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Agia Napa

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Nach Ostern hatte ich Gelegenheit auf einer Reise ...

Nach Ostern hatte ich Gelegenheit auf einer Reise nach Zypern endlich mal die Tauchgebiete um Agia Napa im Südosten der Insel zu erkunden.

Allgemeines

Der Flughafen Larnaca/Zypern wird von Deutschland aus u.a. von der Lufthansa sowie von der landeseigenen Gesellschaft Cyprus Airways angeflogen. Letztere Airline ist sehr zu empfehlen, da sie auch auf diesem kurzen Flug ein sehr gut sortiertes Angebot an kostenlosen Getränken, ein wechselndes Unterhaltungsangebot (Spielfilme und welch ein Zufall: eine Doku über U/W- Fotografie!), natürlich Essen und einen sehr flinken Service anbietet. Der Sitzabstand in den Airbus 319 bzw. 320- Maschinen ist in der Economy- Klasse (heißt hier Aphrodite- Klasse) auch O.K.!

Agia Napa ist das Zentrum des Bade- und Sommertourismus auf der Insel, da es dort -die ansonsten seltenen- Sandstrände gibt. Entsprechend quirlig geht es dann in den unzähligen Restaurants, Discos und Vergnügungsparks dieses zypriotischen `Las Vegas` auch zu. Allerdings traf ich nur zwei Tage nach Saisonbeginn ein, daher war es tagsüber oft noch gespenstisch ruhig. Die Hotels verfügen in der Regel (bis zur landestypischen 4 Sterne- Kategorie) nur über einfache, zweckmässige Ausstattung und ähneln sich auch äußerlich sehr stark, da sie komplett auf Massentourismus eingestellt sind. Das wird nicht jeder mögen, trotzdem: Konkurrenz belebt das Geschäft und hält die Preise in Schach...

Tauchbasis/Tauchplätze

Nach einigen Recherchen im Internet entschied ich mich, per E-Mail Kontakt mit den `Sunfishdivers` aufzunehmen und bekam auch prompt Antwort. Man bietet dort zwei bis drei TGs pro Tag an. Die meisten Plätze sind von Land aus auf der Südostspitze Zyperns, der Landzunge `Cape Gkreko` gelegen und mit dem Auto von der der Tauchbasis in ca. 15min erreichbar. Aber in Zukunft sollen wohl neben der `Zenobia` auch zusätzliche Boots- Tauchgänge angeboten werden. Das Nitrox- und Rebreathertauchen ist im Aufbau, d.h. das Material ist vorhanden, aber man `bastelt` noch an einem Schulungsangebot.

Die Betreuung in der Tachbasis ist besonders in der Vorsaison sehr individuell, ich konnte mir jeden Tauchplatz einzeln aus dem Angebot auswählen (von hier aus nochmals besonderen Dank an Instructor Simone!). Man spricht vorwiegend Englisch und auch sehr gut Deutsch. Das Equipment im Verleih macht einen guten Eindruck, für meine eigene Ausrüstung stand ausreichend Ablage- und Trockenplatz zur Verfügung. Außerdem bekam ich auch immer meine geliebten Stahlflaschen geboten,
Alu- Tanks sind ja schließlich nur was für Mädchen ) ...

Green Bay
Der ideale Tauchplatz für Schnuppertaucher und Anfänger. Der einfache Einstieg erfolgt in einer seicht abfallenden felsigen Bucht bei N35°0,039/E34°4,094`, dann auf dem Sandgrund abwärts bis ca. 6-7m Tiefe. Hier gibt es etliche Felsblöcke mit viel Kleinfisch und angeblich auch Amphoren- Scherben zu sehen (ich habe leider keine entdecken können).

Caves
Einstieg bei N34°57,842`/E34°4,375`. Interessante Unterwasserlandschaft mit Spalten, Tunneln und anderen Hohlräumen in denen sich auch mal ein Oktopus versteckt hält. Der Höhepunkt dieses Tauchgangs ist jedoch eine kleine Höhle, die wegen der eingebrochenen Decke auf halber Strecke auch ohne Lampe überall hell genug ist und sich deswegen sehr gut betauchen läßt. Hier hat man wegen der geringen Tiefe von 10- 12m auch ausreichend Licht um interessante Fotos zu machen.

Konnos Point
Bei N34°59.206`/E34°3,846` befindet sich an einem Aussichtspunkt eine kleine offene Regen(oder Sonnen?)- Schutzhütte. Hier hat man Gelegenheit bequem die Ausrüstung anzulegen und über einen breiten Pfad das Wasser zu erreichen. Dort angekommen, kann man dann die zahlreichen Felsen Steilwände und offenen Flächen betauchen, die einen bis ca. 27m Tiefe führen.

Canyon
Direkt am Fuss des Felsens von Cape Gkreko liegt bei N34°57,704`/E34°3,846` nach holpriger Fahrt über `Feldwege` eine Parkmöglichkeit. Von dort erreicht man über eine vorsorglich mitgebrachte Leiter einen schmalen Einstieg im Felsen, den sog. Canyon. Diesem folgt man bis auf den Sandgrund und hält sich dann an der Steilwand links. Hier gibt es neben Oktopus und Seetsternen auch Muränen zu sehen, die sich in Felsspalten und auch im Seegras verstecken. Häufig treiben hier sich die attraktiven, -aber bei Berührung auch recht (haut-) agressiven- Feuerwürmer herum.

Das Wrack der Zenobia
ist das absolute Taucher- Highlite im Süden Zyperns (manche halten es für das interessanteste Wrack im Mittelmeer überhaupt). Die mit LKWs, Maschinen sowie anderen landwirtschaftlichen und Industriegütern voll beladene schwedische Fähre sank 1980 vor dem Hafen von Larnaca zu Beginn ihrer ersten Auslandsfahrt. Mit einem Boot gelangt man ca. 1km vor der Küste zu der Unglücksstelle bei N34°53,874`/E33°39,420` und taucht dann an der Ankerleine ab, bis sich auf ca. 18m Tiefe die ersten Aufbauten zeigen. Imposant ist vor allem der Antrieb mit dem riesigen Propeller. Danach lohnt sich ein Blick auf die Ladung: etliche Lastwagen sind wild durcheinander gewürfelt. Witzig sind die `Soleier`, welche als Teil der Ladung auch nach fast 25 Jahren scheinbar unbeschadet auf dem Grund bis 42m liegen. Das Wrack lockt zahlreiche Fischschwärme, u.a. auch große Barsche an.

Fazit

Zypern bietet wegen der geringen Plankton- Dichte ein Mittelmeer- Tauchgebiet mit unglaublich guter Sicht bis +30m und interessanter Unterwasser- Landschaft. Die Kehrseite des Nährstoffmangels ist allerdings die relativ geringe Anzahl an Fischen, etc. Die Preise sind nicht niedrig, aber durchaus akzeptabel. Das gigantische Wrack der `Zenobia` ist ein absolutes `Muss` für jeden Zypern- Taucher. Auch Dank der stets freundlichen und kompetenten Profis von den `Sunfishdivers` ein gelungener Urlaub, deshalb erstmals: fünf Flossen!


SunfishDivers


Simone an der Zenobia


Cape Gkreko


Schraube der Zenobia


Feuerwurm


Ladung der Zenobia

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