klippe ins Wasser springen und der Rest wird dir nachgeworfen, also im Wasser anziehen.
Wir haben dann in 2 Gruppen an einem deutschen Schiffswrack ( Frachter )aus dem 2. Weltkrieg getaucht.
Die Sicht betrug etwa 10 - 15 m. Das Wrack ist trotz über 100 m Länge ziemlich stark zerstört, der Tauchgang war aber in Ordnung. Der zweite Tauchgang fand wenige Meter weiter an der Steilküste mit vielen Höhlen und Grotten statt. Bedingungen wie vor, sehr interessant.
Flora und Fauna im Schwarzen Meer, zumindest was ich gesehen habe: Miesmuscheln on Mass, Schnecken, Krabben, wenige und kleine Fische. Kein Vergleich mit dem Mittelmeer und schon gar nicht mit tropischen Gewässern.
Weitere geplante Gänge fielen auf Grund des beschissenen Windes aus, obwohl das Wetter ansonsten schön und warm war ( um die 25 Grad ).
Wassertemperatur lag übrigens bei 24 Grad.
Obwohl es nur zu drei Tauchgängen kam, wurde auf Basis des 4er Paketes abgerechnet. also 120 Leva für drei Gänge plus 2mal Fahrt.
Fazit:
Schwarzes Meer als Tauchplatz:
Na ja, aber wer auch in Deutschland in Binnengewässer geht, ist dort allemal besser aufgehoben.
Basis in Albena:
Kompetent und sehr fair in der Preisgestaltung, man schleppt dich nicht irgendwo hin, wo du sowieso nichts siehst und kassiert dann.
Noch ein Schmankerl und 2 Anmerkungen:
Bei der Abreise kaufte Jivko mir meine Boots noch zum Neupreis ab, weiß nicht ob die dort schwer zu bekommen sind.
Boots wegen der Klippen zwingend erforderlich.
Tauchen ohne Guide in Bulgarien verboten.
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