Palau, Mehr Haie als Touristen

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25.08.2026 15:38
Kategorie: News

Wo der Hai noch König ist

Wer nach Palau fliegt, braucht keine Angst vor Menschenmassen zu haben - der Inselstaat im Westpazifik zählt gerade einmal rund 18.000 Einwohner. Und mit ihnen teilen sich die Meere ein Publikum, das es nirgendwo sonst auf der Welt so zahlreich gibt - Haie. Mehr Haie als Touristen, das ist in Palau keine Übertreibung, sondern Alltag.

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Der Grund ist ein Naturphänomen, das Taucher nur an wenigen Orten der Erde erleben - massive Fischaggregationen. Wenn sich Tausende Schnapper, Riffbarsche oder Fahnenfische zum Laichen versammeln, folgen ihnen die Jäger. Graue Riffhaie, Weißspitzen- und Schwarzspitzenhaie patrouillieren an den Aggregationsplätzen, immer wieder gesellen sich auch Hochseearten wie Hammerhaie oder der seltene Weißspitzen-Hochseehai dazu. Bei der Moorish-Idol-Aggregation (Fahnenfische - Zanclus cornutus), die 2023 sogar ein Kamerateam der BBC anlockte, wurden Hunderte Haie beobachtet, die zwischen den laichenden Fischen kreisten - ein Schauspiel, das weltweit einmalig dokumentiert wurde.

Dass Palau diese Fülle bewahrt hat, ist kein Zufall, sondern Politik - bereits 2009 erklärte der Inselstaat als erstes Land der Welt seine Gewässer zum Haischutzgebiet. Seitdem gilt ein striktes Fangverbot für Haie, der Handel mit Hai-Produkten ist untersagt. Mit dem Palau National Marine Sanctuary folgte 2020 die Krönung - 80 Prozent der ausschließlichen Wirtschaftszone sind seither No-Take-Zone, in der nicht gefischt werden darf. Selten zeigt ein Land so klar, dass Schutz vor Profit geht - und Taucher ernten die Früchte.

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Wer die Begegnung mit Palaus Haien zum Höhepunkt seiner Reise machen will, ist bei der Shark Week genau richtig - vom 24. Februar bis 3. März 2027 veranstaltet Fish 'n Fins, die legendäre Tauchbasis in Malakal, die nächste Shark Week. Fünf oder sieben Tage lang tauchen die Gäste täglich an Palaus besten Hai-Spots, dazu kommen Seminare mit internationalen Experten und die abendliche Auswertung der Tauchgänge. Besonders reizvoll ist der Citizen-Science-Gedanke - die Teilnehmer sammeln während der Tauchgänge Daten, die die Micronesian Shark Foundation gemeinsam mit Wissenschaftlern von Stanford University und National Geographic auswertet. Wer mag, mischt sich in den Video-Wettbewerb ein, die Preise reichen von der GoPro bis zur Profi-Kamera. Und wer zur Vollmondzeit im März taucht, erlebt nebenbei die Schnapper-Laichzeit - dann werden es noch mehr Haie.

Und die Anreise - einfacher als gedacht. China Airlines fliegt nonstop von Frankfurt und Wien nach Taipeh, von dort geht es in rund vier Stunden weiter nach Koror auf Palau. Ein Umstieg, ein Ticket, und schon steht man am Eingang zum größten Haiparadies der Welt. Die Haie freuen sich.

Mehr Infos:
Fish'n Fins Palau Website
Mail Fish'n Fins
Fish'n Fins on Taucher.Net