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Bericht vom Abtauchen vor der kleinen spanischen ...

Bericht vom Abtauchen vor der kleinen spanischen Insel Portixol Norte bei Javea/Denia mit der Tauchbasis Octopus

Entgegen dem Mainstream des Tauchens wie Male oder Ägypten haben wir uns in diesem Jahr wieder für einen Tauchurlaub in Spanien bei der Tauchbasis Octopus entschieden. Die Insel Portixol Norte liegt unweit von Javea vorgelagert vor einer wunderschönen Badebucht. Die Besonderheit dieses Tauchgebiets liegt in den Unterwassergebirgs-landschaften mit vielen kleinen Höhlen, Kaminen und Abgründen, die sich in nicht all zu großer Tiefe (maximal 16m) bei einer Sichtweite von ca. 15m befinden. Die Tauchbasis von Uwe Kühne in Denia organisiert nur individuelle Taucherlebnisse bis zu 5 Personen und orientiert sich dabei immer an den Tauchern mit der geringsten Erfahrung. Gestartet sind wir in einem Schlauchboot vom Hafen in Denia. Das Meer war an diesem Tag sehr glatt und das Schlauchboot konnte daher ohne große Stöße zu erleiden so richtig übers Meer schießen. Wunderbar diese Meeresluft, wie sie an einem vorbei streicht und einem das Gefühl gibt von grenzenloser Freiheit und Urlaubslust. Da, plötzlich nicht weit seitlich von uns, vielleicht 100 Meter, springen tellerartige Gebilde aus dem Wasser und wir sind umgeben von kleinen Haifischflossen. Uwe meint es sind mit Sicherheit Mondfische. Er stoppt sofort das Boot und wir fahren ganz langsam in das Gebiet der Sichtung. Schade, sie sind abgetaucht.
An der Insel Portixol angekommen bereiteten wir den ersten Tauchgang vor (Briefing + Technik). Unsere komplett gecheckten Jacketts hievten wir aufgepumpt ins Wasser und befestigten sie an einen Karabinerhaken. Nachdem alle sich im Wasser das Jackett angezogen hatten und dem obligatorischen Buddycheck tauchten wir ab in die Unterwasserwelt. Uwe (Deutscher) und Ulises (Spanier), unsere beiden Guides, führten jeweils ein Buddyteam an und filmten unsere Gruppe während des ganzen Tauchgangs mit all seinen Highlights. Grundeln, Schwarz-kopfschleimfische, eine Sepia, Brassen, Octopusse, Doraden und hier und da auch einmal eine wunderschöne Spiegeleiqualle. Marga, meine Geliebte und Ehefrau traute sich sogar durch einen Kamin zu tauchen. Auch in mehreren Höhlen hatte sie keine Angst. Denn wir sind immer nah beisammen, eben ein eingespieltes Buddyteam. Die Unterwasserlandschaft ist hier wie eine kleine bunte Gebirgslandschaft mit Canions und Kleinstlebewesen, die auch immer schön anzusehen sind.
Wir waren sehr überrascht, als wir feststellten, dass sich mindestens ein halbes Duzend Mondfische, auf die wir schon die ganze Zeit gelauert hatten, direkt vor unserer Nase an der Wasseroberfläche tummelten. Einen so urtümlich aussehenden Mondfisch mal so nah zu sehen, ist wirklich ein Traum und wir bekamen gar nicht genug davon. Aber irgendwann geht jedem einmal die Luft aus. Aber wir kommen wieder, nämlich übermorgen.

Norbert