Philippinische Insel Boracay seit heute für Touristen gesperrt

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26.04.2018 11:09
Kategorie: News

Schließung aufgrund massiver Umweltprobleme

Aufgrund vielfältiger Mängel in der Abfallbeseitigung und schwerer Probleme mit dem Umweltschutz ist die beliebte philippinische Urlauberinsel Boracay für sechs Monate geschlossen worden. Die Behörden lassen seit heute keine Touristen mehr an Land.

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Hotels, Restaurants und weitere Geschäfte sollen jahrelang ihre Abwasser samt Fäkalien ungefiltert und ungeklärt ins Meer geleitet haben. Dies ist nur ein Beispiel für die in den letzten Jahren boomende Urlauberinsel Boracay. Die Schließung war vom philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte persönlich angeordnet worden.

 

Noch im vergangenen Jahr war die philippinische Insel Boracay vom Condé Nast Magazin Traveller zur schönsten Insel der Welt gekürt worden. Nur kurz darauf bezeichnete der philippinische Präsident Rodrigo Duterte die Insel als „Kloake“ und kündigte deren Schließung für mindestens ein halbes Jahr an. Lediglich jene Feriengäste, die ihren Urlaub schon vor dem 26. April angetreten hatten, dürfen noch bleiben. Neue Gäste werden ab heute abgewiesen. Statt der Touristen haben nun Hundertschaften Polizei und Armee das Kommando übernommen. Die Küstenwache kontrolliert mit Booten. An den Anlegestellen der Fähren darf nur noch an Land, wer nachweisen kann, dass er hier seinen Wohnsitz hat.

Auf der Insel leben gut 40.000 Einheimische primär vom Tourismus. Da diese Einnahmequelle nun für ein halbes Jahr ausfällt, versprach die Regierung der Philippinen die Zahlung von Finanzhilfen in Höhe von ca. 30 Millionen Euro. Allerdings ist noch nicht klar wie das Geld verteilt werden soll und wie der Zeitplan für die Hilfszahlungen aussieht.

Siehe auch:
Boracay nur eine Kloake?