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Padang Bai - Nusa Penida - Crystal Bay

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Bali 2008 – Auf der Suche nach einem MythosJedes ...

Bali 2008 – Auf der Suche nach einem Mythos

Jedes Taucherherz schlägt bei dem Gedanken an bestimmte Unterwasserbegegnungen höher.
Die einen lieben den Makro-Bereich und all die winzigen Dinge, die jeder einzelne Korallenblock zum Staunen bereit hält. Die anderen finden Ihr Glück bei den großen Tieren.

Was aber sehr viele Taucher eint, ist das Bestreben, einmal eine Begegnung mit einem Mondfisch erleben zu dürfen. Warum das so ist ? Da hält wohl jeder seine ganz eigene Antwort bereit. Aber die außerordentlich ungewöhnliche äußere Erscheinung, sein seltenes Vorkommen und die ungeheure Tiefe, in denen sich dieses Fabeltier aufhält machen ihn zum einem mystischen Wesen und eine Begegnung mit ihm in der freien Natur zu einem absoluten Highlight in jedem Taucherleben.

Guten Chancen, solch eine Highlight-Begegnung selber erleben zu dürfen hat man unter anderem auf der Trauminsel Bali. Ein Tipp, den ich von einem Bekannten bekommen hatte, der dort tolle Unterwasser-Aufnahmen von Mondfischen erstellt hatte.

Also haben mein Tauchbuddy Jochen und ich per Email Kontakt zu der Tauchbasis WATERWORXX (www.tauchen-bali.com oder www.waterworxbali.com ) aufgenommen.
Diese befindet sich in Padang Bai, ca. 1,5 Std. von Depansar, der Stadt mit dem Ankunftsflughafen entfernt.
Die beiden Chefs Wolfgang und David haben sich mit einer Engelsgeduld allen Sonderwünschen und Fragen im Vorfeld gestellt und wirklich einen TOP-Service geboten.
So haben wir für 6 Tauchtage ein abwechslungsreiches Paket erstellt, das uns Gelegenheit gab, einige der sehr schönen Divespots betauchen zu können.
Ebenso wichtig wie ein abwechslungsreiches Tauchpaket ist die Wahl der Unterkunft, bei der uns Wolfgang und David ebenfalls top beraten haben. Je nach Wunsch wird im Vorfeld eine entsprechenden Location gebucht, die dann im Komplettpaket mit enthalten ist. Keine zusätzliche Abrechnung, keine gesonderten Abstimmungen, alles läuft zentral über Waterworxx – Service, wie man ihn sich wünscht. Bezahlt werden kann dann übrigens vor Ort auch mit Mastercard.

Daß sich der Erfolg bei der Mondfischsuche u.a. auch durch die Auswahl der Tauchtage nach den Mondphasen optimieren lässt, hatte ich bis dahin auch eher für Seemannsgarn gehalten.
In Abstimmung mit Waterworxx haben wir dann 3 Tage vor und nach Neumond als Zeitraum für unsere Dives ausgemacht und danach die Flüge bei dem sehr kompetenten Reisebüro
Aktivreisen (www.aktivreise.de )gebucht. Klasse Service und Leute, die echt was von der Materie verstehen. Hier bekommt man neben einer guten Beratung und Top-Infos auch die Möglichkeit eingeräumt, zum Thema freies Tauchgepäck das Maximum auf die Wage bringen zu dürfen.

Also sind wir dann mit der Thai von Frankfurt via Bankog nach Depansar geflogen, wo wir dann auch gleich von einem netten Fahrer von Waterworxx in Empfang genommen worden.

Daß der bereits oben angesprochene Top-Service dann auch vor Ort so eingehalten wurde, davon konnten wir uns dann persönlich überzeugen. Ab unserer Ankunft hat man uns auf der Basis wirklich jeden Wunsch von den Lippen abgelesen und so wirklich das Gefühl gegeben, als Kunden die Königskrone auf zu haben.


Nach dem Bezug der für uns rausgesuchten Unterkunft, die übrigens nur ca. 200 Meter von der Basis entfernt lag, ging es dann zur Basis, um alle Formalitäten zu erledigen, unser Gerödel zu verstauen und uns mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen.

Spätestens jetzt merkt man, daß die Uhren auf Bali anders ticken, denn jeder aus dem Team von Waterworxx vermittelt vor allem eines: Have fun, Tauchen ist Entspannung und alle Anzeichen von Streß bitte unbedingt bei der Einreise am Flughafen lassen – welcome to my paradise…….wie es in dem Song so schön heißt, der auf Bali öfters zu hören ist.

Neben ausreichendem Stauraum für das Equipment stehen auf der Basis genügend Platz zur Verfügung, um Nasses trocknen zu können, zu Duschen und sich rund um die Tauchgänge wohl zu fühlen. Frisches Trinkwasser, Kaffe und sehr günstige Kaltgetränke gehören ebenso zum Service wie auch die helfenden Hände des ganzen Teams – egal in welchen Fragen und welchen Lagen. Das Equipment inkl. Blei und Flaschen wird von den helfenden Händen versorgt, zu den Booten gebracht, wieder entladen etc.

Eine übersichtliche Tafel informiert stets über das aktuelle Angebot und wer mit wem wo taucht. So lernt man nach und nach alle Namen kennen, alles über die Tauchplätze und welche Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Bei einem ersten Eingewöhnungstauchgang konnten wir uns einen Eindruck verschaffen, daß auf Bali auch unter Wasser jeglicher Streß verpönt ist. Der Tauchplatz „Blue Lagoon“ ist ideal, um sich an das warme Wasser zu gewöhnen, sich ordentlich einzubleien und bietet auch den kompetenten Guides die Möglichkeit, zu sehen, was man taucherisch so drauf hat.

„Blue Lagoon“ ist vor allem etwas für Makro-Freaks, den Seepferdchen, diverse Schnecken, Krebse etc. sind hier zu finden und die Guides sind wahre Meister im Aufstöbern der verschiedenen Spezies und versuchen, sowohl Filmern, als auch Photographen und „normalen“ Tauchern (ja, die soll es auch noch geben….) bestmöglich Einblicke zu ermöglichen.

Mit diesem ersten Eindruck haben wir uns dann am Abend dem gemütlichen Teil gewidmet und uns bei gutem Essen (die einheimische Küche ist übrigens echt klasse und es ist nahezu für jeden Gaumen in Padang Bai eine Lokalität vorhanden) und einem kühlen Bierchen mit anderen Tauchern und Touristen ausgetauscht. Dabei kam immer wieder jenes Fabelwesen zur Sprache, welches die einen schon gesehen hatten, dem die anderen noch ncht begegnet waren und welches jedem, der darüber erzählte einen gewissen Glanz in die Augen trieb …….was aber nicht auf den Bierkonsum oder die Würze des Spicy-Food zurück zu führen war.

An nächsten Tag ging es dann vor die benachbarte Insel Nusa Penida und den Tauchplatz „Crystal Bay“, der nur bei guten Bedingungen betauchbar ist, denn hier herrschen oft Strömungen, die nicht nur von rechts nach links peitschen, sondern auch von oben nach unten.
Die exponierte Lage, die kalten Ströme und die zunehmende Tiefe sind gute Voraussetzungen, um einen ersten Versuch zu starten, dem Mythos Mondfisch zu begegnen.

Nach einem ausführlichen und sehr sicherheitsorientiertem Brieving (TIEFE – STRÖMUNG – LUFT !!!) ging es dann ins Wasser.
Es wurde auch nochmals ganz klar formuliert, mit keinen zu hohen Erwartungshaltungen ins Wasser zu gehen, denn Mondfischbegegnungen sind nicht planbar, nicht vorhersehbar und daher zum Glück weiterhin reine Glücksache.

Nach dem gemeinsamen Abtauchen ging es dann nach und tiefer und die ersten Schlieren von Kaltwasserströmungen waren nicht nur sichtbar sondern auch spürbar. Eine intakte und farbenfrohe Korallenwelt säumte unseren Weg nach unten und schon hat der Fischreichtum für ein eindruckvolles Erlebnis gesorgt.

Und dann das erste aufgeregte Zeigen des Guides in die Tiefe. Ein Schatten, ein Schatten der durch die Schlieren nur schwer zu erkennen war und daher jeglichen Raum für wilde Spekulationen zuließ. Nun kam der Schatten immer höher und somit unserer Tauchtiefe von
derzeit ca. 35 Metern immer näher. Und dann offenbarte sich uns zum ersten Mal der Mythos in seiner ganzen Größe und Pracht: Ein stattlicher Mondfisch, nur ein paar Meter von uns entfernt und weder scheu noch in Aufbruch befindlich. Zeit genug, um Photos und Film zu bemühen und natürlich, um die Begegnung auszukosten.

An dem Tauchplatz „Crystal Bay“ kann es je nach Bedingungen auch dazu kommen, daß – wie an allen anderen berühmten Tauchplatzen auf dieser Erde – viele zur gleichen Zeit da sind und alle eine Begegnung „der 3.Art“ haben möchten.
Unser Glück war jedoch, daß wir an dem Tag die erste Gruppe waren, die den Mondfisch erspäht hatte. So konnten wir die Begegnung genießen, noch bevor ein großer „Almabtrieb“ einsetze, der auch den geduldigsten Mondfisch in die Flucht geschlagen hätte.
Also verließ uns der Mondfisch dann nach einer Weile in aller Ruhe und strahlte selbst bei seinem Davonschwimmen noch eine Magie aus, die gepaart war mit Ruhe und Gelassenheit – einfach EINMALIG !!! Da Bilder bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen, hier mein Link zu meinen Filmaufnahmen, die ich in YouTube eingestellt habe:
http://www.youtube.com/watch?v=4jXnzmSGRn0


Nach diesem Tauchgang wieder an der Wasseroberfläche angelangt, gab es bei der bevorstehenden Oberflächenpause natürlich genügend Gesprächsstoff, Zeit für Jubelschreie
und die Möglichkeit, sich ausreichend mit Speis und Trank zu stärken, die natürlich von Waterworxx zur Verfügung gestellt wurden.

In den folgenden Tagen folgten mehrere Tauchgänge an mehreren tollen Tauchplätzen, u.a. auch an dem Manta-Point, der Begegnungen mit den tollen Tieren fast schon zu 100% garantiert. Also ein weiteres Highlight, den Riesenrochen sehr lange sehr nahe kommen zu dürfen.
Hierzu habe ich ebenfalls ein kleines Filmchen im Netz hinterlegt:
http://www.youtube.com/watch?v=GkfgCK6GDO0
Viel Spaß beim Schweben.

Natürlich war auch bei allen Folgetauchgängen immer wieder die Chance gegeben, dem Mola-Mola zu begegnen und so traf es dann auch zu, daß verschiedenen Tauchgruppen von Waterworxx immer wieder mit einem breiten Grinsen von den Divespots zurückkamen und von IHREN Begegnungen mit dem Mondfisch berichteten.

Die wohl eindrucksvollste Begegnung hatte ich ebenfalls am Spot „Crystal Bay“, als ich wieder mit der ersten Gruppe an einer Putzerstation miterleben durfte, wie sich ein Mondfisch hat putzen lassen und ein zweiter in dieser Zeit mehrere Warteschleifen gedreht hat.
Während des Putzvorgangs erlaubte der Guide mir, mich dem Tier zu nähern und wenn sich ein Mondfisch mit dem Kopf nach oben geduldig von vielen kleinen Helfern putzen lässt, dann ist diese Annäherung auch problemlos möglich. Immer mit einem Auge auf den Tiefenmesser und einer optischen Referenz, die man bei solch einem Anblick leicht vergessen könnte.
Jetzt war ich ganz nah an dem Tier und konnte jeden Zentimeter des Tiers bestaunen. Da setzte eine Strömung ein, die den Mondfisch direkt auf mich zu trieb und so musste ich mich vom dem herannahenden Koloß ganz sanft mit einer Hand wegdrücken, was ihn aber keinesfalls störte. Geduldig ließ er sich weiterputzen.
Diese Begegnung weiter zu beschreiben fehlen mir die passenden Worte. Auch hierzu gibt es ein kleines Filmchen im Netz ( LINK ZUM FILM ) – Enjoy !

Fazit nach 6 Tauchtagen: Ein tolles Fleckchen Erde – ein herrliches Tauchrevier und wer darauf aus ist, den Mythos Mondfisch ein Stückchen näher zu kommen, der ist in Padang Bai auf Bali bei Waterworxx BESTENS aufgehoben.

Danke an das ganze Waterworxx-Team – just like livin’ in paradise !


Andreas Wilkens
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