Embudu, Süd Male Atoll, Diverland

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ruessellinchenCMAS**185 TGs

Wir waren im August für 2 Wochen auf der Insel Em ...

Wir waren im August für 2 Wochen auf der Insel Embudu und waren dort natürlich auch tauchen.
Wie schon bekannt, kann man erst einen Tag nach Ankunft dort einchecken. Dieses geht nur um 10.30 Uhr. Man füllt den obligatorischen PADI Zettel mit Haftungsausschluss aus, zeigt sein Brevet und TTU, sagt wie viel TG man hat und schon bekommt man dort eine Netztasche für sein Gerödel in die Hand gedrückt. Danach wird der Checkdive durchgeführt. Wer mehr als 30 geloggte TG hat, darf allein mit Buddy vom Boot aus und am Hausriff tauchen gehen.

Es gibt 2 Waschbecken für Anzüge, Jackets und Regler. Die Anzüge werden zum trocknen auf Bügel gehängt. Für die Jackets und Regler gibt es im Kompressorraum genügend Ablagefläche bzw. Regal in denen man alles verstauen kann. Flossen, Maske etc werden in der Netztasche aufbewahrt.
Da dieser Raum von morgens bis abends offen war, haben wir unsere Regler immer wieder mitgenommen.
Es gibt Luft in 10 ltr Flaschen, Nitrox kostet pro Flasche 3 Euro Zuschlag dafür bekommt man aber auch ne 12 ltr Flasche.

Apropos Hausriff, wir waren sehr enttäuscht vom Hausriff was die Korallen angeht. Nach 3 TG dort war für uns Schluss mit Hausrifftauchen. Vieles ist total kaputt, man sieht hier sehr deutlich das El Ninjo und nicht tarierfähige Taucher zugeschlagen haben. Wir sind auch schnorchelnder Weise unterwegs gewesen. Von Muränen, Napoleons über Schildkröten ist alles am Hausriff vertreten. Schwarzspitzenriffhaie, Mantas, Adlerrochen und Mobulas haben wir beim schnorcheln gesehen. Beim tauchen am Hausriff haben wir außer Muränen jedoch nur die üblichen verdächtigen wie Papageienfische, Füsseliere und die lustigen Nasendoktorfische gesehen. Kaum Schnecken, wenn mal eine da war dann war es ne Warzenschnecke. Leider keine der schönen Prachtsternschnecken.


Jeden Abend wurden für den nächsten Tag die Tauchgänge ausgehängt die angefahren werden. Man muss sich nicht in Listen eintragen, sondern muss nur zur angeschlagenen Zeit in der Basis sein um sein Gerödel zu packen und dann zum Boot gehen.

An Bord sucht man sich ein Plätzchen und wartet bis die Crew das Gerödel bringt. Dann geht die Ruferei los, wer hat diese Flasche wer hat jene Flasche. Wer hat die Tasche mit der Nummer x und wem gehört die Tasche mit der Nummer y. Für unsere Begriffe sehr sehr umständlich. Fest zugewiesene Kisten in denen man sein Gerödel verstaut wäre vorteilhafter.
Auch wenn die Jackets nicht auf der Basis an die Flaschen gerödelt werden müssten sondern auf dem Boot.

Der Ablauf sieht wie folgt aus:
Flasche an der Basis nehmen, wichtig Nummer merken
Jacket befestigen, Regler dran und Druck prüfen
Regler wieder ab, Flasche mit Jacket auf eine Karre stellen lassen,
Regler in Netztasche verstauen und auf die andere Karre legen.
Blei auf die Karre legen auf der auch die Taschen verstaut werden.
Dann zum Boot gehen und warten bis das Gerödel kommt.
Wenn das Gerödel am Boot angekommen ist, wird die Flaschennummer gerufen. Man reagiert und die Crew stellt einem die Flasche mit Jacket dort ab wo gerade Platz ist.
Dann werden die Taschen nach gleichem Muster verteilt.

Tauchplatz wird angefahren, einer der Guides prüft die evtl. vorhandene Strömung.
In der Zeit zieht man sich komplett an und wartet bis der Guide wieder da ist.
Erst dann gibt es ein Mini Briefing!!! Wohlgemerkt man sitzt komplett angerödelt in der Hitze auf dem Boot und wartet das endlich gebrieft wird und man ins Wasser kann.
Dann kommt die Frage ob noch Fragen wären, nicht-gut dann ab ins Wasser.
Ohne Worte!!!
Nachdem der TG beendet wurde und man an Bord zurück ist bekommt man direkt und unmittelbar eine Tasse heißen Tee. Egal ob man noch im Anzug steckt oder gerade nen Handtuch sucht.

Die Crew an Bord ist vollkommen o.k., die Jungs machen Ihren Job und zwar genau so wie man es Ihnen sagt. Nicht mehr und nicht weniger.

Wenn man zur Basis kommt und es ist halt gerade mal keine Öffnungszeit dann sollte man nicht wagen jemanden von der Crew anzusprechen. Wenn Blicke töten könnten, hätte ich diesen Bericht nicht schreiben können.

Von Kundenorientiertheit ist man hier Meilenweit entfernt. Das ist die erste Tauchbasis in der wir wirklich als Nummer behandelt wurden und nicht als zahlender Kunde.
Man wird dort auch unter der Zimmernummer geführt, Herren sind Zimmer Nr. plus A und Damen sind Zimmer Nr. plus B.

Wir haben dann doch noch jeder 10 TG dort gemacht. Vor allem der Manta Point am Lankan Reef war total klasse. Jede Menge Mantas und auch 2 Mobulas ließen sich dort putzen.
Was für uns jedoch total unverständlich ist, das man sich dort am Manta Point ins Riff legen muss, wehe dem der es nicht macht. Der wird direkt an der Oberfläche angepfiffen das man sich ja ins Riff zu legen hat !!!

Ohne Worte!!!Denn überall wird der Riffschutz groß geschrieben, nur dort leider nicht.
Wir waren nur froh dass wir lange Anzüge mithatten. Andere die mit Shorty getaucht sind haben ordentlich Blessuren an den Beinen und den Armen davon getragen.
Bei der Abfahrt zum Lankan Reef wurde uns auch nicht gesagt das wir die Mittagspause zwischen den 2 TG an einer einheimischen Insel verbringen würden. Denn dann hätte Mann/Frau noch Zeit gehabt sich eine andere Hose vom Bungi zu holen. Denn als wir dort ankamen wurde uns mitgeteilt das man die Insel nur mit enstprechender Beinbekleidung, welche die Knie bedeckten, betreten darf.
OK - das ist in einem muslimischen Land eben so! Wenn man gewußt hätte das man diese Insel besucht hätte man vorbeugen können in dem man den Gästen sagt was Sache ist.

Kurz vor unserer Abreise sprachen wir mit jemanden von der Tauchbasis um unseren Unmut über die Organisation kundzutun. Wir hatten keine Chance.
Er war von sich und seiner Tauchbasis so überzeugt dass er keine Kritik zuließ.
Als wir unsere Rechnung beglichen hatten, wurden wir auch nicht gefragt ob es uns gefallen hätte oder ob wir beabsichtigen mal wieder zu kommen.

Man kann den Eindruck haben, dass man es nur auf das Geld der Urlauber abgesehen hat.


Fazit:

Insel ist sehr gut, essen ist für jeden etwas dabei, Superior Bungalows sind gut.
Wir werden diese Insel aufgrund der Tauchbasis nicht mehr besuchen.
Dieser Reisebericht gibt unsere persönliche Meinung wieder es wird sicher andere Leute geben denen die Tauchbasis zusagt.