Schreibe eine Bewertung

Rund um Australien

1 Bewertungen
Anfahrt / Anreise:
Örtlichkeit / Einstieg:
Wasser:
Erreichbarkeit:
Max. Tiefe:
Schwierigkeit:
Tauchgangstyp:
Nächste Füllmöglichkeit:
Tauchregulierung:
Nächster Notruf / Kammer:
Schreibe eine Bewertung

Bewertungen(1)

105 Tage in Australien Pictures unter www.fischle ...

105 Tage in Australien

Pictures unter www.fischle.ch

Wir sind am 24. März 1997 in Darwin gestartet, wo wir unsere Ferien mit einer dreitägigen 4WD-Campingsfari mit Adventure Tours in Angriff nahmen und so den Kakadu National Park näher kennen lernten. Die Organisation der Tour hat uns sehr zugesagt. Anschliessend flogen wir nach Alice Springs, wo wir, ebenfalls mit Adventure Tours, eine 5-tägige Campingtour gebucht hatten. Dies bot uns die Möglichkeit, die Sehenswürdigkeiten der Umgebung (Mc Donell Ranges, Palm Valley, Kings Canyon, Kata Tjula, Uluru) sowie die Kultur der Eingeborenen kennen zu lernen. Am eindrucksvollsten fanden wir die Kata Tjula (Olgas), und nicht den weltbekannten Uluru (Ayers Rock).

Am 3. April flogen wir an die Nordküste nach Broome und nahmen unseren Camper entgegen, welcher für die nächsten 4 Wochen unser Heim sein sollte. Diese 4 Wochen Westküste hat wirklich sehr schöne, noch nicht sehr touristisch erschlossene Ziele zu bieten.

Broome verliessen wir relativ schnell, trotz seiner wunderschönen weissen Strände und dem knutschblauen Meer, welches so warm war, dass wir uns vorkamen, wie in der Badewanne. Wegen der Hitze machten wir uns auf den Weg und fuhren die ersten 360 km durch menschenleere Strassen bis zur Eighty Miles Beach. Obwohl wir uns auf dem Highway befanden, trafen wir nur alle paar Stunden ein entgegenkommendes Auto oder einen Lastwagen, welchen es auf diesen Strecken erlaubt ist, mit 3 Anhängern über die Strassen zu rasen. Über eine 140 km lange Staubpiste gelangten wir dann endlich nach Exmouth und unternahmen hier unseren ersten Tauchgang in Australien. Da es jedoch nicht wirklich unseren Vorstellungen entsprach, fuhren wir weiter nach Coral Bay. Hier liegt das grösste Riff der Westküste und aufs Neue versuchten wir unser Glück. Diesmal wurde ich wirklich positiv überrascht. Das Tauchen war wie in einem Aquarium. Ich tauchte zwischen den Korallenbergen herum und am Grund sah ich nur Sand. Das Ganze kann man auch mit einem grossen Irrgarten aus Korallenstöcken vergleichen. Hier wurde mir bewusst, dass man nicht jeden Taucher an solch schöne Plätze lassen sollte, denn mein ´Buddy´ z.B. verlor während dem Tauchgang zweimal die Flossen und zum guten Schluss noch das Blei, was aber unseren Divemaster überhaupt nicht zu stören schien...

Nach diesen wunderschönen Tauchgängen, ging die Reise weiter zu den Blow Holes. Dies sind Wasserfontänen, die durch die ausgewaschene Küste aus den Felsen spritzen. Monkey Mia war der nächste wichtige Ort, der dafür bekannt ist, dass täglich frei lebende Delphine am Strand auftauchen und sich streicheln und füttern lassen. Leider ist der Ort mittlerweile mit Touristen überlaufen - etwa 100 Leute finden sich täglich in den frühen Morgenstunden am Strand ein und warten auf die Tiere. Trotz dieses ´Menschenauflaufes´ war es ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Die Ranger von Monkey Mia sorgen dafür, dass den Tieren kein Leid geschieht. Sie teilen nur wenige Fische zur Fütterung aus, und sie kümmern sich darum, dass die Tiere nicht ´abhängig´ werden. Jungtiere dürfen überhaupt nicht gefüttert werden, damit sie selber zu jagen lernen.

Weiter ging die Reise zur Muschelbeach. Etwas kaum vorstellbares, denn der ganze Strand ist meterdick mit kleinen Muscheln bedeckt. Nach einem Besuch des Kalbarri N.P. schauten wir uns die Stadt Geraldton an. Nächster Stop waren die bekannten Pinnacles. Das ganze sieht aus, wie eine Sandlandschaft und überall ragen bis zu 5 m hohe Felsformationen aus dem Boden.

Nachdem wir Perth durchquert hatten, besuchten wir die bekannteren Sehenswürdigkeiten der Westküste: die Weingegend, Bunburry (welches zwar nicht ganz so regelmässig von Delphinen besucht wird, dafür aber auch nicht so viele Touristen anlockt), eine 70 m unter der Erde liegende Höhle und die bis zu 50 m hohen Karriwälder. Einen dieser Bäume konnten wir besteigen und den Ausblick von oben geniessen. Ebenfalls in dieser Gegend befindet sich das Valley of the Giants, wo ein begehbarer Steg durch die Baumkronen der Giganten angelegt wurde. Ein nächster Höhepunkt war der Strand von Esperance. Schliesslich schauten wir uns noch den Wave Rock an, der wie eine Welle aus Stein aussieht. Nach 6501 km gaben wir schliesslich unser Wohnmobil ab und flogen am 1. Mai nach Adelaide.

Mit dem Mietauto fuhren wir von Adelaide durch die Weingegend Barossa Valley und über die Great Ocean Road an den 12 Aposteln vorbei, nach Melbourne. Diese Strecke war 1376 km lang. Nach einer Besichtigung von Melbourne flogen wir am 9. Mai weiter nach Tasmanien. Falls man Zeit für einen Besuch hat, ist diese Insel wirklich lohnenswert...

Am 20. Mai flogen wir von Launceston (Tasmanien) in die Hauptstadt Canberra, wo alle Strassen gerade oder kreisförmig verlaufen.

Weiter ging die Reise mit dem Bus nach Sydney. Für Sydney nahmen wir uns eine knappe Woche Zeit, denn in dieser Stadt kann man sich endlos beschäftigen. Das Aquarium war sehr lohnenswert, obwohl jenes in Townsville noch eindrucksvoller sein soll. Von Sydney aus ging es dann, wieder per Mietauto, der Ostküste entlang bis nach Cairns. Für diese Strecke legten wir weitere 3750 km zurück, besuchten diverse Vergnügungsparks und durchkämmten die Gold Coast. An der Tin Can Bay (etwas unterhalb on Fraser Island) fand nun endlich der erste echte Kontakt mit frei lebenden Delphinen statt. Auch hier kommen die Tiere (fast) täglich an den Strand, lassen sich füttern und zum Teil sogar berühren. Diesmal standen nur etwa 10 Personen im Wasser - wirklich die schönste Delphinbegegnung, die wir je hatten!

Unseren ersten Turn zum Barrier Reef machten wir mit einem 2-mastigen Segler von Whitsunday aus für 3 Tage/Nächte (300 Dollar pro Person inkl. 10 TG´s). Gestartet sind wir am Abend. Darauf segelten wir ein gutes Stück Richtung Riff, wo wir bei Hook Island ankerten, übernachteten und unsere ersten 4 Tauchgänge unternahmen. Am zweiten Tag machten wir den ersten Tauchgang noch bei Hook Island, segelten anschliessend ans Great Barrier Reef und machten dort die nächsten 5 Tauchgänge. Die Sicht liess leider etwas zu wünschen übrig, da die See von den letzten Tagen immer noch ziemlich aufgewühlt war. Das Wasser war auch nur ca. 22° C warm. (Wir empfehlen deshalb jedem ,je nach Jahreszeit einen dicken Tauchanzug mitzunehmen, da auf dem Schiff nur Shorties zu haben sind.) Das Riff selber erlebten wir als wirklich schönes Tauchgebiet. Je nach Platz sah man viele Weichkorallen oder Fische. Falls man einen Nachttauchgang machen will, ist das Mitführen einer eigenen Taucherlampe zu empfehlen, da die Leihlampen nicht heller waren als meine Notlampe. Die zwei schönsten Sachen auf diesem Trip waren wohl eine Schildröte, welche so gross wie meine Tauchpartner war, und eine Unterwasserschnecke, mit einem Rüssel, die ca. 50 cm lang war. Nach ein paar Tagen machten wir unsere zweite Reise von Cairns aus ans Riff. Cairns selber ist ein echtes Touristenkaff... Die ganze Stadt ist voll von Souvenirläden und Vermittlungsbüros für Tauchtrips. Die Stadt ist auch eine der teuersten in Australien, da sich hier die halbe Welt zum Tauchen trifft. Diesmal buchten wir einen Tauchtrip für 2 Nächte und 3 Tage. Die Kosten beliefen sich pro Person und 10 Tauchgängen auf nur 225 Dollar. Diesmal wurden wir mit einem Transferboot ans Riff gefahren. Dort stiegen wir aufs Tauchboot, ein Motorboot um. Die Schiffsausstattung war etwas ´luxuriöser´ als auf dem ersten Segelboot. Nachdem wir nun die ersten 8 Tauchgänge hatten, machten wir die restlichen 2 Tauchgänge vom Transferschiff aus. Als die Taucher aus dem Wasser kamen, konnte man meinen, eine ganze Tauchschule wolle auf einmal an Bord steigen. Also überhaupt nicht professionell. Hier in Cairns war unsere Rundreise zu Ende und wir flogen am 6. Juli wieder in die gestresste Schweiz zurück.
Mehr lesen
Schreibe eine Bewertung