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Kemer, Wrack Paris II

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explorer08Commercial Diver // PADI Master Instructor // CMAS **TL // PADI Public Safety Diver Instructor // TecRec Trimix Blender Instructor // EFR/CFC Instructor // ANDI Extended Range Diver

Über das Tauchen an der Paris II wurde hier berei ...

Über das Tauchen an der Paris II wurde hier bereits einiges geschrieben. Dem ist auch nichts Wesentliches hinzuzufügen.

Inzwischen konnte aber das Geheimnis um das Wrack gelüftet werden.
Der Frachter wurde 1913 auf der Werft A. Normand in Le Havre gebaut für die Reederei Lobez, Poret ve Cie. in Boulogne. Das Schiff ist 70m lang und 15m breit.

Nachdem die Türkei, als Verbündeter Deutschlands, zu den Verlierern des 1. Weltkriegs gehörte, begann in der Türkei ein Befreiungskrieg gegen die Besatzungsmächte, primär gegen die europäischen Siegermächte. Dieser Befreiungskrieg endete 1923 mit der Ausrufung des modernen türkischen Staates durch Mustafa Kemal Atatürk.
Während dieser Kämpfe patrouillierte die französische Marine durch das Mittelmeer und beschoss dabei immer wieder türkische Ortschaften. Zu den dabei eingesetzten Schiffen gehörte der zum Kriegsschiff umgebaute Frachter MS PARIS II. Dieser nahm mit zwei Geschützen das Fischerdorf Kemer unter Beschuss und besiegelte damit sein eigenes Schicksal.
Auf einer Anhöhe in der Nähe von Kemer befand sich eine türkische Geschützstellung unter dem Kommando des legendären Artilleriekommandeurs Hauptmann Mustafa Ertuğrul. Mit mehr als 60 Treffern versenkte das türkische Geschütz die Paris II. Die französische Besatzung konnte sich ans Ufer retten. Dort wurde sie von den türkischen Soldaten bereits erwartet. Die Türken halfen den Franzosen aus dem Wasser und versorgten auch die Verwundeten. Die türkischen Artilleristen wurden später für diesen Einsatz ausgezeichnet.

Einen (oder mehrere) Tauchgang an der Paris II kann ich nur empfehlen.
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Der Tauchgang an der MS Paris war mein erster Wra ...

Der Tauchgang an der MS Paris war mein erster Wracktauchgang und deshalb etwas besonderes für mich.
Es ist von Land aus sehr schnell mit dem Boot zu erreichen (dauert nur etwa 10min) und der Tauchplatz ist mit einer Boje gekennzeichnet, die direkt am Wrack festgemacht ist. Dies ist besonders hilfreich, da man an dem Seil in Ruhe auf- und absteigen kann. Vorallem beim Auftauchen ist das Seil hilfreich, da meistens ein Dekostop oder zumindest ein Sicherheitsstop auf 5m fällig ist.
Das Wrack liegt waagrecht auf dem Grund und befindet sich in einer Tiefe um die 30m. Das Oberdeck und die Aufbauten sind sehr gut und vorallem einfach zu betauchen, auch der Laderaum da er nach oben offen ist, so dass selbst Wrackanfänger wie ich problemlos hineintauchen können. Bei genaueren Betrachtung kann man einiges an Geschützladung noch erkennen.
Ein Highlight ist die meiner Meinung nach die Schraube, da sie noch perfekt erhalten ist und wir durch sie hindurchgetaucht sind!!
Am Rumpf kann man zwischen all dem Bewuchs (viele Muscheln) noch deutlich den Schriftzug Paris entdecken. Durch die geringe Größe des Wracks (nur etwa 50m lang) ist es ideal für einen gemütlichen Tauchgang mit einer 12l-Flasche für ungefähr 30min.
Die Strömung ist meist gering und meiner Meinung nach zu vernachlässigen. Beim Abtauchen kann man eine Fischschulen beobachten, die in größeren Schwärmen auch um das Wrack zu Gange sind.
Insgesamt ist der Tauchgang an der Paris einer der sich lohnt, auch wenn das Wrack an sich nichts wirklich spektakuläres hat.
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Ich habe das Wrack jetzt vor kurzem 3 mal in mein ...

Ich habe das Wrack jetzt vor kurzem 3 mal in meinem Urlaub in der Türkei betaucht. Das Wrack wurde im Krieg von Kemer aus bebombt und dann auch relativ schnell versenkt. Der Vorteil, das Wrack ging so unter, dass es nun ganz gerade auf dem Grund liegt, ein großer Schaden ist auch nicht zu sehen, lediglich der Einschlag der Bombe hinterließ ein Loch im Wrack, aber man muss sagen, dass das Wrack in einem top Zustand ist!
Auf ca. 24m beginnt das Wrack und die Schraube liegt auf der Maximaltiefe von ca. 31m. Ein Seil führt direkt hinunter zum Wrack, an diesem kann man auch super den meist entstehenden Dekostop absitzen. Die Sicht am Wrack ist meistens gut, es kommt öfters vor, dass leichte Strömung am Wrack herrscht. Aber eigentlich ist die Paris leicht zu betauchen! Man kann auch etwas in das Wrackinnere hineintauchen, dort verstecken sich häufig Muränen. Es gibt auch viele Zackenbarsche und sehr viel Kleinfisch zu sehen. Mein persönliches Highlight an der Paris war die Begegnung mit großen Adlerrochen! Auch ist ein Nachttauchgang an der Paris sehr empfehlenswert! Das Wrack ist bei Nacht einfach gespentisch und man kann Bärenkrebse und Krabben am Wrack antreffen!
Alles in allem ein Highlight, das man nicht verpassen sollte, wenn man die Gelegenheit hat, das Wrack zu betauchen!

Gut Luft!

Christoph
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