Joes Diving Bali - Die Tauchburg, Tulamben

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Taucher328134IDA/CMAS**249 TGs

Eine "Burg" oder eher ein "Verlies"?!?!

War ich vom 25.05. bis 09.06.2019 an einem anderen Ort oder hat sich einiges nicht gerade zum Positiven gewandelt, insofern man den letztjährigen Berichten Glauben schenken darf.
Die Burg an sich, hat Charme keine Frage, so etwas findet man nicht so einfach irgendwo sonst. 4 Sterne dafür.
Auch die guten einheimischen Geister waren immer freundlich, zuvorkommend, hilfsbereit, einfach Klasse! Diese erhalten 5 Sterne.
Ob es jedoch am Personalmangel auf der Leitungsebene und/ oder auch dass der Chef aus Gründen nicht anwesend war, ließ spüren, dass die Anwesenden hier und da überfordert waren.
Für die Organisation der Ausflüge und Tipps nicht zum Tauchen gehörenden Aktivitäten gibt es den vollsten Respekt.
Jedoch merkt man die "schwäbische" Mentalität zum Ersten bei der Tauchbasis, ein Kompressor der ohne Schalldämpfer-Filter, auf der Ansaugseite, arbeitet,
Zum Zweiten gibt es kein "Nitrox (EAN) for free", wie vielerorts in der Welt seit Jahren zu finden und üblich, sondern kostet extra. Wie einiges anderen auch reichlich Aufpreis kostet, Nicht komplett verbrauchte Tauchgänge aus Tauchpaketen werden weder Gutgeschrieben, noch sind sie auf nicht Verwandte Tauchpartner übertragbar.
Zum Dritten sind die Einstiege sog. Hausriff Tauchplätze wie die USAT Liberty, Coral Garden und Drop off keinesfalls leicht. Bei den recht großen Kieselsteinen und bei entsprechend höherem Wellengang, sind Stürze und schwerwiegende Verletzungen geradezu vorprogrammiert.
Zum Vierten werden nur die Flaschen zu den Hausriff-Tauchplätzen gefahren, man läuft angezogen im Neopren mit seiner kompletten Ausrüstungen (incl. Bleigurt) zu den Plätzen. So kann man natürlich das Sporttauchen auch definieren.
Den ein oder anderen Tauchplatz hätte nicht anfahren müssen, wenn man sich im Vorfeld über die schlechten Sichtverhältnisse bei anderen Basen und oder Guides informiert hätte.
Einige Plätze sind am Spät-Nachmittag auch nicht so schön, weil auf Grund des Sonnenstandes, dass natürliche Licht geringer ist, besonders bei den dunklen Untergründen.

Als Fünftes, gehört es sich nicht für einen Guide in Personalunion als Resort-/Basen-Leitung nach einem "ersten, schlechten" Tauchgang, die Gäste verbal anzugehen. Ganz davon abgesehen dass es sich ebenso wenig anschickt, über sich Tauchgäste , die sich noch im Wasser befinden, gegenüber anderen auf einem Boot anwesende Tauchgäste, negativ zu äußeren! Anschließend wurden die betreffenden jedoch nicht mehr auf ihr "Fehlverhalten" persönlich angesprochen.
Dazu kommt außerdem, dass man sich nicht, beim Begleichen der Rechnung, über das Konsumverhalten andere Gäste äußert. Diskretion geht anders!
Davon abgesehen, herrschte eine Ein & Ausgangs-Kontrolle in Form einer Tafel, an dem die Name notiert werden müssen, falls die "Burg" verlassen wird. Nach der Rückkehr muss der Name wieder von der Tafel entfernt werden. Wenn alle wieder im Haus sind, wird das Tor verschlossen, mit dem einzig verfügbaren Schlüssel!

Ein Stern ist dafür noch geschmeichelt.

Als Resümee ist noch zu sagen, dass Bali eine schöne Insel mit vielen, zu entdeckenden Dingen incl. Tauchplätzen gibt und durchaus eine zweite Reise wert ist.
Aber nicht mehr dort hin. Möglicherweise war es etwas blauäugig, sich im Vorfeld gar nicht über das Resort etc. zu informieren.

Viel Spaß beim Tauchen und immer 50 bar in der Flasche

F.R.