M/Y Sweet Dream (Inaktiv)

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Nord Tour 02. – 09.04.2009 auf der Sweet Dr ...

Nord Tour 02. – 09.04.2009 auf der Sweet Dream

Im April machte ich mich mit drei Freunden auf eine verschärfte Wracktauchtour auf der Sweet Dream, die aktuell unter der Leitung von Seawolf Safari fährt. Eigentlich war geplant, die Reise auf der Galaxy, dem neuen Flaggschiff von Seawolf Safari zu unternehmen, aber leider wurde das Boot nicht rechtzeitig fertig.

Was erwartet man von einer Wrack-Safari im Roten Meer? Natürlich erstklassige Tauchgänge an verschiedenen Wracks, gute Guides, die einem die nötigen Informationen geben, ohne zu gängeln, ein komfortables Schiff und vernünftiges Essen. Wenn dann auch noch das Wetter, die Mitreisenden und die Gesamtorganisation stimmen, kann man sicherlich von einem erfolgreichen Trip sprechen.

Die Wracks

Nicht jedes Wrack kann das ultimative Taucherlebnis bieten, aber in der Gesamtheit sollte so eine Tour eine ausgewogene Mischung an interessanten Wracks bieten. Wenn man sich etwas umhört, stellt man fest, dass viele Schiffe immer die gleiche Tour anfahren, Änderungen sind lediglich wetterbedingt. Auch unsere Tour betrat letztlich nicht komplettes Neuland, aber die Mischung stimmte und die Tour wurde auf Wunsch der Gäste mehrfach angepasst.
Mit vier Tauchgängen an der Thistlegorm und fünf an der Rosalie Moeller wurden die absoluten Highlights dieser Tour auch ausgiebig betaucht. Die El Mina am Ende war zwar weniger das Sahnehäubchen, als vielmehr der Amarettokecks - ganz nett, aber nicht mehr unbedingt notwendig. Aber zwanzig Tauchgänge an insgesamt sieben Wracks boten Spaß für alle - sowohl für die Einsteiger, als auch die ins-Wrack-Einsteiger, es war für jeden etwas dabei.

Die Guides

Als wir Mahmoud bei unserer Ankunft sahen und erfuhren, dass er mit uns auf Tour kommt, freuten wir uns sehr, schließlich war er uns als lustiger, sehr entspannter, dabei aber aufmerksamer Guide, der detaillierte Briefings durchführt, von der Brothers Tour in Erinnerung. Neben ihm stand ein etwas kleinerer drahtiger Deutscher, der sich als ´Huby´ und unser zweiter Guide vorstellte. Mit seinen extrem fundierten Briefings und künstlerisch wertvollen Tauchplatzkarten, seinen zusätzlichen Informationen über die Tauchgebiete, seinem unaufdringlichen Guiden Unterwasser, legt Huby mit dieser Tour die Messlatte für andere Guides extrem hoch. Obgleich ich nach einem tollen Tauchtag nicht mehr vorhatte, am Nacht-TG teilzunehmen, schaffte er es mit seinem Vortrag über richtiges Nachttauchen, dass ich mich wieder in meinen Anzug zwängte und tatsächlich einen sehr besonderen Tauchgang erlebte.
Als Doppelgespann sind Mahmoud und Huby nicht zu schlagen. Sie waren zur Stelle, wenn man sie unter und über Wasser brauchte, ließen einen aber entspannt eigenständig tauchen. Bei hielten nicht stur an der ursprünglich geplanten Route fest, sondern hörten auf die Wünsche der Gäste und passten so den Reiseverlauf an. Sie sorgten unaufdringlich aber sorgfältig für ein erlebnisreiches und sicheres Tauchvergnügen ihrer Gäste. Dabei drängten Sie sich auch nicht auf - jeder bekam die Dosis Mahmoud und Huby, die er oder sie wollte und in vielen Fällen war diese sehr hoch!

Die Crew

Der Crew kann man auch nur ein großes Lob und vielen Dank aussprechen. Unauffällig kümmerten sie sich darum, uns einen angenehmen Urlaub auf der Sweet Dream zu verschaffen. Die Kabinen wurden zweimal täglich in Ordnung gebracht, das Boot bei jeder Gelegenheit geputzt. In Punkto Service könnten sich viele Hotelbediensteten in der ganzen Welt ein wenig abgucken. Aufmerksam und stets extrem freundlich und gutgelaunt, ohne aber übertrieben servil zu wirken, man fühlte sich von der ersten bis zur letzten Minute sehr wohl.
Neben dem Kapitän, der mehrfach sein Können und Fingerspitzengefühl unter Beweis stellte und bei dem es lohnt, sich mal etwas Zeit für ein Gespräch zu nehmen, ragten besonders zwei Personen aus der eh schon sehr guten Crew heraus: Der Salonboy lief besonders morgens beim Frühstück zur Hochform auf und wusste spätestens am dritten Tag die Vorlieben aller Gäste. Das andere besondere Crew-Mitglied war Hassan. Ähnlich wie Huby beim Guiden, legt Hassan die Messlatte für andere Zodiak-Fahrer sehr hoch. Fast schade, dass wir praktisch immer ruhige See hatten, ich bin sicher, er hätte sich gerne der Herausforderung schwierigerer Umstände gestellt.

Das Schiff

Natürlich hatten sich alle Gäste auf die Jungfernfahrt mit der Galaxy gefreut. Dass dies nicht klappte, kann aber nicht der Sweet Dream zum Vorwurf gemacht werden. Man sollte sie daher an sich beurteilen und da kann das Vier-Sterne-Schiff durchaus punkten Von außen gleicht es einer schicken Jacht und verbreitet so beim Betreten einen ersten Eindruck von Luxus. Mit Ausnahme unserer Kabine haben die anderen eine Minibar und selbst einstellbare Klimaanlage. Eigene Dusche mit WC ist bei allen Kabinen selbstverständlich. Der Salon ist ausreichend groß, sehr gemütlich und war ein beliebter Treffpunkt zwischen den Tauchgängen.

Besonders gelungen war hier die Aufladestation für die Lampen. So konnten alle Lampen zentral geladen werden und waren, wenn vergessen und schon angerödelt, durch ein Crewmitglied in einer halben Minute geholt. Das Tauchdeck bot ausreichend Platz zum Anziehen, lediglich die Aufhängung der Anzüge ist etwas zu nah bei den Flaschen. Auch das Deck von dem aus man ins Wasser ging, ist sehr großzügig bemessen, so dass man sich nicht gegenseitig auf die Flossen stapft.

Der Maschinenraum präsentierte sich bei einem Besuch so sauber, dass man von den zwei Dieselmaschinen Spiegeleier hätte essen können. Auch die Entsalzungsanlage (für die Duschen), Luftkompressoren und die Nitrox-Membrananlage machten einen hervorragenden Eindruck. Mit Stolz wurde uns auch die Schaum/Pulver-Sprinkleranlage über den Maschinen gezeigt, nicht nur dass sie da ist, sondern dass sie auch geprüft wird.

Bei dem Thema Sicherheit punktet die Sweet Dream insgesamt und verdient sich so das von Seawolf Safari neu eingeführte ´Seawolf-Sicherheits-Siegel´. Die Rettungsinseln sind vorschriftsmäßig aufgehängt und alles was man für die manuelle Klarmachung benötigt ist vorhanden. Medikamente und O2 waren ausreichend an Bord, wo man diese fand wurde im Sicherheitsbriefing von Huby genau erläutert. Mit Radar und Echolot wird die Sicherheit des Schiffs gesteigert und das an Bord verfügbare ENOS-System schützt die Taucher davor in den Weiten des Roten Meeres unbemerkt abzutreiben.

Leicht getrübt wird dieser ansonsten durchweg positive Eindruck von drei Mängelpunkten. Der geringste war die Enge an Tisch, die sich durch die Vollbelegung mit 22 Reisenden ergab. Hier wäre entweder weniger (Gäste) oder mehr (Platz am Tisch) deutlich mehr gewesen. Ein etwas größeres Ärgernis waren die Duschen, die sich in keiner Kabine auf einen vernünftigen Temperaturmittelwert einstellen ließen. Richtig Minuspunkte gibt es für die Leiter. Eine einzige Leiter ist bei einem Schiff dieser Größe einfach zu wenig. Wenn es sich dabei auch noch um eine geschlossene Leiter, statt einer Flossenleiter, handelt, so dass man vor dem Hochgehen seine Flossen ausziehen muss, dann ist das eigentlich nicht akzeptabel. Bei unseren Miniwellen war das kein Problem, aber ich denke dass, z.B. an den Brothers viele ein Problem gehabt hätten. Hier sollte man unbedingt nachrüsten, denn es ist schade, dass die Leiter das Gesamtbild so stark beeinträchtig, dass es einen Punkt Abzug gibt.

Die Randbedingungen

Die Organisation durch Seawolf Safari klappte sehr gut. Von der Kommunikation vor der Safari, über die Visa-Übergabe und den Transfer vom (und später zum) Flughafen, es gab nie Probleme und der persönliche Kontakt war äußerst freundlich und kompetent.

Wichtig bei einer Safari ist auch das leibliche Wohl und dafür war gut gesorgt. Bis auf Bier und Wein waren Getränke, wie üblich, ´all inclusive´. Die Salonbar bot zu jeder Tageszeit eine große Auswahl an Tees, Trinkwasser in Flaschen und den großen Spendern war reichlich vorhanden, Cola und Fanta immer erhältlich. Nachmittags gab es einen Fruchtcocktail und leckeres Gebäck, kleinere Knabbereien lagen den ganzen Tag auf dem Bartresen aus. Vom Essen her war für mich das Frühstück das tägliche Highlight, aber auch Mittag- und Abendessen waren gut, abwechslungsreich und in ausreichender Menge vorhanden. Nach zwei Safaris denke ich zwar, dass ägyptische Smutjes die Finger von Rind lassen sollten und dafür lernen sollten, dass man Fisch und Huhn auch mit etwas anderem als einer Machete zerteilen kann, aber das sind Kleinigkeiten und schmälern nicht die Leistung unseres Kochs.

Fazit:
Da auch die Mitreisenden stimmten, eine durch und durch gelungene Reise, die in den Punkten Organisation, Durchführung und Erlebnisfaktor 6 Flossen verdient, wegen der oben genannten Punkte, speziell der Leiter eine Flosse abgezogen erhält.

Eine geringfügig längere Besprechung findet Ihr auf www.nowotaucher.de (http://www.nowotaucher.de/de_r32h_aegypten-wrack-tour_2009.php), wo bis Ende Juni auch ein längerer Bericht über die einzelnen Stationen der Tour erscheinen wird.


Mahmoud und Huby - das ideale Guide-Team


EIn Crewmitglied hilft beim Anziehen der Flossen


Das Heck der Sweet Dream


Das Sonnendeck


Gut gesichert aber stets einsatzbereit - die Rettungsinsel


Für Verenkungskünstler: die Einstiegsleiter


Fruchtcocktail & lecker Kuchen

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LinuskoelnBarakuda TL

Auszug aus einem DiveInside-Bericht (erscheint Ma ...

Auszug aus einem DiveInside-Bericht (erscheint Mai 2009) über eine mit Seawolf Diving durchgeführte Wracktour

Der verkleidete Bug, die elegante Linienführung, die geschwungenen Säulen und der breite Aufbau – die seit diesem Jahr unter dem Management von Seawolf Diving fahrende „Sweet Dream“ ist eines der schönsten Safariboote, die durch das Rote Meer kreuzen. Von der Optik her mehr Yacht als Arbeitstier.

Aber Optik ist nicht alles und deshalb hat DiveInside das Boot genauer unter die Lupe genommen. Ein gemütlicher Salon, Kabinen mit regulierbarer Klimaanlage, Minibar und Dusche/WC: Die Sweet Dream hat alles, was man von einem 4*-Boot erwarten kann. Auf dem geräumigen Tauchdeck kann man tanzen, ausreichend Liegematten mit erhöhtem Kopfteil machen das Sonnendeck gemütlich und am Essen gibt es weder bei Qualität noch Quantität etwas zu kritisieren.

Noch wichtiger: Die Sweet Dream ist ein durch und durch sicheres Safariboot, bei dem das neu eingeführte „Seawolf-Sicherheits-Siegel“ voll greift: Satellitentelefon, Radar und Echolot sind auf der Brücke vorhanden, Sauerstoff und Medikamente stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung, keiner der Guides hat weniger als 500 Tauchgänge Erfahrung im Roten Meer (bei unserer Tour weit über 2000). Alle Brevets und Abnahmen liegen in einer Mappe aus und sind von den Gästen jederzeit einsehbar. Der Kompressor lieferte stets geruchs- und geschmacksfreie Atemluft (Nitrox kostenlos!) und das in seiner Machart einzigartige ENOS-System verhindert das von der Crew unbemerkte Abtreiben der Taucher.

Doch wo viel Licht ist, sind auch kleine Schatten. Die wenigen Kritikpunkte beschränken sich jedoch auf Kleinigkeiten, die das neue Management recht einfach abstellen kann: Ablagemöglichkeiten hätte es in der Kabine mehr bedurft, die Dusche pendelt zwischen heiß und kalt, der Essensbereich ist bei voller Belegung ein wenig eng und mehr als eine Tauchleiter darf es bei einem Schiff für über 20 Personen schon sein.

Dick punkten kann die Sweet Dream dann wieder bei allem, was mit der Crew zu tun hat: Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Serviceempfinden liegen an der Spitze dessen, was wir bislang erlebt haben, Einzelpersonen wie der Salonboy, die Zodiakfahrer und die Diveguides waren gar herausragend. Darüber hinaus – was bei ägyptischen Safaribooten eine Seltenheit ist – liegt die Sweet Dream ausgesprochen ruhig im Wasser und leidet nicht unter der Tendenz, sich aufzuschaukeln: Empfindliche Mägen werden es ihr danken!

Fazit: Bis auf wenige Kleinigkeiten ein empfehlenswertes Liveaboard, welches gerade in den wichtigen Bereichen Crew, Komfort und Sicherheit überzeugt.


Schöne Optik, innere Werte: Die Sweet Dream

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Allgemein Infos

Schiffsklasse:
Luxusklasse
Baujahr:
2006
Länge:
37 m
Breite:
8 m
Anzahl Kabinen:
11
  • Kabinen mit DU/WC
Max. Anzahl Taucher:
22
Motoren:
2 MAN je 1100 PS
Max. Geschwindigkeit:
12 Knoten
Generatoren:
2x 70 kW
Kompressoren:
2x
Treibstofftank:
NIcht spezifiziert.
Wassertank:
15 t
Zodiak Anzahl:
2
Zodiak Motoren:
25 + 40 PS
Anzahl Besatzung:
12
Anzahl Guides/TL:
2
Anzahl Flaschen:
NIcht spezifiziert.
Flaschengrößen:
12, 15 l
DIN/INT:
Beides
Flaschenmaterial:
Aluminium
Ausstattung
  • Entsalzungsanlage
  • Klimaanlagen Kabinen
  • Klimaanlage Salon
  • Sonnendeck
  • Taucherplattform
  • Aufenthaltsraum
  • DVD / TV
Tauchtechnik
  • Nitrox
  • Trimix
  • Rebreathersupport
  • Lademöglichkeit 12/24V
  • Lademöglichkeit 110V
  • Lademöglichkeit 220V
  • Kameraverleih
  • Computerverleih
Kommunikation
  • Bordfunk
  • Satellitentelefon
  • Satellitenfax
Sicherheit
Sauerstoffausstattung:
ja
  • Erste Hilfe Ausrüstung
  • Rettungsinseln
Anzahl Rettungswesten:
NIcht spezifiziert.
Technik
  • GPS
  • Radar
  • Echolot
  • Fishfinder
Aktivitäten
  • Wasserski
  • Angeln/Fischen
  • Parasailing
  • Abendprogramm