Embudu, Süd Male Atoll, Diverland

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MaledivenurlauberCMAS **241 TGs

Wir, (CMAS 2* 241 TG / 209 TG ) waren im August 2 ...

Wir, (CMAS 2* 241 TG / 209 TG ) waren im August 2010 mit unserer Tochter 14 Jahre (CMAS 1’106 TG ) erstmalig auf Embudu und haben bei (mit) Diverland getaucht.
Es war unser insgesamt 10. Maledivenurlaub.
Der nachfolgende Bericht schildert die vorgefundenen Gegebenheiten.

Zu Beginn möchte ich ausdrücklich die positive Ausnahme im Team der Tauchbasis erwähnen, nämlich Risey, einen maledivischen Tauchguide, der einen super Einsatz
gezeigt hat und dem man anmerkte, dass er Spaß am Tauchen hat.
Ein ganz großes Lob und Dankeschön dafür, besonders auch von unserer Tochter.

Nun zum Bericht selber.
Beim Einchecken auf der Basis wurden wir von einer Ansammlung von Personen empfangen, die einen nicht sonderlich motivierten Eindruck machten.
Nachdem wir unsere Absicht bekundet hatten, tauchen zu wollen und wir uns wegen des hohen Preises für normale Pressluft (dort Spar Tauchen genannt) entschieden hatten, wurde uns die Basis gezeigt sowie der Ablauf erklärt und genauestens auf die Öffnungs-/Sprechzeiten hingewiesen. Ansonsten beschränkte man sich auf die notwendigsten Infos.
Es wurde nicht nachgefragt, wann oder wo wir das letzte Mal getaucht haben.

Pressluft gibt es nur in 10 l Flaschen 34 €, Nitrox gibt es in 10 oder 12l Flaschen ist nicht
for free, wie eigentlich schon Standard, kostest einen Aufpreis von 3 €, Fülldruck 200Bar. Vorrausbuchung von Tauchpaketen (Preisreduktion) ist nicht möglich.

Nach dem Aufrödeln stand der Checktauchgang am Hausriff auf der anderen Seite der Insel an. Von meiner Frau auf einen Flaschenservice dorthin angesprochen, wurde uns geantwortet, „wir wären doch Sporttaucher und außerdem ist die Insel doch nicht so groß.“

Mit so einer „kundenfreundlichen „ Antwort hatten wir nicht gerechnet, stumm vor Glück schleppten wir (einschließlich unsere Tochter) die gesamte Ausrüstung quer über die Insel.
In der Lagune dann das Übliche: Bleicheck, Maske ausblasen, Wechselatmung.
Da wir unbegleitet waren, konnten wir nach dem Check unseren Tauchgang alleine fortsetzen.
Infos zu irgendwelchen Besonderheiten an dieser Stelle des Hausriffs bekamen wir keine,
außer, das auf 210 Grad ein kleines Wrack liegen würde. Da uns aber niemand von der Basis auf die Mitnahme eines Kompasses ans Hausriff hingewiesen hatte, nutzte uns diese Info wenig.

Wir absolvierten am Hausriff insgesamt (nur) 3 Tauchgänge, da wir im Vergleich zum Hausriff von Eriyadu sehr enttäuscht waren. Große Flächen des Riffes, gerade an stark frequentierten Stellen, sind abgestorben und kaputt.
Die Einstiege waren gekennzeichnet, es fehlte aber eine 2. Strömungsboje, so konnten weder Taucher noch Schnorchler von Land erkennen, welche Strömung aktuell vorherrscht.

Nun zum Tauchen vom Boot aus. Es wurde jeweils morgens und nachmittags eine
Ausfahrt angeboten. 80% der angebotenen Plätze waren Easy Dives, ohne oder mit wenig Strömung .5 Tage hintereinander wurde das gleiche Riff angefahren, nur an einer anderen Stelle gesprungen, so nannte sich der Tauchplatz jedes Mal anders.

Flaschen werden erst kurz vor dem TG mit aufgerödeltem Jacket zum Boot gebracht.
Wenn man nicht genau aufpasst, werden sie irgendwo auf dem Boot abgestellt, nur nicht dort wo man sitzt.
Die Netztaschen mit dem restlichen Equipment und das Blei wurden nach Aufrufen der Nummer hinten aufs Boot gelegt und jeder sprang auf, um seine Tasche zu ergattern.
Es war eine große Unruhe auf dem Boot, weil jeder mehrfach hin und her laufen musste.
Die Briefings waren sehr kurz und erfolgten immer erst im komplett aufgerödelten Zustand. Die Tauchplatzskizze war auf ein DIN A4 Blatt, zu klein, und so nicht für jeden zu erkennen.

Als unbegleiteter Taucher springt man als erstes vom Boot und macht dann sein Ding.
Danach folgten die Geguideten, wir hatten das Gefühl, das man sich bei den unbegleiteten mit Infos zu Besonderheiten am Tauchplatz stark zurückhielt.

Das Boot hat einem nach Setzen der Boje und beendetem Sicherheitsstop schnell wieder
aufgenommen, die Flasche wurde einem leider beim Heraufkommen aufs Boot nicht sofort abgeschraubt, sodass jeder mit voller Montur wieder quer übers Boot gelaufen ist, egal bei welchem Wellengang. Da einige Taucher schon mit dem Abbau beschäftigt waren, kam es öfters schon zu teilweise gefährlichen Situationen.
Den obligatorischen Tee gab es auch, aber leider viel zu früh, nämlich dann, wenn man noch mitten im Abrödeln war und ihn eigentlich noch gar nicht gebrauchen konnte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir vom Service und Engagement der Tauchbasis
sehr enttäuscht waren, was sich auch in der Anzahl der TG niedergeschlagen hat.
Das Preis / Leistungsverhältnis stimmt hier überhaupt nicht.
Wir haben uns nicht sonderlich wohl gefühlt, waren froh aufgrund unserer Erfahrung einige Defizite der Tauchbasis ausgleichen zu können.
Es war ein sehr distanziertes Verhältnis zwischen Tauchbasis und Tauchern, der Leiter der Tauchbasis hat es während unseres gesamten Aufenthaltes nicht für nötig gehalten sich einem von uns vorzustellen, bei der Bezahlung interessierte es Ihn auch nicht, ob es uns gefallen hat.
Vielleicht wird man so, wenn man 20 Jahre sein Ding abspult.