Untergangsursache der Kursk geklärt?

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05.12.2000
Kategorie: News
Die Lieblingsversion der Russischen Regierung nach der die Kursk durch eine Kollision mit einem unbekannten Uboot gesunken sein soll,wird immer unwahrscheinlicher.Eine Untersuchungskommission ist laut www.bellona.no zu dem Ergebnis gekommen,daß Untergangsursache am wahrscheinlichsten ein defekter Torpedo gewesen ist,wie schon vom www.taucher.net vermutet.

Uboote der Oscar II -Klasse sind mit zwei 533mm-Torpedorohren und zwei 650mm-Torpedorohren ausgerüstet.Die 650mm-Rohre waren angeblich mit Torpedos vom Typ 65-76 geladen.Diese waren mit konventionellen Sprengköofen ausgerüstet.
Zwei der 533mm-Torpedos waren vom Typ USET-80.Diese haben einen elektrischen Antrieb und haben ebenfalls einen konventionellen Sprengkopf.Alle anderen Rohre waren mit Übungstorpedos geladen.Zusätzlich befanden sich noch 18 weitere Torpedos und Rohrgestützte Raketen mit konventionellen Gefechtsköpfen an Bord.
Was ist so gefährlich an diesen Torpedos?
Die Typ 65.79 Torpedos (650mm/11m) wurden 1976 konstruiert und beruhen auf einem Antrieb der mittels einer Reaktion von konzentriertem Wasserstoffperoxid und Wasser funktioniert. Während der ablaufenden Reaktion wird Wasserstoff unter Druck in eine Turbine geleitet.Dabei befindet sich das Wasserstoffperoxid in einem Metalltank im Torpedo.
Nach der Studie kann es in diesem Tank zu einem unkontrolliertem Prozeß gekommen sein,in dessen Verlauf im Tank ein großer Druck aufgebaut wurde.
Sollte dabei die Notentlüftungsvorrichtung defekt sein,kann es zu einer Explosion des Tanks kommen. Dies würde dann zu einer Kettenreaktion führen und alle oder einen Gefechtskopf zur Zündung bringen und somit Löcher in den Ubootsrumpf reißen.