Hallo.Ich war mit 2 Tauchfreundinnen vom 13.09.07 ...
Hallo.
Ich war mit 2 Tauchfreundinnen vom 13.09.07 bis 27.09.07 in Ägypten. Und dazu folgendes.
Eindrücke und Erlebnisse aus der
Tauchbasis Sub Aqua im Hotel Utopia Beach
El Quesir
Als erstes etwas Positives: die einheimischen Angestellten gaben sich alle Mühe, so liefen Vorbereiten und Anrödeln, sowie Zubringen zu den Einstiegen und Zodiaks stressfrei und mit Spass ab. Für diese Jungs auf jeden Fall 6 Flossen!
Von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft konnte man bei der Basisführung und dem größten Teil der »Staff« leider nicht sprechen. Schon beim
Basiseinführungsbriefing hatte ich das Gefühl einer Abfertigung, Wesentliches (wie Ablauf auf der Basis) wurde mit detailliertem(wie Ablauf Boot/Zodiak-Infos und Tauchspotbeschreibung) bunt gemischt, so dass man schnell den Überblick verlor und das Gefühl bekam auf einer Verkaufstour gelandet zu sein.
Das Hausriff, das im Internet als unberührt und artenreich angepriesen wird, ist eine Bucht, in der die Schiffe an der Boje oder am Steg liegen, die Zodiaks fahren und Schwimmer und Schnorchler ein Stelldichein haben. Das Riff ist zu beiden Seiten mindestens 20 Tauchminuten so versandet und Zerstört, dass es eher an deutsche, einheimische Gewässer erinnert. Der einzige Unterschied ist die Temperatur. Also greift man nach 2 Landtauchgängen Richtung Nord und Süd auf ein One-Way-Zodiak zurück. Das bedeutet, dass man die ungefähre Strecke, die zurückgetaucht werden soll in Minuten angibt. Und da beginnt meiner Meinung nach die Abzocke. Für ca. 3-5 min Fahrt zahlt man pro Person 4 Euro pro Tour. Wenn man das Zodiak 3mal genutzt hat, ist die 4te Fahrt frei. So kommt man in den Genuss, für 30-40 min. ein relativ unberührtes aber auch unspektakuläres Riff betauchen zu können. Dann wieder zurück durch die Bucht, durch diesige, versandete
Gerölllandschaft. Nach 2-3maliger Beanspruchung hat man eigentlich alles abgetaucht und gesehen.
Für die Tagesboots-Touren hatten wir laut Basisbriefing die Möglichkeit, sich 1 Tag zuvor in eine Liste einzutragen, in der Platz für 12 Taucher ist. Die Basis hat 3 Boote angemietet. Bei der ersten Inanspruchnahme mussten wir folgendes Erleben: Wir stellten fest, dass nicht nur die Boote für den nächsten Tag, sondern auch der übernächste Tag voll ausgebucht waren. Nach mehrmaliger vehementer Nachfrage, wie das denn ginge, denn die Liste würde ja erst 1 Tag vor Tour aushängen, wurden wir von Basenleiter Detlev Kreuzberg beiseite genommen und bekamen dann die Antwort »Da muss man halt schlauer sein als andere«. Im Klartext: die Bootsliste wurde schon vorher «unter der Theke« ausgegeben. »Ihr hättet ja nur Fragen brauchen« bekamen wir noch zu hören.
Dafür, quasi als Entschädigung, wurden wir dann auf eine Boots-Liste ganz oben gesetzt - für eine Tagestour, die 3 Tage später stattfinden sollte.
Eine Garantie, die ausgeschriebenen Spots tatsächlich auch zu Gesicht zu bekommen, gab es aber dann auch nicht. Denn die 3 Boote, die eigentlich unterschiedliche Ziele hatten, fuhren dann alle zu dem gleichen Tauchspot. So war dann auch das nächste Versprechen, keine »Massentauchtouren« dahin.
Denn 36-39 Taucher incl. Guides in einer Bucht, war nicht wirklich das wahre.
Darüber hinaus gab es keine Möglichkeit, Einblick in die Karten für die Tauchspots zu bekommen, weil es sie angeblich nicht gab. Komischerweise hingen dann Detail-Karten unter den Bootslisten, also musste es irgendwo eine Mappe mit den Karten geben. Ich bekam immer mehr den Eindruck, dass es nicht im Interesse der Basis lag, den Tauchern die unterschiedlichen Tauchspots nahe zu bringen. Bei Nachfragen wurde ich nur auf die »Übersichtskarte« abgewiesen, in der aber nur die Namen der Spots angegeben waren, nicht aber die Bedingungen, unter den man dorthin gelangen konnte und wie die Spots beschaffen waren. Apropo Infomationsfreudigkeit der Guides: Entweder ich bekam eine nur sehr unzureichende Info über die Sehenswürdigkeiten an Riff, oder gar keine. Und wenn man nicht direkt auf die Guides oder den Basenleiter zu gegangen ist, blieb der Kontakt gleich null.
Letztendlich wurden in der Zeit, in der ich auf der Basis weilte, fast ausschließlich nur 3 Spots angefahren, angeblich, weil der Wind zu stark war. (Von anderen Tauchkollegen, die zur gleichen Zeit auf andern Basen Urlaub machen, bekam ich nach der Rückreise die Info, das es keine Probleme mit Anfahrten auf ausgewiesener Tauchspots gegeben hatte) Nur hier, bei SubAqua Utopia Beach, schien es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Elfinstone habe ich nur im Internet gesehen!)
Ein Tauchkollege löste das Dilemma auf seine Weise: er trug sich in die Bootslisten für die Spots ein, die vorgeschlagen wurden (wohin gefahren wurde, entschied der Kapitän erst am Morgen der Tour) mit der Einschränkung, dass er nicht mitfährt, wenn durch zu viel Wind der (immer gleiche) Ausweich-Spot angefahren werden sollte. Also ging er jeden Morgen zum Boot, und kam wiederholte Male mit seinem Equipment wieder.
Eigentlich war es fast wie ein 6er im Lotto, wenn dann mal ein anderer Tauchspot angefahren wurde.
Dann gab es noch das Zodiak Spezial. Da fuhr das Zodiak gute 10 Minuten Richtung Norden. Die Fahrt kostete zusätzlich pro Person 12 Euro, bei 4-5 Tauchern gibt es einen guten Schnitt. Nach ca. 60 min Tauchzeit wird man dann wieder von Zodiak eingeholt und zurückgefahren, das ersparte so zumindest die oben beschriebenen 20 min Gerölltauchen.
Das schlimmste fand ich aber die Art und Weise, wie Basisleiter Detlev sich den meisten Gästen gegenüber verhielt. Kein »Hallo«, »Guten Tag«, oder »wie geht´s«. Augenkontakt wich er eher aus, warum?
Auch konnte er sicht nicht zurückhalten, seine eigenen Leute vor den Gästen Rund zu machen. So ein Benehmen empfand ich als zusätzlichen unangenehmen Faktor und bestätigte mich nur in meiner Ansicht, das diese Tauchbasis von Massentauchern (Gruppen) lebt und nicht das geringste Interesse an seinen einzelnen Tauchgästen hat.
Fazit:
Technisch gesehen ist die Basis in einem sehr guten Zustand; Füllstation, Flaschen, Equipnent liess keine Wünsche offen.
Das Hausriff Süd und Nord (Land-TG) ist meiner Meinung nach einfach kaputt, eigendlich eine Zumutung.
Und für die 14 Tage Tauchurlaub sind die Tagestourangebote und die Zodiakfahrten auch unzureichend.
Menschlich gesehen haben sich Detlev, seine Frau Silke und den Teil der Staff den ich dort angetroffen habe in einem Licht gezeigt, welches ich nur mit 1 Flosse bewerten kann.
Individualtaucher: Finger weg!!
hausriff nord
Ich war mit 2 Tauchfreundinnen vom 13.09.07 bis 27.09.07 in Ägypten. Und dazu folgendes.
Eindrücke und Erlebnisse aus der
Tauchbasis Sub Aqua im Hotel Utopia Beach
El Quesir
Als erstes etwas Positives: die einheimischen Angestellten gaben sich alle Mühe, so liefen Vorbereiten und Anrödeln, sowie Zubringen zu den Einstiegen und Zodiaks stressfrei und mit Spass ab. Für diese Jungs auf jeden Fall 6 Flossen!
Von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft konnte man bei der Basisführung und dem größten Teil der »Staff« leider nicht sprechen. Schon beim
Basiseinführungsbriefing hatte ich das Gefühl einer Abfertigung, Wesentliches (wie Ablauf auf der Basis) wurde mit detailliertem(wie Ablauf Boot/Zodiak-Infos und Tauchspotbeschreibung) bunt gemischt, so dass man schnell den Überblick verlor und das Gefühl bekam auf einer Verkaufstour gelandet zu sein.
Das Hausriff, das im Internet als unberührt und artenreich angepriesen wird, ist eine Bucht, in der die Schiffe an der Boje oder am Steg liegen, die Zodiaks fahren und Schwimmer und Schnorchler ein Stelldichein haben. Das Riff ist zu beiden Seiten mindestens 20 Tauchminuten so versandet und Zerstört, dass es eher an deutsche, einheimische Gewässer erinnert. Der einzige Unterschied ist die Temperatur. Also greift man nach 2 Landtauchgängen Richtung Nord und Süd auf ein One-Way-Zodiak zurück. Das bedeutet, dass man die ungefähre Strecke, die zurückgetaucht werden soll in Minuten angibt. Und da beginnt meiner Meinung nach die Abzocke. Für ca. 3-5 min Fahrt zahlt man pro Person 4 Euro pro Tour. Wenn man das Zodiak 3mal genutzt hat, ist die 4te Fahrt frei. So kommt man in den Genuss, für 30-40 min. ein relativ unberührtes aber auch unspektakuläres Riff betauchen zu können. Dann wieder zurück durch die Bucht, durch diesige, versandete
Gerölllandschaft. Nach 2-3maliger Beanspruchung hat man eigentlich alles abgetaucht und gesehen.
Für die Tagesboots-Touren hatten wir laut Basisbriefing die Möglichkeit, sich 1 Tag zuvor in eine Liste einzutragen, in der Platz für 12 Taucher ist. Die Basis hat 3 Boote angemietet. Bei der ersten Inanspruchnahme mussten wir folgendes Erleben: Wir stellten fest, dass nicht nur die Boote für den nächsten Tag, sondern auch der übernächste Tag voll ausgebucht waren. Nach mehrmaliger vehementer Nachfrage, wie das denn ginge, denn die Liste würde ja erst 1 Tag vor Tour aushängen, wurden wir von Basenleiter Detlev Kreuzberg beiseite genommen und bekamen dann die Antwort »Da muss man halt schlauer sein als andere«. Im Klartext: die Bootsliste wurde schon vorher «unter der Theke« ausgegeben. »Ihr hättet ja nur Fragen brauchen« bekamen wir noch zu hören.
Dafür, quasi als Entschädigung, wurden wir dann auf eine Boots-Liste ganz oben gesetzt - für eine Tagestour, die 3 Tage später stattfinden sollte.
Eine Garantie, die ausgeschriebenen Spots tatsächlich auch zu Gesicht zu bekommen, gab es aber dann auch nicht. Denn die 3 Boote, die eigentlich unterschiedliche Ziele hatten, fuhren dann alle zu dem gleichen Tauchspot. So war dann auch das nächste Versprechen, keine »Massentauchtouren« dahin.
Denn 36-39 Taucher incl. Guides in einer Bucht, war nicht wirklich das wahre.
Darüber hinaus gab es keine Möglichkeit, Einblick in die Karten für die Tauchspots zu bekommen, weil es sie angeblich nicht gab. Komischerweise hingen dann Detail-Karten unter den Bootslisten, also musste es irgendwo eine Mappe mit den Karten geben. Ich bekam immer mehr den Eindruck, dass es nicht im Interesse der Basis lag, den Tauchern die unterschiedlichen Tauchspots nahe zu bringen. Bei Nachfragen wurde ich nur auf die »Übersichtskarte« abgewiesen, in der aber nur die Namen der Spots angegeben waren, nicht aber die Bedingungen, unter den man dorthin gelangen konnte und wie die Spots beschaffen waren. Apropo Infomationsfreudigkeit der Guides: Entweder ich bekam eine nur sehr unzureichende Info über die Sehenswürdigkeiten an Riff, oder gar keine. Und wenn man nicht direkt auf die Guides oder den Basenleiter zu gegangen ist, blieb der Kontakt gleich null.
Letztendlich wurden in der Zeit, in der ich auf der Basis weilte, fast ausschließlich nur 3 Spots angefahren, angeblich, weil der Wind zu stark war. (Von anderen Tauchkollegen, die zur gleichen Zeit auf andern Basen Urlaub machen, bekam ich nach der Rückreise die Info, das es keine Probleme mit Anfahrten auf ausgewiesener Tauchspots gegeben hatte) Nur hier, bei SubAqua Utopia Beach, schien es ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Elfinstone habe ich nur im Internet gesehen!)
Ein Tauchkollege löste das Dilemma auf seine Weise: er trug sich in die Bootslisten für die Spots ein, die vorgeschlagen wurden (wohin gefahren wurde, entschied der Kapitän erst am Morgen der Tour) mit der Einschränkung, dass er nicht mitfährt, wenn durch zu viel Wind der (immer gleiche) Ausweich-Spot angefahren werden sollte. Also ging er jeden Morgen zum Boot, und kam wiederholte Male mit seinem Equipment wieder.
Eigentlich war es fast wie ein 6er im Lotto, wenn dann mal ein anderer Tauchspot angefahren wurde.
Dann gab es noch das Zodiak Spezial. Da fuhr das Zodiak gute 10 Minuten Richtung Norden. Die Fahrt kostete zusätzlich pro Person 12 Euro, bei 4-5 Tauchern gibt es einen guten Schnitt. Nach ca. 60 min Tauchzeit wird man dann wieder von Zodiak eingeholt und zurückgefahren, das ersparte so zumindest die oben beschriebenen 20 min Gerölltauchen.
Das schlimmste fand ich aber die Art und Weise, wie Basisleiter Detlev sich den meisten Gästen gegenüber verhielt. Kein »Hallo«, »Guten Tag«, oder »wie geht´s«. Augenkontakt wich er eher aus, warum?
Auch konnte er sicht nicht zurückhalten, seine eigenen Leute vor den Gästen Rund zu machen. So ein Benehmen empfand ich als zusätzlichen unangenehmen Faktor und bestätigte mich nur in meiner Ansicht, das diese Tauchbasis von Massentauchern (Gruppen) lebt und nicht das geringste Interesse an seinen einzelnen Tauchgästen hat.
Fazit:
Technisch gesehen ist die Basis in einem sehr guten Zustand; Füllstation, Flaschen, Equipnent liess keine Wünsche offen.
Das Hausriff Süd und Nord (Land-TG) ist meiner Meinung nach einfach kaputt, eigendlich eine Zumutung.
Und für die 14 Tage Tauchurlaub sind die Tagestourangebote und die Zodiakfahrten auch unzureichend.
Menschlich gesehen haben sich Detlev, seine Frau Silke und den Teil der Staff den ich dort angetroffen habe in einem Licht gezeigt, welches ich nur mit 1 Flosse bewerten kann.
Individualtaucher: Finger weg!!
hausriff nord