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Tauchurlaub im Sirtaki-Dahab-Ägypten im M&au ...

Tauchurlaub im Sirtaki-Dahab-Ägypten im März 2000

Das Hotel Sirtaki liegt am Ende von Dahab direkt am Lighthouse Reef.


Hotel:


Die Zimmer sind sauber und bis auf die Bäder OK. Putz fällt

an vielen Stellen von Decke und Wänden. In den Bädern gibt es

i.d.R. keine Duschvorhänge, so ist eine Überschwemmung beim Duschen

unvermeidlich. Wasser gibt es auch nicht immer in allen Stockwerken (aber

zum Rasensprengen ist genug da).


Restaurant. Die Bedienung ist sehr nett und engagiert. Aber das Essen

(Menü ohne Wahlmöglichkeit) ist eintönig (immer: Suppe;

Salat aus Tomate, Gurke, Grünzeug; Fleisch mit immer gleicher Beilage:Kartoffeln

fritiert oder gekocht, Möhren, Zucchini; zu süße Nachspeise)

aber meist genießbar. Das Fleisch ist aber oft sehr zäh.


Eine Auswahl an griechischen Spezialitäten sollte man nicht erwarten.


Preise: Getränkepreise im Hotel sind eine Frechheit. Hier wird

massiv versucht, die Gäste abzuzocken. So kostet im Sirtaki ein Bier

(0,5l) 14 LE (ca. 9,35.-). Im Gegensatz dazu kostest es im Hotel Nessima

nur 6-8 LE. Bei den anderen Getränken verhält es sich ähnlich.


Tauchbasis: Die Guides sind nett. Aber etwas mehr Verantwortungsbewußtsein

würde ihnen gut tun. Mit einer Anfängerin (5-6 TG), die massive

Probleme beim Tarieren hat, ins Blue Hole zu tauchen, ist nicht gerade

das, was man unter Verantwortung versteht. Ach ja, einen Notfallkoffer

gibt es auch nicht. So ist die Erstversorgung nach Tauchunfällen nicht

gewährleistet.


Es werden nur wenige Tauchplätze angefahren, die i.d.R. im Norden

von Dahab liegen. Wohin gefahren wird, bestimmt allein Heidi, die Chefin.

Eine Wahlmöglichkeit gibt es nicht. Bei zwei Wochen Aufenthalt bekommt

man v.a. den Canyon und das Blue Hole zu sehen. Und das oft genug.


Das Leihmaterial ist schlecht gewartet. Die Atemregler blasen ab (O-Ringe

defekt), ziehen Wasser und lassen sich an der zweiten Stufe kaum noch drehen.

Nachdem die Angestellten der TB darauf aufmerksam gemacht wurden, zuckten

diese nur mit den Schultern. Die Atemregler wurden weiter in diesem Zustand

ausgeliehen.


Die angeblich 100 Leihausrüstungen (Werbung) halte ich für

ein Gerücht. Bestenfalls hat es mal so viele Flaschen gegeben. Ist

etwas an eurer Ausrüstung defekt könnt ihr keine Hilfe erwarten.

Ein defekter Inflator war nach einer Woche immer noch nicht repariert (musste

nur zerlegt und gereinigt werden, aber es kümmerte sich niemand darum,

obwohl Heidi es versprochen und die Weste an sich genommen hatte). Die

für diesen Zeitraum geliehene Weste wurde voll berechnet. Der Inflator

wurde schließlich von einem anderer Gast repariert (10 Minuten Arbeit).


Im Tauchshop gibt es laut Heidi (Chefin) nix zu kaufen. Einen Tauchlehrer

gibt es nicht.


Organisation: Bloß keinen Ausflug über das Hotel buchen.

Im Hotel wird für einen Ausflug zum Berg Sinai 47US$ verlangt. Im

Ort bezahlt man für den gleichen Ausflug 50LE (34 DM). Also nur ein

Drittel. Wir haben aus diesem Grund im Ort bei einem Veranstalter einen

ganztags Ausflug mit Jeeps zum White und Colored Canyon plus Dolphin Bay 

gebucht. Es war billig und gut organisiert. Sogar etwas zu Essen war im

Preis inbegriffen.


Diesen Ausflug sollte man unbedingt machen. Aber auf den Mosesberg

kann man getrost verzichten. Nach einem 2,5 stündigen, sehr anstrengenden

Aufstieg (bin Sportler) sieht man auf der Bergkuppe v.a. Verkaufsbuden.


Dahab:


Dahab ist für ägyptische Verhältnisse ein absolutes

Unikum. Man kann dort abends richtig bummeln gehen. An der "Buchtpromenade"

entlang sind viele Geschäfte,


Restaurants, Shisha Bars usw. Man sitzt an der Wasserseite i.d.R. auf

dem Boden, der mit Flickenteppichen ausgelegt ist.


Wollt ihr was Trinken gehen, so ist die Bar des Hotels Nessima die

erste Wahl. Man kann dort drinnen an der Theke, draußen in Korbstühlen

am Strand oder über der Bar auf einer Dachterrasse sitzen, Trinken

(faire Preise) und (Rock-)Musik hören. Auch das Hotel und die Tauchbasis

machen eine sehr guten Eindruck.

Fazit:


Das Sirtaki ist keine Empfehlung, obwohl es super Voraussetzungen (Lage

am Ligthouse Reef) hat. In diesem Hotel ist nicht der Gast König,

sondern die Chefin.


Es wird gemacht was Sie will. Wünsche der Gäste sind bestenfalls

zweitrangig.


Die Mehrheit der Hotelgäste, die wir kennen gelernt haben, wird

nicht wiederkommen und das Hotel auch nicht weiter empfehlen.

Wenn ihr nach Dahab fahrt und im Ort wohnen wollt, so steigt im Nessima

ab. Inmos liegt auch noch in Ortsnähe und soll ganz OK sein. Die Hotels

Swiss Inn, Novotel, liegen an einer Bucht im Süden weit außerhalb

des Ortes und sind bestens für Surfer geeignet. Das Laguna liegt im

Niemandsland zwischen dieser Bucht und Dahab. Das Hotel Daniela liegt nördlich

einsam an der Küste. Wollt ihr von einem dieser Hotels in den Ort,

ist immer Taxi fahren angesagt.

Tauchen:


Die wichtigsten Tauchplätze sind: Bells, Blue Hole, Canyon, Huts,

Eel Garden und Lighthouse im Norden und Islands im Süden (dort soll

es aber noch einige mehr geben). Der Marsch über die Riffdächer

ist z.T. sehr schwierig und anstrengend. Stürze sind an der Tagesordnung.


Leider war die Sicht Ende März sehr schlecht, da das Wasser von

Algen getrübt war. Die schönsten Tauchgänge sind:


1. Durch die Bells (ein „Schacht“ der durchs Riffdach nach unten führt)

an einer Steilwand entlang ins Blue Hole


2. Durch den Canyon


3. Eel Garden - Abhang mit Röhrenaalen, die sich in der Strömung

wiegen.