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Bilder und noch weitere Infos zu diesem Bericht findet ihr unter www.blubberhausen.de

Anreise

Nach 9 ½ Stunden Flug mit Condor sind wir auf dem Flughafen von Male gelandet. Es ging dann sehr zügig mit dem Bus zum Weiterflug mit den Wasserflugzeugen. Nach einer kurzen Wartezeit ging es dann auch schon los. In dem kleinen Flugzeug haben aneinander dicht gedrängt 16 Passagiere Platz mit freier Sicht auf die Piloten. Ein Tipp, den ich bekommen hatte, hat sich bewährt: beim Hinflug auf der linken Seite sitzen und beim Rückflug auf
der rechten Seite. So hat man jeweils den bessern Ausblick zum filmen und fotografieren.
Von einer kleinen Plattform, bei der das Flugzeug landet, ging es dann noch 300 Meter mit dem Dhoni zum Bootssteg von Vilamendhoo.

Die Insel

Von der Insel waren wir von der ersten Minute an restlos begeistert. Auch die Ruhe und Gelassenheit, die auf Vilamendhoo herrscht, hat uns von Anfang an in ihren Bann gezogen.
Trotz der 140 Bungis hatten wir immer das Gefühl, die Insel fast für uns alleine zu haben.
Die Insel ist 900 x 300 Meter groß und wunderschön grün und sehr üppig bewachsen. Die Größe der Insel empfand ich als ideal, da es jeden Tag etwas neues zu entdecken gab und man trotzdem alle Einrichtungen gut und bequem erreichen konnte. Das Inselinnere, durch das nur ein paar Sandwege führen, ist völlig natürlich belassen und immer einen Spaziergang wert. Es gibt ein Restaurant, das in verschiedene kleinere Sitz-Bereiche unterteilt ist mit einem Büffet im Mittelteil. Zwei Bars, eine kleine Rezeption und einen Souvenirshop.


Unterkunft

Am Süd- Nord- und Ostufer der Insel befinden sich die Einzel- und Doppelbungalows. Wobei sich am Südwest-Ufer (Bungi 113 – 133) der beste Abschnitt befindet, wenn man Wert auf Sandstrand legt. Außerdem fand ich die Lage zwischen Tauchbasis und Sunset-Bar ideal. Meine Favoriten sind hier die Bungis 113, 122, 123 und 133. Hier hat man aber etwas weniger Schatten (außer unter einigen Palmen direkt am Strand), als an den übrigen Uferabschnitten. Das Südostufer (Bungis 1 – 30) ist auch sehr schön. Zwischen den Bungis und dem Meer bilden die Pflanzen ein Schattendach. Der Blick auf das Meer ist fast von jedem Bungi aus gegeben. Die vielen Strandabschnitte sind allerdings nur sehr klein. Die Liegen befinden sich hier zwischen Bungi und Ufer unter dem Pflanzen-Schattendach. Der Bungi 31 an der Ostspitze liegt sehr schön mit einem eigenen Strandabschnitt. Am Nordufer befinden sich zwischen den Bungis (33 bis 111) und dem Meer sehr viele Mangroven, die ebenfalls ein Schattendach bilden. Allerdings sind hier nur wenige, sehr kleine Strandabschnitte bzw. zum Teil gar keine Sandstrände vorhanden, da der Bewuchs bis zum Meer reicht. Der Blick auf das Meer ist eingeschränkt. Bei den Bungis 33 – 58 auf der Nordseite befindet sich eine Betonbegrenzung zum Meer, was ich nicht so schön fand. Wirklich schlechte Lagen gibt es aber meiner Meinung nach auf der Insel nicht, alles hat seinen Reiz (ok, vielleicht bis auf die Betonbegrenzung). Die Doppel- und Einzelbungis sind beide gleich groß und sehr geräumig. Die Wände zwischen den Doppelbungis sind allerdings sehr hellhörig. Die Bungis werden 2 x am Tag blitzblank gereinigt und jeden Tag mit frischen Hand- und Strandtüchern versorgt. Im Bungi steht übrigens ein Regenschirm zur Verfügung.

Verpflegung

Wir hatten Halbpension gebucht, was wir auch als völlig ausreichend empfanden. Das Frühstücks-Buffet bestand aus Omelett, das man sich zubereiten lassen konnte, Früchten, verschiedene Kuchen und Gebäck, Müsli, Marmelade, Honig, Würstchen, verschiedener Brotsorten und Säften. Zum Abendessen gab es immer Suppe, drei verschiedene Curries, frischen Fisch, Fleisch, Nudeln, Gemüse und Salate. Daneben von Tag zu Tag wechselnde Leckereien und ein Nachspeisen-Buffet. Alles in allem war das Essen wirklich gut.
Mittags bekommt man in der Sunset-Bar Pasta, Pizza, Bürgers und Sandwichs. Hier ein Auszug aus der Preisliste: 1,5 l Wasser 3,30 US $, Bier 3,50 US $, Cocktail Specials 6,50 US $, Sandwich mit Pommes 7 US $, Burger 5,5 US $.

Sunset-Bar

Am Westende der Insel kann man den Tag wunderschön ausklingen lassen. An der Sunset-Bar im Freien ein Bier zu genießen und den Sonnenuntergang zu bewunden ist der ideale Abschluss eines Tages. Unterhaltung bieten auch die Insel-Krähen, die sich auf alles stürzen, was nicht niet- und nagelfest ist und auch schon mal das Bier austrinken.

Sport

Als Wassersportmöglichkeiten stehen ein Katamaran und Surfbretter zur Verfügung. Die Insel verfügt über einen Tennisplatz und zwei Tischtennisplatten. Und natürlich eine Tauchbasis.

Tauchen

Die Werner-Lau Tauchbasis macht einen sehr ordentlichen Eindruck. Die Basisleitung hatte erst vor kurzem gewechselt. Chris, der die Basis nun führt, hatte immer ein offenes Ohr für seine Gäste und wir haben ihn als sehr angenehm empfunden. Der obligatorische Checkdive am Hausriff ist bei Buchung von 10 TG übrigens kostenlos. Taucher mit weniger als 40 TG können zwar alleine am Hausriff tauchen, benötigen zu den Bootstauchgängen jedoch einen Guide.

Zum Tauchbetrieb: täglich fahren zwei bis drei Dhonies jeweils um 9 Uhr und um 14.30 Uhr die Tauchspots an. Wobei ein Boot einen strömungsreicheren Platz und das andere einen strömungsärmeren Platz ansteuert. Nachmittags kann man sich jeweils für den
nächsten Tag in die aushängenden Bootslisten eintragen. Die Fahrtzeiten zu den Plätzen belaufen sich auf 10 bis 50 Minuten. Zur Walhaisaison werden öfters Tagesfahren
„finding the walshark“ angeboten. Besonders gut gefallen hat mit der Tauchplatz Kudarah Tila. Eine wunderschönes, völlig intaktes Riff mit Höhlen und einem Tunnel. Der Fischreichtum hier ist unübertrefflich. Alle Spots sind übrigens im Internet beschrieben: www.wernerlau.de

Das Hausriff hat 10 Einstiegstellen rund um die Insel, zu denen die Flaschen per Schubkarren gebracht werden. Man gibt nur Bescheid bei welchem Einstieg man rein geht und stellt die Flaschen bei dem Ein-/Ausstieg wieder ab, bei dem man auftaucht. Von dort werden Sie dann wieder abgeholt.

Alles in allem war es ein sehr angenehmes und entspanntes tauchen. Die Wassertemperatur lag übrigens bei 31 Grad und die Sicht war zu unserer Zeit zwischen 12 und 20 Metern. Das einzige, was wir nicht so toll fanden war folgendes bei einem begleiteten Tauchgang: Ali, der Guide entfernte sich beim abtauchen gut 15 Meter von uns, so dass wir hinter ihm her hecheln mussten. Auf meine aufkommende Panikattacke hatte er dann auch nicht so reagiert, wie ich mir es von einem Guide gewünscht hätte.

Klima

Im Mai ist ja bekanntlich Monsunwechsel. Wir hatten in der ersten Woche vom 23.04. – 30.04. sehr schönes, ruhiges Wetter. In der zweiten Woche war es aber sehr windig, der Himmel war sehr oft bedeckt und zwischendurch gab es einige Regenschauer. Die Temperatur blieb zwar immer bei 32 – 33 Grad, aber an solchen Tagen vermisst man halt etwas dieses Barcardi-Feeling.

Fazit

Es war unsere erste Reise auf die Malediven und ganz sicher nicht unsere letzte.
Vilamendhoo ist ein Paradies, das ich jedem nur empfehlen kann. Wir konnten uns von der ersten Sekunde an bestens erholen und sind völlig vom Malediven-Fieber gepackt. Vilamendhoo hat unsere Erwartungen wirklich übertroffen.


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