Schreibe eine Bewertung

Bewertungen(145)

Zweiter Besuch - nach einem im September 2010 - b ...

Zweiter Besuch - nach einem im September 2010 - bei Orca in Safaga, allerdings diesmal unter mehr als ungewöhnlichen Umständen. Während die Medien über Revolution in Ägypten berichteten und über Versorgungsengpässe auch am Roten Meer spekulierten, entschloss ich mich am 21.02.2011, am 24.02.2011 nach Hurghada zu fliegen und eine Woche bei Orca in Safaga zu verbringen. Der Emailkontakt mit der Basis funktionierte problemlos, ein Sonderangebot stand zur Verfügung und der Condor-Flug von Frankfurt fand als einer von wenigen statt. Nachdem ich Familie und Umfeld davon überzeugt hatte, im Angesicht der Medienbilder nicht den Verstand verloren zu haben, ging es am 24.02.2011 pünktlich und mit fast voller Maschine los.

Die Ankunft am Flughafen in Hurghada war eher gespenstisch. Neben der Condor-Maschine standen nur noch zwei britische Flieger auf dem Vorfeld - ansonsten herrschte gähnende Leere. Visumkauf und Einreise liefen ohne längere Wartezeiten problemlos, wobei ich bereits vorsichtshalber am Bankschalter Euro in Pfund getauscht hatte.

Abgeholt vom Fahrer der Orca-Basis ging es dann direkt nach Safaga. Den Verkehr in Hurghada darf man getrost als zusammen gebrochen bezeichnen. Keine Touristenbusse, kaum Taxis, wenig Kleinbusse - es ist schlicht keiner mehr da, der sie nutzen könnte. Auf dem Weg nach Safaga waren wir abgesehen von einigen LKW eher allein unterwegs. Militärfahrzeuge waren nicht zu sehen.

Nachdem ich als zunächst einziger Gast des Orca Village mein Zimmer bezogen hatte, ging es zur Basis, wo Tom bereits auf mich wartete. Das Einchecken ging - wie beim letzten Mal auch - gründlich, aber zügig vor sich. Nicht lang danach kamen weitere drei Tauchkollegen, mit denen ich in den nächsten Tagen das Boot teilte.

Die nun folgenden Tauchtage fanden - absehen von vereinzelten Kursteilnehmern - im Wesentlichen mit vier oder fünf Tauchern auf der Amira Star statt. Außer uns war in den ersten Tagen kaum ein anderes Boot zu sehen. Panorama Reef, Salem Express, selbst Tobia Kebir oder Tobia Island - die Plätze waren leer, und wir hatten sie ganz allein für uns. Der Unterwasserwelt hat die zeitweilige Unterbrechung des Tauch- und Schnorchelbetriebes gut getan. Fisch war in allen Größen reichlich - und zumindest meinem subjektiven Empfinden nach - deutlich mehr als im letzten Jahr vorhanden.

Die wenigen Gäste taten den Tauchgängen und den Fahrtstrecken keinen Abbruch. Es wurden uns durchgehend drei statt zwei Tauchgänge vom Boot pro Tag ermöglicht. Und wann hat man in Safaga mal so viel Ruhe an den Tauchplätzen?

Tom, Ulli, Jeanett und die Bootsbesatzung bemühten sich intensiv um uns und ließen den spontanen Urlaub zu einem sorgenfreien Erlebnis werden. Von Versorgungsengpässen war - bis auf das Wechseln von Geld - nichts zu spüren. Trotz leerer Hotels waren die Strandbars im Lotus Bay und im Orca Village geöffnet, so dass man auch abends noch etwas zusammen sitzen konnte. Außerhalb der Hotels war von Revolution nichts zu spüren. Es überwogen die Fragen der Ägypter, wann denn nun endlich wieder Flieger mit Touristen aus Europa kommen würden.

Also: Hinsichtlich der Basis sehr zufrieden wie beim letzten Mal auch, trotz oder gerade wegen ungewöhnlicher Umstände entspanntes Tauchen ohne Massenbetrieb erlebt - was will man mehr? Wer Zeit und Gelegenheit hat, sollte die derzeitige Tourismusflaute nutzen, um die Tauchplätze des Roten Meeres weitestgehend allein und ungestört zu genießen.



Du kannst deinen Urlaub direkt bei dieser Tauchbasis buchen