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JanaLOWSI400 TGs

Wir waren vom 04. – 14.03. auf der Adelaar zu Gas ...

Wir waren vom 04. – 14.03. auf der Adelaar zu Gast und hatten einen traumhaften Urlaub. Achtung: das wird ein sehr langer und ausführlicher Bericht, aber da so lange kein Adelaar Gast mehr was geschrieben hat, will ich ein wenig ausholen.

Anreise:
Hervorragend organisiert von Aqua Active haben wir am 2.3. unsere Reise von München nach Denpasar angetreten. Geflogen sind wir mit Qatar Air (23 kg + 10kg freies TG/pax) via Doha (und leider auch via Singapur). Der weitere Stop over in Singapur war weder vorher den Unterlagen zu entnehmen noch gab es eine Info auf der Hompepage von Qatar oder einen Hinweis beim Check-in; das haben wir dann erst in Doha mitbekommen. Transfer war dann auch nur 1h, aber wenn man eh müde von der langen Anreise ist, schlaucht das. Aber egal. Aufgrund der Ankunft in Denpasar am Sonntag Abend waren wir vorher noch für eine Nacht in einer kleinen Lodge (auch von AAA mit organisiert) und wurden von dort am Montag morgen pünktlich um 7:00h abgeholt und zum Boot gebracht und dann ging es auch gleich los. Der erste Tag der Anreise ist tauchfrei und wird komplett für die Überfahrt genutzt. War sehr angenehm, um erst mal anzukommen und sich gemütlich an das Bootsleben zu gewöhnen. Der entscheidene Vorteil bei der Adelaar ist, dass diese, im Gegensatz zu vielen anderen Booten, ab Denpasar fährt und man keine weiteren Mühen und Kosten für eine Inlandsanreise innerhalb von Indonesien hat.

Boot:
Angekommen auf dem Boot haben wir uns von Beginn an sauwohl gefühlt. Es gibt eine Crew von 9 Einheimischen – alle und wirklich ausnahmslos – freundlich, zuvorkommend und immer mit einer helfenden Hand zur Seite und Reto als Schweizer Guide, der aber schon jahrelang in Indonesien lebt und gerne auch mal die eine oder andere Zusatzinfo zum Land bzw. zur Landschaft liefern kann. Wir hatten das unglaubliche Glück, nur 4 Taucher an Bord zu sein – purer Luxus. Und Luxus ist auch die Bootsaussattung. Wir hatten das Glück, in die Masterkabine upgegradet zu werden. Ich war auch auch schon auf Booten, da wären daraus 3 Kabinen aus dieser Fläche gemacht worden. Dusche (heißes Wasser) und Toilette (mit Unterdruckspülung; analog wie im Flugzeug) sind in dieser Kabine in separaten Räumen; aber die regulären 3 anderen Kabinen sind ausreichend groß mit gaaaaanz viel Stauraum. Das Highlight ist das Entertainment-System in jeder Kabine. Sollte das Wetter mal doch nicht mitspielen und man eine Zeit unter Deck verbringen müssen, dann stehen 100te (ich übertreibe nicht) Spielfilme, Dokus und Serien zur Verfügung, aber auch Musik bietet das System für jeden Geschmack. Die Kabinen sind sehr sauber und werden täglich während des ersten Dives gereinigt. Die Betten sind sehr bequem und selbst in den ersten und letzten beiden Nächten, in denen das Boot auch Nachts fährt, um nach Komodo zu kommen, kann man super schlafen. Jeder hat für das Zimmer ein großes Badehandtuch und bekommt außerdem noch eine großes Handtuch für draußen fürs Tauchen. Auf Deck stehen ausreichend viel schattige und sonnige Liegeplätze zur Verfügung. Auf Deck haben wir meistens auch gegessen und überhaupt die meiste Zeit draußen verbracht, weil wir prima Glück mit dem Wetter hatten. Zum Essen: das einzige, was man am Essen bemängeln muss, ist dass es zuuuuu viel ist, um alles zu schaffen und das es zuuuuu lecker schmeckt, als das man nein sagen kann. Vor dem ersten Dive stehen frische Croissants und Obst bereit (bei Bedarf und wenn man entsprechend früher aufsteht, kann man natürlich auch schon festere Nahrung zu sich nehmen) und Kaffee oder Tee werden je nach Bedarf frisch zubereitet. Nach dem ersten Dive gibt es dann das „richtige“ Frühstück. Wir hatten fast ausschließlich indonesische Nudelsuppe bestellt, aber von Spiegeleier, Omlett bis hin zum Toast mit Erdnussbutter oder Nutella ist alles da. Mittag gibt es dann nach dem zweiten Dive. Immer einen Salat, immer einen Hauptgang und immer Tellergerichte. Auf entsprechende Wüsche (scharf, viel, wenig, besondere Vorlieben etc.) geht die Küche gerne ein; einfach nur Bescheid geben. Nach dem dritten Dive gab es abwechselnd was Herzhaftes oder was Süßes und zum Abendessen immer Salat oder Suppe, Hauptgang und Dessert (und die sind richtig lecker!) Positiv zu vermerken ist auch, dass jeder zu Beginn der Reise seine eigene Trinkflasche bekommt, die dann jederzeit immer mit Wasser nachgefüllt werden kann. Softdrinks sind ebenfalls wie Wasser, Kaffee und Tee frei; alkoholische Getränke werden auf Vertrauensbasis genommen und am Ende bezahlt. Ach ja, zum Essen (und Tauchen) wird nicht wie sonst üblich die Glocke geläutet; entweder man ist auf Deck, oder man wird in der Kabine angerufen. Jede Kabine hat Telefon. 

Tauchen:
Zuerst war ich ein bißchen kritisch, weil die Adelaar kein Nitrox anbietet. Allerdings habe ich das im Nachhinein auch nicht vermisst. Dadurch, das man ausnahmslos an allen Tauchplätzen bis auf 5 – 7 m austauchen kann und noch schöne Riffe hat, war es nicht so problematisch, nicht so lange tief bleiben zu können. Wir haben dennoch keinen TG unter 60 min beendet. Jeder hat auf dem Boot seine eigene Metallbox für sein Zeug, aufgebaut muss nur das erste Mal werden, danach übernimmt das immer die Crew. Flaschen war in der Regel zwischen 200 – 210 bar gut gefüllt. Zum Abduschen nach dem Tauchgang sind auf dem Boot 2 Duschen zur Verfügung; beide auch mit warmen Wasser.
Das erste Dive-Briefing ist um 7:00h, der nächste Dive gegen 11:00h, 14:00h und dann bei Bedarf Dämmerungs- oder Nachttauchgang. Getaucht wird vom Zodiac (wovon es 2 auf dem Boot gibt; zum Raufklettern nach dem TG gibt es eine Leiter ). Meistens haben wir alles auf dem Boot angezogen, da die Anfahrt zu den Tauchplätzen oft nur 5 min waren; bei längeren Anfahrten wurde alles fertig ins Zodiac gebracht und wir haben uns erst am Tauchplatz angerödelt. Die Briefings waren immer sehr ausführlich und Reto hat sich auch immer große Mühe bei der Gestaltung der Tauchplatzkarten gegeben. Das Tauchen selbst war ein Traum. Jeder Platz war irgendwie anders; viele Riffe ganz großartig unberührt und sehr Fischreich. Richtig dolle Strömung hatten wir kaum (hatte sicher auch mit der Jahreszeit zu tun), Sicht war im Süden super, im Norden etwas trüber (aber auch das wechselt wohl von Jahreszeit zu Jahreszeit). Reto selbst taucht/guided eher langsam, was sehr angenehm als Photograf oder auch, wenn man nach Makro suchen will, ist. Er hat ein super Auge für alles, was man selbst nicht findet und kennt die Tauchplätze wirklich sehr genau.
Am Ende der Reise übernimmt die Crew das Spülen und Aufhängen der gesamten Ausrüstung, so dass man auch hier faul sein darf.

Wir können nur nochmals betonen, dass wir ganz tolle 11 Tage hatten, die viel zu schnell vergangen sind. Nicht zuletzt, weil wir auch ne tolle Tauchtruppe waren (Franz und Chris – es war klasse mit euch, falls ihr das hier lest) und weil Reto und seine Crew alles Erdenkliche dafür tun, einen unvergesslichen und erholsamen Urlaub zu bereiten. DANKE!!!
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