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Insel: Vilamendhoo Reisezeit: Oktober 2001 R ...

Insel: Vilamendhoo
Reisezeit: Oktober 2001
Reiseveranstalter: Orca
Airline: LTU

Anreise
Nach einen 10 Stunden Flug sind wir auf Male angekommen. Der Nachtflug mit der LTU war sehr ruhig und wir hatten sogar einen guten Platz mit reichich Beinfreiheit. Auf dem Flughafen angekommen, gings direkt in die Empfangshalle. Dort lagen Formulare aus die man für das Visum ausfüllen musste. Warum man das nicht schon im Flieger gemacht hat, blieb mir ein Rätsel. Hunderte von Touristen stürzten sich auf die Zettel und fingen damit an die Formulare auszufüllen. Tip: Kugelschreiber bereithalten (Die waren mangelware).
Danach ging es sehr zügig weiter. Einen kurzen Check-Inn beim Hotelschalter und danach gings mit einen Kleinbus in die "Wartehalle" der Wasserflugzeuge. Nach ca. 1 Stunde Wartezeit ist das unser Flieger mit der Nummer 5 in Rcihtung Vilamendhoo abgehoben.
Anfangs hatte ich ein bischen Zweifel mit so einem kleinen Flugzeug zu fliegen, der Ausblick aber hatte alles andere vergessen gemacht. 30 Minuten Flugzeit von Male nach Vilamendhoo ware in Ordnung: Vergesst nicht Ohrenstöpsel mitzunehmen. Die Maschinen sind sehr laut ! Auf einer Plattform ca. 300 Meter von der Insel entfernt wurde unsere Koffer auf ein Dhoni umgeladen. Von hier aus könnte man die Insel sehr schön in ihrer ganzen Länge sehen (Foto bereit halten). Der Anblick war überwältigend. Für jemanden der noch nie auf den Malediven war ist es wie ein Paradies. Türkisfarbenes Wasser und eine sehr schön bewachsene Insel. Von Außen, also vom Wasser aus, waren die Bungalows kaum zu erkennen.
An der Rezeption angekommen, sind wir alle mit einen Fruchtcocktail und nassen Tücher begrüßt worden. Nach dem Ausfüllen der Formulare haben haben wir dann unsere Zimmerschlüssel bekommen. Die Hotelangestellten kümmerten sich auch gleich um das Gepäck. (Trinkgeld bereithalten - am besten viele kleine Dollarscheine auf die Reise mitnehmen).

Hotel / Unterkunft
Wir hatten Standart-Zimmer von Deutschland aus gebucht. Leider waren die Zimmer weniger als Standart. Die Reihenbungalows mit den Standartzimmern sind fast genau in der Mitte der Insel und sehr spärlich ausgestattet. Eine schöne Terrasse zum Relaxen vor dem Abendessen fehlt hier komplett. Nach kurzer Rücksprache haben wir uns dann entschlossen "upzugraden". Ich würde es jedem empfehlen gleich auf die Supirior-Zimmer zu gehen. Es lohnt sich auf alle Fälle. Nach Rücksprache mit einem Hotelmitarbeiter haben wir uns auch ein Bungalow aussuchen können. Also sind wir erst mal um die komplette Insel gegangen und haben uns alle angesehen und uns für die Nummer 111 entschieden. Man muss dazu sagen das alle Supiror-Zimmer direkt am Wasser, hinter der ersten "Grünlinie" liegen. Die schönsten Bungalows waren nach unserem Geschmack die mit der Nummer 31 und 32. Sie hatten die komplette Südzunge für sich alleine. (Siehe auch Lageplan). Achtung: Da jeden Samstag Disco in der Sunset Bar ist, wird es auf der Nordseite sehr laut. Bungalows 100-112 und 113-120. Lasst Euch davon aber nicht abschrecken, es ist nur einmal die Woche und bei Ohrenstöpseln ist das zu ertragen. Apropos Zimmer. Einige der Zimmer haben ein offenes Bad. Hierbei (und sonst auch) ist es ratsam viel Autan o.ä. gegen die Mücken mitzunehmen. Diese sind sehr aggressiv und überfallen sofort.
Neben einem sehr kleinen Laden indem es viele Souvinirs und Süßigkeiten gibt, finden Ihr auf der Insel noch einen Jubelier (keine Ahnung für was der da war) einen kleinen Fitnessraum, einen Billiardraum, ein Volleyball Platz und einen Tennisplatz. Der Tennisplatz ist sogar kostenlos. Nur für Schläger und Bälle sind etwa 5 Dollar pro Stunde zu entrichten, diese sind aber in schlechter Qualität. Wer darauf wert liegt, sollte besser seine eigene Ausrüstung mitnehmen. Jeden Abend um 16.00 Uhr hiess es Touristen vs. Einheimische auf dem Volleyballplatz.


Verpflegung
Vom Essen waren wir ein bischen enttäuscht. Was nicht heisst, das es schlecht war. Ich würde sagen es war ein "Gut". Aber eben kein "sehr gut". Geschmacklich war es vorzüglich. Nur etwas abwechslungsreicher hätte es sein können. Das Frühstückbuffet bestand jeden Tag aus den selber Zutaten. Rühreier die frisch zubereitet wurden, Cornflakes in verschiedenen Variationen, verschiedene Brotsorten, dazu Marmalade, Honig und etwas Obst. Das Abendbuffet bestand im wesentlichen immer aus Rind, Chicken, Fisch, Kartoffeln, Nudeln und Reis. Was uns gefehlt hat, war mehr Fisch. Es gab fast jeden Abend nur immer der gleichen Fisch, obwohl das Meer direkt vor der Haustüre war. Einmal in der Woche gab es einen Maledivischen-Abend. An diesem wurden einheimische Spezialitätenm aufgetisch. Fragt mich jetzt nicht nach dem Einzelheiten, nu so viel es war sehr lecker !! Auch das Desert war einsame Spitze.
Ach ja, ich würde auf alle Fälle irgendwas für das Wasser mitnehmen, damit meine ich so etwas wie Quensch o.ä. Ich könnte es schon nach 3 Tagen nicht mehr schmecken.

Kosten
Ich möchte an dieser Stelle speziell zu den Kosten noch ein paar Worte verlieren. Die Nebenkosten auf den Malediven sind sehr sehr hoch. Hier ein paar Beispiele. Mangnum Eis 3 US$, 1.5L Wasserflasche 3.30 US$, Cocktails ca. 6-10 US%, und das beste die Tüte Haribo für knappe 4 US$, Snacks wie z.b. Toast 8 US$, Salat ca. 6-8 US$. Ob sich AI für Euch lohnt, müsst Ihr selber ausrechnen, wir haben für zwei Wochen ca. 500 US$ ausgegeben.

Tauchen
Nun aber zum absoluten Highlight. Warum wir uns für Vilamendhoo entschieden haben, war unter anderem auch die guten Berichte über die Tauchbasis Werner Lau auf der Insel. Mit unseren 10 Tauchgängen legten wir auf gute Betreuung und Sicherheit sehr viel Wert. Am zweiten Tag gings dann auch schon los. Markus von der Basis nam sich viel Zeit für die Erklärung der Basis und den gesamten Ablauf. Anschliessend bekam jeder einen großen Korb, indem man seine Ausrüstung die ganze Zeit aufbewaren könnte. Danach ging auch schon mit der kleinen Japanerin (hab leider den Namen vergessen) an das Hausriff. Unser ersten Tauchgang auf den Malediven war ein Checktauchgang. Das heisst Maske abnehmen, ausblassen, Automaten rausnehmen ..... Nach dieser kurzen Übung auf 11m haben wir uns dann mit der Strömung am Hausriff treiben lassen. Leider ist hier sehr viel zerstört. Aber der Fischreichtum ist enorm. Kleine Haie, Schnapper, Muränen, Feuerfische, ja fast alles was man sonst auch so sieht. Übrigens: Der Checkdive ist bei Buchung von 10 Taucgängen kostenlos. Auch Anfänger können danach alleine ohne Begleitung am Hausriff tauchen. Das gilt aber nicht für die Bootstauchgänge. Die Basis schreibt hier ein minimun von 40 Tauchgängen vor. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf die einzelnen Tauchplätze eingehen. Insgesamt kann man sagen, dass alle angefahrten Plätze sehenswert sind und für jede Könnerstufe etwas dabei ist. Wir hatten sogar das Glück Mantas und Walhaie zu sehen und das direkt vor der Insel. Für mich als Tauchanfänger ein riesen Erlebnis. Die Basis von Werner Lau kann ich nur weiterempfehlen. Die Crew ist sehr nett und hilfsbereit. Besonders hervorheben möchte ich aber "die kleine Japanerin". Die sich ganz toll unter Wasser um uns gekümmert hat.

Fazit
Die Malediven sind ein Reise wert. Dies war bestimmt nicht unsere letzte Reise auf die Malediven, speziel auf Vilamendhoo. Jedoch sollte man genügend "Kleingeld" mitnehmen, da die Nebenkosten sehr hoch sind. Auch wenn wir auf eine andere Insel fahren, werden wir auf alle Fälle kein Standard-Zimmer mehr buchen. Der Aufpreis lohnt sich. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mich gerne anschreiben.

(c) Copyright 2002 Peter Grubauer