SUB AQUA DiveCenter Utopia Beach (Inaktiv)

398 Bewertungen

Bewertungen(398)

KielerSprotteAOWD100 TGs

Hallo Tauchfreunde, ich war mit meinem Mann (Sch ...

Hallo Tauchfreunde,
ich war mit meinem Mann (Schnorchler) im Oktober 2008 für eine Woche im Utopia Beach und habe vorab in D bei SUB AQUA ein Tauchpaket für sieben Tauchgänge gebucht und bezahlt. Da ich von meinen 100 TG in zweieinhalb Jahren ca. 40 in der Ostsee und den Rest in verschiedenen Tauchbasen Ägyptens gemacht habe, kann ich mir auch schon eine Meinung bilden. Da das Tauchrevier und die Tauchbasis in El Queseir heiß empfohlen wurde, habe ich das mal selbst ausprobieren wollen. Am Tag nach meiner Anreise checkte ich mich in der Basis ein und es gab um 13 Uhr den Basis-Check und den obligatorischen Check-Dive. Zu diesem Event trafen sich 8 Taucher. Nur der Basis-Check dauerte über eine Stunde, sodass ich meine Verabredung mit meinem Mann und Freunden schon mal um mindestens 45 Minuten verschieben musste. Dafür dauerte der Check-Dive nur eine halbe Stunde, der dann aber von mir voll zu bezahlen war. Wie gesagt, wir waren acht Neuankömmlinge bei diesem Check-Dive. Wie sich dann herausstellte, hatten meine anderen Begleiter weitaus weniger als 50 oder 30 TG. Der Guide teilte die Buddy-Teams ein und mir ein 12-jähriges nettes Mädchen mit 4 Freiwasser-TG zu. Wir beide sollten dann mit dem Guide ein Team bilden. In der sandigen Lagune auf ca. 3-4 Metern, alle an der Strömungsleine hängend, wurden dann alle Teams aufgefordert die Maske zu fluten, den Regler zu verlieren und wieder zu finden und das „keine Luft mehr“ zu signalisieren und aus dem Octupus des Partners zu atmen. Es war sehr offensichtlich, dass viele der Begleiter erhebliche Tarierungsschwierigkeiten und überhaupt mit ihrer Ausrüstung hatten. Wie die Hühner an dieser Leine kam ich mir vor wie im OWD-Kurs. Nachdem sich endlich alle Taucher einigermaßen an ihre neue nasse Umgebung gewöhnt hatten, ging es im Gänsemarsch hinter dem Guide in das flachere Südriff. Ich hatte das Vergnügen, mich um die Kleine 12-jährige zu kümmern. Ich beobachtete ihre Körpersprache, prüfte ständig ihr Finimeter und holte sie zurück, wenn sie ungewollt etwas in die Höhe schwebte. Der Guide konnte sich inzwischen, Dank meiner Fürsorge, von uns absetzen. Nach ca. 15 Minunten gab er plötzlich Gas, als hätte er einen Termin verpasst. Einer seiner Schützlinge hatte nur noch 30 bar in seiner Flasche. Dieser hatte schon im Flachwasser vor dem Abtauchen, Probleme mit dem Abblasen seines Reglers. Da musste er aber selbst mit fertig werden, wir sollten ja nun so schnell wie möglich das Hausriff erkunden. Da nun inzwischen zwei Stunden vergangen waren, wurde mein Mann schon etwas unruhig und ging zur Basis um mich zu suchen. Er fragte im Office nach meinem Namen und wo ich denn seit über zwei Stunden sei. Die Dame dort sagte, dass sie mich nicht kenne und nicht wüsste, wo, mit wem, seit wann und ob ich überhaupt im Wasser sei. Das machte meinen Mann noch unruhiger, da er es ja gewohnt ist von mir, Ort und Zeit und mit wem ich im Wasser bin, zu wissen. Als ich dann genervt und enttäuscht von meinem ersten Sub Aqua - TG zurück kam, hat er mich schon ungeduldig in der Basis hin und her laufend erwartet.

Die folgenden Tage waren ebenso ernüchternd und verliefen gar nicht so, wie ich es von anderen Basen gewohnt war. Da ich jedes Jahr zwei mal meistens als Single-Taucher einchecke, bin ich immer gleich am ersten Tag auf der Suche nach „meinem“ Urlaubsbuddy. Dank der Basisführung und der Guides hat es immer hervorragend geklappt. Nun war ich jedoch in dieser Basis völlig auf mich alleine gestellt. In der ganzen Woche gab es nicht einen einzigen Guide, der mich angesprochen hat, geschweige mich gefragt hat, ob er mir helfen kann und ob für mich alles in Ordnung ist. Ich lief jeden Tag aufs Neue morgens dort herum und musste mir einen Buddy suchen. Die Guides kümmerten sich nur um die hausgeführten Tauchgänge (mit pro Kopf 5 Euro Aufschlag) oder um Gruppen. Als Single-Taucher wird man dort gar nicht beachtet. Das Hausriff ist eh mit Massen übertaucht, sandig, morgens dunkel und grau und nach dem dritten Tauchgang langweilig. Wenn ich alleine ins Wasser gegangen wäre und im Sudan wieder aufgetaucht wäre, hätte es NIEMAND von der Basis bemerkt. Der Basisleiter „hat das Lachen verloren“ und die dunkelhaarige Dame mit berliner Dialekt im Office war auch nicht gerade freundlich und zuvorkommend. Die einzige, die versucht hatte, es Allen Recht zu machen, war m. E. die Partnerin vom Basisleiter. Die Ausfahrten zum Elphinstone wurden täglich mit verschiedenen Ausreden abgesagt. Ein gemütliches Beisammensein nach den Tauchgängen gab es ganz und gar nicht. Ich hatte Mühe, mir für mein Logbuch noch die Unterschriften nach dem Tauchgang zu sichern, so schnell waren alle wieder weg. Beim Check-Out bekam ich dann von der grimmig schauenden Berliner Dame eine Kiste mit allen Stempeln (Basis und TL´s) über den Tresen geschoben und konnte mir selbst in meinem Logbuch gerne auch ein paar mehr TG abstempeln. Da ich ja nun dummerweise meine TG schon in D bezahlt hatte, musste ich wohl oder übel 19 Euro für einen Land-TG, Flasche und Blei berappen. Für diesen Preis konnte ich schon schönere Riffe betauchen und anspruchsvollere TG mit dem Boot machen. Die Räumlichkeiten und die Umgebung der Basis sind OK, die Spülbecken sind tadellos. Über das Leihequipment kann ich nichts sagen, habe meine eigene Ausrüstung. Ebenso wenig über die Guides, die habe ich nicht kennen gelernt. Ein Klo gibt es nur in der Hotelanlage, also möglichst vor Ende des Tauchgangs erledigen. Leider hat diese Basis in weiser Vorausschau kein eigenes Gästebuch auf der Homepage. Fazit – Für mich der erste und letzte Besuch. Ich gebe eine Flosse für die 10 l – Nitroxflasche, die ich jeden Tag bekommen konnte. (meistens gibt es nur 12 L –Flaschen)